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Herzklappen-OP – Erzählen Sie Ihre Geschichte!

Berichten Sie der Herzstiftung von Ihren Erfahrungen rund um Ihre Herzklappen-Operation und helfen Sie damit anderen Betroffenen.

Frau im Krankenhaus
Yaroslav Astakhov - stock.adobe.com

Sie haben bereits eine Herzklappenersatz oder Herklappenreperatur mittels Herzkathetertechnik hinter sich? Dann erzählen Sie davon! Wie haben Sie die Zeit rund um die Operation erlebt? Und wann waren Sie wieder fit für den Alltag? Ihre Erfahrungen – sie sind wertvoll und können anderen Menschen helfen, sich auf eine Herz-OP vorzubereiten. 

Der Austausch mit anderen Betroffenen tut gut und kann helfen

Die meisten Menschen machen sich vor einem operativen Eingriff Sorgen – und das ist ganz normal. Vielen tut es dann gut, sich neben den Arztgesprächen auch mit anderen Betroffenen auszutauschen und von ihren Erfahrungen zu hören. Helfen Sie mit und teilen Sie hier Ihre Geschichte mit anderen! Wie haben Sie sich auf Ihre Herz-OP vorbereitet? Und wie ging es Ihnen danach? Gerade diese Frage liegt vielen Betroffenen auf der Seele. Sie wünschen sich Informationen darüber, wie es nach der Operation weitergeht – körperlich, aber auch seelisch. Welche Erfahrungen haben Sie in der Reha gemacht? Und wie fühlten Sie sich, als Sie wieder zu Hause waren? Vielleicht haben Sie sogar den ein oder anderen hilfreichen Tipp? Die Herzstiftung freut sich darauf, von Ihnen zu lesen!

19 Kommentare

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Iris Kothe Wietze

Ein herzliches Hallo an Alle, meine Mitralklappentekonstruktion mit Ablation und Herzohrentfernung liegen gerade mal 6 Tage zurück...komme heute in die Reha, aber was mich am Meisten interessiert ist, wer nach der Op. Erfahrungen mit noch mehr Herzrhythmusstörungen gemacht hat, als vorher, denn obwohl ich schon Bisoprolol, Amiodaron, Marcumar nehme gerät mein Herz jeden Tag erneut für einige Zeit aus dem Takt, sprich VHF...ich kannte das vorher auch, aber nicht so oft. Gerade damit das besser wird, habe ich mich eigentlich operieren lassen und nun tut es meiner Psyche sichtlich schlecht, dass es vielleicht jetzt nich schlimmer sein und bleiben könnte...oder bin ich einfach zu ungeduldig???...über Erfahrungen würde ich mich sehr freuen!
Danke
Herzlichst Iris Kothe

Matthias Rozynski

Ich bin 58 alt, gesetzlich krankenversichert, sehr sportlich und befand mich vor der OP bereits seit 3 Jahren aufgrund eines Zufallsbefunds hochgradiger Mitralklappenisuffizienz in 6 monatiger Kontrolle bei gleichbleibenden Werten in der Internistenpraxis Alstertal, Dr. Papenberg. Die akute Verschlechterung wurde im Mai 2020 diagnostiziert. Dabei traten keine Beschwerden wie Atemnot oder Herzrasen o.ä. auf. Die Herzgeräusche waren klar lauter und die Kondition schlechter geworden. Dazu hat sicher auch auch der coronabedingte Trainingsausfall beigetragen. Natürlich hatte auch ich Angst vor der OP und habe mir eine Zweit- und auch eine Drittmeinung mit jeweils gleichem Ergebnis eingeholt, da ja so gut wie keine individuellen Einschränkungen vorlagen. Die OP wurde am 1.7.2020 im Albertinen Krankenhaus Hamburg von Dr. Hansen durchgeführt. Für mich der richtige Ort und der richtige Arzt! Ich hatte bis auf Schluckbeschwerden in den ersten beiden Tagen keine Komplikationen und wurde am 6.Tag, davon die erste Nacht auf Intensiv, nach der OP in die Reha entlassen. Meinen ausdrücklichen Dank an das ganze Team der Herzchirurgie, Kardiologie, Anästhesie, Intensivstation und Station - hatte mir die sehr empfehlenswerte Wahlleistungsstation gegönnt. Die 3 wöchige stationäre Reha im RehaCentrum Hamburg auf dem Gelände des UKE war in allen Bereichen sinnvoll, gut und empfehlenswert. Im Anschluss habe ich meine Berufstätigkeit wieder aufgenommen. Das Kontrollecho bei meinem Kardiologen nach 3 Monaten bestätigte ein sehr gutes Resultat der Rekonstruktion und eine Vorhofverkleinerung. Insgesamt bin ich aufmerksamer geworden, hoffentlich dauerhaft in allen Lebensbereichen etwas gelassener:-) und habe meinen Sport wieder aufgenommen...und natürlich wünsche ich mir den dauerhaften Erfolg der Rekonstruktion.

