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Herzklappen-OP – Erzählen Sie Ihre Geschichte!

Berichten Sie der Herzstiftung von Ihren Erfahrungen rund um Ihre Herzklappen-Operation und helfen Sie damit anderen Betroffenen.

Frau im Krankenhaus
Yaroslav Astakhov - stock.adobe.com

Sie haben bereits eine Herzklappenersatz oder Herklappenreperatur mittels Herzkathetertechnik hinter sich? Dann erzählen Sie davon! Wie haben Sie die Zeit rund um die Operation erlebt? Und wann waren Sie wieder fit für den Alltag? Ihre Erfahrungen – sie sind wertvoll und können anderen Menschen helfen, sich auf eine Herz-OP vorzubereiten. 

Der Austausch mit anderen Betroffenen tut gut und kann helfen

Die meisten Menschen machen sich vor einem operativen Eingriff Sorgen – und das ist ganz normal. Vielen tut es dann gut, sich neben den Arztgesprächen auch mit anderen Betroffenen auszutauschen und von ihren Erfahrungen zu hören. Helfen Sie mit und teilen Sie hier Ihre Geschichte mit anderen! Wie haben Sie sich auf Ihre Herz-OP vorbereitet? Und wie ging es Ihnen danach? Gerade diese Frage liegt vielen Betroffenen auf der Seele. Sie wünschen sich Informationen darüber, wie es nach der Operation weitergeht – körperlich, aber auch seelisch. Welche Erfahrungen haben Sie in der Reha gemacht? Und wie fühlten Sie sich, als Sie wieder zu Hause waren? Vielleicht haben Sie sogar den ein oder anderen hilfreichen Tipp? Die Herzstiftung freut sich darauf, von Ihnen zu lesen!

47 Kommentare

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Christa B Düsseldorf

Ende Januar 2021 wurde ich, 68, Rentnerin, wegen mittel- bis schwergradiger Mitralklappeninsuffizienz am Klinikum Dortmund minimalinvasiv operiert, d.h. der Zugang erfolgte durch die Rippen. Die Klappe wurde rekonstruiert, sie war durch eine Entzündung vernarbt, von der ich bisher nichts gewußt hatte. Dieser Befund wurde erst bei der OP entdeckt. OP-Dauer 4 Stunden, danach 2 Tage auf der Intensivstation mit völligem Verlust des Zeitgefühls, Angst vor Verlust meiner geistigen Fähigkeiten, Halluzinationen. Diese blieben auch auf der Normalstation noch eine Woche. Ich war ohne Schlaf für etwa 10 Tage, kurzes Einnicken mit Aplträumen und Angstzuständen. Schmerzen wurden gut durch Schmerzmittel unterdrückt. 2 Tage Übelkeit, Sehstörungen, die noch 6 Wochen lang immer wieder auftraten, ebenso wie Lähmungserscheinungen der rechten Hand und des Unterarms. Die 3wöchige Reha tat gut, sportliche Betätigung und der Aufbau von Muskeln. Treppen steigen wurde wieder möglich. Meine Depressionen wurden leider nicht behandelt. Sie lassen allmählich nach. Insgesamt waren die Folgen des Eingriffs so gravierend, wie ich es vorher nie für möglich gehalten hätte. Darauf hatte mich auch niemand vorbereitet. Noch immer schlägt mein Herz zu schnell. Das hatte ich vor der OP noch nie. Ich nehme Betablocker Bisoprolol dagegen. Ich hoffe, nicht für immer.
Die OP und die Betreuung im Klinikum Dortmund waren hervorragend. Ich kann diese Klinik nur jedem empfehlen. Doch was eine OP am Herzen mit Herz-Lungen-Maschine alles auslöst, ist nicht zu unterschätzen. Jetzt, nach fast 3 Monaten, fühle ich mich halbwegs wieder normal. Der psychische Faktor wird meiner Meinung noch nicht genug beachtet und bei der Vorbereitung wird nicht darauf hingewiesen.

Klaus Vahlbruch 24782 Büdelsdorf Schleswig-Holstein

Hallo mitsammen,

ich bin Klaus V., 76 Jahre alt, Rentner und weiß seit einigen Jahren, dass eine Aortenstenose vorliegt, die aber regelmäßig alle 6 Monate vom ortsansässigen Kardiologen beobachtet wurde. Am Sonnabend nach dem Frühstück nun auf der Toilette, Ohnmacht und Sturz auf den Fußboden. Wieder erwacht und mit dem Rettungswagen in die Imland-Klinik nach Rendsburg gebracht.
Eine ganze Woche lang wurde ich nach allen Richtungen untersucht bis zum Schluß mit einer Herzkatheteruntersuchung das Ergebnis feststand. Schwere Aortenklappenstenose. Zur Entscheidung stand: OP Minimalinvasiv möglich aber noch begrenzte Langzeitprognose, oder "klassisch", OP am offenen Herzen mit einer Prognose von ca. 10 bis 17 Jahren, ausgehend von langen Erfahrungen. Ich habe mich für die zweite OP z.B. im UKSH in Kiel entschieden und sehe nun, seit 3 Tagen wieder daheim, der Nachricht von dort entgegen.

Die Untersuchungen in der Rendsburger Klink waren hervorragend, soweit ein Laie das beurteilen kann, sowohl technisch als auch persönlich, absolut vertauensbildend für mich. Meine Entscheidung, nach sehr persönlicher Beratung, fiel ohne zu zögern.
Mit 76 Jahren hat Mann nur eine Chanche, diese!

Ich melde mich hier in der Hoffnung, Menschen zu finden, die etwa in meinem Alter sind oder waren, sich auch "getraut" haben, alles auf diese Karte zu setzen
und mit dieser ihrer Entscheidung ihre persönlichen Erfahrungen gemacht haben. Mein Name findet sich offen im Netz, nur bei Google einzugeben, daher würde mich auch eine persönliche Zuschrift E-Mail ein Genealoge = FamilienGeschichtsForscher, zuverlässig erreichen.

Viele Grüße und schon mal herzlichen Dank
Klaus Vahlbruch

Dirk R. Detmold

Bei mir wurde vor ca. 5 Jahren ein Mitralklappenfehler diagnostiziert mit der Aussage das dies irgendwann in meinem Leben wohl operiert werden muss. Das Ganze passierte dann etwas schneller als gedacht. Mein Kardiologie hat mir bei einer der Routineuntersuchungen geraten nicht länger zu warten. Da ich natürlich Angst vor der OP hatte, hat er mich in die Schüchtermannklinik nach Bad Rothenfelde überwiesen.

Hier wurden eine Herzkatheter Untersuchung und ein Schluckultraschall gemacht. Die Ärzte haben mit mir die Ergebnisse besprochen und mir mitgeteilt das sie die Mitralklappe operieren müssen und rekonstruieren wollen. Die OP sollte minimalinvasiv erfolgen. Ich bin 3 Monate in die Klinik und wurde einen Tag später direkt operiert mit einem 100% erfolgreichen Ergebnis. Ich hatte im Nachgang zwei kleinere Vorfälle. Zum einen musste ich wieder zurück auf die Zwischenintensivstation wegen Luft zwischen Lunge und Herz, was mit einer Drainage gelöst wurde. Davon habe ich so gut wir gar nichts mitbekommen, da ich einige Tage nach der OP aufgrund der Medikamente dauerbenebelt war. Das Ziehen der Drainage war auch nicht wirklich schlimm.

