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KHK: Sport hilft vorbeugen

Warum körperliche Aktivität bei der Prävention und Behandlung der Koronaren Herzkrankheit so wichtig sind.

Mann im Fitnessstudio auf Ergometer
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Was hilft gegen die Koronare Herzkrankheit? Sport! Das haben wissenschaftliche Studien eindrücklich gezeigt. Regelmäßige Bewegung senkt das Risiko für Gefäßeinlagerungen (Arteriosklerose), welches die Ursache der KHK ist. 

Was ist die Koronare Herzkrankheit (KHK)? 

Die Koronare Herzkrankheit ist auf eine Verengung der Herzkranzarterien zurückzuführen. Aufgrund von Gefäßverkalkungen (Arteriosklerose) werden diese den Herzmuskel versorgenden Arterien nicht mehr ausreichend durchblutet. Die Folge ist eine unzureichende Sauerstoff- und Nährstoffversorgung bestimmter Bereiche des Herzens. Diese dauerhafte Mangelversorgung des Herzmuskels nennt man Koronare Herzkrankheit. Zu den möglichen Folgen einer fortgeschrittenen KHK gehören Herzinfarkt, Herzschwäche, Herzrhythmusstörungen sowie der plötzliche Herztod. Die Koronare Herzkrankheit ist die häufigste Todesursache in den westlichen Industrieländern. 

Koronare Herzkrankheit: Sport hilft vorbeugen 

Sport wird oft als das Medikament des 21. Jahrhunderts bezeichnet. Regelmäßige körperliche Aktivität optimiert die Versorgung des Körpers mit Sauerstoff, senkt den Blutdruck, reguliert die Blutzucker- und Blutfettwerte, wirkt Entzündungsprozessen im Körper entgegen, unterstützt ein normales Körpergewicht und baut Stress ab. Sport setzt also genau an den Risikofaktoren an, die das Verengen der Blutgefäße fördern. Sport hilft aber nicht nur bei der Vorbeugung. Das Fortschreiten der KHK kann durch Ausdauersport verlangsamt, zum Teil gestoppt und in Einzelfällen sogar zurückgebildet werden. 

Welcher Sport bei Koronarer Herzkrankheit?

Für Patientinnen und Patienten mit einer KHK, die in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt sind, ist nicht jede Sportart empfehlenswert. Generell gilt die Regel, dass sie sich mit der Sportart, die sie ausüben, wohlfühlen sollten und nicht über Belastungsgrenzen hinaus gehen. Ballsportarten wie Fußball,  Tennis oder Volleyball sind in dieser Hinsicht nicht immer optimal, da schnell der Ehrgeiz geweckt wird und man sich vielleicht vor anderen beweisen will. Andererseits können auch Patientinnen und Patienten mit erheblichen Einschränkungen durchaus ihre langjährige und vertraute Sportart weiterführen, wenn sie sich gut auskennen und sich an die neue Situation anpassen können. Hier gilt es, individuelle Ansätze zu finden und Sportprogramme an persönlichen Vorlieben aber auch Belastungsgrenzen anzupassen. Einfach gelingt dies bei Ausdauersportarten, die auch mit einer geringen Intensität ausgeübt werden können. Dazu gehören:

  • Joggen
  • Walken
  • Wandern
  • Radfahren
  • Rudern
  • Schwimmen

KHK und Sport: Wie intensiv darf das Training sein? 

Folgende Ausdauer-Faustregel kann Ihnen helfen, um eine moderate Belastungsintensität zu finden: Wenn Sie schwitzen und schneller atmen, sich mit Ihrem Trainingspartner aber immer noch problemlos unterhalten können, haben Sie eine maßvolle Trainingsintensität gefunden. Ebenfalls ist es ratsam, bei Ausdauersportarten am Ende der Trainingseinheit auf den schnellen Endspurt zu verzichten, um Überlastungen zu vermeiden. Generell sollten Herzpatientinnen und -patienten ihre Belastbarkeit individuell mit ihrem Arzt besprechen und beim Sport darauf achten, dass sie die Pulsgrenzen, die zum Beispiel in einem Belastungs-EKG ermittelt werden können, nicht überschreiten.

Experte

Prof. Dr. med. Axel Schmermund
Portrait von Prof. Axel Schmermund

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