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Herzklappen-OP: So belastend ist die Operation

Herzklappen-OP-Operation

Haben Sie eine Herzklappen-OP hinter sich und können Sie sich noch an die Zeit um die Operation herum erinnern? Wie belastend war die Herzklappen-OP für Sie? Wie lange dauerte der Eingriff? Und nach welcher Zeit haben Sie sich anschließend wieder fit gefühlt? Die Deutsche Herzstiftung würde sich freuen, wenn Sie anderen Menschen, die eine Herzklappen-OP vor sich haben, hier Ihre Erfahrungen schildern.


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Bislang 184 Berichte zum Thema Herzklappen-OP

Michael K. aus Wynau / Schweiz (14.08.2014): Ich hatte eine angeborene Aortenklappenverkalkung, die mit den Jahren schlimmer wurde. Mit 12 wurde ich dann zu ersten Mal am offenen Herzen operiert. Ich bekam die damals grösstmögliche Carbonklappe. Die OP dauerte etwas über 6 Stunden. Ich war damals 1 Woche auf der Intensivstation. Kurze Zeit, nachdem ich auf die normale Station kam, bin ich auch schon wieder rumgelaufen. Alles in allem habe ich die OP mit allen Folgen gut überstanden und erholte mich super. Mit 18 Jahren musste ich diese Klappe gegen eine grössere austauschen lassen. Bei der OP ging vieles daneben. Ich verlor bei der OP fast 2/3 meines Blutes. 2 Tage, nachdem sie mich von der Intensiv- auf die normale Station umgelegt haben, hatte ich einen Kreislaufzusammenbruch und bekam dann endlich Blutkonserven. Nach gut einer Woche nach der OP wurde ich entlassen. Als es 3 Monate nach Spitalentlassung noch immer sehr schlecht war, begannen die Abklärungen. Von einem Spezialisten zum nächsten und wieder zurück. Nach weiteren 2 Monaten und einer Lungenpunktierung später dann die Resultate: Blutansammlung im Lungenbeutel, dadurch nur noch 75% Lungenvolumen und eine zerstörte Mitralklappe.
Meine Frage: Was kann man da machen?! Die Antwort: nix... abwarten bis es lebensbedrohlich wird. Da ich aber durch das alles jetzt mein Herz nicht mehr zu stark belasten darf, Lehrstelle (als Metallbauer) kündigen und alles opfern, was dich ausgemacht hat. Zum Glück ist der Mensch anpassungsfähig. Dann mit 29 weitere massive Leistungseinbrüche und dadurch neue Abklärungen. Mitralklappe hat sich um 300% verschlechtert. Dann im Juli 2013 meine 3. Herz-OP. Erneut Thorax öffnen, sie nähten meine Mitralklappe mit Herzbeutelgewebe vom Rind zusammen. Gott sei Dank ging diesmal alles wie geplant und ich konnte das Spital 5 Tage nach der OP verlassen. Nach ambulanter Reha hatte ich eine für mich unbekannte Leistung gewonnen. Der einzige kleine Schatten, der darüber steht, die Mitralklappe ist sehr spröde und deshalb kann es sein, dass es erneut reisst, aber davon gehe ich jetzt nicht aus und versuche mein Leben in vollen Zügen zu geniessen.

Sabine N. aus Viersen (07.08.2014): Ich hatte eine Endokarditis mit Lungenembolie, Blutvergiftung, zwei Hirninfarkte und Bakterien im Körper, die dann meine Aortenklappe vernichtet haben. Ich hatte große Angst vor dieser OP. Das war unbegründet, ich wurde am 6.5.2014 im Helios Klinikum Krefeld operiert. Ich habe eine mechanische Herzklappe bekommen, die OP dauerte knapp 6 Std., ich war 1 Tag auf der Intensivstation und insgesamt 5 Tage im Klinikum. Zusammen war ich allerdings wegen Antibiotikagabe venös (wegen der Endokarditis) 6 Wochen im KH. Ich fühle mich gut, habe aber immer noch Angst, dass ich so etwas nochmal erleben muss.

Gabriele H. aus Düsseldorf (04.08.2014): Ich habe die Mitral- und Aortenklappe ersetzt bekommen. Die OP dauerte 7 Stunden. Die Zeit nach der OP im Krankenhaus war traumatisch, danach hat es ca. 1 Jahr gedauert, bis ich wieder "normal" war. Die Operation wurde durch Öffnen des Brustkorbs durchgeführt. Ich weiß nicht, ob ich das alles noch einmal durchmachen könnte.

Wilfried W. aus Dresden (03.08.2014): Im Herbst 2012 wurde in einer 1,5-stündigen Operation im Herzzentrum Dresden meine Aortenklappe durch eine Schweineklappe ersetzt und die Mitralklappe entkalkt. Die Operation erfolgte mit dem Durchtrennen des Brustbeins. Damals war ich 71 Jahre alt. Die Operation war notwendig, weil ich eine angeborene 2-flügelige Aortenklappe habe, die zu einer Stenose und einer Herzwandverdickung auf 24mm geführt hatte.
An die Operation und den anschließenden eintägigen Aufenthalt auf der Intensivstation habe ich keine Erinnerung mehr. Unangenehm war der anschließende Aufenthalt auf der Normalstation. Dort trat zwei Mal ein Vorhofflimmern mit einer Herzfrequenz von 200 auf. In beiden Fällen wurde dem mit einer Infusion entgegengewirkt. In der anschließenden Reha hatte ich noch zwei Mal Vorhofflimmern. Einmal bekam ich eine Infusion, das zweite Mal einen Elektroschock.
In der Folgezeit bekam ich ein Medikament, welches das Vorhofflimmern verhindern sollte. Nach einem Jahr konnte es abgesetzt werden, da das Langzeit-EKG in Ordnung war. Auch die Herzwandverdickung hat sich stark zurückgebildet. Nach nun 2 Jahren nach der Operation habe ich fast wieder meine alte Kondition beim Radfahren und Schwimmen wiedererlangt.

Christina B. aus Berlin (31.07.2014): Im Januar 2014 bekam ich die Diagnose, dass ich eine neue Herzklappe und 3 Bypässe benötige. Eine eingehende Aufklärung für eine solche OP wurde in Berlin aus meiner Sicht nicht ausführlich erteilt. Eigentlich hatte ich mich schon gegen diese OP entschieden. Mein Mann recherchierte darauf im Internet und stieß auf einen Zeitungsartikel in der Mittelbadischen Zeitung, wo über das Herzzentrum Lahr/Baden und die erfolgreiche Arbeit des Herrn Professor Dr. med. J. Ennker berichtet wurde. Auf Grund dieses Artikels setzte ich mich mit der Herzklinik Lahr in Verbindung. Meine Untersuchungsergebnisse schickte ich am 05.05.2014 nach Lahr/Baden.
Am 06.05.2014 rief mich Herr Professor Dr. med. J. Ennker an. Nach diesem sehr persönlichen und menschlichen Gespräch entschied ich mich dann doch zu dieser schwierigen OP. Am 20.05.2014 fuhren wir von Berlin nach Lahr/Baden, um dort die Voruntersuchungen für die am 21.05.2014 vorgesehene OP durchführen zulassen. Der Empfang in der Klinik war für mich angenehm und beruhigend, da ich mich von ausschließlich freundlichen und hilfsbereiten Mitarbeitern und Pflegepersonal umgeben sah.
Am 21.05.2014 wurde ich von Herrn Professor Dr. med. J. Ennker und seinem Ärzteteam erfolgreich operiert. Mein Mann wurde nach der OP von Herrn Professor Dr. med. J. Ennker über deren Verlauf telefonisch informiert, auch die restliche Woche bekamen wir stets bereitwillig unsere Fragen vom Ärzteteam und Pflegepersonal beantwortet. Es war für uns ein wohltuendes Gefühl, wie Menschen und nicht wie ein Fall behandelt worden zu sein.
Am 28.05.2014 fuhren wir für 21 Tage zur Reha nach Gernsbach, danach konnten wir die Heimreise (750km) nach Berlin in stabilem Gesundheitszustand antreten.

Max aus Frankfurt (22.07.2014): Bei mir (38 J.) wurde eine schwere Undichtigkeit der Aortenklappe festgestellt und ich wurde im Oktober 2013 operiert. Vor der Operation hatte ich mit Angst und Unsicherheit zu kämpfen. Ich habe versucht mich mittels Fachbücher und Internet-Foren zu informieren. Es gab nach der OP einige Komplikationen (große Flüssigkeitsansammlungen im Brustraum und Herzbeutel), die nach entsprechender Behandlung keine Probleme mehr verursacht haben. Rückblickend kann ich nur jedem den Ratschlag geben, sich nicht zu viele Sorgen zu machen! Eine OP wirkt bei jedem anders und man sollte sich nicht zu sehr "verrückt" machen lassen durch mögliche Risiken oder Kommentare von Betroffenen, bei denen leider nicht alles gut verlaufen ist. Man sollte lernen loszulassen und die Dinge einfach auf sich zukommen lassen. Meinem Zimmernachbarn wurde mit 91 Jahren eine Bio-Klappe erfolgreich eingesetzt und er äußerte sich dazu in der Form: "Eine Bio-Klappe hält in der Regel so 12-15 Jahre, werde dann mal schauen was ich nach der Zeit eingesetzt bekomme ..." Das ist die richtige Einstellung! :-) Ich wünsche jedem Betroffenen viel Kraft und Gelassenheit!

Tino L. aus Werneck (11.07.2014): Hallo, ich war von April bis Mai 4,5 Wochen in der Charite in Berlin wegen chronischen Schmerzen. Da wurde ein Ultraschall am Herzen gemacht und zu mir gesagt: "Sehr operationsbedürftig." Von da an war es für mich eine schlimme Zeit! Kein Schlaf mehr und natürlich Angst. Am Mittwoch den 25.6. bin ich in die Klinik und am Donnerstag den 26.6. wurde bei mir die Mitralklappe mit Eigengewebe in der Klinik in Bad Neustadt (Saale) repariert. Freitag bin ich dann von der Intensiv auf die Zwischenstation gekommen. Da war es nicht so angenehm, Rückenschmerzen und auch nicht ganz so freundlich, Hektik und Piep, Piep von den Geräten.
Samstag wurde ich dann gegen Mittag von einer Schwester auf die H5 geholt und ich war happy. Meine Frau hat mich am Nachmittag besucht. Ich konnte nicht viel reden, da ich noch zu schwach war. Sonntag hing ich bißchen drin, was aber auch normal ist. Ab Montag ging es richtig aufwärts. Dienstag war ich dann schon 4x draußen im "Park", was ich am nächsten Tag dann zu spüren bekam, ko. Donnerstag und Freitag war ich sowas von gut drauf und vor allem der ganze Druck von vor der OP war weg. Ich habe auch für mich ein paar Tränen der Freude, dass ich es geschafft habe, vergossen. Freitag war auch mein Entlassungstermin. Im Moment fühlt sich der rechte Oberschenkel etwas taub an, durch den Katheter, der in die Leiste gelegt wurde. Ich laufe am liebsten mit Oberkörper frei herum, da das Shirt auf den Wunden reibt, aber sonst geht es mir gut. Naja etwas schlapp noch. Nun bin ich noch bis Mittwoch daheim. Da geht es dann auf Reha! Wenn ich mir überlege, wie ich mich vorher verrückt gemacht habe und jetzt ... Aber von den Patienten, die ich kennen gelernt habe, ging es jedem so. Die Schwestern/Pfleger haben natürlich auch einen großen Anteil daran gehabt, das ganze sehr gut zu überstehen, da alle sehr freundlich und manche auch mal zum Scherzen aufgelegt. Alle, die es noch vor sich haben, nicht so doll verrückt machen, die Ärzte wissen, was sie tun! Ein Herz, das kann man reparieren und geht es mal entzwei, ist es längst nicht vorbei ...!

Fritz S. aus Schänis in der Schweiz (06.07.2014): Ja, ich erhielt erst einen Termin für einen Routine-Check und Herzkatheterisierung; wurde gleich dabehalten und die OP wurde auf 2 Tage später angesetzt. Dann aber sofort auf den nächsten Tag vorgezogen für einen Aortenklappen-Ersatz. Da meine Klappe gerade noch so viel Durchlass hatte wie eine Bleistiftmine. Die OP dauerte etwas länger als normal, weil einiges nicht so war in mir wie es sollte. Aber ich habe mich relativ schnell erholt und merkte auch denn enormen Unterschied vor/nach OP. So ging bereits nach ein paar Tagen wieder Treppensteigen sowie Spaziergänge unternehmen bis zu einer Stunde; sprich in Umgebung vom Spital. 10 Tage Spital und gut 3 Wochen Reha plus 1 Monat zu Hause aussetzen (handwerklicher Beruf, Lasten etc.). Ich bin mit dem Verlauf sehr zufrieden, wobei es auch in der Reha zu einem Zwischenfall kam durch Vorhofflimmern welches mit Umstellen auf andere Medikamente behandelt wurde. Einzig die mechanische Klappe ist halt bei mir wie ein Wecker hörbar. Ich war Anfang Februar 2014 bis zum 1. Mai 2014 arbeitsunfähig. Jetzt gehe ich wieder meiner Arbeit nach mit ein wenig Vorsicht wegen der Narbe, welche sich bei der Arbeit schon mal bemerkbar macht und mich daran erinnert. Aber trotz allem geniesse ich mein Leben umso mehr jetzt mit Wanderungen und Freizeit-Vergnügungen. Ja, es hat sich gelohnt trotz meiner 60 Jahre, ja zu sagen zur OP.

Doris U. aus Freudenberg (24.06.2014): Ich wurde am 01.04.2014 in Bad-Nauheim operiert. Man setzte mir eine Rinder-Aortenklappe sowie einen Bypass ein. Die OP. war gut verlaufen, aber nach 24 Std. hatte ich Organversagen und kam auf die Intensivstation. Davon weiß ich nicht viel, weil ich immer wieder in den Schlaf fiel. Ich hatte Wasser in Lunge, Leber und die Nieren wollten nicht arbeiten. Bekam sogar 3 Blutkonserven. Kam dann nach fast 6 Tagen auf Station. Da ich kein Kind von Traurigkeit bin, fing ich auch sofort wieder an zu laufen, daß der Arzt meinte, ich könnte nach 4 Tagen in die Reha. Was auch geschah, außer den Schmerzen auf dem Rücken, ging es mir gut und ich wollte auch wieder werden, wie ich war. Aber mein Rücken machte mich Wahnsinnig und lies mich nicht schlafen, trotz Schmerzmittel. Heute jucke ich mich kaputt und niemand weiß, woher es kommt. Hoffe nur, daß die Blutabnahme im Juli ein Ergebnis gibt. Denn was die Luft angeht, bin ich fit.

Jürgen P. aus Buxtehude (02.06.2014): Ich bin die letzten Tage in der Reha-Klinik (Curschmann-Klinik an der Ostsee). Die Operation bestand aus Auswechseln der Herzklappe und Bypass setzen. Alles verlief problemlos. Ich hatte absolut keine Schmerzen nach der Operation - dank Schmerzmittel. An die vielen Schläuche kann man sich gewöhnen, zumal diese relativ schnell Stück für Stück beseitigt werden. Sehr schnell steht man neben dem Bett und kann bis zum Waschbecken laufen. Es empfiehlt sich, eine Tüte Hustenbonbons mitzunehmen um aufkommenden Hustenreiz sofort zu unterdrücken. Husten ist sehr schmerzhaft. Wer es finanziell kann, sollte ein 2-Bett Zimmer wählen. Ich war im Albertinen-Krankenhaus in Hamburg. Medizinisch war alles top, Verpflegung war grenzwertig (Krankenhausaufenthalt - 9 Tage). Meine Angst vor dieser Operation war unbegründet. Endlich keine Herzschmerzen mehr und die Kraft kommt auch Schritt für Schritt zurück.

G. aus Laatzen (29.05.2014): Hallo, ich wurde 2010 an der Aortenklappe operiert. Ich bekam in der MHH eine ATS Conduit. Vorab habe ich mich recht ausführlich in das Thema eingelesen, da ich wissen wollte, was auf mich zukommt. Das sollte aber, denke ich, jeder für sich entscheiden. Die Operation an sich dauerte ca. 6 Stunden, da ich noch Nachblutungen hatte und diese erst noch behoben werden mussten. Die Nacht nach der OP ist in Erinnerung geblieben, da ich immer nur Husten musste, was ich als sehr schmerzhaft empfand, soll an der Herz-Lungen Maschine gelegen haben. Am Tag nach der OP saß ich schon wieder im Rollstuhl und habe gegessen, echt super, um schnell wieder auf die Beine zu kommen. Da das Brustbein geöffnet wurde, muss man nachts 3 Monate auf dem Rücken liegen und am Tage darauf achten, dass man keine komischen Bewegungen ausführt, damit das Brustbein vernünftig zusammenwächst. Nach sage und schreibe 6 Tagen wurde ich in die Reha verlegt, ich wollte es gar nicht glauben. Jeder der sich dieser OP unterziehen muss, sollte daran denke, dass er noch vor 50 Jahren daran verstorben ist und wie lebenswert das Leben wieder ist nach erfolgter OP. Denn ich hatte doch erhebliche Einschränkungen vor der OP, unter anderem Luftnot bei der kleinsten Anstrengung. Positiv denken ist das A und O. Alles Gute.

Josef S. aus Dillingen a.Donau (26.05.2014): Bei mir wurde vor 27 Jahren (1987) im UNI-Klinikum München / Großhadern die Aortenklappe durch eine künstliche Kugelprothese (Starr Edwards) ersetzt. Bei der damaligen Operation war ich 33 Jahre alt. Die künstliche Klappe arbeitet immer noch, wie neueste Untersuchungen zeigten, hervorragend. Die notwendige Gerinnungshemmung (Marcumar) stellt für mich keinerlei Probleme dar und wird von mir mittels CoguaCheck eigenständig überwacht und eingestellt. Allerdings verursacht allmählich eine ursprünglich vorhandene, jetzt nach und nach zunehmende Muskelverdickung eine zunehmende Aortenverengung, die sich mit Druckgefühl im Herzbereich und vermehrter Atemnot bemerkbar macht. Aufgrund dessen empfehlen mir meine Kardiologen eine erneute Operation. Dem modellbedingten hohen Klappenwiderstand der Starr-Edwards Prothese und der dadurch bedingten Verdickung der Herzmuskeln soll durch eine neuartigere Bio-Prothese entgegengewirkt werden. Diese könnte nach einer erwarteten Funktionsdauer von ca. 15 Jahren invasiv nochmals ersetzt werden. Obwohl ich von der Erstoperation und dem Leben mit einer künstl. Herzklappe nur gute Erfahrungen mit wenigen Einschränkungen der Lebensqualität kenne, habe ich vor der erneuten Operation schon gewisse Ängste. Besonders zu bedenken gibt mir neben der natürlichen Op-Angst die Haltbarkeitszeit einer Bio-Klappe. Die in Aussicht gestellten, hoffentlich 15 Jahre, werden erfahrungsgemäß sehr schnell vergehen.

Carola aus Solingen (22.05.2014): Hallo, ich habe eine Frage! Wie ging es euch nach der Op? Konntet ihr am zweiten Tag schon wieder reden? Und wie lange hat der Krankenhaus-Aufenthalt sowie die Reha gedauert?

Addy aus Berlin (14.05.2014): Ich habe zweimal die Herzklappen-OP hinter mir. Gott sei Dank. Die zweite OP war besser. Ich habe binnen zwei Wochen alles wieder im Griff, bin aber schwach. Trotzdem war ich sehr zufrieden, da ich wieder laufen konnte. Ob langsam oder nicht, war nicht so schlimm für mich. Übrigens: Die erste OP war die Ross-OP, hielt nur ca. 6 Jahre bei mir und sie sollte mind. ca. 20 Jahre halten. Bei der zweiten OP bekam ich eine Rinder-Bioklappe. Alles läuft soweit so gut. Gott sei Dank.

Daniela G. aus Frankenthal / Pfalz (05.05.2014): Ich bin 32 Jahre alt und wurde bereits mit einer Fallotschen Tetralogie geboren, die auch im Mai 1984 korrigiert wurde. Es war lange nicht klar, wie alt ich werden würde und ob die Operation überhaupt in Deutschland stattfinden kann. Ich hatte großes Glück, dass mich Herr Prof. Dr. Messmer in Aachen operieren und die Totalkorrektur mit Patchverschluss vornehmen konnte. Seiner guten Ausbildung und seinem langen Studium in den USA ist es geschuldet, dass ich in den frühen 1980ern in Deutschland operiert werden konnte.

Ich wurde mein ganzen Leben lang immer sehr gut in Oberschwaben und jetzt in Heidelberg betreut und überwacht und auch meine Eltern haben alles dafür getan, mir ein normales und behütetes Leben zu ermöglichen und mich an allem teilhaben zu lassen, was für mich möglich und machbar war. Ich wurde allerdings mit der Zeit immer müder und es ist mir immer schwerer gefallen, meinen Alltag zu bewältigen und ich hatte auch immer öfter starke Schmerzen. All das habe ich bei meiner jährlichen Kontrolle 2011/2012 in Heidelberg geschildert.
Im April 2012 bekam ich dann in Heidelberg die Diagnose Pulmonalklappeninsuffizienz Grad III gestellt und es folgte sodann eine Herzkatheteruntersuchung im Juli 2012, um die Diagnose zu bestätigen und die Operation vorzubereiten. Mein Fall wurde zuvor auch in der interdisziplinären EMAH-Besprechung eingehend erörtert. Im Oktober 2012 erfolgte dann die Herzoperation mit Herz-Lungen-Maschine in Heidelberg: Homograftimplantation rechts in Pulmonalisposition, Goretexmembran-Einlage substernal. Die Vorbereitungen waren sehr anstrengend und da ich verheiratet bin, habe ich mir das erste Mal auch um weitere Personen (Freunde und die Familie meines Mannes) Gedanken machen müssen als nur um meine Eltern, die unmittelbar mit der Situation konfrontiert wurden. Dieses Mal betraf es auch meinen Mann, was noch einmal eine andere Tragweite für mich hatte.

Ich wurde in Heidelberg bestens betreut und ich habe mich auch eingehend mit den Vor- und Nachteilen eines Homograftimplantats befasst und auch mit der Entscheidung, erneut am offenen Herzen zu operieren. Ich habe mich vor dem Eingriff sehr lange und eingehend mit Herrn Dr. Sebening unterhalten, der den Eingriff mit seinem Team vornehmen wollte und ihm auch geschildert, dass ich Angst davor habe, ein Pflegefall zu sein nach der Operation und ich habe ihn mündlich wie auch schriftlich gebeten, alle lebenserhaltenden Maßnahmen zu beenden, wenn der Eingriff "schief" gehen sollte und ich habe eingewilligt, meine Organe zu spenden (einen Ausweis hatte ich schon seit 2007).
Am Tag der Operation war für mich alles geregelt und ich legte, wenn man das so sagen kann, das Schicksal in die Hände Gottes und in die Hände von Herrn Dr. Sebening und seinem Team. Ich war dennoch selbstverständlich angespannt und hatte die schrecklichste Angst meines Lebens. Bei der letzten Operation war ich ein Kleinkind und konnte mich kaum an die Geschehnisse von damals erinnern. Die Operation hat um 8 Uhr begonnen und um 14 Uhr wurde mein Mann benachrichtigt, dass alles gut verlaufen ist und ich jetzt auf der Intensivstation bin. Ich selbst bin dann mitten in der Nacht wach geworden und hatte höllischen Durst und diesen Schlauch in meinem Hals, was mich in helle Panik versetzt hat, die Ärzte haben mich aber sehr sanft und liebevoll beruhigt und meine Lippen befeuchtet und gegen 3 oder 4 Uhr morgens konnte dann auch endlich dieser Schlauch entfernt werden, was noch einmal die Hölle war, es waren zwar nur kurze Momente, aber es war einfach nur schrecklich, ich hatte das Gefühl zu ersticken. Aber dieses Gefühl haben wohl alle, die in einer solchen Situation sind und diese durchleben müssen.

Nach nur knapp 14 Tagen durfte ich dann auch wieder nach Hause. Ich habe mich sehr bemüht, alleine ins Bad zu gehen und wieder auf die Beine zu kommen, war froh, als die Drainagen endlich raus waren und auch der Defi nach 8 Tagen endlich gezogen werden konnte, was ein Gefühl war, als ob tausend Würmer durch meinen Oberkörper krabbeln. Danach ging es dann sofort in die Reha und seit Februar 2013 gehe ich auch wieder in meinem Job als Rechtsanwaltsfachangestellte halbtags wie zuvor arbeiten.

Ich bin sehr dankbar, alles gut überstanden zu haben, die Narben sind soweit auch gut verheilt, außer die obere Narbe ist noch etwas rot und mir geht es körperlich wieder sehr gut. Ich kann wieder längere Strecken laufen und meinen Alltag bewältigen, ohne Müdigkeit und Schmerzen. Ich bin fit und habe sogar vor ins Fitnessstudio zu gehen, um diesen guten Zustand so lange wie möglich zu erhalten, was vor der Operation nicht denkbar gewesen wäre. Einzig die Nerven-Schmerzen, die alle paar Monate immer wieder auftreten und doch sehr heftig und belastend im Alltag sind, machen mir zu schaffen. Aber in Heidelberg wurde mir gesagt, dass ich da leider durch muss und diese Schmerzen zu 90% bei Frau auftreten, die eine Operation am Oberkörper hatten.

Ich weiß, dass ich das alles in ein paar Jahren wiederholen muss, da der Homograft keine künstliche Klappe ist und somit eines Tages nicht mehr funktionieren wird. Bis dahin muss ich aber keine Medikamente nehmen und kann mein Leben uneingeschränkt leben. Ich kenne inzwischen nach 32 Jahren meinen Körper und die Alarmzeichen und weiß, wann ich mir Ruhe und Pausen gönnen muss und langsamer treten muss. Ich hoffe sehr, dass die Medizin in 15 Jahren soweit ist, dass die Operation durch die Leiste vorgenommen werden kann und ich nicht ein drittes Mal an die Herz-Lungen-Maschine muss. Von dem Wunsch Kinder zu bekommen, haben mein Mann und ich nach sehr langer Beratung und vielen Gesprächen mit Ärzten und Kliniken Abstand genommen, da uns das Risiko für Mutter und Kind einfach zu groß ist und ich einfach nur dankbar bin, dass ich leben darf und es mir gut geht und ich meinen Alltag ohne gravierende Einschränkungen leben kann, denn die Einschränkungen, die ich habe, habe ich seit meiner Geburt und gehören für mich inzwischen zu meinem Leben dazu und sind für mich hinnehmbar.

Ein großer Fortschritt in der Herzforschung ist in meinen Augen auch die EMAH-Betreuung, die inzwischen immer mehr junge Erwachsene mit angeborenen Herzfehlern unterstützt und behandelt. Ich fühle mich in Heidelberg sehr gut aufgehoben und bin dankbar, dass ich dort in so guten Händen bin, denn ich weiß, es ist schwer für die Ärzte, dieses neue Feld in der Herzmedizin zu bedienen, da einfach noch die Erfahrungswerte fehlen.
Ich unterstütze die Deutsche Herzstiftung gerne und bin froh, dass auf diesem Gebiet so umfassend geforscht wird und das Thema EMAH nun auch in der regelmäßig erscheinenden Zeitschrift so umfassend behandelt wird.

Ernst D. aus Zell am Moos / Österreich (05.05.2014): Bei mir wurden minimal-invasiv 2 Clips in die undichte Mitralklappe eingebaut. Diese OP war überhaupt nicht belastend und verursachte keine Schmerzen, außer an der dafür nötigen Punktion an der Leiste. Am schlimmsten fand ich das stundenlange Unbeweglich-Liegenmüssen danach. Ein Einbau einer Ersatzklappe mit großer OP wurde von den Ärzten -im Deutschen Herzzentrum München- abgelehnt mit der Begründung, ich würde das wahrscheinlich nicht überleben. Ich war zur Zeit der OP 81 Jahre alt.

Gerrit aus Hannover (04.05.2014): Meine OP war am 24.4., jetzt haben wir den 4.5., ich bin 25 Jahre alt und bekam eine Tissue Engineering Klappe -Pulmonalklappe- in der MHH. Mittwoch: angemeldet; Donnerstag: OP und der Tag war gelaufen; Freitag: Intensiv - aufstehen; Samstag: aufstehen, gut gegessen, wieder ins Bett (normale Station voll); Sonntag: rumgelaufen, Verlegung auf normale Station; Montag, Dienstag: gehen, gehen, gehen!; Mittwoch: Mir gehts gut, ich will nach Hause! JUHU!
Seitdem ich zu Hause bin, gehe ich ne recht große Runde spazieren, fühl mich allerdings noch schnell geschwächt. Habe seit dem Erwachen ein Problem mit meinem Rücken, fühl mich von der Narbe zugeschnürt - bisschen eng, aber Narbe sieht gut aus. In 2 Wochen beginnt die Reha, Probleme habe ich noch mit meiner Lunge und dem, dass ich noch nicht frei gehen kann wegen der Wunden durch die Schläuche, die das Wundwasser absaugten, sowie wegen meines Brustkorbes, der sehr spannt. Was das Herz angeht sind die Untersuchungen sehr positiv ausgefallen und liefern gute Ergebnisse.

Gerhard K. aus München (04.05.2014): Ich habe schon zwei Aortenklappen-OPs hinter mir, einmal eine Homograft, die aber nur 7 Jahre gehalten hat, und dann 2008 eine künstliche Aortenklappe. Ich war bei der ersten OP 36 Jahre alt, war einen Tag nach der OP schon aus der Intensivstation raus und 5 Tage später auf Reha, dort hatte man mich gut in Ruhe gelassen, man ist nach so einer OP schon platt. Atmen und Treppensteigen muss man wieder kräftig üben, hatte aber keine übertriebenen Brustkorbschmerzen. Auch nach der zweiten OP nicht, wobei die viel komplizierter durch die Verwachsungen waren. Ich hatte jedoch mit Hr. Prof. Überfuhr in München-Großhadern wohl den besten Doc. Auch dort gings wieder ruck zuck in die Reha und 5 Wochen nach der OP wieder in die Arbeit und es ging mit bis zu 16 Stunden-Tagen weiter wie bisher.

Klaus V. aus Karlsruhe (15.04.2014): Völlig problemlos, ohne Komplikationen und schmerzfrei.

Dieter aus Mönchengladbach (11.04.2014): Ich bin 50 Jahre alt, männlich. Am 2. April 2014 Ross-OP (Ersatz der Aortenklappe durch die eigene Pulmonalklappe, gleichzeitig Ersatz der Pulmonalklappe durch eine Spenderklappe). Prognose: Wenn alles so glatt weiterläuft, ein ganz normales Leben ohne Medikamente und die Chance auf lebenslange NICHT-Notwendigkeit einer Re-Operation. Ich bin allerdings noch seit 2010 an Leukämie erkrankt, aber auch da hat die Medizin Lösungen zu bieten, die ein fast normales Leben ermöglichen, allerdings mit einem Medikament.
Wie gesagt, am 2. April die Operation. Heute, am 11. April sitze ich zu Hause auf der Couch und schreibe diesen Kommentar. Bin heute Morgen entlassen worden aus der Herz- und Thoraxklinik des Helios-Klinikums in Krefeld (Chefarzt Prof. Dr. Franz Xaver Schmid, der mich auch persönlich operiert hat -ich bin nicht privat versichert-, die Ross-OP kann allerdings deutschlandweit auch nur von einer sehr überschaubaren Zahl von Herzchirurgen durchgeführt werden). Schmerzen: erträglich, nachts ab und zu etwas Schmerzmittel. Kondition: Da fange ich natürlich ganz unten wieder an und es wird sicher ein halbes Jahr brauchen, um auf den Stand vor der OP zurückzukommen (ich hatte bis 3 Monate vor der OP keine Beschwerden). Prof. Dr. Schmid hatte mich zuvor von der Ross-OP als die für mich beste Alternative überzeugt. Eigentlich hatte ich mich, mit Blick auf meine Leukämieerkrankung, für den weniger aufwändigen Einsatz einer Bio-Klappe entschieden.
OP-Dauer dürfte ca. 5 Stunden gewesen sein. Am ersten postoperativen Tag bereits Verlegung auf die Normalstation. Am vierten postoperativen Tag bereits von allen Schläuchen und Überwachungssystemen befreit. Am 5. Tag Herzrasen (Puls teilweise >180), wieder an die Monitore und ans Heparin. Am 6. Tag erneut Trennung von den Monitoren und auch vom Heparin, seitdem wird alles jeden Tag ein bisschen besser. Sternotomiewunde verheilt super. Morgen erste Dusche. Bin jetzt für 10 Tage zu Hause und dann geht es in die Reha. Ich bin optimistisch, dass ich Mitte bis Ende Mai wieder arbeiten kann.
Mein Dank gilt dem gesamten Team (Ärzte und Pflege (!)). Ich kann jedem die Herz- und Thoraxchirurgie des Helios-Klinikums empfehlen - die Kompetenz ist eh schon vorhanden, ab Juli Umzug in ein neues Gebäude und dann sicher auch optisch eleganter. Ich glaube mittlerweile, dass das Schwierigste in den nächsten Wochen die Schlafstellung auf dem Rücken sein wird, da ich Seitenschläfer bin. Aber ich würde mal sagen, das ist doch mehr zweitrangig. Liebe Grüße an alle, die am Herz operiert werden oder wurden und an alle, die dazu mit Ihrer Arbeit beitragen.

Cornelia W. aus Bammental (06.04.2014): Nach Herzklappen-OP und Aneurysma-OP habe ich eine Wunde, die eitert immer wieder. Bin jetzt drei Wochen in der Reha und habe auch schon die Klinik aufgesucht, in der ich operiert wurde. Die haben mir Antibiotika und Wundverband gegeben. Was kann das sein? Ich bin 76 Jahre, habe kein Zucker und rauche nicht. Die OP ist jetzt sechs Wochen her.

Antwort der Deutschen Herzstiftung: Vielen Dank für Ihren Kommentar. Für Fragen zu diesem Thema können Sie am einfachsten die » Sprechstunde der Herzstiftung nutzen, da unsere Herzexperten an dieser Stelle keine Nachfragen beantworten können. Alles Gute und herzliche Grüße! Ihre Deutsche Herzstiftung

Dieter J. aus Nonnweiler-Primstal (03.04.2014): Die OP hat etwa 3 Stunden gedauert. Ich war etwas mehr als einen Tag auf der Intensivstation. Mein Körper war stark aufgedunsen und voller Wasser (wg. Herz-Lungen-Maschine). Die Brust tat sehr weh bei Bewegungen im Bett und vor allem, wenn ich husten und niesen musste. Seltsam war, dass Bilder an der Wand, wenn ich sie anschaute, nach rechts sprangen. Ansonsten ging es mir relativ gut. Schon nach zwei Tagen musste ich aus dem Bett und Treppen steigen (soweit möglich). Allerdings war ich sehr schnell erschöpft. Alles -auch Besuche- waren sehr anstrengend. Ich habe relativ viel Gewicht (etwa 10% meines vorherigen Körpergewichts) verloren. 10 Tage lang hatte ich keinen Appetit - was für mich sehr ungewöhnlich ist. Nach etwa zwei bis zweieinhalb Wochen ging es rasch und deutlich mit mir bergauf. Die Schmerzen wurden geringer, der Appetit und damit auch die Kraft und Energie kamen zurück. Jetzt, sechs Wochen nach der OP geht es mir gut, es wird jeden Tag besser. An dieser Stelle möchte ich den Ärzten und Pfleger/innen) der Uniklinik Homburg danken, die mich sensationell behandelt (kompetent, fürsorglich, empathisch) und betreut haben.

Reiner S. aus Hannover (01.04.2014): Meine Aortenklappen-OP wurde im Januar 2014 im HDZ NRW durchgeführt, zum OP-Zeitpunkt war ich 65 Jahre alt. Die Belastung durch die OP empfand ich als gering und die Schmerzen waren auf einem Level, dass man gar nicht darüber reden braucht. Die pflegerische Betreuung war einfach super, sowohl im prä- als auch im postoperativen Bereich. Schon nach einer Nacht auf der Intensivstation konnte ich auf die normale Station. Es ging mir gut und wenn ich Hilfe brauchte, war Hilfe da. Jeden Tag konnte man beobachten, wie es besser ging. Schon eine Woche nach der OP konnte ich zur Reha. Ich hatte mich gut und intensiv auf die Operation vorbereitet. In der Klinik gibt es eine ausgezeichnete und effiziente psychologische Betreuung. Diese habe ich in Anspruch genommen und davon sehr profitiert. So bin ich fast angstfrei in die Operation gegangen.

Ohne Namen (21.03.2014): Die OP hat Ende Januar 2014 stattgefunden. Die Operation erfolgte im HDZ Bad Oeynhausen. Neben einem Aortenklappenersatz (mechanisch) wurden zusätzlich zwei Bypässe gesetzt. Die OP hat 3 Stunden gedauert. Die Betreuung im HDZ und die anschließende Reha, ebenfalls in Bad Oeynhausen, waren vorbildlich. Die Operation ist ohne Komplikationen verlaufen. Der Genesungsverlauf nimmt einige Zeit in Anspruch. Nach der OP sollte man nicht zu viel wollen, sondern langsam den Organismus aufbauen. Wichtige Hinweise gibt es in der Reha.