Zum anderen hatte ich bei meinem ersten Besuch zuhause während der Reha plötzlich Vorhofflimmern. Das war sehr unangenehm, hat die Ärzte im Krankenhause aber nicht ansatzweise nervös gemacht. Ich habe Tabletten bekommen und die Symptome haben aufgehört. Dies ist wohl eine Reaktion nach einer Herz OP die oft auftritt. Es muss nur beobachtet werden ob dieses Vorhofflimmern andere Ursachen hat und häufiger auftritt. Bei mir war dies nicht der Fall. Hätte das Vorhofflimmern nicht aufgehört hätte man mein Herz gestoppt und wieder neu gestartet. Als ich das hörte habe ich natürlich Angst bekommen, aber die Ärzte versicherten mir das dies keine kritische Maßnahme ist. Zum Glück musste dies auch nicht gemacht werden.

Im Ergebnis bin ich heute, ein Jahr nach der OP, hochzufrieden und zwar mit dem gesamten Ablauf. Beginnend mit der Unterstützung durch meinen Kardiologen, bis zur OP in der Schüchtermannklinik und der Reha, welche ich ebenfalls in der Schüchtermannklinik machen konnte. Mein Herz schlägt nun viel ruhiger und das permanente in sich reinhorchen hat bei mir fast ganz aufgehört. Ich kann mich wieder mehr auf das konzentrieren was um mich herum passiert, als nur auf mich selbst mit Sorgen im Kopf.

Asd verschluss am offenen Herz Linda B. Stuttgart

Ich heiße Linda bin 25 Jahre alt und wurde mit einem Loch im Herz geboren (ASD 2), habe es erst leider Ende 2018 erfahren.

Nach vielen Herzkatheter und einen Versuchen das Loch über den Herzkatheter zu schließen wurde ich im Mai 2020 am offenen Herzen (minimalinvasiv durch die Rippen) operiert.

Nachdem ich aufgewacht bin hatte ich große Panik, ich konnte nicht reden und war immer nur für kurze zeit wach so dass ich immer nur bruchteile der Pfleger und Ärtze mitbekommen habe. Wurde um 7 Uhr morgens operiert und hatte den Beatmungsschlauch bis abends um 20 uhr drinnen. War als erstes wie gelähmt ich konnte nicht mal meinen kleinen Finger bewegen und immer wieder bekommt man mit dass man “immer noch nicht selber atmen kann”. Ich hatte große Angst jedoch keine Schmerzen. Das ziehen des Beatmungsschlauches war unangenehm aber auch befreiend, da man sich endlich wieder verständigen konnte. Hatte sehr mit Übelkeit zu kämpfen und musste mich ständig übergeben.

Ich war drei Tage lang super müde und immer nur für kurze Zeit wach. Nach den ersten 24 Stunden haben dann die Schmerzen angefangen an der Drainagenstelle. Zudem kam noch der ekelige Husten. Nach dem ziehen des Drainageschlauches und der Herzschrittmacherkabel (ohne Betäubung) ging es Stunde um Stunde besser. Das ziehen der Kabel und des Schlauches waren schmerzhaft aber auszuhalten.

Nach vier Tagen wurde mein rechter Oberschenkel bis zum Knie, wie auch ein Teil des rechten Brustkorbs, durch die Schnitte von herz/lungen maschine und dem Zugang zum Herzen, taub. Selbst nach fast 9 Monaten ist leider keine große Besserung festzustellen.
Wurde 6 Tage nach der Op entlassen und ich hatte mich gegen eine Reha entschieden, da ich sehr mit heimweh zu kämpfen hatte.

Zuhause hatte ich mit starkem Haarausfall, Nachtschweiß und Panikattacken/ Angstzustände zu kämpfen. Hat sich nach einer Zeit normalisiert bis auf die Angstzustände vorallem abends/ beim einschlafen. Nach fast 9 Monaten hat sich mein Herz super an die neue Situation ohne Loch angepasst, habe immer noch mit Herzrhythmusstörungen zu kämpfen jedoch alles absehbar. :)

Schilddrüse? Bella Bella Frankfurt

Hallo, hast du auch an die Schilddrüse gedacht. Stress kann bereits vorliegende Schilddrüsenerkrankungen verstärken (auch Medikamente wie Kontrastmittel die Jodhaltig sind). Zur Schilddrüsen -Überfunktion gehören auch Haarausfall, Herzrasen, Panikattacken, Schweißausbrüche vorallem nachts und nächtliche Angstzustände.

Der Wert der Schilddrüse sollte nicht nur vom Hausarzt sondern von einer Endokrinologie oder vom Schilddrüsen-Internisten untersucht werden. Hausärzte sind da viel zu ungenau und haben oft keine Ahnung.

Leider habe ich selbst nebst verschiedenen angeborenen Herzproblemen auch Hashimoto Thyreoditis die viele Jahre meines gesunden lebens "übersehen" wurde und mir zusätzlich sehr viele Probleme gemacht hat. Daher würde ich mich selbst informieren und darauf achten ob es auch damit zu tun haben könnte. Damit habe ich seit dem ich 20 Jahre alt war zu kämpfen, mittlerweile bin ich 40 und muss immer noch neben dem Herzen ständig damit jonglieren, denn vieles in der Nahrung hat einen starken Effekt auf die Schilddrüse, auch ASS 100 verstärkt und verursacht damit erneut unnötiges Herzrasen etc.

LG und alles Gute!

Vor der OP Ulrike G. Stuttgart

Hallo,
Vielen Dank für die informativen Beiträge!
Mein Name ist Ulrike, ich bin 56 Jahre alt und werde dieses Jahr eine neue Aortenklappe benötigen, bei hochgradiger Stenose meiner bikuspiden Klappe. Was soll ich sagen, ich habe Angst: vor dem Eingriff, vor der Lebensveränderung....! Welche Klinik? Welche Klappe? Kann ich anschließend weiterhin mountainbiken und skifahren? Werde ich mich erholen?
Die Erfahrungsberichte haben mir geholfen, doch die Angst bleibt.

Viele Grüße

O D Hagen

Hallo Ulrike, ich habe mit 54 eine neue mechanische Aortenklappe eingesetzt bekommen. Die Diagnose von dir könnte ich eins zu eins übernehmen. Die OP ist nun 14 Monate her. Wenn der einzige Befund die bikuspide Klappe ist und das Ganze früh genug angegangen wird solltest du wieder Sport treiben können. Solltest du dich wegen der längeren Haltbarkeit (praktisch lebenslang) für eine mechanische Klappe entscheiden wirst du lebenslang Marcumar einnehmen müssen. Kann man aber leicht selbst dosieren und messen, so zumindest meine Erfahrung. Die Einschränkungen kommen dann nicht von der Leistungsfähigkeit, die sollte sogar besser werden, sondern
man sollte ein wenig auf das Verletzungsrisiko achten. Ich denke das auch hier alles normale geht, fällt halt unter Lebensrisiko. Ich bin minimal inversiv durch die Rippen im Wuppertaler Herzzentum operiert worden. Es ist nicht schön direkt nach der OP, aber heute habe ich keine Einschränkungen, ausser mit dem Marcumar, mehr. Haken drann, ist doch auch etwas. Hatte vor der OP etwas Bedenken wegen der Geräusche der Klappe, ist OK,mich stören sie nicht. Zum guten Schluß, Alles gute für deine OP.

