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Aus der Sprechstunde der Deutschen Herzstiftung
„Kann Vorhofflimmern auf Stress beruhen?”
Bislang 54 Kommentare zu diesem Beitrag (Stand: Dienstag, 15.05.2012)
Ein Patient meldete sich in der Sprechstunde der Deutschen Herzstiftung mit der Frage, ob er sich wegen seines Vorhofflimmerns evtl. vorzeitig pensionieren lassen sollte, um den beruflichen Stress zu verringern, der bei ihm immer wieder zu Vorhofflimmern führt. Ein drittes Mal abladieren lassen wollte er sich jedenfalls nicht. Die Antwort, die wir Anfang des Jahres bereits in HERZ HEUTE abgedruckt hatten, kommt von dem Vorsitzenden des Vorstands der Herzstiftung Prof. Dr. med. Thomas Meinertz.
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Die Frage: „Ich litt seit Jahren an anfallsweisem Vorhofflimmern, das mich sehr belastete, weil damit Leistungseinbußen und teilweise starke Schwindelattacken einhergingen. Nach zweimaliger Kryoablation der Pulmonalvenen scheint das Problem deutlich verbessert zu sein. Leider muss ich immer noch Bisoprolol und Flecainid einnehmen. Eigentlich wollte ich durch die Eingriffe von den Tabletten loskommen.
Ich habe zwar nur noch seltener spürbare Rhythmusstörungen, die ich dann aber immer sehr deutlich und unangenehm wahrnehme. Daneben merke ich, dass die Attacken in der Regel bei beruflichem Stress bzw. in ausweglos erscheinenden Situationen auftreten. Die berufliche Leistung geht dann gegen Null, da ich in dieser Phase schlecht denken kann und zudem immer in mich hineinhorche. Ist ein solch stark wirkender Zusammenhang bekannt? Ich überlege, ob eine endgültige Lösung eventuell eine Pensionierung wegen Dienstunfähigkeit wäre. Ein drittes Mal abladieren lassen möchte ich mich ehrlich gesagt nicht mehr. Der Erfolg ist ja auch nicht gesichert.”
Werner Z., Lemgo
Die Experten-Antwort:
Ihre Situation ist nicht ungewöhnlich. Mehrere Patienten haben mir Ähnliches berichtet. Dazu ist Folgendes zu sagen:
1. Dass Stress Vorhofflimmern auslösen kann, ist bekannt. Allerdings nutzt es meist nichts, den Stress durch Pensionierung abzubauen. Es werden sich dann andere Auslöser von Vorhofflimmern bemerkbar machen.
2. Hier müssen Sie eine Entscheidung treffen. Entweder Sie nehmen konsequent Medikamente gegen Herzrhythmusstörungen weiter ein oder Sie lassen eine dritte Ablation durchführen. Es kann sein, dass noch Herde, die Vorhofflimmern auslösen, bestehen, die nur durch Hochfrequenzstrom (HF)-Ablation zu beseitigen sind. Ich selbst bin nach der dritten Ablationsprozedur vollkommen frei von Vorhofflimmern (ohne Medikamente gegen Herzrhythmusstörungen).
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Autor: Professor Dr. med. Thomas Meinertz ist Vorsitzender der Deutschen Herzstiftung und Direktor der Abteilung für Kardiologie an der Medizinischen Klinik des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf. Zu den Schwerpunkten des Herzspezialisten zählen Herzrhythmusstörungen, die koronare Herzkrankheit und Herzklappen-Erkrankungen. ➞ Weitere Expertenbeiträge von Prof. Thomas Meinertz
Bislang 54 Kommentare zu diesem Beitrag
E. K. aus Köln (23.04.2012): Ich bin 70 und leide an symptomatischem paroxysmalem Vorhofflimmern mit deutlich verzögertem KM-Abfluss aus LAD und RDA (festgestellt 2006). Stress verstärkt bei mir das Vorhofflimmern. Die besten Erfahrungen, um mein Vorhofflimmern stark zu reduzieren, habe ich folgendermaßen gemacht: nur noch bis 18.00 Uhr was essen, später nichts mehr. Um 18.00 Uhr nur leichte Kost (z. B. Bananen und Joghurt, auf keinen Fall z. B. Brot, Käse, Wurst und Bier).
