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Endlich mit dem Rauchen aufhören? So schaffen Sie es!

Zigaretten lassen Ihr Herzinfarkt-Risiko in die Höhe schnellen – mit diesen Tipps werden Sie rauchfrei

Frau die sich eine Zigarette anzündet
Photo by fotografierende on Unsplash

Wussten Sie, dass Raucher im Schnitt zehn Jahre früher sterben als Nichtraucher? Lesen Sie hier, wie Sie sich das Rauchen abgewöhnen können. 

Rauchen ist größter Risikofaktor für Gefäßerkrankungen und Herzinfarkt

Sie wollen sich vor einem Herzinfarkt schützen? Das geht kaum effektiver, als mit dem Rauchen aufzuhören. Auch wenn viele Raucherinnen und Raucher es häufig nicht wahrhaben wollen: Von allen Risikofaktoren für Gefäßerkrankungen und Herzinfarkt hat Rauchen die größte Bedeutung und ist damit noch gefährlicher als Bluthochdruck, Diabetes mellitus, Fettstoffwechselstörungen und Übergewicht. Doch wie schafft man den Ausstieg? Und lohnt sich das überhaupt – nach jahrzehntelangem Zigarettenkonsum? 

Mit dem Rauchen aufhören lohnt sich immer!

Unser Körper ist ein kleines Wunderwerk – vor allem, wenn es darum geht, sich zu erholen! Denn selbst hartnäckige Raucher, die eine jahrzehntelange Zigarettenkarriere hinter sich haben, profitieren vom Rauchstopp. So sinkt ihr Risiko, an einem Herzinfarkt zu sterben, bereits nach fünf Jahren um fast die Hälfte. Ein Nikotinverzicht ab dem Alter von 60 Jahren verlängert statistisch gesehen das Leben um drei Jahre. Ab einem Alter von 50 sind es sechs und ab 40 Jahren sogar etwa neun Lebensjahre. Auch die Lunge darf aufatmen: Bereits drei Monate nach dem Aufhören kann sich die Lungenkapazität um bis zu 30 Prozent erhöhen. 

Nichtraucher werden – aber wie?

Sie wollen Ihrer Gesundheit zuliebe endlich mit dem Rauchen aufhören? Vielleicht haben Sie bereits etliche Versuche hinter sich? Dann wissen Sie, dass der gute Vorsatz allein häufig nicht reicht. Für viele scheint der Umstieg auf E-Zigaretten eine sinnvolle Alternative zu sein. Das Deutsche Krebsforschungszentrum erklärt nach Stand der aktuellen Forschung, dass E-Zigaretten weniger schädlich sind als herkömmliche Zigaretten. Gesund sind sie damit aber noch lange nicht. Auch mit den meisten E-Zigaretten wird Nikotin inhaliert – und das macht abhängig und fördert das Wachstum bestehender Tumore. Außerdem steht Nikotin unter Verdacht, Krebs zu erzeugen. Hinzukommt, dass die Liquids und das Aerosol einiger E-Zigaretten krebsauslösende Stoffe enthalten. Anstatt auf E-Zigaretten umzusteigen, ist es daher empfehlenswerter, sich ganz vom Rauchen zu verabschieden. 

So werden Sie Rauchfrei

Sie möchten sich vor Krankheiten wie Herzinfarkt, Schlaganfall und Krebs schützen? Sie wollen sich leistungsfähiger und fitter fühlen? Denken Sie einmal genau nach, warum es Ihnen wichtig ist, mit dem Rauchen aufzuhören. Wenn wir ein klares Ziel vor Augen haben, fällt es uns leichter, Veränderungen in unserem Leben zuzulassen. Manchmal hilft es auch, alle Vorteile des Nichtrauchens einmal schriftlich festzuhalten. Sie werden sehen, davon gibt es eine Menge!

Verschieben Sie Ihr Vorhaben, Nichtraucher zu werden, nicht in die ungewisse Zukunft. Legen Sie ein verbindliches Ausstiegsdatum fest. Diese Art von geplantem Ausstieg nennt sich auch das Schluss-Punkt-Prinzip und ist aus wissenschaftlicher Sicht die effektivste Methode. Fällt Ihnen das Aufhören besonders schwer, können Sie sich anfangs auch kleinere Ziele setzen. Machen Sie sich das Rauchen beispielsweise selbst etwas unkomfortabler und beschließen sie, nur noch draußen zu rauchen. Vielleicht hilft es Ihnen auch, wenn Sie anfangs die Zigaretten nicht mehr ganz, sondern nur noch zur Hälfte rauchen. Welchen Weg Sie auch immer wählen: Halten Sie sich auf jeden Fall an den von Ihnen festgelegten Anfangszeitpunkt.

