Herzstiftungs-Sprechstunde

Marcumar: „Lässt die Wirkung bei langjähriger Einnahme nach?“

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INR-Wert unter Marcumar regelmäßig notieren
Was tun, wenn unter Marcumar der INR-Wert absinkt?

Nicht immer ist es bei einer Marcumar-Einnahme leicht, den INR-Wert im Zielbereich zu halten. Für absinkende INR-Werte kommen verschiedene Gründe in Betracht, die sich mit 5 Fragen abklären lassen, wie die Spezialistin für Gerinnungsfragen Dr. med. Christa Gohlke-Bärwolf in einer Antwort aus der Herzstiftungs-Sprechstunde betont.

Die Sprechstunden-Frage: Seit Jahren nehme ich Marcumar wegen Vorhofflimmerns. Seit einiger Zeit habe ich Schwierigkeiten, den INR-Wert im Zielbereich 2–3 zu halten. Ich habe die Dosierung leicht erhöht, trotzdem beträgt der INR immer 1,4–1,8. Im Krankenhaus wurde der INR-Wert gestern getestet. Das Ergebnis war dasselbe wie mit meinem Gerät: 1,5. Kann die Wirkung von Marcumar bei jahrelanger Einnahme nachlassen? (Achim R., Essen)

Die Experten-Antwort:

Dr. med. Christa Gohlke-Bärwolf
Dr. med. Christa Gohlke-Bärwolf, Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat der Herzstiftung.

Ihre Frage kann eindeutig mit Nein beantwortet werden. Ein gutes Beispiel dafür sind Patienten mit einer künstlichen Herzklappe, die über viele Jahre Marcumar einnehmen, ohne dass es zu einem Wirkungsverlust kommt.

Es ist sogar eher so, dass man mit zunehmendem Lebensalter empfindlicher gegenüber Marcumar wird und geringere Dosierungen benötigt. Da bei Ihnen das Gegenteil der Fall ist, drängen sich folgende Fragen auf, mit denen bei Ihnen wahrscheinlich die Ursache geklärt werden kann:

1.
Präparat gewechselt?

Haben Sie in der letzten Zeit ein anderes Marcumar-Präparat erhalten?

2.
Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten

Nehmen Sie neuerdings Medikamente ein, die die Wirkung von Marcumar abschwächen können? Dazu zählen z. B. Barbiturate wie Phenobarbital (Luminaletten), Digitalis-Präparate, Entwässerungsmittel (Diuretika), Corticosteroide, Rifampicin, Metformin, Nahrungsergänzungsmittel oder Vitamin-Präparate, die Vitamin K enthalten, Johanniskraut-Präparate.

3.
Geänderte Ernährungsgewohnheiten?

Haben Sie Ihre Essgewohnheiten verändert? Nehmen Sie vielleicht mehr Vitamin K-haltige Nahrungsmittel zu sich, z. B. Kohl, Sauerkraut, Brokkoli, Kopf- und Feldsalat? Diese Frage ist wichtig, da eine vermehrte Vitamin K-Aufnahme die Wirkung von Marcumar abschwächen kann. Allerdings sollte man deshalb nicht auf Vitamin K-reiche Lebensmittel verzichten, sondern lediglich darauf achten, mit den Mahlzeiten möglichst ähnliche Mengen an Vitamin K aufzunehmen, um größere Schwankungen bei der Blutgerinnung zu vermeiden.

4.
Alkohol

Bei einem hohen Alkoholkonsum kann die gerinnungshemmende Wirkung herabgesetzt sein, wobei eine verringerte Leberfunktion, wie sie aus einem Alkohol-Missbrauch resultieren kann, auch umgekehrt zu einer verstärkten Wirkung von Marcumar führen kann.

5.
Ist Ihr Messgerät von der Firma Alere?

Bei diesem Gerät wurden die INR-Werte häufig zu niedrig bestimmt. Es ist inzwischen vom Markt genommen worden.

Wenn Sie eine der fünf Fragen mit Ja beantwortet haben, könnte die Ursache für die abgesunkenen INR-Werte gefunden sein. Ansonsten könnte noch eine Überprüfung Ihres Messgeräts sinnvoll sein.

