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Wie viel Sport geht nach Herzinfarkt?

Ein Herzinfarkt hinterlässt bei Patienten oft große Unsicherheit, was sie ihrem Herzen noch zutrauen können. Doch es geht mehr, als viele denken.

Bild von einer Reha-Stunde
Ralf Barthelmes

Nach einem Ereignis wie einem Herzinfarkt oder einer Bypass-Operation wird Patienten stets nach der Akutbehandlung auch ein Bewegungsprogramm nahegelegt, um wieder auf die Beine zu kommen. Das kann dann entweder in einer REHA-Klinik starten oder als ambulante Anschlussrehabilitation. Doch Patienten plagen dabei oft Sorgen: Was kann ich überhaupt mir und meinem Herzen noch zutrauen? Welcher Sport tut mir überhaupt gut?  

Einer, der sich tagtäglich genau damit auseinandersetzt ist der Sportwissenschaftler Peter Dohmann vom CCB-Herzwerk in Frankfurt. Im Podcast erläutert er, wie sich Herzpatienten wieder an den Sport herantasten können – und dass meist mehr geht, als sie sich vorstellen können. Hören Sie rein!

Wer hat Anrecht auf eine kardiologische Reha? 

Grundsätzlich haben Betroffene sowohl bei akuter, schwerer Erkrankung – wie einem Herzinfarkt – als auch sich verschlechternder, schwerer chronischer Erkrankung – etwa bei Herzschwäche – ein Anrecht auf eine Rehabilitationsmaßnahme. Allerdings wird nur von etwas mehr als der Hälfte der anspruchsberechtigten Patienten mit einer Herz-Kreislauf-Erkrankung überhaupt ein Antrag auf eine kardiologische Reha gestellt. Damit wird eine wichtige Chance vertan, zumal es ein gut etabliertes System der Kostenübernahme gibt.

Etwa die Hälfte der Reha-Patienten kommt innerhalb von 14 Tagen nach einem akutstationären Aufenthalt in eine kardiologische Rehabilitationseinrichtung. Hier handelt es sich dann um eine sogenannte Anschlussrehabilitation oder Anschlussheilbehandlung (AR, AHB). Diese kann stationär, aber für einige Patienten auch ambulant erfolgen. Der Antrag dazu wird noch im Krankenhaus gestellt.

Patienten mit chronischen Herzerkrankungen, deren Krankheitszustand sich kontinuierlich verschlechtert oder Berufstätige, denen die Integrierung in den Arbeitsmarkt nach langer Krankheitsdauer schwerfällt, können wiederum eine Reha als Heilverfahren (HV) mit Unterstützung ihrer behandelnden Haus- und Fachärzte beantragen.

Experte

Peter Dohmann
Bild von Peter Dohmann

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  3. Medizinisches Know-how hilft, eine Brücke zwischen Arzt und Patient zu bilden. In Podcast-Gesprächen vermitteln wir Wissen locker und lehrreich.

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