Herzstiftungs-Sprechstunde

Ständig Reizhusten: Ihre Medikamente können schuld sein

Bislang ➞ 66 Kommentare zu dieser Sprechstunde

Husten bei ACE-Hemmer
Reizhusten? Häufig sind bestimmte Medikamente verantwortlich.

Bei be­stim­m­ten Herz- und Blut­druck-Me­di­ka­men­ten ist Reiz­hus­ten eine häu­fi­ge Ne­ben­wir­kung, die man je­doch in fast allen Fällen ganz ein­fach ver­hin­dern kann.

Hinweis: Als Mitglied haben Sie dieses Thema eventuell auch schon in der Zeitschrift HERZ HEUTE gesehen, in der die Herzstiftung regelmäßig mehrere Seiten mit wichtigen Fragen aus der Herzstiftungs-Sprechstunde veröffentlicht. Um bei der Einnahme von Medikamenten zur Blutdruck- und Herzschwäche-Behandlung keine Fehler zu machen und keine unnötigen Nebenwirkungen zu riskieren, empfiehlt die Herzstiftung darüber hinaus die Herzstiftungs-Ratgeber ➞ Band 3 „Bluthochdruck“ und ➞ Band 5 „Herzschwäche“, die bereits an über 100.000 Menschen ausgehändigt wurden.

Die Sprechstunden-Frage: Seit einem Jahr habe ich mit hohem Blutdruck zu kämpfen. Mein Arzt hat mir Ramipril verordnet. Seither ist der Blutdruck zwar gut eingestellt, aber ich habe dauernd Hustenanfälle und schlafe schlecht. Welche Möglichkeit besteht, diese sehr unangenehme Nebenwirkung auszuschalten? (Waltraud R., Eschwege)

Die Experten-Antwort:

Dr. med. Vinzenz von Kageneck
Dr. med. Vinzenz von Kageneck.

Das Ihnen verschriebene Ramipril gehört wie Enalapril und Lisinopril zur Gruppe der ACE-Hemmer, die zu den wichtigsten Medikamenten bei der Behandlung eines erhöhten Blutdrucks und bei einer Herzschwäche zählen.

Die häufigste Nebenwirkung der ACE-Hemmer ist ein Reizhusten, der in der Tat wie von Ihnen beschrieben sehr unangenehm sein kann.

Wichtig ist es in solchen Fällen, den ACE-Hemmer nicht einfach ersatzlos abzusetzen, da ACE-Hemmer in vielen Fällen für einen hohen Schutz der Blutgefäße und verschiedener Organe wie etwa dem Herz sorgen. Stattdessen lässt sich der ACE-Hemmer bei Reizhusten durch einen Wirkstoff aus der Gruppe der sog. Sartane ersetzen wie z. B. Candesartan, Valsartan, Losartan oder Irbesartan. Die Wirkung der Sartane ist dabei mit der Wirkung von ACE-Hemmern vergleichbar, allerdings mit dem großen Unterschied, dass in der Regel kein Reizhusten als Nebenwirkung zu erwarten ist.

Soweit die von Ihnen angesprochenen Schlafprobleme von den Hustenanfällen verursacht werden, sollte sich mit dem Wechsel auf ein Sartan natürlich auch der Schlaf bessern.

Fazit: Sprechen Sie Ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt darauf an, dass Sie seit der Einnahme des ACE-Hemmers verstärkt Hustenreiz haben. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird Ihnen dann angeboten, auf ein Sartan zu wechseln.

•••

Sonderband-BluthochdruckEmpfehlung I der Herzstiftung: Worauf Menschen mit erhöhtem Blutdruck unbedingt achten müssen, erläutert ausführlich der umfangreiche ➞ Herzstiftungs-Sonderband zum Thema Bluthochdruck (z. B. wie tief der Druck in welchem Alter gesenkt werden sollte, was man über die Nebenwirkungen von Blutdruck-Medikamenten wissen muss oder wie sich die Werte mit der Ernährung senken lassen).