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Sonderband-GerinnungshemmungEmpfehlung der Herzstiftung: Worauf kommt es bei der Einnahme von Gerinnungshemmern zur Behandlung von Vorhofflimmern an? Z. B. bei Marcumar, Falithrom oder den neuen Medikamenten Pradaxa, Xarelto und Eliquis? Welche Dosierungen sind korrekt? Und mit welchen Nebenwirkungen ist am häufigsten zu rechnen? Das und mehr beantwortet der 48-seitige ➞ Herzstiftungs-Ratgeber zum Thema Gerinnungshemmung bei Vorhofflimmern.

Dr. med. Christa Gohlke-Bärwolf

Diese Sprechstunden-Frage hat beantwortet: Dr. med. Christa Gohlke-Bärwolf, Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Herzstiftung. Zu den klinischen Spezialgebieten der Herzexpertin zählt u. a. die Antikoagulation bzw. Gerinnungshemmung bei Herzpatienten.

(Redaktion: Dr. med. Karl Eberius)

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Bislang 53 Kommentare zu dieser Sprechstunde

Dieter G. aus Berlin (07.11.2017): Diese Informationen sind für mich hilfreich. Ich trage seit 01.2011 einen mech. AKE und bin seither auf Marcumar eingestellt. Seit 08.2011 bin ich Selbstbestimmer und habe meinen Zielwert 2,0-3,0 mit einer Wochendosis von 5,5 +/- 0,25 gut im Griff.

Beate R. aus Neugersdorf (05.11.2017): Seit meiner Herz-OP im Jahr 2000 (mech. AKE/MKE) nehme ich Falithrom bei derzeitigen Zielwert 2,8-3,4) und muss meine wöchentl. Dosierung immer wiedermal reduzieren, damit ich meinen Wert einhalte. Bin 79 Jahre und Selbstbestimmer. Leide aber zurzeit frühmorgens an ständiger Übelkeit. Insbesondere nach erneuter Einnahme von Falithrom in verstärkter Dosierung um meinen Zielbereich wieder zu erreichen, da ich betr. einer Darmkoloskopie das Falithrom absetzen musste. Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und gibt es eine Alternative?

Antwort der Deutschen Herzstiftung: Vielen Dank für Ihren Kommentar. Für Fragen zu diesem Thema können Sie am einfachsten die » Sprechstunde der Herzstiftung nutzen, da unsere Herzexperten an dieser Stelle keine Nachfragen beantworten können. Alles Gute und herzliche Grüße! Ihre Deutsche Herzstiftung

Paul D. aus Heidesheim (02.11.2017): Sehr hilfreich sind für mich die Ausführungen zum Punkt Essgewohnheiten.

Fritz August S. aus Olfen (31.10.2017): Meine Erfahrungen sind sicherlich zu gering, um diese 5 Punkte zu kommentieren, habe permanentes Vorhofflimmern und nehme Marcumar seit Jahren (und weiteren Herzkrankheiten) - mit unveränderter Wirkung des Medikamentes.

Jürgen S. aus Bremen (31.10.2017): Hilfreich, mit der Einschränkung, dass die teilweise benutzten Fremdwörter für einen med. Laien nicht verständlich sind.

Ruth K. (31.10.2017): Frage - wie sieht es mit Lixiana 60 mg aus als Äquivalent zu Marcumar? Hierzu habe ich nur eine Meinung!

Antwort der Deutschen Herzstiftung: Vielen Dank für Ihren Kommentar. Für Fragen zu diesem Thema können Sie am einfachsten die » Sprechstunde der Herzstiftung nutzen, da unsere Herzexperten an dieser Stelle keine Nachfragen beantworten können. Alles Gute und herzliche Grüße! Ihre Deutsche Herzstiftung

Ohne Namen (31.10.2017): Bei der Festlegung meines therapeutischen Bereichs in der Herzklinik Bad Oeynhausen wurde bei Werten auch unter 2 eine ausreichende Wirkung bei Vorhofflimmern angenommen.

Ohne Namen (30.10.2017): Bisher keine Probleme, trotz Alere-Geräts, das ab heute ersetzt wird (habe die alten Teststreifen aufgebraucht).

Ohne Namen (30.10.2017): Herzlichen Dank für die Informationen. Sie waren wie immer sachlich und fundiert.

Josef W. aus Feldkirch/Österreich (30.10.2017): Ich verwende Marcumar seit 8 Jahren. Hatte vor 2 Jahren ein Herzklappen-OP, nach einen 1/2 Jahr ist mein täglicher Bedarf von 1/2 auf 1/4, 1/4, 1/2 gesunken.

