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Aus der Sprechstunde der Deutschen Herzstiftung

Schädigt zu viel Kalk im Trinkwasser das Herz?

Bislang 3 Kommentare zu diesem Beitrag (Stand: Samstag, 04.02.2012)

Vor einiger Zeit wurde in der Sprechstunde der Deutschen Herzstiftung die Frage gestellt, inwieweit hartes Trinkwasser bzw. zu viel Kalk im Trinkwasser für Verkalkungen der Herzkranzgefäße verantwortlich sein kann.

Ob es tatsächlich einen solchen Zusammenhang gibt und Herzpatienten daher Trinkwasser mit zu viel Kalk eher meiden sollten, beantwortet Chefarzt Prof. Dr. med. Harald Klepzig vom Wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Herzstiftung.

Die Antwort des Herzexperten:

Prof. Dr. med. Harald KlepzigDie Frage, ob ein hoher Gehalt an Kalk im Trinkwasser mit der Verkalkung der Herzkranzgefäße in Verbindung steht, lässt sich mit einem klaren Nein beantworten. Es gibt keinen Zusammenhang zwischen der Aufnahme von Kalk über das Trinkwasser und dem Verkalken der Herzkranzgefäße.

Vielmehr sind die Kalk-Ablagerungen in den Gefäßwänden als Folge und nicht als Ursache des Krankheitsprozesses bei einer koronaren Herzkrankheit zu verstehen.

Kalkreiches Trinkwasser zählt also nicht zu den klassischen Risikofaktoren für eine koronare Herzkrankheit wie etwa Rauchen, hoher Blutdruck, Diabetes mellitus, ungünstige Cholesterinwerte, Bewegungsmangel oder auch Übergewicht.

Fazit: Um Herzerkrankungen wie eine koronare Herzkrankheit zu verhindern, muss nicht auf kalkarmes Trinkwasser geachtet werden. Sinnvoll ist dagegen die Vermeidung der wissenschaftlich nachgewiesenen Risikofaktoren (Rauchen, hoher Blutdruck, Diabetes mellitus, Bewegungsmangel, Übergewicht etc.).

Professor Dr. med. Harald Klepzig

Autor: Professor Dr. med. Harald Klepzig ist Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Herzstiftung und Chefarzt im Klinikum Offenbach. Zu den klinischen und wissenschaftlichen Schwerpunkten des Herzspezialisten zählen u. a. die interventionelle Therapie und die medikamentös-konservative Behandlung von Herzerkrankungen.

(Redaktion: ebe)

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Bislang 3 Kommentare zu diesem Beitrag

Dr. Barbara Clemens aus Karlsruhe (13.11.2011): Vielen Dank für die präzise und klar formulierte Information.

Burkhardt Nickel aus Römhild (19.06.2011): Die Antwort hat mir sehr gut gefallen

Michael aus 56338 (29.12.2010): Sehr gute Antwort zu einer sehr interessanten Frage!!!

 
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