Christian G. aus Ulm (19.03.2014): Ich bin 52 Jahre alt. Im Oktober 2013 wurde ich morgens nach dem Frühsport kurz ohnmächtig. Daraufhin habe ich die Notrufnummer gewählt. In der Notaufnahme hatte man den Verdacht, es könne ein Herzinfarkt sein. Am gleichen Tag ergab eine Herzkathederuntersuchung, dass die Herzkranzgefäße einwandfrei sind. Ultraschalluntersuchungen führten dann zur Diagnose "Aortenklappenstenose 3. Grades" (Hochgradige Herzklappenverengung). Auf Nachfrage erklärte die Kardiologin, dass eine OP nicht sofort erfolgen müsse, aber innerhalb der nächsten 6 - 8 Wochen durchgeführt werden solle. Nach ausgiebiger Recherche entschied ich mich für eine biologische Klappe, da dann 3 Monate nach der OP das Macumar abgesetzt werden kann. Dass bei einer biologischen Klappe nach etwa 10 bis 15 Jahren eine weitere OP fällig wird, akzeptiere ich und spekuliere dabei natürlich darauf, dass sich bis dahin noch einiges auf diesem Gebiet tut. Die OP wurde im November in Heidelberg durchgeführt. Sie dauerte etwa 5 Stunden und verlief ohne Komplikationen. Am nächsten Tag wurde ich bereits von Intensiv auf die Überwachstation, am zweiten Tag dann auf Normalstation verlegt. An diesem Tag erfolgte bereits die erste Mobilisierung, das heißt, ich ging in Begleitung und mit Infusionsständer einmal den Gang der Station auf und ab. Eine Woche nach der OP hätte man mich bereits entlassen, wenn ich einen Rehaplatz gehabt hätte oder der INR im Zielbereich zwischen 2 und 3 gewesen wäre. Da dies nicht der Fall war, wurde ich in ein heimatnäheres Krankenhaus verlegt (wohl auch um wieder Platz für 'richtige' Herzpatienten zu haben) in dem die Therapie jedoch ausschließlich in zwei Bauchspritzen pro Tag bestand. Zu diesem Zeitpunkt erhielt ich bereits keine Betablocker oder andere Medikamente mehr außer Macumar. 14 Tage nach der OP kam ich dann "in Reha". Beim Belastungs-EKG bei der Aufnahme erzielte ich 188 Watt und fühlte mich weder krank noch geschwächt. Allerdings plagten mich Rückenschmerzen, wohl weil ich nur auf demselben schlafen konnte und das Niesen tat sehr weh. Am täglichen Ergometer- und Krafttraining sowie beim regelmäßigen Nordic Walking konnte ich ohne Einschränkung teilnehmen. Nach drei Wochen Reha wurde ich ohne Beschwerden entlassen. Beim abschließenden Belastungs-EKG erreichte ich 250 W. Nach zwei Monaten erinnerte mich nur noch die Narbe und das Macumar an die OP. Inzwischen nehme ich nur noch ASS100.

Gregor U. aus Bonn (12.03.2014): Die Operation hat bei mir 5 1/2 Stunden gedauert. Keine Komplikationen. Ich habe die Operation (künstliche Aortenklappe) in den ersten 3 postoperativen Tagen als mittlere Belastung empfunden. Lediglich der Brustkorb spannte etwas (naturgemäß). Ansonsten waren die Beschwerden sehr überschaubar. Nach zwei Wochen waren die Beschwerden eigentlich vorbei, nur das Niesen verursachte noch große Schmerzen. Der allgemeine Zustand war natürlich geschwächt. Nach drei Wochen habe ich dann -zwar etwas schlapp- aber dennoch Silvester feiern können. Nach ambulanter Reha (4 Wochen) konnte ich direkt wieder Vollzeit arbeiten. Gute Arbeit in Frankfurt (Uniklinik) und in Köln (ambulante Reha). Zum Zeitpunkt der OP war ich 56 Jahre alt.

Sabine S. aus Schenefeld (01.03.2014): Im Oktober 1977 habe ich eine Aortenklappe im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf implantiert bekommen. Ich war damals 15 Jahre alt. Mir geht es noch immer sehr gut. Ich habe 4 gesunde Kinder zur Welt gebracht. Ich lade Heu und Strohballen ab, arbeite als Krankenschwester in der ambulanten Pflege in Teilzeit und hebe gerade die Erde für unseren Pool aus, 5,20 Meter Durchmesser und 70cm tief. Seit 1977 nehme ich Marcumar. Ich habe ein CoaguCheck XS-Gerät und bestimme seit ca. 18 Jahren Quick-Wert/ INR und Marcumareinteilung selbst. Ich bin den Ärzten und Schwestern sehr dankbar für diese gelungene OP und der Nachsorge im UKE.

R. H. aus Würzburg (26.02.2014): Mir war seit 8 Jahren bekannt, dass ich ein Aortenaneurysma habe. Anfangs hatte es einen Durchmesser von 42mm, am Schluss von 48mm, also ein Grenzfall. Ab 50mm wird zur Operation geraten. Als ich im Januar 2013 beim Skilaufen im Grödnertal war, ist mir auf der Piste das Aneurysma gerissen (2 Schichten). In der Nacht wurde ich noch in Innsbruck operiert und bekam außer der Aorta auch noch die Aortenklappe getauscht. Es wurde eine biologische Klappe eingesetzt. Nach 2 Tagen Intensivstation, 2 Tagen Wachstation, wurde ich nach 7 Tagen entlassen. Daheim war ich dann noch 1 Woche zur Nachbehandlung und 3 Wochen in der Reha. Ich fühlte mich schnell wieder relativ gut. Konnte nach 2 Wochen schon wieder längere Strecken ohne Probleme gehen. Doch insgesamt hat es rund ein Jahr gedauert, bis ich sagen konnte: „Ich habe es überstanden“. Probleme gab es in der Zeit mit den Augen, die sich verschlechtert haben, und mit Entzündungen, die zu hohen Entzündungswerten im Blut führten. Die Ursache lag an einem Zahn. Nachdem der gezogen war, waren die Entzündungen weg. Da ich wieder viel Sport (Ergometer) treibe, merke ich natürlich, dass die alten Werte nicht mehr zu erreichen sind. Ein Jahr danach war ich auch wieder Skilaufen in Südtirol.

Arthur F. aus Mannheim (21.02.2014): Ich hatte am 25.12.2012 die Diagnose "Aortendissektion Typ A". Für mich war diese Diagnose absolut der Horror, wobei ich im Vorfeld nie Herzerkrankungen oder dergleichen gehabt hatte. Am 24.12.2012 hatte es so gegen Mitternacht mit einem fast unerträglichen Schmerz an beiden Schläfenseiten begonnen. Auf dem Sofa eingeschlafen, bin ich schreiend hierdurch wach geworden, meine Frau half mir sofort auf die Beine und ich merkte, wie dieser unmenschliche Schmerz ganz langsam über meine Gesichtsmuskulatur nach unten wanderte. Es fühlte sich an wie ein Fahrstuhl. Der Schmerz ging nach unten, bis er sich in der rechten Nierenhälfte festsetzte. Keiner, weder meine Frau noch ich, dachten an ein Problem mit dem Herzen oder der Aorta, da hier keinerlei Druck oder Schmerz sich befand. Die ganze Nacht bis so gegen 6.30 Uhr am Morgen verbrachte ich damit mit heiß oder kalt gegen die von uns vermutete eventuelle Nierenkolik auf die Stelle aufzutun ohne wirklich Erfolg damit zu haben. Keiner dachte daran eventuell einen Notarzt anzurufen. Warum? Vielleicht falscher Stolz, Unwissenheit? Ich weiß es nicht.
Voller Schmerzen bat ich meine Frau mich dann gegen 6.30 Uhr am 25.12.2012 ins Klinikum Mannheim zu bringen, mittlerweile waren die Schmerzen nicht mehr zu ertragen. Im Klinikum angekommen, wurde ich dann Untersucht und bekam Schmerzmittel. Ein sofortiges EKG verlief gut, ohne Anzeichen von Unregelmäßigkeiten. Leider trotz Schmerzmittel ließen die Schmerzen nicht nach und so standen nach unzähligen Untersuchungen und Fragen gegen Mittag noch eine CT und ein Ultraschall an. Nach diesem wurde mir mitgeteilt, dass ich in akuter Lebensgefahr schwebe, da ich einen Aortenriss hätte. So wurde ich gleich im Anschluss umgehend in die Herzklinik Heidelberg mit einem Rettungswagen gebracht. Ab diesem Zeitpunkt kann ich mich nicht mehr an die Zeit bis zur OP erinnern. Meine Frau sagte mir aber, dass ich in der Heidelberger Klinik, im dortigen OP-Vorbereitungsraum, mit ihr mich noch ganz normal unterhalten habe. Meine OP am offenen Herzen erstreckte sich dann über eine Dauer von ca. 6 Stunden und hierbei bekam ich eine Aortenprothese und eine Aortenklappe. Der operierende Oberarzt mit seinem Team, Prof. Dr. med. Gábor B. Szabó hat mir mit dieser schwierigen Not-OP mein Leben gerettet.
Wie mir im späteren Verlauf mitgeteilt wurde, habe ich nur überlebt, weil sich an dem besagten Abend ein Thrombus gebildet hatte, der die Stelle in der Aorta verklebte und somit mein Tod verhindert wurde. Die Heilung in der Uniklinik (Herzchirurgie) verlief bilderbuchmäßig gut, die Klinikmitarbeiter, Pfleger und Ärzte trugen allerbestes zu meiner Versorgung und Heilung bei. Im Anschluss verbrachte ich direkt 3 Wochen Reha auf dem Kohlhof in Heidelberg, wo ich mich auch sehr wohl fühlte.
Jetzt über ein Jahr nach meiner Not-OP kann ich sagen, dass ich mich sehr gut fühle, ich arbeite seit August 2013 wieder voll in meiner Firma, war jetzt im Januar 2014 Ski fahren. Körperlich ist meine Heilung ein voller Erfolg. Ab und an kommen mir noch belastende Gedanken und ängstliche Erinnerungen an dieses Erlebnis, die ich aber mit Hilfe bewältige. Rundherum geht es mir sehr gut und ich kann in solchen Dingen die Herzklinik in Heidelberg nur empfehlen.

Dieter B. aus Monheim (21.02.2014): Vor genau 4 Jahren habe ich eine neue Herzklappe bekommen. Die Ärzte haben mir zu einer biologischen Klappe geraten, die dann auch eingesetzt wurde. 3,5 Jahre ging es mir dann sehr gut. Ich war belastbar und konnte sogar wieder Sport treiben. Nach 3,5 Jahren fingen wieder die Beschwerden an: Schwindelgefühle und nicht mehr belastbar. Eine kardiologische Untersuchung hat ergeben, dass die eingesetzte Klappe nicht mehr richtig arbeitet (Undichtigkeit an einem Klappenflügel). Jetzt habe ich wieder einen OP-Termin um jetzt eine künstliche Klappe einsetzen zu lassen.

Detlef M. aus Wusterwitz (17.02.2014): Ich wusste bereits seit einigen Jahren, dass eine Stenose meiner Aortenklappe eine Herzoperation unumgänglich machte. Aber der Zeitpunkt dafür lag immer noch in der Zukunft. Regelmäßige Kontrollen beim Kardiologen ermöglichten einen exakten Überblick über den aktuellen Verlauf der Verkalkung. Die Beschwerden wie Atemnot und Druck auf dem Brustbein bei Belastung nahmen langsam aber kontinuierlich zu. Als im vorigen Jahr, kurz vor meinem 65. Geburtstag, bei einer Herzkatheteruntersuchung festgestellt wurde, dass die geschädigte Aortenklappe nur noch einen halben Quadratzentimeter öffnete, wurde die Situation für mich doch ziemlich schnell akut. Da eine Operation am Herzen nun einmal einen ziemlich hohen Stellenwert hat, stieg auch meine Nervosität. Dieser Aufregung versuchte ich durch möglichst viele Informationen über den geplanten Eingriff entgegenzuwirken. So habe ich mir auf Youtube den kompletten Ablauf einer Herzklappen-OP angesehen und jede Menge Erfahrungsberichte auf Internetforen gelesen. Ich wollte einfach ganz genau wissen, was mir bevorsteht. Mit diesem Infopaket ausgerüstet, konnte ich dann schon wesentlich beruhigter den nächsten Schritt, nämlich die Auswahl der Klinik für die Operation, vornehmen. Einem Forumsratschlag folgend, entschied ich mich für das Sana Herzzentrum in Cottbus, weil dort solche OPs zur täglichen Routine gehören und nicht das "Highlight" des Jahres darstellen. Ich habe diese Entscheidung niemals bereut. Am Sonntag, den 27.10.2013 wurde ich vom Transportservice der Klinik gemeinsam mit meiner Frau von zu Hause abgeholt. Für meine Frau hatten wir im Klinikgebäude ein Gästezimmer bestellt, sodass sie während meines Aufenthaltes dort stets auf dem aktuellen Stand über den Verlauf der Operation sowie den Genesungsfortschritt war.
Beim Aufnahmegespräch mit EKG und Rasur des OP-Bereiches erzählte ich der netten Schwester, dass ich vor einer kompletten Sternotomie des Brustbeins und dem ziemlich langwierigen Heilungsprozess doch etwas Respekt hätte. Im Internet hatte ich eine Animation entdeckt, in der eine Mini-Sternotomie vorgestellt wurde, bei der nur das halbe Brustbein getrennt wird. Also fragte ich die Schwester, ob diese Methode im Sana Herzzentrum ebenfalls praktiziert wird. Sie meinte, da meine Herzkranzgefäße in Ordnung wären und ich "nur" eine neue Aortenklappe benötigen würde, wäre die von Herrn Oberarzt Dr. Just durchgeführte minimal-invasive Operationstechnik, bei der nur eine einzelne Rippe getrennt wird und er dann durch dieses "Schlüsselloch" die Klappe transplantiert, die optimale Lösung für mich.
Bei der Aufnahme durch den Stationsarzt äußerte ich dann den Wunsch, nach Möglichkeit mit dieser neuen Methode operiert zu werden. Bei der Frage nach der Art der Ersatzklappe entschied ich mich aufgrund meines Alters für ein biologisches Modell. Diese haben ja schon eine durchschnittliche Lebensdauer von ca. 15 Jahren. Dann wäre ich 80 Jahre alt, was ja nicht einmal jedem gesunden Menschen beschieden ist. Da ich außerdem Diabetiker bin und ständig meine Blutwerte kontrollieren muss, wollte ich mir die ebenfalls erforderlichen Blutkontrollen für Blutverdünner, die eine künstliche Herzklappe benötigt, nicht auch noch antun. Ich hatte dann tatsächlich das große Glück, dass meine Herzklappenoperation am 28.10. mit dieser minimal-invasiven Technik durchgeführt werden konnte. Der Heilungsprozess verlief komplikationslos und bereits am 5. November konnte ich wieder die Heimreise antreten.
Ich bin vom Personal des Sana Herzzentrums Cottbus restlos begeistert. Angefangen bei den Ärzten über das Pflegepersonal bis zu den Damen der Anmeldung und Rezeption war Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit ein Stück Normalität. Besonders bedanken möchte ich mich bei einigen Schwestern von der Station 2, die ihren Beruf leben. Hier erlebte ich fachliche Kompetenz, Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit so, wie man es sich bei einer Krankenschwester vorstellt. Mein herzlicher Dank geht natürlich an den leitenden Oberarzt Herrn Dr. med. Sören Just, der mir mit seinen in Amerika erworbenen Kenntnissen eine komplette Sternotomie ersparen konnte. Ich kann nur allen Betroffenen empfehlen, sich rechtzeitig in die Hände kompetenter Ärzte zu begeben und eine notwendige Operation nicht zu lange vor sich herzuschieben. Schon kurz nach meiner Operation konnte ich feststellen, dass meine erwähnten Beschwerden erheblich reduziert bzw. nicht mehr vorhanden waren (Druck auf dem Brustbein).
Vom 18. November bis zum 9. Dezember 2013 war ich dann zur Anschlussheilbehandlung in der „Klinik am See“ in Rüdersdorf bei Berlin. Auch eine solche Reha-Maßnahme halte ich für unverzichtbar. Auch in dieser Klinik kann ich die Einrichtung, die Organisation und das kompetente Personal nur in den höchsten Tönen loben. Nachdem ich noch ziemlich schlapp angereist war, haben die hervorragende Verpflegung und das sehr gut strukturierte Training wahre Wunder bewirkt. Sehr informative Vorträge halfen beim Verständnis und beim Umgang mit der neuen Situation. Ich fühle mich mit der neuen Herzklappe sehr gut und weitaus belastbarer. So hat mir mein „Geschenk zum 65. Geburtstag“ eine lange vermisste Lebensqualität zurückgebracht und ich kann mich noch viel mehr über unsere am 2. Januar 2014 geborene Enkeltochter freuen.

K. K. aus Hamburg (08.02.2014): Ich bin 76 Jahre alt und wurde Anfang November 2013 im Krankenhaus St. Georg in Hamburg von Dr. Matthias Betzold und seinem Team am Herzen operiert. Es wurden mir 3 Stents und eine mechanische Herzklappe eingepflanzt. Nach 4 Wochen fuhr ich ohne Schmerzen (ich lebe allein) mit dem Auto zum Einkaufen! Nochmal ein herzliches Dankeschön an Dr. Betzold und sein Team!

Adolf F. (24.01.2014): Ich hatte am 15. Mai 2013 eine Herzklappen-OP (Mitralklappenrepair) im Allgemeinen Krankenhaus der Stadt Linz in Österreich. Die OP ist gut verlaufen, ich war 1 Tag auf der Intensivstation, danach noch einen Tag im Überwachungszimmer. Am nächsten Morgen wurde uns schon gesagt, wir sollen langsam versuchen aufzustehen. Am 4. Tag nach der OP war ich schon im Garten des Krankenhauses. 10 Tage nach der OP wurde ich aus dem Krankenhaus entlassen. Ich war eigentlich die meiste Zeit ziemlich schmerzfrei. Die Schmerzen kamen nach ca. 2 Wochen, aber seltsamerweise im Rücken. Das wurde aber bei der Reha in Groß Gerungs sehr gut behandelt. Mir geht es jetzt ausgezeichnet. Natürlich hat man vor der Operation Angst, aber die wiedergewonnene Lebensqualität wiegt alles andere wieder auf. Ich habe vor, eine Wallfahrt zu machen (ca. 125 km), aus Dankbarkeit und um mir selbst zu beweisen, dass ich körperlich wieder einigermaßen fit bin. Ich wünsche allen, denen eine derartige OP bevorsteht, alles Gute! Danke noch an das Team im AKH Linz und im Besonderen Herrn Dr. Johannes Demmer.

Michelle B. aus Bremen (19.01.2014): Seitdem ich 3 Jahre alt bin, weiß ich, dass ich einen Herzklappenfehler (Mitralklappeninsuffizienz) habe. Ich war alle 2 Jahre zur Kontrolle und durfte jahrelang Leistungssport (Fußball) betreiben. Als ich dann nach meinem 20. Geburtstag zur Kontrolle war, wurde festgestellt, dass mein Herz deutlich vergrößert ist und dass der Durchfluss zu groß ist und zu viel Blut wieder zurück in die Vorkammer fließt. Dazu wurde noch festgestellt, dass unter meiner Mitralklappe sich Kalk abgelagert hat. Zunächst waren alle optimistisch, dass durch eine Rekonstruktion meine Herzklappe gerettet werden kann. Ich hab mich für eine OP in Leipzig entschieden, da ich nur Gutes über die Klinik und über die Ärzte gelesen habe.
Am 21.11.2013 wurde ich dann in Leipzig aufgenommen. Zunächst wurde ich noch einmal komplett untersucht (Echo, Blut, Temperatur, Blutdruck, Lunge geröntgt, Hauptschlagader per Ultraschall untersucht) und anschließend hatte ich das Oberarztgespräch, wobei mir alles erklärt wurde und ich alle Fragen stellen konnte. Ich hab mich von Anfang an gleich sehr wohlgefühlt und hatte das Gefühl, dass meine Sorgen und Ängste ernstgenommen wurden und mir somit sehr geholfen wurde. Anschließend habe ich dann ein Zimmer bekommen, wobei die Schwestern darauf achten, dass es vom Menschlichen und vom Alter her passt. Abends hatte ich noch das Gespräch mit meinem Chirurg (Prof. Dr. Borger), der mir alles genau erklärt hat, wie er es machen wird und mir ein Versprechen gegeben hat, was mich sehr beruhigt hat. Als es dann ins Bett ging, hab ich eine Tablette bekommen, damit ich besser schlafen kann.
Meine OP fand dann einen Tag später am 22.11.2013 statt. Ich war die erste, die an dem Tag operiert wurde. Viel hab ich nicht mitbekommen. Ich weiß noch, dass ich vor der Narkose gesagt habe, dass ich Angst habe. Nachdem ich das gesagt hatte, war jemand die ganze Zeit neben mir und hat mir die Wange gestreichelt, so dass ich mich immer sicher gefühlt habe und die Angst weniger wurde. Von der OP selber habe ich nichts mitbekommen. Meine Eltern haben mir berichtet, dass ich nach der OP mit ihnen telefoniert habe und dass sie anschließend noch mit dem Chirurg telefonierten, der meinen Eltern von der OP berichtet hat. Meine Eltern konnten mich am selben Tag noch besuchen, nachdem die Ärzte das o.k. gegeben haben. Auf der Intensivstation lag ich nur direkt nach der OP, bin aber schnell auf die Wachstation gekommen. So richtig aufgewacht bin ich dann in der Nacht. Mir ging es gut. Ich hatte keine Schmerzen und fühlte mich soweit ganz fit, nur dass ich Durst und Hunger hatte. Nachdem ich dann wach war und soweit stabil, durfte ich mich 2 Stunden später, mit Hilfe der Schwester, auf die Bettkante setzen und Zähne putzen, sowie einmal ein bisschen waschen (Katzenwäsche). 4 Stunden nachdem ich aufgewacht bin, ging es für mich dann weiter auf die Normalbettstation. Ich durfte meine ersten Schritte machen, die noch ein bisschen wackelig waren, aber gut taten (vom Bett auf den Toilettenstuhl). Ich hatte nach der OP noch 2 Drainagen in der Brust, damit Wundwasser ablaufen kann. Am Nachmittag (23.11.) sollten mir dann die Drainagen schon gezogen werden. Das klappte so halb. Da mein Oberkörper viele Muskeln besaß, konnte nur eine von den zwei gezogen werden, sodass ich weiterhin noch eine Drainage hatte. Ich durfte mich trotz Drainage auf die Bettkante setzen und normal essen und trinken. Mir ging es die ganz Zeit gut und ich hatte kaum Schmerzen. Am 25.11.2013 wurde mir dann in einer 2. „OP“ die zweite Drainage gezogen. Das lief aber eher so ab, dass mir ein Beruhigungsmittel und eine Mininarkose gegeben wurden, so dass sich meine Muskulatur entspannte und die Drainage ganz einfach rausging. Als die Drainage dann draußen war, durfte ich mich dann frei bewegen und sollte viel spazieren gehen. Von Tag zu Tag ging es mir besser und die Kraft kam zurück. Am 28.11. durfte ich dann zum ersten Mal Treppen laufen und raus, aber nur, weil meine Eltern dabei waren. Alleine durfte ich nur spazieren gehen. Nach 7 Tagen wurde ich dann entlassen und durfte für eine Woche nach Hause.

Leipzig war super. Es gibt die Möglichkeit für Angehörige Apartments zu mieten und somit nah bei den Patienten zu sein. Die Apartments sind auch nah am Krankenhaus. Das Krankenhaus selber kam einem gar nicht wie ein Krankenhaus vor. Eher wie ein Hotelkrankenhaus. Deshalb hat man sich schnell wohlgefühlt. Die Station 4B, auf der ich lag, war super. Die Pflegekräfte waren alle super nett und hatten immer ein offenes Ohr. Auch die Stationsärzte waren immer ansprechbar und haben sich super um einen gekümmert. Danke nochmal an die Station 4B!
Für alle, die das noch vor sich haben: Ihr müsst immer bedenken, dass es Menschen gibt, denen es schlechter geht und die nicht solch eine Chance haben. Und Ihr solltet selbst den Willen haben wieder gesund zu werden.

Gerhard L. aus Stuttgart (16.01.2014): Vor 6 Jahren hatte ich eine Herzoperation. Es wurde eine biologische Aortenklappe eingesetzt. Seither geht es mir wunderbar, ohne Atembeschwerden und voll aktiv. Mit meiner Frau besprach ich vor der OP alle wesentlichen Dinge. Wir haben alle Möglichkeiten ins Kalkül gezogen. Ein großes Lob den Ärzten und an Gott, der dabei war.

Peter S. aus Rödermark (08.01.2014): Ich wurde im Juni 2013 von Prof. Dr. Schönburg in der Kerckhoff-Klinik am Herz operiert. Ich bekam eine biologische Aortenklappe, mein Herz wurde verödet und das linke Herzohr wurde weggeschnitten. Auch einen Bypass bekam ich. Am nächsten Tag war ich schon wieder in meinem Zimmer auf der Station. Nach 10 Tagen konnte ich die Klinik schon verlassen- klasse! Die Ärzte Prof. Dr. Schönburg, sowie die Narkoseärzte als auch die Stationsärzte waren alle sehr freundlich und kompetent. Der Prof. Dr. Schönburg hat sogar persönlich nach der OP meine Frau angerufen und berichtet, dass die OP erfolgreich war. Alle Pflegerinnen und Pfleger waren superfreundlich und kompetent. Das Krankenhaus ist hell und freundlich, die 2-Bettzimmer ebenso, Essen ist gut- klasse! Ich bin nach den 10 Tagen Klinikaufenthalt, sowie 4-wöchiger Reha in der Rehaklinik Alice Park in Darmstadt wieder topfit.

Jörg L. aus Gera/Thüringen (15.12.2013): Meine Aortenklappe (Stenose) wurde im Februar 2006 in München/Großhadern Herzchirurgie Station G3 erfolgreich durch Professor Kreutzer operiert. Als Ersatz wurde mir ein Homograft als neue Aortenklappe eingesetzt. Nach 10 Tagen ging es für drei Wochen in die Reha und seitdem bin ich beschwerdefrei. Jetzt bin ich 68 Jahre alt und freue mich fast jeden Tag über diese sehr erfolgreiche Herz-OP durch Professor Kreutzer. Ein Tipp für alle, denen eine Herz OP bevorsteht. Informieren und sich dem besten Operateur anvertrauen. Gut recherchiert und vorbereitet kann man durch eine Herzklappen-OP nur gewinnen.

Thorsten S. aus Hamburg (09.12.2013): Liebe vor-sich-Herzklappen OPler, ich kann nur allen raten zur OP. Die Ärzte sind so fit und in der Medizin soweit fortgeschritten, daß Ihr keine Angst zu haben braucht. Vor 2 Jahren habe ich eine Neue in HH im St. Georg-Krankenhaus bekommen. Auf diesem Wege möchte ich noch einmal dem Chef-Arzt des Hauses danken, denn er hat mir das Leben gerettet und mir wieder zur gleichen Lebensqualität verholfen. Ich spiele wieder Squash und fahre mit dem Fahrrad zum Sport. Rund um die Alster! Ich bin mittlerweile 70 Jahre und reite noch ab und zu.

Anton K. aus Salzburg, Österreich (27.11.2013): Hallo! Meine Herzklappenoperation dauerte durch sehr erschwerende Umstände (totale Verkalkung u. Abbrechen) 7 Stunden. Ich erholte mich erstaunlich rasch und konnte am 12. Tage die Klinik wieder verlassen. Es war am Anfang sehr schwer, hatte große Schmerzen und ich kann mich noch erinnern, wie ich mich über die ersten Schritte freute wie ein kleines Kind. Ich kam dann 3 Wochen auf Reha und dann ging es sehr rasch wieder bergauf. Heute nach gut einem Jahr geht es mir wieder ausgezeichnet, kann (fast) alles wieder tun und fühle mich um Jahre jünger. Wünsche allen, die eine solche Operation noch vor sich haben, alles Gute.

Hans-Jürgen F. aus Magdeburg (19.11.2013): Hallo, ich habe am 04.07.2013 in der Magdeburger Uni-Klinik eine neue mechanische Aortenklappe eingesetzt bekommen. Mir wurde das Brustbein zum 2. Mal durchtrennt, da ich 2005 schon 4 Bypässe eingesetzt bekommen habe. Nach 2 Tagen Intensivstation und 10 Tagen Krankenhaus folgten 3 Wochen Reha-Klinik. Langsam erholte ich mich. Wenn ich nochmal entscheiden könnte, würde ich eine biologische Klappe einsetzen lassen, da ich jetzt mit starkem Herzklopfen und Extra-Systolen zu kämpfen habe, was mir den Schlaf raubt. Körperlich geht es mir gut, Ich hoffe, dass mein Allgemeinzustand sich noch bessert.

Hartmut aus Sachsen (13.11.2013): Hallo, ich bin der Hartmut. Ich wurde vor genau einen halben Jahr am Herz operiert. Die Aortenklappe, Mitralklappe, Aortaraffung und Herzschrittmacher. Ich habe mich selber entschlossen mich operieren zu lassen. Die Schmerzen waren auszuhalten. War 4 Wochen in der Klinik und 3 Wochen zur Reha. Es ging mir dann 8 Wochen superwohl. Danach bis jetzt wird mir schwarz vor Augen, wenn ich mich bücke und ich habe jeden Tag aus dem Schlaf heraus Angstzustände. Ich bin aber zuversichtlich und denke das Schlimmste habe ich bereits geschafft. So schlimm, wie man es sich vorstellt ist die Op gar nicht. Schlimmer ist der externe Schrittmacher und Wassereinlagerungen in Herz und Lunge. Ich wünsche allen Leidensgenossen Besserung.

D. aus Markdorf (09.11.2013): Hallo erstmal an alle die eine Herzklappen-OP noch vor sich haben, alleine schon die Nachricht, dass einem so etwas bevorsteht, ist schon ein Riesen-Schock, die OP selber bekommt man ja Gott sei Dank nicht mit, aber das danach ist genauso schlimm. Ich hatte am 01.10.2007 eine OP und mir wurde die Aorten- und Mitralklappe durch Künstliche ersetzt. Die OP ging 7 Stunden und ich habe sehr viel Blut verloren, habe dann auch ca. 14 Blutplasmen bekommen. Eine Woche in der Intensivstation waren ein Albtraum, hatte Halluzinationen wie Musik hören, TV sehen, Flüstern usw. Mein Oberkörper war für ein paar Tage gelähmt und ich hatte einen Durst, das für mich schon fast das Schlimmste war. Nach 12 Tagen bekam ich wegen Vorhofflimmern noch einen Schrittmacher dazu, wie toll dachte ich, dass ist wieder eine Nachricht, die einen fertig macht. Ich lag 3 Wochen im Krankenhaus und war dann anschließend 2 Wochen in Reha. Nach 3 Monaten bin ich wieder arbeiten gegangen, körperlich alles gut überstanden, aber psychisch habe ich bis heute noch zu kämpfen. Die Angst es könnte wieder was kommen, das Wasser, das sich noch einlagert usw. Ich hoffe, es war hilfreich, auch wenn es etwas negativ klingt, aber im Großen und Ganzen geht es mir viel, viel besser und ich bin auch sehr viel belastbarer. Alles Gute für die, die es noch vor sich haben.

Gert aus Bamberg (03.11.2013): Minimal invasive Mitralklappenrekonstruktion am 26.09.13. Ähnlich wie Bernhard J. wurde ich ca. 7 Jahre nach dem Zufallsfund "Mitralklappeninsuffizienz und -prolaps" in der Rhönklinik Bad Neustadt Saale minimal invasiv operiert, obgleich ich keinerlei Beschwerden oder Einschränkungen hatte. Auch bei mir rieten die Ärzte zu einer OP, weil der Vorhof sich bereits vergrößerte und eine OP in "jüngeren" (52) Jahren weniger Risiken in sich birgt. (Pardon ich zitiere Bernhard J.) Mein Herzklappenzustand lag zwischen 3. und 4. Grad. Ich hätte noch warten können, aber psychologisch war der Gedanke für mich, es könnte jetzt irgendwann zu physischen Schwierigkeiten (Herzflimmern, Herzrhythmusstörungen oder gar Herzinfarkt) kommen, nicht mehr akzeptabel. Mir wurde eine minimal invasive Mitralklappenrekonstruktion durch Prof. Perrier in Aussicht gestellt. Die Entscheidung zu einer Herzkatheteruntersuchung und der eigentlichen OP traf ich schnell nach dem Motto "Augen zu und durch". Voruntersuchung: Voraus ging eine Herzkatheteruntersuchung, vor der ich mehr Unbehagen hatte als vor der eigentlichen OP. Aber die Untersuchung verlief positiv im Sinne der geplanten OP. Geringe Beschwerden danach waren kaum erwähnenswert und nach drei Wochen völlig weg. Dank eines Proteinverschlusses konnte ich auf eine "Sandsackkompression" nach der OP verzichten und am gleichen Abend schon aufstehen und mich normal bewegen. OP: Zum eigentlichen OP-Termin kam ich einen Tag vorher, hab sämtliche notwendige Aufnahmeuntersuchungen abgewickelt und abends ein Beruhigungsmittel erhalten. Am nächsten Tag ging alles (gefühlt) sehr schnell, Abholen zum OP-Saal, eine Spritze und weg war ich. So richtig aufgewacht bin ich erst am Folgetag in der Wachstation, Intensivstation hab ich gar nicht richtig wahrgenommen und schmerzintensive Beschwerden hatte ich anfänglich gar nicht. Am zweiten Tag nach der OP war ich dann abends schon wieder im Patientenzimmer. Tags darauf konnte ich ein sehr informatives Gespräch mit dem Chirurgen führen und zehn Tage später wurde ich nach Hause entlassen, um zur anschließenden Anschlußheilbehandlung (AHB) zu reisen. Komplikation: Leider hat sich bei mir eine kleine Komplikation ergeben, dass sich zwischen Brustwand und Lunge Luft angesammelt hat und mir nachträglich eine Drainage der Pleurahöhle gelegt werden musste. Dies bedeutete zwei Tage längeren Krankenhausaufenthalt und ein paar nervige Nächte mit Schlauch und Absauggerät. Schmerzen und Irritationen nach der OP: Hauptsächlich hatte ich Narbenschmerzen und Folgeerscheinungen der Herz-Lungenmaschine, die einem erstmal seltsam und unbekannt erschienen, jedoch auch wieder abgeklungen sind. Es gab Sehstörungen, irgendwelche Gleichgewichtsstörungen, Rückenbeschwerden von der OP und natürlich eine körperliche Schwäche und Müdigkeit. Schon deshalb ist es sinnvoll die AHB möglichst gleich im Anschluss durchzuführen. Dort werden viele Beschwerden erklärt und weitgehend beseitigt oder Methoden zur Beseitigung beschrieben. Nach zweieinhalb Wochen AHB bin ich wieder zuhause und halte mich an ein tägliches Trainingsprogramm aus Atemübungen, Radfahren und viel Bewegung, um schnell wieder in Normalform zu kommen. Tabletten nehme ich noch den Betablocker und Marcumar bis Anfang Januar. Bei regelmäßigen Arztterminen kontrolliere ich den Stand der Blutverdünnung, der Blutwerte und Entwicklung des Blutdrucks und Puls. Selbst kontrolliere und dokumentiere ich täglich Gewicht und Blutdruck. In zwei Wochen will ich wieder zur Arbeit. Natürlich gab es für mich vor der OP eine Entscheidung zwischen Angst vor weiteren Folgeerscheinungen und Eingehen eines Risikos zugunsten der Gesundheit. Das muss aber jeder mit sich selbst klären. Bislang kann ich nur sagen, ist alles gut und wie vorab informiert gelaufen. Ich bin auch immer noch überzeugt, seinerzeit die richtige Entscheidung getroffen zu haben.

Hugo R. aus Gossau/Schweiz (30.10.2013): Ich musste mich einer Aorta-Herzklappen-OP sowie 2 Bypässen unterziehen. Es wurde mir bei der Herzklappe eine Rinderklappe eingesetzt. Anfänglich erhoffte ich mir eigentlich eine OP mittels Schlüsselloch-Öffnungen. Im ersten Gespräch mit dem Mediziner erhielt ich aber schon beim 2. Satz die Mitteilung: "Wir müssen Ihnen dann bei der OP das Brustbein öffnen, damit wir die notwendigen Eingriffe sauber und korrekt vornehmen können". Die OP dauerte anscheinend rund 5 Stunden und ich wurde während 27 Stunden (sie haben richtig gelesen) in den künstlichen Schlaf versetzt. Die OP verlief ausgezeichnet und auch heute - also nach 2 1/2 Monaten - habe ich absolut nie Beschwerden festgestellt. Ich gebe Ihnen eine guten Rat: Haben Sie Vertrauen zu unserer Spitzenmedizin und gehen Sie ganz ruhig an eine solche OP heran.