PS: nach 3 Monaten Marcumar nehme ich jetzt noch für eine begrenzte Zeit ASS 100

Katrin Hoeft Barchfeld-Immelborn

Einen wunderschönen Tag an alle Betroffenen. Mein Aortenklappenersatz liegt jetzt fast 7 Jahre zurück. Ich bin schon viele Jahre in kardiologischer Behandlung und mir ging es vor 2013 immer schlechter. Die kleinste Anstrengung bereitete mir Schmerzen in der linken Körperseite, das Atmen war eine Qual und mir wurde ans Herz gelegt, dass mal abklären zu lassen. Ich schob es auf mein Asthma- doch welch ein Trugschluss. Vor Weihnachten stellte ich mich an der Uniklinik in Jena vor und eine Herzkatheteruntersuchung machte die Dringlichkeit klar. Ein Ersatz der Aortenklappen. Dann ging alles sehr schnell und ich kann mich nur bedanken. Ich feiere jedes Jahr meinen 2. Geburtstag. Nach gut einer Woche kam ich zur Reha nach Bad Liebenstein. Ich fühlte mich gut aufgehoben. Durch den künstlichen Klappersatz nehme ich mein Leben lang Gerinnungsmittel. Dich durch die Selbstmessung der Blutwerte führe ich ein nahezu eigenständiges Leben. Meine Lebensqualität hat sich bedeutend verbessert. Ich würde mich wieder so entscheiden und kann allen Betroffenen nur dazu raten. Wartet nicht zu lange!

Erhard Littmann 31224 Peine

Hallo
Ich habe heute 7 Wochen nach der OP plötzlich Fieber 38,9. Woher könnte dieses Fieber kommen, ich habe keine Ahnung. Was kann ich tun?

Erhard

Deutsche Herzstiftung

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Alles Gute und herzliche Grüße! Ihre Deutsche Herzstiftung 

H. Neuwied

Hallo zusammen, mir wurde 2018 im Helios Krankenhaus in Siegburg eine biologische Schweineklappe minimalinvasiv eingesetzt. Nach 10 Tagen durfte ich schon sofort die Reha antreten und es geht mir sehr gut. Würde jederzeit wieder, spätestens bei Erneuerung der Klappe dieses Krankenhaus wählen.

Eugen Weiß Kandel

wie oft kann man die minimalinvasive Methode wiederholen? Mir wurde jetzt in Bad Krozingen gesagt dass dies wohl nur 1 mal gehen würde

Volker N. Wuppertal

Ein nettes HALLO in die Runde, mein Name ist Volker und bin aus Wuppertal. Bin inzwischen 58 Jahre alt? jung? denke ehr jung... fühle mich zumindest so. Meine Herzklappen- NOT- OP war am 22.2.1991 in Duisburg und bin sehr, sehr dankbar darüber. Ein künstlicher Aortenklappenersatz wurde mir eingesetzt. Habe über die Jahre - inzwischen 29 - keinerlei Beschwerden. Auch lebe ich mit dem Gerinnungshemmer ganz gut. Mein Leben bekam einen neuen Aufschwung. Familie, Kinder, Arbeit... all dies erkannte einen neuen Sinn. Nun zur Kernfrage: Wie ich meine OP empfunden habe kann ich Heute nicht mehr sagen, doch habe ich keine negativen Gedanken, oder negatives Gefühl zu der OP. Aus meiner Sicht, rate ich jedem, sich anzuvertrauen, denn WIR als rel. unwissenden können die evtl. Gefahren selten abschätzen. In diesem Sinne beste Gesundheit...