Jede Raucherin und jeder Raucher weiß, wie stark das Verlangen nach einer Zigarette sein kann. Wenn dieses Gefühl Sie überkommt, sollten Sie versuchen, sich abzulenken. Manchmal hilft es schon, ein Glas Wasser zu trinken und die Aufmerksamkeit auf etwas anderes zu richten – vielleicht gewöhnen Sie sich an, in solchen Momenten Obst oder Gemüse griffbereit zu haben. Auch Entspannungsübungen können ablenken, genauso wie kleine Belohnungen. Ebenfalls hilfreich ist ein Raucherprotokoll. Schreiben Sie sich auf, in welchen Momenten Sie eine Zigarette rauchen möchten und decken Sie damit Ihre Gefahrensituationen auf.

Studienergebnisse beweisen, dass regelmäßige körperliche Aktivität unmittelbar positive Auswirkungen auf Ihr Rauchverlangen und auch auf Entzugssymptome hat. Bringen Sie Sport in Ihr Leben! 

Rauchen aufhören mit Medikamenten

Sie haben es schon mit allen Tipps versucht und kommen nicht weiter? Dann können Nikotinersatzpräparate ein Mittel sein, um mit dem Rauchen aufzuhören. Die erste Wahl sind Präparate, die das Nikotin ersetzen.

Experte

Prof. Dr. med. Helmut Gohlke
Prof. Gohlke

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Unsere Quellen:

  • Internet: https://www.springermedizin.de/koronare-herzerkrankung/rauchen-und-raucherentwoehnung/normales-khk-risiko-nach-fuenf-jahren--bei-ehemals-starken-rauchern-dauert-es-doch-deutlich-laenger-/17102472 (Stand: 2019)

4 Kommentare

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Gee Bayern

Die Nikotinersatzprodukte helfen gut gegen die Entzugssymtome. Was mir allerdings am meisten zu schaffen machte war die Stimmung, Depressionen, da ich dafür ohnehin anfällig bin. Meine Hausärztin hat mir ein Medikament verschrieben das hilft gut gegen diese Stimmungstiefs. Ich versuche es schon länger und hatte auch immer wieder mal einen Rückschlag, aber ich gebe nicht auf. Jetzt bin ich zum ersten mal in 18 Jahren fast 14 Tage rauchfrei und freue mich auf noch viele rauchfreie Tage mehr. Und selbst in dieser Verhältnismäßig kurzen Zeit merke ich schon positive Veränderungen z. B. das Herzrasen ist weg, mein Puls viel ruhiger und auch das Atmen bei körperlicher Aktivität ist deutlich besser. Ich wünsche allen viel Glück und Kraft. Sprecht mit dem Arzt eures Vertrauens, wenn ihr Unterstützung braucht. Alles gute

Jörg Karlsruhe

Zumindest ein weiterer Hilfsschritt um nach 43 Jahren mit dem Scheiss aufzuhören.

Ellen S.

Mir scheint das Vernünftigste ist- "einfach aufhören". Ich habe heute aufgehört zu rauchen.

Inge V. Zeven

Ich rauche jetzt seit 10 Wochen nicht mehr. Nikotin Pflaster und Kaugummi hilft mir. Medikamente wie beschrieben kommen für mich nicht in Frage. Das Verlangen habe ich besonders in Stress Situationen, dann nehme ich einen zuckerfreien Kaugummi. Es gibt solche und solche Tage. Positiv ist, dass der Geruchssinn noch stärker geworden ist. Durch den Herzinfarkt meines Mannes habe ich knapp ein Jahr später aufgehört, da sich der Gestank negativ auf unsere Beziehung auswirkte. Jetzt bin ich froh darüber aufgehört zu haben, aber ich muss und werde weiter kämpfen. Ich wünsche allen viel Erfolg und Durchhaltevermögen, da ich weiß, es lohnt sich.