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Impfung gegen Covid-19: Fragen und Antworten

Warum man sich als Herzpatient gegen Covid-19 impfen lassen sollte.

Frau bekommt die Corona-Impfung
francescoridolfi.com

Die Impfungen gegen Covid-19, der von dem neuartigen Coronavirus (Sars-CoV-2) hervorgerufenen Infektionskrankheit, sind gestartet. Bis ausreichende Impfstoffmengen verfügbar sind, wird die Impfung zunächst den Risikogruppen angeboten. Höchste Priorität haben die Bewohner von Altenheimen sowie alle Personen, die älter sind als 80 Jahre und medizinisches Personal, das mit der Versorgung von Covid-19-Patienten betraut ist. Eine Impfung gegen Covid-19 trägt sowohl zum individuellen Schutz als auch zur Eindämmung der Pandemie bei. Welche Impfstoffe derzeit zur Verfügung stehen, wie sicher sie sind und was Patienten mit Herzerkrankungen beachten müssen, beantwortet Kardiologe Prof. Dr. med. Thomas Meinertz vom Wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Herzstiftung.

Frau nimmt Medikamente mit Wasser ein
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Fragen zu Gerinnungshemmern:

Ist eine Covid-19-Impfung unter Einnahme von Gerinnungshemmern wie Phenprocoumon (Marcumar, Falithrom) möglich?

Auch Patienten die aufgrund von Herzerkrankungen Blutverdünner wie den alten Gerinnungshemmer Phenprocoumon (Marcumar, Falithrom) einnehmen müssen, können gegen das Coronavirus geimpft werden. Die Impfung muss allerdings intramuskulär erfolgen. Das Robert-Koch-Institut (RKI) empfiehlt in diesen Fällen die Verwendung einer möglichst feinen Kanüle. Im Anschluss an die Impfung sollten Patienten die Einstichstelle etwa 5 Minuten komprimieren. Experten raten für Menschen mit Gerinnungshemmung vorsichtshalber zu einer längeren Nachbeobachtungszeiten von 15 bis 30 Minuten.

Wie hoch sollte der INR-Wert am Tag der Corona-Impfung sein?

Am Tag der Injektion sollten Patienten, die z. B. wegen einer künstlichen Herzklappe dauerhaft Marcumar/Falithrom einnehmen, darauf achten, dass der INR-Wert in die Größenordnung von etwa 2 liegt, d.h. etwas unter dem therapeutischen Bereich. Das minimiert das Risiko einer intramuskulären Blutung. Im Anschluss kann die Wiedereinstellung auf den therapeutischen INR-Bereich erfolgen. Schon am Tag der Impfung kann die normale Dosis von Marcumar wieder eingenommen werden.

Soll ich für die Covid-19-Impfung meinen Gerinnungshemmer absetzen und/oder mir als Ersatz Heparin spritzen?

Auf keinen Fall darf man für die Covid-19-Impfung den Gerinnungshemmer eigenmächtig absetzen. Ein Ersatz durch Heparin ist weder sinnvoll noch notwendig. Halten Sie unbedingt Rücksprache mit ihrem behandelnden Arzt, inwieweit der INR-abgesenkt werden kann. Gute Erfahrungen hat man gemacht, wenn man am Tag der Impfung den INR-Wert auf etwa 2 absinken lässt.

Neue direkte orale Gerinnungshemmer (DOAKS/NOAKs): Ist eine Corona-Impfung unter Eliquis möglich?

Das Risiko für Blutung ist bei den neuen direkten oralen Gerinnungshemmern (kurz DOAKs: Nicht-Vitamin-K-basierte orale Antikoagulanzien), zu denen auch z.B. Eliquis gehört, gering. Somit stellen die Blutverdünner keine Kontraindikation gegen die Corona-Impfung dar. Auch hier sollten man jedoch die Empfehlung des RKI beachten und die Impfung mit einer möglichst dünnen Kanüle durchführen. Sprechen Sie mit Ihrem behandelnden Kardiologen, ob eine Dosis von Eliquis am Morgen des Impftages ausgelassen werden soll.

In unseren Impfzentren werden Nadeln mit dem Durchmesser 0,6 mm verwendet. Kann ich als Marcumar-Patient diese Größe akzeptieren oder soll ich auf eine sog. “feinere Nadel” bestehen? Wie lange sollte eine Kompression erfolgen?

