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Sprechstunde der Deutschen Herzstiftung
Bluthochdruck: „Kann ich meine Werte mit Naturpräparaten senken?“
Bislang 14 Kommentare zu diesem Beitrag (Stand: Mittwoch, 16.05.2012)
Viele Menschen haben nach wie vor ein hohes Interesse an sogenannten Naturpräparaten, zu denen wir immer wieder interessante Fragen in der Herzstiftungs-Sprechstunde bekommen. Kürzlich wurde z. B. gefragt, ob Schüßler-Salze und verschiedene andere Behandlungsansätze den Blutdruck senken können. Hier die Antwort, die Sie als Mitglied neben weiteren wichtigen Sprechstunden-Fragen schon in HERZ HEUTE 3/2011 gesehen haben könnten.
Die Frage: „Bitte geben Sie mir einen Rat, wie ich mit Naturpräparaten meinen Bluthochdruck senken kann. Da ich oft medizinische Broschüren lese, habe ich erfahren, dass mit Apfelessig-Misteltrunk, Schüßler Salzen, japanischen Heilströmen, Bluthochdrucktee und anderem mehr der Blutdruck beeinflusst werden kann. Besonders interessiert mich, ob ich Arginin einnehmen sollte, weil bei mir vielleicht ein Mangel vorliegt.“ (Henry P., Neckargemünd)
Die Experten-Antwort:
Für die von Ihnen angesprochenen Naturpräparate ist eine gesicherte, den Blutdruck senkende Wirkung nicht nachgewiesen – bei Naturheilmittel am ehesten noch für Knoblauch.
Arginin führt im Tierexperiment zu einer leichten Blutdrucksenkung. Aber gesicherte Erkenntnisse bei Bluthochdruckkranken liegen darüber nicht vor.
Wichtig ist die blutdrucksenkende Wirkung einer Verminderung des Salzverzehrs. Kochsalz sollten Sie in der Küche äußerst sparsam, möglichst überhaupt nicht mehr verwenden, sondern stattdessen die Speisen mit frischen oder getrockneten Kräutern würzen.
Salzmangel ist nicht zu befürchten
Den Salzstreuer sollten Sie meiden, ebenso Pökelwaren und Fischmarinaden, Fertiggerichte, gleich ob Konserven oder Tiefkühlkost, weil sie sehr salzhaltig sind. Wurst und Käse sollten Sie wegen ihres hohen Kochsalzgehaltes nur sparsam genießen.
Zu einem Kochsalzmangel kommt es durch diese Beschränkungen nicht, da 80 % der Kochsalzaufnahme durch verarbeitete Lebensmittel, vor allem auch mit dem Brot erfolgt.
Wenn Sie regelmäßig interessante Fragen aus unserer Sprechstunde lesen wollen, empfehlen wir Ihnen die Herzstiftungs-Zeitschrift HERZ HEUTE, die Sie als Mitglied 4x pro Jahr frei Haus geliefert bekommen und die neben Experten-Berichten zu neuen Therapie-Methoden auch immer eine umfangreiche Sprechstunden-Rubrik enthält. ➞ Alle wichtigen Infos zur Mitgliedschaft
Diese Sprechstunden-Frage hat beantwortet: Prof. Dr. med. Dieter Klaus ist Herzspezialist und Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Herzstiftung. Zu seinen medizinischen Schwerpunkten zählt u. a. das Thema Bluthochdruck und Herzerkrankungen.
Bislang 14 Kommentare zu diesem Beitrag
Horst B. aus Bexbach (22.04.2012): Wie kann ich meinen Blutdruck senken? Durch Pflanzen oder Nahrung?
Hinweis der Deutschen Herzstiftung: Vielen Dank für Ihren Kommentar. Für Fragen zur eigenen Herzerkrankung können Sie am einfachsten die » Sprechstunde der Herzstiftung nutzen, da Antworten an dieser Stelle aus technischen Gründen nicht möglich sind.
Ulf Müller aus Essenbach (22.04.2012): Hallo, ich fand die Information von Prof. Klaus informativ. Leider weiß man wirklich nicht mehr, was man noch wirklich essen und trinken kann, denn überall ist Kochsalz enthalten. Ich habe auch riesige Probleme mit zu hohem Blutdruck und meine Messwerte sind jeden Tag anders! Ich treibe Sport, ich esse sehr viel Obst, Gemüse, wenig Fleisch, fast kein Alkohol (mal ein Bier) und keiner kann mir wirklich helfen. An manchen Tagen ist es super und an manchen dann geht er in die Höhe so ungefähr wie das Wetter ist!!! Schönen Sonntag noch. M. f. G Ulf Müller
Victor v. W. aus Sao Luis (Portugal) (04.12.2011): Ich habe gute Erfahrungen mit ungeschälten süßen Mandeln gemacht, ich habe außerdem noch einen Altersdiabetes und die Mandeln senken die Blutzuckerwerte auf das Maß eines gesunden Menschen. Selbst Hildegard von Bingen hat schon den Genuss von Mandeln empfohlen.
