Abbildung vom Corona-Virus
Photo by Fusion Medical Animation on Unsplash

Coronavirus

Informationen für Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Das Coronavirus hat unser aller Leben erfasst. Die Öffentlichkeit wird mit Informationen mit oft widersprüchlichen Aussagen überhäuft. Gerade bei Menschen, die zum Beispiel wegen einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zur Risikogruppe gehören, wächst die Verunsicherung. Die Deutsche Herzstiftung e.V. hat alle wichtigen Informationen zur Corona-Pandemie für Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen zusammengestellt.

Wichtige Begriffsdefinitionen:  

  • Coronavirus: Das neuartige Coronavirus gehört zu der schon lange bekannten Gruppe der Coronaviren, die meist harmlose Virusinfektionen verursachen. Der Name leitet sich vom lateinischen Wort „Corona“ ab, das Kranz oder Krone bedeutet. Die kugelförmigen Viren mit ihren Aufsätzen haben Ähnlichkeit mit dem Strahlenkranz der Sonnenkorona.  
  • Sars-CoV-2: Die WHO gab dem neuartigen Coronavirus den Namen „Sars-CoV-2„ („Severe Acute  Respiratory Syndrome“-Coronavirus-2).  
  • COVID-19: Die durch Sars-CoV-2 ausgelöste Krankheit wird „COVID-19“ (Coronavirus-Disease-2019) genannt. COVID-19-Patienten tragen das Virus Sars-CoV-2 in sich und zeigen Symptome.

Besondere Risikogruppen:

  • Patienten mit einer Erkrankung der Atemwege (z.B. Lungenentzündung, Lungenemphysem, Asthma, COPD, Hochdruck im Lungenkreislauf).   
  • Patienten, die als Folge einer Herzerkrankung eine Funktionseinschränkung der Atemwege haben (z. B. Blutstauung im Lungenkreislauf als Folge der Herzschwäche).  
  • Patienten, die eine Herzerkrankung haben (massive Risikosteigerung ab dem 75. Lebensjahr).  
  • Patienten, die immunsupprimierende Medikamente einnehmen (z.B. nach Herztransplantation oder Verpflanzung eines anderen Organs)

Aktuelle Beiträge

  1. Was Sie jetzt über Corona wissen sollten: ein Gespräch mit Prof. Thomas Voigtländer, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Herzstiftung.
  2. Was Sie jetzt über COVID-19 wissen müssen – und wie sie sich am besten vor SARS-CoV-2 schützen.
  3. Dieser und anderen Fragen geht die „Covid-19-Projektförderung“ der Deutschen Herzstiftung nach, die 14. Forschungsprojekte mit 1. Mio Euro fördert.
Frau mit Maske beim Einkaufen
© Bild von Anrita1705 auf Pixabay

Was zu beachten ist!  

  • Die allgemein gültigen Verhaltens- und Hygieneregeln beachten – siehe Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts (RKI). 
  • Gewissenhafte Einnahme der Herz-Kreislauf-Medikamente. Ohne Rücksprache mit dem Arzt keine Medikamente reduzieren oder absetzen – das gilt insbesondere für die „Blutverdünner“!  
  • Im Fall einer Infektion die Ärzte/Klinik über die „Blutverdünner“-Einnahme informieren, damit eine unerwünschte Doppelbehandlung mit Gerinnungshemmern vermieden wird.  
  • Informiert und kritisch sein. Ohne Rücksprache mit dem Arzt auch keine Einnahme zusätzlicher Medikamente oder „Wundermittel“ (können z.B. zu lebensgefährlichen Herzrhythmusstörungen führen).  
  • Aufmerksam bleiben – die Symptome von Covid-19 können den Beschwerden einer Herzerkrankung stark ähneln. Herzpatienten sollten eine Zunahme von Atembeschwerden nicht leichtfertig als normal ansehen.  
  • Bei Verdacht auf Herzinfarkt, andere Herznotfälle, plötzlicher Atemnot in Ruhe nicht zögern, sondern sofort den Notruf 112 absetzen.  
  • Den gesundheitsfördernden Lebensstil (ausreichend Bewegung und gesunde Ernährung) nicht vernachlässigen.  
  • Bei Viruserkrankungen wie Grippe oder Magen- Darm-Infektionen sich so lange schonen, bis Fieber, Abgeschlagenheit und Gliederschmerzen abgeklungen sind und man sich wieder wohlfühlt.

 

Forschung
Um die COVID-19-Verläufe bei herzkranken Menschen weiter zu erforschen, fördert die Herzstiftung 14 Forschungsprojekte mit 1.000.000 Euro.

Auch für Herzpatienten gilt: Vorsicht ja, Panik nein  

  • Generell stellen bakterielle oder virale Infektionen eine zusätzliche Belastung für das Herz-Kreislauf-System dar. Diese kann ein durch Erkrankung geschwächtes Herz überfordern.  
  • Wie riskant eine COVID-19-Ansteckung bei bestehender Herz-Kreislauf-Erkrankung werden kann, ist von Fall zu Fall unterschiedlich. Es gibt noch keine zuverlässigen Daten, welche Auswirkungen Art und Schweregrad der Vorschädigung haben.  
  • Die Häufigkeit von Herz-Kreislauf-Komplikationen beläuft sich nach derzeitigen Schätzungen auf 5-10 % der COVID-19-Erkrankten.  
  • Bei COVID-19 kann es auch zu einer direkten Schädigung des Herzens kommen, indem z.B. die Herzkranzgefäße vom Virus befallen werden. Eher selten ist eine Herzmuskelentzündung (Myokarditis) möglich.

 

Video-Sprechstunde

Unser Download-Angebot

Wichtige erste Fragen und Antworten im Kontext von Herz und Kreislauf sowie Corona haben wir hier für Sie in unseren "HERZ heute"- und "herzblatt"-Ausgaben zusammengestellt.

Ihre Frage

Ärztin mit Mundschutz in Arztpraxis
Ulrike Eberius, SelectStock/istockphoto.com
Viele Herzpatienten haben in der Corona-Zeit Bedenken, sich bei einem Arzttermin anzustecken. Ist es ratsam, die Behandlungen zu verschieben?

Thomas Meinertz

Prof. Dr. med.

Mitglied werden

Gruppe von Menschen
  • Sie erhalten die Zeitschrift HERZ heute 4x pro Jahr
  • Sie werden persönlich zu Veranstaltungen eingeladen
  • Sie können unsere Ratgeber-Broschüren direkt downloaden
  • Sie unterstützen die patientennahe Herzforschung

Ihre Mitgliedschaft. Unsere Herzensangelegenheit.

Werden Sie Mitglied der Herzstiftung. Unterstützen Sie uns mit 36,00 Euro im Jahr bei unserer Aufklärungsarbeit und Forschungsförderung rund um Herz-Kreislauf-Erkrankungen.