Sonderband-HerzschwächeEmpfehlung II der Herzstiftung: Was Menschen mit einer Herzschwäche wissen sollten, fasst der umfangreiche ➞ Herzstiftungs-Ratgeberband zum Thema Herzschwäche zusammen (inkl. was Betroffene hinsichtlich Ernährung, Sexualität und Urlaubsreisen beachten müssen).


Dr. Vinzenz von Kageneck

Diese Sprechstunden-Frage hat beantwortet: Dr. med. Vinzenz von Kageneck, Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie.

(Redaktion: Dr. med. Karl Eberius)

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Bislang 66 Kommentare zu dieser Sprechstunde

U. G. aus Hadamar (18.11.2017): Ich habe seit Jahren sehr intensiven Reizhusten. Alle bisherigen Untersuchungen (Lunge) waren o.B. Niemand konnte mir bisher helfen. Als Medikamente nehme ich ASS 100, Telmisartan + Pantoprazol. Könnte eines dieser Medikamente Ursache für den Reizhusten sein?

Antwort der Deutschen Herzstiftung: Vielen Dank für Ihren Kommentar. Für Fragen zu diesem Thema können Sie am einfachsten die » Sprechstunde der Herzstiftung nutzen, da unsere Herzexperten an dieser Stelle keine Nachfragen beantworten können. Alles Gute und herzliche Grüße! Ihre Deutsche Herzstiftung

Ohne Namen (15.11.2017): Ich wurde bezüglich meines hohen Blutdrucks 5 Wochen lang mit Telmisartan (3 Wochen lang 1 x täglich 40 mg, danach 2 x täglich 40 mg) behandelt und nehme seit 4 Wochen auch noch wegen meines hohen Pulsschlags den Beta-Blocker Beloc Zoc 90 mg ein. Seitdem plagt mit Tag und Nacht Dauerhusten. Tagsüber mehr Reizhusten, abends etwas verschleimter Husten. Angeblich soll das Telmisartan Husten vermeiden. Das ständige Husten erzeugt Heiserkeit, die ich für meinen Beruf nicht gebrauchen kann. Schon alle möglichen Untersuchungen über mich ergehen lassen. Jetzt endlich sollen für eine Woche die o.g. Medikamente abgesetzt werden. Möchte noch erwähnen, dass ich vor 5 Wochen an einer Herzmuskelentzündung erkrankt war. Bitte um Rat.

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Hans aus Hetzerath (15.11.2017): Hallo, ich fand diese Information als hilfreich. Mein Hausarzt verneint allerdings diese Nebenwirkungen, genauso wie bei Bisoprolol. Jetzt frage ich mich, gibt es Studien für diese Nebenwirkungen beider Medikamente?

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Markus S. aus Winterthur/CH (30.10.2017): Seitdem ich Xarelto 15 mg nehme, habe ich einen Reizhusten. Hab es mit meinem Arzt besprochen, er meinte, das vergeht schon wieder. Huste aber sicher schon ein Jahr.

Nicole G. aus Bremen (24.10.2017): Nehme erst seit 3 Wochen Ramipril. Als ich damit gestartet bin, hatte ich gerade eine Erkältung mit produktivem Husten. Die ist aber nun vorüber und der Husten, auch vor allem nachts, ist geblieben. Ich werde das bei der nächsten Kontrolle ansprechen. Meine Ärztin hatte aber gleich zu Anfang erwähnt, dass das Ramipril Reizhusten auslösen kann.

Ingrid M. aus Saarbrücken (22.10.2017): Ich glaube, dass viele behandelnde Ärzte hiervon keine Kenntnisse haben.

Manfred S. aus Bad Belzig (20.10.2017): Nur muss ich einwenden, dass auch Valsartan Hustenreiz, auch wenn deutlich weniger als z.B. Ramipril, verursachen kann. Wie ich es bei der Patientin, welche ich als Pfleger betreuen darf, beobachten kann. Sie erlebt es als Kitzeln/Kribbeln im Hals und Bronchien, was sie dann abzustellen will oder muss.

