Aus der Sprechstunde der Deutschen Herzstiftung

„Kann ich mit Vitamintabletten mein Herzinfarkt-Risiko senken?”

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Vitamintabletten zum Schutz für das Herz bzw. vor einem Herzinfarkt

Vor einiger Zeit berichtete uns ein Herzpatient, dass er regelmäßig Vitaminpillen einnimmt und dafür im Laufe der Zeit auch schon viel Geld ausgegeben hat. Auf die Frage, ob Vitamintabletten tatsächlich von Nutzen sind, hatte er von verschiedener Seite immer wieder die Antwort bekommen: „Wenn Sie glauben, dass es Ihnen hilft, dann Ja …" Als er schließlich in der Zeitschrift der Deutschen Herzstiftung las, dass sich das Herzkreislaufrisiko mit Vitamintabletten aber gar nicht senken lässt, wurde er stutzig und wollte es genau wissen, bzw. fragte in unserer Sprechstunde nach, ob er die Einnahme von Vitamintabletten besser beenden soll.

Die Experten-Antwort:

Ihre Frage lässt sich einfach beantworten: Ja, Sie sollten den Kauf und Konsum der Vitamintabletten sofort einstellen. Im günstigsten Fall sind diese Pillen lediglich nutzlos, wobei es gute Hinweise gibt, dass Vitamine in Tablettenform sogar schädlich sein können.

Je nach Vitamin haben sich in wissenschaftlichen Studien z. B. eine erhöhte Tumorrate oder auch eine Verringerung des schützenden HDL-Cholesterins nachweisen lassen, das im Gegensatz zum LDL-Cholesterin landläufig auch als das "gute Cholesterin" bezeichnet wird, weil es das Cholesterin aus den Geweben wieder abtransportiert und daher nicht gesenkt werden sollte. Darüber hinaus belegen neuere Untersuchungen, dass antioxidative Vitamine auch einen Trainingseffekt durch körperliche Aktivität vermindern bzw. aufheben: Das allzu stressfreie Leben unter völliger antioxidativer Abschirmung ist also auch nicht das Ideale!

Vitamintabletten keineswegs unbedenklich

Renommierte Fachgesellschaften, wie etwa die American Heart Association und die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie, weisen daher heute in ihren Leitlinien klipp und klar darauf hin, dass von einer zusätzlichen Vitamineinnahme kein günstiger Effekt auf die Entwicklung einer koronaren Herzkrankheit zu erwarten ist. Insbesondere in höheren Dosierungen sollten Vitamintabletten keineswegs als unbedenklich angesehen werden.

Tipp: Statt viel Geld für Vitamintabletten auszugeben, ist es empfehlenswert, mehrmals täglich Obst und Gemüse zu essen (unter Berücksichtigung der Gesamtkalorienmenge). Auf diese Weise lässt sich der Vitaminbedarf des Menschen problemlos decken. Zudem gehört ein hoher Gemüse- und Obstanteil erwiesenermaßen zu den wichtigsten Bestandteilen einer gesundheitsfördernden Ernährung – ganz davon abgesehen, dass sich mit frischem Obst und Gemüse sehr gut schmeckende Gerichte auf den Tisch zaubern lassen, die für viel Abwechslung auf dem Speiseplan sorgen.

Professor Dr. med. Helmut Gohlke

Autor: Prof. Dr. med. Helmut Gohlke, Mitglied im Vorstand der Herzstiftung und emeritierter Chef­arzt der Abt. Klinische Kardiologie II im Herz-Zentrum Bad Krozingen. Zu seinen Schwer­punk­ten zählt insbesondere die Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. ➞ Weitere Experten-Beiträge von Professor Helmut Gohlke

(Redaktion: ebe)

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Bislang 34 Kommentare zu diesem Herzstiftungs-Beitrag

