Aus der Herzstiftungs-Sprechstunde

Marcumar: „Mein Arzt verwendet noch immer den veralteten Quick-Wert“ – Was tun?

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Quick-Wert statt INR bei Marcumar-Therapie
Als Marcumar-Patient sollten Sie den INR-Wert einfordern.

Leider setzen immer noch viele Ärzte bei ihren Patienten unter Marcumar zur Gerinnungskontrolle den veralteten Quick-Wert ein (statt des besseren INR-Wertes). Welche Möglichkeiten man als Patient in diesem Fall hat, erläutert die folgende Sprechstunden-Antwort, die Sie als Mitglied neben weiteren interessanten Sprechstunden-Fragen wahrscheinlich auch schon in HERZ HEUTE gelesen haben. (Mit der Zeitschrift halten sich mittlerweile weit mehr als 100.000 Leser über ihre Herzkrankheit auf dem Laufenden – z. B. über neue Therapie-Möglichkeiten oder mit den vielen Tipps unserer unabhängigen Herzexperten.)

Die Sprechstunden-Frage im Wortlaut: „Ich musste in den letzten Tagen ins Krankenhaus. Da ich eine künstliche Aortenklappe trage, deshalb Marcumar nehme, musste die Gerinnungshemmung überwacht werden. Dabei habe ich festgestellt, dass die meisten Ärzte die Blutwerte noch in Quick messen. Ich mache meinen Selbsttest aber in INR. Gibt es eine zuverlässige Umrechnungstabelle für diese Werte?“(Werner G., Schwäbisch Hall)

Die Experten-Antwort:

Dr. Christa Gohlke-Bärwolf
Dr. med. Christa Gohlke-Bärwolf

Sie sprechen ein sehr wichtiges Thema an: den INR-Wert für die Messung der Marcumar-Wirkung.

Korrekterweise benutzen Sie den INR-Wert. Leider gibt es immer noch Ärzte, die den INR-Wert, der deutlich zuverlässiger und vergleichbarer ist als der Quick-Wert, nicht benutzen, obwohl dies von den großen medizinischen Fachgesellschaften und der Deutschen Herzstiftung schon seit vielen Jahren empfohlen wird.

Eine Umrechnungstabelle von Quick- auf INR-Wert liegt jedem Labor vor und der INR-Wert wird automatisch auf dem Laborzettel mit ausgedruckt. Man muss nur auf diesen Laborausdruck schauen. Die Umrechnungstabelle kann von Labor zu Labor verschieden sein, denn sie hängt von dem jeweilig angewandten Thromboplastin ab. Eine allgemeine Umrechnungstabelle gibt es nicht.

Machen Sie Ihren Arzt darauf aufmerksam

Sie sollten die Ärzte, die Sie betreuen, darauf aufmerksam machen, dass sie immer auch den INR-Wert dem Patienten mitteilen sollten. Es ist wichtig, dass der INR-Wert sich in Deutschland durchsetzt – dem einzigen Land der Welt, in dem mit Quick-Werten trotz ihrer Nachteile noch immer gearbeitet wird.

Fazit & Empfehlung: Als informierter und geschulter Patient sollten Sie den Einsatz des INR-Werts einfordern.

TippWenn Sie regelmäßig interessante Fragen aus der Herzstiftungs-Sprechstunde lesen wollen, empfehlen wir Ihnen die Herzstiftungs-Zeitschrift HERZ HEUTE, die Sie als Mitglied 4x pro Jahr frei Haus geliefert bekommen und die neben Experten-Berichten zu neuen Therapien auch immer eine umfangreiche Sprechstunden-Rubrik enthält. ➞ Weitere Infos zur Mitgliedschaft


Die Sprechstunden-Frage hat beantwortet: Dr. med. Christa Gohlke-Bärwolf, Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Herzstiftung. Zu den klinischen Spezialgebieten der Herzexpertin zählt u. a. die Antikoagulation bzw. Gerinnungshemmung bei Herzpatienten.

(Redaktion: Dr. med. Karl Eberius)

Ihre Meinung

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Bislang 54 Kommentare zu dieser Sprechstunde

Frank K. aus Berlin (13.10.2017): Meine Allgemeinärztin gibt mir immer beide Werte (INR-Wert und Quickwert). Ich nehme seit 1991 wegen einer künstlichen Aortenklappe Marcumar und lebe seitdem wunderbar damit.