B. B. aus Gilching (19.10.2017): Diese Info war ausgesprochen hilfreich, denn ich nehme Ramipril seit meinem Herzinfarkt vor gut 3 Jahren und huste nach der Dosierhöhung von Ramipril sehr oft (und unproduktiv), alle paar Tage bis zur Atemnot. Ich hatte den Husten nicht mit der Dosiserhöhung in Verbindung gebracht, aber nun werde ich das Thema mal bei Hausarzt oder Kardiologin ansprechen. Die Mitgliedschaft bei der Herzstiftung hat sich mal wieder gelohnt!

Dieter K. aus Saarbrücken (19.10.2017): Ich nehme jetzt aber schon eine längere Zeit Bisoprolol 10 mg, können die auch schuld sein an meinem Husten?

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Doris H. aus Nürnberg (18.10.2017): Ich habe die gleiche Erfahrung mit Ramipril gemacht. Seit ich Valsartan nehme, ist der Husten weg.

Irene M. aus St. Ingbert (10.10.2017): Ich habe diese Symptome auch, wusste aber nicht, dass die von dem Medikament kommen. Da ich Lisinopril schon seit 20 Jahren nehme, wundert es mich halt, dass der Reizhusten erst nach so langer Zeit auftritt (ca. 1-2 Jahre). Er ist auch nicht ständig, sondern ab und zu. Der Husten ist nachts ganz selten.

Udo Z. aus Wesel (08.10.2017): Reizhusten, also nicht produktiver Husten, habe ich besonders ab dem Zeitpunkt, als ich die Candesartandosis von 8 auf 16mg erhöhen musste. Da ich aber gleichzeitig einige Allergien habe, so gegen Hausstaub, Milben und Beifuß, weiß ich sowieso nicht, was gerade den Husten auslöst ... vielleicht alles in Kombination? Ich weiß es nicht. Zurzeit, so seit zwei, drei Wochen habe ich jedesmal nach dem Aufstehen eine Schnupfennase mit heftigen Niesattacken, die so gegen Mittag aufhören und dann am nächsten Morgen geht es wieder los ...

Peter B. aus Pfalzfeld (05.10.2017): Genau das hier beschriebene Verfahren hat bei mir auch sehr gut gewirkt, nachdem man von Ramipril auf Irbesartan gewechselt hat.

Willi T. aus Neu-Ulm (04.10.2017): Habe auch mit Ramipril Reizhusten bekommen. Werde heute mit meinem Arzt darüber sprechen. Nachts werde ich vom Husten geweckt. Das geht nicht.

Bettina K. (30.09.2017): Ich kann dies nur bestätigen. Ich arbeite in einer Klinik in der Hypertonieambulanz und erlebe es dort öfters, dass Patienten, die Ramipril einnehmen, über Reizhusten klagen. Sobald Ramipril abgesetzt wird, bzw. auf ein anderes Medikament umgestellt wird, verschwindet auch der Reizhusten. So geschehen ebenfalls bei meinem Vater, der nach diesem Hinweis von Ramipril auf ein anderes Medikament umstieg und so den Reizhusten loswurde. Leider wissen viele Hausärzte dies nicht.

Klaus G. aus Berlin (30.09.2017): Ich habe keine Probleme bzw. Nebenwirkungen mit der Einnahme von Valsartan.

Wolfgang K. aus Sömmerda (28.09.2017): Ich bin selbst von den Problemen betroffen. Leider musste ich auf Grund der Sprechstunden-Auskunft feststellen, dass ich mich entsprechend der Symptome von meinen Ärzten hab in die Irre leiten lassen. Seit Juli hab ich wegen der Schließung der HA-Praxis einen neuen HA. Diesem Hausarzt werde ich mein Problem darlegen und möchte mich nochmals für diese Veröffentlichung bedanken. Den Beipackzettel sollte man schon recht genau studieren, dann wäre das mir schon eher aufgefallen. Der Beipackzettel vom Ramilich 2,5mg war ordentlich vom Hersteller verklebt, so dass nur Seite 1 und 4 lesbar war. Ich öffnete die noch nicht begonnene Packung und stellte fest, dass sich zwischen Seite 2 und 3 punktförmige Klebestellen befinden. Ich hab mich verdummen lassen, denn genau diese verklebten Seiten enthalten die entscheidenden Hinweise zu den möglichen Nebenwirkungen.