Martin K. aus Berlin (06.11.2017): Ich habe jahrelang Sport-Nahrungsergänzung genommen. Eiweißpulver, Aminosäuren, und alles Mögliche. Jedoch NIE Anabolika. Immer in Bewegung gewesen, und dann mit 55 J. einen Herzinfarkt, bei dem gleich 40% Herzgewebe abgestorben sind, genau ein Jahr später nach Absetzen einer bestimmten Tablette, peng, den zweiten Herzinfarkt. Thrombosen in der Herzarterie. Mittlerweile habe ich 4 Stents im Körper und muss noch mehr Tabletten schlucken. Und nun zum Thema Vitamintabletten. Der Doc meinte, es kann sein, dass durch die Zusatzernährung Eiweiß-Konzentrate und anderes, das ich genommen habe zum Sport, dass es möglich ist, dass dadurch der Thrombus entstanden ist. Wohlgemerkt, es KANN sein!!!???

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Ohne Namen (18.10.2017): Für meine Begriffe eine sehr eng gefasste Antwort und für einen prof. etwas zu eingeschränkt. Ein Blick übern Zaun nach NRW hätte evtl. eine andere Antwort ergeben. Der Prof. sollte doch mal "Gesund in 7 Tagen " lesen.

S. aus Leipzig (18.10.2017): Endlich mal eine klare und unmissverständliche Antwort. Herzlichen Dank!

Josef U. aus Frankfurt (05.10.2017): Meine eigene Erfahrung: Ich habe ein Aortenaneurysma ascendens und hatte meinen Blutdruck (zuvor 140-85/90, trotz tgl. 1 x Valsartan 320/25; jetzt 125-135/80) durch viel Sport und Bewegung seit drei Monaten gut im Griff. Nach der täglichen zusätzlichen Einnahme von Vitamin D3 Colecalciferol 1000 I.E (Mein Vitamin-D-Wert: 14), Vitamin B-Komplex und Magnesium 365 ist mein Blutdruck exakt ein Tag nach der Einnahme bis jetzt (ca. eine Woche) wieder auf 150/85 bis 180/90 angestiegen! Nun hatte ich lediglich schon gelesen, dass die Vitamin-D3-Einnahme den Blutdruck beeinflussen würde; die Frage ist nur, in welche Richtung???

Thomas U. aus Unna (07.08.2017): Unter Verweis auf diverse Visite-Sendungen und andere Quellen, ist festzustellen, dass vor allem ältere Patienten wegen Magenbeschwerden kaum Obst vertragen und nahezu demineralisiert sind und unter entleerten Vitamindepots leiden. Beispielsweise wurde insbesondere bei frisch verstorbenen Senioren festgestellt, dass Sie nahezu kein Vitamin D3 mehr hatten und unter fortgeschrittener Herzschwäche litten. Die Jahresversorgung kostet 25 €. Sogar die amerikan. FDA hat auf die Notwendigkeit eines regelrechten D3 Spiegels hingewiesen. In Deutschland sollen quer durch alle Altersgruppen ein D3 - Mangel von 95% in der Bevölkerung bestehen. Im Übrigen enthalten die Böden in der Landwirtschaft m.E. kaum noch lebenswichtige Mineralien und Spurenelemente. Das wird von den Ärzten und den Politikern nicht zur Kenntnis genommen. Mein Vorhofflimmern und -flattern habe ich durch die Einnahme von 3 x 190 mg Weißdorn, 1 x wöchentlich Dekristol 20.000 I.E (Vitamin D3) und 2 x 250 mg Magnesium und 3 x 30 mg Coenzym Q10 so positiv beeinflusst, dass ich seit 10 Jahren keine Arrhythmien mehr hatte und körperlich mit 72 gut belastbar bin. Ärztlicherseits kamen keine brauchbaren Anregungen.

