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MRT nach Stent

Eine Magnetresonanztomografie ist auch für Menschen mit Stents völlig unproblematisch.

Frau im MRT
Drazen Zigic - Istock

Mit einer Magnetresonanztomografie (kurz MRT) lassen sich die Organe sehr detailgenau darstellen. Viele Menschen haben jedoch großen Respekt vor „der Röhre“. Vor allem Herzpatientinnen und -patienten mit einem Stent fragen sich: Kann die Untersuchung Schaden anrichten? 

MRT-Geräte sind mit Sicherheitssystemen ausgestattet, die vollen Schutz bieten

Menschen, die einen Stent bekommen haben, machen sich viele Gedanken, wie sie sich im Alltag richtig verhalten. Dazu lässt sich sagen: Ein Stent schränkt das alltägliche Leben nicht ein. Weder Metalldetektoren am Flughafen noch Alarmanlagen an Ausgängen von Supermärkten können schaden. Ebenso wenig können die Metall-Stents einen Alarm auslösen. Was viele Menschen belastet, ist die Frage, ob MRT-Untersuchungen mit Stents möglich sind. Sie befürchten, dass sich durch die Magnetresonanztomografie die Stents verengen könnten, da bei der Untersuchung mit Magnetfeldern und Radiowellen gearbeitet wird. Diese sind jedoch für Stents völlig unproblematisch, wie eine Reihe von Studien gezeigt hat. In MRT-Geräten sind Sicherheitssysteme eingebaut, die eine für den Körper problematische Erwärmung ausschließen. Auch bei Patientinnen und Patienten mit Herzschrittmachern oder implantierbaren Defibrillatoren (ICD) ist eine MRT-Untersuchung möglich. Allerdings sollten MRT-fähige Schrittmacher- und Defibrillatorsysteme implantiert sein. Zunehmend sind in modernen MRT-Systemen auch entsprechende Sequenzen für diese Patientinnen und Patienten vorgesehen  

Was passiert im MRT?  

MRT steht für Magnetresonanztomografie und wird häufig auch als Kernspintomografie bezeichnet. Es ist ein bildgebendes Verfahren, das präzise Schnittbilder des gesamten Körpers oder einzelner Körperteile und Organe in hoher Auflösung darstellt. MRT-Geräte fertigen diese Bilder ohne Röntgenstrahlen an. Betroffene werden also keiner Strahlenbelastung ausgesetzt. Bei der Untersuchung befinden sich die Patientinnen und Patienten in der Regel in einer großen Röhre. Die Untersuchung verursacht laute Klopfgeräusche, vor denen sich viele Menschen fürchten. Schallschutzkopfhörer dämpfen die Lautstärke jedoch auf ein erträgliches Maß. Einige Menschen haben außerdem Angst vor der Enge in der Röhre. Im Falle von Platzangst können Patientinnen und Patienten die Untersuchung abbrechen. Dafür halten sie einen Notfallschalter in der Hand. In der Regel dauert ein MRT-Untersuchung zwischen 20 und 30 Minuten. 

Experte

Prof. Dr. med. Thomas Voigtländer
Portrait von Prof. Voigtländer

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    Thomas Voigtländer

    Prof. Dr. med.

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3 Kommentare

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Edgar H. Innsbruck

Kurze, verständliche und erschöpfende Beantwortung, klar und kompetent.

Roland R. Merkendorf

Ich gehe etwas zufriedener zu meiner nächsten Untersuchung!

Peter W. Morsbach-Stockshöhe

Der Kommentar von Prof. Dr. med. Thomas Voigtländer war sehr beruhigend für mich