Herzstiftungs-Sprechstunde

Nebenwirkungen bei homöopathischer Blutdruckbehandlung?

Bislang ➞ 35 Kommentare zu dieser Sprechstunde

Homöopathische Arzneimittel
Häufiges Thema in der Herzstiftungs-Sprechstunde: homöopathische Arzneimittel.

Kann die Einnahme ho­möo­pa­thischer Arz­nei­mit­tel ei­gent­lich ein Risiko darstellen? Kommt drauf an, lautet die Antwort.

Die Sprechstunden-Frage: Seit etwa 20 Jahren leide ich unter hohem Blutdruck. Inzwischen bin ich 72 Jahre alt und nehme täglich drei verschiedene Blutdruckmittel: Ramipril, Nebivolol und Amlodipin. Durch Zufall habe ich von dem homöopathischen Blutdrucksenker Homviotensin erfahren, den man in Deutschland nicht bekommen kann. Ich habe ihn im Ausland gekauft und nehme seit zwei Monaten anstatt Nebivolol 1 Tablette davon. Meine anderen Medikamente habe ich beibehalten. Das Ergebnis der neuen Kombination ist, dass mein Blutdruck von 140/90 mmHg im Durchschnitt auf 120/80 mmHg gesunken ist. Aber ich mache mir Gedanken, ob damit auf Dauer stärkere Nebenwirkungen als mit meinen ursprünglichen Medikamenten auftreten könnten. (Hannelore S., Duderstadt)

Die Experten-Antwort:

Homviotensin hat in Deutschland 2010 die Zulassung verloren, wird aber über das Internet auch in Deutschland gehandelt. Homviotensin ist ein homöopathisches Arzneimittel, für das eine therapeutische Wirksamkeit durch wissenschaftliche Studien nicht nachgewiesen ist.

Auch bei anderen homöopathischen Arzneimitteln fehlt der wissenschaftliche Nachweis für eine Wirksamkeit, die über den Effekt eines Scheinmedikaments (Placebo) hinausgeht.

Allerdings sind in Homviotensin durchaus pharmakologisch wirksame Substanzen enthalten. So enthält eine Tablette Homviotensin die Menge von 32 mg Reserpinum (Wirkstoff Reserpin) in der Potenzstufe D3, also 0,032 mg. Reserpin kommt in Pflanzen aus der Gruppe der Schlangenwurzel (z. B. Rauvolfia serpentina) vor und wird seit Jahrzehnten als Wirkstoff gegen Bluthochdruck verwendet. (2015 nahmen laut dem Arzneiverordnungsreport etwa 17.000 Patienten täglich Briserin N ein, das neben einer wassertreibenden Substanz auch 0,1 mg Reserpin enthält.)

Allerdings wird Reserpin immer weniger verordnet, denn inzwischen gibt es wesentlich wirksamere und besser verträgliche Blutdruckmedikamente, denen vor allem die zentralnervösen Nebenwirkungen von Reserpin fehlen.

Achtung: Nebenwirkungen bei niedrigen Potenzstufen

Bei homöopathischen Arzneimitteln gilt, dass bei niedrigen Potenzstufen (bis etwa D6) eine unerwünschte Arzneimittelwirkung auftreten kann, weil in diesen Arzneimitteln noch nennenswerte Stoffmengen enthalten sind. Die in Homviotensin verwendete Verdünnung (D3) und die daraus zu errechnende Dosis von 0,032 mg kann also durchaus eine geringe Wirkung auf den Blutdruck haben. Dann muss man aber auch mit Nebenwirkungen rechnen. Dazu gehören das Risiko, vorbestehende Depressionen zu verstärken, Verengungen der Pupillen, Hängelider, Schwellungen der Nasenschleimhäute, Potenz- und Libidoverlust, Durchfall, Magen- und Darmgeschwüre, ein lagebedingter Blutdruckabfall und Parkinsonsymptome wie Muskelstarre, Bewegungslosigkeit, Muskelzittern und Haltungsinstabilität.

