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Herzprobleme bei Hitze: Das sollten Herzpatienten beachten

Temperaturen über 30 Grad können ernste Folgen haben – mit diesen Tipps bleiben Sie gesund

Familie am Stand
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Menschen mit Herz-Kreislauf-Problemen kann heißes Wetter ernsthaft zusetzen. Mögliche Folgen: plötzlicher Blutdruckabfall, Kreislaufkollaps oder ein Hitzschlag. 

So kommen Sie gesund durch den Sommer

Hitze kann bei Patienten mit Herzproblemen das körpereigene Kühlsystem deutlich beeinträchtigen. Die Wärme wird dann vom Kreislauf nur unter erheblicher Anstrengung und häufig auch nur unzureichend aus dem Körper transportiert. Viele Menschen fühlen sich dadurch müde und erschöpft. Weitere Symptome können Konzentrationsstörungen, Muskelkrämpfe und sogar Herzrhythmusstörungen sein. Steigen die Temperaturen im Körperinneren in Extremfällen in Richtung 40 Grad Celsius, kann es zu einem lebensgefährlichen Hitzschlag kommen.   

Darauf sollten Sie achten

Viele Menschen, vor allem ältere, haben kein ausgeprägtes Durstgefühl. So kann es leicht passieren, dass wir an heißen Tagen und vor allem nach körperlicher Tätigkeit zu viel Flüssigkeit verloren haben, ohne entsprechend aufzufüllen. Deshalb gilt: Im Sommer nicht vergessen zu trinken! Wie viel man zusätzlich trinken soll, hängt von den jeweiligen Temperaturen und den körperlichen Aktivitäten ab und kann daher von Tag zu Tag unterschiedlich sein. Als grober Anhaltspunkt werden bei Hitze oft ein bis zwei Liter zuzüglich zur sonstigen Trinkmenge genannt, wobei der tatsächliche Mehrbedarf insbesondere durch körperliche Aktivität auch deutlich höher ausfallen kann. Um einen ungefähren Eindruck zu bekommen, wie hoch Ihr persönlicher Mehrbedarf durch körperliche Aktivitäten ist, können Sie folgende Methode anwenden: Wiegen Sie sich vor dem Sport und ziehen Sie davon Ihr Gewicht nach dem Sport ab. Addieren Sie noch Ihre zwischenzeitliche Trinkmenge und Sie haben den Flüssigkeitsverlust. Wichtig ist, sich unbekleidet zu wiegen, damit die ausgeschwitzte Flüssigkeit in der Kleidung berücksichtigt wird. Da viele Waagen je nach Fußbodenunebenheiten unterschiedliche Werte anzeigen, sollte die Waage zwischendurch nicht verschoben werden.

Herzpatienten sollten bei heißem Wetter vor allem ihren Kaliumhaushalt im Blick haben. Zu wenig Kalium im Blut (Hypokaliämie) kann die Herzfunktion beeinträchtigen und zu Herzrhythmusstörungen führen. Zum reinen Durstlöschen eignet sich Mineralwasser. Bei höheren Elektrolytverlusten sind Gemüsebrühen empfehlenswert. Die Einnahme von Kalium-Tabletten empfiehlt die Deutsche Herzstiftung nur nach Absprache mit der Ärztin oder dem Arzt.

Klingt simpel, ist aber effektiv: Herzpatienten sollten versuchen, ihren Tagesablauf auf das Wetter abzustimmen. Bei großer Hitze sollten sie beispielsweise die Mittagszeit meiden und viele Aktivitäten lieber in die Morgen- oder Abendstunden verlegen.

Bei Hitze weiten sich die Blutgefäße und der Blutdruck sinkt. Bei manchen Patientinnen und Patienten ist das so ausgeprägt, dass die Medikamentendosis angepasst werden muss. Deshalb ist es empfehlenswert, seinen Blutdruck immer gut im Blick zu haben, um gegebenenfalls reagieren zu können. Natürlich gilt dabei: Medikamentenanpassungen nie ohne Rücksprache mit der Ärztin oder dem Arzt vornehmen.

Die beste Möglichkeit, sich für heißes Wetter fit zu machen, ist, in Bewegung zu sein. Schon 30 Minuten am Tag können viel bewirken. Empfehlenswert sind beispielsweise Sportarten wie Walken, Radfahren, Joggen oder Schwimmen.

Experte

Prof. Dr. Karl-Heinz Ladwig
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Dieter Klaus

Prof. Dr. med.

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