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Post Covid: Wie sich Covid-19 langfristig aufs Herz auswirkt

Die Zahl der Patienten, die von Covid-19 genesen sind, aber weiter unter Symptomen leiden, wächst. Lesen Sie was zu Spätfolgen bekannt ist.

Aktualisiert: 19.05.2022

Frau macht den Lungenfunktionstest
Dan Race - stock.adobe.com

Über 200 Symptome in 10 betroffenen Organen

Inzwischen sind allein in Deutschland über 24 Millionen Covid-Infektionen beim Robert-Koch-Institut erfasst. Beim ersten Auftreten von Covid-19, ausgelöst durch das neuartige Virus SARS-CoV-2, gingen Wissenschaftler noch von einer Lungenerkrankung aus. Doch schnell zeigte sich, dass es sich vielmehr um eine Multiorganerkrankung handelt, die den Körper von Patienten ganz unterschiedlich angreift und viele verschiedene Krankheitsfacetten zeigt unter anderem mit akuten Formen von Lungenentzündung, Herzentzündungen und Herzinfarkt, Rhythmusstörungen, Schlaganfall, Thrombosen, Nierenversagen und einer überschießenden Immunreaktion, dem sogenannten Zytokinsturm.

Ähnlich wie bei anderen Infektionen, insbesondere etwa Grippe oder Erkrankungen mit dem Epstein-Barr-Virus, gibt es darüber hinaus inzwischen etliche Berichte und Studien über anhaltende Symptome nach Abklingen der eigentlichen Infektion. Aktuell differenzieren Ärzte dabei zwischen

  • Long-Covid-Syndrom, wenn die Beschwerden länger als vier Wochen anhalten
  • Post-Covid-Syndrom. Davon ist auszugehen, wenn die Symptome mehr als zwölf Wochen andauern.
  • Chronisches Covid-Syndrom. Das wird häufig als weiterer Begriff genutzt, wenn die Beschwerden sogar mehr als ein halbes Jahr anhalten.

Generell scheinen bis zu 15 % der Patienten mit Covid-19 auch von Post-Covid betroffen zu sein. Nach der Gutenberg COVID-19 Studie – eine der größten bevölkerungsrepräsentativen Studien zur Pandemie in Deutschland – geben sogar bis zu 40 Prozent der mit SARS-CoV-2 infizierten Personen Covid-assoziierte Symptome an, die über mindestens sechs Monate andauern. Jeder dritte erreicht nach der Infektion nicht mehr seine ursprüngliche Leistungsfähigkeit, ergab eine erste Zwischenauswertung. Die Betroffenen klagen dabei über ganz unterschiedliche Symptome. Vieles ähnelt dem sogenannten Chronischen Fatigue-Syndrom (CFS). Und es sind bei weitem nicht nur Patienten betroffen, die schwer an Covid-19 erkrankt waren.

Britische Forscher haben aufgrund der Vielzahl sehr unterschiedlicher Dauerbeschwerden durch eine Befragung von rund 3800 Betroffenen versucht, diese besser einzuordnen. Dazu wurde die Häufigkeit von 203 Symptomen in 10 Organsystemen erfasst, davon insgesamt 66 Symptome, die mehr als sieben Monate anhielten. Sie konnten die Symptome dabei in drei Gruppen aufteilen, je nach Symptomdauer.

Danach gibt es Symptome, die früh im Erkrankungsverlauf auftreten und nach 2-3 Wochen ihren Höhepunkt erreichen. Sie klingen dann langsam innerhalb von 90 Tagen ab. Dies sind vor allem Symptome der Atemwege und des Magen-Darm-Bereichs. Die Symptome der zweiten Gruppe erreichten ihren Höhepunkt etwa sieben Wochen nach Covid-Beginn und nehmen deutlich langsamer ab. Dazu gehörten etwa neuropsychiatrische und kardiovaskuläre Symptome, aber auch Fatigue (übergroße Müdigkeit) und Hauterscheinungen mit z.B. Frostbeulen-ähnlichen Veränderungen an den Zehen. In die dritte Gruppe ordneten die Forscher jene Symptome ein, die mild beginnen und nach etwa 10 - 15 Wochen ihr Maximum erreichen und danach kaum Besserung aufweisen. Zu diesen Symptomen gehören Allergien, Tinnitus, Neuralgien oder die als „Brain Fog“ bezeichneten ausgeprägten Konzentrationsstörungen.