Bernhard J. (30.10.2013): 10 Jahre nach dem Zufallsfund "Mitralklappeninsuffizienz und -prolaps" wurde ich im Nov 2012 in der UniKlinik Heidelberg operiert, obgleich ich keinerlei Beschwerden oder Einschränkungen hatte. Die Ärzte rieten gleichwohl zu einer OP, weil der Vorhof sich grenzwertig vergrößerte und eine OP in "jüngeren" (48) Jahren weniger Risiken in sich birgt. Ablauf: Di. OP; eine Nacht Intensivstation; Mi. Überwachungsstation; Do. Normalstation; Fr. Gehen mit Pfleger; Sa. Gehen ohne Pfleger. Die OP durch Prof. Karck verlief hervorragend und die Betreuung auf der Station war vorbildlich. Erst 12 Tage nach OP wurde ich in die Reha (für 3 Wo.) nach Bad Schönborn entlassen, weil der Blutverdünner Marcumar leider nicht rasch genug angeschlagen hatte. Viel Sport und auch genügend Zeit für die Verarbeitung der mentalen Themen (nicht zu unterschätzen) waren in der Reha sehr wichtig - eine gute Zeit! Danach noch 4 Wochen krankgeschrieben mit gezieltem Aufbauprogramm im Fitness-Studio, bevor es wieder in der Arbeit losging, d. h. genau 2 Monate nach der OP. Dem Sport bin ich treu geblieben - Mitte September 2013 habe ich sogar einen Leichtathletik Zehnkampf erfolgreich absolviert und bei der kürzlichen Nachuntersuchung war alles in Ordnung. Was will man mehr?!

Frida G. aus Hahnstätten (23.10.2013): Hallo Mona, ich möchte Ihnen helfen, Ihre Angst vor der Herzoperation zu überwinden, im Herzzentrum Lahr sind Sie in besten Händen, das habe ich persönlich erlebt. Am 10.09.2013 wurde mir eine gerüstlose biologische Aortenklappe implantiert, gleichzeitig eine Pericardfensterung (Panzerherz) vorgenommen. Trotz des sehr hohen Risikos (Euro Score 20 %) verlief die 4 1/2 stündige Operation ohne Komplikationen. Die postoperative Versorgung war optimal. Ich hatte zu keiner Zeit Schmerzen. Am 9. Tag nach der OP wurde ich in die Reha verlegt, ich konnte allein zum Taxi gehen. Näheres unter "Erfolgreiche Operation einer 82-jährigen Hochrisiko-Patientin" auf der Homepage der Klinik.

Kristina aus Bad Neuenahr (08.10.2013): Hallo. Ich bin 28 und habe bereits zwei Ops an den Herzklappen hinter mir. Die erste Op fand am 30.1.2013 statt. Ich hatte aufgrund einer verschleppten Grippe eine schwere Endokarditis bekommen und es mussten gleich die Aortenklappe und die Mitralklappe künstlich ersetzt werden. Wäre ich nicht direkt ins Krankenhaus gegangen, als mein Hausarzt das gesagt hat, wäre ich nicht mehr am Leben. Ich war deswegen 6 Wochen im Krankenhaus. Danach sollte ich in Reha. Dort bekam ich schwere Atemnot und musste zurück nach Bonn verlegt werden. Hier stellte man fest, dass sich die Fäden an den Klappen gelöst hatten und es folgte eine Re-Op von 10 Stunden. Anschließend war ich 3 Tage im künstlichen Koma und wurde auf der Intensiv-Station in Bonn (Venusberg) wieder wach. Die Ärzte haben super Arbeit geleistet und ich bin froh, dass ich leben darf. Ihnen gilt mein besonderer Dank. Jetzt kann ich mein Leben wieder genießen. Und das werden Sie auch wieder können. Kopf hoch! Es geht weiter!

Wolfgang S. aus der Schweiz (08.10.2013): Bei mir wurde am 10.9.2013 die Aortenklappe (mittelschwere Insuffizienz und Stenose) und der aufsteigende Teil der Aorta (Aneurysma mit 5 cm Durchmesser) ersetzt. Vor der Operation hatte ich ausser einem immer weiter steigenden oberen Blutdruckwert keine Symptome und eine gute Fitness (Joggen, Bergwandern etc.), aber das Aneurysma hat die Operation jetzt notwendig gemacht. Die Operation durch Prof. Eckstein am Unispital Basel hat etwa 4 Stunden gedauert und wurde bei einer auf 25° abgesenkten Körpertemperatur durchgeführt. Am nächsten Morgen bin ich aufgewacht und hatte mich eigentlich von Anfang an recht wohl gefühlt, zum Mittagessen konnte ich schon ein paar Salatblätter essen. Schmerzen waren nie ein Thema, dafür sind die Schmerzmittel einfach zu gut, lediglich Rückenschmerzen hatten mir über 2 Wochen nachts zu schaffen gemacht und den Schlaf beeinträchtigt. Am 2. Tag nach der OP bin ich von der Intensivstation auf die Normalstation verlegt worden. Leider hatte ich 3 Tage nach der Operation zu viel Wasser hinter der Lunge (ich hatte dann 6 kg mehr Gewicht als vor der OP) und zudem noch Vorhofflimmern, was eine schwere Atemnot verursacht hat und die Rückverlegung für weitere 2 Tage auf die Intensivstation erforderlich machte. Das Flimmern wurde mit Kardioversion beendet, aber Leber und Niere waren danach leicht angegriffen; darüber hinaus wurde eine entzündete Gallenblase diagnostiziert, die aber mit Antibiotika behandelbar war. In den nachfolgenden Tagen ging es mal deutlich aufwärts, mal wieder etwas abwärts, wobei Atemnot und Vorhofflimmern die vorherrschenden Themen waren. 8 Tage nach der OP konnte ich den ersten, kurzen Spaziergang unternehmen und 11 Tage nach der OP konnte ich das Krankenhaus verlassen und die stationäre Reha in Seewis antreten, von der aus ich gerade diesen Kommentar schreibe. In der Reha ist dank guter Betreuung und eines intensiven Sportprogrammes die tägliche Verbesserung der Leistungsfähigkeit sehr eindrucksvoll, nach 2 Wochen sind schon Wanderungen über 5 km mit Steigungen möglich. Leider tritt gelegentlich immer noch Vorhofflimmern auf, das derzeit medikamentös behandelt wird. Herzlich bedanken möchte ich mich bei Prof. Eckstein und dem Operationsteam für das exzellente Ergebnis der Operation, bei dem Personal der Intensivstation der Herzchirurgie in Basel für die gute und immer freundliche Betreuung und bei dem Rehateam für das ausgezeichnete Gesamtpaket.

Herbert S. aus Ingolstadt (06.10.2013): Antwort an Monika B.: Ich wurde am 15.12.2009 in Lahr/Baden von OA Prof. Dr. med. Stefan Bauer an der Mitralklappe operiert. Eine Rekonstruktion der Mitralklappe mittels Segelrekonstruktion Anuloplastik. Das hervorragende perfekte zusammenwirken der Herzchirurgen und des Klinikpersonals und die Freundlichkeit habe ich sehr geschätzt. Nach acht Tagen ging es nach Gernsbach in die Reha. Die Nachsorge wird dort in Verbindung mit Lahr besten organisiert, einfach ein Beitrag zur guten Genesung und Erholung. Aber mein Weg von Bayern nach Lahr hat sich in jeder Hinsicht gelohnt. Die Schmerzen werden in der Klinik weitgehend vermieden und der Rest ist erträglich. Dazu bemerke ich, bin ja schon 80 Jahre alt. Auch heute noch profitiere ich von dieser OP. Sollte es erneut nötig sein, gehe ich wieder dorthin. Gez: Herbert S.

Pierre C. (04.10.2013): Ich habe am 03.06.2013 im Klinikum in Ludwigshafen am Rhein zunächst eine Biologische Herzklappe erhalten. Geplant waren zwei künstliche. Das ganze wurde aber während der Op. umgeplant. Es wurde wegen des nicht abzuklemmenden Aortenbogens nur die Mitralklappe am offenen Herzen ersetzt. Dazu kamen noch zwei Bypässe. Danach war ich 13 Tage auf der Intensivstation, bis es zur Op mittels Katheter (Tavi) zum Ersatz der Aortenklappe kam. Die beiden Ops verliefen ohne Komplikationen und größere Schmerzen. Nur das Husten und niesen tat am Brustbein noch einige Wochen richtig weh. Zwei Tage später bekam ich noch einen Schrittmacher eingesetzt wegen Vorhofflimmern. Das ist auch der Grund, warum ich trotz Bio-Klappen mein Leben lang Gerinnungshemmer nehmen muss. Heute 4 Monate später bin ich immer noch krankgeschrieben, da ich noch auf die richtige Besserungen meiner Leistungsfähigkeit warte. Fünf Wochen Klinik und anschließend fünf Wochen Reha im gleichen Hause waren wirklich sehr zufriedenstellend. Aber der Körper muss das auch alles mitmachen können. Mir wurde als körperlich arbeitendem gesagt, dass sich die Genesung bis zu 6 Monate hinziehen kann und muss. Ob Ärzte, Pfleger, Schwestern - alles Personal in der Reha hat sich die größte Mühe gegeben und war immer freundlich zu mir. Ich kann Ludwigshafen und das Herzteam nur empfehlen. Heute bin ich noch im Nachsorge-Sport in dem genannten Reha Zentrum (ZAR), gehe da zweimal wöchentlich hin. Das geht terminmäßig noch bis Februar. Danach hoffe ich über Wiedereingliederungsmaßnahmen wieder in meinem Beruf als Elektriker arbeiten zu können. Da soll es erst mal mit 4 Stunden täglich losgehen. Ich kann jedem heute nur raten, nichts auf die lange Bank zu schieben und den Schritt zur Op. zu machen.

Dirk B. aus Rheinland-Pfalz (01.10.2013): Hallo, mir wurde am 22.11.2012 eine Biologische Aortenklappe im Herzzentrum Lahr/Baden eingesetzt. Ich war mit dem OP-Verlauf und der anschließenden Betreuung sehr zufrieden. Die große Routine und Erfahrung, die das gesamte Personal in Lahr hat, hat sehr dazu beigetragen, dass alles gut verlaufen ist. Die Gesundheitliche Verbesserung nach der OP lässt eigentlich alle Strapazen durch die OP vergessen.

Mona W. aus Bayern (30.09.2013): Bei mir liegen eine Mitralklappeninsuffizienz und -prolaps vor und es steht in nächster Zukunft eine entsprechende OP an (hoffentlich Rekonstruktion). Ich bin nun auf das Herzzentrum in Lahr, Baden gestoßen, das ausgezeichnete Bewertungen hat. Nun meine Frage: Hat jemand dort eine OP durchführen lassen und kann mir davon aus 1. Hand berichten? Das wäre super - besten Dank!

Franz G. aus Ingoldingen (24.09.2013): Am 12. September 2013 wurde mir im Herzzentrum Bad Krozingen eine biologische Aortenklappe (Rind) eingesetzt. Seit ca. 4 Jahren war mir bekannt, dass diese OP ansteht. Nach einem Ohnmachtsanfall mit Notaufnahme in einem örtlichen Krankenhaus Anfang Juli, konnte die OP nicht mehr auf die lange Bank geschoben werden. Die Entscheidung, ob biologische oder künstliche Klappe, war in meinem Alter (64) nicht ganz einfach. Erst die Beratung im Universitäts-Herzzentrum in Bad Krozingen gab den Ausschlag für die biologische Aortenklappe. Die OP (ca. 3 Std) mit Öffnung des Brustkorbs verlief ohne Komplikationen. Nach einem Tag Intensivstation und 4 Tagen (oder waren es 5?) auf der Wachstation wurde ich auf die normale Pflegestation verlegt und am 21. September bereits entlassen. Ein Reha/AHB in Wohnortnähe nach wenigen Tagen zu Hause schließt sich an. Mit der Betreuung und der fachlichen/ärztlichen Kompetenz war ich bestens zufrieden und kann das Herzzentrum Krozingen nur empfehlen. Durch das schon lange vorhandene Wissen um eine anstehende AOK-OP habe ich die Operation selbst nicht als belastend empfunden. Andere Erkrankungen, Allergien oder Diabetes hatte ich nicht.

Manfred B. aus Sirnach (Schweiz) (01.09.2013): Ich habe im November 2012 nach einer schweren Sepsis eine Mitralklappe erhalten. Meine Operation wurde notfallmässig im Universitätsspital in Zürich durch Prof. Volkmar Falk durchgeführt. 24 Stunden vorher musste mit ein Abszess am Rücken operiert werden. Meine Herzoperation wurde am 15. November durchgeführt, ich war aber nachher noch rund 2 Wochen im künstlichen Koma mit totalem Nierenversagen und einer doppelten Lungenentzündung. Mein Spitalaufenthalt dauerte vom 5. November zuerst im Kantonsspital St. Gallen, ab 13. - 28. November im Unispital Zürich. Anschliessend nochmals 4 Wochen bis zum 28. Dezember im Spital in St. Gallen. Ich wurde total vier Mal wieder ins Leben zurückgeholt. Heute habe ich mich wieder sehr gut erholt, kann wieder Golf spielen und Radfahren. Meine beiden schweren Operationen habe ich nur dank meiner Fitness überlebt!

Thorsten S. aus Hamburg (28.08.2013): Guten Tag , seit 1 1/2 Jahren kann ich meinen Squash nach der O.P. wieder spielen. Was ist denn zu beachten bei dem Genuß von Rotwein?
Danke Thorsten S.

Antwort der Deutschen Herzstiftung: Vielen Dank für Ihren Kommentar. Für Fragen zu diesem Thema können Sie am einfachsten die » Sprechstunde der Herzstiftung nutzen, da unsere Herzexperten an dieser Stelle keine Nachfragen beantworten können. Alles Gute und herzliche Grüße! Ihre Deutsche Herzstiftung

Sib D. aus Kappelrodeck (27.08.2013): Ich bin 49 Jahre alt und hatte vor ca. 7 Wochen eine Aortenklappe-OP im Herzzentrum Bad Krozingen (konventionell mit Brustraumöffnung). Diese Klinik ist absolut weiter zu empfehlen. Pflegepersonal und Ärzte sind alle sehr bemüht, man fühlt sich nicht nur versorgt, sondern auch umsorgt. Die Untersuchungen und die damit verbundenen Schritte werden so erklärt, dass es auch ein "nicht-medizinisches-Hirn" verstehen kann. Dies alles kann natürlich die Tatsache nicht schmälern, dass es kein Spaziergang wird. Aber die Pille vor der OP hat mir gute Laune beschert ;o) und so konnte ich kurz vor der OP im Vorbereitungsraum "vollkommen losgelöst" und stressfrei das ganze angehen. Ich war dann 2 Tage auf der Intensiv, danach kam ich auf die Wachstation. Letztendlich kam ich erst am 3/4 Tag wieder "zu Verstand". Schmerzen hatte ich keine, da man gut mit Schmerzmitteln eingestellt wird. Nur das Husten oder Niesen war unangenehm... Man sieht nach der OP ein bischen aus wie das Michelin-Männchen, da sämtliche Extremitäten voll Wasser sind, das jedoch nach wenigen Tagen durch die Medikamente abgebaut war. Die OP verlief gut, die neue Klappe funktionierte nach Plan, allerdings wurde nach einer Woche leider ein Perikaderguss (Herzmuskelentzündung) festgestellt, der mir eine weitere OP bescherte. Die Drainage wurden 3 Tage später gezogen, und ich dachte, jetzt gehts aufwärts. Leider wurde ich gleich am nächsten Nachmittag punktiert, da ich Wassereinlagerungen an der Lunge hatte. Solche "Rückschläge" zehren nicht nur körperlich, meine Nerven lagen zwischendurch blank. Aber die herzliche Betreuung hat einiges wett gemacht. Natürlich passieren solche postoperativen Komplikationen nicht immer, bei mir war es eben so. Insgesamt war ich 2 Wochen im Klinikum und kam direkt im Anschluss in die Reha - auch in Krozingen. Da ich zu diesem Zeitpunkt nur noch 49 kg hatte (vor der OP waren es 53 kg) war ich in der ersten Woche ziemlich geschwächt, was mir dann eine Verlängerungswoche einbrachte. Insgesamt war ich 4 Wochen in Reha und ich konnte meinen Körper und meine Psyche wieder sehr gut aufbauen. Momentan bin ich noch krankgeschrieben, aber ich bin sehr motiviert, weil ich spüre, dass es jede Woche ein bischen mehr aufwärts geht. Da ich eine Bioklappe habe, kann ich glücklicherweise auf Marcoumar verzichten. Der Chirurg hatte mir wegen meines "jungen Alters" zwar zu einer Kunstklappe geraten, da die für den Rest des Lebens hält, aber das hieße dann auch lebenslang dieses Medikament einnehmen. Wer weiß, was bis in ca. 15 Jahren ist, ungefähr so lange hält die Bioklappe (plus/minus 2 Jahre, das ist ungewiss). Der Gedanke, so einen Schritt noch einmal tun zu müssen ist nicht unbedingt angenehm, aber vielleicht ist bis dahin minimal-invasiv ja Standard, es tut sich so viel in der Herzforschung. Außerdem habe ich aufgehört, soweit voraus zu planen, es kommt sowieso immer anders als man denkt. Um es auf einen Punkt zu bringen, die OP war erfolgreich, auch wenn es ein paar Probleme gab. Aber die Aussicht, dass ich beim Treppensteigen keine Pause mehr einlegen muss (ich bin ja erst 49!) und auch endlich wieder Sport machen kann ohne gleich den Notarzt rufen zu müssen... ;o) und auch einfach wieder ein lohnenswerteres Leben führen kann, hat mir die Entscheidung leichter gemacht, diesen Schritt zu wagen. Die 2-3 Monate "Schonungsfrist" sollte man einhalten, es war eben doch eine erhebliche Stresssituation für den Körper. Aber es hat sich gelohnt! Und dabei haben die Ärzte und Pfleger/innen in Bad Krozingen eine bedeutende Rolle gespielt. Ohne absolutes Vertrauen funktioniert das nämlich alles nicht. Hier noch einmal ein großes und herzliches Dankeschön nach Krozingen! Und allen anderen ehemaligen und potentiellen Patienten hier alles Gute!

Kathi aus Österreich (22.08.2013): Hallo, bin nun knappe 25 Jahre alt und hatte vor 2 Jahren eine Mitralklappen-Rekonstruktion in Innsbruck. Hatte zwar von Geburt an eine Mitralinsuffizienz, war aber immer voll belastbar und hatte keinerlei Einschränkungen. Die plötzliche Verschlechterung (weiß immer noch nicht, wieso das geschehen ist) in so einem jungen Alter hat mich sehr getroffen und geschockt ... War dann kurz vor der OP auch sehr depressiv und total am Boden, machte eine Gesprächstherapie und nahm Antidepressiva.

Nach der OP ging es mir körperlich sehr schnell wieder gut, habe aber keine wirkliche Verbesserung bemerkt, da ich vor der OP auch keine richtigen Beschwerden hatte. Psychisch bin ich trotzdem noch sehr angeschlagen und achte ganz extrem darauf, was mein Herz gerade macht.

Wünsch das niemandem! Schon gar nicht in meinem Alter!! :-/

Udo S. aus Oberhausen (07.08.2013): Ich habe 2003 mit 60 Jahren eine künstliche Aortenherzklappe bekommen. Die OP wurde in der Uni-Klinik in Essen durchgeführt. Die OP am offenen Herzen (Herzlungenmaschine) hat ca. 4 Stunden gedauert und ist gut verlaufen. Ich bin recht schnell wieder auf die Beine gekommen und konnte die Klinik nach insgesamt 3 Wochen wieder verlassen, um anschließend eine Kur anzutreten. Ich bin nach der OP leistungsfähiger und werde nicht mehr so schnell müde. Ich merke das insbesondere beim Radfahren. Ich muss natürlich lebenslang Marcumar einnehmen und messe die Gerinnung wöchentlich mit dem CoaguChek-Gerät selbst, stets ohne Probleme. Alles in allem kann ich sagen, dass ich froh bin, dass ich diese OP habe durchführen zu lassen.

Heinz B. (04.08.2013): Ich bin männlich, 65 Jahre alt und habe im April 2013 erfahren, dass ich eine bikuspide Aortenklappe mit nur noch 0,5 cm2 Durchflussquerschnitt habe, also ca. 8 mal weniger als normal aufgrund von Verkalkung. Atemnot oder sonst irgendwelche Probleme hatte ich nicht. Da das Herz den zu engen Klappenquerschnitt jedoch durch kräftiges Pumpen (höherer Herzinnendruck) ausgeglichen hat, begann es sich zu vergrößern. Dies hätte in ein bis zwei Jahren zur Herzinsuffizienz geführt. Außerdem hatte ich Stenosen in allen 3 Herzkranzgefäßen. Im Mai erhielt ich dann 3 Bypässe und eine neue biologische Aortenklappe. Nach bereits 7 Tagen konnte ich auf Schmerzmittel verzichten und am 9. Tag nach der OP wurde ich nach Hause entlassen. Danach 3 Wochen Reha. Nach etwa 2 Monaten hatte ich keinerlei Schmerzen mehr im Bereich des Brustbeines, auch nicht beim Husten oder Niesen und bin wieder voll belastbar. Jedem, der einer Klappen OP entgegensieht, kann ich nur empfehlen: Lasst es machen. Angenehm ist eine derartige Operation natürlich nicht, aber Schmerzen braucht man nicht zu ertragen, man bekommt Mittel dagegen, und 2 bis 3 Monate nach der OP merkt man gar nichts mehr von allem und kann körperlich wieder alles machen.

Manfred O. aus Ludwigslust (01.08.2013): Ich hatte am 27. Mai 2013 meine dritte Herzoperation. Ich bin 58 Jahre und hatte eine bikuspide Aortenklappe und diese wurde durch eine biologische Aortenklappe ersetzt. Diese Operation wurde im St. Georg Krankenhaus Hamburg durchgeführt. Dieses Krankenhaus kann ich jedem empfehlen. Fachlich und auch menschlich wird man hier rund um die Uhr hervorragend betreut. Acht Tage nach der OP konnte ich in die AHB nach Fallingbostel (gefiel mir dort nicht so, anderes Tema!).
Im Verhältnis zu meinen vorigen Herzoperationen war ich mit 30 Tagen relativ zügig wieder zuhause. Erste Herz-OP 1962 (Aortenstenose) mit neun Monaten und zweite Herz-OP (Aortenrestenose) 1979 mit drei Monaten Krankenhausaufenthalt. Mir geht es heute (60 Tage nach OP) vom Herzen her sehr gut. Keine Beschwerden und zunehmende Ausdauer bei körperlicher Betätigung. Ich hatte eine Brustkorböffnung und das schmerzt heute noch. Heben und Tragen sind ein Problem. Nicht zu vergessen das Schlafen - nur auf dem Rücken, was viele Verspannungen erzeugt. Massagen bekommt man keine bei der AHB. Von meiner Hausärztin habe ich 6 Stück verschrieben bekommen. Aber was sind 6 Stück ...! Besser wäre auch noch manuelle Therapie. Aber was wollen wir jammern. Das Leben geht weiter. Zu jedem kann ich nur sagen: Steht so eine OP an, nicht lange warten. Bei mir stand der Tag "X" auch schon vor der Tür. Ich danke diesem Engel.

Gabriele G. aus Bedburg (25.07.2013): Mein Name ist Gabriele G., geb. 1955 und nach einigen Zusammenbrüchen hat man 2008 entschieden, mir eine künstliche Mitralklappe einzusetzen. Von der OP habe ich gar nichts gemerkt, ich kann auch nicht sagen, wie lange diese gedauert hat. Ich habe mich relativ schnell erholt und war anschließend in der Reha. Auf das vorhergehende Belastungsniveau bin ich nie wieder gekommen, ich fühle mich heute noch nicht belastbar, bin kurzatmig und ich höre die Herzklappe noch heute ticken. Da ich in einer Küche arbeite, bei 32 Grad zum jetzigen Zeitpunkt. Dass da die Kräfte schnell nachlassen und die Luft äußerst knapp ist, kann man sich vorstellen. Der 2011 nachimplantierte Defibrillator hat schon oft gute Dienste geleistet. Man sollte schon einen verständnisvollen Hausarzt haben, denn wenn nicht reagiert wird, weil es einem nicht gut geht, helfen auch die besten Werte nicht - man fühlt sich schlapp und ausgepowert, und wenn der Hausarzt dann nicht reagiert, ich glaube, dann sind Depressionen nicht sehr entfernt.

W. aus Holzheimm (19.07.2013): Ich hatte am 01.07.2013 meine Herzklappen-OP mit Brustbeinöffnung. Da ich auch im Lebensmittelhandwerk tätig bin, soll ich eine biologische Mitralklappe und einen mechanischen Aortenklappenersatz bekommen haben. Die OP soll nach Aussage des Ärzteteams sehr gut verlaufen sein. Nun bin ich fast 3 Wochen später auf AHB in Bad Wörishofen für drei Wochen. Probleme bereiten mir zurzeit meine jetzigen Gewichtsschwankungen (vorher 4 kg Gewichtsabnahme im Krankenhaus und nun in 2 Tagen 2,5 kg Zunahme) und die Heilungsschmerzen im Brustbeinbereich. Was sich seit der Operation sehr verbessert hat, ist mein Atemverhalten und Luftvolumen. Kein Vergleich zum Zeitraum vor der Operation.

Ohne Namen (18.07.2013): Ich wurde 2013 im Alter von 45 Jahren im Albertinen-Krankenhaus in Hamburg an der Mitralklappe operiert. Die Klappe konnte rekonstruiert werden. Am Vortag der OP wurde ich morgens aufgenommen, der Tag war mit Voruntersuchungen und Arztgesprächen dicht gefüllt. Am Abend gab es eine starke Beruhigungstablette, so dass ich gut schlafen konnte. Am OP-Tag wurde ich morgens narkotisiert, für Angst war keine Zeit und von der OP selbst habe ich natürlich nichts mitbekommen. Beim Aufwachen auf der Intensivstation sollte man sich klarmachen, dass man noch halb narkotisiert ist und alle Wahrnehmungen gestört sind. Ich glaube, dass ich die Schwestern dort ganz schön auf Trab gehalten habe, da ich überhaupt nicht wusste, wo und wer ich war. Nach 2 Tagen auf der Intensivstation kam ich auf die Normalstation und nach insgesamt 10 Tagen wurde ich entlassen, zunächst nach Hause. Ich fand es erstaunlich, wie fit ich nach so kurzer Zeit schon war und z. B. zuhause Treppen steigen konnte.
Nach 10 Tagen zuhause begann die Reha. Dazu sollte man sich unbedingt schon vor der OP Gedanken machen. Weil ich das nicht getan hatte, wollte mich die Rentenversicherung irgendwo nach Sachsen-Anhalt schicken. Ich habe Heuschnupfen und hätte da im Sommer nur geniest, und das ist nach einer Operation mit Öffnung des Brustbeins sehr schmerzhaft. Aber das hat keinen interessiert. Ich hatte gewünscht an die Ostsee zu fahren, aber da war halt nichts mehr frei. Im letzten Moment habe ich dann auf eine ambulante Reha am UKE in Hamburg umgeplant. Das war für mich genau das Richtige, weil mir die Klinik gefallen hat und ich jeden Abend zuhause sein konnte (im eigenen Bett schlafen, die Familie sehen, Lieblingsspeisen zum Frühstück, nicht den ganzen Tag mit Kranken zusammen ...). Allerdings geht das nur, wenn man den täglichen Weg zur Reha selbst schafft und so stabil ist, dass man außerhalb der Klinik keinen Arzt braucht.
Nächste Woche will ich wieder anfangen zu arbeiten, zunächst halbe Tage. Mal sehen, ob das gut geht. Die Empfehlung der Ärzte ist, dass körperliche Arbeiter 6 Monate und Schreibtischarbeiter 3 Monate aussetzten.

Manfred B. aus Hamburg (18.07.2013): Meine Herz-OP im St. Georg in Hamburg (Aortenklappe und drei Bypässe) ist nun ca. 6 Wochen her. Glücklicherweise war die Ursache der Operation kein Herzinfarkt, so dass der Herzmuskel nicht geschädigt wurde und seine volle Pumpleistung behielt. Der OP-Grund war eine in mehreren Untersuchungen manifestierte, über den Zeitraum von ca. 10 Jahren fortschreitende Verkalkung des Herzens im Bereich der ersten Verzweigung der vorderen Koronar-Arterie und der Aorta-Klappe. Durch die Position der Gefäßverkalkung war das Setzen von Stents nicht möglich. Was die OP anbelangt, so hatte ich keinerlei Beschwerden oder Schmerzen während der OP, noch danach verspürt. Ich wurde gerade an den heißesten Tagen (36 °C) des Juni operiert. Ich vermute, dass dieser Umstand auch dazu beitrug, dass ich nach dem Erwachen auf der Intensivstation und auch noch danach im Überwachungsraum leichte Halluzinationen hatte (Orientierungslosigkeit, rosa Wölkchen und Bilder von Wüstenmotiven vollflächig an der Wand, die sich langsam aber stetig änderten), die aber keine panischen Reaktionen verursachten, sondern mich in einen Zustand der Neugierde versetzte, in der Erwartung, was als Nächstes geschehen würde.
Am 4. oder 5. Tag ging es dann bereits mit einem leichten Bewegungstraining unter Aufsicht eines Physiotherapeuten los. Am zweiten Trainingstag war bereits leichtes Treppensteigen angesagt. Der Therapeut riet mir leichtes Treppensteigen weiterhin zu üben. Wie ich dann feststellen konnte, meinte er aber nicht gleich vier Etagen, was mir dann am Abend hochgradige Herzrhythmusstörungen und für zwei Tage einen Herzschrittmacher einbrachte. Glücklicherweise wurden die Sensoren für den Schrittmacher bereits bei der OP eingesetzt und bei der Entlassung wieder gezogen. Nach 10 Tagen kam ich direkt vom Krankenhaus in die Reha ins HGZ (Herz- und Gefäß-Zentrum) nach Bad Bevensen. Wenn man den dunklen Backsteinbau sieht und die Betten getestet hat, kann man geteilter Meinung sein. Was die medizinische Versorgung und die Tätigkeit der Therapeuten anbelangt, so kann ich nur sagen: absolute Spitze. Ich hätte es nicht für möglich gehalten, dass ich in drei Wochen so fit werden könnte. Ich kann nur meine größte Hochachtung zu den Bemühungen der Damen und Herren aussprechen.
Jetzt habe ich zwar noch einige leicht taube Hautstellen, mein Geschmack ist auch noch nicht das Gelbe vom Ei. Aber ich laufe bereits täglich 5 km in der Zeit von weniger als einer Stunde (ohne an meine Leistungsgrenze zu gehen) und merke jeden Tag, wie es mir besser geht. Durch die Geschehnisse, deren Folge der Herzschrittmacher war, und die Unterrichtungen im HGZ, habe ich gelernt in mich hineinzuhören, und das Training in Bereich der Mitte meines Leitungsvermögens anzusiedeln. Brachial etwas zu wollen, führt, wie ich gesehen habe, nur zu Rückschlägen, die auch anders ausgehen könnten, als "nur" mit einem vorübergehenden Herzschrittmacher. Ich kann jedem nur raten, sich von seiner Umwelt nicht verrückt machen zu lassen. Es sind keine Ferientage nach der OP. Aber nicht halb so schlimm, wie man befürchten könnte.

Niko aus Hennef (16.07.2013): Hallo zusammen, ich bin junge 27 Jahre (Fußballer) und wurde mit 8 Jahren (1995) durch eine Aortenisthmusstenose mit der End-zu-End-Anastomosen-Methode in St. Augustin Kinderklinik operiert. Als sei das nicht genug, habe ich auch eine angeborene bikuspide Aortenklappe, die 2007 (ebenfalls St. Augustin Kinderklinik) rekonstruiert wurde, da diese undicht war! Es verlief alles bestens. Zu dem Zeitpunkt war ich für viele Chirurgen eine Sensation, da der Operateur eine Gabe für solche OPs besitzt! Nun gut, Langlebigkeit konnte mir damals auch niemand genau sagen, da diese Methode recht neu war. Bereue diesen Schritt nicht, da ich 6 beschwerdefreie Jahre hatte und Ordentlich Leistung abrufen konnte!
Nun ist die Rekonstruktion hinfällig ;( Benötige einen Ersatz. Ich habe das Glück diese OP erneut in der Kinderklinik durchführen zu lassen! (Spitzenmediziner + Spitzenhaus).
Nun quält mich die Frage biologisch oder künstlich?! Es heißt, umso jünger, desto schneller degeneriert die Bioklappe (ca. 8-10 Jahre) also würde erneut eine OP anstehen. Wenn man einmal da durchgegangen ist, mag man nicht nochmal. Jedoch würde ich diese Jahre klackerfrei und ohne Marcumar leben können! Vor allem könnte ich ohne Kopfkino mein Fußball weiterhin ausüben.
Da ich mittlerweile einige Menschen kennengelernt habe, die noch härtere Schicksalsschläge erlitten haben als ich, tendiere ich doch nun zur künstlichen. Jede OP hat seine Risiken. Und da ich nun zur dritten angelangt bin, möchte ich mein Glück nicht all zu sehr herausfordern!
Erst war mein Grundgedanke biologisch und in 10 Jahren auf ein Fortschritt der Medizin zu hoffen! Doch seien wir mal ehrlich, in den letzten 15 Jahren haben wir leider keinen großen Schritt mehr gemacht. Die Katheter-Geschichte wird von Mal zu Mal immer mehr in den Schatten gestellt, was auch verständlich ist. Die degenerierte Klappe wird nur auseinander gedrückt / gepresst und die neue hängt da mit wackligen Beinen irgendwie fest. Eine offene OP ist viel präziser. Bis heute besteht ein viel zu hohes Schlaganfallrisiko! Und die Geschichte besteht schon seit fast 10 Jahren. Keine Frage, für ältere Herrschaften, die eine offene OP wahrscheinlich nicht überstehen würden, ist es besser als nichts.
Alles, was in naher Zukunft kommen sollte, braucht dann ebenfalls viel Zeit zur endgültigen Anwendung, die ich so nicht mehr habe. Die OP folgt nun im Sep. 2013. Hab ich LUST drauf :-)
Ihr seht, die Frage nagt an mir. Beides hat seine Vor- und Nachteile ...
Ich denke bzw. ich bin mir sicher, wenn alles gut geht, werde ich auch mit Marcumar weiterhin Fußball spielen und das Leben drum herum genießen.
Die zweitschlimmste Frage: Wie finanziere ich die OP? Brauche ich mir zum Glück "HEUTE" nicht zu stellen! Diesen Luxus darf man nie außer Acht lassen. Doch wer weiß, wie unser System in 10-12 Jahren tickt ...
Also die Devise lautet: Kopf hoch, alles wird gut ;-)

Gruß
Niko

Brigitta G. aus Meerane (30.06.2013): Ich bin 2012 in Leipzig am Herzen operiert worden, Erneuerung der Aortaherzklappe. War 74 Jahre alt und noch sehr fit. Aber 1 Jahr habe ich gebraucht, dass ich jetzt sage, ich fühl mich wohl. Brigitta G.

Monika Z. aus Essen (26.06.2013): Guten Tag, bei mir ist im Oktober 2011 eine Rekonstruktion der Trikuspidalklappe erfolgt. Die Klappe ist durch Schrittmacherkabel stark undicht geworden. Man hat sich für die Rekonstruktion entschieden, da man glaubte, dass die Operation zum Erfolg führt. Leider ist dies nicht der Fall gewesen. Bereits kurz nach der OP stand fest, dass die Klappe nicht ganz dicht geworden ist (Undichtigkeit 2ten Grades). Ich habe auch heute noch damit zu kämpfen, dass der große Aufwand der Operation nicht den gewünschten Erfolg gebracht hat. Mit Aufwand meine ich nicht nur die Schmerzen, sondern insbesondere die Angst, die mir auch leider niemand nehmen konnte. Nach einem Tag auf der Intensivstation bekam ich innere Blutungen und musste notoperiert werden. Danach folgte eine Woche Intensivstation mit 8 Bluttransfusionen. Danach noch 10 Tage Normalstation und eine Woche "Aufpäppelung" im Heimatkrankenhaus hier in Essen. Danach 5 Wochen Reha in Bad Oeynhausen. Als ich danach nach Hause kam, war ich absolut nicht fit und brauchte noch bis Februar letzten Jahres, um wieder richtig auf die Beine zu kommen. Alles in allem war es eine sehr anstrengende OP, die nicht so verlaufen ist, wie ich es mir erhofft und auch erlesen hatte. Hinzu kommt nun, dass ich für den 11.7. eine weitere OP vor mir habe. Leider müssen die Drähte (Cerclage) herausoperiert werden, da sie Schmerzen verursachen und ein Draht gebrochen ist. Ich hoffe, danach schmerzfrei zu sein. Eingeschränkt bin ich nach wie vor, dass ich nicht auf dem Bauch oder der Seite schlafen kann und dass mir die Undichtigkeit der Klappe Luftnot bereitet. Ich glaube, dass diese Operation mich und auch mein Umfeld stark geprägt hat. Aber die Zeit heilt Wunden - und auch so vergißt oder verdrängt man die unangenehmen Seiten dieser großen Operation. Geholfen haben mir ALLE behandelnden Ärzte, Krankenschwestern/-pfleger und Reha-Mitarbeiter. Von allen wurde ich unterstützt und habe Hilfe angeboten bekommen.
Ich wünsche allen, die eine solche OP vor sich haben, ganz viel Glück und Erfolg. Mein Motto lautet, nehme hin, was nicht zu ändern ist und nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Jede Operation verläuft anders und jeder empfindet die Anstrengung anders. Alles Gute!