Eine Nadelgröße von 0,6 mm können Sie für die Corona-Impfung akzeptieren. Bislang sind mit dieser Technik, soweit bekannt, keine größeren Blutungen im Muskel erzeugt worden. Zwar gibt es auch feinere Nadeln, diese sind aber meist kürzer, so dass ggf. die Muskulatur nicht erreicht wird. Ob Sie zwei oder fünf Minuten komprimieren, ist Ermessenssache.

Fragen zu Herzerkrankungen:

Hat die Impfung Nebenwirkungen für Patienten mit Herzinfarkt und Stent?

Für Patienten mit Herzinfarkt und Stent sind durch die Corona-Impfung keine Nachteile oder Nebenwirkungen zu erwarten. Mittlerweile sind weltweit mehrere Millionen Menschen, mit Vorerkrankungen und Stent, mit den zugelassenen Corona-Impfstoffen geimpft worden. Bislang gibt es keinerlei Hinweise für spezielle Nebenwirkungen bei den Patienten. Natürlich sollte man die Impfung nicht während der akuten Phase eines Herzinfarktes (d.h. innerhalb der ersten 8 Tage) vornehmen.

Kann ich mich trotz koronarer Herzerkrankung gegen Covid-19 impfen lassen und wenn ja, mit welchem Immunserum?

Patienten mit einer koronaren Herzkrankheit, Bluthochdruck oder Herzrhythmusstörungen sollten sich mit einem der zugelassenen Impfstoffe gegen Corona impfen lassen. Diese Patientengruppen haben ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf, wenn sie sich mit dem Coronavirus infizieren.

Ist eine Corona-Impfung trotz Herzrhythmusstörung möglich?

Herzrhythmusstörungen stellen keinen Gegengrund gegen eine Corona-Impfung dar. Für Patienten mit einer Herzkrankheit ist die Impfung angesichts der Gefährlichkeit von Covid-19 besonders sinnvoll.

Ich nehme zur Blutdrucksenkung Medikamente ein, kann ich mich gegen Covid-19-impfen lassen?

Bei chronisch kranken Menschen ist die Gefahr, an einer Covid-19-Erkrankung zu versterben, deutlich höher als bei jüngeren Menschen bzw. nicht chronisch kranken Personen. Patienten mit Bluthochdruck sollten sich daher gegen die Covid-19-Infektion impfen lassen. Wichtig ist, dass der Bluthochdruck gut eingestellt ist. Setzen Sie die Blutdruckmedikamente daher auf keinen Fall eigenmächtig ab.

Ist eine Impfung gegen Covid-19-Impfung auch bei Herztransplantierten mit Immunsuppression möglich und auch empfehlenswert? Gibt es schon Studien, welcher Impfstoff an Transplantierte „verimpft“ werden sollte?

Patienten mit transplantiertem Herz nicht nur möglich, sondern unbedingt auch empfehlenswert. Es scheint auch unter immunsuppressiver Therapie zu einer entsprechenden Antikörperbildung zu kommen. In welchem Ausmaß und wie lange diese anhält, wird noch wissenschaftlich untersucht. In Deutschland wird zurzeit mit Unterstützung der Deutschen Herzstiftung eine große wissenschaftliche Untersuchung zu diesem Thema durchgeführt. Beteiligt sind nahezu alle transplantierenden Herzzentren. Führendes Zentrum ist das Herz- und Diabeteszentrum NRW in Bad Oeynhausen. Nach jetzigem Kenntnisstand ist keiner der zur Verfügung stehenden Impfstoffe zu bevorzugen.

Ist eine Corona-Impfung trotz implantiertem Defibrillator möglich?

Ja, die Corona-Impfung ist auch für Träger eines implantierbaren Defibrillators möglich. Sie können sich ohne weiteres gegen Covid-19 impfen lassen.

Mein Herz wurde wegen Vorhofflimmern mit einer Katheter-Ablation behandelt. Kann ich mich gegen Corona impfen lassen?

Sie können sich ohne weiteres gegen Corona impfen lassen. Wenn Sie geimpft sind, ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie an Covid-19 erkranken, sehr viel geringer.  