Langzeitfolgen am Herz

Dass gerade Patienten mit einem vorerkrankten Herzen oder kardialen Risikofaktoren wie Bluthochdruck besonders gefährdet für schwere Covid-19-Verläufe sind, stellte sich schnell in der Pandemie heraus. Nach den Erfahrungen der vergangenen zwei Jahre ist das Herz aber über den akuten Infekt hinaus gefährdet, einen Schaden davonzutragen. Typische anhaltende Herzbeschwerden, über die Patienten in der Folge noch weiter klagen, sind: Brustschmerzen, Herzstolpern, Kurzatmigkeit und eingeschränkte körperliche Belastbarkeit/Schwäche nach körperlicher Belastung.

US-Wissenschaftler haben sich dazu zum Beispiel in einer großen Studie bei über 150.000 ehemaligen Militärangehörigen mit überstandener Covid-Erkrankung ein Jahr lang den Gesundheitsstatus angeschaut und die Daten mit denen von Nichtinfizierten und Patienten aus „Vor-Corona-Zeiten“ verglichen. Sie konnten tatsächlich unter anderem eine deutlich erhöhte Fallzahl an Vorhofflimmern und anderen Rhythmusstörungen, von ischämischer Herzerkrankung, also KHK, und Herzschwäche feststellen.

So hatten Covid-Patienten nach einem Jahr ein um 72 Prozent höheres Risiko für eine Herzinsuffizienz im Vergleich zu Kontrollpersonen ohne Infektion. Daraus errechneten die Wissenschaftler, dass es auf 1000 Infizierte 12 zusätzliche Fälle von Herzinsuffizienz und insgesamt 45 zusätzliche Fälle an einer der 20 untersuchten Herzkreislauf-Erkrankungen gab. Und dieses Risiko war auch bei Patienten erhöht, die vorher keine Anzeichen für eine Herzerkrankung hatten.

Weitere Folgen

Anhand dieser Daten wurde zudem in einer weiteren Untersuchung auch ein erhöhtes Risiko für Typ-2-Diabtes und psychische Störungen nach einer SARS-CoV-2-Infektion bestätigt: Der Auswertung zufolge kommt es bei 1000 Genesenen ein Jahr nach der Infektion zu 13 zusätzlichen Fällen von Typ-2-Diabetes. 12 zusätzliche neue Diabetiker starteten ein Jahr nach Covid-19 zudem eine Therapie mit Antidiabetika. Das infolge einer Covid-Infektion erhöhte Risiko für das Auftreten von Typ-2-Diabetes wurde auch in einer weiteren Studie mit rund 35.000 Infizierten aus Deutschland bestätigt. In Zusammenhang mit einer Diabetes-Erkrankung erhöht sich dann wiederum langfristig das Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse.

Bei genesenen Covid-Patienten ist darüber hinaus das Risiko für psychische Störungen um etwa ein Drittel erhöht im Vergleich zu nicht mit SARS-CoV-Infizierten. Der Gebrauch von Psychopharmaka nahm in einer Auswertung der Daten von Militärangehörigen (s.o.) sogar um bis zu zwei Drittel zu – und zwar auch bei Patienten mit milden Verläufen.

Schwedische Forscher haben in einer aktuellen Auswertung von Patientendaten außerdem herausgefunden, dass offenbar auch das Risiko für venöse Thromboembolien nicht nur in der Akutphase, sondern noch Monate nach der Infektion erhöht ist – vor allem bei Patienten mit schwerem Covid-19. In diesem Zusammenhang war vor allem die Gefahr einer Lungenembolie über die folgenden sechs Monate deutlich erhöht.