Klaus K. Grünbach

Ich habe meine Operation am offenen Herzen im Zentalklinikum Bad Berka von 5 1/2 Jahren gut verkraftet. Meine Entscheidung, eine Aortenklappe aus Schweinematerial einsetzen zu lassen habe ich nicht bereut. Operation und Behandlung nach der Operation verliefen problemlos. Danke an das OP- und Pflegeteam Bad Berka.

Frank T Völklingen

Bei mir wurde vor drei Jahren eine Fehlbildung der Aortenklappe im Rahmen einer Führerescheineignungsprüfung festgesstellt. Zusätzlich hatten sich Kalkkablagerungen an der Klappe gebildet. Dies wurde mittels eines Herzkatheterlabors im Dezember 2019 festegestellt. Am 9. März 2020 wurde die Klappe im Herzzentrum Saar in Völklingen ausgetauscht. Ich hatte mich im Vorfeld für eine Bioklappe aus Rindermaterial entschieden, um Komplikationen in Hinsicht auf eine lebenslange Markumareinnahme zu umgehen. Dies bedeutet natürlich, dass ich in einigen Jahren wieder eine neue Klappe brauche, die dann eventuell aber im TAVI-Verfahren gesetzt wird. Die Operation ansich ist sehr gut verlaufen, die Toraxöffnung ist noch keine 10 cm groß. Ich hatte keinerlei Komplikationen und außer der Klappe war auch nichts zu machen (keine Bypässse, Stands o.ä.). Ich konnte bereits nach 9 Tagen das Krankenhaus verlassen und die REHA antreten.

Barbara T. Ulm

Habe vier Jahre gezögert mit der Operation meines Herztumors(Mixom). Als auch eine neue Aortaklappe notwendig wurde, habe ich mich für das Herzzentrum der Uni Freiburg in Bad Krozingen entschieden. Die Operation ist jetzt zwei Monate her und es geht mir gut. Mein Dank gilt den kompetenten Ärzten und dem fürsorglichen, freundlichen Pflegepersonal.

Dirk B. Oestrich

Am 28.1.2020 wurde ich in der Uniklinik in Frankfurt an der Aortenklappe operiert. Mit 53 Jahren war ich ein noch relativ junger Patient. Die Operation wurde minimalinvais durchgeführt, so dass das Brustbein durchtrennt wurde und zwei Schnitte im unterem Bereich des Bauches angebracht wurden. Der Schnitt in der Brust Betrug ca. 10 cm. Die OP verlief problemlos und absolut schmerzfrei. Leider war meine Luftsättigung zu niedrig, so dass ich 3 Tage auf der Intensivstation beatmet wurde, dann wurde ich auf die Normalstation verlegt. Die Schmerzen waren in der Zeit erträglich und bei Bedarf wurde ausreichend Schmerzmittel verabreicht. Was ich belastend aber erträglich fand, war der Schleim im Körper, das auf dem Rücken schlafen und die Schmerzen beim Husten. Die ersten Gehversuche mit der Physiotherapeutin waren recht anstrengend. In der Reha ging mir nach 500 m gehen die Luft aus, aber nach 3 Wochen konnte ich schon 6 km am Stück laufen. 6 Wochen nach der OP war ich wieder Arbeiten und hatte 75% meiner Leistungsfähigkeit wieder erlangt. Es ist sicherlich eine große Operation, allerdings braucht man wenn man,sonst gesundheitlich keine Einschränkungen hat, keine Angst zu haben. Noch ein extra Lob an die Uniklinik, Frankfurt. Die Ärzte und Pfleger haben einen tollen Job gemacht!

Peter H. Bayreuth

Ich hatte nach dem Eingriff keinerlei Probleme und war relativ schnell wieder fit.