W. K. aus Mühlhausen (06.08.2017): Ich muss dem Beitrag ganz aktuell widersprechen: Ich stehe auf der Transplantationsliste für ein Herz, da das meinige durch 5 Herzinfarkte sehr geschädigt ist. Meine "Werte sind sehr schlecht", laut Rechtsherzkatheder pumpt mein Herz mit Mühe und Not noch 2 l/min. Jeder Arzt, der mich nicht persönlich kennt, erwartet, dass ich keine 5 m mehr laufen kann und ist dann erstaunt , dass er "eine so vitale Person " vorfindet. Ich laufe nicht nur 5 m, ich laufe auch noch 5 km und steige noch Treppen bis ins 4. Geschoss, hier allerdings muss ich vor den letzten 8 Stufen kurz pausieren. Sicher, es gibt mal schlechte Tage, wo ich mich weder fühle noch möchte, aber das sind Ausnahmen. Wie gesagt, nach ärztlichen Parametern läge ich schon ans Bett gefesselt fest, die Tatsache ist, Gott sei Dank, noch anders. Ich nehme meine Vitaminpillen. Warum ich auf Pillen baue und nicht auf Obst? Das Zeug, was man heut im Laden angeboten bekommt, hat 0 Nährwert, 0 Vitamine und ist obendrein noch mit allem verseucht, was die Landwirtschaft spritzen kann. Nicht mal BIO ist BIO! Ich führe mein gutes Befinden auf die regelmäßige Einnahme meiner Medikamente, viel Bewegung und auf die Zuführung von Vitaminen - besonders den B-Vitaminen, D-Vitaminen und Leberschutz zurück. Natürlich weiß ich, dass ich um eine Transplantation nicht drum herumkomme, denn wenn der BNP-Wert schon bei 4600, statt höchstens 125 ist, ist es nur noch eine Frage der Zeit. Und deshalb begebe ich mich auch in nächster Zeit unter Beobachtung in die Uniklinik.

J. V. aus Berlin (15.07.2017): Die pauschale Ablehnung einer Substitution mit Nahrungsergänzungsmitteln wird meiner Erkenntnis nach nicht von allen Kardiologen geteilt. Ein nachdenklicher Umgang mit Erfahrungen aus der alternativen Medizin ist meines Erachtens sinnvoll. Der Hinweis auf den Wert einer gesunden Ernährung ist natürlich richtig und wichtig. Aber wo bleibt die Reflexion der Frage, ob z.B. ein alter Mensch allein durch seine faktisch mengenmäßig immer reduziertere Nahrungsaufnahme und oft mangelhafte Qualität der Nahrungsmittel den im Alter eher wachsenden Bedarf an Vitaminen und Mineralien decken kann? Ich meine, dass es sich die Herzstiftung mit dieser pauschalen Ablehnung von Nahrungsergänzungsmitteln zu einfach macht und die Gefahr von Nebenwirkungen daraus übertreibt, zumal Nebenwirkungen ja auch bei offiziell anerkannten und häufig verschriebenen Medikamenten keineswegs ausgeschlossen werden können.

Ingeborg K.-R. aus München (01.05.2017): Es wurde mit keinem Wort Vitamin 3D erwähnt, sondern nur allgemein über Vitamintabletten gesprochen. Meine Hausärztin hat mir Vitamin 3D verordnet, womit ich heute mit der Einnahme begonnen habe. Ist Vitamin 3D schädlich oder nicht? Diese Frage wurde nicht beantwortet.

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Hardi K. aus Berlin (26.04.2017): Von mir ein Erfahrungsbericht, wie man aus einem gesunden Herzen ein gestresstes machen kann. Ich lebe gesund und mache unter anderem Waldläufe. Nun erfuhr ich von der positiven Wirkung des EGCG ( Epigallo catechingallat), welches sich auch im Grünen Tee befindet und sogar einen positiven Einfluss auf die Telomere auf den Chromosomen in den Zellen ausübt im Sinne, dass eine Verkürzung verhindert und somit ein längeres Leben der Zelle ermöglicht wird. Ich entschloss mich also täglich einen Liter Grünen Sencha Tee zu trinken, bis dann nach ca. einem Monat akute Herzrhythmusstörungen einsetzten, die mich veranlassten, eine Apotheke aufzusuchen, welche mich unmittelbar per Blaulicht ins nächstgelegene Krankenhaus befördern ließ. Mittels Elektroschock wurde mein Herz dann wieder in den normalen Rhythmus katapultiert. Ca. 2 Jahre später trank ich abends, ohne daran zu denken, eine Tasse Sencha Tee. Nachts um 1 Uhr erwachte ich mit erneuten Herzrhythmusstörungen, die sich aber glücklicherweise durch konzentrierte Atemübungen nach ca. 1,5 Std. einstellten. Soviel zu meiner Erfahrung mit gesundheitsfördernden Mittelchen. Mein Fazit: moderater Sport, Sonne und gesunde, pflanzliche Ernährung ist alles, was der Körper benötigt. Gruß aus Berlin!