Phelomena aus Hamburg (16.03.2012): Guten Tag an alle! Ich leide seit Januar 2011 an supraventrikulären und einigen ventrikulären Rhythmusstörungen. Nun sind seit Oktober 2-3 Episoden dazugekommen, die ich nicht einordnen kann. Es dauert ca. 3-4 Sekunden, in denen es sich so anfühlt als flattert ein Schmetterling im Brustkorb, Druck auf die Kehle und leichter Schwindel ... Nach ein paar Sekunden ist es wieder weg. Kann es sich um Vorhofflimmern handeln?
4 Langzeit-Ekg zeigten lediglich die SVE und VEN Extrasystolen. auch wenn ich gleich beim Arzt war, war das Ekg unauffällig ... Vorzeigeeffekt. Und da ich es nur selten habe, weiß ich auch nicht, wann es wiederkommt und in welchem Zusammenhang. Ich hatte allerdings beide Male Stress vorher ... und in der Ruhe kam es dann.
Ich nehme Metoprolol 23,75 mg, L-Thyroxin 75, Enahexal 5 mg, Taxilan 25(1-1-1). Wer hat Erfahrungen?
Hinweis der Deutschen Herzstiftung: Vielen Dank für Ihren Kommentar. Für Fragen zur eigenen Herzerkrankung können Sie am einfachsten die » Sprechstunde der Herzstiftung nutzen, da Antworten an dieser Stelle aus technischen Gründen nicht möglich sind.
Tom aus Bottrop (07.03.2012): Hallo mein Name ist ... Tom S., bin nach langer Überlegung zu dem Entschluss gekommen, dass ich alkoholabhängig bin, und ich der Meinung bin, dass es nicht mehr lange gut gehen wird. Warum??? Die Anzeichen sagen alles. Egal wo ich was im Internet gelesen habe, oder selber durch meinen verstorbenen Bruder erlebt habe, stimmen alle. Es schleicht sich alles immer sehr sehr langsam ein. Erst vergisst man sehr viel, dann bekommt man öfter was. Aber das ist ja noch harmlos, teilweise setzt der Darm aus und man muss vor Panik unter sich machen, oder hat auch ein wenig Blut (aber rotes kann auch eine Hämorrhoide sein) im Stuhl, Appetitlosigkeit auf jeden Fall, Heißhunger alle 3-4 Tage. Übelkeit ist fast jeden Morgen dabei, Würgereiz auf jeden Fall. Wassereinlagerungen im Bauch, Beinen sind auch stets parat. Physisch teilweise voll am Ende. Dann noch meine Herzaussetzer, die machen mich ganz fertig. So was von unregelmäßig, da bekommt man Panik. Habe erst Mitte April einen Termin beim Kardiologen bekommen, obwohl ich meine doch verdammte Angst gesagt habe. (Nein dann müssen Sie sich halt den ganzen Tag bei uns hinsetzen und warten.) Na da stehe ich ja drauf, aber ich sollte mir das doch noch mal überlegen, denn ich kann echt nicht mehr. Ach, und Hautprobleme sind auch ganz typisch. usw. Wer weiß Rat außer Therapie... ich will und muss da beruflich alleine raus kommen. Würde mich über Antworten von Euch (Betroffen oder auch nicht) freuen.
Bernhard. B aus Nürnberg (01.02.2012): Hallo liebe Leidgeprüfte! Ich habe seit mehreren Jahren Rhythmusstörungen, die sich bei mir als Herzstolpern bemerkbar machen. Seit Nov. 2011 habe ich nun Vorhofflimmern. Allerdings bemerkte ich dies selbst nicht, sondern durch eine Routineuntersuchung mit EKG wurde dies festgestellt. Seit einigen Monaten bemerkte ich jedoch eine erhebliche Leistungseinbuße beim Sport, was ich jedoch als "Alterserscheinung" bewertete. Ich bin 59 Jahre. Bei mir wurde Langzeit-EKG, Kernspin, Kardioversion (bis jetzt erfolgreich) durchgeführt. Medikamente: Marcumar, Nebivolol, Inspra, Ramipril. Was mich interessieren würde ist, ob es viele Betroffene gibt, die dieses Vorhofflimmern selbst gar nicht bemerken? Beste Grüße und vielen Dank für diese tolle und informative Homepage. Bernhard B., Nürnberg
Karl Vaith aus Friedberg (23.01.2012): Ich gehe davon aus, dass Prof. Meinertz kein permanentes VHF hatte. Da die HF bzw. Kryoablation meist bei Pat. mit paroxysmalem VHF noch durchgeführt wird. Evtl. hat man noch Erfolg mit einer Ablations-OP (minimale invasive thorakoskopische Ablation). Artikel in der Ärztezeitung v. 03.12.2011 abgedruckt.