Peter M. aus Daun (28.09.2017): Als Betroffener bin ich sehr dankbar für diese Information.

Sylvia Christine M. aus Zschepplin (28.09.2017): Ich nehme Telmisartan 20mg und habe keinen Reizhusten.

Peter P. aus Besigheim (27.09.2017): Ich hatte auch Reizhusten (2013) unter Ramipril, in der Reha wurde dann auf Candesartan gewechselt. Kaum noch Reizhusten war die Folge, seit 4 Jahren schon.

Norbert aus Berlin (27.09.2017): Ich habe auch vor einiger Zeit von Ramipril auf Candesartan gewechselt, da ich das Rami nicht gut vertragen hatte. Mit dem Candesartan komme ich gut klar.

Herbert H. aus Ulm (27.09.2017): Ich hatte mit Ramipril dieselben Beschwerden. Nach dem Wechsel auf ein anderes Medikament waren die Beschwerden schlagartig weg. Ich konnte den Tipp an 2 Freunde mit Erfolg weitergeben.

Dieter S. aus Rheine (27.09.2017): Hallo, wertes Herzstiftungs-Team! Ich muss jeden Tag 2 Medikamente einnehmen. Ramipril-Isis 5 mg + ASS-ratiopharm Protect 100 mg. Je 1 Tablette. Das hat mir mein Hausarzt verschrieben. Ich vertrage diese Medikamente gut. Mit freundlichen Grüßen ... Dieter S.

Kerstin aus Magdeburg (27.09.2017): Über 6 Monate hinweg bekam meine Mutter (82 Jahre) Ramipril, bis mir ihr ständiger Reizhusten auffiel. Nach Rücksprache mit der Hausärztin bekommt sie seitdem Valsartan; ihr geht es insgesamt damit besser.

Markus L. aus Waldsassen (27.09.2017): Hallo zusammen, auch ich hatte im Zusammenhang mit Ramipril immer wieder mit Reizhusten zu kämpfen. Seitdem mir mein Hausarzt stattdessen Candesartan verordnet hat, ist auch der Reizhusten weg.

Udo S. aus Bochum (27.09.2017): Es war mir sehr hilfreich, da ich die gleichen Symptome habe.

L. S. (27.09.2017): Ich musste auch Ramipril wegen Reizhusten absetzen. Valsartan ist für mich jetzt eine sehr gute Alternative.

Martina aus Waiblingen (27.09.2017): Bisher hat kein Arzt die Ursache für meinen Reizhusten gefunden. Danke für diesen Artikel!

Heidi S. aus Schramberg (27.09.2017): Bei mir war es genau so, Ramipril wurde abgesetzt, der Husten ließ nicht nach, auch mit Sartanen, erst nach dessen Absetzten wurde es besser.

Margret aus Nettetal (27.09.2017): Habe selbst diesen Wechsel vorgenommen und bin den Husten los.

Christa aus Bad Bentheim (27.09.2017): Das war mir nicht bewusst. Das erklärt meinen Reizhusten, den ich bisher noch nicht bei meinem Hausarzt erwähnt habe. Danke für den Artikel.

H. F. aus Essen (27.09.2017): Auch ich hatte schreckliche Hustenanfälle. Meine Tochter (auch Ärztin) erkannte sofort, daß es vom Medikament kam. Umstellung auf Candesartan ließ die Hustenanfälle sofort verschwinden.

Andreas P. (26.09.2017): Diese Erfahrung habe ich auch gemacht. Seitdem in der Klinik verordneten Ramipril tritt bei mir dieser Reizhusten auf. Mein Hausarzt erkannte das sofort und stellte auf Candesartan um. Seither habe ich keine Probleme diesbezüglich mehr.