Wie das Verhältnis von Wirkungen und Nebenwirkungen genau ist, kann aufgrund fehlender Studien nicht beurteilt werden. Das ist ein wesentlicher Nachteil gegenüber den an Tausenden von Patienten unter kontrollierten Bedingungen untersuchten Standard-Blutdruckmedikamenten, zu denen Sie umfangreiche Informationen im ➞ Herzstiftungs-Sonderband zum Thema Bluthochdruck finden.

Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten beachten

Die gleichzeitige Anwendung von entwässernden Medikamenten (Diuretika) kann die Wirkung von Reserpin verstärken. Ebenso kann Reserpin die Wirkung anderer Blutdrucksenker steigern, wie dies zu Ihrer Beobachtung passt, dass Ihr Blutdruck gesunken ist, seit Sie Homviotensin in Kombination mit Ihren blutdrucksenkenden Medikamenten Ramipril und Amlodipin einnehmen. Zudem kann Reserpin die Wirkung von Digitalis und Medikamenten gegen Herzrhythmusstörungen (z. B. Chinidin) sowie die dämpfende Wirkung von Alkohol, Schmerzmitteln, antiallergischen Mitteln (Antihistaminika) und Psychopharmaka verstärken. Reserpin vermindert außerdem die Wirkung von Medikamenten gegen Parkinson (Levodopa).

Fazit: Wie Sie sehen, ist Homviotensin also, anders als im Internet suggeriert, nicht unbedenklich, sodass wir Ihnen empfehlen, wieder Nebivolol anstelle von Homviotensin einzunehmen. Sollten Sie Nebivolol nicht gut vertragen oder Ihre gewünschten Blutdruckwerte nicht erreichen, existieren dazu Alternativen. Bitte besprechen Sie das mit Ihrem Arzt.

•••

Sonderband-BluthochdruckEmpfehlung der Herzstiftung: Worauf Menschen mit erhöhtem Blutdruck unbedingt achten müssen, erläutert ausführlich der umfangreiche ➞ Herzstiftungs-Sonderband zum Thema Bluthochdruck (z. B. wie tief der Druck in welchem Alter gesenkt werden sollte, was man über die Nebenwirkungen von Blutdruck-Medikamenten wissen muss oder wie sich die Werte mit der Ernährung senken lassen).


PD Felix Friedrich und Prof. Thomas Eschenhagen

Diese Sprechstunden-Frage hat beantwortet: Privatdozent Dr. Dr. med. Felix Friedrich und Prof. Dr. med. Thomas Eschenhagen, Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Herzstiftung und Direktor des Instituts für Experimentelle und Klinische Pharmakologie und Toxikologie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf.

(Redaktion: Dr. med. Karl Eberius)

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Bislang 35 Kommentare zu dieser Sprechstunde

H. B. (05.11.2017): Ist sehr interessant, da ich schon einigen Leuten diese Möglichkeit genannt habe, selber aber eine geringe Menge eines anderen Blutdrucksenkers nehme. Werde in Zukunft vorsichtiger sein.

Rosmarie Z. aus der Lüneburger Heide (31.10.2017): Die Internetapotheken stellen aus meiner Sicht ein großes Risiko dar, da keine persönliche Beratung möglich ist. Mag für viele verlockend sein, darüber Medikamente zu bestellen. Aus meiner Sicht ist bei allen homöopathischen Medikamenten Vorsicht geboten, zum einen ob überhaupt eine Wirkung besteht und zum anderen welche Wirkung genau bei welcher Verdünnung, der Verbraucher kann unter D1, D2, 3 - D 12 doch gar nichts entnehmen! Sieht man bei o. a. Reserpin - D3 0,032 mg! Darunter kann sich mit Sicherheit „Otto Normalverbraucher“ nichts vorstellen, denn dies ist bereits der Mikrogramm-Bereich!

Helmut (26.10.2017): Mehr als hilfreich - nötig!