Hermann O. aus Hamburg (04.03.2017): Dazu kann ich nur sagen, dass ich im ersten Jahr nach dem HI noch 4 x im Khs war. Dann habe ich unter ärztlicher Aufsicht alle Tabs außer Blutdruck 80-0-40 mg ausgeschlichen und nehme einige Vitamine und Mineralien und war seit 3 Jahren nicht ein einziges Mal im Khs. Ich bin außerdem auch noch Diabetiker II. Nebenbei: Die ärmeren Menschen sterben nicht ohne Grund 8-10 Jahre früher als die Wohlhabenden. Sie können die Preise für eine gesunde Ernährung einfach nicht bezahlen. Das ist Fakt.

Waltraud K. aus Mühlhausen /Thüringen (23.10.2016): Ich bin da mal genau anderer Meinung. Wie schon mal erwähnt, ich habe 5! Herzinfarkte, eine Lungenembolie und eine Reanimation überlebt (Dank heut noch an Sanitäter, Ärzte und Pflegepersonal). Mir ging es im 1. Jahr nach dem 3. HI wirklich mehr schlecht als alles andere – bis zum Herzstillstand, der mich dann ins Uniklinikum Jena brachte, war mein Leben schon „beendet“. EF 7 %. Ich sollte auf die Transplantationsliste, ein LVAD war schon geortet (nur damit wollte ich mich nicht anfreunden). Ich wurde nach 2 Wochen Intensiv und 3 Wochen Normal entlassen. Mein Zustand besserte sich von Tag zu Tag – auch waren die Tabletten gut eingestellt (nur noch die Hälfte von davor!). Aber die Attacken und auch die schlechten Tage wurden wieder mehr. Guter Hausarzt – er erzählte mir von Magnesium, Vitamin D und Kalium, er testete meine Werte und die lagen ziemlich tief am Boden. Kalium ist jetzt OK und Magnesium, Vitamin D und die B-Vitamine sind für mich Standard, und Marinedistel für die Leber. Zuletzt hatte ich nach einem 3/4 Jahr 29 % EF, ich laufe täglich gute 4-5 km mit dem Hund, ich steige Treppen ohne Stopp und auch so habe ich ganz selten mal einen Vorfall. Meine Mitralklappe schließt nicht mehr richtig und im Januar erfahre ich, ob man einen Clip einsetzen möchte. Gesundheitlich geht es mir gut und ich sag mal – gute Ärzte, gutes Zusammenspiel der Medikamente und auch meine „Vitamine“ machen mich momentan zu einem sehr leistungsfähigen Menschen, wo manchem Arzt schon die Sprache wegbleibt. Trotz großflächig abgestorbenen linken Herzmuskel fühle ich mich heute fast besser als noch vorm 3. Herzinfarkt. Und ich war seit einem Jahr nicht mehr im Krankenhaus auf Grund eines Problems ;-)

Eleonore aus Hamburg (13.10.2016): Man müsste es evtl. anders ausdrücken. Liegt ein Mangel vor, ist es sinnvoll Vitamine zu nehmen. Die sollen möglichst bioverfügbar sein. Um einen Mangel festzustellen, sollte man eine Blutanalyse machen lassen. Nur auf blauen Dunst ist es natürlich nicht ratsam Nahrungsergänzungsmittel zu nehmen. Leider geben sich zu wenig Schuldmediziner mit dieser Art Behandlung ab. Das finde ich sehr schade. Ich würde mir ein Umdenken wünschen.