Helmut S. (26.09.2017): Gelegentlichen Reizhusten hatte ich schon vor der Einnahme von Ramipril (2,5 mg/d). Ich nehme bei Bedarf ein Hustenbonbon Em-eukal (klassisch, da kein Diabetes).

Günter F. aus Eicklingen (26.09.2017): Ich habe die gleichen Symptome gehabt, als der Arzt mir Ramipril verschrieben hatte. Mit der Begründung er muß es machen wegen dem Rabattsystem der Kasse. Ich bestand darauf, mein voriges Medikament nämlich RamiLich zu bekommen und der Hustenreiz war vorbei.

Norbert L. aus Limburg/Lahn (26.09.2017): Ich habe bei der Einnahme von Ramipril sehr oft starken Reizhusten. Ich bin dankbar für den Tipp mit den Sartanen, werde es mit meinem Arzt besprechen.

Günther N. aus Hamburg (26.09.2017): Ich renne seit Monaten zum HNO-Arzt, weil ich immer das Gefühl habe, dass mein Reizhusten vom Hals kommt! Da ich seit Januar Ramipril nehme, kommt mir dieser Beitrag sehr gelegen und ich werde mit meinem Kardiologen sprechen, ob Ramipril gegen ein sog. Sartan ersetzt werden kann!? Mehr als auszuprobieren, ob der Husten verschwindet, kann man ja nicht machen!

Heidi M. aus Alkersum (26.09.2017): Ich habe von Ramipril auf Candesartan gewechselt. Mein nächtlicher Reizhusten ist weg.

Holger F. aus Bremen (26.09.2017): Endlich habe ich eine Erklärung für meine langjährigen Hustenanfälle gefunden. Heute hat mein Hausarzt nach meinen Erläuterungen sofort die Medikamentation umgestellt - und ich werde meine körperlichen Reaktionen sorgfältiger beobachten. Ärgerlich nur, dass ich mich seit Jahren von den unerklärlichen Hustenanfällen habe quälen lassen. Ärzte sollten von sich aus ihre Patienten gezielt nach Nebenwirkungen der von ihnen verordneten Medikamente befragen.

Nils B. aus Hopsten-Halverde (26.09.2017): Ich habe seit ca. einem Jahr diesen Reizhusten, mein Arzt hatte die Dosierung geändert und Ramipril verschrieben. Leider sind wir umgezogen und ich bin bei einem neuen Arzt, dem ich dieses kommuniziert habe. Am Freitag bin ich bei einem Spezialisten. Ich gehe davon aus, dass Ramipril diesen Reizhusten verursacht. Danke!
P.S habe soeben eine Mitgliedschaft unterschrieben ...

Ergänzung vom 27.09.2017: Nachdem ich Ihnen gestern geschrieben hatte, rief mich mein Hausarzt zurück und setze sofort Ramipril ab, um dieses gegen ein anderes Medikament zu tauschen. Leider musste ich über ein Jahr lang von Pontius zu Pilatus rennen - ohne Erfolg - ich bin mir sicher, dass ich dank Ihres Artikels die Lösung gefunden haben ... die nächsten Tage werden dieses beantworten.

Prof. (i.R.) Dr. Jürgen H. aus München (26.09.2017): Seitdem ich Ramipril nehme, habe ich Reizhusten. Ich war der Überzeugung, es sei eine allergische Reaktion. Durch den Beitrag bin ich auf eine andere Ursache aufmerksam geworden.

Herbert S. aus Obergünzburg (26.09.2017): Ich habe Vorhofflimmern und Rhythmusstörungen und nehme Bisoprolol, Tromcardin, Torasemid, Lixiana, Atorvastatin und leide unter sehr schwerem Reizhusten besonders in der Nacht. Der Lungenfacharzt findet keine Symptome. Gibt es eine Erklärung?

Antwort der Deutschen Herzstiftung: Vielen Dank für Ihren Kommentar. Für Fragen zu diesem Thema können Sie am einfachsten die » Sprechstunde der Herzstiftung nutzen, da unsere Herzexperten an dieser Stelle keine Nachfragen beantworten können. Alles Gute und herzliche Grüße! Ihre Deutsche Herzstiftung

K. aus Berlin (26.09.2017): Sehr informative und verständliche Informationen zu dem sicher nicht zu alltäglichem Themenkomplex. Herzlichen Dank für diesen unentgeltlichen Service.