Karl Vaith aus Friedberg (21.01.2012): Welche Ablationsform ist zu bevorzugen? Welches Verfahren ist effektiver? Hochfrequenz oder Kryotherapie? Ist Kälte besser als Hitze? Oder wäre eine Ablations-OP der bessere Weg? Vor allem bei Pat. mit persistierendem oder permanentem VHF?
Antwort der Deutschen Herzstiftung: Vielen Dank für Ihren Kommentar. Für Fragen zu diesem Thema können Sie am einfachsten die » Sprechstunde der Herzstiftung nutzen, da Nachfragen an dieser Stelle aus technischen Gründen nicht beantwortet werden können. Alles Gute und herzliche Grüße! Ihr Mitarbeiter-Team der Deutschen Herzstiftung
Angela aus Köln (11.01.2012): Ich würde so gern wissen, ob Vorhofflimmern nicht wieder von alleine verschwindet. Ich soll Februar 2012 operiert werden und ich habe echt Angst davor. Ich denke, was von alleine kommt, geht auch wieder.
D. T. aus M. (14.11.2011): Starkes Vorhofflimmern wurde bei mir ursächlich durch einen 90%-Verschluss des RCA/RCX ausgelöst. Mit Stentimplantation ist es sozusagen nebenbei beseitigt worden. Stress habe ich heute genauso wie früher. Möglicherweise kann (kann!) er dazu beigetragen haben, die Sache ans Tageslicht zu bringen, aus meiner laienhaften Sicht aber nicht mehr.
Evelyn aus Niedersachsen (04.11.2011): Im Januar 2010 wachte ich mit Herzrhythmusstörungen auf, es war das erste Mal, dass ich derartiges erlebte, ich hatte Todesangst. Im Krankenhaus bekam ich eine Infusion, sonst keine Behandlung. Am nächsten Morgen kam die Kardiologin überstürzt in mein Zimmer und sagte sie müßte sofort defibrillieren. Ich bekam eine Kurznarkose, es geschah alles sehr schnell. Als ich aufwachte schlug mein Herz wieder normal. Ich wurde mit Flecainid eingestellt und entlassen. Meine Kardiologin übernahm diese Therapie, erzählte mir von der Ablation, die zu diesem Zeitpunkt alles heilen sollte. Bei einem späterem Termin war diese Aussage nicht mehr so eindeutig, die Ablation wurde in Frage gestellt, auch die Einnahme von Flecainid mußte ich fortsetzen. Ich bin inzwischen so verunsichert, dass ich mir eine Zweitmeinung bei einem anderen Kardiologen einholen werde. Ach ja, ich leide seit fast 30 Jahren unter Bluthochdruck, arbeite seit 23 Jahren Vollzeit in einem Pflegeheim. Mich belastet meine Situation mit meinem Herzen sehr.
Thomas Güttler aus Chemnitz (26.10.2011): Die Antwort des Mediziners ignoriert, dass man mit schonendem Sport o. Ä. die Stressbelastung verringern kann.
Rüdiger T. aus Litzendorf (25.10.2011): Ich selbst habe innerhalb von zehn Jahren 3-Ablationen erfahren. Das letzte mal 2008. Es folgen weiterhin Herzrhythmusstörungen, im 4-6 Wochen Abstand. Der Puls bewegt sich zwischen 70-95, selten über hundert. Ich nehme eine Tbl. flecadura 100mg. Der Rhythmus kommt in den Normalgang. Nach 12 Std. ist der Spuk erledigt. Es werden keine Medikamente genommen, außer wie oben beschrieben. Der Blutdruck ist während der Unregelmäßigkeit etwas niedriger. Normaler Blutdruck ist bei mir 125 zu 70. Ich bin seit 5 Jahren Rentner. Gruß, Danke für den Beitrag. PS.:Ich habe keine Angst, was vor 5 Jahren noch anders war.
Kläre aus Weiden (30.09.2011): Mir hat ein starkes Beruhigungsmittel geholfen, Tavor war das Wundermittel es wurde mir in der Klinik verabreicht.
