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Zucker – süße Gefahr für die Gefäße

Unser Zuckerkonsum ist seit Jahren schon viel zu hoch. Wie schadet das unserer Gesundheit? Welche gesünderen Alternativen gibt es? Hören Sie rein.

Ein Glas mit voller Zucker
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Fast alle Menschen lieben Süßes. Das ist uns quasi in die Wiege gelegt worden. Doch unser Zuckerkonsum ist seit Jahren schon viel zu hoch. Das Gemeine: Zucker ist nicht nur in Kuchen oder Süßigkeiten enthalten, sondern in vielen Getränken und Lebensmitteln versteckt. Die Folgen zeigen sich zudem nicht nur auf der Waage. Die Zahl an Diabetikern wächst und der Zuckerkonsum spielt mit eine Rolle bei der Zunahme von Gefäßerkrankungen des Herzens. Wie das zusammenhängt, erläutert im Gespräch der Ernährungsexperte Prof. Hans Hauner.

Zucker-Verstecke

Dass viel Zucker in Schokolade und Kuchen steckt, ist ganz offensichtlich. Doch es gibt etliche Quellen, in denen man nicht vermutet, dass sie so viel Zucker enthalten. Dazu gehören zum Beispiel – berechnet auf Stücke Würfelzucker à 3 Gramm:

  • Ketchup (in einer 500 ml-Flasche stecken bis zu 135 Gramm Zucker = 45 Stücke Würfelzucker)
  • Smoothies (in einer 250 ml-Flasche können 27 Gramm Zucker stecken = 9 Stücke Würfelzucker)
  • Müsliriegel (in einem 30-Gramm-Riegel können 12 Gramm Zucker stecken = 4 Stücke Würfelzucker)
  • Apfelsaft (25 Gramm fruchteigener Zucker sind in einem 250 ml Glas enthalten = 8 Stücke Würfelzucker)
  • Fruchtjoghurt (25 Gramm stecken leicht mal in einem 200-Gramm Becher = 8 Stücke Würfelzucker)
  • Rotkohl aus dem Glas (ein 700 Gramm Glas enthält je nach Marke gut 50 Gramm Zucker = 17 Stücke Würfelzucker)

Außerdem ist die Industrie zum Teil sehr erfindungsreich bei der Benamung von Zucker auf der Zutaten-Liste. Begriffe, hinter denen sich Zucker verbirgt, sind etwa:

  • Raffinade
  • Maltodextrin
  • Melasse
  • Blütennektar
  • Apfeldicksaft
  • Süßmolkenpulver
  • Fruchtsaftkonzentrat/Fruchtextrakt
  • Dextrose

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