Ohne Namen (29.06.2017): Vor 2 Jahren nahm ich im Klinikum III. Orden an einer Schulung teil, Voraussetzung um das Messgerät für die Gerinnungskontrolle zu bekommen. Da wurde nur der INR Wert behandelt, der zwischen 2-3 sein soll. Danach lege ich die Dosis fest. Der Eintrag erfolgt in das Heftchen „Antikoagulanzienbehandlung“, das es u.a.in der Apotheke gibt. Das Messgerät bezahlte die Kasse nach Zustimmung des medizinischen Dienstes. Habe Vorhofflimmern seit vielen Jahren und lebe mit 87 Jahren auch mit behandeltem Bluthochdruck noch ganz gut. Ach ja, 2003 und 2005 hatte ich Lungenembolien und seitdem nehme ich Marcumar.

W. M. E. aus Ahlen (29.06.2017): Seit 2015 bestimme ich die INR (International Normalized Ratio) selbst und verwende das CoaguChek XS-Gerät. Bei diesem Gerät kann sich der Anwender den ermittelten INR auch als Quick-Wert anzeigen lassen. Dazu den entsprechenden Druckschalter am Gerät betätigen. Die INR ist ein labormedizinischer Parameter der Funktionsleistung des extrinsischen Systems der Blutgerinnung. Die Umrechnung von individuellen Laborwerten (Quick in INR oder PT) kann nur durch das Labor erfolgen, da die Parameter stark von dem verwendeten Thromboplastinpräparat abhängig sind und in der Regel sogar für jede Serie neu kalibriert werden müssen.

Inge W. aus Bergkamen (27.06.2017): Das ist bei meinem Hausarzt auch noch so, und auch im dem Krankenhaus, wo ich hin muss. Ich selber messe den INR-Wert, so habe ich es gelernt, ich finde das besser so. Natürlich habe ich eine Liste zu Hause in Quick. Ist zum Vorteil, finde ich, aber langsam sollten sich die Ärzte und Krankenhäuser darauf umstellen.

Uta S. aus Bad Salzuflen (11.06.2017): Auch ich messe in Quick. Muss ich für die INR-Berechnung ein neues Gerät bekommen? Ich messe jeden Sonntag, mache nach den Werten meine Wochendosis. Habe dies nie in Frage gestellt.

Antwort der Deutschen Herzstiftung: Vielen Dank für Ihren Kommentar. Für Fragen zu diesem Thema können Sie am einfachsten die » Sprechstunde der Herzstiftung nutzen, da unsere Herzexperten an dieser Stelle keine Nachfragen beantworten können. Alles Gute und herzliche Grüße! Ihre Deutsche Herzstiftung

Gisela W. aus Kalletal (11.06.2017): Wenn eine OP bevorsteht, muss Marcumar abgesetzt werden. Ab welchem Tag muss aber jetzt mit Heparin gespritzt werden?

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Rolf M. aus Clausthal-Zellerfeld (03.06.2017): In meinem Marcumar-Ausweis werden Quickwert und INR aufgeführt.

Hans-Dieter K. aus Paderborn (23.03.2017): Bei meiner Gerinnungskontrolle wird mir regelmäßig sowohl der Quick-Wert als auch der INR-Wert mitgeteilt. Und natürlich auch gleichzeitig die Dosierung, meist für 1 Woche, gegebenenfalls auch für einen längeren Zeitraum.

Ilse P. aus Hameln (08.01.2017): Wie oft muss ich meinen INR-Wert überprüfen lassen? Ich habe einen Stent im Oberschenkel.

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Reinhard S. aus Großsolt (12.11.2016): Selbst Professoren an Lehrkrankenhäuser benutzen meiner Erfahrung nach oft noch den Begriff "Quick-Wert".

Evelyn W. aus Ansbach (12.11.2016): Ich messe schon einige Jahre selber, doch leider fällt mir auf, dass viele Ärzte noch den Quick-Wert nehmen und ich mache immer wieder darauf aufmerksam, dass der Quick-Wert veraltet ist und ich gar nichts damit anfangen kann.