Thorsten O. Köln

Minimalinvasiver Mitralklappenersatz. 57 Jahre, kaum Symptome ,auf Rat des Kardiologen operiert. Ich bin optimistisch in die OP gegangen. War gut informiert und der Ruf des HDZ ist top. Die OP verlief problemlos , allerdings konnte nicht wie geplant rekonstruiert werden, daher künstliche Klappe. Musste nach allergischem Schock auf Intensiv kurz reanimiert werden. Alles ohne Folgen. Gut wenn sowas in einer Herzzentrum Intensiv passiert. 2 Tage auf intensiv empfand ich nicht so schlimm. Leichte Halluzinationen. Am 4. Tag auf Station. Hauptsächlich Rückenschmerzen. Kann man aushalten. Ab 5 Tag wieder mobil, allerdings nicht so einfach, allein aus dem Bett zu kommen wegen Schmerzen beim aufrichten. Bin jetzt am 7 Tag PostOP , erste Ergometertraining. In drei Tagen gehts zur AHB. Habe noch Schmerzen beim Husten. Insgesamt schon anstrengend, wenn man sich nicht so anstellt aber verkraftbar. Mit hat geholfen, dass es ja alternativlos war und Einzelzimmer. Ich rate zur gründlichen Klinikauswahl.

Tatjana H. Blankenheim

Hallo Thorsten,
wo wurdest Du operiert? In der Kölner Uniklinik?

Özgür Mannheim

Hallo zusammen, Ich bin 38 und meine Aortenklappe von Geburt an 2 Flügel gehabt und das hat man festgestellt wo ich 16 jahre alt war. Aber mein kardiologe hat mir damals und immer gesagt dass ich mit Op rechnen muss, das war nur frage der zeit. Also seit letztes Jahr gings mir soo schlecht laufen, ein u. Ausatmen konnte einfach fast nix mehr machen schnell müde und fix und fertig. Die Aortenklappe war total verkalkt also fast nicht mehr funktioniert. 10.01.2020 war meine Op in der ludwigshafener Herzklinik und dauerte Über 3 stunden. Ich habe mich entschieden eine inspriss Klappe aus Rind, die klappe ist neu seit 3 jahren auf markt, soll 20-30 jahre halten.und bei diese klappe muss man kein marcumar nehmen also ich nehm nur asprin 100 und damit bin sehr glücklich. Aber für die spezielle klappe musste ich 2000€ selber zahlen. Aber ganz ehrlich das lohnt sich vor allem wenns um gesundheit geht. Heute 10.02.2020 beim reha zweige woche gehts immer bergauf und besser. Letzten Freitag 20 km gelaufen und 40 stockwerken, das ist für mich ein Traum. Natürlich bin ich nicht 100% fit immernoch schmerzen am brust aber das ist voll normal, es braucht noch paar Monate. Also kopf hoch das alles halb so wild braucht man nicht soo Angst haben dank Medizin und Ärzte.

Kurt P. Minden

Ein freundliches hallo an alle Leser, möchte kurz über meine Erfahrung der Mitralklappen-OP berichten. Anfang Juni 2019 habe ich beim Schwimmen morgens um 08.00 Uhr bemerkt, etwas stimmt nicht, keine Kraft, Angstgefühl und starke Atemnot. Mit Hilfe von Badegästen, aus dem Becken raus und habe mich dann nach einiger Zeit erholt und anschließend eine Kardiologin meines Wohnortes aufgesucht, diese war mir bekannt, da meine Frau hier sehr lange betreut wurde. Die 1. kardiologischen Untersuchungen und Bluttests ergaben zunächst keinen Hinweis auf einen Infarkt! Danach folgte das gesamte Untersuchungsprogramm: Katheter, Leiste und Unterarm, Schluck Untersuchung durch die Speiseröhre(TEE), EKG: Ruhe und Belastung, CT und Röntgen, das komplette Labor Programm. Die anschließende Diagnose war ernüchternd! Hochgradige Mitralklappen-Insuffizienz, Schweregrad 2 von 3. Ohne OP, keine Besserung! Es folgten einige Aufklärungsgespräche mit Fachärzten, auch ein Chirurg aus dem HDZ Bad Oeynhausen war anwesend. All meine Fragen wurden mir verständlich beantwortet. Mir wurden die OP-Möglichkeiten erklärt und auch auf die Risiken hingewiesen. Die Minimal-Invasive OP zur Mitralklappen-Rekonstruktion nach Edwards, unter Einsatz der HLM, erfolgte am 14. September 2019 im HDZ Bad Oeynhausen. Ist alles gut verlaufen! Außer die Drainage-Schläuche. Bei Bewegungen im Bett berührten diese die Bauchdecke, dies hat Schmerzen 1. Grades verursacht. 10 Tage nach der Entlassung, kam es noch einige Male zu schwerer Atemnot. In der Lunge hatte sich Wasser angesammelt und ein Bluterguss wurde festgestellt. Aber nun ist alles im grünen Bereich und ich bin sportlich wieder langsam aktiv, mit Erlaubnis meiner Ärzte. Abschließend möchte ich noch mitteilen, ich hatte absolut keine Vorerkrankungen, normales Gewicht, niedriger Blutdruck, Nichtraucher, wenig Alkohol, sportlich durchtrainiert, belastbar. Vier Monate war ich Marcumar-Patient. Allen eventuellen Betroffenen wünsche ich Kraft, Glück und Mut die richtige Entscheidung zu treffen. Es ist kein Spaziergang, aber man schafft es! Den Ärzten, dem OP-Team, sowie den Schwestern auf der Station danke ich ganz herzlich, ich fühlte mich bei Ihnen gut aufgehoben. Danke!