Gisela S. aus Oberaudorf (01.12.2011): Am 28.09.2011 bekam ich im Krankenhaus Rosenheim einen Herzschrittmacher. Alles war gut, auch nach dem Fädenziehen sah die Wunde sehr gut aus. Am 29.10.2011 bin ich mit meinem Mann in die Türkei geflogen und bekam am nächsten Tag starke Schmerzen an der OP-Schulter, die auch dick angeschwollen war und noch ist. Dazu kam nach 5 Tagen eine offene Wunde, die bis heute noch eitert und noch offen ist. Ich war beim Kardiologen im Krankenhaus, der hat mir Antibiotika und Salbe zum Einreiben verschrieben. Jetzt habe ich ständig zu hohen Blutdruck (vor der OP war er immer niedrig) was soll ich machen?
Hinweis der Deutschen Herzstiftung: Vielen Dank für Ihren Kommentar. Für Fragen zur eigenen Herzerkrankung können Sie am einfachsten die » Sprechstunde der Herzstiftung nutzen, da Antworten an dieser Stelle aus technischen Gründen nicht möglich sind.
Franz Musalik aus Grünwald (28.11.2011): Es ist für mich nichts Neues, dass Salzkonsum und Knoblauch Einfluß auf den Blutdruck haben. Der Stresseinfluß ist ebenso wichtig. Bloß leider kann man den nicht so ohne weiteres ablegen.
Sigrid Katz aus Freilassing (26.11.2011): Den Ratschlag bezügl. Kochsalz finde ich sehr gut. Er ist auch leicht umzusetzen!
Brigitte Schwendtke aus Trier (26.11.2011): Viel Knoblauch essen und Salz meiden wußte ich auch zuvor schon. Ich hatte eine blutdrucksenkende Lebensmittelliste und auch blutdrucksenkende Rezepte erhofft. Denn die 5 Gruppen Blutdrucksenker mit all Ihren Unter-Unter-Unter-Unter-Untergruppen und weitere Unter-Unter-Untergruppen, mit all den vielen Nebenwirkungen sind bekannt. Ich suche nach Lebensmitteln, die ohne Nebenwirkungen auf gesunde Weise den Blutdruck senken.
Dr. phil. Günter Meier aus Blankenfelde (26.11.2011): Ich hätte erwartet, dass auf das Weißdornpräparat Crataegutt eingegangen würde. Dieses Medikament haben schon meine Großeltern genommen und gelobt. Ich bitte um eine ausführlichere Beantwortung, wenn es geht.
Antwort der Deutschen Herzstiftung: Vielen Dank für Ihren Kommentar. Für Fragen zu diesem Thema können Sie am einfachsten die » Sprechstunde der Herzstiftung nutzen, da Nachfragen an dieser Stelle aus technischen Gründen nicht beantwortet werden können. Alles Gute und herzliche Grüße! Ihr Mitarbeiter-Team der Deutschen Herzstiftung
Birgit-Christine B. aus Frankfurt am Main (25.11.2011): Sehr geehrter Herr Professor, ich bin dankbar für die Informationen zum Thema Bluthochdruck. Seit Wochen versuche ich, mit verschiedenen Tablettengaben, den urplötzlich erhöhten Blutdruck (+/- 220:110) auf normal zu bekommen - vergebens. Sofort habe ich heute das Salz aus meiner Küche verbannt, Knoblauch gekauft, geschält, in Öl eingelegt (damit er nicht austrocknet). Trotz der Weihnachtszeit werde ich versuchen, die Süßigkeiten anderen, gesunden Menschen zu überlassen. Dankeschön und eine schöne Adventszeit wünscht Ihnen B.-C. B., Frankfurt
G. Hauschild aus Burbach (25.11.2011): Frage: Es wird immer wieder auf den Vorteil der Mittelmeerküche hingewiesen. Besonders auf die Küche der Griechen. Aber die Lebenserwartung der Griechen ist wie bei den Deutschen im Schnitt 82,4 Jahre.(Hierbei dürfte wohl der geringere Bluthochdruck auch kein Vorteil sein). Wohin die Franzosen eine Lebenserwartung von 84,3 Jahren haben. Dies obwohl die meisten Franzosen nie das viel gepriesene Vollkornbrot gegessen haben. Wie erklärt sich denn dieser Unterschied. Frankreich ist wohl kein klassischer Mittelmeerstaat. Wie liegt denn hier der Blutdruck gegenüber den deutschen Nachbarn? Desgleichen stellt sich die Frage: warum sollten wir anstelle von Croissants Hefe Hörnchen essen (wie in dem neuesten Heft "Bluthochdruck heute" empfohlen wird. Ich finde hier die Enden nicht zusammen. Vielleicht sollten wir doch mehr auf die Lebensweise der Franzosen hinweisen, mit einem Gläschen Rotwein am Tag kann dies doch wohl auch nicht abtun!
