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Aufbewahrung des Testaments

So wird Ihr Testament gefunden

Sie können Ihr Testament so konkret formulieren, wie Sie wollen: Wenn es nicht aufgefunden wird, bleibt Ihr letzter Wille ungehört. Daher sollten Sie unbedingt dafür sorgen, dass Ihr Testament so aufbewahrt wird, dass es von den Hinterbliebenen gefunden wird. 

So stellen Sie sicher, dass Ihr Testament aufgefunden wird: 

Durch die Hinterlegung Ihres Testaments beim Nachlassgericht ist eine sichere Aufbewahrung und schnelle Eröffnung zu gegebener Zeit gewährleistet. Sie erhalten einen Hinterlegungsschein für das in Verwahrung gegebene Testament und können gegen Vorlage des Hinterlegungsscheins jederzeit die Herausgabe des Testaments verlangen. Die amtliche Verwahrung wird seit dem 1. Januar 2012 im Zentralen Testamentsregister der Bundesnotarkammer erfasst. Auf diese Weise wird dafür Sorge getragen, dass das verwahrte Testament beim Tod des Erblassers gefunden wird und die bedachten Personen und Organisationen informiert werden.

 

Ablauf Hinterlegung im Zentralen Testamentregister
© Zentrales Testamentregister Benachrichtigungswesen in Nachlassachen mit dem Zentralen Testamentsregister

Welche Daten werden im Zentralen Testamentsregister erfasst?

Im zentralen Testamentsregister werden nur Angaben zur Person des Erblassers, zum Verwahrort und zur Urkunde erfasst. Der Inhalt wird dagegen nicht gespeichert. Sie müssen also nicht befürchten, dass Ihr letzter Wille öffentlich werden könnte. Das eigentliche Testament verbleibt auch immer dort, wo es hinterlegt wurde, also beim Notar oder beim Amtsgericht. 

Wie hoch sind die Registrierungskosten?

Für die Registrierung fällt eine einmalige Gebühr beim Zentralen Testamentsregister in Höhe von 15,00 Euro pro Erblasser an. Die Gerichtskosten für die Hinterlegung einer letztwilligen Verfügung beim zuständigen Amtsgericht – Nachlassgericht – betragen nach dem GNotKG pauschal 75,00 Euro und sind unabhängig von dem Geschäftswert.

Kann ich mein Testament zu Hause aufbewahren?

Ihr Testament können Sie selbstverständlich auch zu Hause aufbewahren. Je kreativer jedoch das ausgewählte Versteck ausfällt, desto größer ist die Gefahr, dass der letzte Wille nach Eintritt des Erbfalls gar nicht aufgefunden wird. Daher sollten Sie eine Person Ihres Vertrauens über den Ablageort in Kenntnis setzen. Diese Vertrauensperson hat dann, wie jeder andere, der nach dem Eintritt des Erbfalls ein Testament auffindet, die gesetzliche Pflicht, das Testament beim Nachlassgericht abzugeben. Ein Bankschließfach ist übrigens in der Regel kein geeigneter Verwahrungsort, insbesondere dann, wenn außer Ihnen keine Person Ihres Vertrauens Zugang zum Schließfach hat. Möchte der Erbe das Schließfach öffnen lassen, muss er nachweisen, dass er dazu berechtigt ist. Ohne das Testament ist das aber nicht möglich.  

Unsere Broschüre

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skynesher - Istock
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