Anonym (15.09.2011): Ich leide seit September 2010 unter Vorhofflimmern. Zu Beginn waren die Reaktionen heftig, nach 3 Monaten Bisoprolol verschwanden diese dann fast vollständig für 6 Monate. Dann kamen die Beschwerden zurück und ich bekam zusätzlich Flecainid 100 mg als Pill in the Pocket. Nach Einnahme einer Tablette Flecainid während eines Anfalles dauert es dann ca. 15 Minuten, bis die Beschwerden nachlassen. Damit war ich auch sehr zufrieden bis dann die Anfälle sich häuften, ich aber max. 2 Tabletten pro Tag nehmen sollte. Als Ausweg gibt es für mich nur noch die Ablation.
Karl Heinz B. aus Fürth/Bayern (27.08.2011): Ich habe seit Jahren Herzvorhofflimmern und eine koronare Herzerkrankung (Stent 2008). Seit Juli 2010 befinde ich (61 Jahre) mich im Vorruhestand. Der berufliche Stress ist vorbei. Nun "suche" ich mir neue Stressoren. Ich frage mich, ob dieser negative Stress nicht eine Sache der inneren Einstellung und des Umgangs mit belastenden Situationen und Ereignissen ist. Hier kann nur der Psychologe helfen.
T. B. aus Neu Darchau (25.08.2011): Hallo liebe "Leidensgenossen", ich (42 Jahre) habe das erste Mal im Februar diesen Jahres Bekanntschaft mit Vorhofflimmern gemacht. War nach ca. 12 Stunden wieder im Sinusrhythmus, bekam dann täglich je 1/2 Metrop. (50 mg) morgens und abends, zus. 1x100 mg ASS. Soweit so gut, war oft müde etc. Hielt nicht lange vor, denn zwei Monate später wieder Vorhofflimmern, wieder große Untersuchung, nichts zu finden, Kardioversion, 2 Tage KH und alles gut. Nun nehme ich morgens und abends je 1xFlecainid 100 mg. Fühle mich ganz gut, zw. komisches Gefühl (Extrasystolen o.ä.), aber ich denke das sind die Nebenwirkungen des Medikamentes. Stress habe ich auch allerdings sehr viel, halt versuchen ein wenig runterfahren und weiterhin Sport treiben. Ich hoffe , dass ich ab Oktober auf "Pill in the Pocket" umgestellt werde. Bin sehr zuversichtlich, man kann eh nicht viel ändern. Sollte das nicht klappen, dann lasse ich auf jeden Fall die Ablation bzw. chirug. Eingriff machen, auch mehrfach. P.S. Wer hat ähnlichen Verlauf? Wer hat Erfahrung mit "Pill in the Pocket"?
Wolfgang K. (22.08.2011): Mir hat ein praktischer Rat einer Ärztin nach der 2. Ablation 02/08 immer wieder sehr geholfen: Sobald der Puls unregelmäßig wurde, nahm ich eine Kältekompresse aus dem TK und legte die im Handtuch auf die Brust. Ruhe bewahren, nach ca. 45 Min. war der Puls wieder 60-65/min.
Hubert S. aus Wetter (13.08.2011): Schrittmacherimplantation in 2009, Vhf Okt. 2010, Elektrokardioversion Febr. 2011 erfolgreich, Marcumar, Langzeit-EKG 17./18. Juli, Marcumar ersetzt dch. Aspirin protect Ergebnis: positiv.
Andreas aus Titting (11.08.2011): Ich bin auf der Suche nach Patienten, bei denen das Vorhofflimmern durch Sport ausgelöst wird, so wie es bei mir der Fall ist. Stunden nach dem Sport setzt bei mir eine Bradykardie ein, welche dann zum Vorhofflimmern führt. Das kann dann die ganze Nacht dauern.
Annemie H. aus Hachenburg (28.07.2011): Ich glaube ich leide unter seelischem Stress. Ein Wohnungswechsel hat alles in mir ausgelöst. Vorhofflimmern und Herzrhythmusstörungen. Ich ahnte aber nicht, dass diese Krankheit in mir steckte, bis zu dem Checkup, den der jetzige Hausarzt mir verordnete. Da kam so einiges zum Vorschein. Leute denkt an Eure Gesundheit solange Ihr noch Euer eigener Herr seid. Ganz arg hat mir die zu kleine Wohnung zugesetzt, aber ich weiß nicht, wie komme ich an eine passende heran. A. H.