Ergänzung zu meinem Kommentar: Die angegebenen Lebenserwartungszahlen sind die von Frauen. Die Lebenserwartung bei Männern liegt bei Griechen 77,1 Jahre bei Deutschen 76,3 Jahre und bei den Franzosen bei 77,8 Jahre. Bitte um Ergänzung in meinem Beitrag Günter Hauschild (Anm. der Herzstiftung: Wir haben Ihre Ergänzung hiermit angehängt.)
Antwort der Deutschen Herzstiftung: Lieber Herr Hauschild, vielen Dank für Ihren wertvollen Hinweis. Bei diesem Thema ist es wichtig zu wissen, dass in Griechenland heute vielfach nicht das gegessen wird, was man heute unter Mittelmeerküche versteht. Tipp: Was heute unter Mittelmeerküche verstanden wird, können Sie in dem Herzstiftungs-Sonderdruck „Länger leben durch Mittelmeerküche – Traum oder Wirklichkeit?“ nachlesen (Autor: Prof. Dr. med. Helmut Gohlke). Als Mitglied können Sie sich die Expertenschrift kostenfrei herunterladen. Als Nicht-Mitglied haben Sie die Möglichkeit, den Sonderdruck gegen die minimale Gebühr von 1,45 Euro per Post anzufordern. Weitere Infos hier). Für weitere Fragen zu diesem Thema können Sie zudem die » Sprechstunde der Herzstiftung nutzen. Nochmals vielen Dank für Ihren wichtigen Punkt und alles Gute! Ihre Deutsche Herzstiftung
Irene R. aus Ering (25.11.2011): Den Blutdruck meiner 93-jährigen Mutter senke ich erfolgreich mit dem homöopath. Mittel "Homviotensin". Auch Rauwolfia habe ich früher genommen, doch ersteres wirkt stärker.
Willi P. aus Kelkheim (25.11.2011): Vor vielleicht 8 - 10 Jahren vermutete ich, erhöhten Blutdruck zu haben, und kontaktierte meinen Hausarzt. Ergebnis/ 156/?. Verordnung: ACE-Hemmer 1 x täglich. Durch intensive Befassung mit dem Thema "Blutdruck" kam ich zu der Erkenntnis Maßnahmen zu ergreifen, um von dieser Tablette loszukommen. Es ist mir - im Einvernehmen mit meinem meinem Hausarzt - über einen Zeitraum von ca. 1,5 Jahre von der Tablette los zu kommen und den Blutdruck dauerhaft unter 140 zu halten. Zu den Maßnahmen zählen: Noch mehr Bewegung, Gewicht reduzieren, "gesünder essen", letzte Mahlzeit möglichst vor 18.00 Uhr.
Mike Straub (25.11.2011): Gerade gestern einen Artikel gelesen, daß 1. der Salzverzehr kaum auf den Blutdruck wirkt. 2. Gegenüber einer Vergleichsgruppe diejenigen mit niedrigem Salzkonsum eine höhere Herzinfarktgefahr haben. Selbst Experten sind ratlos.
Antwort der Deutschen Herzstiftung: Vielen Dank für Ihren Kommentar. Auf diesen Punkte bzw. die Studie, die Sie ansprechen, geht Prof. Dr. med. Helmut Gohlke vom Vorstand der Deutschen Herzstiftung ausführlich in dem Interview "Zuallererst eine Frage des Lebensstils" ein, das sich in dem »Bluthochdruck-Sonderband der Herzstiftung auf S. 43 befindet. Wir hoffen, Ihr Punkt ist damit zufriedenstellend beantwortet. Für weitere Rückfragen zu diesem Thema können Sie ansonsten am einfachsten die » Sprechstunde der Herzstiftung nutzen. Alles Gute und herzliche Grüße! Ihr Mitarbeiter-Team der Deutschen Herzstiftung
Beate Mader aus Goldbach (25.11.2011): Es wurde nur gesagt, daß Kochsalz eingeschränkt werden soll, aber nicht, ob vielleicht homöopathische Mittel (natürlich nur vom Homöopathen verabreicht) wirken.
Antwort der Deutschen Herzstiftung: Vielen Dank für diesen Hinweis. Können Sie diesen Punkt noch einmal » hier in der Sprechstunde der Herzstiftung eingeben, da Nachfragen an dieser Stelle aus technischen Gründen nicht beantwortet werden können? Herzliche Grüße! Ihr Mitarbeiter-Team der Deutschen Herzstiftung