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Thitaree Sarmkasat

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Warum es zu Langzeitschäden kommt

Die möglichen Mechanismen, die den kardiovaskulären Spätfolgen einer SARS-CoV-2-Infektion zugrunde liegen, sind noch nicht abschließend geklärt. Diskutiert werden unter anderen chronische Entzündungsreaktionen durch Überdauern des Virus im Herzgewebe, Autoimmunreaktionen sowie eine anhaltende Dysfunktion von größeren und kleineren Gefäßen, die auf einer Versteifung der Gefäßwände beruht und auf einer anhaltend hohen oxidativen Belastung. So hatten in einer Studie mit Covid-Patienten, die ins Krankenhaus mussten, 68 Tage nach der Infektion noch etwa ein Drittel der Betroffenen Entzündungsreaktionen im Herzen.

Generell scheint auch eine bestimmte, individuelle Konstellation des Immunsystems eine Rolle zu spielen. So haben Wissenschaftler der Klinik für Immunologie am Universitätsspital Zürich in der Schweiz Long Covid vermehrt bei Menschen mit vergleichsweise niedrigen Werten an bestimmten Immunglobulinen (IgG3 und IgM) nachgewiesen.

Wissenschaftler aus Seattle haben sich einmal mögliche Risikofaktoren dafür näher angeschaut. Sie habe vier Faktoren dafür identifiziert, ob Covid-Patienten nach Genesung noch an Langzeitfolgen der Erkrankung leiden. Wichtige Faktoren sind danach:

  • eine hohe Menge an viraler RNA zu Beginn der Erkrankung,
  • das Vorhandensein von Autoantikörpern,
  • die Reaktivierung von eventuell vorhandenen inaktivierten Epstein-Barr-Virionen sowie
  • das Vorliegen eines Typ-2-Diabetes.

Das Auffällige: Für das Auftreten von Post Covid ermöglichen Alter, Vorerkrankungen und Schwere der Covid-Erkrankung keine verlässlichen Aussagen über ein erhöhtes Risiko – anderes als für einen schweren Covid-Verlauf. Generell scheinen Frauen etwas häufiger betroffen zu sein.

Was zur Post Covid-Therapie bekannt ist

Die Behandlung von Post Covid-Beschwerden orientiert sich in der Regel an der Symptomatik. Etablierte Behandlungsverfahren gibt es bislang nicht.

Kardiologen der US-Fachgesellschaft ACC haben in ihrer Stellungnahme speziell zu langfristigen Herzbeschwerden allerdings einige Empfehlungen vor kurzem zusammengefasst. Sie unterscheiden dabei sogar zwei Post Covid-Formen (PASC = Post acute sequelae of Covid-19), die das Herz betreffen.

  • PASC-cardiovascular syndrome (PASC-CVS): hier liegt ist ein breiter gefasstes, heterogenes Beschwerdebild vor. Neben Müdigkeit (Fatigue), Schlafstörungen und Gedächtnisstörungen haben die Patienten auch kardiale Beschwerden wie Tachykardien, eine Verschlimmerung der Symptome schon nach geringer körperlicher, geistiger oder emotionaler Anstrengung (Post-Exertional Malaise), Palpitationen, Brustschmerz und Kurzatmigkeit. Doch diese lassen sich durch diagnostische Testergebnisse nicht oder nicht vollständig erklären.
  • PASC-cardiovascular disease (PASC-CVD): hier ergeben Symptome und Diagnostik (Labordaten wie Troponin und bildgebende Untersuchungen, etwa eine kardiale Magnetresonanztomografie/kMRT) vier Wochen nach der Infektion ein übereinstimmendes Bild. Nachweisbar sind konkrete Schäden am Herzen wie Entzündungen (Myokarditiden/Perikarditiden), andere Formen der Myokardbeteiligung, Myokardischämien/KHK, mikrovaskuläre Dysfunktion, nicht-ischämische Kardiomyopathie mit Beteiligung des linken und/oder rechten Vorhofs, Thromboembolien sowie kardiovaskuläre Folgen der Lungenerkrankung wie Lungenhochdruck und Rhythmusstörungen.