Kl.-Dieter K. aus Döbeln (25.06.2013): Ich hatte eine Not-Op, war schon mehrmals weggetreten. Mitral- und Aortenklappe defekt, komplett durch biologische ersetzt. Ferner noch 2 Bypässe. Danach brauchte ich noch einen 2-Kammer-Schrittmacher wegen Kammerflimmern und Vorhofflimmern. Wird wohl nie wieder besser. War sehr zufrieden mit allen, die sich um mich gesorgt haben. Reha danach ging, habe Treppen laufen wieder erlernt, nur das soziale Arrangement fehlt, was ich auch bemängelt hatte. Op war am 28.11. So geht es mir soweit gut, nur ab und zu schwindlig, wird aber weiter untersucht.

Olaf H. aus Moormerland-Oldersum (20.06.2013): Meine Aortenklappen-OP war am 05.04.2013 in Oldenburg. Meine Bioklappe funktioniert hervorragend. Nach fünf Tagen Krankenhaus ging es sofort in die Reha, die direkt am Krankenhaus liegt. Möchte allen Mut machen. Informieren Sie sich gut vor der OP und führen Sie viele Gespräche mit den Kardiologen und dem Operateur. Ich danke allen im Klinikum Oldenburg und der Reha-Klinik. Dank an meinen Operateur Prof. Dr. Dr. Dapunt.

S. Peter L. (geb.1940) aus Grevenbroich (11.06.2013): Marcumarpatient seit 1988 wegen Mesenterialvenen-Thrombose und hereditärem Mangel an Protein C und S. Mitralklappenleck seit 1998. Winter 2011/2012 bei Kälte Enge im Brustraum. Nach Röntgen–Untersuchung Verdacht auf Aortenstenose. Marcumar 18.07.12 abgesetzt und ab 22.7.12 mit Clexane 80 mg morgens und abends gespritzt. Herzkatheteruntersuchung am 25.07.12. Durchfluss Aortenklappe nur noch 0,4 cm = III°. Normal 2,5 cm
31.07.2012: Anschluß an die Herz-Lungen-Maschine und minimal invasiver Aortenklappenersatz (Biologische Trifecta SJM/Prothese 25 mm) sowie Reparatur der Undichtigkeiten an der Mitralklappe. 72 Stunden Intensivstation, dann Normalstation 5 Tage und tschüss. Keinerlei Probleme mit den Drähten am Sternum. Zu keinem Zeitpunkt Schmerzen oder dergleichen. Bis heute keine Probleme. Große und größte Probleme mit dem Stuhl nach Rückverlegung auf die Normalstation. Hier ist die Leitung des operativen Zentrums aufgefordert entsprechende Vorkehrungen vorzusehen. Operateur: Prof. Dr. A. Lichtenberg, Klinik für Kardiovaskuläre Chirurgie, Uni Düsseldorf.

Renate S. aus Vellmar (02.06.2013): Meine Herzklappenrekonstruktion und Schließung von 2 großen Löchern in der Herzscheidewand ist jetzt 3 Jahre her. Nach 10 Tagen kam ich schon in die Reha. Mir ging es nach 3 Wochen Reha wieder gut. Ich konnte meinen Haushalt wieder voll bedienen. Die Operation ist minimal invasiv gemacht worden. Ich bin sehr zufrieden! Danach bekam ich noch 2 künstliche Kniegelenke, und davor hatte ich schon einen Herzschrittmacher. Trotz allem mache ich täglich Sport, mein Zustand ist dadurch unverändert.

Angelika H. aus Miesbach (29.05.2013): Meine Aortenklappen-OP liegt jetzt 5 Wochen zurück und mir geht es sehr gut. Ich lag 13 Tage im Klinikum Großhadern in München, Station G 3, (Wasser in der Lunge hat den Aufenthalt verlängert), mit Sicherheit kein "anheimelndes" Krankenhaus, aber mit besten und kompetenten Ärzten ausgestattet, die auf jede Frage geduldig geantwortet haben. Ebenso waren die Pflegekräfte sehr gut ausgebildet und immer mit Rat und Tat, meistens auch sehr freundlich, zur Stelle. (Dadurch alles sehr zu empfehlen!)
Das alles hat dazu beigetragen, daß ich mit meinen 73 Jahren bereits nach 1,5 Tagen wieder in das "normale" Zimmer zurück verlegt werden konnte. Meine Narbe beträgt ca. 7-10 cm und wurde nicht geklammert oder mit Drähten versorgt, sondern verschweißt, sodaß kein Entfernen irgendwelcher Klammer- oder Nähhilfen erforderlich war.
Meine Empfehlung: Mut haben und den Stier bei den Hörnern packen! Nicht zu lange mit der OP warten, damit das Herzelein nicht noch zusätzlich geschädigt wird. Von der herzchirurgischen Sprechstunde in Großhadern Gebrauch machen, da lernt man den einen oder anderen freundlichen Chirurgen kennen, der diese Operation täglich durchführt. (Vorher Fragen aufschreiben) Sich informieren (Bücher, Internet) damit man sich nicht so ausgeliefert vorkommt, und Vertrauen zu den Ärzten haben, die geben mit Sicherheit ihr Bestes, so wie Sie als aufgeklärter Patient dadurch auch ihr Bestes dazu beitragen, und keine Frage ist dumm und hat immer Berechtigung beantwortet zu werden!!

B. N. aus Karlsruhe (27.05.2013): Meine Freundin hat zwei Klappen kaputt, und sie sollte eine Herzklappen-OP machen, aber hat sie Angst. Jetzt mochte sie Information über die Operation und welche Klinik gut ist. Wo kann man die Operation machen? Danke, ich warte auf Antwort.

Hannes B. S. aus Hohe Wand-Netting (23.05.2013): 1995 wurde bei mir eine Mitral-Insuffizienz (MI) von damals nur 6 mm Prolaps festgestellt. Das war zu gering um es genauer zu beobachten. Damals wußte ich noch nichts von meiner latenten Neuroborreliose, zu deren mannigfaltigen Symptomen eben auch Mitralklappen-prolaps gehört. Ich war so geboren und könne so weiterleben, hieß es. Immerhin war ich Gebirgsjäger beim österreichischen Heer, hatte mit diesem Herzen alle 3000er im hinteren Ötztal erklommen. 18 Jahre später, 2013 im März, war meine MI dann so viel schlimmer, daß drei Ärzte aus zwei Ländern, die ich konsultierte, zu einer sofortigen OP rieten. Nun sind wir beim Thema: Ich bekam sofort einen Termin in einer Klinik in Bielsko-BiaŁa (American Heart of Poland). Nach erfolgter Koronarographie wurde ich am 15.04.2013 operiert: Rekonstruktion der Mitralklappe; minimal invasiv; implantiert wurde ein Titan-Ring aus sieben Lamellen sowie mehrere Schlingen aus GORETEX Fasern. Am Tag 7 (nach OP) wurde ich, wie geplant, aus der Klinik entlassen; drei Wochen REHA; dann nachhause, da bin ich jetzt. 38 Tage sind um. Ich fühle mich täglich besser, stärker! Die Ödeme in meinen Beinen sind verschwunden. Mein Herz schlägt wie eine Kristall - Glocke sagte mein Hausarzt. Aus heutiger Sicht, werde ich mir noch 10 Tage Auszeit gönnen und am 3. Juni also am Tag 49 wieder bei der Arbeit sein. Ich nehme keine Medikamente außer Warfin, das ich drei Monate nach der OP beenden darf, Das war's dann. Mein Herzchirurg gab mir übrigens Garantie für mein Herz für mindestens bis zu meinem 100. Geburtstag. ich bin jetzt 55.

Klaus G. aus Fulda (17.05.2013): Nachdem meine Mitralklappeninsuffizienz Ende 2012 von mittelgradig nach hochgradig diagnostiziert wurde, riet mein Kardiologe mir zur Mitralklappenrekonstruktions-OP. Ich bin 56 Jahre alt und die erste Diagnose mittelgradig wurde vor 9 Jahren gestellt. Die Operation wurde am 27.02.2013 in minimalinvasiver Technik in der Kerckhoff Klinik Bad Nauheim von Prof. Walther durchgeführt. Die Vorbereitung dauerte einen Tag und war von Freundlichkeit und hoher Kompetenz aller Beteiligten geprägt. Der Operateur stand mir am Vorabend der OP nochmals zu einem Gespräch zur Verfügung, was auf mich vor dieser doch umfangreichen OP sehr beruhigend wirkte. Der Prolaps im Bereich P 2 mit abgerissenem Sehnenfaden wurde erfolgreich rekonstruiert. Es wurde ein Physio II Ring 34 mm implantiert. Ebenfalls wurde eine Kryoablation und die Ligatur des linken Herzohres durchgeführt. Nach einem Tag auf der Intensivstation wurde ich auf die Normalstation verlegt. Bis zum 7. Tag konnten dann die Drainage und die Schrittmacherkabel entfernt werden. Ab dem ersten Tag auf der Normalstation konnte ich aufstehen und jeden Tag etwas weiter die Station erkunden. Am 8. Tag konnte ich zu Fuß meine dreiwöchige AHB in dem Kerckhoff-Rehabilitations-Zentrum antreten. Mein Kardiologe hat acht Wochen nach OP die Mitralklappe erneut mit dem Echo kontrolliert; sie ist dicht. Blutdruck und Sinusrhythmus liegen im Normbereich. Der Kardiologe und ich sind mit dem Ergebnis der OP sehr zufrieden. Ich konnte zum ersten Mai schon wieder zehn Kilometer wandern und Fahrrad fahren geht noch besser. Ich kann die Kerckhoff Klinik und besonders das Herzchirurgen-Team von Prof. Thomas Walther empfehlen.

Ingo S. aus Zwickau (13.05.2013): Angst, große Angst, hatte ich so richtig, nachdem ich hier einige Berichte gelesen hatte. Am 08.01.2013 habe ich erfahren, dass eine Herzklappen-OP bei mir (45 Jahre) nötig ist ... dann begann die Zeit der Angst (die schlimmste Zeit!).
Am 12.03.2013 dann die Voruntersuchung im Herzzentrum Leipzig, da jemand kennengelernt, der mir erzählte, so schlimm sei es nicht/DANKE.
Dann kam der 27.03.2013, der Tag meiner stationären Aufnahme im Herzzentrum Leipzig. Die Klinik erinnert eher an ein Kurheim mit viel Fantasie durch das Atrium mit Glaskuppel auch an ein Traumschiff, aber immer noch hatte ich diese große Angst. Am Mittwoch, den 28.03.2013 ging es dann mit Beruhigungstablette, aber noch zitternd gegen 8.00 Uhr in den OP, dann wurde es für mich "Dunkel" und ich erwachte so gegen 18 Uhr auf der Intensivstation. Leichte Schmerzen ja und ein komisches Gefühl, allerdings besuchte mich da schon meine Frau, so gegen 24 Uhr wurde ich dann auf die Wachstation verlegt, da wurden die Schmerzen und der Durst größer, der größte Nachteil dort war aber sicher die Uhr, "Zeit, die nie vergeht", aber die Zeit verging dennoch und gegen 8.00 Uhr früh wurde ich auf die Normalstation verlegt, dort durfte ich dann schon auf dem Bett sitzen und mein Rücken konnte sich erholen. Am Freitag, also 2 Tage nach der OP, wurden die Schläuche entfernt. Ich wurde aufgefordert, wenn möglich schon auf dem Gang zu laufen und ich ging schon in die Cafeteria, auch meine "Mitoperierten" erholten sich schnell, so dass sich im Klinikum schnell eine regelmäßige Skatrunde bildete und es störte keine Schwester oder einen Arzt, dass wir dann bis nach 24 Uhr spielten, kenne ich doch von anderen Krankenhäusern die Aufforderung ins Bett zu gehen, nein in Leipzig wurde man ermutigt zu gehen, egal um welche Uhrzeit. Beim Spaziergang auf den Gängen des Atriums traf man dann immer andere Patienten, man ermutigte sich und so verging die Zeit ganz gut. So nach 8 Tagen wurden meine zur gleichen Zeit mitoperierten Patienten dann entlassen, bei mir (mechanische Klappe) dauerte es dann noch 4 Tage länger, bis der Gerinnungshemmer gut eingestellt war. Dann ging es zur eher langweiligen REHA nach Bad Elster. Von mir einen herzlichen Dank an den Operateur Prof. Misfeld und sein Team, sowie die Schwestern, Pfleger und Stationsärzten der Station 4 des Herzzentrum Leipzig für eine hervorragende und sehr freundliche sowie hilfsbereite Behandlung. Ich kann die Uni Leipzig nur empfehlen, es ist sicher keine leichte OP, aber ich hatte es mir viel schlimmer vorgestellt, ich war Starkraucher 40-60 Ziggis pro Tag und hatte weder Atemnot noch starke Abhustenanfälle nach der Herzlungenmaschine. Auch auf dem Rücken konnte ich schlafen, obwohl ich sicher froh bin, mich jetzt nach knapp 7 Wochen nach der OP wieder auf die Seite zu legen. Klar merke ich noch ganz leichte Nachwirkungen, aber gab es Alternativen? Von Komplikationen, zumindest auf Station 4 bekam ich nichts mit (und das Durchschnittsalter war ziemlich weit über dem meinen), so langsam glaube ich, es wird wirklich zu einer Routine-OP. Ebenfalls sehr gut finde ich, dass es für Angehörige gleich in der Nachbarschaft Appartements zu einem günstigen Preis gibt, für Weicheier wie mich, sicherlich zu empfehlen den Partner/in die ersten Tage bei sich zu haben.

Cathy aus Bremen (08.05.2013): Hallo. Ich bin 42 Jahre alt und inzwischen bin ich stolze Besitzerin einer neuen mechanischen Herzklappe. Die OP in Bremen LDW lief ohne Komplikationen erstmal ab. Natürlich waren Wundschmerzen vorhanden und obwohl ich jünger bin als die meisten Patienten, fande ich die Erholung dieses Routine-Eingriffs (So heißt es vom Arzt immer) relativ schwer. Ich bin nach 10 Tagen aus dem Krankenhaus entlassen worden, aber ich brauchte Hilfe alleine beim T-Shirt anziehen oder Haare-Waschen. Nach einer guten Woche zu Hause habe ich die ambulante Reha angetreten. Nach einigen Tagen landete ich wieder in der Notaufnahme des LDWs mit einem AV-Block 3 - festgestellt durch ein Langzeit-EKG - das Herz ist nachts über 8,7 Sekunden stehengeblieben. Fazit, ich konnte nicht in der REHA bleiben, aber nach Hause dürfte ich auch nicht. Ich hatte erneut Angst vor einem zweiten Eingriff. Man sagte mir, ich bekomme einen vorübergehenden Schrittmacher über einen Katheter gelegt. Obwohl nicht schmerzhaft, war es schon eine riesen seelische Belastung. Nach kurzem Aufenthalt auf der Intensivstation kam ich auf die Überwachungsstation des LDWs. Hier habe ich dann nach 2 Tagen erfahren, dass ich doch auf Dauer einen Schrittmacher brauche. Dies geschah unter örtliche Betäubung und war kein großer Eingriff. Nichtsdestotrotz war es für den Körper und Geist eine zusätzliche Belastung. Inzwischen habe ich meine Reha abgeschlossen und befinde ich mich in der Wiedereingliederung. Ich denke, körperlich habe ich mich weitgehend erholt. Ich kann wieder Treppensteigen und bin nicht ständig aus der Puste oder müde. Ich kann wieder niesen und husten, ohne dass ich Schmerzen im Brustbein habe! Nun frage ich mich, wer kümmert sich um den Kopf. Ich habe ein funktionierendes Herz mit Ersatzteilen und ich muss es annehmen. Für die Ärzte ist eine neue Herzklappe Routine. Ich empfand es nicht so. Das tue ich immer noch nicht ... Ich hoffe, dass ich mich in so einer Situation nie wieder befinde und dass ich irgendwann auch mal sagen kann, es war nur Routine.

Heidemarie aus Balingen (05.05.2013): Ich wurde Dez. 2011 operiert, mir wurde eine künstliche Herzklappe und eine künstliche Vene eingesetzt, seitdem war ich 5 Mal im Krankenhaus mit überhöhtem Blutdruck (zum Teil 220 zu 60) und starkem Herzrasen, was mir so alle 10-12 Wochen einen dreitägigen Klinikaufenthalt bescherte! Jetzt habe ich immer noch Probleme, nach 1 1/2 Jahren nach der OP, und kein Arzt kann mir sagen, was das ist. Wenn die Werte wieder eingestellt sind, (obwohl ich dann immer noch einen Blutdruck von 170-190 zu 60 habe) werde ich wieder nach Hause geschickt und warte auf den nächsten Anfall, das kann doch nicht normal sein, aber kein Arzt hält es für bedrohlich, aber mir macht es Angst! Kann mir jemand einen Rat geben, der Hand und Fuß hat.

Antwort der Deutschen Herzstiftung: Vielen Dank für Ihren Kommentar. Für Fragen zu diesem Thema können Sie am einfachsten die » Sprechstunde der Herzstiftung nutzen, da unsere Herzexperten an dieser Stelle keine Nachfragen beantworten können. Alles Gute und herzliche Grüße! Ihre Deutsche Herzstiftung

Angelika K. aus Darmstadt (05.05.2013): Nachdem 2009 meine rechte Aortenklappe rekonstruiert wurde und ich nach 6 Tagen putzmunter das Krankenhaus verließ (ohne Reha), mußte 2011 dann doch eine biologische Klappe eingesetzt werden. Auch hier betrug mein Klinikaufenthalt nur kurze Zeit (13 Tage). Am anstrengendsten war der eine Tag auf der Wachstation, denn ich war ständig durstig, durfte aber nicht viel trinken. Am 2. Tag nach der OP kam ich schon in mein Zimmer. Natürlich hing ich an allerhand Überwachungsgeräten, aber ich fühlte mich wohl. Da man ja nicht nur liegen kann, bekam ich von der Schwester eine elastische Binde ans Fußende angebunden, den Anfang in die Hand und so konnte ich mich ohne Schmerzen im Bett hochziehen. Darüber freute sich mein Rücken. Gesundheitlich fühlte ich mich sehr wohl. Schmerzen oder sonstige Zipperlein hatte ich keine. Sobald ich abgestöpselt war, ging es raus aus dem Bett. Ich muß sagen, da ja in 10 Jahren wieder eine solche Operation ansteht, ich habe keine Angst.

Iris M. aus Lalendorf (29.04.2013): Ich litt an einer quadropiden Aortenklappe, also 4 Segel statt 3 (ca. 0,2 % der Bevölkerung leiden darunter). Der Befund kam zufällig, aber die OP war unumgänglich. Die OP fand im Januar 2013 in Karlsburg statt. Ich bin 50 Jahre und habe mich für eine mechanische Klappe entschieden. Ich fühlte mich in Karlsburg (bei Greifswald) sehr gut aufgehoben. Um 9.00 Uhr erhielt ich meine Narkose, ca. 14.30 Uhr war ich wach und konnte 3 Wörter mit meinem Mann telefonieren. Am nächsten Tag gegen 12.00 Uhr habe ich die Intensivstation verlassen und kam auf eine andere Station. Den Tag fand ich nicht so toll, ich konnte mich nicht einen cm bewegen, hatte merkwürdige Bilder in meinem Kopf und etliche Geräte um mich rum. Umso erstaunlicher der 2. Tag nach der OP. Am Nachmittag stellten mich 2 Physiotherapeuten schon auf meine Beine. Mir war zwar total schwindelig und die Lungen wollten auch noch nicht so. Aber von da an ging es aufwärts. Katheter und Schläuche wurden entfernt und am 5. Tag nach der OP war ich schon mobil und konnte samt Geräten durchs Zimmer oder Klinikum schleichen. Am 9. Tag ging es zur Anschlussheilbehandlung. Dort lief auch alles optimal. Nach 4 Wochen Aufenthalt (1 Woche Verlängerung) bin ich nach Hause. Nun ist 1/4 Jahr rum, ich fahre wieder Auto und Fahrrad, gehe zur Herzsportgruppe, messe meinen Gerinnungswert alleine und bestimme damit die Dosierung des Falithroms. Wenn alles gut läuft, gehe ich im Mai wieder im Büro arbeiten. Die mechanische Klappe höre ich kaum, die größte Angst habe ich vor einem Schlaganfall oder den Bakterien, die der Klappe schaden könnten. Ansonsten ist alles gut.

Margot A. aus Solingen (21.04.2013): Mir wurde im April 2013 eine mechanische Aortenklappe eingesetzt. Leider konnte ich mich nicht wirklich darauf vorbereiten, da ich innerhalb von 5 Tagen nach Diagnose operiert wurde und mich bereits stationär in einem Krankenhaus befand.
Ich war zur Schmerztherapie in einer Klinik in Düsseldorf und dabei wurde festgestellt, dass ich an einer Aortenklappenstenose sowie Insuffizienz leide und eine sofortige OP unumgänglich wäre. (4 Wochen vorher war es lt. Kardiologe nur eine leichte Stenose und es bestand kein Grund zur Beunruhigung).
Also stimmte ich aufgrund guten Zuredens meiner Freunde der OP zu. Es war die schlimmste Zeit meines Lebens! Die OP dauerte 6,5 Std. und nach 1,5 Tagen Intensiv-Station kam ich auf die Pflege-Station. Mir ging es sehr schlecht! Ich hatte fürchterliche Schmerzen, konnte mich nur mit Hilfe etwas aufsetzen, an Aufstehen war überhaupt nicht zu denken. Am 3. post-op. Tag wurde die erste Ultraschalluntersuchung gemacht und man stellte fest, dass wieder ein Undichtigkeit vorliegt und man eigentlich nochmal "ran müsste", was ich ablehnte. Innerhalb der 1. Woche wurden mir 3 Blutinfusionen gegeben, weil meine Werte absolut im Keller waren und sich mein Zustand einfach nicht verbesserte.
Nach einer Woche gelang es mir, unter unerträglichen Schmerzen, das erste Mal neben dem Bett zu stehen. Nach 10 Tagen wurde mir der Katheter entfernt, nach weiteren 4 Tagen wurden die ersten 2 Schläuche, 2 Tage später der 3. Schlauch entfernt - es war höllisch!!!!
Nach 19 Tagen habe ich trotz eiternder Wunde auf Entlassung bestanden, weil ich es im Krankenhaus nicht mehr ausgehalten habe. (Was ich dort alles erlebt habt, spottet jeder Beschreibung und das gönne ich keinem!)
Zur Reha kann ich nichts sagen, da mein Zustand nach wie vor so schlecht war, dass ich kaum an den angebotenen Maßnahmen teilnehmen konnte.
Bis Mitte Juni musste ich täglich zur Wundkontrolle, da die Entzündung der Naht nicht zurückging. Mein Zustand verbesserte sich nur ganz schleppend, Schmerzen direkt an der Naht wurden nicht besser (die mir keiner glaubte) und erst zum Jahresende konnte ich die 2. Etage zu meiner Wohnung ohne Pausen schaffen - zwar ganz langsam, aber immerhin!
Nach einem guten Jahr konnte ich sagen, es geht mir wieder gut. Nur die Narbe tat mir weh und ich konnte die Drähte fühlen (was mir natürlich keiner glaubte! Das ist nunmal so, das hat jeder (?)). 2012 wurde dann die Narbe oberflächlich an 2 Stellen geöffnet und drei Drähte gezogen. Leider hat man während der OP VERGESSEN, die Drähte entsprechend zu kürzen und zu biegen, sodass sie nicht stören. Seitdem ist es gut.
So, und jetzt, nicht mal 3 Jahre später, (mir geht es wieder schlechter) heißt es, die Befestigungsnähte der Aortenklappe lösen sich und die Insuffizienz hat sich verschlimmert, soll heißen: erneute OP!!
Im Moment bin ich dazu nicht bereit und ich bin mir auch nicht sicher, ob ich meine Meinung noch ändern werde. Das möchte ich nicht nochmal durchmachen!

Marcello P. aus Neuwied (13.04.2013): Am 2. Mai 2012 (bald 1 Jahr) wurde bei mir, im Herzzentrum Lahr/Baden, die Aortenklappe ersetzt. Es hat alles in 6 Tagen geklappt, und am siebenten Tag war ich schon im Reha-Centrum Gernsbach. Es hat alles so gut geklappt, dass ich ohne Angst die OP wiederholen könnte. Ich habe nie Schmerzen gehabt und nach nur 15 Tage Reha war ich schon daheim. Drei Monate lang muss man aufpassen mit dem Gewichtheben, danach ging es nur aufwärts und nach 6 Monaten könnte ich schon mit dem Mountainbike über 10 km fahren. Ich bin 65 Jahre alt, in 15 Jahre wäre es wieder Zeit, aber bis dann, wird die Medizin, bestimmt so weit sein, dass neue nichtinvasive OP-Methoden reif sind. Ich kann das Herzzentrum Lahr nur empfehlen. Alles gut

Silvia H. aus Steiermark/Österreich (07.04.2013): Ich litt unter einer „bikupiden Aortenklappe“. Die normal angelegte Aortenklappe besteht aus drei Segeln (trikuspide Aortenklappe). Bei der bikuspalen Aortenklappe sind nur zwei dieser Segel ausgebildet.
Allerdings habe ich das erst im Jahr 2007 durch Zufall bei einer OP-Vorbereitungsuntersuchung erfahren. (Welche aus diesem Grund nicht durchgeführt werden konnte.)
Im Februar 2012 war es dann soweit und ich wählte meinen OP-Termin ... natürlich hatte ich enorme Angst vor dieser OP, aber ich musste und konnte dem Ärzteteam völlig vertrauen. Ich habe mich nach einem ausführlichen aufklärenden Gespräch mit meinem Kardiologen und Herzchirurgen für eine mechanische Aortenklappe entschieden (auf Grund meiner "Jugend" (lach) ich bin 52 Jahre). Die OP verlief laut dem Ärzteteam dann doch nicht so glimpflich, wie ich es hoffte ... ich hatte einen AV-BLOCK III. Grades und brauchte 2 Tage nach der Herzklappen-OP einen Herzschrittmacher. Nun ja, es gab noch einige Komplikationen, welche ich aber verdrängt habe und über die ich nicht mehr reden bzw. schreiben mag. Ich bin natürlich mein Leben lang Marcumar-Patientin ... bin übrigens Selbstmesserin und habe das Ganze gut im Griff. Es geht mir wieder gut und ich habe zum Glück nicht mehr die großen Probleme (Atemnot ... Wasseransammlungen etc.), die ich vor der OP hatte.
Ich gehe viel in der frischen Luft spazieren, fahre regelmäßig am Ergometer und im Sommer mit dem Fahrrad meine Runden. Und das BESTE kommt zum Schluß: Ich bin seit meiner OP vor 14 Monaten stolze NICHTRAUCHERIN (habe 30 Jahre ohne Unterbrechung geraucht). FAZIT: Einem glücklichen und "gesunden" Leben steht nix im Wege ... habe mich an "mein Klapperl" und meinen "Schritti" schon gewöhnt ... beide sind Teile von mir geworden.
Der einzige negative Punkt an meiner Geschichte ist der, dass ich seit der OPs ca. 14 Kilo zugenommen habe ... hmmm? Ob das Marcumar, der Rauchstopp oder das Klimakterium, in dem ich mich auch befinde, ausschlaggebend für die Gewichtszunahme sind, weiß ich nicht. Bin aber beim Abnehmen und werde es auch schaffen wieder schlank zu werden.
Jetzt werde ich meinen Roman beenden und wünsche allen, die auch so eine OP vor sich haben, viel Glück und alles Gute!!!

Markus P. aus Argenthal (07.04.2013): Als früherer Leistungssportler wäre mir niemals in den Sinn gekommen, an einem Herzproblem zu leiden. Täglich 20 km Joggen war für mich überhaupt kein Problem. Nebenbei noch Radsport, Judo, Karate und Tanzsport - quasi eine Kondition wie ein Pferd. Im Sommer 2005 stellte ich dann ein Leistungsdefizit fest. Was soll schon sein? Erkältung im Anmarsch oder noch nicht auskuriert. Im Januar 2006 suchte ich dann meinen Hausarzt auf, weil ich zu diesem Zeitpunkt eine Erkältung bereits 7 Wochen in den Knochen stecken hatte und einfach nicht loswurde. Beim Abhören stellte er dann Herznebengeräusche fest, welche er nicht eindeutig zuordnen konnte, das EKG war unauffällig. Mit dem Verdacht auf eine Herzmuskelentzündung überwies er mich ins örtliche Krankenhaus, um Klarheit zu verschaffen. Bereits bei der Eingangsuntersuchung konnte dann mittels Ultraschall eine Herzmuskelentzündung ausgeschlossen werden. Allerdings lag dennoch ein pathologischer Befund vor. Es wurde eine bicuspid angelegte Aortenklappe festgestellt, was jedoch auf einen Geburtsfehler zurückzuführen ist. Mein Leistungsdefizit konnten die Ärzte diesem Defekt jedoch nicht zuordnen. In halbjährlichen Intervallen ging es dann beim Kardiologen zur Kontrolluntersuchung. Und jedes Mal hieß es nur, es ist alles in Ordnung, bicuspide Aortenklappe, keine Herzwandverdickung, Verhärtung oder Wandbewegungsstörungen festzustellen, Aortenklappeninsuffizienz Grad I (minimal). Auch ein Kardio-MRT wurde durchgeführt. Auch dieses besagte dann, dass alles im grünen Bereich sei. Ich solle weiter Sport machen und mich nicht so anstellen.
Nach 1,5 Jahren, September 2007, mein Leistungsdefizit war inzwischen enorm. Damals im 2. Stock wohnend, brauchte ich 45 Minuten um in die Wohnung zu kommen. Beim Kontrolltermin - alles in Ordnung. Da ich dann jedoch anfing zu rebellieren, überwies mich mein Kardiologe ins Herzzentrum Duisburg, wo eine Ergo-Spirometrie durchgeführt werden sollte. Bereits bei einer Belastung von gerade mal 150 Watt wurde dann ein Blutdruck von 190 festgestellt und man kam zu der Einsicht, dass hier mehr als eine minimale Insuffizienz vorliegen musste, das Leistungsdefizit kein Gebilde meiner Phantasie war. Entsprechend wurde dann ein Termin für eine große Katheteruntersuchung angesetzt. Diese erfolgte dann am 10. Oktober 2007, gerade mal eine Woche nach meinem 34. Geburtstag. Ergebnis: Aortenklappeninsuffizienz Grad IV (absolut hochgradig und akut), umgehende Operation unabdingbar. Diese wurde dann am 17. Oktober 2007 durchgeführt.
Die Ärzte und Pfleger waren super engagiert und bemühten sich dafür zu sorgen, dass ich mich wohl fühle ... was ich auch tat. Auch hatte ich keine Angst vor dem Eingriff. Mir war wohl bereits lange vor den Ärzten klar, dass es dazu kommen würde - und zwar früher als die Ärzte sich seinerzeit vorstellen konnten. Entsprechend positiv eingestellt stellte ich mich dem Eingriff und mir war klar, dass es nur noch besser werden konnte. Und es wurde nur noch besser. Bereits am 10. Post-OP-Tag wurde ich nach Hause entlassen, dort 1,5 Wochen gewartet bis ich die Reha-Maßnahme antreten konnte. Diese war für mich nach 3 Wochen beendet. Meine Arbeit nahm ich exakt 3 Monate nach der Katheteruntersuchung bereits wieder in Vollzeit auf - im Dezember 2007 hatte ich hierzu das Hamburger Modell in Anspruch genommen, um eine Wiedereingliederung in das Berufsleben durchführen zu können.
Heute, 5,5 Jahre nach dem Eingriff fühle ich mich nach wie vor super. Meine Erfahrungen habe ich auch in meinem Blog Herz-Herzlichst dokumentiert.
Bedingt durch die künstliche Aortenklappe muss ich Gerinnungshemmer (Phenprocoumon/Marcumar) einnehmen. Hier ist der einzige Kritikpunkt, den ich äußern kann. Im Rahmen der Reha-Maßnahme absolvierte ich die Schulung für die INR-Selbstkontrolle und habe dadurch bedingt ein Höchstmaß an Flexibilität. Was mir jedoch bis zu diesem Zeitpunkt auffiel, war die Tatsache, dass Ärzte hier keinen konkreten Ansatz zur Dosierung der Gerinnungshemmer hatten. Die Dosierung erfolgte via Bauchgefühl was zur Folge hatte, dass meine Gerinnungswerte Achterbahn fuhren. Aber auch hier habe ich einen Ansatz und einen Weg gefunden die erforderliche Erhaltungs- und Korrekturdosis zu objektivieren und habe hierzu ein Programm, bzw. eine Internetanwendung (kostenlos für alle!) entwickelt - INR-Management-System. Mittels des INR-Management-Systems ist es mir möglich eine Zielbereichstreue von über 93 % zu erreichen. Werte, die es die Ärzte bis Dato nicht vermögen zu erreichen, und auch das INR-Selbstmanagement erreicht nur rund 70-80 % Zielbereichstreue. Durch die Internetanwendung habe ich bereits die Messwerte von über 120 Betroffenen zur Verfügung und ausgewertet und jeder hat seither seine Gerinnungswerte nicht nur in den gesteckten Grenzen des individuellen therapeutischen Zielbereichs sondern nahezu immer um den Mittelwert herum. Das System ist selbstlernend und stellt sich individuell auf jeden Nutzer ein. Ich würde mich freuen noch mehr Betroffene zu finden, um so vielleicht das INR-Management-System offiziell durch die Krankenkassen einsetzen lassen zu können. Streng nach dem Motto: "So viel wie nötig - so wenig wie möglich!" wird die erforderliche Dosierung auf eine 1/4 Tablette genau ermittelt und optimal verteilt. Letzten Endes sind es die Folgen einer Über- oder Unterdosierung, welche die Krankenkassen im Nachhinein mit rund 8 Milliarden Euro jährlich bezahlen müssen. Zudem wurde meine Erhaltungsdosis um über 1 Tablette je Woche reduziert, was den Organismus entsprechend entlastet und wodurch ich mich wohler fühle. Ich möchte, dass möglichst viele der Betroffenen denselben "Luxus" erfahren können, weshalb ich das System auch wirklich zu 100 % kostenlos zur Verfügung stelle. Ich möchte helfen, so wie mir geholfen wurde - durch Ärzte und unser marodes Gesundheitssystem - aber ich bin froh, dass wir dieses Gesundheitssystem, sei es auch noch so marode, haben - in anderen Ländern würde ich heute vermutlich nicht mehr leben, weil mir die Mittel zur Finanzierung einer solchen Operation gefehlt hätten. Meine Art mich bei allen Beteiligten zu bedanken.
Ich kann heute wirklich und ruhigen Gewissens sagen, dass es mir, trotz oder eben drum, mit der künstlichen Herzklappe rundum gut geht. Wichtig für jeden, dem eine solche Operation bevorsteht, und was ich Ihnen mit auf den Weg geben möchte ist, Angst zu haben ist keine Schande. Unsere Ärzte sind auf einem sehr hohen Standard. Meine Operation wurde am offenen Herzen ausgeführt. Dennoch sind die operierenden Ärzte und Assistententeam so gut aufeinander eingespielt, dass selbst Blutverluste so gering gehalten werden können - mir wurde weder Fremdblut noch Fremdblutbestandteile verabreicht! Mit einer positiven Einstellung auf einen solchen Eingriff wird die anschließende Genesung um ein vielfaches einfacher und schneller - vor allem aber von Erfolg gekrönt sein und Sie können anschließend wieder mit beiden Beinen fest im Leben stehen.