Meine Mutter ist 90 Jahre alt und hat eine bestehende Herzinsuffizienz. Würden Sie trotz des hohen Alters und potenziellen Nebenwirkungen die Corona-Impfung empfehlen?

Die Covid-19 Impfung hat keine negativen Auswirkungen bei einer Herzinsuffizienz. Im Gegenteil, Patienten im hohen Alter können von einer Covid-19-Impfung nur profitieren. So weiß man, dass Patienten mit 90 Jahren und einer Herzinsuffizienz, die sich mit Covid-19 infizieren, ein sehr hohes Risiko haben, eine lebensbedrohliche Infektion mit möglicher Todesfolge durchzumachen.

 

Fragen zu Herzklappenersatz:

Ist eine Corona-Impfung trotz biologischer oder mechanischer Herzklappe möglich?

Patienten mit einer biologischen Herzklappe können sich ohne Probleme und ohne ärztliche Voruntersuchung gegen Corona impfen lassen. Bei der Impfung ist zu beachten, was auch bei der Impfung von Herzgesunden wichtig ist.

Patienten mit einer mechanischen Herzklappe (Metall), die lebenslang die Einnahme eines Blutverdünners (Marcumar) zur Thromboseprophylaxe erfordern, können sich ohne Probleme impfen lassen. Da die Impfung allerdings intramuskulär erfolgt, empfiehlt das RKI in diesen Fällen die Verwendung einer möglichst feinen Kanüle. Im Anschluss an die Impfung sollten Patienten die Einstichstelle etwa 5 Minuten komprimieren. Experten raten für Menschen mit Gerinnungshemmung vorsichtshalber zu einer längeren Nachbeobachtungszeit von 15 bis 30 Minuten.

Mit über 80 Jahren eine Herzklappe, die eigentlich ersetzt werden müsste, und ein Herzschrittmacher: Ist unter diesen Umständen eine Impfung gegen Covid-19 möglich?

Eine nicht intakte Herzklappe, die eigentlich ersetzt werden müsste, stellt keinesfalls einen Gegengrund gegen die Corona-Impfung dar. Ebenfalls nicht der implantierte Herzschrittmacher.

Muss ich für die Corona-Impfung eine Endokarditisprophylaxe vornehmen?

Bei Patienten mit einer künstlichen Herzklappe ist in der Regel keine Endokarditisprophylaxe notwendig. Auch hier gilt jedoch, sprechen Sie vorab mit Ihrem behandelnden Arzt.

Weitere Fragen:

Ist eine Covid-19-Impfung trotz starker Allergien möglich?

Patienten mit "normalen Allergien" können ohne weiteres geimpft werden. Hierzu zählen zum Beispiel Allergien gegen Hausstaub, Medikamente oder Kontaktallergien. Polyallergiker dagegen, sollten vorher unbedingt mit dem behandelnden Facharzt sprechen. Nicht geimpft werden sollten die Patienten, die schon einmal im Rahmen einer allergischen Reaktion einen anaphylaktischen Schock gehabt haben. Diese Situation ist lebensbedrohlich. Besteht bei Ihnen der Verdacht auf einen durchgemachten anaphylaktischen Schock, sollten Sie unbedingt vor einer möglichen Impfung einen Hausarzt bzw. Facharzt konsultieren.

Kann ich mich trotz Kontrastmittel-Allergie und überstandenem Allergieschock gegen das Coronavirus impfen lassen?

Wenn Sie bereits einen Allergieschock hatten, müssen Sie vor einer möglichen Covid-19 Impfung mit Ihrem Hausarzt Rücksprache halten. Auf keinen Fall darf man ohne weiteres eine Covid-19 Impfung bei Ihnen vornehmen. Hier sollten Sie mit Ihrem behandelnden Arzt bzw. Impfarzt besprechen, ob eine entsprechende Vorbehandlung durchgeführt werden muss.

Allgemeine Fragen zur Covid-19-Impfung

Bisher sind zwei Impfstoffe in der EU zugelassen: das Präparat der Unternehmen Pfizer und Biontech sowie das Mittel des US-Unternehmens Moderna. Beide Impfstoffe sind sogenannte mRNA-Impfstoffe. 