Elisabeth K. aus Großrosseln (24.10.2017): Mir war nicht bewusst, dass homöopathische Arzneimittel Nebenwirkungen haben können.

Gabi R. aus Berlin (23.10.2017): Es wäre hilfreich, hier etwas zu den Unterschieden zwischen den Tropfen und den Tabletten zu schreiben. Ich erhalte die Tropfen problemlos. Nehme regelmäßig 3x5 Tropfen täglich und konnte Blutdrucksenker in Absprache mit der HÄ deutlich reduzieren.

Oswald H. aus Dresden (22.10.2017): Sehr Interessante Beiträge. Ich bin nicht Homöopathie-gläubig. Lehne Homöopathie aber auch nicht ab. Es wäre schon schön, wenn man sich auf dem Gebiet der sog. Schulmedizin mit dem Phänomen der Homöopathie intensiver beschäftigte. Meines Erachtens gehört das zur Wissenschaftlichkeit dazu. Nur auf der Basis "des Glaubens" an verschiedene Hypothesen, die dann verfolgt wurden, ist man in der Teilchenphysik zum heutigen Stand gekommen. Viele Protagonisten der Teilchenphysik wurden von Ihren Kollegen wurden bezüglich ihrer Hypothesen beschimpft/verlacht, um dann doch erfolgreich zu sein. Warum nicht kann man nicht auch in der Medizin so arbeiten? Ich selbst habe 2014 einen zweifachen Bypass bekommen. Vom ausführenden Herzzentrum bekam ich Blutdrucksenker, Blutverdünner, Betablocker, Blutfettsenker verordnet. In der Reha-Klinik wurde die Medikation nicht auf Wirksamkeit überprüft oder hinterfragt, nur fortgeschrieben. Heute nehme ich von mir aus nur noch den Blutverdünner. Die behandelnden Kardiologen haben mir gegenüber keine Meinung geäußert oder Empfehlung abgegeben. Ich bewege mich, möglichst jeden Morgen eine Stunde Sport. Habe mein Essen angepasst. Blutdruck wird morgens und abends gemessen, jeweils drei Messungen. Mein derzeitiger Jahresdurchschnitt beträgt 126:76:57. Mein Alter 67 Jahre. Die Blutwerte und eine kürzlich durchgeführte Myokardszintigraphie sind alle im grünen Bereich. Ich kann nur Jedem raten sich selbst zu kontrollieren und die Ärzte mit den Werten aktiv zu konfrontieren und die Möglichkeiten des eigenen Körpers nutzen. Die Medikamente wechseln, gleichgültig zu welcher Art, ist aus meiner Sicht die zweite Wahl. Über die Höhe des "richtigen", altersgemäßen Blutdruckes wird ohnehin gestritten und die Lobbyisten mischen fleißig mit.

Ohne Namen (20.10.2017): Ich hätte nicht vermutet, dass homöopathische Mittel überhaupt Nebenwirkungen haben. Von daher war der Beitrag für mich sehr aufschlussreich.

Horst D. aus Bad Tennstedt (20.10.2017): Das ist eher ein Placeboeffekt. Mit der orthomolekularen Medizin in vierfachen Tagesdosen klappt es. z.B. mit sehr hohen Dosen D3 den 25 OH-Vit. D Wert auf ca. 80 ng/dl einstellen, so konnte ich mit aus dem Betablocker herausschleichen. Man muss allerdings m.E. mit K2 dafür sorgen, dass Calcium in die Knochen gelangt und sich nicht in den Arterien ablagert.