Sergio Jaimes G. aus Medelling/Kolumbien (30.10.2017): Ich nehme Warfarin ein, statt Marcumar. Es ist dasselbe?

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Gisela K. aus Berlin (30.10.2017): Ja, das kann ich nachvollziehen und fühle mich bestärkt in meiner Erfahrung, danke.

Harald S. aus Worms (30.10.2017): Bisher klappt es ganz gut. Werde morgen ein eigenes Messgerät besorgen, dann bin ich unabhängiger. Weiß noch nicht, welches Gerät.

Herbert D. aus Wermelskirchen (30.10.2017): Prüfe seit drei Jahren selbst und habe auch Schwankungen im Griff. Nach meiner Erfahrung hat die Ernährung den größten Einfluss auf einen stabilen INR-Wert. Habe über einen langen Zeitraum alle 14 Tage gemessen, jetzt auf eine wöchentliche Kontrolle umgestellt. Damit ist eine Anpassung leichter zu erreichen.

P. (30.10.2017): Wie unterscheiden sich Marcumar und Falithrom in ihren Wirkungen? Oder ist es nur regional bedingt (West: Marcumar/Ost: Falithrom)?

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Johann T. aus Hagen-Süd (30.10.2017): Diese Informationen waren für mich sehr hilfreich, da ich seit 2015 eine mechanische Herzklappe habe.

Wolfgang W. aus St. Ingbert (30.10.2017): Hallo und einen schönen guten Tag! Habe seit 5 Jahren eine künstlichen Herzklappe und nehme daher Marcumar. Habe seit dieser Zeit fast immer die gleichen Werte und komme mit dem Mittel gut zurecht. Gibt es heute Bessere?

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Günter W. aus Brilon (29.10.2017): Ich nehme seit einigen Jahren Marcumar wegen Vorhofflimmern. Mein Wert wird alle 4 Wochen beim Hausarzt gemessen und liegt in der Regel zwischen 2,0 und 2,8. Dann wird die Dosis entsprechend angepasst. Ich komme damit gut klar.

Horst R. aus Maintal (29.10.2017): Unterschiedliche Ergebnisse entstehen bei mir durch unterschiedliche Messverfahren. Die Schwankungen kommen durch Blutentnahmen aus der Armvene oder aus der Fingerkuppe, weil der Zeitpunkt der INR-Bestimmung durch den Weg ins Labor später liegt als bei der sofortigen Messung.

Gisela R. aus Bornheim (29.10.2017): Xarelto und Eliquis führten bei mir zu erhöhten Gamma GT-Werten und mussten abgesetzt werden! Auch Marcumar wurde b.a.w. abgesetzt, da der Gamma GT noch um 300 liegt. Anmerkung: Ich hatte sog. Vorhofflattern, Puls bis auf ca.250/Min. Im Krankenhaus therapiert u. seit 2 Jahren o.k.

Ursula W. aus Esslingen (28.10.2017): Gut verständlich und ausführlich erklärt - vielen Dank!!

Gisela G. aus Oranienburg (28.10.2017): Ich habe Vorhofflimmern und trage einen Herzschrittmacher. Habe am Anfang Pradaxa eingenommen, das ist mir nicht bekommen und nehme nun seit ca.6 Jahren Marcumar ein. Messe den Wert selber und komme damit sehr gut zurecht. Die anfängliche Unsicherheit hat sich gelegt und ich bin so froh, dass ich den Wert selber messen kann. Brauch nicht beim Arzt warten und habe das Ergebnis sofort und kann die Einnahme danach bestimmen.

Maximilian H. aus München (28.10.2017): Es empfiehlt sich aus meiner Erfahrung, sich eine Liste zu beschaffen, in der alle Lebensmittel mit einem bemerkenswerten Vitamin K-Wert aufgeführt sind.