Aktuell prüft die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) zwei Impfstoffe mit anderem Wirkprinzip, sogenannte Vektorimpfstoffe (AstraZeneca/Universität Oxford; Johnson and Johnson). Eine Zulassung der Vektorimpfstoffe wird eventuell im ersten Quartal 2021 erwartet, ebenfalls für den Impfstoff des Tübinger Unternehmens Curevac, ein weiterer mRNA-Impfstoff. Laut Weltgesundheitsorganisation sind derzeit mindestens 214 Impfstoffprojekte mit verschiedenen Wirkweisen in unterschiedlichen Stadien der Entwicklung. In den kommenden Monaten werden also voraussichtlich mehrere Impfstoff-Typen verfügbar sein. Impfstoffe auf mRNA-Basis haben den Vorteil, dass eine große Anzahl von Impfdosen innerhalb weniger Wochen hergestellt werden kann.

Das Prinzip aller Impfstoffkandidaten ist es, der körpereigenen Abwehr Bauteile des Coronavirus zu präsentieren, damit der Körper eine Immunität gegen den Erreger aufbauen kann. Die Wissenschaftler folgen dabei im wesentlichen drei Entwicklungslinien. Für die Vektorimpfstoffe werden Proteine oder das Erbmaterial des Coronavirus in Viren (Vektoren) verpackt, die für Menschen harmlos sind; für die Totimpfstoffe werden die Viren im Labor abgetötet – um eine starke Immunreaktion zu erreichen, sind zumeist zusätzliche Hilfsstoffe (Adjuvanzien) erforderlich; die mRNA-Impfstoffe nutzen eine bestimmte Nukleinsäure (Boten-Ribonukleinsäure, englisch messenger RNA, kurz mRNA). Die mRNA-Technik wird seit Jahrzehnten in der Krebsmedizin erforscht und ist jetzt als Impfstoff gegen Covid-19 weiterentwickelt worden.

Bei der für den Impfstoff verwendeten mRNA oder Boten-Ribonukleinsäure handelt es sich um die Abschrift eines Genabschnittes, der im Erbgut des Coronavirus die Bauanleitung für die sogenannten Spike-Proteine trägt. Mit diesen Spikes (englisch Stacheln), die sich auf der Oberfläche des Virus befinden, dockt der Erreger an menschlicher Zellen an. Er dringt in sie ein und missbraucht die zelleigenen Produktionsstätten, um sich zu vermehren. Für den Impfstoff wird die mRNA für die Stachelproteine im Labor vervielfältigt und in kleine Fettkügelchen (Lipidnanopartikel) verpackt. Sie schützen das empfindliche Botenmolekül vor einem vorzeitigen Abbau im menschlichen Körper. Diese Partikel werden, in Flüssigkeit aufgelöst, für die Impfung verwendet.

Die Fetthülle des Impfpartikels fusioniert im menschlichen Körper mit der äußeren Hülle (Membran) einiger weniger Muskel- und Immunzellen. Die mRNA wird daraufhin frei und gelangt im Innern der Zelle an die Ribosomen, die zellulären Proteinwerkstätten. Nach Anweisung des Botenmoleküls stellen die Ribosomen daraufhin virale Spike-Proteine her. Sie werden auf der Oberfläche der menschlichen Zelle präsentiert und dort von bestimmten Zellen des Immunsystems als fremd erkannt. Die Immunzellen alarmieren weitere Akteure der körpereigenen Abwehr, darunter Antikörper, die gezielt gegen das Virus vorgehen und langfristig ein Immungedächtnis aufbauen.

Die zur Impfung verwendete mRNA wird in den Körperzellen nach kurzer Zeit abgebaut. Sie gelangt nicht in den Zellkern und kommt nicht in Kontakt mit dem darin enthaltenen Erbmolekül DNS.

Die mRNA-Impfstoffe werden in die Muskulatur des Oberarms injiziert (intramuskulär). Eine zweite Impfung erfolgt nach 21 Tagen (BNT162b2) beziehungsweise 28 Tagen (mRNA-1273). Laut Robert-Koch-Institut (RKI) gilt die intramuskuläre Verabreichung auch für Patienten, die blutgerinnungshemmende Medikamente (Antikoagulanzien) einnehmen. Für diese Patienten sollten gemäß RKI jedoch sehr feine Injektionskanülen verwendet und die Einstichstelle nach der Impfung mindestens zwei Minuten lang komprimiert werden. Eine begonnene Impfserie soll mit dem gleichen Impfstoff abgeschlossen werden, auch wenn zwischenzeitlich weitere Impfstoffe zugelassen sind.