Almuth J. aus Dortmund (06.04.2013): Bei mir wurde 1995 eine Aortenklappenstenose, Grad 3, festgestellt. Ich war damals 65 Jahre alt und entsetzt, wollte es nicht wahrhaben. 1 Jahr später, als mir dann doch bei Belastung immer wieder die Luft ausging, habe ich einer OP zugestimmt. Nach guter Vorinformation durch Prof. Körfer in Oeynhausen erfolgte die OP (Bioklappe) mit gutem Verlauf. Als Folge der Herzlungen-Maschine konnte ich 2 Tage nicht sprechen, was zunächst nicht auffiel. Erst als ich so dringend Urin lassen mußte und mich nicht artikulieren konnte, wurde man aufmerksam. Das war für mich die stärkste Belastung, auch im Nachhinein.
Ich erinnere mich aber an ganz starke Schmerzen im Brust-Rückenbereich, die kaum mit Medikamenten betäubt werden konnten. Alles in allem ging es mir sehr schnell wieder gut. Nach 5 Tagen konnte ich schon wieder im Stationsbereich laufen, es traten auch nachträglich keine Komplikationen auf und ich konnte übergangslos dort in die Reha wechseln.
Nach 4 Wochen fühlte ich mich wie neu geboren und nach weiteren 6 Wochen konnte ich im Urlaub schon 100 Treppenstufen mühelos steigen!
Leider diagnostizierte mein Internist, der mich halbjährlich untersuchte, Ende 2002 wieder eine Aortenstenose. Da ich die 1. OP gut überstanden hatte, ließ ich mich 01/2003 im St. Johannes-Hospital Dortmund von Prof. Walterbusch operieren. Ich bekam auf dringenden Wunsch wieder eine Bioklappe. Die OP soll reibungslos verlaufen sein, aber auf der Intensivstation konnte ich wieder 3-4 Tage nicht richtig sprechen und reagierte bei Fragen nur lallend mit Ja oder nein. Nach Verlegung auf die Pflegestation hatte ich Herzrhythmusstörungen, die zwar mit Medikamenten behandelt wurden, aber immer wieder auftraten. Die Nachbehandlung der OP war in 2 Wochen erfreulich gut, kaum Schmerzen oder sonstige Nachwehen und nach weiteren 4 Wochen Reha war ich wieder voll o.k., nur die Rhythmusstörungen (Vorhofflimmern) blieben. In der Folgezeit behandelte mich Prof Trappe in Herne mit wechselnden Medikamenten, zuletzt mit Amiodaron. Nach jahrelanger guter Verträglichkeit trat in 09/2009 eine akute Leberentzündung (medikamentöse-toxische Hepatopathie) auf, die in 4 Wochen Klinikaufenthalt in Herne komplett ausgeheilt war, aber vielen Nebenwirkungen zur Folge hatte. Nach 4 Wochen Reha war ich wieder einigermaßen erholt, aber sehr schwach. Seitdem nehme ich Tambocor 100 mg, 2 x täglich, ein. Der Sinusrhythmus bleibt konstant und ich fühle mich jetzt, trotz meiner 83 Jahre, immer noch sehr wohl.

Bernd K. aus Hamm (29.03.2013): Zum Zeitpunkt der OP war ich 53 Jahre alt. Bei mir wurde im Oktober 2010 bei einer Gutachter-Untersuchung eine hochgradige Aortenstenose festgestellt. Auf die Diagnose wurde stationär eine Herzkatheteruntersuchung durchgeführt. Bei dieser Untersuchung wurde neben der Aortenklappenstenose auch die Notwendigkeit von zwei Bypässen festgestellt. Am 15.11.2010 wurde ich im HDZ Bad Oeynhausen operiert. Die OP dauerte 6,5 Stunden, wurde mir von meinen Angehörigen mitgeteilt. Die ersten Tage nach der Intensivstation waren nicht so schön, da ich mit dem sogenannten Durchgangssyndrom (bedingt durch die Herz-Lungenmaschine) zu kämpfen hatte. Schmerzen hatte ich kaum. Die gute Pflege durch das Personal im HDZ Bad Oeynhausen und die fachliche Kompetenz des Herzchirurgen führten dann stetig zu einer Besserung meines Befindens. Heute muss ich zwar mit Marcumar leben, aber es geht mir sehr gut mit meiner neuen Aortenklappe. Meine Gerinnung messe ich selber, wurde mir in einer Schulung im HDZ beigebracht.

Gudrun R. aus Roth (26.03.2013): Am 17.10.2013 bekam ich eine neue Aortenklappe (Bio), die Mitralklappe wurde entkalkt und ein Aortenaneurysma beseitigt. Ich war 13 Tage im Krankenhaus, anschließend 3 Wochen in einer Herzklinik zur Reha. Ich habe wohl die erste Woche nach der OP. ziemlich verschlafen, weil ich eigentlich von dieser Zeit nicht viel weiß. Ich hatte keinerlei Schmerzen, auch sonst keine unangenehmen Erinnerungen. Nach 2 1/2 Wochen in der Reha konnte ich um den Ostersee wandern (8 km). Letzte Woche bin ich 3 Tage schigefahren (alpin). Ich fühle mich wie neu geboren und bin sehr froh, daß mich mein Kardiologe zu dieser OP überredet hat. Ich hatte eine angeborene Aortenstenose und bereits 1965 die erste Herzoperation. Dies hat den neuen Eingriff offensichtlich etwas aufwendiger gemacht.

Andreas S. aus Berlin (23.03.2013): Ich hatte im August 2010 im Alter von 50 Jahren im Herzzentrum Berlin eine sogenannte elektive (=geplante) Mitralklappen-OP. Dabei konnte die Mitralklappe rekonstruiert werden. Außerdem wurde noch ein Bypass gelegt. Ich war ca. 2-3 Tage nach der OP "mobil", d. h. ich konnte alleine auf die Toilette gehen und im Zimmer herumlaufen. Ca. 1 Woche nach der OP bin ich bereits in den Gängen herumgelaufen. In der AHB (ca. 4 Wochen nach der OP) war ich schon recht fit, hatte nur Probleme beim Treppensteigen. Im Nachhinein führe ich das auf eine nicht entdeckte Herzbeutelentzündung zurück, die einige Wochen nach der AHB diagnostiziert wurde. Eine ganze Zeit hatte ich "Probleme" mit dem Brustbein. Ich hatte da gelegentlich ein komisches Gefühl. Jetzt, 2 1/2 Jahre danach, bemerke ich von der OP nur die Narbe auf der Brust beim Blick in den Spiegel. Fazit: Ich habe die OP als nicht "besonders" schlimm empfunden.

Volker L. aus Berlin (19.03.2013): Bei meinem Vater (82) wurde zum Jahreswechsel eine Insuffizienz der Aortenklappe diagnostiziert und dringend eine OP empfohlen. Trotz Ängsten nach bereits negativem Verlauf nach Hüft-OP (letzte vor 8 Jahren) entschloss sich mein Vater zur OP. Diese wurde am 14.1.2013 erfolgreich durchgeführt. Ziemlich schnell zeigten sich jedoch Atemprobleme. So wurde dann ein Luftröhrenschnitt vorgenommen, um eine maschinelle Beatmung vorzunehmen. Der Zustand schien sich auch langsam, jedoch kontinuierlich zu verbessern. Ab dem 30.1. konnte er zeitweise entblockt werden, sprechen und bis zu zwei Stunden selbst atmen. Auch wurde es ihm ermöglicht selbstständig zu essen und zu trinken.
Am 8.2. war der Zustand offenbar so stabil, dass er in eine Rehaeinrichtung kommen konnte. Allerdings tat dieses seiner Psyche nicht sehr gut. Das war ein Freitag. Er durfte dort weder trinken noch essen und Rehaeinrichtungen sind selbstverständlich nicht so gut mit Personal ausgestattet wie eine ITS. Kurz gesagt, es wurde sich weniger um ihn gekümmert, als er gewohnt war. Hier möchte ich einfügen, auf so etwas sollten sowohl die Patienten, als auch deren Angehörige vor einer OP ausdrücklich hingewiesen werden.
Seit dieser Zeit hat sich der Gesamtzustand eher verschlechtert. Zwar konnte er zeitweise wieder entblockt werden und auch manchmal im Rollstuhl sitzen. Seit dem 8.3. sind keine Fortschritte mehr erkennbar. Am 12.3. wurde er punktiert und etwa 2 1/2 Liter Flüssigkeit an einer Seite der Lunge abgezogen. Aber die Atemwerte haben sich weiter verschlechtert. Immer häufiger lässt sich mein Vater in die Maschine fallen. Offensichtlich fehlt sowohl die körperliche Kraft als auch der psychische Antrieb. Er fragt immer häufiger (per Schrift) "Wie geht es weiter". Heute haben wir ein Gespräch mit den Ärzten. Mal sehen was diese sagen.

H. M. aus Rechtsrheinisch (18.03.2013): Vorgeschichte:
Ich litt unter einer „biskupiden Aortenklappe“. Die normal angelegte Aortenklappe besteht aus drei Segeln (trikuspide Aortenklappe). Bei der bikuspalen Aortenklappe sind nur zwei dieser Segel ausgebildet. Diese Veränderung besteht, weil es während der embryonalen Entwicklung des Herzens zu Abweichungen kommt. Das Problem bei Menschen mit bikuspider Aortenklappe besteht darin, dass schwer einzuschätzen ist, ob und welche gesundheitlichen Probleme sich wann entwickeln. So wurde bei mir 57 Jahre lang, trotz verschiedener Untersuchungen (z. B. Sportuntersuchung in der Jugend etc.) der Fehler nie entdeckt, obwohl mir jetzt gesagt wurde, dass dieser "eigentlich" von jedem Arzt ganz einfach sogar nur über „hören“ feststellbar sein sollte. Bei meiner stationären Herz-Katheder-Untersuchung wurde ich immerhin „Studien-Objekt“: Der Kardiologe hatte einen solchen Fall bereits 10 Jahre nicht mehr gehabt und brachte deswegen Medizin-Studenten zu mir ans Bett, damit sie den Fehler „hören lernen konnten“. Aber auch die Kollegen des behandelnden Chefarztes rief dieser zur „Anhörung“ zusammen. Diese veränderte Anlage der Aortenklappe findet sich bei 0,5 bis 2 % aller Menschen. Dies hört sich wenig an, ist aber eine der häufigsten angeborenen Herzfehler überhaupt. Hierbei sind zwei Klappensegel (Taschenklappen) verschmolzen und dies führt in der Regel, so bei mir, zu einer vorzeitigen Degeneration. Bei dieser Diagnose („Stenose“) ist der Ersatz der Aortenklappe die einzig sinnvolle Therapie.

Seit etwa Juli/August spürte ich eine immer stärker eingeschränkte Belastungsfähigkeit. Vorherige, leichtere Einschränkungen hatte ich auf bronchiale Gegebenheiten zurückgeführt, was jedoch nicht der Wirklichkeit entsprach. Der niedergelassene Kardiologe riet mir im September dringend zu einer Katheder-Untersuchung. Wegen verschiedener noch anstehender Verpflichtungen „schob“ ich diese hinaus. Mitte November wurde die Untersuchung jedoch plötzlich unumgänglich, um Sicherheit über den Zustand der Klappe und des Herzens zu bekommen. Meine Einschränkungen hatten zu diesem Zeitpunkt schon rapide zugenommen und ich versuchte, so gut wie möglich "dagegen" zu halten. Bei der Katheder-Untersuchung stellte sich dann Gott sei Dank heraus, dass das Herz an sich kerngesund und stark ist. Alle „Adern“ waren frei, die Lunge vollkommen in Takt und alles ohne Ablagerungen. Im Fachjargon wurde dies so ausgedrückt: „ ... konnte eine stenosierende koronare Herzerkrankung ausgeschlossen werden.“ Die Erkrankung der hochgradigen Aortenklappen-Stenose bestätigte sich allerdings. Sie arbeitete nur noch zu 1/6 („5/6-Geräusch“). Wegen etlicher Anliegen und einer besseren Planung (zugegeben: ein Anteil war es auch, doch etwas Zeit zu benötigen, mich mit dieser Operation anzufreunden ...) konnte ich jedoch gemeinsam mit dem behandelnden Kardiologen zu der verantwortlichen Entscheidung finden, dass die Operation bis gegen Ende Januar aufgeschoben werden konnte.

Operation: Kurz vor Weihnachten stand dann auch der Chirurg und damit die Klinik fest: Nach einem gemeinsam mit meiner Frau geführten Gespräch bei einem der "ältesten Herz-Chirurgen Deutschlands", wie er selber sagte, entschied ich mich aus einer Auswahl von fünf Genannten für diesen. Viele der anerkannten „Jüngeren“ haben bei ihm gelernt und moderne OP-Verfahren sind dort entwickelt worden. Diesem Mann vertraute ich / vertrauten wir, nicht zuletzt wegen seiner Erfahrung, die im langen Gespräch sehr deutlich wurde und auch wegen seiner sehr positiven menschlichen Wirkung: Das Gespräch fand auf absoluter „Augenhöhe“ und in großer Wertschätzung statt. Der 23. Januar 2013 wurde als OP-Termin fest gelegt.
Viele, auch bereits Klappen-Operierte, sprachen mir Mut zu und berichteten, dass eine solche Operation mehr oder weniger ein „Kinderspiel“ sei. Wie sich dann herausstellte, war sie dies keineswegs. Der Chirurg erklärte mir nach der Operation, dass es mir wohl in 10-12 Jahren genauso gehen würde: Die Wahrnehmung sei einfach auf Verdrängung der negativen Erlebnisse zurückzuführen. Nur in Wirklichkeit müsse eben gesehen werden, dass diese Operation „Existenz-bedrohend“ sei, auch, wenn sie eigentlich gekonnt sei. Nun, ich war zwar mit über die vorherigen Wochen anhaltendem unterschwelligem ambivalenten Gedanken in die OP gegangen, aber nicht mir „wirklicher Angst“. Sehr hilfreich waren dabei die vielen guten und aufmunternden Gesten und Worte aus dem beruflichen und privaten Umfeld. Im Laufe der Zeit wurde die Operation auf diese Art und Weise irgendwie „normal“.
Und tatsächlich: alles ist gut gegangen, auch wenn es im Operationsbericht dann heißt: „Das Herz zeigt Kammerflimmern, nach einmaliger Defibrillation totale AV-Blockierung“. Dies heißt insgesamt so viel, dass ich nach Wegnahme der Herz-Lungen-Maschine und „Wieder-Inbetriebnahme“ der eigenen Herzarbeit einen totalen Herzstillstand hatte. Der Einsatz eines Defibrillators zur Anregung der Herztätigkeit ist zwar wohl üblich, nicht aber der totale Herzstillstand. Mein Hausarzt meinte später: „Da hatten Sie aber einen gewaltigen Schutzengel.“ Ja, das Operations-Team, hatte halt im Augenblick das Richtige getan: mir wurde ein externer Herzschrittmacher angenäht, den ich noch einige Tage behielt und die „Sinus-Kurve“ stabil war.
Ein Problem war, dass die Kammerwand sich im Laufe der Jahrzehnte derart verdickt hatte, da diese praktisch über 57 Jahre, wie eine Art „Bizeps“ stellvertretend für die defekte Aortenklappe eine gewaltige Muskelarbeit leisten musste. Die ersten 3 - 4 Tage auf „Intensiv“ und „Wach-Raum“ waren eine wirkliche Herausforderung. Trotz all der Medikamente, Schmerzmittel, Antibiotika etc. habe ich diese Tage als 24-Std.-Kampf empfunden. In der Wahrnehmung war ich mit dem gesamten Körper einem „Überlebenskampf“ ausgesetzt. Es war sehr, sehr anstrengend. Alles wurde mir erst nach Abstand von etlichen Tagen wirklich bewusst. Ein großer Dank gilt den Ärzten, dem Pflegepersonal, die mit wirklich großer Empathie und Fachlichkeit diese Phase begleitet haben. Natürlich auch und besonders meiner Frau und den Kindern, die mir durch Ihre Besuche und auch den humorigen Zuspruch sehr geholfen haben.

Rekonvaleszenz: Jetzt geht „äußerlich“ eigentlich alles verhältnismäßig schnell: Die „Körperlichkeit“ und die Belastungsmöglichkeiten kommen, natürlich immer betrachtet unter den post-operativen Gegebenheiten, erstaunlich schnell zurück. Natürlich war (und ist es auch noch) alles sehr eingeschränkt, das „Herz“ schmerzt noch und besonders der gesamte Thorax (innen wie außen), der ja geöffnet war, das Brustbein durchtrennt. Wohl hatte ich Glück: Ich musste nur etwa ca. 15 cm geöffnet werden (darunter eine 5x5 cm große „Versorgungs-Öffnung“), da mein Brustbein nicht so lang ist. Dies war eigentlich vorab anders geplant. Entscheidend ist, wie lange man bei der OP an der Herz-Lungen-Maschine sein muss. Je länger, desto schwerer die Beeinträchtigungen. Deswegen empfiehlt sich grundsätzlich die klassische Methode mit langem Schnitt, gegenüber der moderneren „minimal-invasiven“ Methode mit kürzerem Schnitt. Der Chirurg muss halt genügend Platz zum Arbeiten haben. Wie gesagt, bei mir fand er diesen schneller und so war mein Verbleib an der Herzlungen-Maschine relativ kurz. Ein Ergebnis war es z. B., dass ich kein Fremdblut bekommen musste. Es galt dann Entzündungsparameter herunter zu bekommen, die Blutverdünnung zu regulieren und natürlich eine 1. Mobilisierung zu machen. Natürlich wurden sehr viele Medikamente verabreicht, auch eine vollkommene und massive Antibiotika-Abdeckung, die bis heute anhält. Entzündungen darf sich eine neue Herzklappe auf keinen Fall leisten. Übrigens: auch im weiteren Verlauf des Lebens nicht. Bei geringstem Infekt-Verdacht muss sofort Antibiotika verabreicht werden. Damit der Magen jetzt schon über Wochen das Antibiotika und die anderen Medikamente "verträgt", gibt es ein geeignetes Medikament, das Nebenwirkungen im Erträglichen hält. Sehr lästig ist es und erfordert große Disziplin, 6 - 8 Wochen nur auf dem Rücken liegen zu dürfen, die Arme nicht zu strecken und nicht hinter und über den Kopf zu bringen. Dies wäre hinderlich für den Druck auf die Einheilung der neuen Herzklappe und auch des aufgeschnittenen und verdrahteten Brustbeins, inkl. der äußerlichen Wunden. Alles führt zusätzlich zu massiven Verspannungen, gegen die allerdings wegen der verbotenen Bewegungsabläufe nichts unternommen werden kann.
Schmerzmittel und Gerinnungshemmer lassen sich gleichzeitig nur sehr begrenzt einsetzen. Ich nehme keine Schmerzmittel mehr und „halte aus“. Belastungsphasen stehen immer noch gleich lange Ruhe-Phasen gegenüber. Es nimmt eine gute und überraschend schnelle positive Entwicklung, die Behinderungen halten jedoch auch an. Das lässt sich auch vier Wochen nach OP nicht leugnen. Ich meine, der aus Abrechnungsgründen grundsätzlich längst mögliche Verbleib von 10 Tagen in der Klinik, ist wesentlich zu kurz. Dankbar bin ich, dass die Station, die mich in der Klinik stationär versorgt hatte, noch weitere 12 Tage „nach stationär“ behandelte. Dies war nicht leicht, weil nicht abrechnungsfähig. Alle Ärzte zeigten hier großes Engagement. Der Schnitt „nässte“ noch einige Tage und musste gut beobachtet und behandelt werden, die Entzündungsparameter mussten im Griff gehalten werden und nicht zuletzt die Marcumar-Einstellung begleitet werden. Zwar musste ich täglich jeweils etwa 35 km hin und zurück gefahren werden, ich betrachte diese Möglichkeit jedoch als großes Glück und bin sehr dankbar. Diese Notwendigkeit war zudem eigentlich die Folge einer „sonderbaren“ Behandlung des Antrags auf Anschlussheilbehandlung (AHB) durch den zuständigen Kostenträger, die Deutsche Rentenversicherung / Rheinland: über den entsprechenden Antrag durch die Klinik wurde derart verzögert entschieden, dass an eine eigentlich übliche, direkte Überführung von der Klinik in die AHB nicht möglich war. Zudem stellte sich heraus, dass die lt. Klinik bei diesem Träger nur mögliche AHB-Klinik in mich erst drei Wochen nach Klinik-Entlassung aufnehmen könne, es sei denn ich zahle privat dazu, dann hätte ich 8 Tage früher kommen können. Genehmigt wurde dann aber eine ambulante AHB, ebenfalls erst mit Beginn zwei Wochen, nach der Klinik-Entlassung, die ich wegen der Entfernung der Einrichtung auch nicht antreten konnte. Im Widerspruchsverfahren wurde mir jetzt Mitte der vergangenen Woche eine ambulante AHB in Köln genehmigt, die ich am 22. Februar aufnahm. Hier muss ich die An- und Abreise kostenmäßig selber tragen und zudem organisieren. Selber fahre ich kein Auto und würde ich eines fahren, dürfte ich es in Folge der OP nicht. Ich kann also froh sein, Hilfe durch die Familie in Anspruch nehmen zu können. Ein erneuter Widerspruch hätte natürlich weiter aufgehalten, was ich unbedingt vermeiden wollte. Gut, dass ich die bisherige Rekonvaleszenz-Zeit zu Hause, so gut wie möglich nach Plänen aus der operierenden Klinik, nutzen konnte, um einer guten Belastungsfähigkeit bereits näher zu kommen. Der berufliche Wiedereinstieg wird von mir selber für zwischen Mitte und Ende April 2013 prognostiziert. Unabhängig vom Aufbau der Belastungsmöglichkeit, muss auf die „Heilung“ der „Hinterlassenschaften“ aus dem gesamten Operationsvorgang Rücksicht genommen werden, vor allem der abschließenden „Einbindung“ der neuen Klappe, wie auch der Stabilität des Brustbeins, etc. Auch kann es zu „Rückschlägen“ (Entzündungsprozessen), die es zu vermeiden gilt, wohl noch bis mehrere Monate nach der OP kommen. Ich bin wohl diesbezüglich in allem keineswegs der „schlechteste“ Patient (Obwohl es sehr positive absolute Ausnahmen gibt: „Normal“ ist wohl der berufliche Wiedereinstieg nach 4 – 6 Monaten nach OP-Termin). Es scheint derzeit doch, als könnte ich diesen Zeitlauf relativ deutlich „unterbieten“, werde natürlich immer dem ärztlichen Rat folgen. Aber auch der fällt derzeit hoffnungsfroh aus ...

Peter D. aus Achern (13.03.2013): Hallo ich wurde am 21.01.2013 in der Herzklinik in Bad Krozingen operiert. Hierbei wurde mir die Mitralklappe künstlich ersetzt. Zuerst war eine Rekonstruktion geplant, die jedoch nicht durchgeführt werden konnte. Die künstliche Klappe wurde dann minimalinvasiv von der rechten Seite implantiert. Der Eingriff dauerte, da ja versucht wurde zu rekonstruieren ca. 6 Stunden. Danach 2 Tage Intensivstation und 3 Tage Wachstation. Ich wurde rundum betreut, mit Schmerzmittel bestens versorgt und professionell von Ärzten und Pflegern stets informiert. Es war kein Spaziergang, das muss jedem klar sein. Wir sprechen nicht von einer Blinddarmoperation ... aber passieren kann überall etwas. Die Spezialisten in der Herzklinik in Bad Krozingen arbeiten so akribisch, dass Risiken auf ein Minimum reduziert werden.

Barbara W. (52 J.) aus Regensburg (10.03.2013): Hatte angeboren eine bicuspide Aortenklappe, die allerdings erst vor 3 Jahren festgestellt wurde. Nach massiver Verschlechterung der üblichen Symptome im letzten Jahr, bekam ich vor 12 Tagen eine mechanische Aortenklappe in der UK Regensburg. Die OP wurde minimalinvasiv durchgeführt, d. h. das Sternum wurde nur teilweise getrennt und ich habe eine Naht von ca. 10 cm Länge. Die OP dauerte ca. 3 Std. mit anschließender Verlegung auf die Intensivstation. Nach ca. 10 Std. wurde ich aufgeweckt, die Schmerzen waren erträglich und ich bekam Frühstück und wurde von Kopf bis Fuß gewaschen. Zähneputzen konnte ich selbst. Wurde danach auf die Station verlegt. Das Aufsetzen am Bettrand und Aufstehen abends hat gut geklappt, auch das Aufstehen am nächsten Tag. Konnte mich praktisch ab dem 2. Tag postop. selbst versorgen und wurde am 8. Tag entlassen. Gehe Mi. nächste Woche in die AHB und werde inzwischen von meinem Internisten gewissenhaft betreut. Mein Tipp: keine Angst vor der OP, alles erfragen, sonst bekommt man meist wenig Infos von den Ärzten und das Aufstehen mit Kissen auf der Brust schon vorher üben :-)

Peter J. aus Wittenförden bei Schwerin i.M. (05.03.2013): Ersatz der Aortenklappe und Aorta ascendens durch kombinierte Carbomedics Carbo Seal-Aortenklappen-Aortengefäßprothesen AP-025 (Größe 25) mit Aortenwurzelersatz und Aorto-Coronarer-Venen-Bypass auf LAD am 10.03.2011, Uniklinik Lübeck, Prof. Sievers, GSM-INR: 2,5-3,0.

Für mein Alter (zur OP-Zeit knapp 61) habe ich die OP gut überstanden. Vor der OP hatte ich neben der Diagnose keinerlei Einschränkungen und Probleme. Ich fühlte mich fit und altersgemäß leistungsstark. Komplikationen gab es, vielleicht auch aus diesen Gründen, bei der OP so gut wie keine. Der Genesungsprozess ist aber entsprechend langwierig. Ich habe dennoch relativ schnell wieder an Kraft und Ausdauer gewonnen. Die Zeit in der AHB an der Ostsee hat mir dabei sehr geholfen. Jedoch, ist man nach einem solch großen Eingriff hinterher nicht mehr derselbe. Das permanente Klappengeräusch gemahnt z. B. ständig einen gesunden Lebenswandel an. Habe ich vor und nach meiner OP sehr viel Zuspruch und Hilfe von Gleichbetroffenen erhalten, so versuche ich jetzt, Gleiches für andere zu tun. Der Möglichkeiten gibt es viele. Eine notwendige Herz-OP ist heutzutage kein Todesurteil, sondern von der modernen Medizin offenbar gut beherrschbar. Aber es ist auch kein Beinbruch, der komplikationslos verheilt.

Manfred F. aus Monschau (21.02.2013): Bei mir, 58 Jahre alt, wurde am 06.02.13 eine Aortenklappenrekonstruktion aufgrund einer Aortenklappeninsuffizienz am UK Homburg von Prof. Schäfers durchgeführt. Ich kann nur sagen: genialer und überaus netter Prof., unglaublich freundliches Personal. Die Aufwachstation war eigentlich das Unangenehmste, aber nicht tragisch. Am 2. Tag wurde ich auf die Normalstation verlegt und schon postoperativ betreut; aufstehen, Bewegung im Zimmer. Dies wurde die nächsten Tage sukzessive gesteigert. Am 6. Tag wurde ich entlassen. Kleine Probleme beim Husten, Niesen und leichte Rückenschmerzen. Aber für die Schwere des Eingriffs = Pinuts! Ich kann diesen Prof. mit seinem Team nur empfehlen. Allerdings der Küchenchef könnte noch etwas zulegen. Am 22.02.13 trete ich zu meiner Reha an, um 3 Wochen später wieder ins Berufsleben einsteigen zu können. Übrigens: Die OP dauerte 2 Std.

Britta (20.02.2013): Ich war gerade 36 geworden und doch ziemlich geschockt, als ich erfuhr, dass ich dringend eine neue Herzklappe benötigte. Meine Atemnot hatte ich viele Monate irrtümlicherweise auf mein Asthma und als Folge auf die geringe Kondition geschoben. Es hatte sich bereits sehr viel Wasser in der Lunge gesammelt und ich bekam kaum noch Luft, so dass ich auf die Intensivstation verlegt wurde. Von dort ging es ins Herzzentrum B. O., in dem die OP im Jahr 2004 durchgeführt wurde. Ich erhielt eine künstliche Mitralklappe und die Tricuspidalklappe wurde rekonstruiert. Nach der OP war ich schnell wieder fit und konnte schon aufstehen, als ich gerade von der Intensivstation verlegt worden war. Die wie ein Wecker tickende, künstliche Klappe war vom Geräusch her sehr laut und ungewohnt, was sich eigentlich bis heute nicht geändert hat. Die Heilung verlief insgesamt komplikationslos und durch Schmerzmittel verspürte ich in den ersten 10 Tagen postoperativ fast keine Schmerzen. Am schlimmsten jedoch war für mich die totale mediane Sternotomie und die beängstigende, totale Instabilität des Brustkorbes in der ersten Zeit. Das Gefühl, wenn sich beide Brusthälften auch bei leichter Bewegung gegeneinander verschieben und die Angst, einfach "auseinanderzufallen", werde ich nie mehr vergessen. Das Abhusten war ebenfalls sehr schlimm, als Hilfe sollte man sich ein Kissen fest an den Brustkorb halten, was auch funktionierte. Nach 7 Jahren mussten die bis dahin verbliebenen Cerclagen aufgrund ständiger Schmerzen entfernt werden. Heute, 9 Jahre nach der OP, habe ich bei mittelschweren Tätigkeiten oder Gymnastik bei Einsatz der Oberarm- und Brustmuskeln immer noch Schmerzen. Insgesamt war es damals sicher keine leichte Zeit, aber mangels Alternativen übersteht man sie und ist trotz der Einschränkungen wie die lebenslange Marcumarisierung froh, dass man weiterleben kann.

Thomas S. (13.02.2013): Bekam mit meinen 47 Jahren vor 2,5 Wochen nach leichten Unregelmäßigkeiten des Herzschlags (nachts) vom Kardiologen völlig überraschend die Nachricht, dass sowohl die Aortenklappe wie auch die Mitralklappe defekt sind. Zudem sollte eine "Vertiefung" in der Herzwand verschlossen werden, um eine Bildung von Blutgerinnseln sicher zu vermeiden. Alles in allem also eine große Herz OP. Nachdem ich bis einige Tage vor dem Kardiologentermin noch ganz normal Sport gemacht habe (Langlaufen, Joggen, Skitour etc.) traf mich diese Nachricht sehr. Um die Diagnose abzusichern, fand vorher u. a. eine Herzkatheteruntersuchung statt. Der Befund bestätigte sich. Ich entschied mich für die Klinik Dr. Rinecker in München, da die dort operierenden Ärzte, Herr CA Dr. Lamm, Herr OA Dr. Kilian und Herr OA Dr. Mair einen sehr guten Ruf genießen. Die OP verlief problemlos, die beiden folgenden Tage auf der Intensivstation waren sicherlich anstrengend, die Mitarbeiter jedoch sehr freundlich und jederzeit hilfsbereit. Die oben genannten operierenden Ärzte nahmen sich täglich Zeit zur Besprechung, man könnte sich es nicht besser wünschen. Insgesamt war ich 10 Tage im Krankenhaus, nun bin ich einige Tage zuhause, dann beginnt die Reha. Heute war ich bereits wieder spazieren und sitze nun am PC, um diesen Bericht zu schreiben. Alle Werte sind ok, muß nun noch vorsorglich 3 Monate Marcumar zu mir nehmen, danach sollte alles wieder in Ordnung sein. Es sind sicherlich keine einfachen Tage - vor und nach der OP - aber mit etwas Glück durchaus machbar. Alles Gute für die, welche die OP noch vor sich haben.

Christel A. aus Berlin (12.02.2013): Zum Glück merkt man die eigentliche OP, Uniklinik Magdeburg (Aortenklappenersatz) nicht. Nach 8 Stunden im Tiefschlaf war das Erwachen sehr schwer. Jede Bewegung war tagelang eine Qual und der Sinn dieser komischen Weste hat sich mir nicht erschlossen und war eine zusätzliche Belastung. Anschlussheilbehandlung und Betreuung in Flechtingen waren super. Erst nach der AHB kam die Depression und die Angst. Nebenwirkungen der vielen Medikamente und etwa ein Jahr ziemliche Schmerzen, Sternum und Brust. Die empfohlene Herzsportgruppe war für mich nicht akzeptabel. Ich trainiere seit einem Jahr in einem Fitnessstudio und konnte meine Leistungsfähigkeit von 50 auf 80 Watt steigern, aber ohne Metoprolol. Dieses Medikament hat mich dick, depressiv, antriebslos und schlapp gemacht.

Jutta S. aus Bottrop (09.02.2013): Mein Mann (77) hat seit 30 Jahren permanentes Vorhofflimmern und seit 2010 sank allmählich seine körperliche Leistungsfähigkeit beim Radfahren und Wandern. Ihm wurde bei einer Katheteruntersuchung ein Stent gesetzt, der aber keine Verbesserung brachte. Erst als 2012 bei Belastung Brennen in der Herzgegend auftrat, hat der Hausarzt ihn erneut zur Herzkatheteruntersuchung geschickt. Dort wurde ein Überdruck im Lungenkreislauf, Aortenklappenstenose 3. Grades und Mitralklappeninsuffizienz festgestellt. Am 30.10.2012 wurde meinem Mann im Klinikum Duisburg - Nord von Professor Körfer eine Aorten-Schweineklappe eingesetzt, 2 Bypässe gelegt (mit Gefäß aus dem linken Unterschenkel) und die Mitralklappe wurde rekonstruiert. Es war eine lange, schwierige OP mit Schmerzen im Kopf, Nacken und Rücken. Die Wundschmerzen waren weniger belastend. Nach einem Tag künstlichem Koma durfte mein Mann auf die Normalstation und es ging täglich etwas besser. Nach 8 Tagen konnte er mit der Physiotherapeutin 2 Treppen steigen und wurde ins überweisende Krankenhaus zurückgeschickt. Dort sollte er sich erholen und für den 3.Dezember war die Reha bewilligt. Leider verschlechterte sich plötzlich der Zustand meines Mannes und es wurden etliche Untersuchungen durchgeführt. Er hatte einen Pleuraerguss und wurde punktiert und um 1,7 Liter erleichtert. Bei einem Ultraschall durch die Speiseröhre stellte man fest, dass die Mitralklappe zerfetzt war und total undicht. So wurde die Reha abgesagt und eine erneute OP angemeldet. Zum Glück hat Professor Körfer ihm am 11. Dezember eine Bio-Mitralklappe eingesetzt. Die OP war wegen der 1. OP besonders schwierig wegen der Verwachsungen und Vernarbungen. Entgegen meiner Befürchtungen hat mein Mann auch diesen mehrstündigen Eingriff am offenen Herzen und mit Herzlungenmaschine einigermaßen schnell verkraftet. Dank besserer Versorgung mit Schmerzmitteln kam er schneller zu Kräften. Silvester war er zu Hause. Nur die Reha hat er zunächst mal abgelehnt. Er macht täglich seine Atemübungen, wenn kein Frost ist bei offenem Fenster. Wir machen kleine Spaziergänge und leichte Gymnastikübungen, die wir in unserer Herzsportgruppe seit Jahren gelernt haben. Der Kardiologe hat gesagt, er soll nur so viel machen, wie er kann, nicht die Zähne zusammenbeißen, und keinen falschen Ehrgeiz entwickeln. Wir freuen uns auf den Frühling und hoffen, dass wir dann wieder kleine Radtouren unternehmen können.

Claudia B. aus Kärnten (26.01.2013): Ein Herzliches Hallo aus Kärnten! Bekam am 9.7.2012, im Alter von 44 Jahren, ein Aortenklappen-Implantat an der Universitätsklinik für Herzchirurgie in Innsbruck und es geht mir einfach sehr gut. Habe mich vor der OP wirklich gut informiert und ein Buch von Margit Hoess - ein Erfahrungsbericht - gelesen, das mir wirklich Mut gab und ich ca. wußte, was auf mich zukam. Auf der Intensivstation usw. war sicherlich die härteste Zeit. Hatte aber eine gute Wundheilung, verbrachte eine gute Reha und ging genau drei Monate nach der OP wieder arbeiten. Betreibe wieder Sport (Radfahren am Ergorad, viel spazieren und bald auch wieder Skifahren), was ich vor der OP alles nicht mehr machen konnte, da ich schon solche Schmerzen im Brustbereich hatte! Bin froh alles hinter mir zu haben und schaue positiv in die Zukunft. Alles, alles Gute für alle, die es noch vor sich haben!

Sabine B. aus Hechingen (26.01.2013): Hallo, ich (44 Jahre alt) hatte im April 2011 meine 1. OP in der Sana Herzchirurgie Stuttgart, ich bekam eine Bio-Aortenklappe und eine Aortenprothese, 2. OP: im Dezember 2011 bekam ich eine schwere Endokarditis mit Aorten-Einriss, es war eine 9-stündige Not-OP, es mussten eine neue Bio-Aortenklappe, neue Aortenprothese und 3 Bypässe (Venen aus dem Wadenbein entnommen) eingesetzt werden. Danach folgten 6 Wochen Klinik-Aufenthalt mit Antibiotika-Infusion. Ich kam nach beiden OPs schnell von der Intensiv-Station auf die normale Station. Erbrechen blieb auch aus. Ich konnte nach 1. OP am 2. Tag schon aufstehen, nach der 2. OP am 4. Tag. Konnte selber essen, mich selber waschen. Schmerzen braucht man keine ertragen, dank guter Schmerzmitteleinstellung in der Klinik. Da ich sehr sportlich bin, war mein Vorsprung: Ich kam nach jeder Operation wieder schnell auf die Beine, nach der 1. OP hatte ich auch Verspannungen im Nacken- und Schulterbereich, die blieben nach der 2. OP aber aus. Es machten mir mehr die Nebenwirkungen der Medikamente bzw. Antibiotika-Therapie körperliche Schwierigkeiten: Haarausfall, defekte Darmflora.