Irmtrud Ganseuer Kreuztal

Ich feiere heute meinen 5. Geburtstag! Ich wurde in der Uniklinik Gießen im Alter von 57 Jahren am offenen Herzen operiert und bekam einen biologischen Aortenklappenersatz. Zuvor war ich einige Jahre in kardiologischer Beobachtung, bis sich plötzlich mein Zustand (Atemnot, Belastbarkeit) verschlimmerte und nach einer Herzkatheder-Untersuchung die Herz-OP unvermeidbar war.
Nach 10 Tagen in der Klinik durfte ich für 4 Tage nach Hause und dann meine Reha in Bad Nauheim antreten.
Dort wurde ich in 5 Wochen wieder aufgebaut. Nach 4 Monaten habe ich mit einer Wiedereingliederung meine Arbeit wieder aufgenommen. Dies stellte sich aber als zu früh heraus. Im Sommer wurde ich nochmal 4 Wochen krank geschrieben, das hat mir gut getan.
Heute bin ich Rentnerin und es geht mir gut.

Herzkrank mit 26 Jahren Laura Binder Bitterfeld-Wolfen

Hallo,

Bei mir wurde Ende August 2020 minimalinvasiv eine Mitralklappenrekonstruktion durchgeführt.

Eigentlich sollte nun alles gut sein, nur wurde während der OP festgestellt, dass die Rekonstruktion nicht dauerhaft „halten“ wird, ich werde irgendwann (in einem Monat, zwei oder drei? In Jahren? Man kann es nicht sagen) eine künstliche Herzklappe bekommen.

Ich habe wirklich Angst. Ich habe starke Nebenwirkungen durch die Medikamente (Zuckungen, Krämpfe, Schlafentzug, Alpträume, Angstzustände, Atemnot...) ich habe schmerzen und bin immer noch nicht leistungsfähig... was soll das werden wenn Tag X kommt? Bin ich dann komplett und für immer eingeschränkt? Wird es mir irgendwann besser gehen ?

Die OP an sich war schon sehr Kompliziert, viel länger als geplant und der Arzt meinte, er habe alles gegeben, mir die Chance auf ein längeres Leben zu geben (er meint in meinem Alter würde eine künstliche Klappe meine Lebenserwartungen sehr stark senken, und ich könnte mit dieser keine Kinder bekommen, da in meinem Fall mit einer Schwangerschaft und Geburt zu großer Druck auf meinem Körper wirken würde.)

Ich habe Angst, kinderlos und Vorallem viel zu Früh zu sterben. Habe Angst mein Leben zu leben.

Habe Angst vor diesen Schmerzen und der Hilflosigkeit und den Nebenwirkungen währen der Krankenhaus und Genesungszeit...

Ich suche seit Wochen Hilfe, jemanden mit dem ich reden kann.. vielleicht ist hier jemand mit einer ähnlichen Geschichte ?

Michelle B. Bremen

Ich habe mit 20 bereits eine Bio-Mitralklappe erhalten. Und werde voraussichtlich auch dieses Jahr eine neue bekommen.

Klar man muss sich von paar Sachen verabschieden, aber im Endeffekt leben ich mein Leben ganz normal ohne große Einschränkungen. Die Einschränkungen sind nur Sportarten, aber man findet immer einen Weg.

Mit einer Bio-Klappe ist es gar kein Problem ein Kind zu bekommen. Klar ist es eine Risikoschwangerschaft, aber das Risiko ist sehr gering.

An deiner Stelle würde ich mir eine andere Klinik suchen.

Salvatore De Mussso 38165 Lehre

Hallo Laura, habe keine Angst. Ich habe vor 27 Jahren eine Künstliche Mitralklappenersatz bekommen. Danach konnte ich weiter in meinem Beruf arbeiten, Sport treiben (Joggen und Fußball) und sonst besser leben als vorher. Seitdem muss ich zwar lebenslang Marcumar nehmen, aber bei eigene Management, auch kein großes Problem. Überleg Mal, nach 27 Jahren wird wohl das Verfahren auch noch optimiert worden sein. Daher, keine bange

Salvatore De Musso 38165 Lehre

Ich nochmals, hatte leider die Einlässe des Arztes überlesen. Wenn ich als Mann, nach dieser OP laufen und Fußballspielen kann, dann wird wohl auch eine Frau Leistung bringen können. Was die Lebenserwartung anbetrifft, ich bin damals 49 Jahre alt gewesen. Heute bin ich 75 Jahre alt und immer noch vital! Im klaren Worte, dein Arzt ist ein IDIOT!

Sascha Kühl Bad Lippspringe

Mir wurde (im Dez. '05) im Alter von 23 Jahren im HDZ (Herz- und Diabeteszentrum) Bad Oeynhausen (NRW) die Mitralklappe (via sternalen Zugang [der Brustkorb wurde frontal geöffnet]) rekonstruiert - ich habe ein exzellentes postoperatives Ergebnis mit einem klinisch relativ-unwesentlichen Restbefund (MI [Mitraklappeninsuffizienz] 0-I°).

Mir riss dazumal aus nicht erklärbaren Gründen die Mitraklappe inkl. Mitralsegel - die OP dauerte ~ 2½ Stdn., ich erlitt postoperativ einen kleinen, unproblematischen Pneumothorax (rechte Lunge etwas eingefallen), der im HDZ mittels Drainage erfolgreich therapiert worden ist.

Gegen eine geringradige Sinustachykardie (Herzrasen) nehme ich tgl. 1,25 mg Bisoprolol (Betablocker) - dieses Herzrasen hatte ich allerdings schon Jahre vor dem Mitralklappenriss; den Betablocker nehme ich erst seit 2005 ein.

Durch den Betablocker habe ich zahlreiche, nervige und belastende Nebenwirkungen, wie Insomnia (Schlafstörungen), Müdigkeit, Erschöpfung, Magen-/Darmbeschwerden.

Ich fühle mich im Grunde gut, nur etwas weniger leistungsfähig - was tw. am Betablocker liegt.

Durch körperliches Training kann ich mein Leistungsniveau signifikant steigern.

Das HDZ in Bad Oeynhausen ist m. E. das Beste.

Ich bin über den Messenger Telegram unter @SaschaKuehl erreichbar.

Herz krank Monika Tefula Börger

Bei mir ist erst ein schlaganfall und danach eine herzklappen op baypass und stents gemacht nach eine halben jahr kann ich noch nicht alleine laufen bin verzweifelt

Daniela Wien

2016 wurde bei mir (damals 25) eine Mitralinsuffizienz festgestellt wobei das transthorakale Echo (eher hochgradig) und das Schluckecho (eher gering bis mittelgradig) widersprüchlich waren. Man hielt das Schluckecho für aussagekräftiger, OP nicht notwendig, einmal im Jahr Kontrolle. Ich hatte damals kaum Symptome, habe aber immer wieder festgestellt, dass ich beim Laufen, Wandern, etc. nicht mit Gleichaltrigen mithalten konnte (Leistungs EKG war aber noch bei 115%).

2019 hatte ich dann beim Wandern erstmals Atemnotsanfälle. Danach schrumpfte meine Performance im Leistungs EKG binnen von 3 Monaten auf 91%. Es kamen plötzliche starke Drehschwindelanfälle im Sitzen/Liegen dazu und mein Puls ging bei jeder Kleinigkeit hoch. Am Ende meinte mein Kardiologe, dass es vermutlich die Sedierung beim Schluckecho war, die den Blutrückfluss milder erscheinen ließ als er eigentlich war.