Bärbel W. aus Hagen (26.09.2017): Hallo, guten Tag! Ich habe auch dieses Problem. Ich nehme morgens und abends Ramipril und ich habe so extremen Reizhusten, dass es nicht mehr schön ist. Ich denke manchmal, ich ersticke. Es wäre nett von Ihnen zu hören.

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Gina R. aus Essen (26.09.2017): Nach Absetzen von Atacand (weil 85,- € Zuzahlung verlangt wurde), nehme ich jetzt Candesartan und stelle seitdem eine höhere Gewichtszunahme fest. Ist das belegt?

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Christa S. aus Berlin (26.09.2017): Ich hatte auch starken Reizhusten mit dem Medikament Bipreterax und noch diversen anderen ACE-Hemmern, die ich ausprobiert habe. Meine Hausärztin verschrieb mir dann Hygroton, damit ist der Reizhusten verschwunden. Ich habe aber das Gefühl, dass sich meine Augen dadurch verschlechtern, könnte das sein?

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Heinz Jochen H. aus Bogota / Kolumbien (26.09.2017): Bis Mitte 2006 habe ich in Deutschland Ramipril genommen und dies dann auch noch bis Oktober 2009, in Kolumbien. Der Reizhusten hielt sich aber in Grenzen. Nach der Herz-OP, hier in Kolumbien wurde ich auf Metoprolol umgestellt. Auch dieses verursachen einen Reizhusten, ca. 30 Minuten nach Einnahme und haelt ca. auch 30 Minuten an, dann haben sich die Wirkstoffe im Magen aufgeloest.

Silvia G. aus Freiburg i. Br. (25.09.2017): Ich habe auf Ramipril auch Reizhusten bekommen und verschlucke mich seither auch öfter. Daher nehme ich pro Tag nur eine Tablette und auf die Nacht keine. Ich werde jetzt auch den Arzt wechseln und mir einen Kardiologen suchen.

Horst-Ernst D. aus Königsbronn (25.09.2017): Ich habe Enalapril genommen und nach Jahren hat der Reizhusten begonnen. Candesartan hatte ich auch genommen und nach Absetzen von Enalapril wurde hier die Dosierung erhört, seitdem geht es besser.

R. F. (25.09.2017): Ich muß nach einem Hinterwandinfarkt unter anderem auch Ramipril nehmen, seit 4 Monaten und mein Hausarzt hat mich gleich am Anfang darauf hingewiesen, daß dieses Risiko besteht. Zum Glück merke ich nur manchmal ganz leicht diesen Hustenreiz. Hoffentlich wird es mit der Zeit nicht schlimmer, Sartane möchte ich nicht gern nehmen.

Marthe aus Marly, Schweiz (25.09.2017): Mir wurde auch Lisinopril verschrieben. Da ich aber damit quälenden Reizhusten hatte, wurde ein anderes Medikament verschrieben (Irbesartan) und seither bin ich frei vom Reizhusten.

Gert D. aus Krefeld (25.09.2017): Wenn man weiß, dass dieses Medikament Husten verursacht, warum wird es verordnet? Ich habe lange Zeit darunter gelitten, bis mein Apotheker mich darauf aufmerksam machte und mein Hausarzt dann endlich das Medikament wechselte.

M. S. aus Berlin (25.09.2017): Sehr hilfreich. Leider wusste meine Kardiologin da keinen Rat. Bin jetzt bei einem anderen Arzt. Der hat mir ein entsprechendes Medikament verschrieben.

Dieter B. aus Hinterzarten (25.09.2017): Trotz eines Wechsels auf Valsartan hat der Reizhusten bei mir nicht aufgehört. Er tritt aber nur nach der Einnahme des Medikamentes für ca. 1 Stunde auf.