Gabriele M. aus Konstanz (25.01.2013): Mir erging es ebenso mit meinen 53 Jahren mit der Ross-OP wie Herrn Pichl Fr. Sofort wieder fit, außer den leichten Schmerzen, wenn man dann weiß, wie man gut aus dem Bett kommt. Nach 5 Tagen Krankenhausaufenthalt kommt man in die Reha. Ich hatte sie aus mehreren Gründen nicht angetreten, hab es auch ohne geschafft.

Daniela S. aus Kassel (23.01.2013): Hallo. Ich hatte meine Op am 12.10.12 in der Herzklinik Leipzig. Ich habe bis heute noch damit zu kämpfen, von der Psyche ganz abgesehen. Habe eine neue Aortenklappe bekommen und eine Aorten-Prothese. Die Op verlief ohne Komplikationen war ein Tag auf der ICA und kam dann auf die ICB dort war ich 2 Tage, insgesamt 2 Wochen Krankenhaus und 4 Wochen Reha. Versuche schon alles zu machen, aber manchmal merke ich doch, dass es noch nicht so geht. Marcumar Therapie lebenslang mit Selbstbestimmung. Aber ich denke das braucht alles noch seine Zeit. Ein wenig Geduld hat noch nie einem geschadet. Nur meine Narbe, die heilt nicht so gut. Und da wo die Schläuche drin waren heilt auch nicht. Aber in allem ist es noch erträglich. Alles Gute für die nachkommenden Leser.

Pichl Fr. (21.01.2013): Ich war zwar erst 57 Jahre und habe die OP so gut überstanden, daß ich gleich am nächsten Tag auf die Normalstation kam. Am dritten Tag nach der OP habe ich mich schon wieder selbst gewaschen und rasiert. Nach einer Woche wurde ich entlassen - in die Reha.

Gabriele M. aus Konstanz (17.01.2013): Hatte meine Op im Juli 2012, war aber nicht schlimm. Kam mir vor, als hätte ich endlich ausgeschlafen. Es kommt auch sicher darauf an, wie man in die Op startet, ich meine, ob jemand sich viele Gedanken darüber macht oder ob man endlich alles hinter sich bekommt. Also ich hatte vor der Op noch viel Amtliches zu erledigen, so dass ich nicht nachdenken konnte. Meine Aortenklappe hatte nur noch eine kleine Öffnung von wenigen mm, so dass ich bei jeder kleinen Belastung schon Atemnot und starke Schmerzen hatte. Jetzt arbeite ich schon wieder in meinem Garten, das ist herrlich. Habe eine Narbe von 10 cm und der Draht, der das Brustbein zusammenhält, wird nicht entfernt, aber stört mich auch nicht. Das Einzige, was ich jetzt an Schmerzen noch spüre, ist, wenn meine Brustkorb zu sehr abkühlt, so wie jetzt im Winter, sobald ich es wieder warm halte, ist es wieder vorbei.

Paul aus Hanau (09.01.2013): Mit 44 Jahren hab ich wegen bakterieller Endokarditis und daraus folgender Herzklappeninsuffizienz und einem Schlaganfall vor zwei Jahren eine neue Mitralklappe bekommen. Ich war erst 6 Wochen im Krankenhaus, um die bakterieller Endokarditis mit Infusionen zu beenden (4 Mal am Tag zwei Infusionen). Dann ging es zur OP, da die Klappe zu sehr angegriffen war. Ich ging in die Kerckhoff Klinik, die für solche OPs deutschlandweit bekannt ist. Die OP sollte minimal-invasive durchgeführt werden, aber es gab während der OP Probleme, so dass doch der Brustkorb geöffnet werden musste. Dauer der OP waren 8 Stunden, danach ITS und am nächsten Tag normale Station. Mein Durst auf der ITS war so stark, dass ich langsam trinken konnte und eine Flasche Wasser getrunken habe (das beste Wasser meines Lebens). Die ersten Tage sind hart, nur auf dem Rücken liegen jede Bewegung schmerzt. Danach geht es schnell besser, aber 30 Meter laufen strengt schon sehr an. Nach 14 Tagen kam ich wieder in die Reha (Treppen laufen und Fahrrad fahren). Von da nochmal ins Krankenhaus (es hatten sich 2 Liter Wasser im Zwerchfell gebildet und ich bekam nicht genug Luft). Das Wasser wurde durch eine eingeführte Plastikröhre abgelassen. Dann ging es nach Hause. Heute geht mir gut, aber ich gehe alles halbe Jahr zum Spezialisten und nehme jeden Tag Marcumar. Alles in allem eine sinnvolle OP und wenn man danach auf sich achtet, kann man damit Leben. Ich kann wieder Sport machen und nehme ganz normal am Leben teil.

Achim D. aus Bochum (02.01.2013): Auch wenn man es gerne verdrängt. Die ersten 48 Stunden nach der Herzklappen OP fand ich schon als sehr belastend. Selbst das Sprechen mehrerer Sätze war überaus anstrengend, die völlige Verkabelung, die Unselbstständigkeit, dazu die Schmerzen ... Da muss man nicht den "Harten" machen, das ist ätzend. Umso schöner: nach zwei Tagen geht es in der Regel spürbar bergauf. Tolles Gefühl. Aber keiner soll sagen, das sei alles halb so wild. Ist es nicht. Doch schaffen kann es jede/jeder.

Niklas T. (01.01.2013): Mit 9 Jahren (im Jahr 2004) hab ich wegen bakterieller Endokarditis und daraus folgender Herzklappeninsuffizienz eine neue Aortenklappe bekommen. Das wurde alles in der Uni-Münster gemacht. Die Operation hat knapp 6,5 Stunden gedauert. Weiß nicht mehr ganz genau, was da alles gemacht wurde, war alles etwas aufwendig.
Ärzte und Eltern versuchen natürlich alles harmlos aussehen zu lassen, aber selbst mit 9 merkt man, dass man angelogen wird und dass alles etwas ernster ist. Gerade wenn sich das über Monate hinzieht, weil aus irgendeinem Grund nicht operiert werden konnte und sich die ganze Situation immer mehr zuspitzte.
Vor der Operation waren die Schmerzen extrem. War anfangs im örtlichen Krankenhaus, die allerdings die Ursache erst feststellten, als es schon fast zu spät war.
Nach der Operation ging es mir dann ziemlich schnell wieder gut. Eher weniger Schmerzen. Das schlimmste war für mich der Durst danach. Mehr als mit einem Wattestäbchen die Zunge anfeuchten war nicht drin, ohne sich zu erbrechen.
Einen Tag vor Weihnachten ging es dann nach Hause und bis heute hatte ich eigentlich keine Probleme. Auch sportlich bin ich durchaus belastbar. Spiele nach wie vor mehrmals die Woche Tennis und geh ins Fitnessstudio.
Inzwischen bin ich 17 und die Herzklappe ist dementsprechend zu klein, so dass bald wohl die nächste kommt.
Mal schauen ob es genauso gut laufen wird.

Grüße
Niklas

Ina D. aus der Gegend bei Salzwedel (29.12.2012): Am 19. Juli 2012 hatte ich meine Herz-OP. Ich wurde in der MHH operiert und hatte das Glück, so empfinde ich es, eine menschliche Spenderklappe (Aortenklappe) bekommen zu haben. Meinen Klappenfehler hatte ich von Geburt an, daher sah ich dem Eingriff, positiv entgegen. Das Schöne an dieser Methode ist ,daß ich nur für drei Monate einen Blutverdünner einnehmen mußte. Momentan nehme ich abends noch einen Beta-Blocker(47,5), aber auch der soll irgendwann wegfallen. Dann beginnt ein neues Lebensgefühl für mich. Bin letzten Monat vierzig geworden und darf sowie kann jetzt mehr, als ich es je konnte und durfte. Dies ist eine tolle Begleiterscheinung dieses Eingriffes. Meine Kinder 14 und 17 Jahre habe ich ohne Probleme bekommen. Konnte halt nie mit ihnen Fangen spielen, da ich nie lief sondern alles schnell ging. Nach der OP ging es schnell aufwärts, Narbe Top, Brustkorb Top aber das Schlafen (Rückenlage) war die Hölle und die Verspannungen. Die Reha (Bad Bevensen Erbaut 1976) half leider dabei nicht, es gab nur Rotlicht (Mo-Fr) und Skistockgehen und ein normales Bett, Licht und Notschalter flach in der Wand (für 18-20 Tage nach der OP geschaffen) die Schwestern gaben einem Voltaren zum eincremen, hatten aber leider keine Zeit dafür. Schlimm, meine Generation macht den Mund auf, aber in der Regel liegt der Altersdurchschnitt bei 60, einfach traurig. Jetzt geht zwar wieder in Seitenlage und der Nacken ist wieder okay. Bin auch seit 22. Oktober 2012 wieder Arbeiten (Verkäuferin im Einzelhandel). Der Chirurg hat gute Arbeit gemacht und der Kardiologe ist zufrieden, aber keiner kann einem so richtig sagen , was man machen kann, um die Beschwerden der Bänder und Muskeln zu beheben. Geduld, kann doch nicht alles sein. Zwei Monate fast, waren die Arme ohne Funktion. Für alles vor und während der OP, gibt es Broschüren, was ist mit der Zeit danach? Aber im Großen und Ganzen habt keine Angst vor diesem Eingriff und nehmt nicht alles einfach hin, sondern hinterfragt, sonst hätte ich jetzt einen mechanischen Klappenersatz!!!

S. aus Köchstedt (20.12.2012): Ich wurde am 29.10.2012 im UK Halle-Kröllwitz an einer Aortenklappenstenose operiert. Dabei wurde mir eine künstliche Herzklappe eingesetzt. Bei der Vorbereitung zur OP kam es zu Komplikationen, da der Venenzugang für die Narkose nicht sofort getroffen wurde, was ich bei vollem Bewusstsein noch mitbekommen hatte. Die OP dauerte von 07:00 - 12:00 Uhr. Aufgeweckt wurde ich dann gegen 18:00 Uhr auf der ITS. Dort blieb ich bis zum nächsten Tag.
2. Tag: Sitzen im Bett und Verlegung in die Wachstation;
3. Tag: Stehen an der Bettkannte;
4. Tag: Laufen im Stationsbereich;
Dann war Wochenende und ich lief auf der Station hin und her. In der Zwischenzeit wurden mir die Katheter und der Herzschrittmacher, welcher zur Überwachung meines Herzens diente entfernt. Die Klammern, welche meine Narbe am Brustbein zusammenhielten, wurden am 9. und 10. Tag nach der OP je zur Hälfte entnommen. Da ich, (männlich, 52 Jahre alt), auch selbst an meiner Verbesserung bestrebt war und bin, konnte ich schon in der Klinik schnelle Fortschritte machen. Im Anschluss war ich noch für 4 Wochen zur AHB in der Harz-Klinik Bad Suderode, wo mir persönlich noch einmal weiter geholfen wurde. Jetzt, fast 8 Wochen nach der OP geht es mir gut. Schmerzen im Bereich der Narbe des Brustschnittes sind auszuhalten. Das Schlimmste ist, das ich immer noch auf dem Rücken schlafen muss, selbst kein Auto fahren und nicht schwer heben darf. Durch das Rückenschlafen "verspannt" sich der Rücken. Durch die künstliche Herzklappe musste ich 2 x pro Woche zu meiner Hausärztin zur Bestimmung des INR-Wertes (Gerinnungshemmer; ständige, bis zum Lebensende Einnahme des Medikamentes). Hat sich erledigt (Blutentnahme), da ich den Wert jetzt mit eigenem Gerät selbst bestimmen kann und somit nicht mehr auf das ständige Blutabnehmen angewiesen bin.

Johannes V. aus Wolkering (20.12.2012): Hallo, meine Mutter (74) hatte am 18.12.2012 eine Herzklappen-OP, ist leider bis jetzt (21.12.2012) noch nicht bei Bewußtsein. Einer der diensthabenden Ärzte sprach von einem möglichen Blutgerinsel im Gehirn, welches aufgrund der OP nicht behandelt werden könnte. Können sie dieses als Grund für das nicht Wachwerden bestätigen? Oder welche weiteren Ursachen gäbe es noch.

Antwort der Deutschen Herzstiftung: Vielen Dank für Ihren Kommentar. Für Fragen zu diesem Thema können Sie am einfachsten die » Sprechstunde der Herzstiftung nutzen, da unsere Herzexperten an dieser Stelle keine Nachfragen beantworten können. Alles Gute und herzliche Grüße! Ihre Deutsche Herzstiftung

Brigitte S. aus Köln (18.12.2012): Meine minimal-invasive OP der Tricuspidal- und Mitralklappe 2/2008 in Leipzig im Herzzentrum dauerte knapp 6 Std., incl. des retroösophagealen Ultraschalles. An dem OP-Tag ab der ersten Beruhigungstablette bis zum Morgen des 2. postoperativen Tages habe ich keinerlei Erinnerung. Danach zwickte die Drainage-Wunde etwas. Am 3. Tag lief ich schon auf der Station beschwerdefrei herum, wie die anderen Patienten mit gleicher OP, am 4. Tag stieg ich vorsichtig Treppen. Am 5.Tag - Entlassung - sprachen mich zuhause beim Spaziergang mit meinem Mann Bekannte an und fragten erstaunt, ob ich nicht operiert werden sollte. Nach der 3-wöchigen Reha fühlte ich mich körperlich richtig fit und arbeitete wieder zunächst verkürzt. Die psychische Erholung allerdings dauerte - im Nachhinein betrachtet - Monate. Ich hatte wohl doch viel mehr Angst vor Nebenwirkungen und war angespannter, als ich mir vorher eingestehen wollte. Heute 5 Jahre später funktionieren beide Klappen immer noch zu 100 % und ich bin täglich dankbar. für diesen so überaus hilfreichen Eingriff.

Joachim H. aus Wien (08.12.2012): Anfrage: ich habe vor 9 Jahren und 3 Monaten eine Bio-Aortenherzklappe bekommen vom Typ Edwards Magna 23 mm (Ersatz einer angeborenen bicuspiden Aortenklappe mit 0.7 cm2).
- Gibt es Erfahrungswerte über die zu erwartende Lebensdauer?
- Ich bin 75 Jahre alt, ist da eine Reoperation noch möglich oder TAVI?
- Woran merke ich, dass meine Klappe ihre Funktion einzubüßen beginnt?
Danke für Ihre Bemühungen J. H.

Kalle F. aus Hofheim (07.12.2012): Eine Freundin bemerkte bei mir, dass ab und an ein Herzschlag fehlt. Das ganze ließ ich Jahre lang links liegen. Denn ich mache sehr viel Sport (51 J.) und Probleme hatte ich mit dem Herzen nie. Mein Vater verstarb am 4. Herzinfarkt (Erbstück). Erst bei einer Schlafapnoe (Theresien-Krankenhaus MA) wurde das (Herzschlag fehlt) bei einer Ultraschall-Untersuchung gefestigt. 2 Super Kardiologen Dr. Loster und Dr. Schernus MA, überwachten das ganze 2 Jahre. Bis es hieß Eingriff. Wer lässt sich schon gerne am Herzen operieren. Doch vorher machte ich mindestens 1/2 Jahr noch intensiver Ausdauertraining (Schwimmen, Tanzen, Fitness). Kein Problem diese O.P. (9 Tage Krankenhaus). Mittelklappen-Rekonstruktion. Danach hatte ich Kurzatmigkeit. Doch da der Prof. Rausch in der ambulanten Reha mir Zug fahren anstatt mit dem eigenen Auto täglich anzureisen verordnete, trainierte ich dies auch ab. Probleme hatte ich den ersten Monat mit Sex. Die Lust war weg. Doch die ist nun auch wieder gekommen. Und enorme Probleme nun mit dem Schlafen. Nach 4 Std. ist die Nacht vorbei. Und Probleme mit der Konzentration. Weiter habe ich erhöhten Blutdruck. Ach so das ganze spielte sich in Ludwigshafen im städt. Klinikum (Prof. Dr. U. Sack) und dem Reha dort ZAR (Prof. Dr. Rausch) ab. Pflegekräfte im Krankenhaus und Reha immer freundlich und gut gelaunt. Was zu bemängeln ist: Auf der Herzstation verging einem das Essen, was eigentlich auch nicht auf Herzpatienten ausgerichtet ist. In der Reha: Sitzen wir im Vortragssaal, ein Therapeut oder Arzt erzählt uns 30 Minuten ein Thema und wir können Fragen anschließend stellen und das war es. "Wir sind frisch operiert und noch nicht so aufnahmefähig." Es fehlt hierzu ein Skriptum um nachzulesen. Ansonsten finde ich diese Reha spitze. Es sind viele Wortgefechte zwischen den Pfälzern und mir als einziger Hesse. Wie ein Arzt bemerkte, hebt dies die Stimmung und trägt zur Genesung bei.

Hannelore Z. aus Lauingen (04.12.2012): Aufgrund meiner familiären Hypercholesterinämie mit Ablagerungen an der Aortenklappe war schon einige Jahre klar, dass eine Klappen-OP ansteht. Ich habe den Eingriff geschoben nach dem Motto: "Die Zeit arbeitet für mich. Vielleicht kann ich dann eine biologische Klappe bekommen." Im Frühjahr 2011 überzeugte mich mein Kardiologe, dass es keinen Sinn mehr macht zu warten, da ich damit evtl. mein Herz schädige. Bis dahin hatte ich - gefühlt - keine großen Einschränkungen. Nur beim schnellen Gehen bei Kälte oder beim Bergwandern musste ich des öfteren Pausen einlegen. Dass ich mit diversen Tricks Herzbelastungen umging, merkte ich erst nach der OP. Ich ging mit großer Zuversicht auf die Operation zu. Die Sorgen hat sich vor allem das nähere und weitere Umfeld gemacht.
Bei der vorbereitenden Katheteruntersuchung stellte sich heraus, dass ein Kranzgefäß zu ist und auch ein Bypass notwendig ist. Und im Herzzentrum Leipzig dann noch die Botschaft, dass die Aortenwurzel durch ein Conduit ersetzt werden muss. Trotzdem: Ich fühlte mich gut aufgehoben. Erlebte, wie im Herzzentrum Leipzig für jeden Patienten die richtige Maßnahme gesucht wurde. So war ich guter Dinge.
Mit der Entscheidung, ob mechanische oder biologische Klappe fühlte ich mich überfordert. So fragte ich jeden Arzt, was er/sie an meiner Stelle tun würde. Und erlebte ernsthaftes Überlegen und Abwägen. So entschied ich mich schlussendlich für eine biologische Klappe.
Die OP dauerte 4 Stunden, danach 1 Tag auf Intensiv und Überwachungsraum. Es ging schnell aufwärts. Stärkere Schmerzen hatte ich eigentlich nur im Rücken, da wohl eine Rippe heraugesprungen war. Das hat mich noch bis in die AHB begleitet, war aber nach ca. 4 Wochen gut. Begeistert hat mich, wie schnell die Leistungsfähigkeit gewachsen ist. Auch jetzt bin ich oft noch dankbar, dass ich "mal schnell in den Keller oder in den ersten Stock" laufen kann. Trotz allem: Drei Monate Krankenstand waren richtig und notwendig. Und immer wieder habe ich gemerkt: Jetzt hat es wieder einen Schub gemacht. Und nach ca. einem Jahr war auf einmal das starke Gefühl da: So jetzt ist es verkraftet.
Abschließend möchte ich sagen: Ich hoffe, dass die biologische Schweineklappe recht lange hält. Aber Angst vor einer neuen OP habe ich nicht. Die Zeit arbeitet für mich. Und dass ich kein Marcumar brauchte, sondern nur ASS 100 gewohnt weiternehmen kann/muss, ist auch eine tolle Sache. Und Danke an die Herzstiftung. Die Informationen im Vorfeld und auch jetzt helfen sehr, alles sachlich sehen und informiert entscheiden zu können.

Marianne B. aus Eppstein/Taunus (30.11.2012): Mein Mann hatte vor der OP schlimme Rückenschmerzen, ohne dass man die Ursache dafür finden konnte. Nach der OP waren die Schmerzen komplett weg! Lt. Doc kam das wohl daher, dass der Brustkorb auseinander gezogen wurde und dadurch irgendwelche Gelenke an der Wirbelsäule (oder ich weiß nicht was genau) zurechtgerückt wurden. So ungefähr. Allerdings tat ihm der Brustkorb, besser gesagt die Narbe, noch ziemlich lange bei Wetterwechsel etwas weh.

Marianne B. aus Eppstein/Taunus (30.11.2012): Mein Mann hat nach 5-monatiger Endokarditis eine Mitralklappenrekonstruktion erhalten - mit bestem Erfolg. Er sollte am 7. Tag nach der OP in die Reha, war aber noch nicht reha-fähig, er war noch zu schlapp nach der langen Krankheit und bekam am 11. Tag nach der OP Vorhofflimmern, das nach 3 Tagen von selbst verging. Ab ca. 4 Wochen nach der OP ging es ihm täglich besser und nach weiteren 5 Monaten war er wieder "ganz der Alte". Aber er hat auch miterlebt, wie andere operierte Patienten schon wenige Tage nach der OP wieder im Gang herumspazierten und putzmunter waren. Fazit: die OP lohnt sich für eine bessere Lebensqualität.

Norbert aus Rostock (30.11.2012): Ich bekam am 15.10.2012 in der Herzchirurgie der Uni-Klinik Rostock eine mechanische Aortenklappe und einen Bypass. Am 18.10. konnte ich schon das erste Mal das Bett verlassen und mit Unterstützung der Physiotherapeutin ein paar Schritte auf dem Flur der Station machen. Nach der OP hat man selbstverständlich körperliche Einschränkungen wie Kurzatmigkeit und man kann nur auf dem Rücken schlafen. Schmerzen hatte ich nie und auf der Station wurde auch immer nachgefragt, wie das Befinden ist. Am 24.10.2012 habe ich die Reha für 4 Wochen angetreten. Mit Atemübungen, leichtem Sport, Spaziergänge, Massagen und vielen Aufklärungsgesprächen geht es mir von Woche zu Woche besser.

Konrad B. aus Altkrautheim (29.11.2012): Mir wurde eine Aortenklappe eingesetzt, sah auch sehr gut aus. Kurz nach der OP aber trat dann ein Wundinfekt auf und das Brustbein wollte nicht mehr zusammenwachsen, so wurde die Sache nochmal geöffnet, und wieder geöffnet und beim 7 Mal hat alles "Gott sei Dank" dann zusammengehalten. Ich fühle mich wohl, aber ich bin empfindlicher gegen Erkältungen und bin nicht mehr so robust wie einst. Zur Zeit der OP war ich 51, bin heut 63. Es ist doch schön, da mich meine Enkel fit halten.

Claudia E. aus Osnabrück (23.11.2012): Aufgrund einer hochgradigen Aortenklappeninsuffizienz wurde mir im April 2012 eine neue Herzklappe eingesetzt. Aufgrund meines Alters (45 Jahre) bekam ich eine künstliche Herzklappe, da diese aufgrund ihrer langen Haltbarkeit angezeigt war. Die Operation wurde im HDZ, Bad Oeynhausen komplikationslos durchgeführt. Nach einem Tag auf der Intensivstation wurde ich dann auf die "normale" Station verlegt. Nach Entfernung der Drainagen und des Blasenkatheters ging es mir jeden Tag ein wenig besser, bis auf die Schmerzen am Brustbein. Diese waren für meine Empfindungen recht schlimm und noch heute zwickt und zwackt es zwischendurch noch (insbesondere bei Wetterwechsel). Außerdem habe ich seitdem wieder mehr Probleme mit meiner HWS. Nach 10 Tagen Krankenhausaufenthalt kam ich direkt in die Anschlussheilbehandlung, ebenfalls in Bad Oeynhausen. Dort wurde ich durch sportliche Übungen, diverse Schulungen und Gesprächen für den "Alltag fit gemacht". Die Blutgerinnung teste ich selber und bin mittlerweile soweit gut mit/auf Marcumar eingestellt. Zurzeit muss ich noch Betablocker (Bisoprolol 2,5 mg) einnehmen, doch dieses ist nur für ca. 1 Jahr angedacht. Danach werde ich das Medikament voraussichtlich absetzen können.
Fazit: Diese OP war sicherlich kein Spaziergang, aber dennoch bin ich froh, dass sie gemacht wurde, denn sie hat mir ein großes Stück Lebensqualität zurück gebracht. Nun kann ich wieder viele Dinge tun, die mir vorher fast unmöglich waren. Kann mich wieder sportlich betätigen (Rad fahren, Laufen etc.), ohne dass es mir dabei schlecht geht und mein Leben genießen!

Ella aus Australia (22.11.2012): Hallo, meine Mama hat eine Herzklappen-OP gehabt, die OP hat 4 Stunden gedauert. Leider ist meine Mama gestorben, weil ihr Darm bei der OP nicht genug Durchblutung bekommen hat, das heisst, der Darm hat angefangen abzusterben, aber ihr Herz hat nach der OP gut gearbeitet und ihr Blutdruck war sofort normal. Bei manchen Leuten versagt die Lunge. Das ist eine sehr schwere OP, aber wenn man sie nicht durchfuehrt, wird der Mensch auch sterben.

Horst R. aus Herten (16.11.2012): Meine Vorgeschichte: Seit ca. 20 Jahren koronare Herzerkrankung. Am 3. Januar 2007 wurde mir im Bergmannsheil Bochum in einer ca. 5-stündigen Op eine mechanische Herzklappe eingesetzt. Nach 2 Tagen auf der Intensivstation kam ich zurück aufs Zimmer. Habe danach kaum noch Probleme gehabt. Nach 6 Monaten war ich voll belastbar (Tennis, Radfahren usw.). Außer hohem blutdruck und hohem Cholesterinspiegel - beides wird mit Tabletten behandelt - habe ich keinerlei Beschwerden.

Markus O aus Essen (27.10.2012): Am 25. September 2010 wurde bei mir mit 52 Jahren in der Sana Herzchirurgie in Stuttgart eine Mitralklappenrekonstruktion (MKR) durchgeführt. Ich habe einen Klappenring eingesetzt bekommen und einige Goretexfäden wurden eingezogen um die natürliche Klappenfunktion wieder herzustellen und meine bis dahin vorhandene Klappenundichtigkeit zu korrigieren. Die OP war erfolgreich und verlief ohne Komplikationen - mit dem Ergebnis der OP bin ich sehr zufrieden! Von der OP selbst habe ich am Tag der OP nichts mitbekommen. Einen Tag später bin ich dann im Aufwachzimmer aufgewacht und habe dann einen Tag und eine Nacht auf der Intensivstation verbracht. Nach dem Aufwachen war ich nach kurzer Zeit wieder bei vollem Bewusstsein. Wegen erhöhtem Wasserverlust, ich musste zum Ausgleich mehr als 4 Liter Wasser am Tag trinken, musste ich einen Tag länger auf der Beobachtungsstation bleiben. Danach ging es schnell bergauf. Am dritten Tag nach der OP konnte ich dann schon wieder vorsichtig aufstehen und mit den anderen das Essen einnehmen. Der Aufenthalt in der Klinik dauerte elf Tage. Von der Klinik aus bin ich direkt in die Reha gekommen. Das wurde nach meiner Ankunft in die Sana-Klinik vom Sozialdienst arrangiert. In der Klinik war ich in der ersten Woche ziemlich müde. Das lag an der erhöhten Dosis Beta-Blocker, die ich wegen eines einmaligen Vorfalls von Herzflimmern verordnet bekommen hatte. Es war gut, dass ich zu dem Zeitpunkt schon in der Reha-Klinik war. An den Reha-Maßnahmen konnte ich dann erst am 3. Tag teilnehmen. Ab der zweiten Reha-Woche ging es dann besser und in der dritten Reha-Woche konnte ich schon mehrere Kilometer am Stück laufen. Meine Leistungsfähigkeit nach der OP hat sich in der Reha gut verbessert. Seither und auch heute gehe ich fast jeden Abend für eine halbe Stunde stramm spazieren - als Gehtraining, wie in der Reha gelernt. Das erhöht die Ausdauer, stärkt das Herz und das Imunsystem und senkt den Blutdruck. Nach zwei Jahren habe ich die ACE-Hemmer komplett absetzen können und ich nehme jetzt morgens und abends nur noch 1/2 Tablette Beta-Blocker (3.75 mg). Bis drei Monate nach der OP musste ich zur Vermeidung der Thrombenbildung - wegen des Klappenrings - die Blutgerinnung senkendes Marcumar in Tablettenform einnehmen. Zweieinhalb Monate nach der OP bin ich dann wieder Vollzeit zur Arbeit (Bürotätigkeit) gegangen. Mir geht es gut und meine Leistungsfähigkeit entspricht laut letztem Belastungs-EKG meinem Alter. Herzrhythmusstörungen wie früher spüre ich nicht mehr, obwohl immer noch einige (supraventrikuläre) Extrasystolen auftreten.

Hans-Peter A. aus Cremlingen (22.10.2012): Im August 2011 wurde ich im HDZ Bad Oeynhausen operiert. Ich habe einen mechanischen Doppelklappenersatz erhalten (Mitral- und Aortenklappe) sowie einen Ring um den Fuß der Trikuspidalklappe. Die OP verlief komplikationslos. Am dritten Tag wurde ich auf die Normalstation verlegt. An keinem Tag verspürte ich Schmerzen oder Unwohlsein (Ausnahme: bei Durchführung der mehrmals täglichen Atemübungen tat das Brustbein weh). Zu Komplikationen kam es, nachdem am 5. Tag die Drainageschläuche gezogen worden waren. Aus einer Wunde trat ununterbrochen blutiges Sekret aus. Daraufhin wurde die Wunde mit einem Druckverband verschlossen. Das Sekret sammelte sich dadurch im rechten Brustraum und nach 2 Tagen konnte ich nur mit Mühe atmen und hatte starke Schmerzen. Der dann folgende Eingriff (Spülen des Brustraumes und Anlage einer neuen Drainage) in Vollnarkose belastete mich viel mehr als die eigentliche Herz-OP. Wären die Komplikationen nicht aufgetreten, wäre ich wahrscheinlich nach 14 Tagen in die Rehaklinik verlegt worden, so hat das Ganze doppelt so lange gedauert.

Hans-Joachim S. aus Ludwigshafen (11.10.2012): Ich habe im Juli diesen Jahres eine 4,5-stündige OP an der Aortenklappe gehabt. Ausgeführt wurde sie im Klinikum Ludwigshafen, es wurde eine mechanische Klappe eingebaut. Von den zwei Tagen auf der Intensivstation habe ich teils sehr wirre Erinnerungen, Realität und Traum scheinen mir sehr durcheinander, teils fehlen mir Erinnerungen von denen Angehörige sagen, ich hätte sie bewusst erlebt. Ansonsten verlief alles relativ problemlos. Momentan habe ich noch leichte Schmerzen im Brustbereich links und rechts der Narbe. Weiter habe ich Tage mit erhöhtem Blutdruck. Meine Probleme im HWS-Bereich, welche ich schon vorher aber durch Training ziemlich gut im Griff hatte, lösen sich nur langsam. An Medikamenten nehme ich noch Beta-Blocker und Marcumar, gegen die Schmerzen an den Gelenken Ibuprofen. Die optimale Einstellung durch das Marcumar ist noch nicht erreicht, hier muß ich wohl noch Erfahrung sammeln.

Klaus E. aus Witten (21.09.2012): Habe im Februar eine künstliche Aortenklappe bekommen. OP sehr gut überstanden. Im Juli zusätzlich auch noch einen Schrittmacher eingesetzt bekommen. Alles soweit ganz gut, aber mein tägliches Wohlbefinden ist noch keineswegs so, wie ich es gerne hätte. Mein Blutdruck wird auch weiter mit Medikamenten behandelt und dabei sehe ich persönlich mein tägliches Unwohlsein, das sich mit einer gewissen Kopfleere, Übelkeit und Schwindel ausdrückt. Die Medikamente dazu sind Olmetec 40/25 mg, Amlodipin 5 mg, Simvabeta 20 mg, Bisoprolol 2,5 mg 2x am Tag für vorher Metoprololsuccinat 47.5 mg und den Gerinnungshemmer Coumadin 5 mg, wofür ich ein Meßgerät von Alere habe, um immer schnell den INR-Wert messen zu können. Noch persönlich war vorher schon Nichtraucher, mache Sport, esse bewußt, halte mein Gewicht und trinke fast keinen Alkohol.

Frank B. aus Klink (16.09.2012): Meine Herzklappen-OP fand in Rostock statt, am 13. Februar 1996. Ich kann mich an alle Details sehr gut erinnern. Ich war damals 30 Jahre jung. Zuvor musste ich schon leiden, tägliche starke Schmerzen in der Brust. Nach der OP waren diese verschwunden. Ich zog am 9. Februar 1996 in die Klinik ein und war dann noch bis zum 1. März 1996 stationär auf der Inneren in Rostock. Paar Tage später habe ich meine Frau zur Arbeit gefahren. Heute wird mir immer bestätigt, dass die Rostocker sehr gute Arbeit geleistet haben. Ich erhielt einen künstlichen Aortenklappenersatz, wobei noch ein Abszess an der Klappe entfernt wurde. Ich habe damals ordentlich Druck gemacht, damit ich nicht so lange warten musste auf die OP. Nach Einschätzung der Ärzte wäre der Abszess in den kommenden Wochen geplatzt, somit keine OP mehr nötig. Der 13. Februar 1996 ist mein zweiter Geburtstag sozusagen. Mein Leben hat sich geändert, es ist wieder lebenswert.

Rosemarie W. aus Krefeld (12.09.2012): Ich bin 72 Jahre und habe Ende 2009 eine biologische Aortenklappe bekommen. Die Mitralklappe wurde entkalkt. Die O.P. dauerte ungefähr 4,5 Stunden. Ich hatte mich für Bad Oeynhausen wegen der großen Erfahrung (Vielzahl an Klappen-O.P. entschieden. Nach dem Aufenthalt auf der Intensivstation 1,5 Tage (habe dort nichts mitbekommen) kam ich auf die Normalstation und durfte schon am nächsten Tag aufstehen zur Toilette und einige Schritte den Flur entlang machen. Kleine Probleme hatte ich mit der Lunge, da ich unter Asthma leide. Von Tag zu Tag fühlte ich mich besser. Eine Physiotherapeutin unterstützte mich bei der immer größer werdenden Laufrunde. Einziges Problem wurden Herzrhythmusstörungen. Nach 10 Tagen kam ich in ein heimisches Krankenhaus, wo die Rhythmusstörungen mit Tabletten sehr schnell behoben wurden. Anfang Januar 2010 konnte ich 4 Wochen in Bad Hermannsborn zur Reha. Fast fit kam ich nach Hause, Hier bin ich in einer Cardiogruppe 2 Mal die Woche. Zusammenfassend würde ich sagen, es ist alles gut zu verkraften. Es geht immer bergauf. Ich konnte nach 2 Monaten wieder arbeiten (in einer Boutique und Kinder betreuen). Was etwas länger gedauert hat war das Immunsystem. Ich war für Erkältungen Bronchitis usw. sehr anfällig. Nach 1 Jahr war auch das vorbei. Heute habe ich schon fast ALLES vergessen. Ich achte auf die Nahrung, trinke nichts, mache Sport, die Kinder halten mich fit.

Ilyas aus Hannover (04.09.2012): Ich bin Ilyas 21 und habe eine neue mechanische Aortenklappe bekommen. Die alte Herzklappe war stark verkalkt und hat nicht mehr richtig geschlossen. Dass ich nen Klappenfehler hatte, wusste ich bis zum 18. Lebensjahr nicht. Es kam durch Zufall. Der Arzt hatte mich beim Kontrollieren abgehört und sagte, dass irgendetwas nicht mit dem Herz stimmt. Daraufhin war ich beim Kardiologen und habe erfahren, dass ich diesen Fehler habe. Und jetzt nach 3 Jahren musste ich operiert werden, weil das Herz sehr groß geworden ist und sonst die Leistung verlieren würde. Nun ich lag ein Tag im KH und am nächsten Tag Morgen habe ich 3 Tabletten bekommen, war danach sehr müde, aber bin nicht eingeschlafen. Dann ging es um ca. 9.30 zum Op-Raum. Ich sah schon alles, die Lichter etc. Eine Dame hat gesagt, durch diese Maske werden sie atmen ... und ich atmete 2 Mal danach weiß ich leider nichts mehr ... Ich wachte auf guckte auf die Uhr 3.30 nachts. Habe schwer Luft bekommen und meine Brust tat doll weh. Habe Schmerzinfusion bekommen. Danach ging es wieder. Nach einer Woche wurde ich entlassen und es ging mir schon besser konnte nur nicht lange schlafen. Machte nach einer Woche eine 3 wöchige Reha und dann hatte ich wieder Leistung bekommen. Bloß mit der Psyche war nicht alles in Ordnung. Habe auf einmal Angst-Attacken bekommen, die zum Glück jetzt weg sind. Jetzt nach 3 Monaten geht es mir echt gut und ich hoffe, es wird besser. Bis heute weiß ich nicht, wann und wie ich diesen Herzklappenfehler bekommen hab. Ich seh es als Schicksal an.