Bei der Therapie von Patienten mit PASC-CVD – also definierten Herzschäden – steht die Behandlung der Herzerkrankung entsprechend den ärztlichen Leitlinien im Vordergrund. Bei der PASC-CVS richten sich die Empfehlungen an der Symptomatik aus. Da manche aufrecht auszuübenden sportlichen Aktivitäten eine Fatigue verschlechtern können, wird zum Beispiel Patienten mit einer solchen orthostatischen Intoleranz und eingeschränkter Kondition, ebenso wie bei Tachykardien geraten, körperliche Aktivitäten eher in Liege- oder Halbliegeposition auszuüben, etwa Schwimmen, Rudern, Radfahren. Die Anfangsbelastung sollte kurz sein (5-10 Minuten) und langsam gesteigert werden. Darüber hinaus sollten betroffene Patienten auf eine ausreichende Salz- (5-10 Gramm; entsprechend 1-2 Teelöffeln) und  Flüssigkeitszufuhr (3 Liter Wasser oder elektrolythaltige Flüssigkeit) pro Tag achten. Hitze, Alkohol und schwere Mahlzeiten sollten vermieden werden.

Zugelassene Medikamente für das PASC-CVS gibt es derzeit nicht. Es kann je nach Symptomatik aber auf vorhandene Substanzen zurückgegriffen werden, so die US-Autoren. Dazu gehören bei Palpitationen etwa Betablocker oder Kalziumkanalblocker vom Nicht-Dihydropyridin-Typ (z.B. Verapamil, Diltiazem), um den Herzrate zu senken. Der Wirkstoff Ivabradin kann wiederum bei schwerer Fatigue helfen. Das Steroid Fludrocortison sowie der Wirkstoff Midodrin oder der Betablocker Propranolol sind eine Therapiemöglichkeit bei orthostatischer Intoleranz.

Ausblick auf neue Substanzen

Hoffnungen liegen inzwischen zudem auf dem neuentwickelten Wirkstoff BC 007, der sich gegen kardiale Autoimmun-Antikörper richtet. Die ursprünglich zur Behandlung bei Kardiomyopathien entwickelte Substanz hat zum Beispiel bei individuellen Heilversuchen von einigen wenigen Long Covid-Patienten an der Universitätsklinik Erlangen deren zuvor eingeschränkte Leistungsfähigkeit durch eine verbesserte Durchblutung wieder erhöht. Größere klinische Studien stehen allerdings noch aus.

Dies gilt auch für weitere Substanzen wie AXA1125 (Unternehmen Axzella), das in einer britischen Studie derzeit gegen anhaltende Erschöpfung (Fatigue) erprobt wird. Es greift in die Stoffwechselregulation in den Mitochondrien ein. Das Medikament MD-004 (US-Unternehmen Mercator), eigentlich als Epilepsiemittel entwickelt, wird wiederum gegen Entzündungen im Gehirn erprobt.

Und auch die Covid-Impfung scheint nach der bisherigen Datenlage Schutz vor Langzeitfolgen einer SARS-CoV-2-Infektion zu bieten. So war z.B. in einer aktuellen Untersuchung aus Israel die Symptomatik von Patienten mit Covid-Infektion je nach Impfstatus erfragt worden. Es zeigte sich, dass bei den Patienten mit wenigstens 2-facher Impfung deutlich seltener Fatigue, Schwäche, Kopfschmerzen oder Muskelschmerzen anhaltend beklagt wurden.

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  1. S1-Leitlinie Post-COVID/Long-COVID: www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/020-027.html
  2. Gutenberg-Covid-Studie: www.unimedizin-mainz.de/gcs/uebersicht.html
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  4. Long-term cardiovascular outcomes of COVID-19Nat. Med. 2022, doi.org/10.1038/s41591-022-01689-3
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  6. Risks of mental health outcomes in people with covid-19: cohort study; BMJ Feb2022; doi.org/10.1136/bmj-2021-068993
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  10. www.vfa.de/de/arzneimittel-forschung/woran-wir-forschen/therapeutische-medikamente-gegen-die-coronavirusinfektion-covid-19
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