Anfang 2020 dann die Mitralklappenrekonstruktion im AKH Wien (minimalinvasiv).
Meine erste Erinnerung danach ist der Beatmungsschlauch. Für mich fühlte es sich an als könnte ich nicht atmen. Meine Hände waren festgebunden, damit war mir jede Möglichkeit der Kommunikation genommen was sehr unangenehm war. Der Pfleger erklärte mir ich müsste es schaffen eine Zeit lang selbstständig mitzuatmen (15min?) aber durch die starken Medikamente bin ich immer wieder weggedriftet und habe nicht mehr mitgeatmet. Es war mir fast unmöglich 15min bei Bewusstsein zu bleiben und dadurch bekam ich diesen Schlauch einige Zeit nicht raus. Im Nachhinein wichtig: ruhig bleiben! Generell ging es mir auf der Intensivstation nicht gut, ich bereute meine Entscheidung zur OP schon fast, aber da muss man durch. Nachdem ich auf die Normalstation kam wurde es leider nicht einfacher, denn durch den Wegfall der starken Medikamente wurde das Atmen langsam immer schmerzhafter sodass ich irgendwann nur mehr sehr flach atmen konnte. Auch hier: ruhig bleiben, mehr Schmerzmittel verlangen! Am 3. Tag wurde mir der Drainageschlauch gezogen (nicht schmerzhaft) und danach konnte ich viel besser atmen. Ich hatte die Tage und Wochen danach mit vielen kleineren und größeren Nachwirkungen zu kämpfen (Sehstörungen, Schwindel, Anämie, Schwierigkeiten beim Lesen, Übelkeit, hoher Ruhepuls, starke Migräne, vorübergehende kurze Taubheit in Armen/Beinen etc.) aber alles geht nach einer Zeit vorbei! Ich war 2 Monate im Krankenstand, Reha bekam ich wegen Corona nicht, habe aber jeden Tag mini Spaziergänge gemacht bis ich nach ein paar Monaten wieder laufen konnte. Nach einem halben Jahr war ich wieder relativ fit und merkte erste Verbesserungen bei meiner Leistung! Die ersten paar Tage sind wirklich hart, aber im Nachhinein gesehen war es trotzdem richtig! Wichtig ist danach geduldig zu bleiben und sich nicht gleich zu viel Leistung abzuverlangen.

Erich Dohmen Gangelt-Birgden

Hallo, ich hatte am 15. Juni 2020 eine neue Aortenklappe im Krankenhaus Siegburg
bekommen. Eine TAVI -OP war leider nicht möglich, daher die Minimalinvasive OP.
Meine im Vorfeld dargelegten Einwände gegen eine offene OP wurden mir nach einem MRT aus Gründen einer wohl auch betroffenen Körper Aorta dahingehend aufgeklärt, dass aus diesem Grund eine TAVI nicht möglich sei.
Ich habe daraufhin zugestimmt und konnte auch kurzfristig operiert werden.
OP Dauer etwa 2,5 Std, danach Wachstation und nach gutem Befinden am 17.06. auch auf Normalstation. Ich muss ehrlich sagen, vor der OP große Bedenken wegen der Herz-Lungenmaschine, aber im Nachhinein bin ich mit dem Erfolg hoch zufrieden.
Ich konnte dann in der Reha gute Fortschritte in der körperliche Leistung machen und bin heute, nach vier Monaten äußerst zu frieden.
Ic kann allen betroffenen nur zu dieser OP raten, mit einem ca. 6 Zentimeter Schnitt an der rechten Brust und sehr guter Heilung.
Alles in Allem: sehr gute Arbeit der Ärzte vor- und nach der OP und auch beim Pflegepersonal nur gutes.
Herzlich Dank an alle Beteiligten.

Eugen Weiß Minfeld

Hallo, meinen Text finden Sie unten aufgeführt. Dürfte ich Ihr Alter wissen? Und was bedeutet Minimalinvasive OP? Ich weiß bis jetzt nur dass bei mir wegen Alter und guter körperlicher Verfassung am offenen operiert werden soll. Habe aber so grosse Angst wegen Herz/Lungenmaschine und wegen der Nachheilungszeit. Wenn Sie wollen dürfen Sie mit mir in Kontakt treten unter: eddy-weiss@web.de ich würde mich freuen.
Liebe Grüsse Eddy Weiss

Frau Merve Oe Köln

Hallo, die Diagnose: Aorteninsuffizienz mit Aneursyma wurde bei meinem Vater festgestellt.
Er muss bald auch nach Siegburg..
Er hat sehr viele Sorgen und Fragen im Kopf. Ich würde mich sehr sehr freuen, wenn Sie sich bei mir melden.
E-Mail: meely02@googlemail.com

Eugen Weiß Minfeld

Hallo an Alle,

ich bin 61 Jahre, schon immer sehr sportlich. Ich bin seit nunmehr ca. 10 Jahren in jährlicher Kontrolle wegen meiner Herzklappe. 2019 wurde erstmals erwähnt dass es wohl doch auf eine OP rauslaufen würde. Im August 2020 wurde ein doch schnell fortschreitender Progress festgestellt der eine OP wohl unumgänglich macht. Meine Zweitmeinung habe ich letzte Woche in Bad Krozingen eingeholt, mit dem selben Ergebnis. Mein Herz schlägt noch gut, ist kräftig, und auch das Belastungs-EKG war recht gut. Mir wird aufgrund meines Alters und des guten Zustandes eine OP am offenen Herzen empfohlen und ich habe sowas von Angst dass ich im Moment noch nicht richtig weiß wie ich an die OP ran soll. Am meisten fürchte ich mich dass mein Brustkorb aufgesägt wird.

Peter K. Sauerland

Ich habe eine vergleichbare Situation, 65, sportlich, OP wurde zeitlich dringlich. Grosse Angst Am 11.11.20 im HDZ OP mit 6cm Schnitt Brustbein erfolgt, am nächsten Tag war ich schon fit für die Normalstation. Heute eine Woche nach OP 15Min Ergometer. Schmerzen so gut wie gar nicht. Hatte allerdings auch nur die Aortaklappenstenose ohne weitere Probleme in Gefässen.

Eugen Weiß Minfeld

Hallo Peter,

würden Sie sich vielleicht bei mir melden unter: eddy-weiss@web.de

ich hätte da ein paar Fragen, vielleicht haben Sie Lust diese zu beantworten ;-)

Rainer Stephani 50169 Kerpen

Lieber Herr Eugen Weiß ,

ich bin jetzt 73 Jahre alt und wurde letztes Jahr in der Uni Klinik Köln operiert
Vor der Öffnung des Brustkorbs müssen Sie keine Angst haben.Ich war auch immer sehr sportlich aber wegen einer Borreliose wurde die Aortenklappe und die Mitralklappe geschädigt welche beide ersetzt wurden.Weil mein Puls auf 190 war und Vorhofflimmern auftrat musste ich dringend operiert werden Es gab bei mir Komplikationen mit der Blutgerinnung aber meine Operateure haben mich
durchgebracht.Normalerweise können Sie nach 12 Tagen wieder die Klinik
verlassen. Das Brustbein wächst innerhalb von 3 Monaten wieder zusammen .
Es ist kein Spaziergang aber die Ärzte haben eine große Routine.
Wenn Sie jemanden kennen den Sie sehr gerne haben werden Sie es schaffen.
Ich wünsche Ihnen von Herzen alles Gute !!!

Eugen Weiß Minfeld

Vielen Dank Rainer Stephani,
natürlich werde ich das beste draus machen.