Christine E. aus Waging (13.08.2012): Ich wurde mit einem CRP-Wert von 275 und Sepsis vor einem Jahr ins Klinikum (49-jährig) eingewiesen. Innerhalb von 4 Tagen wurde mir nach der Diagnose "bakterielle Endokarditis" die Mitralklappe im Herzzentrum München biologisch ersetzt. Die Operationsdauer war einen Vormittag, geweckt wurde ich nach 24 Stunden. In der Zwischenzeit gab es noch eine Komplikation, so daß ich noch einmal geöffnet werden mußte und Fremdblutkonserven bekam. Nach der Operation ging es mir den Umständen entsprechend sehr gut. Danach folgte eine 6-wöchige Antibiose, d. h. ich bekam 6 Wochen lang alle 4 Stunden eine Infusion mit Antibiotikum. Diese vertrug ich nach ca. 4 Wochen nicht mehr, so daß mir pro Tag bis zu 3 Nadeln gesetzt werden mußten. Für mich war diese Zeit enorm unangenehm. Eine Reha habe ich nie gemacht, da ich das Krankenhaus wegen der Antibiose nicht verlassen konnte. Jetzt nach einem Jahr fühl ich mich ein ganzes Stück stabiler. Ich war nach meinem 9-wöchigen Krankenhausaufenthalt noch 2 Wochen daheim, und seitdem arbeite ich wieder wie vorher.

Eckhard S. aus Aachen (29.06.2012): Herzklappenfehler sind vielfältig, wobei ich mich vor 5 Jahren zu einer OP durchgerungen hatte, wo der behandelnde Arzt im Krankenhaus eine entscheidende Aussage machte: Wenn wir nicht heute die OP machen, brauchen wir keine mehr zu machen. Bei der Zustimmung zur Op hatte ich zum Glück meine Frau mit ins Boot genommen, so dass sie bei allen Aussagen dabei war. Es sollte im Vorfeld noch eine Katheteruntersuchung stattfinden. Es wurden beide damals verwendete Klappen vorgestellt. Ich stimmte der Untersuchung und der Erneuerung der Klappe zu. Wenn man mich heute fragt, der Vorgang ist in meinem Kopf nicht mehr vorhanden. Was war passiert, sicher nicht der normale Verlauf. Mein Herz versagte schon bei der Katheteruntersuchung und ließ sich nicht mehr reanimieren, erst eine Wiederbelebung des Herzen mit der Hand war erfolgreich und mußte im weiteren Verlauf wiederholt werden. Das Herz wurde in der Hektik, welche wohl für viele nachvollziehbar ist, verletzt, ich hatte in diesem Moment das Glück den richtigen Operateur am Tisch stehen zu haben. So wurde dann eine Rekonstruktion der Aortenklappe gemacht, die OP dauerte ca. 14 Stunden, wegen der diversen Schwierigkeiten. Mein Inneres muß sich gegen den ganzen Vorgang gewehrt haben, denn ich blieb 10 Tage im Koma ohne erkennbare Ursache. Hiermit konnten später die Stationsärzte nicht mit umgehen, denn Rückenschmerzen und Probleme beim Stuhlgang waren aufgetreten. Ferner machte sich bemerkbar das meine Heilung zu lange dauerte und ich wurde zu früh in die Reha geschickt, hier traf ich auf einen Professor, welcher scheinbar in seinem Berufsleben schon mit ähnlichen Fällen zu tun hatte und es wurde als erstes das Ausschlafen angeordnet. Auch später bei Gymnastik und laufen wurden andere Maßstäbe gesetzt und es stellte sich raus, ich war nicht der Einzige, welcher nicht die Leistungen der meisten Patienten (Bypass) erreichen konnte. Wieder zuhause war die Teilnahme an einer Herzsportgruppe für mich wie eine Pflicht, denn ich wollte meine Leistung doch wieder anpassen und ich mußte lernen, ich muß mich an die Möglichkeiten meines Herzens anpassen. Zwischendurch hatte die Krankenkasse mich zum Rentner machen lassen. Auch mußte ich die Gruppe 2 Jahre später verlassen, weil die Förderung durch die KV auslief und mit dem reduzierten Einkommen war die eigene Bezahlung nicht zu leisten. Aber ich übte und trainierte im Freundeskreis mit Unterstützung der Familie, welche immer meine Stütze ist. An alte Leistungen konnte ich nicht anknüpfen. Jetzt nach über 5 Jahren stellt man fest, die Aortenklappe macht es nicht mehr und eine neue muß her. Mir hat man 5 Jahre Leben geschenkt, ich bin froh darüber, viele Freunde haben mich verlassen, weil ich die alten Leistungen nicht mehr bringen kann, aber ich habe auch neue Freunde gefunden, welche sich vom positiven Denken anregen lassen und das was ich nicht mehr kann, mir abnehmen und selbst dabei lernen Mensch zu sein. Einzige was mich bis heute an der OP stört, mein Zeitgedächnis ist etwas aus den Fugen geraten und ich habe fehlende Zeiten, aber vorwiegend fehlen unangenehme Zeiten.
So gehe ich nächste Woche wieder zur OP und hoffe, dass dies auch mindestens 5 gute Jahre werden, da wieder ein neues Verfahren ausprobiert wird, was es vor 5 Jahren noch nicht gab und mein Risiko dabei gesenkt werden soll. So hoffe ich in Kürze auch darüber schreiben zukönnen. Eine Herz OP ist immer ein Risiko, aber die Chancen des Lebens sind unendlich viel und man muß lernen damit zu leben.

Reinhard S. aus Großsolt (22.06.2012): Im Nov. 2001 stellte sich bei mir ein Hinterwandinfarkt ein. In der aufgesuchten Klinik verabreichte mir eine Krankenschwester ein Diclofenac-Zäpfchen und schickte mich wieder nach Hause. Mein körperlicher Zustand verschlimmerte sich und ich wurde 10 Tage später mit einem Rettungswagen (mit Signal) in ein Krankenhaus gebracht, wo man dann eine Rippenfell-, Lungen-, Herzbeutel- und Herzinnenhautentzündung sowie den abgelaufenen Herzinfarkt diagnostizierte. Man stabilisierte mich einigermaßen. Eine Herz-OP stand an. Meine körperliche Leistung reduzierte sich zusehends. Unsere Schlafräume im oberen Teil des Hauses konnte ich nicht mehr aufsuchen, mir wurde abends die Matratze ins Wohnzimmer gebracht. Der OP-Termin rückte näher und meine Stimmung immer tiefer. Außerdem kam eine fast panische Angst hinzu.
In der Klinik (UNI-Kiel) lief alles in einer sehr vertrauenserweckenden Art und Weise ab. Im Zimmer angekommen wurden mir einige Dinge erklärt. Es kam der Chirurg. Er meinte, da wir am nächsten Tag Gemeinsames zu erledigen haben, müssten wir uns noch einmal unterhalten. Ich hatte das Gefühl, ich spreche mit einem "Guten Kumpel". Dann folgte noch Reinigung und Ganzkörperrasur usw. An den OP-Tag erinnere ich mich nur noch, dass man mich mit den Worten: "Na dann wolln wir mal" aus dem Zimmer gerollt hat. Nach dem Aufwachen auf der Intensivstation war sofort eine Pflegekraft zugegen und hat mich betreut. Ich war zwar etwas benommen hatte aber zu keiner Zeit irgendein ungutes Gefühl. Ich fühlte mich fast gut, im Bett! Drei Tage später brachte man mich auf "Station". Als die Drainagen entfernt waren, folgte tägliche KG. Am zweiten Tag KG fragte die Therapeutin, was ich denn gerne machen wurde. Meine Antwort: Treppensteigen. Ihre Reaktion empfand ich erst etwas überheblich, aber nach zwei Treppenstufen erkannte ich, das geht immer noch nicht, obwohl ich mich stark wie ein Bär fühlte. Ich habe mich dann aber sehr schnell erholt und in der Reha-Klinik auch wieder das Treppensteigen gelernt. Heute laufe ich täglich in einem Treppenturm sechs Etagen hoch, runter gehe ich.
Zur Op kann ich nur zum Vorher und Nachher berichten. Ich muss und möchte das Ganze nicht noch einmal durchmachen. Aber durch die hervorragende Versorgung und Behandlung möchte ich sagen: Meine panische Angst war eigentlich unbegründet.

Colette S. aus Schleswig-Holstein (21.06.2012): 64 Jahre alt - Offene Herz OP am 5. März 2012 - Biol. Aortenklappe und Rekonstruktion der Mitralklappe - PFO Verschluss - Asklepios Klinik St Georg. Ich habe die OP (ca. 4 1/2 St.) sehr gut vertragen, so gut wie keine Schmerzen gehabt außer Rückenschmerzen nachts. Dagegen bekam ich abends ein Medikament. Direktverlegung zur Anschlussheilbehandlung 1 Woche nach der OP - Ich war noch ziemlich schwach, habe langsam angefangen Spaziergänge zu machen, es gab auch Ergometertraining, leichte Herzsportgruppe etc. Nach 3 Wochen war ich wieder Zu Hause. Es ging mir gut aber ich war noch nicht so fit. Ich bin jeden Tag im Wald spazieren gegangen, anfangs ca. 30 Minuten. Ca. 1 Woche später, versuchte ich mehr und seitdem gehe ich regelmäßig jeden Tag ca. 1 Stunde im Wald und versuche dabei so flott zu gehen wie ich kann. Nach einer Zeit wo ich teilweise das Gefühl von Herzstolpern, Herzrasen oder Druck, Einschränkungen hatte geht es mir jetzt super. Ich habe Ausdauer und kann auch lange im Garten arbeiten oder im Hause. Demnächst werde ich wieder Schwimmen und wieder zum Gesundheitstraining (Gymnastik, Muskelaufbau etc.) gehen. Ich denke, dass man nach der OP Geduld haben, auf seinen Körper hören muss, ohne träge zu sein!!

Philipp aus Rheinland-Pfalz (14.06.2012): Rekonstruktion der Aortenklappe Ende März diesen Jahres. Ich bin 28 Jahre alt, das Herz zu dem Zeitpunkt stark vergrößert, Pumpraft eingeschränkt, unter Belastung fast normale Pumpkraft. Früher Leichtathletik (bis 25 LJ.) und Fußball. OP verlief ohne Komplikationen. Erster Tag nach der OP gestanden, am zweiten Tag Treppen runter und Aufzug rauf zum Röntgen. Nach sechs Tagen aus dem KH entlassen, keine Reha. Ein Monat viel Spazieren, Schmerzen in Rücken, Schulter und Herz. 1,5 Monate später fast voll belastbar, fahre Fahrrad und gehe joggen. Die OP ist nun 2,5 Monate her, ich fahre mit 140 Schlägen die Minute 30 km/h durchschnittlich, 1-1,5h Kurzstrecke. Joggen ist schwer, ich habe noch Schmerzen an der WS. Auf der rechten Seite schlafen geht kaum, Schmerzen in der Schulter. Regelmäßig Schmerzen im Herzbereich, Kardiologe kann keine Ursache erkennen. Alles in allem nicht so schlimm wie ich dachte. P.S. Nach der OP hatte ich gar keine Schmerzen. Heftig war nie irgendwas, zu keinem Zeitpunkt. Außer der Psyche vielleicht.

Ruth S. aus Bremen (14.06.2012): Biolog. Herzklappe am 11. Mai d. J. in Bremen (LdW). Ja, ich war sehr verunsichert. Jeder schrieb oder erzählte etwas anderes. Der Tag kam unaufhaltsam auf mich zu. Aber mein Arzt klärte mich auf. Die Angst war fort. Ich kam pünktlich zur OP - war ruhig und es wurde sogar gelacht. Als ich erwachte war eigentlich alles gut. Kaum Schmerzen. Ich musste viel trinken, was ich auch tat und siehe da, Montag konnte ich schon mit der Stellage durchs Zimmer laufen und fühlte mich gut. Den Freitag davor wurde ich operiert. Es ging mir gut, konnte schon auf dem Flur laufen. Schmerzen waren kaum da - eine Woche später ging ich zur Reha. Fühlte mich körperlich ganz wohl. Jetzt bin ich zu Hause, mache alles langsam, zwei Arztbesuche zu Fuß habe ich hinter mir. Es geht aufwärts und ich bin dankbar, dass es mir so geht, wie es halt geht.

Madeleine H. aus Lippstadt (12.06.2012): Ich bin 20 Jahre alt und wurde mit 19 am 17.2.2011 operiert. Man wechselte mir die Mitralklappe aus, jetzt habe ich eine künstliche Herzklappe.Damit lässt es sich ganz gut leben, man kann fast alles machen auch wenn man ein wenig eingeschränkter ist wie gesunde Menschen. Wundschmerzen habe ich heute noch ein wenig aber man sagte mir das es bis zu 1 Jahr dauerte bis der Schmerz ganz verging.Ich wurde in Bad Oyenhausen operiert und würde jedem anderen auch empfehlen sich dort behandeln zu lassen. Ich brauchte nicht lange um wieder auf die Beine zu kommen. Im allgemeinen habe ich die Op gut gemeistert und die Medizin ist heutzutage weit fortgeschritten. Man darf nur nicht aufgeben!

Hannelore P. aus 66839 Schmelz (06.06.2012): Ich bin 58 Jahre, vor 11 Monaten wurde meine Mitralklappe repariert indem ein Ring eingesetzt wurde, woran die Sehnen/Bänder befestigt wurden, so dass die Klappe wieder dicht schließt. Ferner wurde 1 Bypass gelegt. Die OP dauerte 4 Stunden ohne Probleme. Ich wiege 54 kg bei 1,60 m Körpergröße. Nach 4 Wochen konnte ich schon recht flott ohne Schwierigkeiten spazieren gehen. Inzwischen hat sich mein Blutdruckverhalten recht gut eingestellt. Z. Zt. nehme ich noch 1 Ass 100. Ich gehe fast täglich mind. 30 Min. spazieren, mache einige Fitnessübungen und habe jetzt mit Yoga begonnen. Ich finde es sehr wichtig, vertrauensvoll nach vorne zu blicken und sich nicht auf die Schiene begeben, man sei jetzt sehr krank. Ich koche überwiegend nach mediterranen Rezepten aus dem tollen Kochbuch der Deutschen Herzstiftung. Alles Gute, Hannelore P., Saarland

Karl Heinz S. aus Berlin (04.06.2012): 1999 Aortenklappe Operateur Prof. Dr. Roland Hetzer. Klappe problemlos. Jetzt seit 22 Jahren mit halbjähriger Funktionskontrolle. Nach OP langsame Schmerzfreiheit. Schmerzlos nach ca. 6 Monaten. Danach wesentlicher Leistungsfortschritt. Seit vielen Jahren regelmäßiges Ergometer-Fahrradtraining 30 min. 50 Watt jeden 2. Tag und morgendliche Gymnastik 30 min. mit Thera-Band und Muskeldehnungs-Übungen. Jetzt 81 Jahre mit recht gutem Leistungsvermögen.

Marlene I. aus Neukirchen / Schwalm (04.06.2012): Es dauerte ein Jahr. Im Juni 2011 habe ich einen Aortenklappenersatz erhalten durch eine minimal-invasive OP. Außerdem wurde ein Teil der Aorta ascendens ersetzt. Nach der OP hatte ich am 3. Tag Vorhofflimmern. Nach 3 Wochen Reha ging es zu Hause langsam bergauf. Ich habe lange Zeit (6 Monate) beim Liegen einen starken lauten Pulsschlag gehört. Im ersten halben Jahr hatte ich fast täglich Brustschmerzen. Das war sehr, sehr beunruhigend für mich, da ich dafür auch keine befriedigende Antwort bekam. Mittlerweile habe ich - meist bei Wetterumschlag - noch leichte Brustschmerzen. Narbenschmerzen habe ich ganz selten. Das starke Pochen ist fast weg, es ist nur noch ein leises Pochen, wie ein tropfender Wasserhahn. Vielleicht ist das jetzt sogar der Normalzustand. Kann mich nicht mehr an früher erinnern. Psychisch geht es mir jetzt - nach einem Jahr - gut. Ich arbeite wieder voll und vergesse meist, dass ich eine Herz-OP hatte. Mein gesunder Verdrängungsmechanismus hat wieder eingesetzt und es regt mich nicht mehr jede körperliche Kleinigkeit auf. Ich war die ersten drei Monate teils schwermütig. Das ist jetzt vorbei. Die Zeit heilt Wunden, da ist was dran.

Armin R. aus Köln (04.06.2012): Offene Herz-OP, Mitralklappenrekonstruktion mit Mitralklappenringeinlagen, in Universität Leipzig Herzzentrum, Klinik für Herzchirurgie durch Prof. Dr. med. F. Mohr, August 2006. Sehr gute schriftliche Vorbereitung schon zu Hause durch die Klinik und später mündlich vor der OP. Die OP. Ist sehr gut verlaufen, kaum OP.- Schmerzen, jedoch wie meistens üblich nach 2 Tagen einen moralischen Tiefpunkt, konnte aber gut durch die Ehefrau abgebaut werden. Schwierigkeiten durch den Sinusknoten, konnte aber medikamentös abgestellt werde. Sehr guter Rehaverlauf in Bad Liebenstein, jährliche kardiologische Kontrolluntersuchung, jeweils ohne Befund. Außer den üblichen Narbenschmerzen bei jedem Wetterumschwung, sehr gutes Befinden. Die OP. kann ich nur empfehlen.

Ingrid B. aus Kreuztal (03.06.2012): Vor 1 1/2 Jahren hatte ich Herzklappenrekonstruktionen an der Mitralklappe und Trikuspidalklappe. Da ich 8 Wochen auf die OP warten musste nach einem Sehnenfadenabriss an der M-Klappe wurde der Eingriff dringend notwendig. Das die T-Klappe gleich mit operiert wurde, erfuhr ich erst am Tag vor der OP. Die OP ist sehr gut verlaufen mit Brustbeindurchtrennung. Am 5. Tag nach der OP kam ich in mein Heimatkrankenhaus für 10 Tage und dann in die Reha. Leider entwickelte sich ein Ruhepuls von 140 nach der OP, der erst auf mein Drängen in der Reha, erneut behandelt wurde bei einem erneuten 3-tägigen Klinikaufenthalt in der Abteilung Elektrophysiologie der Kerckhoff-Klinik (dort wurde ich operiert). Am Narbengewebe ist dann etwas behandelt worden und der Puls ist nun ganz normal seit Dez. 2010. Ich benötige kein Marcumar seit 1 Jahr. Kräftemäßig könnte es etwas besser sein. Mit meiner Medikation bin ich nicht ganz zufrieden. Die OP war ein schwerer Eingriff, aber ich habe sie nicht so schlimm empfunden wie befürchtet. Es gab eine sehr gute Vorbereitung. Es gab keine nicht besprochenen Überraschungen. Der Aufenthalt auf der ITS war ja nur ein Tag. Die Schmerzbehandlung war gut.

A. M. aus Frankfurt a. Main (02.06.2012): Mit 76 bekam ich einen zweifachen Bypass und eine biologische Aorten-Klappe. Die langdauernde minimalinvasive OP verlief gut. Einen Tag danach wurde ich aufgefordert mich an die Bettkante zu setzen. Mehr ging nicht da ich an Schläuchen, EKG usw., angebunden war. Die Schmerzen waren erträglich auch dank der schmerzmildernden Mittel. Später musste ich täglich im Gang des Krankenhauses das Gehen üben. Nach 8 Tagen durfte ich das Krankenhaus verlassen und begab mich für 4 Wochen in eine REHA-Klinik. Das war vor 3 Jahren. Heute geht es mir gut. Das Lästige ist nur die tägliche Einnahme von Tabletten (Blutverdünner, Beta-Blocker u. Cholesterinsenker), da der Magen ab und zu rebelliert.

Heinz-Bernd G. aus Weiterstadt (01.06.2012): Ich bin 1937 geboren (heute 75 Jahre alt) und erhielt im Januar 2005 eine künstliche Aortenklappe. Auf Grund meiner guten körperlichen Verfassung durch Joggen, Radfahren, Bergwandern, etc. wurde mir zu der künstlichen Aortenklappe geraten, weil meine voraussichtliche Lebenserwartung die Haltbarkeit einer biologischen Aortenklappe übersteigen würde. Die Operation wurde in der Kerkhofklinik in Bad Nauheim durchgeführt. Im Rahmen eines Klinikbesuchs wurde ich sehr gut auf die Operation vorbereitet und hatte auch Gelegenheit, mit frisch operierten Patienten zu sprechen.
Nach Auskunft der operierenden Ärzte ist die Operation erwartungsgemäß regelrecht verlaufen. Wie lange die Operation gedauert hat, ist mir nicht mehr in Erinnerung. Ich war einen Tag auf der Intensivstation und zwei Tage in einer engeren Überwachung. Dann auf normaler Station. Nach der Operation hatte ich über ca. fünf Wochen erhebliche Schmerzen beidseitig des Brustkorbs, auf die ich nicht vorbereitet war. Nach Auskunft der Ärzte wurde dieses als Folge der Überdehnung des Brustkorbs (Rippen) als normal bezeichnet. In der Reha-Zeit habe ich über die angebotenen Übungen bereits kleine Wanderungen unternommen. Die Gesamterholungszeit hat ca. ein Jahr gedauert und ich denke, daß ich dann ca. 90 % meiner vorhergehenden Leistung erreicht habe.
Das anfängliche hörbare Klappern der künstlichen Aortenklappe hat sich nach längerer Zeit gegeben. Seit der Operation nehme ich Beta Blocker und Marcumar. Jährlich gehe ich einmal zur Kontrolluntersuchung (Kardiologe). Keine Auffälligkeiten, alles in bester Ordnung. Meinen Blutgerinnungswert (INR) kontrolliere ich selbst (CoaguCheck). Da mein INR um den Sollwert (INR 2-3) schwankt, kontrolliere ich zwei Mal pro Woche. Ich ernähre mich abwechslungsreich und achte nicht auf besonders Vitamin K-haltige Nahrungsmittel (Sauerkraut, etc.). Einer oder mehrere Drähte am Brustbein machen Schmerzen, wenn ich mich auf den Bauch legen würde (stechender Schmerz). Ich lasse sie aber nicht entfernen. Dieses würde eine erneute Operation bedeuten, ich kann so damit leben.

Melanie L. aus Mönchengladbach (29.05.2012): Ich wurde vor 2 Jahren (mit 36 Jahren) im Herzzentrum Bad Oeynhausen operiert. Ich habe nun eine künstliche Mitralklappe, die mir mit einer minimal-invasiven OP-Methode eingesetzt wurde. Die Operation hat 7 Stunden gedauert. Ich war einen Tag auf der Intensivstation. Da ich vorab gelesen hatte, dass man relativ schnell nach einer solchen OP schon wieder aufstehen darf und wohl auch soll, war ich sehr enttäuscht, dass dieses Aufstehen wirklich nur ein kurzes auf die Füße stellen war und man sich dann sofort wieder hinlegen sollte. Ich war sehr ungeduldig. Als ich dann irgendwann (nach schätzungsweise ein paar Tagen) mit der Physiotherapeutin im Zimmer auf und ab gehen durfte, war ich noch ziemlich wackelig auf den Beinen. Aber es ging von Tag zu Tag besser. Wenn man einmal die ganzen Kabel los ist, dann geht es bergauf. Im Krankenhaus hatte ich glücklicherweise auch schon die Schulung für die Messung und Einstellung der Blutgerinnung. Direkt im Anschluss an den Krankenhausaufenthalt hatte ich eine dreiwöchige Reha. Auf Empfehlung der Reha-Klinik war ich insgesamt 3 Monate krank geschrieben, aber krank habe ich mich nicht gefühlt. Die Zeit daheim habe ich genutzt, um täglich ausgedehnte Spaziergänge zu machen und so richtig toll zu entspannen. Etwa ein halbes Jahr nach der OP konnte ich den Beta-Blocker absetzen. Und jetzt geht es mir richtig gut.

G. S. aus Zahling (27.05.2012): Ich habe nun schon 3 Herzklappen-OPs überstanden. Keine ist dabei ohne Komplikation verlaufen. Die erste hatte ich mit 26 Jahren während einer akuten Endokarditis. Es wurde mir eine Aortenklappe implantiert, wobei ich dabei einen intraoperativen Herzinfarkt erlitt. Aber ich überlebte und brauchte ca. 1 Jahr bis ich wieder auf dem Damm war. 5 Jahre später erkrankte ich wieder an einer Endokarditis, die ich nach 6-wöchiger Behandlung auskurierte. Danach hatte ich 10 Jahre ein fast normales Leben geführt. Mit 41 Jahren hatte sich dann eine Mitralinsuffizienz so verschlechtert, dass eine Rekonstruktion durchgeführt wurde. Es bildete sich kurz nach der OP ein Pleuraerguss, so dass nachoperiert werden musste. Leider war das Ergebnis der Rekonstruktion nicht von langer Dauer und ich musste mir 5 Jahre später eine Mitralklappe einsetzen lassen. Nach dieser OP hatte ich eine hochgradige Herzinsuffizienz und brauchte fast ein Jahr bis ich mich wieder halbwegs wohlfühlte. Bei dieser Gelegenheit wurde mir ein Defibrillator implantiert und eine Ablation durchgeführt. Mittlerweile sind fast zwei weitere Jahre vergangen und ich bin wieder Vollzeit beschäftigt. Wie Sie gelesen haben, kann eine Klappen-Op auch mal mit Komplikationen verlaufen. Trotzdem habe ich bei all diesen Krankenhaus- und Rehaklinik-Aufenthalten so viele kennengelernt, bei denen absolut alles glatt ging und das ist sicherlich die Mehrheit.
Ich möchte deshalb niemanden entmutigen und eines ganz klar stellen. Nach jeder OP ging es mir, wenn auch erst nach einer gewissen Zeit, immer besser als vor der OP.

Peter Ö. aus Wiesbaden (25.05.2012): Ich wurde am 14.12.2007 in der Uni Frankfurt von Prof. Moritz nach der ROSS-Methode operiert. - Verfahren ist sicherlich sehr aufwändig, aber ich kann, Stand heute, feststellen - es hat sich gelohnt. Nach 4 - 6 Monaten waren die Strapazen der OP vergessen und ich führte fortan wieder ein normales Leben. Ich verspüre keinerlei körperlich Einschränkungen und bin mit meinen 67 Jahren m. E. voll belastbar. - Radfahren (bis 100km/Tag) und andere sportliche Tätigkeiten, Gartenarbeit etc. sind kein Problem und im Vergleich mit gesunden Bekannten der gleichen Altersgruppe kann ich konditionell durchaus mithalten.

Gerhard Z. aus Waldweiler (25.05.2012): Meine Herzklappen OP war 1999 im Brüderkrankenhaus in Trier. Von der Intensivstation weiß ich nichts mehr. Ich war etwas länger auf der Aufwachstation, bis fest stand, dass ich einen AV-Block dritten Grades habe und einen Schrittmacher brauche. Ich war damals sehr antriebslos, meine Kinder waren noch sehr jung und ich dachte, dass ich mich ihretwegen anstrengen müßte. Ich habe nach meiner Reha in Bad Münster, wo ich sehr gut aufgehoben war und sehr gut konditioniert wurde, noch einige Zeit gebraucht, um mich mit meiner Krankheit abzufinden und wieder Mut zu fassen. Mein Leben und mein Wesen haben sich seit dieser Zeit grundlegend geändert. Heute weiß ich, dass meine Krankheit (Schicksal) ein Segen für mich war. Ich habe 9 Monate nach meiner OP wieder mit Arbeiten angefangen, ich treibe seither Sport und es geht mir besser als ich es mir damals erträumt hatte.

Gerta L. aus Bludenz (23.05.2012): Hallo. Meine Herzklappen-Op war vor 2 Jahren. Die Op selbst verlief normal, nur das Nachher war für mich persönlich nicht gut. Nach der Op auf der Intensivstation wusste ich nicht, wo ich war, konnte weder sprechen noch schreiben. So ging es die nächsten Tage weiter. Am 4. Tag bekam ich Besuch von zu Hause, ich hatte keine Freude, ich dachte mir nur, was wollen die da. Ich bekam zusätzlich noch einen Herzschrittmacher. Bis zu meinem letzten Tag in der Klinik war ich so weit, dass ich ein Stückchen laufen konnte. Mein Glück war anschließend gleich die Reha, dort war ich 3 Wochen. Die letzte Woche war ich dann soweit, dass ich wieder schreiben konnte und ich wieder im Leben war. Heute bin ich geheilt, meine Ärzte sind mit mir sehr zufrieden. Mache viel Sport. Ich bin vom Wesen her anders geworden. Ich sehe jetzt alles mit anderen Augen und auch die Menschen, früher war ich ein Mensch, der gerne fortging und unter Menschen war und immer im Stress. Das war mein Bericht zur Herzklappen-Op Liebe Grüße

Gunnar K. aus Hamburg (23.05.2012): Die Wartezeit bis zur OP, obwohl nicht lang, war das Schlimmste. Da bei mir auch noch gleich ein kleiner Bypass gelegt wurde, dauerte die OP etwas länger. Auch wurde ich 8 Std. länger an der Herzlungenmaschine gelassen. Dadurch hatte ich zuerst einige Schwierigkeiten, die aber bald behoben waren. Nach 7 Tagen wurde ich aus dem Krankenhaus entlassen. Natürlich hatte ich zuerst Angst, etwas falsch zu machen, aber es ging mir sehr gut. Nur Husten und Lachen sollte man nicht unbedingt. Nach 3 Wochen wollte ich mit meiner Frau nach Spanien fliegen, was der Arzt auch erlaubt hatte. Leider bekam ich sofort im Flugzeug Panik und musste die Maschine noch am Flughafen wieder verlassen. Wir sind dann einige Tage später mit dem Auto nach Spanien gefahren. Allerdings bin ich nicht selber gefahren. Nach kürzester Zeit konnte ich alles wieder wie vorher erledigen und fühlte mich rund um wohl. Zuerst machten mir die Drähte noch ein paar Schwierigkeiten, aber das hat sich auch bald gelegt. Heute, 8 Jahre später, ist immer noch alles zu meiner und meines Arztes Zufriedenheit. Ich hoffe, es bleibt so.

Hans W. L. aus Bad Salzuflen (23.05.2012): Am 17. Mai 2010 habe ich (heute 69 Jahre) im Herzzentrum Bad Oeynhausen eine neue Aortenklappe bekommen und einen Bypass. Die OP vollzog sich problemlos. Die ersten beiden Tage nach der OP waren nicht sehr schön. An eine Reihe Schläuche angeschlossen zu sein, war sehr unangenehm, aber eben unvermeidbar und außerdem plagte mich in den ersten Tage nach der OP eine ziemliche Appetitlosigkeit und Übelkeit - wohl eine Folge der verabreichten Narkosemittel. Schon in der Klinik, die ich nach 8 Tagen verlassen konnte, begann ein Aufbautraining (Ergometer) mit einer Belastung von 60 Watt. Ein REHA-Aufenthalt von 3 Wochen schloss sich an. In dieser Zeit ließen auch die anfänglichen Wundschmerzen im Brustbereich nach.
Abgesehen davon, dass ich einige Tabletten nehme (morgens einen Beta-Blocker und mittags ASS 100) erinnert mich heute nichts daran, dass ich eine neue Herzklappe habe. Mir geht es sehr gut, ich habe keinerlei Beschwerden und bin höher belastbar als vor der OP. Bei den halbjährlichen Kontrolluntersuchungen (Echokardiografie und Belastungs-EKG) sind keinerlei Auffälligkeiten festgestellt worden. Bei letzterem traten auch bei einer eine Belastung von 175 Watt (zumindest kardiologisch) keine Probleme auf. Zwei Ärzte beurteilen meinen Zustand unabhängig vonaneinander als "hervorragend".
Ich würde mich dieser OP immer wieder unterziehen und ich bin den Ärzten ebenso wie dem äußerst bemühten Pflegepersonal im Herzzentrum Bad Oeynhausen überaus dankbar, nicht zuletzt aber auch meinem Hausarzt, der trotz meines Zögerns darauf bestand, dass ich mich der OP unterziehen sollte.
Abschließend möchte ich noch erwähnen, dass ich zweimal wöchentlich in einer Herzsportgruppe trainiere, was sicher zum nachhaltigen OP-Erfolg beiträgt.

v. G. aus Teltow (23.05.2012): Mein Mann hat vor 5 Wochen gleich zwei neue Herzklappen bekommen(Mitral- und Aortenklappe). Die OP hat 5 Stunden gedauert und es war sehr erstaunlich, wie schnell er sich danach erholt hat - er wurde am 10. Tag entlassen und ist nach 3 Wochen nun in der ambulanten Reha. Er hat das alles sehr gut überstanden für mich war es sehr belastend weil ich mir so viele Sorgen gemacht habe - er hat einfach gute Voraussetzungen (Nichtraucher, normalgewichtig, kein Bluthochdruck, 58-jährig). Die Klinik war auch ausgesprochen gut (Bernau - großes Lob an alle).

Michael S. aus Nürnberg (23.05.2012): Ich habe kurz nach meiner Herzklappen-OP ein Protokoll geschrieben hier einige Auszüge. Die OP war Januar 2011 in Bad Neustadt. Am Tag der OP bekam ich früh noch einen Einlauf und wurde dann in die Schleuse geschoben. Dort bekam ich sofort eine Spritze und wachte dann in der Wachstation wieder auf. Was gleich nach der OP und in der Wachstation passierte davon habe ich nur noch schemenhafte Erinnerungen und die Erzählungen von meiner Frau.
Ich erlebte die 5 Tage in der Wachstation wie im Traum. Ich muss irgendwann versucht haben aufzustehen und bin dabei gestürzt. Danach wurde ich ans Bett gefesselt (der Horror man kann sich fast nicht bewegen). Der diensthabende Pfleger war keine große Hilfe, denn er war eigentlich immer genervt, egal was passierte. Ich weiß nur noch, dass ein Fernseher Tag und Nacht lief und ich überhaupt keinen Appetit hatte. Meine Frau erzählte mir, dass man das Telefon wegstellte, da ich immer anrufen wollte, dass man mich abholt. Am 6. Tag nach der OP kamen meine Sinne langsam wieder und es ging bergauf.
Also keine Angst ich bin nicht der einzige der bis zu 5 Tage nach der OP einen Blackout hatte. Liegt wahrscheinlich am Narkosemittel und an dem Tablettencocktail :)
Am 9. Tag nach der OP kam ich wieder aufs Zimmer. Mir ging es schon viel besser. Ausgesehen habe ich wie Frankenstein, alles war verkabelt und einige Schläuche am Hals und am Bauch waren auch noch da. Das Schlafen auf dem Rücken war für mich eine einzige Katastrophe, aber man wird erfinderisch. Ich klemmte mir auf die Seite ein großes Kissen und stützte damit meinen Brustkorb ab. Es war ja bereits meine 2. Herz-Op und die Ärzte hatten den Brustkorb an der selben Stelle geöffnet wie vor 34 Jahren. Heute sieht man nur eine Narbe und niemand sieht wie alt diese ist.
Die OP selbst ist gut verlaufen ich bekam eine neue Aortenklappe es wurden Verkalkungen am und im Herz entfernt und die OP von 1978 wurde ausgebessert. Tolle Arbeit der Ärzte und die Klinik ist nur zu empfehlen. Das Stationspersonal hat einen richtig bemuttert und haben sich wirklich toll um einen gekümmert.
Jetzt ging alles sehr flott von statten. Bereits einen Tag später lief ich schon mit einen Rollator auf der Station herum und wieder einen Tag später bereits ohne und ich ging schon in die Kantine zum Essen. Der Appetit war aber immer noch nicht da. Ich hatte bis dahin 14 Kg abgenommen.
Am 12. Tag nach der OP wurde ich entlassen und fuhr nach Hause. Dort musste ich noch 4 Wochen warten bis zu meiner Reha. Leider habe ich mich zu einer ambulanten Reha entschlossen. Ich kann nur empfehlen das nicht zu machen. Es ist zwar schön, wenn Sie morgens zu Hause aufwachen und abends wieder nach Hause können, aber es hat auch viele Nachteile. Wenn Sie zu einem anderen Arzt müssen dann müssen Sie sich selbst darum kümmern. Wenn nachts was ist dann Notarzt. Wenn Sie morgens ein Problem haben, dann Notarzt. In der Rehaklinik selbst alles wie am Fließband. Also wenn Reha dann nur stationär. Die 4 Wochen Wartezeit waren auch nur weil ich mich für ambulant entschieden habe und dort noch kein Platz war. In diesen 4 Wochen erlebte ich das Grauen. Wenn irgendetwas weh tat wusste man nicht, ob es normal war oder nicht. Fragen konnte man niemanden und drauf hingewiesen wurde man auch nicht.
Auch wurde bei mir vergessen mich über Marcumar aufzuklären, aber es gibt ja Internet. Nach der Reha war ich noch 2 Monate zu Hause und der Appetit kam auch wieder (leider). Heute habe ich 4 Kilo mehr als bei der Einweisung. Nach der Op war ich richtig verfroren. Ich schlotterte in der Wohnung bei 25 Grad und 2 Pullis aber auch das verschwand wieder. Jetzt fühle ich mich viel besser und ich kann auch wieder rennen, ohne das mir irgendwann die Sinne schwinden.