H. G. aus Dresden (02.07.2011): Sehr geehrter Herr Professor, mich irritiert diese Aussage, dass Stress Rhythmusstörungen auslösen oder begünstigen. Ich habe in einer Ihrer Sprechstunden erfahren, dass Stress den Herzschlag beschleunigen kann, jedoch kein Vorhofflattern bewirkt. Da ist man als Laie, welcher unter schweren Attacken von Rhythmusstörungen leidet schon irritiert und meidet mmer mehr Situationen, die diese vielleicht auslösen. Man hat schon Angst isoliert und nicht mehr fähig zu sein am Leben teil zu nehmen. Mit freundlichem Gruß, H. Gütler
Norbert N. aus Köln (16.04.2011): Bei mir ist es genau so, wenn mein hektischer Chef reingestürzt kommt, bekomme ich kaum noch Luft vor einsetzenden Rhythmusstörungen. Ich muss dann oft die Rytmonormdosis erhöhen.
Mia aus Schönefeld (12.04.2011): Ich finde es super, dass man hier so viel nachlesen kann, da ich immer mal wieder über Std. bzw. Tage Herzstolpern habe. Dann kommt die Angst hoch, es könnte ja etwas Ernstes dahinter stecken.
Jürgen Gärtner aus Markkleeberg (09.03.2011): Kann nicht auch ein Defi hilfreich sein?
René aus Köln (18.01.2011): Also ich kann das sehr gut nachvollziehen, dass Stress negative Auswirkungen hat. Habe Mitte Dez. die zweite Ablation erhalten und bin 1 Woche später arbeiten gegangen und das war der Fehler schlechthin. Keine 3 Std. hat es gedauert und alles war vorbei. Habe jetzt am 7. Jan eine Kardioversion bekommen und bis jetzt tickt das Herz noch richtig. Unter Einnahme von Amiodaron werde ich eine neuen Versuch wagen. Sollte es wieder schief gehen, dann muß ich wohl mit meinen Yoga machen. :o). Auf jeden Fall 90 % all meiner Attacken hatten mit Stress in der Firma zu tun. Ich bin froh, dass es mir nicht nur alleine so geht. Ich finde diese Seite auf jeden Fall sehr interessant und werde öfter mal hier lesen.
Ingrid S. aus Saarwellingen (11.11.2010): Hallo, mir sagte man immer, meine Vorhofflimmer-Attacken seien rein körperlicher Natur und hätten absolut nichts mit psychischer Belastung und Anspannung zu tun. Ich habe es für mich aber immer so bemerkt... Für mich ist es beruhigend zu wissen, daß es doch einen Zusammenhang gibt. Vielen Dank
Uwe Wiemer aus Oderwitz (05.11.2010): Das ist so mit Abkürzungen und Fachwörtern, unverständlich für Laien. Wenn es sich um gut gemeinte Informationen für Interessierte handelt, sollten sie verständlich sein. In der Moderation zu Stuttgart 21 hat Hainer Geißler immer wieder diese Aufforderung an die Beteiligten stellen müssen im Interesse der allgemeinen Verständlichkeit. Was heißt eigentlich ETW? Ganz einfach Eierteigwaren, wenn man es weiß :-)) !
Werner B. aus Wiefelstede (14.10.2010): Ich fand die Informationen sehr hilfreich. Ich habe eine Herzkatheterablation hinter mir, jedoch trat einige Zeit später wieder Vorhofflimmern bei mir auf. Ich bin jetzt fest entschlossen, eine zweite, wenn nötig auch eine dritte Ablation durchführen zu lassen.
Heike F. aus Hennef (12.08.2010): Ja, weil bei mir die gleichen Symptome wie bei Werner Z. auftreten oder aufgetreten sind und nach mehreren Elektro-Schocks und Medikamenten (Biso Hexal, Flecainid und Marcumar) eine Ablation ansteht. Die Antwort von Prof. Meinertz hat mir Mut gemacht.
D. aus Essen (10.08.2010): Nachdem sich bei mir herausgestellt hat, dass ich auf viele Antiarrhythmika-Medikamente, unter anderem auch Multaq, allergisch reagiere, hat man mir eine Ablation nahe gelegt. Ich bin aber noch nicht so ganz überzeugt diese machen zu lassen, aber um wieder mehr Lebensqualität zu erhalten bin ich schon geneigt diesen Weg zu gehen. War heute morgen im Krupp-Krankenhaus in Essen und würde es auch dort machen lassen. Hatte letzte Woche einen Anfall, der fast 47 Stunden gedauert hat und hab sehr große Angst bekommen, weil es so lange gedauert hat, bis sich mein Sinus-Rhythmus wieder eingestellt hat.