Luigi T. aus Stuttgart (25.09.2017): Genau so war es bei mir auch. Nach einem Herzinfarkt wurde mir Ramipril verordnet. Der Hustenreiz war unerträglich ich konnte keinen Schlaf mehr finden. Dann wurde das Medikament durch Valsartan ersetzt und siehe da: der Reizhusten war verschwunden.

Silvia F. (25.09.2017): Das Problem hatte ich auch. Zusammen mit meinem Arzt bin ich auf Valsartan umgestiegen und der Reizhusten ist weg.

Christoph E. aus Uster, ZH, Schweiz (24.09.2017): Guten Tag, für mich ist es ganz wichtig zu erfahren, welche Nebenwirkungen bei bluthochdrucksenkenden Medikamenten auftreten können. Nur so kann ich mich darauf einstellen. Ich nehme erst seit Mai 2017 ein solches Mittel.

Gertraud N. aus Höchst/Österreich (24.09.2017): Ich nehme Candesartan für den Blutdruck, habe aber trotzdem Reizhusten. Nicht mehr so schlimm, aber immer noch. Was kann ich noch tun?

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Hans-Ulrich J. aus Bad Orb (24.09.2017): Ich bin seit Jahren herzkrank, habe in diesen Jahren von meinen behandelnden Ärzten noch nie so viele wertvolle Informationen zum Umgang damit erhalten wie in der kurzen Zeit der Mitgliedschaft in Ihrer Stiftung. Danke!

Thomas W. aus Juelsminde, Danmark (24.09.2017): Ich hatte nach mehreren Jahren Gebrauch von Betablockern (Cordarone, Bisoprolol, Hypoloc, Selo-Zok) zur Vermeidung von Herzrhythmusstörungen chronischen Husten. Mit Selo-Zok 2x Husten pro Minute, Tag und Nacht, unmöglich zu Bett zu gehen. Alle Ärzte hatten einen Zusammenhang Husten-Medizin verneint. Erst in einer Lungenklinik wurde ich darauf aufmerksam gemacht, dass es "allgemein bekannt ist", dass Betablocker chronischen Husten verursachen kann. 3 Monate nach Stopp der Betablocker verschwand der Husten. Eine 6. Ablation hat den Gebrauch von Betablockern unnötig gemacht. Bin jetzt 14 Monate Betablocker- und Hustenfrei. Fazit: Wenn keine Ablation vorgeschlagen wird, verschiedene Medikamente prüfen.

Rolf P. aus Pulheim (24.09.2017): Ich hatte trockenen Reizhusten nach einer Bypass-OP. Dann erfolgte eine Umstellung der Medikation, wie von Ihnen beschrieben - danach war alles gut. Ein einfacher, mir bis dahin jedoch nicht bekannter Zusammenhang.

Irmgard V. aus Hörstel (24.09.2017): Ich nehme seit 5 Jahren Losartan und habe damit beste Erfahrungen gemacht. Mein Blutdruck ist sehr gut damit eingestellt. Reizhusten habe ich unter Losartan noch nie gehabt. Eine sehr gute Empfehlung meines Hausarztes. Habe vorher Delix und Norvasc bekommen, damit konnte mein Blutdruck nicht zufrieden eingestellt werden.

Ein sehr hilfreiche Empfehlung Ihrerseits.

Mit freundlichen Grüßen
Irmgard V.

Hans G. aus Pulheim (24.09.2017): Ich habe ähnliche Erfahrungen mit meinem Diuretikum gemacht.

Harald P. (22.09.2017): Ich nehme Ramipril und habe des Öfteren Reizhusten. Zusätzlich nehme ich Beloc Zok. Kann das ebenfalls den Reizhusten fördern? Ich werde den Hausarzt konsultieren.

Kurt S. aus Lauterach (22.09.2017): Danke für den Hinweis... Bei der nächsten Untersuchung werde ich mich erkundigen.

D. Z. aus Hude (21.09.2017): Mein Mann nimmt auch Ramipril und Candesartan und hat ständig Reizhusten. Beim nächsten Arztbesuch werden wir fragen, ob man ein Medikament absetzen kann.

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