Iris Kothe Wietze

Ein herzliches Hallo an Alle, meine Mitralklappentekonstruktion mit Ablation und Herzohrentfernung liegen gerade mal 6 Tage zurück...komme heute in die Reha, aber was mich am Meisten interessiert ist, wer nach der Op. Erfahrungen mit noch mehr Herzrhythmusstörungen gemacht hat, als vorher, denn obwohl ich schon Bisoprolol, Amiodaron, Marcumar nehme gerät mein Herz jeden Tag erneut für einige Zeit aus dem Takt, sprich VHF...ich kannte das vorher auch, aber nicht so oft. Gerade damit das besser wird, habe ich mich eigentlich operieren lassen und nun tut es meiner Psyche sichtlich schlecht, dass es vielleicht jetzt nich schlimmer sein und bleiben könnte...oder bin ich einfach zu ungeduldig???...über Erfahrungen würde ich mich sehr freuen!
Danke
Herzlichst Iris Kothe

Daniel

Habe auch Rekonstruktion gehabt (40j. m.), danach waren auch bei mir die Störungen mehr und tlw. ununterbrochen. Ich habe dann die Ärzte angesprochen und eine der Tabletten weggelassen. Meine Erfahrung, mehr Tabletten greifen zu sehr in die normale Steuerung des Herzen ein. Lieber etwas höherer, aber dafür Synus-R. Jetzt, 4 Monate nach OP nehm ich nur noch Metoprolol, RPuls bei 70 und keine Störungen mehr...also dranbleiben und Herzsport machen.

Matthias Rozynski

Ich bin 58 alt, gesetzlich krankenversichert, sehr sportlich und befand mich vor der OP bereits seit 3 Jahren aufgrund eines Zufallsbefunds hochgradiger Mitralklappenisuffizienz in 6 monatiger Kontrolle bei gleichbleibenden Werten in der Internistenpraxis Alstertal, Dr. Papenberg. Die akute Verschlechterung wurde im Mai 2020 diagnostiziert. Dabei traten keine Beschwerden wie Atemnot oder Herzrasen o.ä. auf. Die Herzgeräusche waren klar lauter und die Kondition schlechter geworden. Dazu hat sicher auch auch der coronabedingte Trainingsausfall beigetragen. Natürlich hatte auch ich Angst vor der OP und habe mir eine Zweit- und auch eine Drittmeinung mit jeweils gleichem Ergebnis eingeholt, da ja so gut wie keine individuellen Einschränkungen vorlagen. Die OP wurde am 1.7.2020 im Albertinen Krankenhaus Hamburg von Dr. Hansen durchgeführt. Für mich der richtige Ort und der richtige Arzt! Ich hatte bis auf Schluckbeschwerden in den ersten beiden Tagen keine Komplikationen und wurde am 6.Tag, davon die erste Nacht auf Intensiv, nach der OP in die Reha entlassen. Meinen ausdrücklichen Dank an das ganze Team der Herzchirurgie, Kardiologie, Anästhesie, Intensivstation und Station - hatte mir die sehr empfehlenswerte Wahlleistungsstation gegönnt. Die 3 wöchige stationäre Reha im RehaCentrum Hamburg auf dem Gelände des UKE war in allen Bereichen sinnvoll, gut und empfehlenswert. Im Anschluss habe ich meine Berufstätigkeit wieder aufgenommen. Das Kontrollecho bei meinem Kardiologen nach 3 Monaten bestätigte ein sehr gutes Resultat der Rekonstruktion und eine Vorhofverkleinerung. Insgesamt bin ich aufmerksamer geworden, hoffentlich dauerhaft in allen Lebensbereichen etwas gelassener:-) und habe meinen Sport wieder aufgenommen...und natürlich wünsche ich mir den dauerhaften Erfolg der Rekonstruktion.

PS: nach 3 Monaten Marcumar nehme ich jetzt noch für eine begrenzte Zeit ASS 100

Karola Lehmann Wadgassen

Hallo, ich habe meine künstliche Aortenklappe vor 23 Jahren erhalten, bin jetzt 62 . Habe 2 1/2 Monate danach wieder Vollzeit als Nachtwache gearbeitet auf einer IMC Station. Nehme seit dieser Zeit Marcumar. Ich mache mir nicht so viele negative Gedanken, sehe jeden Tag Mensche den es schlechter geht wie mir.

Katrin Hoeft Barchfeld-Immelborn

Einen wunderschönen Tag an alle Betroffenen. Mein Aortenklappenersatz liegt jetzt fast 7 Jahre zurück. Ich bin schon viele Jahre in kardiologischer Behandlung und mir ging es vor 2013 immer schlechter. Die kleinste Anstrengung bereitete mir Schmerzen in der linken Körperseite, das Atmen war eine Qual und mir wurde ans Herz gelegt, dass mal abklären zu lassen. Ich schob es auf mein Asthma- doch welch ein Trugschluss. Vor Weihnachten stellte ich mich an der Uniklinik in Jena vor und eine Herzkatheteruntersuchung machte die Dringlichkeit klar. Ein Ersatz der Aortenklappen. Dann ging alles sehr schnell und ich kann mich nur bedanken. Ich feiere jedes Jahr meinen 2. Geburtstag. Nach gut einer Woche kam ich zur Reha nach Bad Liebenstein. Ich fühlte mich gut aufgehoben. Durch den künstlichen Klappersatz nehme ich mein Leben lang Gerinnungsmittel. Dich durch die Selbstmessung der Blutwerte führe ich ein nahezu eigenständiges Leben. Meine Lebensqualität hat sich bedeutend verbessert. Ich würde mich wieder so entscheiden und kann allen Betroffenen nur dazu raten. Wartet nicht zu lange!

Erhard Littmann 31224 Peine

Hallo
Ich habe heute 7 Wochen nach der OP plötzlich Fieber 38,9. Woher könnte dieses Fieber kommen, ich habe keine Ahnung. Was kann ich tun?

Erhard

Deutsche Herzstiftung

Vielen Dank für Ihren Kommentar. Um Ihre Frage bestmöglich zu beantworten, schreiben Sie uns direkt an die Sprechstunde der Herzstiftung oder schauen Sie zunächst in das Archiv der Online-Sprechstunde. An dieser Stelle können unsere Herzexperten keine Fragen beantworten.  

Alles Gute und herzliche Grüße!
Ihre Deutsche Herzstiftung 

H. Neuwied

Hallo zusammen, mir wurde 2018 im Helios Krankenhaus in Siegburg eine biologische Schweineklappe minimalinvasiv eingesetzt. Nach 10 Tagen durfte ich schon sofort die Reha antreten und es geht mir sehr gut. Würde jederzeit wieder, spätestens bei Erneuerung der Klappe dieses Krankenhaus wählen.

Eugen Weiß Kandel

wie oft kann man die minimalinvasive Methode wiederholen? Mir wurde jetzt in Bad Krozingen gesagt dass dies wohl nur 1 mal gehen würde

Volker N. Wuppertal

Ein nettes HALLO in die Runde, mein Name ist Volker und bin aus Wuppertal. Bin inzwischen 58 Jahre alt? jung? denke ehr jung... fühle mich zumindest so. Meine Herzklappen- NOT- OP war am 22.2.1991 in Duisburg und bin sehr, sehr dankbar darüber. Ein künstlicher Aortenklappenersatz wurde mir eingesetzt. Habe über die Jahre - inzwischen 29 - keinerlei Beschwerden. Auch lebe ich mit dem Gerinnungshemmer ganz gut. Mein Leben bekam einen neuen Aufschwung. Familie, Kinder, Arbeit... all dies erkannte einen neuen Sinn. Nun zur Kernfrage: Wie ich meine OP empfunden habe kann ich Heute nicht mehr sagen, doch habe ich keine negativen Gedanken, oder negatives Gefühl zu der OP. Aus meiner Sicht, rate ich jedem, sich anzuvertrauen, denn WIR als rel. unwissenden können die evtl. Gefahren selten abschätzen. In diesem Sinne beste Gesundheit...