Dieter B. Duisburg

Nach einer, durch hervorragende ärztliche Leistung, und vorbildliches pflegerisches Engagement durch die Kardiologie der St. Anna Krankenhaus in Duisburg, überstandenen Aortenklappenendokarditis mit anschließender Aortenklappeninsuffizienz Grad III° und einer damit verbundenen Mitralklappeninsuffizienz III° wurde mir vom Chefarzt der Kardiologie Herrn Prof. Dr. Plehn (St Anna Krankenhaus Duisburg-Huckingen) eröffnet, dass hier eine Operation notwendig sei. Ich bin 73 Jahre alt, und sollte jetzt eine Entscheidung treffe, in welche Klinik ich gehe, um mich am Herzen operieren zu lassen. Ich glaube, nur jemand der in der gleichen Situation ist kann beurteilen wie viel Angst man vor dieser OP und dieser Entscheidung hat, also ich hatte jedenfalls noch nie solch eine Angst in meinem Leben. Dazu kam noch: Krankenhäuser kannte ich bis zu diesem Zeitpunkt nur als Besucher. Aber Ich kannte einen Arzt , den ich fragen konnte, und der mir den Rat gab, "gehe in die Kerckhoff Klinik nach Bad Nauheim". Das tat ich, und das war richtig so. Ich habe überhaupt keine Vergleichsmöglichkeiten, um zu beurteilen wie gut oder schlecht andere Kliniken sind, aber eins weiß ich, hier war ich richtig. Am 17.09.2019 wurde ich da von einem Chirurgen Team der Kerckhoffklinik (Herrn Dr. A. Skwara, Frau Dr. H. Baumgarten) operiert. Aortenklappenersatz mittels biologischer Prothese, Mitralklappenrekonstruktion Verschluss des linken Hezohres, Verschluss eines offenen Foramen ovale Die Operation verlief komplikationslos. Natürlich hatte ich die meiste Angst vor den postoperativen Schmerzen, die allerdings ausblieben. Es ist tatsächlich so, ich hatte zu keiner Zeit schmerzen, ein unangenehmes Gefühl im Brustraum, ja, aber keine Schmerzen. Am ersten Tag nach der OP konnte ich auf der Bettkante sitzen, am zweiten Tag mit Gehhilfe durchs Krankenzimmer laufen, am dritten Tag über den Krankenhaus Flur. Ab dem vierten Tag nach der OP war eine Gehhilfe nicht mehr nötig. Am 25.09.2019 wurde ich aus der Klinik entlassen. Die anschließende REHA habe ich nach einer Woche auf eigenen Wunsch verlassen. Das was mich am meisten belastet hat, war das ich in den ersten Wochen auf dem Rücken schlafen musste. Dem Ärzte- und Pflege- Team des St. Anna Krankenhaus in Duisburg und dem der Kerckhoff Klinik in Bad Nauheim kann ich nur meinen herzlichen Dank aussprechen. Danke für einen weiteren "Geburtstag"!