T. J. aus Mosbach (20.10.2017): Nebenwirkungen bei homöopathischer Blutdruckbehandlung? Dieser Artikel ist m.E. schon journalistisch nicht einwandfrei geschrieben worden. Es sind Vermutungstendenzen anstelle der wissenschaftlichen Erkenntnis angeführt, zumindest im Empfehlungsbereich. Das geht so mal gar nicht durch. Die Patientin Hannelore S. hat ausführlich genug beschrieben, dass sie mit Weglassen eines chemischen Präparates und Hinzunehmen von Homviotensin glasklare und deutliche Verbesserungen erfahren hat. Es wird ein absolut gesunder Blutdruck ohne Erhöhung von der Patientin erreicht von 120/80. Das sind Ergebnisse, von denen Ärzte nur träumen können, weil sie so gute Ergebnisse bei PatientInnen zu selten erreichen können und die Nierenschädigungen, Leberschäden usw. auf lange Zeit nicht vermieden werden können. Das ist ein wichtiger Grund, warum diese Organe recht engmaschig bei RR-Senkern untersucht werden müssen. Die schlechten Ergebnisse kommen bei vielen PatientInnen früher oder später im Leben und zwar von den Nebenwirkungen, wenn man Ärzten noch glauben darf. Von Nebenwirkungen hat die Dame nichts beschrieben. Zumindest diese Feststellung muss ein objektiv denkender Arzt machen, um weiteres sinnvoll und seriös anzuschließen.... ➞ weiterlesen

Ekkehard B. aus Grünhainichen (19.10.2017): Die im Anschluss veröffentlichten Meinungen sprechen für sich und spiegeln die aktuelle Situation wider. Warum ist es nicht möglich, die notwendige Ehrlichkeit und Offenheit sowie ein Miteinander von wissenschaftlicher Medizin und Naturheilkunde auf Augenhöhe zu erreichen?! Gerade auch betreffs des Themas der Nebenwirkungen von Medikamenten. Wo ist die gemeinsame Anstrengung aller kompetenten Therapeuten zum Wohle der Menschen (nicht zum Wohle des Geldes und der Gewinne). Ich schätze Ärzte mit hoher Kompetenz sehr (vor allem über den Tellerrand hinausgehend unter ganzheitlicher Sicht). Mir haben aber auch die Meinungen zu dem Artikel gefallen, die von Eigenverantwortung und eigenem Informieren und Denken der Patienten zeugen. Erfolg lässt sich auf Dauer nicht verheimlichen. Wie toll wäre es, das vorhandene Potential aller bekannten Möglichkeiten in Prävention und Therapie unter Beachtung der individuellen Besonderheiten nutzen zu können. Warum werden erfolgreiche Mittel und Methoden verheimlicht oder gar bekämpft? Die Medizin könnte noch erfolgreicher und menschlicher sein. Danke für das Forum zu einer offenen Diskussion. Vielleicht wäre zum Thema Herz auch eine erneute Diskussion zu Strophanthin - nicht auf der Basis vorgefasster Meinungen, sondern auf der Basis der vorhandenen Fakten und entsprechenden Veröffentlichungen - sehr nützlich und der Verantwortung entsprechend. Zumal wir doch alle dem Leben und der Vernunft verpflichtet sind.

Wolfgang O. aus Oberbayern (19.10.2017): Es war mir neu, dass in homöopathischen Mitteln doch tatsächlich Wirkstoffe drin sind, sie werden doch immer als Placebo belächelt. Zum anderen aber sollte man schon bedenken, dass die gut getesteten Arzneimittel auch gewaltige Nebenwirkungen haben, nur weil es da Studien gibt, sind sie nicht immer ungefährlich. Gerade Betablocker habe ich an mir als sehr belastend erlebt und als reines Blutdruckmittel gehören sie nicht mehr in die erste Reihe. Seit ich sie vorsichtig ausgeschlichen habe, geht es mir bedeutend besser.

Isabel G. aus Berlin (19.10.2017): An die Experten, wenn es neuerdings heißt, dass ein Blutdruck nicht mehr über 120/80 gehen darf, und die Patientin unter dem minimal-Inhaltsstoff von Reserpin unter Weglassen von Nebivolol diesen Normaldruck messen kann, sollte sie meiner Meinung nach dabei bleiben, sich aber in einer Spezial-Sprechstunde Hypertonie (Uniklinik?) ambulant vorstellen, ob mit oder ohne den möglichen Nebenwirkungen. Ich finde diese Erfahrung sehr interessant.