Klaus K. Grünbach

Ich habe meine Operation am offenen Herzen im Zentalklinikum Bad Berka von 5 1/2 Jahren gut verkraftet. Meine Entscheidung, eine Aortenklappe aus Schweinematerial einsetzen zu lassen habe ich nicht bereut. Operation und Behandlung nach der Operation verliefen problemlos. Danke an das OP- und Pflegeteam Bad Berka.

Frank T Völklingen

Bei mir wurde vor drei Jahren eine Fehlbildung der Aortenklappe im Rahmen einer Führerescheineignungsprüfung festgesstellt. Zusätzlich hatten sich Kalkkablagerungen an der Klappe gebildet. Dies wurde mittels eines Herzkatheterlabors im Dezember 2019 festegestellt. Am 9. März 2020 wurde die Klappe im Herzzentrum Saar in Völklingen ausgetauscht. Ich hatte mich im Vorfeld für eine Bioklappe aus Rindermaterial entschieden, um Komplikationen in Hinsicht auf eine lebenslange Markumareinnahme zu umgehen. Dies bedeutet natürlich, dass ich in einigen Jahren wieder eine neue Klappe brauche, die dann eventuell aber im TAVI-Verfahren gesetzt wird. Die Operation ansich ist sehr gut verlaufen, die Toraxöffnung ist noch keine 10 cm groß. Ich hatte keinerlei Komplikationen und außer der Klappe war auch nichts zu machen (keine Bypässse, Stands o.ä.). Ich konnte bereits nach 9 Tagen das Krankenhaus verlassen und die REHA antreten.

Barbara T. Ulm

Habe vier Jahre gezögert mit der Operation meines Herztumors(Mixom). Als auch eine neue Aortaklappe notwendig wurde, habe ich mich für das Herzzentrum der Uni Freiburg in Bad Krozingen entschieden. Die Operation ist jetzt zwei Monate her und es geht mir gut. Mein Dank gilt den kompetenten Ärzten und dem fürsorglichen, freundlichen Pflegepersonal.

Dirk B. Oestrich

Am 28.1.2020 wurde ich in der Uniklinik in Frankfurt an der Aortenklappe operiert. Mit 53 Jahren war ich ein noch relativ junger Patient. Die Operation wurde minimalinvais durchgeführt, so dass das Brustbein durchtrennt wurde und zwei Schnitte im unterem Bereich des Bauches angebracht wurden. Der Schnitt in der Brust Betrug ca. 10 cm. Die OP verlief problemlos und absolut schmerzfrei. Leider war meine Luftsättigung zu niedrig, so dass ich 3 Tage auf der Intensivstation beatmet wurde, dann wurde ich auf die Normalstation verlegt. Die Schmerzen waren in der Zeit erträglich und bei Bedarf wurde ausreichend Schmerzmittel verabreicht. Was ich belastend aber erträglich fand, war der Schleim im Körper, das auf dem Rücken schlafen und die Schmerzen beim Husten. Die ersten Gehversuche mit der Physiotherapeutin waren recht anstrengend. In der Reha ging mir nach 500 m gehen die Luft aus, aber nach 3 Wochen konnte ich schon 6 km am Stück laufen. 6 Wochen nach der OP war ich wieder Arbeiten und hatte 75% meiner Leistungsfähigkeit wieder erlangt. Es ist sicherlich eine große Operation, allerdings braucht man wenn man,sonst gesundheitlich keine Einschränkungen hat, keine Angst zu haben. Noch ein extra Lob an die Uniklinik, Frankfurt. Die Ärzte und Pfleger haben einen tollen Job gemacht!

Peter H. Bayreuth

Ich hatte nach dem Eingriff keinerlei Probleme und war relativ schnell wieder fit.

Thorsten O. Köln

Minimalinvasiver Mitralklappenersatz. 57 Jahre, kaum Symptome ,auf Rat des Kardiologen operiert. Ich bin optimistisch in die OP gegangen. War gut informiert und der Ruf des HDZ ist top. Die OP verlief problemlos , allerdings konnte nicht wie geplant rekonstruiert werden, daher künstliche Klappe. Musste nach allergischem Schock auf Intensiv kurz reanimiert werden. Alles ohne Folgen. Gut wenn sowas in einer Herzzentrum Intensiv passiert. 2 Tage auf intensiv empfand ich nicht so schlimm. Leichte Halluzinationen. Am 4. Tag auf Station. Hauptsächlich Rückenschmerzen. Kann man aushalten. Ab 5 Tag wieder mobil, allerdings nicht so einfach, allein aus dem Bett zu kommen wegen Schmerzen beim aufrichten. Bin jetzt am 7 Tag PostOP , erste Ergometertraining. In drei Tagen gehts zur AHB. Habe noch Schmerzen beim Husten. Insgesamt schon anstrengend, wenn man sich nicht so anstellt aber verkraftbar. Mit hat geholfen, dass es ja alternativlos war und Einzelzimmer. Ich rate zur gründlichen Klinikauswahl.

Tatjana H. Blankenheim

Hallo Thorsten,
wo wurdest Du operiert? In der Kölner Uniklinik?

Özgür Mannheim

Hallo zusammen, Ich bin 38 und meine Aortenklappe von Geburt an 2 Flügel gehabt und das hat man festgestellt wo ich 16 jahre alt war. Aber mein kardiologe hat mir damals und immer gesagt dass ich mit Op rechnen muss, das war nur frage der zeit. Also seit letztes Jahr gings mir soo schlecht laufen, ein u. Ausatmen konnte einfach fast nix mehr machen schnell müde und fix und fertig. Die Aortenklappe war total verkalkt also fast nicht mehr funktioniert. 10.01.2020 war meine Op in der ludwigshafener Herzklinik und dauerte Über 3 stunden. Ich habe mich entschieden eine inspriss Klappe aus Rind, die klappe ist neu seit 3 jahren auf markt, soll 20-30 jahre halten.und bei diese klappe muss man kein marcumar nehmen also ich nehm nur asprin 100 und damit bin sehr glücklich. Aber für die spezielle klappe musste ich 2000€ selber zahlen. Aber ganz ehrlich das lohnt sich vor allem wenns um gesundheit geht. Heute 10.02.2020 beim reha zweige woche gehts immer bergauf und besser. Letzten Freitag 20 km gelaufen und 40 stockwerken, das ist für mich ein Traum. Natürlich bin ich nicht 100% fit immernoch schmerzen am brust aber das ist voll normal, es braucht noch paar Monate. Also kopf hoch das alles halb so wild braucht man nicht soo Angst haben dank Medizin und Ärzte.