Claus S. Stuttgart

Am 9. Mai 2018 hatte ich im Robert-Bosch-Krankenhaus Stuttgart eine Operation zwecks Ersatzes der Aortenklappe wegen einer Stenose im eher fortgeschrittenen Stadium. Ich war zu diesem Zeitpunkt 62 Jahre alt und voll berufstätig, wie auch heute noch. Ich erzähle die Geschichte gerne ausführlich, denn das ist alles für mich ganz hervorragend verlaufen. Ich hatte allerdings auch nie diese Aversion gegen Krankenhäuser, von der hier viele berichten. Vor 30 Jahren musste ich schon einmal ins Krankenhaus wegen Krebs. Und was ist passiert? Eine Krankenschwester-Schülerin hat etwas mit mir angefangen. Sobald ich von den Chemotherapie-Pipelines abgekoppelt war, war ich bei ihr im Wohnheim auf demselben Gelände. Leider ging das genauso schnell zu Ende wie es angefangen hatte. Im Januar 2018 beschloss ich wegen hartnäckiger Grippe-Symptome einen Arzt aufzusuchen. Dazu suchte ich mir im Jameda einen neuen Hausarzt, weil ich dem Alten nicht mehr so viel zutraute. Meine Wahl fiel auf eine Frau Dr. Wünsche. Ich denke ich darf den Namen nennen, weil ich nur das Beste berichten kann. Schon die erste Begegnung war höchst angenehm. Nach ihrer Frage wegen meiner nicht-schwäbischen Redeweise stellte sich heraus, dass sie in meiner Heimatstadt Mainz Abitur gemacht hatte. Ich bekam Antibiotika für die Grippe und die strenge Maßgabe: „Wenn das vorbei ist, kommen Sie bitte wieder. Ich habe da was gehört, was mir nicht gefällt!“. Ja, beim Abhören hatte sie die Aortenklappen-Stenose sofort gehört. Zwei Wochen später versuchte sie dann meinem kleinen Herzelein mit der Sonographie beizukommen. „Der Herzmuskel ist viel zu groß“ hörte ich sofort. Aha, Muskel zu groß, das ist doch nicht schlecht? Doch, ist es. Denn es bedeutet, dass das Ding aus irgendeinem Grund viel zu viel arbeiten muss. Die Folge könnte sein, dass der Herzmuskel irgendwann mal sagt: „Lass mir du meine Ruhe!“ und dann ist Zappenduster. Wie auch immer: „Sie müssen zum Kardiologen!“. Ok, auch das, da war ich noch nie! Zwei Wochen später war ich dort und irgendwelche Geräte haben mich untersucht. Die Ergebnisse hat mir mein Kardiologe erklärt. Die beiden ersten Sätze werde ich nie vergessen. Satz 1: „Das Herz arbeitet gut“. Satz 2: „Aber Sie sind schwer krank“. Wow, das versteht man nicht auf Anhieb. Mein Kardiologe hat mir alles sehr gut erklärt. Dass ich also ein Ersatzteil fürs Herz benötige, und dass man das aus einem toten Schwein herstellt. Die gute Nachricht war, dass man in Stuttgart mit einer derartigen Diagnose bestens aufgehoben ist. Man hat die Qual der Wahl zwischen zwei führenden Operationsstätten, der SANA-Herzklinik (als KH = Katharinen-Hospital war ich auf diesem Gelände inklusive Schwestern-Wohnheim vor 30 Jahren wegen Krebs) und dem Robert-Bosch-Krankenhaus oberhalb vom Pragsattel. Zuvor stand allerdings noch eine Herz-Katheter-Untersuchung auf dem Plan um etwaige weitere Baustellen zu identifizieren. Man will ja nicht alle Nase lang das Brustbein zersäbeln. „Alles sauber“ war der kurze Kommentar des Kardiologen nach 10 Minuten Herzkatheter. Und warum musste ich mit Übernachtungssachen kommen? Die Frage konnte ich mir selbst beantworten. Man stelle sich nur mal vor sie kriegen das Kabel nicht mehr raus, das sie mir vom Handgelenk bis ins Herz eingeführt hatten. Beim Warten fragte ich einen Pfleger (oder Arzt?): „Ich würde nur zu gerne wissen, bei welchem Patienten sie das zum ersten Mal ausprobiert hatten?“. Antwort: „Das hat einer bei sich selbst gemacht. Er hat dafür den Medizin-Nobelpreis bekommen.