Nach der Zulassungsstudie für die Biontech/Pfizer-Vakzine, an der 43548 Menschen teilgenommen haben, konnte der Impfstoff BNT162b2 eine Covid-19-Erkrankung zu 95 Prozent verhindern. Vergleichbar gut wirken soll der Impfstoff von Moderna (mRNA-1273). Für den AstraZenca-Vektorimpfstoff wird ein Schutz von 62, 70 und 90 Prozent angegeben.

Grundsätzlich gilt: Bei Impfstoffen und Medikamenten gibt es keine absolute Sicherheit. Die bisherigen Studien konnten auch noch nicht alle Fragen zu den neuen Impfstoffen gegen Covid-19 klären. Laut Risikoabschätzung der Europäischen Arzneimittelbehörde sind bei der Verabreichung des mRNA-Impfstoffes moderate Nebenwirkungen aufgetreten, die auch von anderen Impfstoffen bekannt sind, etwa Schmerzen an der Einstichstelle, Müdigkeit, Kopfschmerzen und Fieber. In vereinzelten Fällen kam es zu allergischen Reaktionen. Davon betroffen  waren vor allem Menschen, die schon zuvor schwere allergische Reaktionen gezeigt haben. Nach derzeitigem Kenntnisstand ist der aktuell produzierte mRNA-Impfstoff auch gegen die neu entdeckte Variante des Virus wirksam. Laut Mitteilung US-amerikanischer Kardiologen scheint der mRNA-Impfstoff keine das Herz oder die Lunge betreffenden Probleme zu verursachen (Brustschmerzen, Atemnot, Herzunruhe, Schwellungen der unteren Gliedmaßen).

Die bisherigen Studien erlauben keine abschließenden Aussagen dazu, wie lange der Impfschutz bestehen bleibt. Offen ist auch, ob der Impfstoff nicht nur die Erkrankung (Covid-19), sondern auch die Ausbreitung des Virus unterdrücken kann. Da bislang noch kein mRNA-Impfstoff zugelassen worden ist, ist über die langfristige Sicherheit nichts bekannt; die zuständigen Behörden begleiten die Impfungen laufend weiter. Negative Langzeitwirkungen sind nach Expertenmeinung nicht zu erwarten.

Zunächst sind die Impfstoffe nur für Erwachsene vorgesehen, da sie bei Kindern und Jugendlichen noch nicht ausreichend auf Wirksamkeit und Sicherheit untersucht sind. Aus dem gleichen Grund wird die Anwendung der mRNA-Vakzine in der Schwangerschaft und während des Stillens derzeit nicht empfohlen.

Solange nicht ein großer Anteil der Bevölkerung geimpft ist (60 bis 70 Prozent), lässt sich keine Herdenimmunität erreichen. Bis dahin müssen weiterhin die allgemeinen Maßnahmen eingehalten werden, um das Ansteckungsrisiko zu senken (Abstand, Hygiene, Alltagsmaske, regelmäßiges Lüften).

Die Seite wurde von der Redaktion am 20.01.2021 aktualisiert.

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Unsere Quellen:

  • European Medicines Agency (21. 12. 2020; Pressemitteilung): EMA recommends first COVID-19 vaccine for authorisation in the EU. www.ema.europa.eu/en/news/ema-recommends-first-covid-19-vaccine-authorisation-eu
  • Polack F. et al. (2020): Safety and Efficacy of the BNT162b2 mRNA Covid-19 Vaccine. N Engl J Med. doi: 10.1056/NEJMoa2034577
  • Oxford COVID Vaccine Trial Group (2020): Safety and immunogenicity of ChAdOx1 nCoV-19 vaccine administered in a prime-boost regimen in young and old adults (COV002). Lancet. doi: 10.1016/S0140-6736(20)32466-1
  • Lin C. et al. (2020): RNA Vaccines for COVID-19: Five Things Every Cardiologist Should Know. JACC. doi: 10.1016/j.jacbts.2020.11.006.
  • Robert-Koch-Institut: Covid-19 und Impfen – Antworten auf häufig gestellte Fragen, www.rki.de/SharedDocs/FAQ/COVID-Impfen/gesamt.html