Peter aus Hürth (18.07.2016): Guten Tag, ich habe sehr viel über Vitamine, Mineralien und Spurenelemente gelesen. Ich nehme täglich 9 verschiedene Nahrungsergänzungsmittel ein und fühle mich top. Bin 66 J. alt. Die 4 Wichtigsten sind für mich: Magnesium (Citrat, Oxyd, Carbonat in 1 Tablette), täglich 400 mg elementar. Natürliches Calzium (Käse, 2 x 15 gr. Chia Samen, 1 Lt. Gerolsteiner Sprudel, zusammen 1.000 mg) 5.000 i.E. Vitamin D täglich (mein Spiegel 63 ng/ml), 200 mcg Vitamin K2, damit Calzium in die Knochen gelangt und nicht ins Gewebe oder in die Arterien. OPC, Kurkuma, MSM, Astaxanthin, 1.000 mg natürliches Vitamin C nehme ich ebenfalls täglich. Was spricht gegen diese Nahrungsergänzungen? Meine Blutwerte sind optimal.

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A. B. aus Solms (15.06.2016): Die Vitaminpillen sind nur teuer. Obst u. Gemüse, frisch natürlich, kosten eben Zeit.

Katrin aus Drebach (31.05.2016): Meines Wissens können Vitamintabletten, die künstlich hergestellt und isoliert voneinander sind, schädlich sein, aber Vitamintabletten aus natürlichen Quellen, die zu 100 % bioverfügbar sind und die der Körper auch verwertet, sind nicht schädlich. Die Vitamine E, D, K und A sind fettlöslich (d. h. sie werden im Körper gespeichert und man sollte sie nicht überdosieren), alle anderen sind wasserlöslich und jeder Überschuss davon wird über den Urin wieder ausgeschieden (deshalb auch die Gelbfärbung des Urins). Bei z. B. künstlicher bzw. pharmazeutischer Ascorbinsäure (welche kein Vitamin C ist) kann es gefährlich für die Nieren werden, aber bei natürlichen Vitamin C nicht. Also, es kommt meines Erachtens immer darauf an, ob pharmazeutische Vitamine oder natürliche, und auch ich stimme Herrn Rainer K. aus Friedewald zu, daß in unseren heutigen Nahrungsmitteln (Obst und Gemüse) nicht mehr der Vitamingehalt vorhanden ist wie früher, sondern eher noch mehr Schadstoffe. Und wer meint, daß er, wenn er Vitamintabletten schluckt, weiter einen ungesunden Lebensstil führen kann, dem nützen auch die besten zu 100 % natürlichen Vitamintabletten nichts!

Ortrud (31.12.2015): Die Verwirrung über Vitaminprodukte kann ich verstehen. Allerdings nehme ich seit Jahren Vitaminprodukte ein, die bioverfügbar sind. Das heißt, es sind keine isolierten Vitamine, sondern gepresstes Obst und Gemüse mit sekundären Pflanzenstoffen, so dass der Körper sie erkennt. Natürlich ernähre ich mich obst- und gemüsereich. Ich nehme sie als Ergänzung und habe fantastische Blutwerte, d. h. meine Speicher sind gut gefüllt. Mit Einverständnis meines Kardiologen. Ich habe quasi kaum Erkältungen oder Infektionen... und hatte selber einen Herzinfarkt. Bin 65 Jahre und habe kein Übergewicht und gehe regelmäßig zum Sport. Auch mein Mann profitiert von der Stabilisierung seines Immunsystems durch gezielte, abgestimmte Einnahme von Vitaminprodukten. Er ist 68 und arbeitet in der Gastronomie und hat auch, wie ich, Stents. Richtig dosiert und bioverfügbar können sie wirklich helfen.

Rainer K. aus Friedewald (04.09.2015): Die Lebensmittel von heute haben nicht mehr den Vitamingehalt, den sie haben müssten, weil unsere Böden ausgelaugt sind. Hier müssten viel mehr Studien gemacht werden, aber einfach zu behaupten, dass Vitamine in Tablettenform schädlich sind, ist für mich nicht nachvollziehbar.