Kurt P. Minden

Ein freundliches hallo an alle Leser, möchte kurz über meine Erfahrung der Mitralklappen-OP berichten. Anfang Juni 2019 habe ich beim Schwimmen morgens um 08.00 Uhr bemerkt, etwas stimmt nicht, keine Kraft, Angstgefühl und starke Atemnot. Mit Hilfe von Badegästen, aus dem Becken raus und habe mich dann nach einiger Zeit erholt und anschließend eine Kardiologin meines Wohnortes aufgesucht, diese war mir bekannt, da meine Frau hier sehr lange betreut wurde. Die 1. kardiologischen Untersuchungen und Bluttests ergaben zunächst keinen Hinweis auf einen Infarkt! Danach folgte das gesamte Untersuchungsprogramm: Katheter, Leiste und Unterarm, Schluck Untersuchung durch die Speiseröhre(TEE), EKG: Ruhe und Belastung, CT und Röntgen, das komplette Labor Programm. Die anschließende Diagnose war ernüchternd! Hochgradige Mitralklappen-Insuffizienz, Schweregrad 2 von 3. Ohne OP, keine Besserung! Es folgten einige Aufklärungsgespräche mit Fachärzten, auch ein Chirurg aus dem HDZ Bad Oeynhausen war anwesend. All meine Fragen wurden mir verständlich beantwortet. Mir wurden die OP-Möglichkeiten erklärt und auch auf die Risiken hingewiesen. Die Minimal-Invasive OP zur Mitralklappen-Rekonstruktion nach Edwards, unter Einsatz der HLM, erfolgte am 14. September 2019 im HDZ Bad Oeynhausen. Ist alles gut verlaufen! Außer die Drainage-Schläuche. Bei Bewegungen im Bett berührten diese die Bauchdecke, dies hat Schmerzen 1. Grades verursacht. 10 Tage nach der Entlassung, kam es noch einige Male zu schwerer Atemnot. In der Lunge hatte sich Wasser angesammelt und ein Bluterguss wurde festgestellt. Aber nun ist alles im grünen Bereich und ich bin sportlich wieder langsam aktiv, mit Erlaubnis meiner Ärzte. Abschließend möchte ich noch mitteilen, ich hatte absolut keine Vorerkrankungen, normales Gewicht, niedriger Blutdruck, Nichtraucher, wenig Alkohol, sportlich durchtrainiert, belastbar. Vier Monate war ich Marcumar-Patient. Allen eventuellen Betroffenen wünsche ich Kraft, Glück und Mut die richtige Entscheidung zu treffen. Es ist kein Spaziergang, aber man schafft es! Den Ärzten, dem OP-Team, sowie den Schwestern auf der Station danke ich ganz herzlich, ich fühlte mich bei Ihnen gut aufgehoben. Danke!

Dieter B. Duisburg

Nach einer, durch hervorragende ärztliche Leistung, und vorbildliches pflegerisches Engagement durch die Kardiologie der St. Anna Krankenhaus in Duisburg, überstandenen Aortenklappenendokarditis mit anschließender Aortenklappeninsuffizienz Grad III° und einer damit verbundenen Mitralklappeninsuffizienz III° wurde mir vom Chefarzt der Kardiologie Herrn Prof. Dr. Plehn (St Anna Krankenhaus Duisburg-Huckingen) eröffnet, dass hier eine Operation notwendig sei. Ich bin 73 Jahre alt, und sollte jetzt eine Entscheidung treffe, in welche Klinik ich gehe, um mich am Herzen operieren zu lassen. Ich glaube, nur jemand der in der gleichen Situation ist kann beurteilen wie viel Angst man vor dieser OP und dieser Entscheidung hat, also ich hatte jedenfalls noch nie solch eine Angst in meinem Leben. Dazu kam noch: Krankenhäuser kannte ich bis zu diesem Zeitpunkt nur als Besucher. Aber Ich kannte einen Arzt , den ich fragen konnte, und der mir den Rat gab, "gehe in die Kerckhoff Klinik nach Bad Nauheim". Das tat ich, und das war richtig so. Ich habe überhaupt keine Vergleichsmöglichkeiten, um zu beurteilen wie gut oder schlecht andere Kliniken sind, aber eins weiß ich, hier war ich richtig. Am 17.09.2019 wurde ich da von einem Chirurgen Team der Kerckhoffklinik (Herrn Dr. A. Skwara, Frau Dr. H. Baumgarten) operiert. Aortenklappenersatz mittels biologischer Prothese, Mitralklappenrekonstruktion Verschluss des linken Hezohres, Verschluss eines offenen Foramen ovale Die Operation verlief komplikationslos. Natürlich hatte ich die meiste Angst vor den postoperativen Schmerzen, die allerdings ausblieben. Es ist tatsächlich so, ich hatte zu keiner Zeit schmerzen, ein unangenehmes Gefühl im Brustraum, ja, aber keine Schmerzen. Am ersten Tag nach der OP konnte ich auf der Bettkante sitzen, am zweiten Tag mit Gehhilfe durchs Krankenzimmer laufen, am dritten Tag über den Krankenhaus Flur. Ab dem vierten Tag nach der OP war eine Gehhilfe nicht mehr nötig. Am 25.09.2019 wurde ich aus der Klinik entlassen. Die anschließende REHA habe ich nach einer Woche auf eigenen Wunsch verlassen. Das was mich am meisten belastet hat, war das ich in den ersten Wochen auf dem Rücken schlafen musste. Dem Ärzte- und Pflege- Team des St. Anna Krankenhaus in Duisburg und dem der Kerckhoff Klinik in Bad Nauheim kann ich nur meinen herzlichen Dank aussprechen. Danke für einen weiteren "Geburtstag"!