Ohne Namen (29.10.2016): Auch mir ist es schon sehr häufig passiert, dass gerade ältere Ärzte den Quick-Wert als einzig zuverlässigen darstellen und meinen INR-Wert, den ich mit dem Coaguchek ermittle, regelmäßig abwerten. Schade eigentlich, denn ich bin zufrieden mit dem einmaligen Pieksen, das ich vor allem ohne wöchentlichen Arztbesuch selbst vornehmen kann.

Karin F. aus Salzgitter (07.09.2016): Mein Arzt behandelt mich nach Quick-Werten. Ich werde ihn aber beim Besuch darauf ansprechen.

Hans Georg S. aus Mettmann (13.07.2016): Meine Frage war, kann ich den Quickwert zum INR-Wert selbst berechnen? Labore können das, aber ich möchte es auch können.

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Biggi S. aus Solingen (29.06.2016): Mein Wert muss zwischen 2.00 und 3.00 sein, bin aber zurzeit bei 3.3, leider zu hoch. Mein Arzt hat Urlaub, bin zur Vertretung, die den Wert festgestellt hat, und muss heute kein Marcumar nehmen. Hoffe, es geht gut, habe Angst.

Martina P. aus Alsfeld (19.06.2016): Mal eine Frage: Der Quickwert meiner Mutter sollte zwischen 30 und 40 liegen, ist aber bei 84. Ist ihr Blut dann zu dünn?

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Dr. med. Elmar Pertzborn aus Laubach (19.06.2016): Seit Jahren in Selbstmessung nach INR 2,5 - 3,0. Bisher bei entsprechender Marcumar-Therapie noch keine Blutung oder Hämatom aufgetreten. Dr.Pertzborn, FA Allg. Medizin i. R.

J.-M. R. (30.05.2016): Guten Tag, das war wirklich einmal eine sehr gute Frage mit einer ebenso klaren und guten Antwort. Leider muss ich dem zustimmen, dass leidigerweise immer noch die Quick-Angaben an erster Stelle stehen. Seit Jahren hat sich da scheinbar kaum etwas geändert. Vielleicht sollte man per Verfügung den Laboren die Richtung vorgeben. Das wird doch auch mit anderen zweifelhaften Messmethoden in Deutschland gehandhabt. In guter Hoffnung und vielen Dank. J.-M. R.

Helmut W. aus Dietzenbach (18.04.2016): Ich nehme seit letztem Jahr nach Vorhofflimmern Marcumar, jeden Tag eine halbe Tablette, die letzten 3 Werte waren alle gleich, Quick, INR und Prozentwerte. Alle 3 Wochen muss ich zum Quicktest kommen, bis auf das Jucken der Haut und die Gewichtszunahme vertrage ich Marcumar ganz gut.

K. W. aus Güstrow (12.04.2016): In der Herzklinik wurde ich sorgfältig auf den INR-Zielwert 2-3 eingestellt. In der Reha nach meiner Herz-OP (mech. Aortenklappe) wurde auch nur der Quickwert ermittelt und dann auf INR umgerechnet. Dies führte zu einer Entgleisung des Gerinnungswertes mit den entsprechenden Folgen: Einblutung in den Herzbeutel, Perikardtamponade mit Not-OP. Jetzt führe ich die INR Selbstbestimmung durch. Dies bedeutet viel mehr Freiheit und erleichtert das Reisen sehr. Meine Krankenkasse hat mich dabei unterstützt und auch alle Kosten übernommen, Coaguchek-Gerät + Lehrgang.

Alfons B. aus Thomm (31.03.2016): Mein Arzt verlangt für den INR zusätzlich 8,00 Euro.

Angelika P. aus Bad Lauchstädt (29.03.2016): Ich muss Marcumar nehmen. Ist der INR Wert im Bereich 2,0 - 3,0, blute ich über Nacht aus dem Mund. Habe heute einen Wert von 53/1,4 (Quick und INR). Muss 2 Tabletten nehmen und Innohep spritzen. Ist das so gut für mich?

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Uwe S. aus Bremen (18.02.2016): Seit 9 Jahren habe ich eine mechanische Aorten-Herzklappe und nutze das CoaguChek-Selbstmanagement. Eine tolle Sache. Man ist sehr nah dran an seinen INR-Werten und so frei. Es macht Spaß, diese Selbstverantwortung für sich zu übernehmen.