Antwort der Deutschen Herzstiftung: Vielen Dank für Ihren Kommentar. Für Fragen zu diesem Thema können Sie am einfachsten die » Sprechstunde der Herzstiftung nutzen, da unsere Herzexperten an dieser Stelle keine Nachfragen beantworten können. Alles Gute und herzliche Grüße! Ihre Deutsche Herzstiftung

Barbara W. aus Allgäu (19.10.2017): Homviotensin wird in München, also in Deutschland, hergestellt und ist meiner Erfahrung nach ganz regulär auf Rezept erhältlich. Nebenwirkungen von chemischen (!) Blutdrucksenkern gibt es m.E. wesentlich schwerwiegendere! Diese erwähnen Sie nicht. Wenn ich mit natürlichen Wirkstoffen behandeln kann, ist das allemal besser, als mit konventionellen Blutdrucksenkern, die allesamt erheblichere Nebenwirkungen haben, finde ich!

Jaqueline P. aus München (19.10.2017): Ich bin 56 und nehme seit ca. 10 Jahren blutdrucksenkende Medikamente. Amlodipin musste bereits aufgrund heftiger Nebenwirkungen direkt abgesetzt werden. Nach etlichen Jahren Einnahme (und Erhöhung der Dosierung) stellte sich auch die Unverträglichkeit von Ramipril ein. Ein permanenter Reizhusten, welcher von meinem damaligen Hausarzt/Endokrinologe nicht beachtet wurde, da ja mitten in der Erkältungshochzeit aufgetreten. Nachdem ich keine Hustenstiller mehr ertragen konnte, wurde ich von einer Apothekerin direkt auf den Blutdrucksenker Ramipril angesprochen. Nach Wechsel meines Hausarztes bin ich inzwischen allerbestens bei einer Allgemeinärztin/Naturheilverfahren aufgehoben – auch im Hinblick auf meine Schilddrüse. Seit inzwischen 9 Monaten nehme ich einen erheblich niedriger dosierten Blutdrucksenker aus einer andern Wirkstoffgruppe in Kombination mit Homviotensin ein. Die tägliche Blutdruckmessung bestätigt diese „richtige“ Wahl. Bislang treten keine der genannten Nebenwirkungen von Homviotensin auf.

Rainer W. aus Ravensburg (19.10.2017): Nebenwirkungen sind meist dosisabhängig. Wenn also nur eine winzige Menge Reserpin enthalten ist, treffen die ganzen Nebenwirkungen von Reserpin m.E. auch nur in geringstem Maße zu. Wenn man aber die Nebenwirkungen von Nebivolol anschaut, dann ist dieser Patientin, die keine Parkinsonmittel etc. nimmt und gute Wirkung mit Homviotensin erzielen konnte, meiner Meinung nach keineswegs zu raten, wieder auf Nebivolol umzustellen. Nur weil "es keine Studien" dazu gibt, denn an Reserpin kann keiner so viel verdienen, dass sich eine anerkannte Studie bezahlen lässt!

Klaus G. aus Berlin (19.10.2017): Interessante Ausführungen, vor allem weil in Zeitschriften sehr viel Werbung für homöopathische Mittel gemacht wird. Man denkt stets, es sind Wundermittel.

Ohne Namen (19.10.2017): Solche Hinweise sind wirklich wertvoll.

Kaspar M.-K. (19.10.2017): Als Allgemeinmediziner und klassischer Homöopath möchte ich bemerken: Tun sie bitte nicht so, als hätten Ramipril, Amlodipin und Nebivolol keine Nebenwirkungen! Zweitens: Man könnte durchaus Homviotensin zur D6 oder D10 hoch potenzieren -mit dem Vorteil einer verschwindenden Wahrscheinlichkeit von NW und dem einer möglicherweise sogar stärkeren Wirkung. Last not least: Der Patientin geht es doch gut mit dem Homöopathicum - wer heilt hat recht, oder?!

