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Was macht Vorhofflimmern so gefährlich?

Der Weltherztag steht 2021 unter dem Motto „Vorhofflimmern“. Ein Gespräch mit dem Kardiologen Prof. Thomas Meinertz über Risiken und Therapieoptionen.

Herz mit Vorhofflimmern
Sonja Calovini - stock.adobe.com

Für alle, die mehr über ihr Herz wissen wollen

Die Herzstiftung ist nun auch mit einem eigenen Podcast am Start. Mit „imPULS – Wissen für Ihre Gesundheit“ soll das breite Informationsangebot um ein besonderes Audioformat erweitert werden. Worum geht es in den Podcasts? Um neue Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten bei Herzerkrankungen von Erwachsenen wie auch Kindern, um Vorhofflimmern, Herzklappendefekte und Herzschwäche sowie Kreislaufleiden wie Bluthochdruck und Schlaganfall. Und damit ist auch schon das erste Thema genannt. Denn der Weltherztag, der alljährlich am 29. September stattfindet, steht in diesem Jahr unter dem Motto „Vorhofflimmern“. Das hat auch einen gewichtigen Grund: Vorhofflimmern und -flattern gehören nach wie vor zu den 10 häufigsten Todesursachen. 

Im Podcast-Gespräch erläutert Prof. Dr. med. Thomas Meinertz, wie unterschiedlich stark die Symptome von Patienten empfunden werden können und wie ein Arzt feststellt, ob eine harmlose Rhythmusstörung vorliegt oder eine behandlungsbedürftige Störung. Der Kardiologe und Chefredakteur von Herz heute, dem Mitgliedermagazin der Deutschen Herzstiftung, weiß dazu einiges auch aus eigener Erfahrung als Patient zu berichten.  

Außerdem mit im Gespräch dabei: Martin Vestweber, Geschäftsführer der Herzstiftung, der einen Einblick in die unablässige Arbeit der Stiftung etwa im Bereich Forschungsförderung zu Herzerkrankungen gibt. 

Hauptrisiko Schlaganfall

Vorhofflimmern gilt als die häufigste Herzrhythmusstörung. In Deutschland leiden rund 1,8 Millionen Menschen daran. Nur bei etwa 50 % von ihnen macht sich die Herzrhythmusstörung mit spürbaren Beschwerden wie Herzstolpern und Herzschlag bis zum Hals, Druckgefühl im Brustkorb, Angst, Luftnot, Schwindelgefühl und Leistungsschwäche bemerkbar. Bei der anderen Hälfte tritt Vorhofflimmern meist nur untypisch oder ganz ohne Symptome auf. Durch Pulsmessung – am Handgelenk oder mit einem Blutdruckmessgerät – kann ein bei Vorhofflimmern typischerweise merklich erhöhter Puls mit über 100 Schlägen pro Minute in Ruhe gut erkannt werden.

Eine der größten Gefahren bei Bluthochdruck ist ein Schlaganfall. Menschen mit Vorhofflimmern haben ein bis fünffach erhöhtes Risiko für ein solches kardiovaskuläres Ereignis. Denn sie begünstigt die Bildung von Blutgerinnseln in der linken Vorkammer bzw. im Herzohr, die bis in Gehirngefäße gelangen und diese verstopfen können. Das löst dann einen Schlaganfall aus.

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Experte

Prof. Dr. med. Thomas Meinertz
Portrait von Prof. Thomas Meinertz
Bild von Herzrhythmusstörungen
deagreez - stock.adobe.com
Information
Am 29. September findet alljährlich der Weltherztag statt. In diesem Jahr stehen Herzrhythmusstörungen im Fokus unserer Aktivitäten.
  1. Nicht jede Herzrhythmusstörung muss behandelt werden. Eine Abklärung der Ursachen ist dennoch sinnvoll.
  2. Nur jeder zweite Betroffene spürt Symptome. Eine Behandlung ist wichtig, um das Schlaganfallrisiko zu senken.
  3. Welche Behandlungen sind bei Vorhofflimmern tatsächlich zu empfehlen? Wer ist gefährdet? Das und vieles mehr beantwortet der Herzstiftungs-Ratgeber.