Johannes P. aus Hildesheim (12.11.2015): Der Selbsttest ist unproblematisch und hilft mir, den therapeutischen INR-Wert einzustellen und zu kontrollieren. Mit Quick-Werten arbeitet mein Arzt nicht mehr.

Steffen aus Reiskirchen (23.09.2015): War sehr gut beschrieben, und es ist richtig, dass man sich nach dem INR-Wert richten sollte. Ich selber hatte das Problem mit Durchblutungsstörung in beiden Beinen, im linken war es fast so weit, dass sie es abnehmen mussten.

Monika M. aus Moers (03.04.2015): Bin neu auf dem Portal. Erst mal vielen Dank für die hilfreiche Info. Muß jetzt Macumar nehmen und habe so noch keine Ahnung. Bei meinen Arzt gibt es immer zwei Werte Quick sowie INR-Wert. Aber dank Ihnen habe ich jetzt ein paar Infos.

H.-J. K. aus Bad Soden am Taunus (02.04.2015): Danke für die Info. Meine Ärztin nutzt seit langer Zeit ein Labor, das beide Werte im Bericht ausweist.

Waltraud S. aus Weinheim (09.02.2015): Leider waren wir nicht informiert. Das wird sich ändern. Überall im Krankenhaus oder beim Bluttest geht es nur um den Quickwert. Bedauere ich sehr. Danke für die Info.

Dr. Hermann H. aus Kulmbach (04.12.2014): Ich habe folgende Werte per 4.12.2014 bei Einnahme von Marcumar (1/2 Tablette): INR-Wert=3,93, Quick-Wert=27%. Bin ich sehr gefährdet?

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Günter L. aus Nahrendorf (18.11.2014): Ich messe selbst und habe heute eine Zahn-OP. Mein INR zeigt 1,7 und der Quick ist laut Coaguchek 35%. In Tabellen finde ich dafür 44%. Was ist nun richtig? Mein Zahnarzt verlangt einen Quick (INR kennt er nicht) von mind. 30%.

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Wolfram T. (04.11.2014): Ich muß immer wieder feststellen, dass viele Ärzte auch in großen Kliniken mit spezialisierten Kardiologien nicht vom Quick ablassen. Ich mache seit 20 Jahren Selbstbestimmung und nur INR und bin damit bis heute sehr gut gefahren. Doch wenn Ärzte sich mit Patienten das Streiten bekommen, was denn nun richtig ist, verstehe ich nicht, warum die INR nicht als Laborwert angewiesen wird. Es muss doch wohl in Deutschland möglich sein, eine einheitliche Regelung bei allen Ärzten durchzusetzen.

Otto S. aus Norden (02.11.2014): Zum Beitrag "Ohne Namen" vom 06.08.2014: Was Ihr Hausarzt sagt trifft nicht zu. Die gesetzlichen (und privaten) Krankenkassen bezahlen die Bestimmung der "Thromboplastinzeit" (PTZ) sowohl aus Plasma als auch aus Kapillarblut. Im EBM (Gebührenordnung der gesetzlichen Krankenkassen/GKV) kommt das Wort Quick oder INR gar nicht vor. Lediglich in der GOÄ (Gebührenordnung der Privatkassen) wird in Klammer neben PTZ noch das Wort Quickwert erwähnt. Die Bestimmung der Thromboplastinzeit oder auch Prothrombinzeit wird also von den Krankenkassen bezahlt sowohl in der Bestimmungsform des Quickwerts als auch in der Form der internationalen Standardisierung, d. h. der INR.

Holger T. aus Pragsdorf (24.10.2014): Ich bestimme meinen INR-Wert seit ca. 2 1/2 Jahren selber und muß sagen, dass ich bei der Schulung schon darauf hingewiesen wurde, mich nicht unbedingt mit dem Quick-Wert zu beschäftigen. Mein Hausarzt und mein Kardiologe können zwar bei Nachfragen noch mit dem Quick-Wert umgehen, arbeiten aber auch nur noch mit dem INR. Selbst in der Klinik, in der ich mich dieses Jahr einer weiteren Herz-OP unterziehen mußte, wurde hauptsächlich mit INR-Werten gearbeitet. Die Ärztin, die mich dort betreute, sagte selbst, sie kann mit Quick-Werten gar nicht mehr so richtig umgehen und stellt ihre Patienten nach dem INR ein. Ich finde diese Einstellung müßte mehr Schule machen.