Ohne Namen (20.08.2015): Wenn es diese Info-Möglichkeit nicht geben würde, müsste sie erfunden werden. Danke dafür.

Heinrich B. aus Altstadt (08.07.2015): Der Artikel hat mir besonders gut gefallen, da ich wegen einer Einnahme von Zink + Selen + Kupfer Komplex auch mal sehr schlimme krampfartige Bauchschmerzen bekam. Früher haben wir Trauben oder Rübensirup getrunken und da war doch auch viel Zink drin. Auf die natürliche Weise schmeckt es doch einfach besser und man nimmt eine normale Dosis zu sich und nicht eine dreifach höher dosierte Menge, wie in den Tabletten meistens drin ist.

Gabriele P. aus Thüringen (05.09.2013): Meine Rhythmusstörungen gingen erst nach einer Struma-Op und -behandlung weg. B Vitamine haben bei mir nicht geholfen. Sehr guter Beitrag ist das.

Marion H. aus Hamburg (21.01.2013): Da ich bisher selten mal eine Infektion mit Fieber hatte, und diese jetzt innerhalb von 4 Wochen schon 2 mal mit Fieber hatte, habe ich mit meiner Ärztin gesprochen und sie nach einer Stärkung des Immunsystems gefragt. Sie hat mir geraten, Pillen aus dem Vitamin B Komplex und Vitamin D3 zu nehmen, ich versuche es jetzt mal, ich hoffe, dass sich jetzt mein Immunsystem bessert. Von anderen Vitaminen halte ich auch nicht viel, denn die bekomme ich durch Obst und Gemüse. Da ich kaum Fleisch esse fehlen mir die B-Vitamine, und das D-Vitamin fehlt uns Norddeutschen permanent.

Monika W. aus Banteln (21.07.2012): Ich nehme seit Jahren Omega-3, Lachsöl-, Venen- und auch Vitamin A-Kapseln für die Augen, ein Optiker meinte, dass das auch ausgegebenes Geld wäre. Bei der Venenkapsel habe ich aber ein gutes Gefühl und auch kein Kribbeln mehr in den Beinen und am Donnerstag, den 19.7.2012 wurde bei mir im Klinikum Hildesheim, durch den Kardiologen Dr. Hundertmark eine Herzkatheteruntersuchung gemacht, weil ich seit 1 1/2 Jahren Herzvorhofflimmern habe. Die Adern zum Herzen sind alle frei, vielleicht durch die Lachsölkapseln. Vitamintabletten habe ich mal eingenommen, heute esse ich viel Gemüse, Salat und Obst, ich bin auch noch Diabetikerin Typ 2.

Neher (18.06.2012): ... und was ist mit Magnesium und Kalzium? Mit D3 habe ich die gleiche Erfahrung gemacht wie Herr Jahn aus Potsdam, ich nehme täglich 2000 i. E. Ist die Wissenshaft nicht selbst schuld an den "Glaubensfragen" u.a. Vitamine? Lange Jahre, ja jahrzehntelang hämmerten die Medien und Hausärzte dem Patienten ein bestimmte Vitamine und andere Elemente einzunehmen, besonder stark bei Magnesium, Kalzium, früher bei E, B-Komplex durch meinen Arzt erst kürzlich für Diabetes II. Wem soll man da noch glauben oder gar beurteilen. Ich stimme sicher zu was ich über Lebensmittel aufnehmen kann ist ok, aber????

Ursula aus Berlin-Spandau (02.06.2012): Habe die Erfahrung gemacht, dass ich nicht alle Vitamin-Tabletten und Nahrungsergänzungsmittel vertrage. Mein Körper nimmt sie nicht an und reagiert mit Durchfällen. Diese Tabletten usw. sind darum für mich kein Thema mehr. Auch bei "normalen" Medikamenten muss ich sehr vorsichtig sein. Am besten keine!