Roswita aus Helsa (28.10.2017): Mein Mann (wird im Februar 73 Jahre) hatte im Dezember 2010 eine mechanische Aortenklappe bekommen, nimmt seither Marcumar. Während seiner Reha hatte er auch an einer Schulung zum Selbstmessen des INR-Wertes mit einem Gerät von CoaguCheck. Er kommt damit super zurecht - Zielwert zwischen 2,5 und 3,5. Im Abstand von 7-10 Tagen misst er selbst zu Hause. Das Gerät wurde von der privaten Krankenversicherung sowie Beihilfenstelle ohne Probleme bezahlt - Voraussetzung: entsprechende Schulung, die ggf. auch bezahlt worden wäre. Natürlich muss er in Bezug auf die Ernährung und auf alkoholische Getränke aufpassen, im Zweifel z.B. bei/nach Familienfeiern Kontrollmessung durchführen. Außer der vom Kardiologen verordneten Medikamente zur Blutdrucksenkung (Valsartan und Lercanidipin) nimmt er keine anderen Medikamente.

Gerhard L. aus Berlin (28.10.2017): Ich nehme Marcumar nunmehr seit 15 Jahren, messe auch selbst, ein generelles Absinken der Werte habe ich noch nicht feststellen können.

Hans W. aus Hürth (28.10.2017): Ich nehme schon seit 2005 Marcumar und habe einen ziemlich beständigen INR-Wert von 2,0 bis 2,5. Ich komme mit einer geringen Dosis von 2,5 Tabletten pro Woche aus. Habe Vorhofflimmern.

Toni aus Wöstner (28.10.2017): Ich hatte 14 Jahre Marcumar genommen, jetzt wurde mir Eliquis empfohlen wegen einer Elektrokardioversion. Hat Eliquis mehr Nebenwirkungen und ist mit anderen Medikamenten verträglich?

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E. aus Hamburg (28.10.2017): Warum wird nicht endlich nach individuellen Blutungsrisiken geforscht?

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Roger de S. aus Evergem/Belgien (28.10.2017): In Belgien heißt das Präparat "Marevan" und letztlich war der Wert gesunken. Die Information war sehr hilfreich, da ich die Nahrung umgestellt habe und wesentlich mehr Gemüse, Salate und Nüsse esse. Hier liegt der Grund für niedrigere Gerinnungswerte.

Günter O. aus Grenzach-Wyhlen (28.10.2017): Ich nehme das Marcumar auch schon lange ein und habe nur leichte Schwankung festgestellt.

Rudolf K. aus München (28.10.2017): Nehme seit ca. 10 Jahren Marcumar. Veränderungen des INRs sind kaum zu vermeiden, wir leben und sündigen ja trotzdem noch. Engmaschige Kontrollen, wenn möglich, sind das Beste.

Bert G. aus Kerpen (28.10.2017): Es ist immer wieder hilfreich. Gut, dass es die Herzstiftung gibt.

H. aus Essen (28.10.2017): Im Moment habe ich einen sehr schwankenden INR-Wert. Daher hat mir Ihr Bericht etwas mehr Klarheit gegeben. Normalerweise habe ich keine Mühe, meinen INR-Wert konstant zu halten. Habe allerdings in den letzten Wochen meine Ernährung nicht direkt umgestellt, sondern habe begonnen, das auf meinen Reisen gewonnene Übergewicht zu reduzieren. Esse daher zwar weiter alles wie gewohnt, aber reduziert. Auf Süßigkeiten und Alkohol habe ich ganz verzichtet. Der INR-Wert schwankt dadurch vielleicht? Bekomme ihn aber durch die anpassende Medikation immer wieder in den Griff.

Johann W. aus Germering (28.10.2017): Der Artikel ist für Marcumar-Patienten sehr aufschlussreich.

Walter U. aus Heilbronn (28.10.2017): Trotz langjähriger Einnahme keine Veränderung.

Hans-Otto B. aus Diekholzen (28.10.2017): Diese Expertenantwort ist ausgezeichnet. Sie ist sehr hilfreich und deckt sich in den entsprechenden Punkten mit meinen "Erfahrungen" von über 27 Jahren komplikationsloser Marcumar-Einnahme (Aortenklappe von 1990).

Jürgen S. aus Königs Wusterhausen (28.10.2017): Ich nehme seit über 10 Jahren (Vorhofflimmern) das Mittel Falithrom ein und habe immer einen stabilen INR-Wert (2,3 bis 2,5). Beim ztw. Absetzen von Falithrom (Darmspiegelung, Zahn ziehen) dauert es sehr lange, bis der Wert zurückgeht.