Gerhard H. aus Böhlen (22.10.2014): Mein Quick- und INR-Wert wird von meinem Hausarzt in der Regel alle 4 Wochen kontrolliert. Beide Werte werden mir auch mitgeteilt. Ich verlasse mich bei der eigenen Auswertung auf den INR-Wert. Den Kommentar halte ich für in Ordnung.

Ohne Namen (06.08.2014): Mein Hausarzt sagt, dass die Krankenkasse die Kosten für den INR-Wert nicht übernimmt.

M. G. aus Krefeld (29.05.2014): im April musste ich erneut zu einer kardiologischen Untersuchung ins Krankenhaus. Da ich meinen INR selbst messe, wurde ich von den Schwestern stets nach dem Quick-Wert befragt. Ich nannte Ihnen meinen ermittelten INR-Wert und fragte dann auch mal eine jüngere Schwester, wieso sie nach dem Quick-Wert frage und nicht nach dem INR. Sie antwortete mir, dass ihnen das so von den Schulschwestern beigebracht würde. Hier scheint ein dringender Hinweis der Ärztekammer an alle Schulschwestern oder schulischen Einrichtungen in Krankenhäusern angebracht!!

Manfred G. aus Krefeld (02.03.2014): Auch ich muss Marcumar einnehmen und messe selbst den INR. Wenn ich Ärzte oder das Pflegepersonal darauf hinweise, erhalte ich zu 90 % die Antwort "wir messen immer nur den Quick-Wert". Leider sagt mir der nur tendenziell etwas über meine Gerinnung aus. Da die Ärzteschaft dem medizinischen Laien scheinbar keine Bedeutung beimisst, frage ich Sie, warum man über die Ärzteschiene nicht zunehmend auf die Messung des INR hinweist!!

Harald M. aus Steinfurt (14.11.2013): Ich nehme auch schon seit mehreren Jahren Macumar und verstehe die ganze sache nicht. Wenn ich das richtig Verstanden habe,macht die Patientin einen Selbsttest, genau wie ich.Nur müßen das wohl unterschiedliche Anwendungen sein. Also erzähle ich mal wie das bei mir abgelaufen ist. Ich hatte irgendwo gelesen das es CoaguChek Geräte zur Bestimmung der Gerinnungswerte gibt,und habe meinen Hausarzt darauf angesprochen. Der bestätigte meine anfrage,und gab mir eine Empfehlung für meine Krankenkasse mit.Damit bin ich zur Krankenkasse, die verlangten von mir das ich an einer ca.4 stündigen schulung verteilt auf 3 Tage Teilnehme,was ich dann auch tat. Nach meiner Teilnahme bekam ich eine Teilnahmebescheinigung und reichte diese wieder bei meiner Krankenkasse ein. Ein paar tage später bekam ich mit der Post mein CoaguChek Gerät,und das war's. Mit dem Gerät kann ich meinen INR-Wert genauso wie meinen Quick-Wert messen,und trage dann beide Werte in meinen Antikoagulanzien Ausweis ein. Und das beste ist ich muß nicht immer zum Blutabnehmen zu meinen Arzt rennen. Übrigens die gesamten Kosten ob für das Gerät oder die Unterichtsstunden wurden komplett von meiner Krankenkasse übernommen. Und ich bin kein Privat Patient.

Hans-Georg E. aus Dortmund (02.11.2013): Marcumar hat eine lange Halbwertzeit, die Wirkung kann bis zu 75 h anhalten. Ist es nicht besser Warfarin zu verwenden? Zahnärztliche Probleme wegen Nachblutung usw. kann man dann vermeiden.

Wolfgang W. aus Schiffdorf (29.10.2013): Seit 2002 messe und dosiere ich mich wöchentlich selbst, aber seit 2005 ist bei mir schon der INR-Wert maßgebend. Leider muß ich bei Bekannten feststellen, daß die Hausärzte, wie Sie schon schreiben, immer noch den Quickwert eintragen.

Karl-Heinz S. aus Gensingen (27.10.2013): Das ist mir auch passiert letzte Woche im Krankenhaus. Der Laborbefund hat aber beide Werte ausgewiesen. Ich mache auch den Selbsttest und trage in den Pass immer nur den INR-Wert ein.