Dilchert H. aus Laudenbach (09.08.2010): Habe seit 1993 immer wiederkehrende Herzrhythmusstörungen mit Vorhofflimmern, zuletzt im Febr. 2010. Nach Elektrokardioversion und Einstellung auf das Medikament MULTAQ 400 mg. (1 Tabl. morgens u. 1 abends), 1x Kinzal mono und Marcumar ist mein Zustand bis heute OK, d. h., Herzrhythmus u. Blutdruck sind in Ordnung. Multaq 400 mg wurde mir übrigens empfohlen, um eine Ablation zu vermeiden.
Dr. Olga P. aus Wien (05.08.2010): Ich lebe in Wien und litt seit 2004 unter paroxysmalem Vorhofflimmern. Im AkH wurden mir Antiarrhythmika verordnet. Auf Propafenon verlängerte sich meine QT-Zeit außerordentlich, sodass ich bewusstlos wurde und die Wr.-Rettung mich reanimierte. Mein Erinnerungsvermögen ist gleich Null. Herr Prof. Gössinger auf der Kardiologie machte eine Ablatio - er präparierte die Pulmonalvenen genau, sodass ich heute ohne Therapie frei von Anfällen bin. Ich meide Stress soweit das im Zusammenleben mit Menschen überhaupt möglich ist. Sollte ein Anfall von paroxysmalem Vorhofflimmern auftreten, so spritze ich mir 4 Tage Enoxaparin (Lovenox) und sediere mich mit Praxiten. Das ist alles und ich hoffe, dass mir eine zweite Ablatio erspart bleibt. Mit besten Grüßen aus Wien.
Mechtild S. (05.08.2010): Die Frage des Patienten habe ich seit langem. Muss man vor einer Ablation Angst haben? Sollte man nur bestimmte Herzzentren für eine Ablation aufsuchen, oder ist die Behandlung schon Routine?
Hinweis der Deutschen Herzstiftung: Vielen Dank für Ihren Kommentar. Für Rückfragen zu dem Thema bitte die » Sprechstunde der Herzstiftung nutzen, da Nachfragen an dieser Stelle aus technischen Gründen nicht beantwortet werden können.
Sabine Feichtmeier (04.08.2010): Der oben genannte Patient scheint mit dem Vorhofflimmern u. U. auch psychosomatisch zu reagieren. Es wäre zu empfehlen, geeignete Entspannungsübungen zu erlernen oder auch ein Therapeutengespräch wahrzunehmen. Mit freundlichem Gruß Gesundheitspraktikerin Sabine
Sylvia J. aus Berlin (04.08.2010): Mir half nach 4 erfolglosen Ablationen eine MAZE-Operation beim Prof. Dr. Hetzer hier in Berlin. Der Genesungsweg hat zwar lange gedauert, aber es hat sich gelohnt.
Karl H. aus Raesfeld (03.08.2010): Herrn Prof. Dr. Med. Meinertz und dem NDR gilt mein "herzlicher" Dank, dass ich durch einen Beitrag in der Sendung "Visite" (vor ca. 4. Jahren) auf die Behandlungsmöglichkeiten mittels Ablation aufmerksam wurde! Nach 10 Jahren Rhythmusstörungen / Vorhofflimmern (zuletzt permanent), wobei Tambocor mir in den ersten Jahren noch geholfen hat, habe ich mich in Absprache mit meinem Kardiologen für die HF-Ablation entschieden. Allerdings waren auch bei mir 3 Ablationen erforderlich. Nach der ersten war ich nur ein paar Tage beschwerdefrei, nach der zweiten einige Monate und nach der dritten bin ich nun bereits seit einem Jahr wieder "im Rhythmus" - seit Kurzem ohne Medikamente! Interessanterweise zeigte sich der Erfolg der 2. + 3. Ablation erst nach 2-3 Monaten, nachdem ich wg. zurückkehrender Rhythmusstörungen die Hoffnung bereits aufgegeben hatte (die Ablationen wurde jeweils mit einer Kardioversion abgeschlossen). Ich würde es wieder so machen, der Gewinn an Lebensqualität ist enorm!
Dr. Henning M. aus Meiningen (03.08.2010): Ich litt während meiner letzten Dienstjahre an Stress bedingten Herzrhythmusstörungen. Ein Abbau der durch Stress bedingten Umstände führte zu einer Besserung. Trotzdem traten die Herzrhythmusstörungen im Ruhestand wieder auf. Eine Ablation blieb erfolglos. Ich nehme nunmehr regelmäßig Medikamente.