Richard F. aus Augsburg (31.05.2012): Wenn solche Präparate sogar schädlich sind - dann kann man sich das Geld wirklich sparen.

Jan H. aus Potsdam (08.03.2012): Mit einer Ausnahme stimme ich dem Beitrag zu. Ich bin selber durch verschiedene Krankheiten (Nieren- und Herzinsuffizienz, Hüftkopfnekrose, Bluthochdruck, Duftstoffe-Mix Allergie usw.) schwer geschädigt worden. Nichts half. Keine Vitamine und auch keine Medikamente. Es stagnierte zeitweilig um sich dann weiter zu verschlechtern und es kam immer mehr dazu. Den Blutwerten zufolge war ich aber GESUND!? Nachdem dann ein akuter Vitamin D3 (ist eigentlich ein Pro-Hormon!) Mangel festgestellt wurde und ich das Präparat einnahm stabilisierte sich mein Zustand erstmalig. Einige Schäden sind komplett verschwunden. Ich nehme dauerhaft täglich 4000 i. E. D3 und gebe dafür mein weniges Geld gerne aus. Vitamin D3 ist meiner Meinung nach für die Durchlässigkeit der Zellmembran jeder Zelle zuständig. In diesem Sinne Allen viel Gesundheit.

N. Schmid aus München (16.02.2012): Vielen dank für die aufschlussreichen Aussagen zum Thema Vitaminpillen. Leider ist es heutzutage sehr schwierig objektive Aussagen zu bekommen, da ja hinter jedem Medikament die Pharmaindustrie steht. Da geht es leider nicht um das Wohl des Einzelnen, sondern um zigmillionen von Euro Gewinne!

Elmar N. aus Gummersbach (04.02.2012): Als KHK-Patient frage ich mich, ob die bisher jahrelange Einnahme von Galacordin forte (Kalium/Magnesium) das Herz entlastet bzw. schützt. Ist die Einnahme also sinnvoll?

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Prof. Helmut Schatz aus Bochum (26.01.2012): Vitamin D ist zur Zeit in aller Munde, auch zum Schutz vor Herzkreislauferkrankungen. Die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie hat sich am 25.1.2012 dazu geäußert (www.endokrinologie.net, "Presse" anklicken, dann "Presse-Infos" oder "Stellungnahmen"). Bisher haben Interventionsstudien im Unterschied zu Assoziations-, Observations- und epidemiologischen Studien keinen Schutzeffekt gezeigt. Die Ergebnisse der 2 großen prospektiven Studien VITAL (USA) und VIDAL (Großbritannien) mit höher dosiertem Vitamin D werden frühestens 2016 vorliegen.

Lothar Gardei aus Berlin (19.01.2012): Ihre Antwort hat mich überzeugt, so dass ich mir keine Vitamin-Pillen kaufen werde.

Linder aus Burscheid/Rheinland (10.01.2012): Ich weiß nicht, was ich von den Vitamintabletten halten soll. Ich ernähre mich ausschließlich gesund und treibe Sport zweimal die Woche.

Frank aus Düsseldorf (27.08.2011): Wie sieht es hingegen mit der Zufuhr von Vitamin D aus, welches u. a. Autoimmun- und Herz-Kreislauf-Erkrankung vermeiden kann? Deutschland gehört ja bekanntermaßen zu den Ländern, deren Bevölkerung chronisch Vitamin-D-unterversorgt ist. Viele neue Studien sowie die Empfehlungen der American Heart Association und der Deutschen Gesellschaft für Ernährung belegen ja inzwischen die positiven Effekte einer zusätzlichen Vitamin D-Zufuhr von bis zu 10.000 IE (oder 250 ng) täglich. Wie ist Ihre Meinung hierzu, vor allem bei Herzschwäche-Erkrankten?

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Annemarie aus Ichtershausen (23.04.2011): Stimmt es, dass die Tabletten, die bei Infarkten verabreicht werden, weitere Infarkte auslösen können?

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Leopold Faulmann aus Ruislip, London, England (16.02.2011): Kann Vitamin C helfen?

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