Reinhard R. aus Guldental (27.10.2013): Seit 2 Jahren benutze ich beide Werte, da im Ausland kaum ein Arzt mit dem Quickwert etwas anfangen kann. Aber hier in Deutschland richte ich mich nach dem Quickwert, ist für mich einfacher und damit bin ich vertrauter.

Josef R. aus Mauerkirchen/Österreich (25.10.2013): Ja das ist echt blöd, wenn der Arzt noch so den Wert angibt. Dann mach die Schulung & miss selbst mit INR-Wert. Mach ihm verständlich mit (Druck), welche Angabe nun mal für dich gilt - deine & nicht seine - oder Dok wechseln.

Evelyn W. aus Ansbach (25.10.2013): Ich mache die Ärzte immer darauf aufmerksam, daß ich den INR-Wert messe und gar nicht weiß, wie das umgerechnet wird und auch nicht möchte. Warum sind die Ärzte in Deutschland so stur und rückständig und wollen sich nicht umstellen?

Christine B. aus Bad Lausick (25.10.2013): Ich messe selber und da sind immer alle beide Werte ablesbar. Ich komme sehr gut zurecht und Selbermessung ist für mich auch besser, weil meine Werte schwanken und ich die Tabletteneinnahme steuern kann.

S. H. (25.10.2013): Ich messe auch selber und benutze den INR-Wert. Dieses Problem habe ich auch oft. Ich bestehe allerdings immer auf den INR-Wert, obwohl diese Forderung immer wieder belächelt oder sogar als lästig empfunden wird. Aber ich nerve so lange, bis ich die Daten habe. Hier besteht echter Handlungsbedarf.

Wilma H. aus Görlitz (25.10.2013): Guten Tag, mein Mann muß nach einer Hirnblutung, vor 2 Jahren, Xarelto nehmen. Dafür gibt es ja überhaupt keine Kontrolle. Davor hat er ca. 25 Jahre Falithrom nehmen müssen, wegen tiefen Beinvenenthrombosen und zusätzlichem Faktor 5 Leiden. Man ist somit auf keiner sicheren Seite. Was tun? Vielen Dank Wilma H.

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Josef W. aus Breitengüssbach (25.10.2013): Auch meine Hausärztin gibt den „Quick-Wert“ an. Alle 3 Monate wegen „Cura-Plan“. Wöchentliche Kontrollen (Selbstbestimmung) führe ich selbst durch. Diese Werte werden mit „INR“ und „Quick“ angegeben.

S. aus Gablenz (25.10.2013): Wie wird ein sog. Selbsttest durchgeführt? Was ist ein CoaguChek?

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Dietrich L. aus Berlin-Tegel (25.10.2013): Leider ist auch bei einigen Kardiologen der Quickwert immer noch gebräuchlich. Ich kontrolliere seit 1 Jahr selbst mit einem m. E. zuverlässigen Gerät (Alere) in INR.

Sigrid aus Ludwigsburg (25.10.2013): Ja, ärgert mich auch oft. Ich werde sogar, wenn ich meinen INR-Wert angegeben habe, gefragt, ja schon, aber was denn das als Quickwert wäre?!

Manfred S. aus Röhrnbach (25.10.2013): Mein Verhältnis zum Hausarzt ist sehr gut. Darum stehen auch beide Werte im Ausweis.

Wolfram T. aus Bad Rodach (25.10.2013): Wenn die Vergleichswerte immer vom gleichen Labor kommen, ist es egal, nur eine Gewöhnungssache. Anders ist es allerdings, wenn Krankenhaus, andere Labors oder Ausland ins Spiel kommen. Dann ist der INR unabdingbar. Ich nutzte immer beide Werte bei der CoaguChek-Selbstbestimmung und der Kontrolle derselben durch den Hausarzt/Kardiologen. - Und bin aus guten Gründen seit einem Jahr umgestiegen auf Pradaxa 110 ...

Ohne Namen (24.10.2013): Dank der Ärztin in der Anschlußheilbehandlung wurde ich auf INR und Selbstmessung mittels CoaguChek eingewiesen. Mein UKE, wo ich 2000 eine mech. Herzklappe bekam, konnte damals mit dem INR leider nichts anfangen.

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