H. Rath aus Essen (03.08.2010): Bei der doch sehr dezidierten Fragestellung könnte man doch einen psychokardiologisch erfahrenen Kollegen hinzuziehen, da zu diesem Punkt ja nur eine kurze Stellungsnahme abgegeben wurde.
Christine de G. aus Freiburg im Breisgau (02.08.2010): Ich litt ebenfalls an immer wiederkehrendem Vorhofflimmern und eine Ablation ist in meinem Fall nicht möglich. Nun bin ich mit Tambocor recht gut eingestellt. Dennoch habe ich hin und wieder vor allem durch vegetative Einflüsse z. B. Stress, Aufregung etc.) Rhythmusstörungen. Aufgrund der Empfehlung meines Kardiologen nehme ich jetzt seit 2-3 Monaten relativ hochdosiert (2x300mg Magnesium/Tag). Es ist enorm wie das die med. Einstellung unterstützt und die Rhythmusstörungen nochmals minimiert!
Annette J. aus Boch (02.08.2010): Hilfreich für mich, da ich bisher keine Ahnung von Ablationen habe. Werde es direkt nachholen. MfG
Karl-Heinz A. (02.08.2010): Ich hatte bis vor einer Woche ähnliche Symptome. Nun wurde ein neuer Stent gesetzt, der scheinbar eine Besserung bringt (nach einer Woche erst).
Fred C. aus Jüchen (02.08.2010): Hatte auch Vorhofflimmern, musste einige Zeit Marcumar nehmen - jetzt Bisoprolol, Amiodaron u. ASS 100. Bin froh von Marcumar weg zu sein, um nicht ständig zur Blutentnahme gehen zu müssen und den Quick-Wert zu prüfen.
Manfred B. aus München (02.08.2010): Trotz 2 Ablationen hatte ich immer noch intermittierende VHF-Attacken, ausnahmslos in Ruhephasen (heart in holiday Syndrom) also nicht durch Stress. Seit Jahresbeginn nehme ich das "neue" Medikament Dronedaron (Handelsname Multaq). Seitdem ist der Spuk (bisher) vorbei, wobei ich immer noch "marcumarisiert" bleiben will, da ich der Geschichte noch nicht recht traue. Insofern macht der Artikel und die Kommentare Hoffnung, doch mit einer weiteren Ablation das Risiko sicher zu eliminieren und damit "beruhigt" von den Medikamenten wegzukommen.
Horst S. aus Jesteburg (02.08.2010): Habe das Problem seit 1996, bin dann im Jahr 1996 und noch einmal 2001 ablatiert worden. Leider ohne Erfolg. Nehme seitdem Tambocor 2x1. Nachdem sich jetzt neue Pulmonalvenenablationen bewährt haben, wage ich diese nach vorheriger Besprechung in einer Herzrhythmussprechstunde noch einmal im September diesen Jahres. Den Leidensweg von Herrn Prof. Dr. Meinertz habe ich verfolgt. Seine Meinung ist für mich der Entscheidungsgrund für die bevorstehende Ablation.
Berthold S. aus Ransbach-Baumbach (02.08.2010): Ich hatte über Jahre Vorhofflimmern und Herzrhythmusstörungen. Nach der Entfernung der Schilddrüse 2009 ist der Spuk vorbei.
Schmalzriedt aus Nersingen (02.08.2010): Eine Ablation hat bei mir ca. 1 Jahr gehalten, dann kamen die Rhythmusstörungen wieder zurück, allerdings nur noch sporadisch. Der Auslöser wurde bis heute nicht gefunden. Stress kann nicht der Auslöser sein, da ich bereits seit 10 Jahren im Ruhestand bin. Ich vermute es kommt vom Rücken, denn nach Einnahme von Voltaren Resinat vergehen die Störungen nach und nach wieder.
Sighart T. aus Kronberg (02.08.2010): In Folge von nicht erkannten Vorhofflimmern erlitt ich 1996 einen Schlaganfall mit halbseitiger Lähmung und Sprachverlust. Vorzeichen waren Schwindelanfälle, die nach tiefem Durchatmen aufhörten. Heute habe ich mich bis auf eine teilweise gelähmte linke Hand (der Daumen reagiert spastisch) erholt. Eine zweimalige Kardioversion in der Reha hatte keinen Erfolg. Ich bin heute medikamentös eingestellt mit Bisoprolol 5 mg (1-0-0), Triamteren comp. 50mg/25mg (1-0-0), Aprovel 150mg (1-0-1) und Marcumar.