D. aus Appenzell/Schweiz (28.10.2017): Klare Gliederung der Information, sehr lesenswert. Danke!

Gerhard G. aus Berlin-Mitte (28.10.2017): Wegen einer Lungenembolie 2012 nehme ich Falithrom. Bei Lebensmitteln mit mehr Vitamin K sinken auch bei mir die Werte. Ansonsten ist alles i.0.

R. S. aus Koblenz (28.10.2017): Nehme seit 1997 Marcumar (täglich 1/2 Tablette immer am Abend), der INR-Wert liegt immer bei 2,3-bis 2,6. Wichtig: auf die Ernährung achten, Soll-Wert ist bei mir 2-3, Vorsicht mit Kohl und Alkohol.

Georg H. aus Schwaig bei Nürnberg (28.10.2017): Habe seit Jahren Marcumar genommen, war immer ein Auf und Ab mit dem INR-Wert. Jetzt nehme ich Eliquis und es ist Ruhe!

Charles R. aus Toffen/Schweiz (28.10.2017): Habe seit 12 Jahren eine mechanische Herzklappe und messe den INR Wert selber. Bei gleicher Dosierung konnte ich keine nennenswerten Abweichungen feststellen.

Gabriele M. aus Edenkoben (28.10.2017): Ich nehme Marcumar seit 5 Jahren. Bis jetzt habe ich ab und zu Schwankungen des INR-Wertes, aber nur wenn ich zu viel Lebensmittel mit Vitamin K zu mir genommen habe. Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten habe ich nicht.

S. aus Berlin (27.10.2017): Ursprünglich für Marcumar war 2006 eine DCMP. Mein Mann hat nach einem Herzinfarkt 7/16 jetzt im August einen 2. Infarkt gehabt. Er kam mit einem INR 1,6 ins KH, sein "Wohlfühlwert" lag bei 2,8-3,0. Leider ist er nach der OP (2 Stents) nach 5 Tagen mit einem großen Thrombus im Stent und nach versteckten Blutungen nach diesem 2. Eingriff verstorben (55J., n. Herz-Kreislaufstillstand, Reanimation, künstl. Koma). Diese 5 Punkte haben sich in den letzten Jahren nicht verändert. Die Messungen wurden beim Hausarzt durchgeführt. Selbst Cholesterinwerte waren nach 1. Infarkt deutlich im Normbereich, er war sehr schlank und es steht ein großes Fragezeichen hinter dem Infarkt, vor allem auch dem 2. und allem, was damit in Zusammenhang steht, vor allem der INR.

Walter F. aus Taufkirchen (27.10.2017): Meine Erfahrungen mit Marcumer seit über 40 Jahren (2 künstliche Herzklappen, chronisches Vorhofflimmern) bestätigen die Feststellungen von Frau Dr. med. Gohlke-Bärwolf voll!

Wilfried S. aus Ober-Olm (27.10.2017): Das war eine verständliche und umfassende Erklärung. Danke dafür.

Martine S. aus Obermichelbach (27.10.2017): Sehr umfangreiche und zufriedenstellende Antwort, danke!

Roman B. aus Salzburg (27.10.2017): Nehme seit Jahren Marcumar, INR-Änderungen habe ich nur durch Ernährungsgewohnheiten (div. Salatsorten, Spinat, Mangold), aber auch Komplikationen mit anderen Medikamenten (Urosin).

Friedhelm J. aus Kulmbach (26.10.2017): Bei mir gibt es mit der Stabilität immer dann Probleme, wenn ich mich einer OP unterziehen muss. Marcumar wird dann meistens radikal abgesetzt. Mein Körper benötigt bis zu drei Tage, bis der Wert sich wieder ändert. Stabil ist er meist innerhalb von 14 Tagen.

Kerstin T. aus Schleswig (26.10.2017): Seit fünf Jahren nehme ich Marcumar bei Vorhofflimmern und Z. n. Apoplex ein und bislang ist die Dosierung bei eigener Messung relativ stabil. Bei stark wechselnder Ernährung passe ich die Dosis entsprechend an.

Detlev H. aus Potsdam (26.10.2017): Sehr informativ und beruhigend. Ich bin mechanischer Herzklappenträger.

Rainer aus Kamp-Lintfort (26.10.2017): Umfangreiche sehr zufriedenstellend Antwort.

M. aus Düsseldorf (26.10.2017): Zielsetzung bei Selbstmessung 2-3 (2,5). Dosis seit 4 Jahren: 6 +/- 0,25. Alter: 73 Jahre.

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