“. Eine Bekannte, heute Ärztin, oh je, vor 40 Jahren war ich als Aushilfestudent ihr Mathelehrer an einer sehr katholischen Schule, hatte mir den Aufbau des Herzens und die ganze Stenose-Nummer gut erklärt und zur Operation gesagt: „Die machen das heute mit verbundenen Augen!“. Ich hoffe sie hatten im RBK auf die Augenbinden verzichtet. Ein Anästhesist kurz vor der Operation hatte mal überschlagen, x mal x mal x, oh, ich denke wir machen 2.000 solche Operationen im Jahr, bzw. 6 Stück am Tag! Wie lange die OP gedauert hatte, weiß ich nicht, denn ich war bewusstlos. Ich weiß nur, dass mir die Anästhesie ziemlich genau um 12:00 Uhr das Licht abgeschaltet hatte, und als ich auf der Intensivstation wieder wach wurde, war es 16:00 Uhr. Am anderen Tag kam ich zurück in mein gewohntes Bett und dreieinhalb Tage später haben sie mich nach Hause geschickt. Nach den einvernehmlichen Beurteilungen ihrer Kollegen muss meine Operateurin, eine Oberärztin Dr. Göbel, eine 1A-Bastelarnbeit hingelegt haben. Vielen Dank Frau Dr. Göbel für Ihre gute Konzentration. Ich hätte nicht zuschauen wollen! Ich kann mich nicht an irgendwelche Schmerzen erinnern. Aber zu Anfang hatte ich wohl Schmerzmittel bekommen. Die haben wir dann aber schnell abgesetzt. Das einzige, was mir auch in der Reha noch etwas zu schaffen machte, war das Schlafen auf dem Rücken wegen des durchtrennten Brustbeins. Der Schnitt war zum Glück nur knappe 10 cm lang. Weiter unten, kurz bevor der Bauch anfängt, war eine große, stark verkrustete Wunde, die auch Frau Dr. Wünsche Rätsel aufgab. Meine Hypothese: Sie haben eine Probebohrung gemacht, bis einer sagte, das Herz ist viel weiter oben. Die Reha war übrigens eine klasse Sache. Vor der Operation hatte ich ein Wochenende investiert, um mir alle möglichen Reha-Orte für Arbeitnehmer in Baden-Württemberg anzuschauen. Aber das hätte ich mir sparen können. Wenn man die Option auf die Mettnau bei Radolfzell am Bodensee hat, kommt selbst Bad Krozingen mit seinen Geysiren und Pfauen nicht dagegen an! Das Einzige, was nicht glatt lief, war die Wiedereingliederung bei meiner Arbeit. Nach Krankenhaus, Wartezeit für die Reha und Reha selbst, war ich nach weniger als sieben Wochen zurück bei meiner Arbeit. Als ich von den Zimmergenossen im Krankenhaus erzählte, die erst mal x Wochen nur zwei Stunden am Tag arbeiten, später dann vier, hat man nur gelacht. Dafür klappte das mit meiner 30%-Behinderung gut. Sie bringt aber nichts außer einem Steuerfreibetrag in Höhe von sage und schreibe 310 € pro Jahr. Das Lustige ist, dass diese Behinderung jetzt anerkannt wird, nachdem ich sozusagen repariert wurde. Vor acht Jahren war ich sicher in einem körperlich viel schlechteren Zustand. Bei der letzten Regeluntersuchung Anfang Dezember 2019 hatte ich die Dame bei der Ergo äh Stehfahrrad-Strampeln gefragt, ob sie da immer den Widerstand erhöhen? Ja, wir fangen mit 50 Watt an und gehen dann immer 25 hoch. Aha, und wie weit sind wir gekommen? Bis 250. Ein Prosit auf mein Schweineherz! Das nächste Mal will ich 300! Ich denke das habe ich nicht zuletzt auch meinem schwarzen Österreicher zu verdanken. Ein Fahrrad der Marke KTM, das ich mir nach mehr als 40 Jahren ohne Fahrrad im Sommer 2018 gekauft habe. Auch der Kardiologe war ganz begeistert: „Keine unregelmäßigen Schläge, auch nicht bei Belastung!“. Ich denke ich habe allen Grund den Ärzten und Schwestern des Robert-Bosch-Krankenhauses sehr dankbar zu sein, und natürlich auch Frau Wünsche, die die Stenose entdeckt hatte. Und Schwester Eva, die nach meinem dritten Versuch der Ganzkörperrasur vor der Operation immer noch nicht zufrieden war und kurzerhand selbst Hand anlegte. Und last but not least auch das arme Schweinchen, das mir sein Herz leihen musste. Hoffentlich hatte es keinen Herzfehler!