Claus S. Stuttgart

Am 9. Mai 2018 hatte ich im Robert-Bosch-Krankenhaus Stuttgart eine Operation zwecks Ersatzes der Aortenklappe wegen einer Stenose im eher fortgeschrittenen Stadium. Ich war zu diesem Zeitpunkt 62 Jahre alt und voll berufstätig, wie auch heute noch. Ich erzähle die Geschichte gerne ausführlich, denn das ist alles für mich ganz hervorragend verlaufen. Ich hatte allerdings auch nie diese Aversion gegen Krankenhäuser, von der hier viele berichten. Vor 30 Jahren musste ich schon einmal ins Krankenhaus wegen Krebs. Und was ist passiert? Eine Krankenschwester-Schülerin hat etwas mit mir angefangen. Sobald ich von den Chemotherapie-Pipelines abgekoppelt war, war ich bei ihr im Wohnheim auf demselben Gelände. Leider ging das genauso schnell zu Ende wie es angefangen hatte. Im Januar 2018 beschloss ich wegen hartnäckiger Grippe-Symptome einen Arzt aufzusuchen. Dazu suchte ich mir im Jameda einen neuen Hausarzt, weil ich dem Alten nicht mehr so viel zutraute. Meine Wahl fiel auf eine Frau Dr. Wünsche. Ich denke ich darf den Namen nennen, weil ich nur das Beste berichten kann. Schon die erste Begegnung war höchst angenehm. Nach ihrer Frage wegen meiner nicht-schwäbischen Redeweise stellte sich heraus, dass sie in meiner Heimatstadt Mainz Abitur gemacht hatte. Ich bekam Antibiotika für die Grippe und die strenge Maßgabe: „Wenn das vorbei ist, kommen Sie bitte wieder. Ich habe da was gehört, was mir nicht gefällt!“. Ja, beim Abhören hatte sie die Aortenklappen-Stenose sofort gehört. Zwei Wochen später versuchte sie dann meinem kleinen Herzelein mit der Sonographie beizukommen. „Der Herzmuskel ist viel zu groß“ hörte ich sofort. Aha, Muskel zu groß, das ist doch nicht schlecht? Doch, ist es. Denn es bedeutet, dass das Ding aus irgendeinem Grund viel zu viel arbeiten muss. Die Folge könnte sein, dass der Herzmuskel irgendwann mal sagt: „Lass mir du meine Ruhe!“ und dann ist Zappenduster. Wie auch immer: „Sie müssen zum Kardiologen!“. Ok, auch das, da war ich noch nie! Zwei Wochen später war ich dort und irgendwelche Geräte haben mich untersucht. Die Ergebnisse hat mir mein Kardiologe erklärt. Die beiden ersten Sätze werde ich nie vergessen. Satz 1: „Das Herz arbeitet gut“. Satz 2: „Aber Sie sind schwer krank“. Wow, das versteht man nicht auf Anhieb. Mein Kardiologe hat mir alles sehr gut erklärt. Dass ich also ein Ersatzteil fürs Herz benötige, und dass man das aus einem toten Schwein herstellt. Die gute Nachricht war, dass man in Stuttgart mit einer derartigen Diagnose bestens aufgehoben ist. Man hat die Qual der Wahl zwischen zwei führenden Operationsstätten, der SANA-Herzklinik (als KH = Katharinen-Hospital war ich auf diesem Gelände inklusive Schwestern-Wohnheim vor 30 Jahren wegen Krebs) und dem Robert-Bosch-Krankenhaus oberhalb vom Pragsattel. Zuvor stand allerdings noch eine Herz-Katheter-Untersuchung auf dem Plan um etwaige weitere Baustellen zu identifizieren. Man will ja nicht alle Nase lang das Brustbein zersäbeln. „Alles sauber“ war der kurze Kommentar des Kardiologen nach 10 Minuten Herzkatheter. Und warum musste ich mit Übernachtungssachen kommen? Die Frage konnte ich mir selbst beantworten. Man stelle sich nur mal vor sie kriegen das Kabel nicht mehr raus, das sie mir vom Handgelenk bis ins Herz eingeführt hatten. Beim Warten fragte ich einen Pfleger (oder Arzt?): „Ich würde nur zu gerne wissen, bei welchem Patienten sie das zum ersten Mal ausprobiert hatten?“. Antwort: „Das hat einer bei sich selbst gemacht. Er hat dafür den Medizin-Nobelpreis bekommen.“. Eine Bekannte, heute Ärztin, oh je, vor 40 Jahren war ich als Aushilfestudent ihr Mathelehrer an einer sehr katholischen Schule, hatte mir den Aufbau des Herzens und die ganze Stenose-Nummer gut erklärt und zur Operation gesagt: „Die machen das heute mit verbundenen Augen!“. Ich hoffe sie hatten im RBK auf die Augenbinden verzichtet. Ein Anästhesist kurz vor der Operation hatte mal überschlagen, x mal x mal x, oh, ich denke wir machen 2.000 solche Operationen im Jahr, bzw. 6 Stück am Tag! Wie lange die OP gedauert hatte, weiß ich nicht, denn ich war bewusstlos. Ich weiß nur, dass mir die Anästhesie ziemlich genau um 12:00 Uhr das Licht abgeschaltet hatte, und als ich auf der Intensivstation wieder wach wurde, war es 16:00 Uhr. Am anderen Tag kam ich zurück in mein gewohntes Bett und dreieinhalb Tage später haben sie mich nach Hause geschickt. Nach den einvernehmlichen Beurteilungen ihrer Kollegen muss meine Operateurin, eine Oberärztin Dr. Göbel, eine 1A-Bastelarnbeit hingelegt haben. Vielen Dank Frau Dr. Göbel für Ihre gute Konzentration. Ich hätte nicht zuschauen wollen! Ich kann mich nicht an irgendwelche Schmerzen erinnern. Aber zu Anfang hatte ich wohl Schmerzmittel bekommen. Die haben wir dann aber schnell abgesetzt. Das einzige, was mir auch in der Reha noch etwas zu schaffen machte, war das Schlafen auf dem Rücken wegen des durchtrennten Brustbeins. Der Schnitt war zum Glück nur knappe 10 cm lang. Weiter unten, kurz bevor der Bauch anfängt, war eine große, stark verkrustete Wunde, die auch Frau Dr. Wünsche Rätsel aufgab. Meine Hypothese: Sie haben eine Probebohrung gemacht, bis einer sagte, das Herz ist viel weiter oben. Die Reha war übrigens eine klasse Sache. Vor der Operation hatte ich ein Wochenende investiert, um mir alle möglichen Reha-Orte für Arbeitnehmer in Baden-Württemberg anzuschauen. Aber das hätte ich mir sparen können. Wenn man die Option auf die Mettnau bei Radolfzell am Bodensee hat, kommt selbst Bad Krozingen mit seinen Geysiren und Pfauen nicht dagegen an! Das Einzige, was nicht glatt lief, war die Wiedereingliederung bei meiner Arbeit. Nach Krankenhaus, Wartezeit für die Reha und Reha selbst, war ich nach weniger als sieben Wochen zurück bei meiner Arbeit. Als ich von den Zimmergenossen im Krankenhaus erzählte, die erst mal x Wochen nur zwei Stunden am Tag arbeiten, später dann vier, hat man nur gelacht. Dafür klappte das mit meiner 30%-Behinderung gut. Sie bringt aber nichts außer einem Steuerfreibetrag in Höhe von sage und schreibe 310 € pro Jahr. Das Lustige ist, dass diese Behinderung jetzt anerkannt wird, nachdem ich sozusagen repariert wurde. Vor acht Jahren war ich sicher in einem körperlich viel schlechteren Zustand. Bei der letzten Regeluntersuchung Anfang Dezember 2019 hatte ich die Dame bei der Ergo äh Stehfahrrad-Strampeln gefragt, ob sie da immer den Widerstand erhöhen? Ja, wir fangen mit 50 Watt an und gehen dann immer 25 hoch. Aha, und wie weit sind wir gekommen? Bis 250. Ein Prosit auf mein Schweineherz! Das nächste Mal will ich 300! Ich denke das habe ich nicht zuletzt auch meinem schwarzen Österreicher zu verdanken. Ein Fahrrad der Marke KTM, das ich mir nach mehr als 40 Jahren ohne Fahrrad im Sommer 2018 gekauft habe. Auch der Kardiologe war ganz begeistert: „Keine unregelmäßigen Schläge, auch nicht bei Belastung!“. Ich denke ich habe allen Grund den Ärzten und Schwestern des Robert-Bosch-Krankenhauses sehr dankbar zu sein, und natürlich auch Frau Wünsche, die die Stenose entdeckt hatte. Und Schwester Eva, die nach meinem dritten Versuch der Ganzkörperrasur vor der Operation immer noch nicht zufrieden war und kurzerhand selbst Hand anlegte. Und last but not least auch das arme Schweinchen, das mir sein Herz leihen musste. Hoffentlich hatte es keinen Herzfehler!

Gabi Herold Oberreichenbach

Die mit Abstand am anschaulichsten und lustigsten erzählte "Herzgeschichte" von allen. Musste beim Lesen immer wieder lachen.
Bekam selbst im Mai 2018 in Tübingen eine neue Aortenklappe wegen angeborener falsch angelegter Klappe (zweizipflig statt dreizipflig!), was man erst bei mir im Alter von 67 Jahren erkannt hat!!!

Frau Stella S. Berlin

Lieber Claus S., welch schöne Geschichte. Könnte ich sie in irgendeiner Form dazu kontaktieren? Herzlich, Stella

Herzklappen OP Hiltrud Endlich Worms

...super lustig geschrieben, obwohl es alles andere war als lustig.
...man muss es annehmen und das Beste daraus machen, was mir persönlich noch nicht gelingt🤔