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Tipp für Herzpatienten

Exklusive Zeitschrift zu Herzerkrankungen

In HERZ HEUTE geben unabhängige Herz­ex­per­ten, die z. B. als Chef- oder Oberärzte an Uni­ver­si­täts­kli­ni­ken tätig sind, wertvolle Rat­schlä­ge zu Herz­krank­hei­ten (wel­che neuen The­ra­pien tatsächlich zu em­pfeh­len sind oder wie Be­trof­fe­ne ihre Er­kran­kung selbst po­si­tiv be­ein­flus­sen können).
Mitglieder bekommen die ex­klu­si­ve Zeitschrift, die nur über die Deutsche Herzstiftung und nicht am Kiosk erhältlich ist, kostenfrei im Abon­ne­ment nach Hause ge­lie­fert.
Hinweis: 2007 wurde die Chef­re­dak­teu­rin von HERZ HEUTE, Dr. Irene Oswalt, für die kompetente Berichterstattung in HERZ HEUTE mit dem Preis für Wissen­schafts­jour­na­lis­mus der Deutschen Ge­sell­schaft für Kardiologie (DGK) geehrt. Zuvor war die hohe Aus­zeich­nung u. a. an Redakteure der FAZ und Süddeutschen Zei­tung gegangen, was die hohe Qualität von HERZ HEUTE ver­deut­licht.
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Aktuelle Frage aus der Online-Sprechstunde

„Medikamente lieber morgens oder abends einnehmen?“

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Expertenbeitrag in HERZ HEUTE erschienen

Mit Rauchen aufhören: Welche Hilfe ist von Medikamenten zu erwarten?

Medikamente gehören zu den beliebtesten Hilfsmitteln, um mit dem Rauchen aufzuhören. Berücksichtigen sollte man allerdings, dass die auf dem Markt angebotenen Präparate deutliche Unterschiede aufweisen. Welche Wirkstoffe zu empfehlen sind und worauf bei der Anwendung zu achten ist, haben nun Experten von der Uniklinik Hamburg-Eppendorf in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift HERZ HEUTE zusammengefasst. Die wichtigsten Aussagen des Beitrages gibt es hier zum Nachlesen.

Das Rauchen aufzugeben, ist oft eine große Herausforderung. Allerdings sind heute mit professionellen Hilfen hohe Erfolgsraten möglich. Eine zusätzliche Bedeutung haben dabei Medikamente, mit denen sich die Entzugssymptome und das permanente Verlangen nach einer weiteren Zigarette reduzieren lassen.

Unkomplizierte Beratung per Telefon

Wer mit dem Rauchen aufhören möchte, steht heute vor einer großen Auswahl an Hilfsangeboten. Welcher Ansatz am besten ist, muss immer individuell geprüft werden, da die Reaktionen auf den Zigaretten-Entzug unterschiedlich ausfallen. Optimal ist deshalb eine kurze Beratung, bei der sich diese Dinge unkompliziert klären lassen.

Montag bis Freitag von 14-18 Uhr

Sehr zu empfehlen ist dafür zum Beispiel die telefonische Beratung des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg, mit dem die Deutsche Herzstiftung seit Jahren in vielen wichtigen Gesundheitsfragen kooperiert (Telefon 06221 424200). Entsprechend kompetente Mitarbeiter stehen dort von Montag bis Freitag (14-18 Uhr) für Auskünfte zum Thema Rauchen und Aufhören zur Verfügung.

Nikotinpräparate sind erste Wahl

Wer mit dem Rauchen aufhören möchte und dabei unterstützend Medikamente einsetzen will, kann sich heute vor allem zwischen drei verschiedenen pharmakologischen Ansätzen entscheiden.

Erste Wahl sind nach wie vor Nikotinpräparate, mit denen sich Entzugserscheinungen wie Ruhelosigkeit, Nervosität oder depressive Verstimmungen deutlich verringern lassen.

Kaugummi, Pflaster oder Lutschtabletten?

Auf welche Weise man dem Körper das Nikotin optimalerweise zuführt, ist individuell zu entscheiden. Soll z. B. in Situationen, in denen früher typischerweise zur Zigarette gegriffen wurde (Stress, Langeweile etc.), eine schnelle Wirkstoffaufnahme erfolgen, ist dies mit Nikotin-Kaugummis oder entsprechenden Lutschtabletten möglich, die innerhalb von 30 Minuten ihre Wirkung entfalten können.

Sollen dagegen starke Schwankungen des Nikotinspiegels vermieden werden, bieten sich Nikotinpflaster an, mit denen die Nikotinkonzentration im Blutplasma langsamer ansteigt und die Wirkstofffreisetzung über einen längeren Zeitraum erfolgt.

Langsam kauen

Bei Nikotinkaugummis ist darauf zu achten, dass auf ein langsames Kauen wert gelegt wird. Denn bei schnellem Kauen wird der Wirkstoff zu einem großen Teil verschluckt und dann (nach der Resorption im Darm) von der Leber abgebaut, bevor sich das Medikament im Körper verteilen kann. Eine gute Wirkung ist nur gewährleistet, wenn das Nikotin bereits von der Mundschleimhaut aufgenommen wird und somit ohne vorherige Leberpassage direkt in den Blutkreislauf gelangt.