J. H. aus Mainz (19.10.2017): Ich stimme absolut zu. Keinesfalls würde ich "Medikamente" einnehmen, die keiner wissenschaftlichen Überprüfung unterzogen wurden. Ich vertraue der klassischen Medizin und dem umfangreichen Fachwissen der Fachärzte. Heilsversprechen und dubiosen "Erfahrungsberichten" misstraue ich. Damit bin ich bisher gut gefahren.

Ulla S. (19.10.2017): Ihre Antwort hat mich nicht verwundert. Wenn von Nebenwirkungen die Rede ist, verschweigen Sie, dass die allopathischen Medikamente auch - und sicher noch viel stärkere - Nebenwirkungen haben. Haben Sie noch nie die Beipackzettel gelesen? Die hören sich oft an wie eine Horrorgeschichte ... Homöopathische Medikamente haben sicher auch Nebenwirkungen, aber bestimmt nicht so drastische wie die Medikamente der Schulmedizin (z.T. auch Todesfälle, die aber in Kauf genommen werden). Aber es wird immer nur gesagt, dass homöopathische Medikamente gefährlich sein können oder gar nicht wirken, weil das "Wie" nicht wissenschaftlich nachgewiesen werden kann, obwohl eine Wirkung eingetreten ist. Das spielt dann überhaupt keine Rolle. Schon viele gute, wirkungsvolle homöopathische bzw. naturheilkundliche Medikamente haben ihre Zulassung verloren - teilweise wegen mangelnder finanzieller Verwertbarkeit. Wer hinter solchen Einstellungen steht, ist doch wohl klar. Die Frau, deren Blutdruck effektiver gesenkt wurde, soll also weiterhin Nevibolol nehmen (kennen Sie die Nebenwirkungen von Betablockern nicht, z.B. Depressionen?). Also ich wundere mich schon lange über die Argumentation vieler Ärzte (bzw. der Pharmaindustrie). Ich bin jetzt nicht der Meinung, dass alle Krankheiten homöopathisch behandelt bzw. geheilt werden können und dass die wissenschaftliche Medizin abzulehnen ist - im Gegenteil, sie ist unverzichtbar - aber ein Zusammenwirken und gegenseitige Anerkennung wäre sehr sinnvoll.

Georg D. aus Windeck-Schladern (19.10.2017): Zu meinem Heilpraktiker habe ich uneingeschränktes Vertrauen, er bringt die Sachen immer auf den Punkt und hilft mir sehr effektiv, die Schulmedizin ist oft sehr eng in der Betrachtung der Angelegenheit. Ein Zeitproblem ist auch in der wissenschaftlichen Medizin sehr beständig.

Manfred M. (19.10.2017): Typisch wissenschaftliche Medizin. Von den Nebenwirkungen bzw. toxischen Wirkungen der klassischen Blutdrucksenker kein Kommentar. Homviotensin lässt sich überhaupt nicht gegenüberstellen bzw. vergleichen. Wer das so macht, hat von homöopathischer Therapie meiner Meinung nach keine Ahnung. Die Zusammensetzung von Homviotensin ist mehr als nur auf Reserpin beschränkt. Nebenwirkungen sind meiner Erfahrung nach wesentlich weniger als bei den klassischen Blutdrucksenkern. Der Beitrag ist nicht objektiv. Ich hätte mir ein wenig mehr Mühe bei der Ausarbeitung gewünscht.

Uschi P. (19.10.2017): Einmal bestreitet man die Wirkung von homöopathischen Medikamenten. Dann wiederum warnt man vor der Wirkung. Es ist typisch, wie widersprüchlich die Fachmedizin reagiert. Ich bin nur Verbraucherin, nehme auch Medikamente, wenn ich sie brauche und auch welche aus der Natur, wenn ich denke, es passt. Es reicht mir, dass ich durch Omeprazol tief in die Abhängigkeit gerutscht bin und den Mist seit 6 Jahren nehmen muss, weil es nicht anders geht. Und von Ramipril habe ich mich tot gehustet! Das reicht doch, da braucht man doch die Homöopathie nicht anprangern!