Die Nebenwirkungen dieses Tabletten-Mix sind beträchtlich. Welche Empfehlungen gibt es diesen Mix abzubauen. Vor allem
fürchte ich die Nebenwirkungen von Marcumar. Bewegungs-mäßig komme ich nicht über den "zweiten Gang" hinaus. Könnte ein Herzschrittmacher oder etwas ähnliches bei mir Abhilfe schaffen?
Hinweis der Deutschen Herzstiftung: Vielen Dank für Ihren Kommentar. Für Fragen zur eigenen Herzerkrankung bitte die » Sprechstunde der Herzstiftung nutzen, da Nachfragen an dieser Stelle aus technischen Gründen nicht beantwortet werden können.
Peter S. (02.08.2010): Ich finde die Info sehr hilfreich. Ich habe selbst schon 2 Ablationen hinter mir, nachdem nach der ersten Behandlung Vorhofflimmern wieder aufgetreten ist. Es beruhigt mich, dass scheinbar Vorhofflimmern nach einer Ablation nicht zu heilen ist. Z. Zt. bin ich nach der 2. Behandlung beschwerdefrei, war allerdings der Meinung, dass höchstens 2 Ablationen zulässig sind, wie ich die behandelten Ärzte verstanden habe.
Martin F. aus Lingen (02.08.2010): Bei mir war ebenfalls eine 3. Ablation notwendig. Es hat sich gelohnt, ich bin ohne Medikamenten-Einnahme wieder belastungsfähig und beschwerdefrei. Das Leben macht wieder Freude. Man sagte mir im Ablationszentrum, dass Alkohol Auslöser für Vorhofflimmern sein könnte, aus diesem Grunde habe ich seit gut dreieinhalb Jahren keinen Tropfen Alkohol mehr getrunken. Ich habe auch vorher nur gelegentlich Alkohol zu mir genommen. Es geht mir jetzt gut und es geht auch ohne.
Vaith aus Friedberg (02.08.2010): Es gibt ja verschiedene Arten der Ablation. Wärme- und Kälteablation. Welche sollte man denn bevorzugen?
Hinweis der Deutschen Herzstiftung: Lieber Herr Vaith, vielen Dank für Ihren Kommentar. Für Rückfragen zu dem Thema bitte die » Sprechstunde der Herzstiftung nutzen, da Nachfragen an dieser Stelle aus technischen Gründen nicht beantwortet werden können. Herzliche Grüße! Ihre Herzstiftung
Waltraud S. aus Henstedt-Ulzburg (02.08.2010): Mein Vorhofflimmern beseitige ich durch Einnahme von 2 Tabletten "Tambocor". Dann eine halbe Stunde ruhen und der Puls ist für lange Zeit wieder ok. Vorhofflimmern wird auch bei mir durch Stress ausgelöst (Reisevorbereitung, Wohnungsrenovierung etc.) MfG Waltraud Schmidt, Henstedt-Ulzburg
Willi Reinartz aus Kempen (02.08.2010): Da durch die Ablation am Herzen eine tatsächliche Heilung des Vorhofflimmerns möglich ist, kann ich nur das Statement von Herrn Prof. Meinertz unterstreichen. "Will ich weg von Herzrhythmusmedikamenten, muss ich eine zusätzliche Ablation von - erfahrenen - Ärzten durchführen lassen."
Junker aus Germersheim (30.07.2010): Ich habe das Vorhofflimmern erst seit ich in Rente bin. 3 Jahre lang lag ich jede Woche 1 Tag flach. Dann habe ich den Kardiologen gewechselt, der mir dann Ramipril verschrieb, ein Medikament gegen Bluthochdruck, das hilft. Ich spüre kein Vorhofflimmern mehr. Habe aber nun permanentes Vorhofflimmern. Ich kann gut damit leben!
Friedhelm G. aus Gütersloh (30.07.2010): Ich habe auch Vorhofflimmern neuerdings mit den o. g. Symptomen bei zunehmendem Stress. Ich nehme z. Zt. keine Medikamente gegen Vorhofflimmern, außer Bisoprolol, da mein Herzschlag sonst zu niedrig wird. Zwecks Ablation habe ich nach den neueren Symptomen noch nicht mit meinem Kardiologen gesprochen.
Peter A. aus Hamburg (30.07.2010): Einmal deshalb, weil ich in der gleichen Lage bin wie der Fragende und ich die kurze, aber präzise Antwort von Prof. Meinertz, positiv finde und mir auch weiter hilft.