Hinweis: Grundsätzlich hängen die Erfolgsraten der Raucherentwöhnung nicht davon ab, ob Nikotin in Form von Kaugummis, Lutschtabletten oder als Pflaster zum Einsatz kommt. Zumindest zeigten sich in Studien nur unwesentliche Unterschiede zwischen den verschiedenen Darreichungsformen.

Wichtig: Nicht angewendet werden darf eine Nikotinersatztherapie bei schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie z. B. Herzinfarkten innerhalb der letzten drei Monate, instabiler Angina pectoris, schweren Herzrhythmusstörungen, akutem Schlaganfall, stark eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion oder Magen-/Zwölffingerdarmgeschwüren.

Alternative zu Nikotinpräparaten?

Als Alternative zu Nikotinpräparaten kommt der Wirkstoff Bupropion in Frage, der in Zyban® enthalten ist und zur Klasse der so genannten Antidepressiva zählt. „Die Erfolgsraten sind bei der Raucherentwöhnung ähnlich hoch wie bei Nikotinersatztherapien, allerdings zeigen sich unter Bupropion ungünstigere und teilweise gefährliche Nebenwirkungen”, so der Hinweis von Dr. med. Arne Hansen und Prof. Dr. med. Thomas Eschenhagen, die den Expertenbeitrag zum Thema „Medikamente und Raucherentwöhnung” in der Zeitschrift der Deutschen Herzstiftung Herz Heute verfasst haben.

Hinweis: Im Gegensatz zu Nikotinpräparten, die rezeptfrei in der Apotheke erhältlich sind, muss der Wirkstoff Bupropion vom Arzt verschrieben werden. Da zwischen Bupropion und einigen anderen Medikamenten Wechselwirkungen auftreten können, muss die Dosierung von Bupropion je nach Begleitmedikation regelmäßig überwacht und ggf. angepasst werden. Dies gilt z. B. für Betablocker wie Metoprolol, für verschiedene Herzrhythmusmedikamente (z. B. Propafenon, Flecainid), Clopidogrel und Ticlopidin sowie für verschiedene Antidepressiva und Antipsychotika.

Wie sicher ist Vareniclin?

Eine neue Alternative ist Vareniclin, das in dem Medikament Champix® enthalten ist und an Nikotinrezeptoren ansetzt. In einer Studie war Vareniclin stärker wirksam als Bupropion. „Allerdings wurden auch unter Vareniclin in der Vergangenheit teilweise schwerwiegende Nebenwirkungen beobachtet, z. B. neuropsychiatrische Symptome und suizidale Handlungen”, erläutern Dr. Hansen und Prof. Eschenhagen. Da der Wirkstoff Vareniclin relativ neu ist, wird eine abschließende Beurteilung, insbesondere im Hinblick auf dessen Sicherheit, nach Hinweisen der beiden Pharmakologen erst in einigen Jahren möglich sein. Wie Bupropion ist auch Vareniclin nur auf Rezept erhältlich, weshalb für diesen Therapieansatz ebenfalls ein vorheriger Arztbesuch erforderlich ist.

Fazit: Das Wichtigste ist und bleibt der feste Wille zum Aufhören, verbunden mit einer ärztlichen oder psychologischen Betreuung.

Kompletter Expertenbeitrag in Originallänge hier erhältlich

Den vollständigen Expertenbeitrag zum Thema Medikamente und Raucherentwöhnung mit zahlreichen weiteren Informationen zu Dosierungen, Nebenwirkungen, Therapiekosten und Erfolgsraten können Mitglieder der Deutschen Herzstiftung in der Zeitschrift Herz Heute nachlesen, die regelmäßig unabhängige Beiträge von Herzspezialisten zu wichtigen Fragen der Kardiologie enthält und allen Mitgliedern viermal im Jahr kostenlos per Post zugestellt wird.

Beitrag hier herunterladen (nur für Mitglieder)

Welche Erfolge bewirkt der Rauchstopp im Körper?

  • Schon 1 Tag nach dem Rauchstopp verfeinert sich der Geruchs- und Geschmackssinn.
  • 3 Tage nach der letzten Zigarette bessert sich die Atmung merklich.
  • Nach 3 Monaten kann sich die Lungenkapazität um bis zu 30 % erhöhen.
  • 1 Jahr nach dem Rauchstopp hat sich das Risiko für eine koronare Herzkrankheit halbiert.
  • 2 Jahre nach dem Rauchstopp ist das Herzinfarktrisiko auf fast normale Werte abgesunken.
  • 10 Jahre nach dem Rauchstopp ist das Lungenkrebsrisiko fast gleich groß wie bei Nichtrauchern.
  • 15 Jahre nach dem Rauchstopp ist das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, als hätte man nie geraucht.

 

 
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