Überblick

Kleine Drähte, große Wirkung: Leben mit einem Stent

Nach einem Herzinfarkt erhalten viele Menschen einen Stent – Lesen Sie hier alles, was Sie über die Zeit danach wissen müssen.

Nahaufnahme von einem Stent
Jan-Otto - Istock

Sie sind zwar klein und unscheinbar, können aber Leben retten: Stents sind künstliche Gefäßstützen, die verschlossene oder verengte Blutgefäße offenhalten. Sie werden auch direkt nach einem Herzinfarkt eingesetzt. Wie lebt es sich mit solchen Stents? Was ist zu beachten? 

Stent-Implantation: So funktioniert sie

Stent-Implantationen gehören zu den Routineeingriffen der Kardiologie. Im Jahr 2018 wurden in Deutschland bei ca 340.000 Patientinnen und Patienten diese kleinen Gefäßstützen eingesetzt. Das geht so: Bei einer Herzkatheteruntersuchung wird ein kleiner Kunststoffschlauch (der Katheter) über eine Arterie des Arms oder der Leiste langsam bis zum verengten Blutgefäß vorgeschoben. Die Ärztin oder der Arzt kontrolliert die richtige Position per Röntgenstrahlung; hierzu muss Kontrastmittel ins Blutgefäß gebracht werden. An der richtigen Stelle wird dann ein Miniaturballon aufgeblasen. Die Verengung wird erweitert, und Plaques werden in die Gefäßwand gedrückt. Um zu verhindern, dass sich Gefäße erneut verengen, setzt man zeitgleich ein Metallgitter (Stent) ein. Diese Prozedur erfolgt unter lokaler Betäubung. In seltenen Fällen werden Gefäße verletzt oder es kommt zu allergischen Reaktionen gegen das Kontrastmittel.  Früher wurden Stents aus reinem Edelstahl verwendet. Heute setzen Ärztinnen und Ärzte meist auf Stents, die Medikamente freisetzen. Ziel ist, eine neuerliche Verengung an der Stelle zu verhindern. Zwischenzeitlich waren auch bioresorbierbare Stents erhältlich. Allerdings war der langfristige Nutzen nicht überzeugend, sodass diese Stents aktuell nicht mehr eingesetzt werden. Nachdem der Stent eingesetzt wurde, erhalten Patientinnen und Patienten Arzneistoffe zur Hemmung der Blutplättchen-Aggregation, damit sich am Stent kein Blutgerinnsel bildet. 

Alles, was Sie wissen müssen

1

Keine Empfehlung für bioresorbierbare Stents

Erfahren Sie hier, warum derzeit von der neuartigen Behandlung abgeraten wird.

2

Ist eine MRT-Untersuchung trotz Stents möglich?

Ja! Eine Magnetresonanztomografie ist auch für Menschen mit Stents unproblematisch. Lesen Sie hier, was Sie darüber wissen müssen.

3

Mit Stent-Pass keine Tablette mehr vergessen

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4

Neuer Katheter nach Stent-OP?

Lesen Sie hier, wann eine neue Herzkatheter-Untersuchung wirklich nötig ist – und wann nicht.

5

Autofahren nach Stent-OP?

Lesen Sie hier, was Sie nach der Stent-Implantation beachten müssen und wann Sie wieder hinters Steuer dürfen.

Regelmäßige Kontrolltermine ernstnehmen 

Auch wenn Betroffene nach einer Stentimplantation schnell wieder fit sind, sollten Sie nicht vergessen, ihre Kontrolltermine regelmäßig wahrzunehmen. Treten erneut Beschwerden auf, muss dies sofort abgeklärt werden. Ein neuer Herzkatheter als reine Kontrolluntersuchung ist jedoch in den meisten Fällen nicht notwendig. Es ist generell zu empfehlen, den eigenen Lebensstil kritisch zu betrachten, die Risikofaktoren abzubauen bzw. medikamentös zu behandeln und genügend Bewegung und gesunde Ernährung einzubauen. Stress lassen Sie hingegen am besten links liegen.   

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Ihre Fragen

  1. MRT-Geräte können ohne Röntgenstrahlen Schnittbilder des Körperinneren anfertigen, doch das MRT ist nicht für jeden geeignet.

    Thomas Voigtländer

    Prof. Dr. med.

  2. Bioresorbierbare Stents sind nicht mehr aus Metall und lösen sich im Laufe der Zeit wieder auf. Erfahren Sie, ob sie eine Alternative sein können.

    Thomas Voigtländer

    Prof. Dr. med.

  3. Nach einem Herzkatheter-Eingriff mit Stent-Implantation sind unterschiedlich lange Pausen vorgeschrieben. Wann dürfen Sie wieder hinters Steuer?

    Thomas Voigtländer

    Prof. Dr. med.

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