Matthias R. (19.10.2017): Leider urteilen die Experten nur aus der Studienlage heraus, eigene Erfahrungen mit komplementären Therapien oder Medikamenten fehlen in der Regel. Wie wissenschaftlich ist das? Die „wissenschaftliche Therapie“ ist nun auch nicht immer nebenwirkungsfrei. Offenheit täte allen Seiten gut.

Claudia B.-F. aus Düsseldorf (18.10.2017): Interessant, interessant, zumal es sich ja angeblich bei homöopathischen Mitteln um nicht wirksame Placebos handeln soll.

Ingrid L.-E. aus Bad Hall (18.10.2017): Da mir von meinem Arzt Blutdruckmittel verordnet wurden, ich aber rundherum hörte, wie die Leute minimalen Erfolg, aber maximale Nebenwirkungen hatten, habe ich auf den Rat eines Freundes gehört und Homviotensin für 4 Wochen genommen mit dem Resultat, dass mein Blutdruck fiel und seit Jahren bis heute normal ist. Übrigens, auch mein Apotheker hat mir dazu geraten!

Brigitte S. aus Allensbach (18.10.2017): Die wissenschaftliche Medizin lehnt meiner Erfahrung nach doch grundsätzlich homöopathische Mittel ab. Das Ergebnis ist für mich auschlaggebend. Die Lobby der pharmazeutischen Industrie tut alles um Marktführer zu bleiben. Meines Wissens (gehört im Bayern 2 Radio am 18.10.) zahlen die Krankenkassen jährlich 2,5 Milliarden Euro für Behandlungen in Krankenhäusern wegen Nebenwirkungen und Kombinationsunverträglichkeiten von Medikamenten. Warum zahlt denn die Kasse immer noch keine Naturheilmittel - der Wettbewerb ist immer noch ungleich.

Heike P. aus Berlin (18.10.2017): Ich finde die Beantwortung der Frage fachlich sehr gut und für den Patienten sehr gut nachvollziehbar. Davon wünschte ich mir viel mehr im Praxisalltag.

Melanie B. aus Kiel (18.10.2017): Wie üblich und zu erwarten war, sind die Mediziner fast immer gegen homöopathische Mittel.

Victor M. (18.10.2017): Die Ausführungen waren sehr hilfreich, vor allem hinsichtlich des Einflusses homöopathischer Mittel auf die Wirksamkeit der konventionellen Mittel.

Ingrid Z. aus Hamburg (18.10.2017): Ich finde die Antworten einseitig und voreingenommen. So werden die Nebenwirkungen von Nebivolol nicht angeführt, noch nicht einmal angedeutet. Auch mir hat Homviotensin sehr geholfen, zusammen mit regelmäßigem Sport und Meridian- sowie Rückenmassagen.

Maria A. aus Mothern (18.10.2017): Zur Pharmaindustrie habe ich nur schlechte Erfahrungen, Gründe gibt es für mich mehr wie genug, z.B. Geldgier usw.

Margarete K. aus Castrop-Rauxel (18.10.2017): Man sollte nicht selbstständig die Medikamente ändern, sondern das mit dem behandelnden Arzt absprechen.

Johann W. aus Germering (18.10.2017): Absolut richtig, ich nehme nur das, was mir mein Kardiologe verschreibt.

Samantha K. aus Essen (18.10.2017): In meiner Familie, Eltern, Großeltern und im Freundeskreis nehmen viele Homviotensin seit vielen Jahren. Keiner hat irgendwelche Nebenwirkungen verspürt und bei allen hat es signifikant den Blutdruck normalisiert. Selbstverständlich wird der Blutdruck regelmäßig kontrolliert.

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