Manfred D. aus Siegen (22.05.2012): Seit meinem 14. Lebensjahr hörte jeder Arzt bei mir ein Geräusch am Herzen. Es könnte ein Herzklappenfehler sein. Doch sicher war niemand. Wahrscheinlich lag es daran, dass die Medizintechnik noch nicht so weit war. Erst vor fünf Jahren bestätigte mir mein Kardiologe, dass die Aortenklappe nicht mehr richtig funktioniert. Ich fühlte mich bis dahin in keinster Weise eingeschränkt. Heute bin ich 64 Jahre alt und habe regelmäßig Sport (Fußball, Joggen, Schwimmen, Radfahren) betrieben. Eine Leistungsminderung merkte ich erst im vergangenen Frühjahr. Auf Anraten meines Arztes entschloss ich mich, im November 2011, zur Herzklappen-OP. Am 23. November wurde ich in der Uniklinik Freiburg, für die ich mich aus mehreren Gründen entschieden hatte, operiert. Man setzte mir eine Bio-Aortenklappe ein und ersetzte die Aorta ascendens, welche auf 50 Millimeter geweitet war. Bereits am nächsten Tag wurde ich aus der Intensivstation in die normale Station verlegt. Musste gleich aufstehen und konnte alles sofort essen und trinken. Ich fühlte mich gut und bestens in der Klinik bei Prof. Beyersdorf, der mich auch operiert hat, aufgehoben. Man kann nur jedem Patienten raten, der ebenfalls vor einer Herz-OP steht, mit einer positiven Einstellung - die ich immer hatte - sich in die Klinik seines Vertrauens zu begeben. Mein Heilungsverlauf machte - sehe ich mal vom Vorhofflimmern ab, welches sich bei mir einstellte und mit Medikamente weitestgehend beseitigt wurde - sehr gute Fortschritte. Bereits am neunten Tag konnte ich meine dreiwöchige Reha in Bad Krozingen beginnen und war Weihnachten, wie geplant, zu Hause. Heute, fast sechs Monate später, gehe ich wieder schwimmen, fahre regelmäßig Rad (die ersten 1500 Kilometer für dieses Jahr sind bereits geschafft) und versuche, ein- bis zweimal pro Woche für 30 bis 40 Minuten zu joggen. An Medikamenten nehme ich zur Zeit noch einen Betablocker (Bisoprolol 2,5) sowie Marcumar nach Plan pro Tag ein. Wobei ich hoffe, dass das Marcumar nach dem im Juli anstehenden Langzeit-EKG abgesetzt werden kann. Ich bin froh, dass ich mich für diese OP zu diesem Zeitpunkt entschieden habe. Meine mir entfernte Aortenklappe steht bei mir zu Hause. Sie war so stark verkalkt, dass dies wahrscheinlich nicht mehr lange gut gegangen wäre.

Ralf G. (22.05.2012): Im August 2010 wurde bei mir eine Mitralklappenstenose festgestellt. Ich wurde im April 2011, in Düsseldorf operiert. Vor der Op hatte ich ca. 30 - 50 % Rückfluß des "frischen" Blutes und die Herzkammer war, durch die Mehrarbeit (Marathonläufe, etc.), vergrößert. Heute, ein Jahr nach der Op, bin ich "ganz dicht" und das Herz ist wieder normal groß. Die Herzklappe wurde erhalten und durch Kürzen eines Segels und Einsetzen eines Ringes wieder abgedichtet. Da bei mir minimalinvasiv operiert wurde, war die Belastung durch die Op gering. Nach dem Verlassen der Intensiv- und Überwachungsstation konnte ich mich schnell wieder bewegen. Mein Aufenthalt in der Uniklinik Düsseldorf dauerte 10 Tage. Meine Empfehlung: Wartet mit der Op nicht, bis es zu Einschränkungen kommt! Je fitter man noch ist, umso schneller erholt man sich!

Norbert L. aus Rosbach v. d. Höhe (22.05.2012): Nach einem angeborenen Klappenfehler, den man mir in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts bekannt machte (und den ich dann anschließend wieder vergessen habe), habe ich im Januar 2007 52-jährig eine künstliche Mitralklappe bekommen. Da mein Zustand vor der Operation sehr schlimm war (Lungenödem, weil die Klappe nach dem Abriss des letzten Sehnenfadens überhaupt nicht mehr schloss), konnte ich durch die Operation nur gewinnen und war dementsprechend zuversichtlich. Nach einer Woche Vorbereitung war es dann soweit in der Kerkhoff-Klinik in Bad Nauheim.
In dieser Klinik schien einen jede/r so zu behandeln, als sei man der höchste Staatsgast - einfach toll. Die Operation dauerte knapp fünf Stunden und verlief im Übrigen ereignislos. Anschließend blieb ich zwei Tage auf der Überwachungsstation und war in der Zeit völlig kraftlos, aber guter Dinge. Danach war ich noch zweieinhalb Wochen in der Klinik, und mir ging es jeden Tag spürbar besser. Als ich entlassen wurde fühlte ich mich gänzlich wiederhergestellt und gesund, aber immer noch schwach.
Danach ging es in die Reha (Wetterau-Klinik, auch in Bad Nauheim). Ich wunderte mich zuerst warum da alle Leute so guter Dinge waren, aber nach einer Zeit dämmerte es mir: die hatten es alle geschafft!! Das war sehr ansteckend und aufbauend. Ein ganzes Haus voller guter Stimmung hebt unheimlich!
Während der Reha wurde bei den verschiedenen Trainingseinheiten die Belastung langsam erhöht, und nach vier Wochen war ich zwar immer noch deutlich schwächer als vor der Operation, aber konnte wieder am normalen (Büro-)Arbeitsleben teilnehmen.
Nach etwa eineinviertel Jahren nahm ich (natürlich nach ärztlicher Konsultation) mein Triathlon-Training wieder auf und nehme heute wieder wie vor an Triathlon-Veranstaltungen teil - die Auszeit kann man an meiner Fitness nicht mehr ablesen.
Die lebenslange Einnahme von Phenprocoumon empfinde ich nicht als Belastung, ebenso wenig wie das Klappengeräusch. Anders als meine Tochter: manchmal besucht sie mich abends, und wenn es still ist, sagt sie schon mal: »Mensch, mach, dass das aufhört!«. Die Antwort ist mittlerweile schon Ritual: »Ich tu ja viel für dich, aber _das_ nicht!«

Renate D. (22.05.2012): Ich wurde 2007 im UK Eppendorf an der Mitralklappe operiert. Da ich sehr ängstlich war, bat ich um genaue Aufklärung über den Eingriff. Das geschah ausführlich! Durch diese genauen Informationen war ich viel beruhigter und ging dann zuversichtlich und eigentlich ohne Angst in die Klinik. Ich fühlte mich wirklich in sehr guten Händen. Die Mitralklappe musste nicht ersetzt, sondern konnte mittels eines Rings und einiger Kunstfäden erhalten werden. Dabei war die Klappe schon schwergradig eingeschränkt. Ich bekam auf Wunsch vor dem Abholen zum OP ein Beruhigungsmittel, am Abend vorher ein Schlafmittel, so bekam ich meinen "Einzug" in den OP gar nicht mehr mit. Auf der Intensivstation erwachte ich hin und wieder kurz und wurde von einer Krankenschwester, die neben mir saß und den Monitor überwachte, sehr lieb betreut. Das erste, das ich mitbekam, war als sie den Beatmungsschlauch entfernte. Ich trank ein wenig mit dem Strohhalm, wurde mit einigen Löffeln kühler Obstsuppe gefüttert, schlief immer gleich wieder ein. Mir tat nichts weh, fühlte mich aber schwach. Beim nächsten Erwachen wurde ich zur Halbintensivstation gebracht. Am 3. Tag war ich normal auf Zimmer, schlief weiter viel, konnte schon mal die Beine aus dem Bett hängen, bald auch in Begleitung zur Toilette und ein Stückchen über den Flur gehen. Ich hatte keine Schmerzen im Brustkorb, aber der Rücken tat ziemlich weh. Dagegen bekam ich Schmerzmittel. Der Hals tat auch weh, dagegen gab es auch ein Mittel. Pflegerisch wurde ich hervorragend und freundlich betreut, Ärzte kamen und erkundigten sich nach dem Wohlbefinden, rund um die Uhr fühlte ich mich bestens betreut! Ich schlief noch sehr viel, abgesehen von den Rückenschmerzen und dem Halsweh keine Beschwerden! Aber man ist sehr schwach, das dauert seine Zeit. Ich war auch in der Zeit nah am Wasser gebaut und weinte öfter ohne Grund. Dasselbe erzählten mir auch andere Patienten. Vielleicht bekommt das Unterbewusstsein doch etwas mit? Am 5. Tag war ich schon so mobil, dass ich ein ganzes Stück durch das Krankenhaus hinter dem Taxifahrer her zum Taxi gehen konnte, dass mich zur Rehaklinik brachte, wo die weitere Betreuung dann leider nicht halb so gut war. Aber nach 6 Wochen war ich soweit fit, dass ich schon wieder im Garten herumwerkeln konnte! Also nur Mut, alles halb so schlimm, man ist unglaublich schnell wieder auf den Beinen, nur die Schwäche dauert eine Weile. Meine Klappe verrichtet brav ihre Arbeit. Ich bin den Ärzten und dem Pflegeteam unendlich dankbar für die einfühlsame Aufklärung und Behandlung. Das trägt so viel zur Heilung bei! Welch ein Segen, dass wir in einer Zeit leben dürfen, wo einem so gut geholfen werden kann!

Sylvia V. (22.05.2012): Ich hatte seit ich 30 war einen Mitralklappenfehler. Im Frühjahr 2008 im Alter von 54 wurde mir von meinem Kardiologe empfohlen, die Klappe zu operieren, um eine Verschlechterung zu verhindern. Im September 2008 wurde ich im Herzzentrum Leipzig operiert (Mitralklappenrekonstruktion) mit minimalinvasiver Technik. Ich bin 9 Tage nach der Operation entlassen worden, zwar schwach und kurzatmig, aber es ging mir sonst gut. Nach einer Woche zuhause bin ich zur Reha gekommen und ab da ging es mir jeden Tag besser. Nach 6 Wochen habe ich wieder meine Arbeit aufgenommen. Ich müßte ca. 3 Monate Macula einnehmen und danach keine Tabl. mehr. Jetzt bin ich voll belastbar, kann wieder Sport treiben und bin sehr froh, dass ich mich für die Operation entschieden habe.

Hans B. aus Regensburg (22.05.2012): Ich wurde 2010 an der Uniklinik in Regensburg an der Mitralklappe (konnte wieder hergestellt werden) operiert. Aufgrund meiner sehr guten Kondition durch viel Sport, wurde ich schon am 1. Tag nach der OP auf die Normalstation verlegt und konnte z. B. schon alleine die Toilette aufsuchen. Am 7. Tag wurde ich nach Hause entlassen. Eine Reha stand nicht an. Vor der OP selbst hatte ich natürlich Angst, da es meine erste Erkrankung mit 60 Jahren überhaupt war. Nach ca. 6 Monaten war ich wieder ziemlich fit. "Vergessen" war die OP nach ca. einem Jahr. Sportlich bin ich seither allerdings etwas eingeschränkt, da ich doch auf meinen Puls achten muss. Rennradfahren (10 T-KM/Jahr) wie vor der OP geht deshalb leider nicht mehr so umfänglich.

Peter A. aus Wiesbaden (22.05.2012): Ich war zur OP-Zeit 69 Jahre alt, hatte durch ein übergroßes Herz eine erheblich undichte Aortenklappe, die nur durch eine OP repariert werden konnte. Bei dieser OP wurde mir der Brustkorb geöffnet, das Herz geöffnet und unter die noch intakte Klappe ein sogenannter Dichtring genäht. Dadurch konnte wieder eine beinahe normale Dichtigkeit erreicht werden. Daß zu meinem Glück die Klappe noch in Ordnung war, hat sich erst bei der OP herausgestellt. Bei der OP war ich ca. 24 Std. an der Herz- / Lungen-Maschine, bevor mein Herz wieder gestartet wurde. Ich war danach zwar etwas angegriffen, habe mich aber nach ein paar Tagen recht schnell von dem Eingriff erholt. Ich hatte allerdings danach ziemlich starke Herzrhythmusstörungen, so daß ich länger als 10 Tage im Krankenhaus bleiben mußte. Mit Betablockern hat man letztendlich auch dieses Problem relativ schnell in den Griff bekommen. Das Medikament mußte ich nur ein paar Monate einnehmen, danach hatte ich auch in dieser Hinsicht keine Probleme mehr. Durch die normale Funktion meiner allerdings eigenen Herzklappe mit entspr. Dichtigkeit hat sich mein Herz sehr gut erholt und ist heute wesentlich kleiner geworden als vor der OP. Ich bin heute wieder wesentlich leistungsfähiger und fühle mich, was das Herz betrifft, sehr wohl und lebensfroher. Meine Frau sagt immer wieder - daß meine Herz-OP ein Segen für unser gemeinsames Leben war. Ich kann wieder im Garten arbeiten, gehe regelmäßig in Fitnesscenter und mache mit meiner Frau ausgedehnte Spaziergänge.
Ich muß sagen, daß ich diese so notwendige OP sofort wieder vornehmen lassen würde. An Medikamenten nehme ich nur eine geringe Menge an Blutdrucktabletten und täglich eine Ass-Tablette. Sonst muß ich ja Gott sei Dank nichts nehmen, da ich noch meine eigene Herzklappe habe. Einmal jährlich gehe ich zur Ultraschalluntersuchung u. Belastungs-EKG. Ich kann jedem Menschen nur raten, sich einer Herz-OP zu unterziehen, sofern sie von den Herzspezialisten als relativ erfolgreich vorausgesagt werden kann. Ich wünsche allen Betroffenen den Mut dazu, eine erfolgreiche OP u. gute Genesung.

Andreas S. aus Karlsruhe (22.05.2012): Nachdem Ende 2005 beide Herzklappen kaputt waren (Zweiklappen-Endokarditis, bei der Aortenklappe als Nebendiagnose eine Insuffizienz III. Grades, beginnende linksventrikuläre Dilatation, Diastolische linksventrikuläre Funktionsstörung III. Grades mit restriktivem Füllungsmuster), ich die Signale leider übersah und relativ spät zum Arzt bin, wurde ich Heiligabend operiert (ein schöneres Geschenk kann man nicht erhalten). Es gab einen Satz Herzklappen, beide mechanisch. Wegen der anschließenden Ambiges musste ich noch ein paar Wochen stationär bleiben, bevor es in die Reha ging. Seitdem geht es mir bestens und selbst der Schrittmacher, der wegen des AV Blockes III eingepflanzt wurde, springt etwa 2-3 mal pro Jahr an. Insgesamt war ich 3 Monate außer Gefecht, mal mit mehr oder weniger Schmerzen (Brustkorb). An die lebenslange Marcumareinnahme und das Klickern gewöhnt man sich recht schnell. Alle 9 Monate wird nachkontrolliert, aber bisher ist alles bestens :)

Guntram F. aus Grünwald bei München (22.05.2012): Nachdem ich 2008 eine Radikal-OP wegen Prostatakrebs und gleichzeitig die OP von beiderseitigen Leistenbrüchen dazu kam, kam zu allem Übel noch ein Herzinfarkt während der OP. 2 Monate später, nach einer Untersuchung des Herzens kam die nächste OP: Herzklappe und Bypässe. Auf Grund der ausgezeichneten Arbeit des Herzchirurgen in München kam ich eigentlich relativ schnell wieder auf die Beine. Nach der Devise: Jammern gilt nicht, lebe ich heute nach den Worten meines Kardiologen, als wenn nichts gewesen wäre. Trotzdem: alle 6 Monate stehe ich beim Urologen und Kardiologen auf der Matte zur Nachsorge-Untersuchung. Das gibt mir die Sicherheit und die Freude am Leben. Ich bin heute 75.

Ergänzung: Die OP fand im Klinikum Bogenhausen bei Prof. Kemkes statt. Ich bekam eine Bio-Herzklappe (vom Wildschwein). In der Kardiologe von Prof. Hoffmann wurde ich untersucht. Ein dann einsetzender Harnstrang-Verschluss wurde mittels Leaser von Herrn Prof. Schilling "erledigt".

Jürgen S. aus Darmstadt (22.05.2012): Meine Herzklappen-OP ist mittlerweile schon fast 33 Jahre her, ich bin 1979 in der Uni Düsseldorf operiert worden, der Eingriff ist gut verlaufen, nach einem Tag auf der Intensivstation durfte ich bereits am dritten Tag kurz aufstehen und hatte keine Beschwerden, den ungewohnten Klappenton habe ich schon nach kurzer Zeit nicht mehr wahrgenommen.
Auch wenn die OP durch ein kleines Randleck nicht 100 % erfolgreich war, kann ich mich ganz normal belasten, d. h. Sport (Joggen, Volleyball etc.) stellt keine Probleme dar, auch die verringerte Blutgerinnung durch Marcumar hat mich nicht wirklich eingeschränkt, insbesondere die Selbstmessung mittels Coagucheck erleichtert ungemein. Die regelmäßigen kardiologischen Kontrollen zeigen ein unverändert positives Ergebnis.

Ursula R. aus Berlin (22.05.2012): Bin 1999 operiert worden, bekam eine neue, künstliche Aortenklappe. Nach 16 Tagen Krankenhausaufenthalt fuhr ich zur REHA nach Rüdersdorf bei Berlin. Dort wurde ich "fit" gemacht durch viele Anwendungen. Nach 3 Wochen Reha war ich noch weitere 4 Monate krankgeschrieben, danach konnte ich meine Arbeit bei Kleinkindern wieder aufnehmen. Das Wichtigste in der Reha war das Erlernen des Coagu-Chek-Gerätes, das ich zur Selbstüberprüfung des Gerinnungswertes von meiner Krankenkasse nach abgelegter Prüfung erhielt. Dadurch ließ sich der Gerinnungswert sehr gut einstellen. Glücklicherweise komme ich noch heute gut mit dem Marcumar zurecht. Jährlich gehe ich einmal zur ECHO-Untersuchung.

Horst K. aus Nürnberg (22.05.2012): Habe 2009 eine Aortenklappe bekommen, durch einen kleinen Schnitt unterhalb der Brust. Nach einer Reha im Klinikum NBG Süd ging es rapide aufwärts. Fühle mich sehr wohl, kann wieder meinen geliebten Reitsport ausüben, danke ans Klinikum Süd Nürnberg

Anita S. aus Bonn (22.05.2012): Ich schreibe für meine Schwiegermutter (74), die Mitte 2011 eine neue Aortenklappe bekam - gleichzeitig war die OP an einer Halsschlagader erforderlich. Nach heutigem Stand sind beide OPs erfolgreich und zielführend verlaufen.
Deutlicher Schicksalsschlag: Zwei Tage nach der OP wurde eine spinale Ischämie festgestellt. Heute, nach 10 Wochen neurologischer Reha und permanent dreimal wöchentlichem ambulanten Training sitzt meine Schwiegermutter im Rollstuhl, ihr wurde die Pflegestufe I bewilligt. Vor der Operation war sie fleißig mit dem Fahrrad unterwegs, zuletzt eingeschränkt leistungsfähig, deshalb die neue Aortenklappe.

Heidrun D. aus Goslar (22.05.2012): Ich bin 49 Jahre und hatte im letzten Jahr im Juni eine Herzklappen-OP in Göttingen. Es war die Folge einer angeborenen und operierten Fallotschen Tetralogie als Kind, daher war ich auf der Kinderherzstation und werde auch weiterhin von der EMAH-Ambulanz betreut. Ich bekam aufgrund einer Pulmonalklappeninsuffizienz einen Homograft und die ebenfalls insuffiziente Aortenklappe wurde rekonstruiert. Da ich mich bei dem Herzchirurgen und dem gesamten Personal sehr gut aufgehoben fühlte, ging ich sehr zuversichtlich und ohne Angst in die OP. Die OP dauerte 14 Stunden und war sehr erfolgreich. Nach 4 Tagen Intensivstation kam ich auf die Normalstation und hätte nach 12 Tagen nach Hause gehen können. Ich bin dann aber direkt von der Uniklinik in die Reha nach Bad Bevensen gegangen, was ich jeder/m unbedingt empfehlen würde. Dort wurde ich körperlich wieder fit gemacht mit Aquajogging, Ergometer, Gymnastik, Nordic Walking etc. und habe viele interessante Informationen über Herzkrankheit, Vorbeugung, gesunde Ernährung etc. bekommen. Nach dreieinhalb Wochen Reha kam ich wieder nach Hause und habe seitdem meine Ernährungsgewohnheiten und auch mein Bewegungsprogramm umgestellt, was zum Gewichtsverlust und besserem körperlichem und psychischem Wohlbefinden geführt hat. Nach einer großen Herz-OP gewähren die Krankenkassen 3 Monate Krankschreibung, bis der Brustkorb wieder belastbar ist. Danach hatte ich dann noch 4 Wochen Wiedereingliederung mit gesteigerter Stundenzahl und bin seit November wieder vollbeschäftigt. Auch die Nachuntersuchungen nach einem 1/4 und 1/2 Jahr haben bewiesen, dass die OP erfolgreich war und ich möchte jeder/m Mut machen, der sie vor sich hat. Das Wichtigste ist meiner Meinung nach, dass man sich über seine Krankheit und was bei der OP gemacht werden soll gut informiert und sich bei seinem Arzt/Krankenhaus in guten Händen fühlt.

Claudia S. aus Essen (22.05.2012): Hallo zusammen, ich (38) hatte im Oktober 2011 eine Aortendissektion Typ A und Typ B und mir wurde in einer 11-stündigen Not-OP eine künstliche Aortenklappe und ein künstlicher Aortenbogen eingesetzt. Jetzt 7 Monate nach der OP geht es mir gut. Ich kann zwar noch nicht 2 Etagen Treppen laufen ohne zu japsen, aber das wird schon. Am Schlimmsten fand ich am Anfang die Herzklappengeräusche. Jetzt nehme ich sie kaum noch war. Auch das Schlafen auf dem Rücken war furchtbar, weil ich ganz schlimme Rückenschmerzen bekam. Nach knapp 4 Monaten konnte ich wieder auf der Seite schlafen und mein Gesamtzustand verbesserte sich dadurch erheblich.
Ich kann jedem nur Mut machen. Es ist eine schwere Zeit, aber es lohnt sich. Ich habe überlebt und das gibt mir viel Mut für mein weiteres Leben. Alles Gute!!!

Johannes B. aus Ibbenbüren (22.05.2012): Ich bin mit einer 2-flügeligen Herzklappe zur Welt gekommen. Davon habe ich leider erst vor ein paar Jahren erfahren. Sie wurde undicht und meine Leistungsfähigkeit wurde immer schlechter. Das machte eine OP notwendig und, da sich der Zustand innerhalb kurzer Zeit deutlich verschlechterte, war eine ordentliche Planung nicht mehr möglich - es musste so schnell wie möglich geschehen.
Im Dezember 2009 fand die ziemlich aufwendige OP statt: ca. 4,5 Stunden. Mein Herz war durch die jahrelange Überbeanspruchung deutlich vorgeschädigt, so dass es keine "Ross-OP" wurde, wie ich gehofft hatte. Ich bekam eine Bioklappe. Verkalkungen wurden entfernt. Dadurch wurde die Reizleitung des Herzens unterbrochen und heute trage ich einen Herzschrittmacher, mit dem ich aber gut zurecht komme.
Die Zeit im Krankenhaus - wegen der möglichen Ross-OP waren es 3 Autostunden von meinem Wohnort entfernt - war für mich schlimm. Es herrschte ein hoher Krankenstand beim Pflegepersonal, da Winterzeit, und ich kam mir ein bisschen wie ein Produkt in einer Fabrik vor, das gefertigt wird. Fachlich war sicherlich alles o. k. und der Arzt, der mich operierte, gilt als Koryphäe auf seinem Gebiet. Mir fehlte aber das Menschliche - klar, auch meine Angehörigen. Ich blieb etwa drei Wochen, da die Entscheidung für den Schrittmacher erst getroffen wurde, nachdem klar war, dass ich definitiv einen sogenannten AV-Block dritten Grades hatte. Heute (bin Mitte 40) lebe ich mit einer Herzschwäche und bin offiziell schwerbehindert. Mein Herz ist nicht wieder auf "Normalgröße" geschrumpft und eiert. Meiner Arbeit kann ich glücklicherweise noch ganz gut nachkommen, habe aber deutliche Einschränkungen: körperliche Arbeit und Sport sind für mich nicht möglich. Meine Tagesstruktur beinhaltet jetzt eine gute Mittagspause, die ich brauche, um bis abends noch gut durchhalten zu können. Das Pensum hat sich verringert; dafür habe ich aber mehr Zeit mit meiner Familie, was ich genieße, und insgesamt komme ich damit ganz gut zurecht.

Mein dringender Rat an alle, die vor einer solchen OP stehen: warte nicht zu lange, besonders, wenn das Herz bereits durch die Insuffizienz vorgeschädigt ist (nicht die Notsituation abwarten, wie Joachim D. schreibt). Ich freue mich für alle, die nach der OP nicht nur ihre Leistungsfähigkeit wiedererlangen, sondern noch verbessern, was scheinbar bei vielen der Fall ist! Wenn meine OP 2 Jahre früher erfolgt wäre, stände ich heute vermutlich besser da.
Und als letztes und vielleicht wichtigstes: Beten und auf Gott (Jesus) vertrauen, haben mir in der Zeit im Krankenhaus und seither immer wieder geholfen, mit der jeweiligen Situation und meinem Leben klar zu kommen. Ohne das würde es mir heute nicht so gut gehen, da bin ich mir sicher.

Klaus H. aus Altdorf (22.05.2012): Dass die Aortenklappe undicht ist, wusste ich bereits über 30 Jahre. Im Abstand von 1 bis 3 Jahren wurde der Zustand beim Kardiologen und in der Herzambulanz überprüft. Mir ging es unverändert gut. Letztes Jahr im Juli war wieder ein Überprüfungstermin. Diesmal stellte sich heraus, dass die Aorta wohl einen kritischen Durchmesser von 50 mm oberhalb des Herzbeutels aufwies. Ende August wurde dieser Zustand durch ein CT bestätigt. Mein Kardiologe empfahl mir, sich mit einem Herzchirurgen zu unterhalten, welche Möglichkeiten bestehen. Da eine Kunststoffklappe haltbarer ist als eine biologische, entschied ich mich für diese. Der Bereich der zu weit ausgedehnten Aorta sollte ebenfalls ersetzt werden. Geplant war ein sogenanntes Conduit, soweit ich das verstanden habe, wäre das die Klappe inkl. einem Stück Rohr, an dem dann die Herzkranzgefäße angeschlossen werden sollten. Den Zeitpunkt konnte ich mir aussuchen, entweder in den nächsten Wochen oder erst in ein paar Monaten. Allerdings lebt man mit dem Wissen, dass ein Husten- oder Niesanfall dazu führen könnte, dass im Bereich der ausgedehnten Aorta sich Schichten der inneren Gefäßwand lösen oder dass die Aorta platzen könnte. So entschied ich, die OP möglichst schnell durchzuführen. Im Vorfeld war ich dann 2 Tage für Voruntersuchungen stationär. Es wurde unter anderem eine Herzkatheteruntersuchung beider Herzkammern und der Herzkranzgefäße durchgeführt. Allein dafür lasen sich die Patientenaufklärungsbögen schon recht abenteuerlich. Was ich gut fand, ich bekam diese schon vorab, so konnte ich in aller Ruhe zu Hause lesen. Die Klappen-OP fand Mitte Oktober mit Brustkorböffnung statt. Nach ca. 3,5 Stunden soll alles gut verlaufen sein. Einige Stunden später wachte ich in der Intensivstation auf. Es war mehr ein Halbschlaf ohne Zeitgefühl. Mein Chirurg erzählte mir, dass nun doch "nur" eine Klappe und erst nach den Abzweigungen der Herzkranzgefäße eine Rohrprothese eingesetzt wurde und somit die OP nicht ganz so anspruchsvoll war. Schmerzen verspürte ich keine. Allerdings konnte ich mich kaum bewegen, alles strengte unheimlich an. Es war Vollservice angesagt: Waschen, füttern, usw. die Schwestern und Pfleger waren TOP! Am nächsten Tag sollte ich mit dem Löffel essen - das ging vor lauter Zittern nicht. Also noch mal Vollservice und viel schlafen. Am 2. Tag nach der OP durfte ich im Rollstuhl sitzen, Dauer - weiß ich nicht mehr - evtl. 30 - 60 Minuten. Am 3. Tag wurde ich in die Zwischenintensiv verlegt. Auch dort war das Personal TOP! Essen funktionierte nun wieder eigenständig. Die Sitzzeiten wurden gesteigert und am 4. Tag kam ich auf Station. Dort durfte ich die ersten Schritte ums Bett mit dem Rollator absolvieren. Allerdings war ich zu diesem Zeitpunkt noch ordentlich verkabelt: Unterhalb des Brustkorbes kam noch ein Schlauch zur Ableitung von Wundsekret heraus, ein paar cm weiter ein 3-poliges Kabel mit Goldstecker - falls ein Schrittmacher oder Defi gebraucht wird, am Hals waren Zugänge für Medikamente und Katheter gelegt, am Arm ein Zugang, bei dem immer wieder Blut entnommen wurde und ein Blasenkatheter nicht zu vergessen. Es ist nicht zu glauben, aber außer etwas Juckreiz am Hals hatte ich keine Probleme damit. Leider lagerten sich ca. 7 kg Wasser im Körper ab, die aber bis zur Entlassung abgebaut werden konnten. Ab dem 5. Tag wurden es immer weniger Schläuche und die Spaziergänge mit dem Rollator erstreckten sich ab dem 6. Tag auf die ganze Station. Dann war auch der Rollator nicht mehr notwendig. Damit der Brustkorb gut zusammengehalten wurde, musste man einen elastischen Gurt (mind. 30 cm breit) um den Oberkörper wickeln und mit einem Klettverschluß verschließen. Zum Husten oder Nießen gab es zusätzlich ein rechteckiges Schaumgummikissen, das man davor mit verschränkten Armen auf den Brustkorb halten sollte. Ohne diese Aktion tat es richtig weh. Damit die Lunge trainiert wird, gab es für jeden Patienten ein Atemübungsgerät, das man mehrmals täglich verwenden sollte. Am 8. Tag nach OP durfte ich wieder nach Hause. Bis Juli hatte ich keine Tabletten nehmen müssen, jetzt hatte ich einen ganzen Cocktail: ACE-Hemmer, Betablocker, Magenschutz, Wasser und Marcumar. Nach 4 weiteren Tagen ging es zur Reha. Geradeaus laufen ging schon ganz gut, bergauf oder Treppen waren mit höchster Anstrengung sehr langsam zu bewältigen. Nach einer Woche mit vielen Anwendungen und Spaziergängen wachte ich auf und hatte Herzrhythmusstörungen. Diese waren am nächsten Tag wieder weg und haben mich seit dem verschont. Im Laufe der Reha (geplant 3 Wochen + 2 Wochen Verlängerung) wurden die Blutwerte besser und das Wasser im Herz weniger. Im Januar konnte ich die Wassertablette absetzen. Die Dosierung für ACE-Hemmer und Betablocker musste ebenfalls gesenkt werden, da mir beim Aufstehen immer kurzzeitig schwindlig wurde und sonst recht "benebelt" unterwegs war. Dann war auch erst an Autofahren zu denken. Seit dem weiß ich, gesund wird man nicht in Tagen sondern in Wochen und Monaten. Seit Mitte März arbeite ich wieder Vollzeit, gehe in die Koronargruppe des Turnvereins und 2 bis 3 mal die Woche in das Fitnesscenter bzw. betreibe Nordic Walking mit Pulsuhr. Im Juli habe ich den nächsten Termin beim Kardiologen. Ich hoffe, dass ich die Dosierungen der Medikamente noch weiter vermindern oder die eine oder andere auch ganz absetzen kann. Denn ab und zu tritt der Schwindel noch auf und Hände und Füße sind kalt. Bisher bin ich mit meiner Entscheidung, die OP durchführen zu lassen, zufrieden. Die OP war im Südklinikum Nürnberg und die Reha in Bischofsgrün im Fichtelgebirge. Überall super Menschen, die sich um einen kümmern!

Joachim D. aus Wiesbaden (21.05.2012): Als relativ junger Mensch (Ende vierzig) mit Frau und kleinen Kindern geht man relativ angespannt in eine Herzklappen-OP. Bei mir handelte es sich um einen angeborenen Herzfehler, wo die Aortenklappe nur über 2 statt 3 Segel verfügte und es hierdurch über die Jahre zu einer schweren Stenose gekommen ist. Wichtig ist das Vertrauen zum behandelnden Kardiologen. Mit ihm gemeinsam habe ich die Veränderungen an der Klappe über 2 Jahre verfolgt und schließlich dann gemeinsam den Zeitpunkt bestimmt, ab dem der unausweichliche operative Eingriff in aller Ruhe geplant werden konnte. Man sollte auf alle Fälle nicht solange warten, bis es sich um eine Akutsituation handelt!
Vor der OP habe ich mir drei gute und für Klappen-OPen prädestinierte Kliniken angesehen und mit den Ärzten aufgrund der vorliegenden Unterlagen ein Gespräch geführt. Auch hier galt für mich: Das wichtigste ist ein gutes Gefühl und das Vertrauen zum Arzt.
Ich habe mich schließlich für eine Klinik entschieden, die bekannt für Klappenrekonstruktionen ist - ich habe gehofft, man könne die stenotische Klappe ggf. in der OP "retten", indem man sie rekonstruiert, was anscheinend in einigen Fällen auch gut funktioniert. In meinem Fall musste allerdings die Klappe erneuert werden.
Bereits zu einem frühen Stadium war ich mir sicher - und wurde auch von meinem Kardiologen in meiner Auffassung gestützt - dass ich eine Bioprothese implantiert bekommen wollte und keine mechanische Klappe. Ein halbes Leben mit Marcumar wollte ich mir nicht antun. Auch wenn klar sein dürfte, dass ein erneuter Klappenersatz in ca. 15 Jahren anstehen dürfte. Aber da glaube ich dann an den medizinischen Fortschritt und die bis dahin verbesserten minimalinvasiven Eingriffsmöglichkeiten.
Die OP war mein erster stationärer Klinikaufenthalt in meinem bisherigen Leben überhaupt. Vom Vorabend der OP bis zur Entlassung war ich nur ganze 9 Tage in der Klinik. Dies zeigt, wie gut ich die OP überstanden habe - und wie gut vor allem die medizinische Versorgung der Klinik funktioniert hatte.

Also zusammenfassend meine Empfehlungen:
- möglichst in aller Ruhe in gemeinsamer Abstimmung mit dem behandelnden Kardiologen den Zeitpunkt der (unausweichlichen) OP festlegen (nicht so lange warten, bis es zu einer Notsituation kommt!), - ein, zwei oder ggf. noch eine dritte Klinik aufsuchen und dort mit dem operierenden Arzt ein Gespräch führen,
- seinem Gefühl folgen und den "Arzt seines Vertrauens" auswählen.
Ich bin sicher, dass diese Schritte wesentlich dazu beitragen, mit einem guten Gefühl in die OP zu gehen. Das ist sicherlich nicht unbedeutend für den Erfolg einer OP.

Wolfgang B. aus Hohenthann (21.05.2012): Im DHZ in München wurde mir 2005 eine mech. Herzklappe am offenen Herzen eingesetzt. Hatte vorher Eigenblutspende in zwei Sitzungen. Hatte keine Schmerzen. Lästig war anschließend das Schlafen in Rückenlage für ca. 4 Wochen und der Zimmerkollege im Krankenhaus der extrem laut geschnarcht hat. Im DHZ war ich 7 Tage, dann wurde ich nach Hause entlassen. Zur Reha war ich im Hubertushof in Bad Wiessee, sehr zu empfehlen. Hatte übrigens panische Angst vor der OP. Vorher wurden noch mehrere schlechte Zähne und die Mandeln entfernt. War beruflich ca. 4 Monate außer Gefecht. 6 Monate nach der OP habe ich wieder angefangen Tennis zu spielen. Heute mache ich wieder alles ohne Einschränkungen. Nehme täglich Marcumar und vor ärztlichen Eingriffen (Zahnarzt oder z. B. Darmspiegelung) nehme ich Amoxicillin zur Vorbeugung wegen eventuellen Bakterien. Habe seit der OP bewusst ca. 10 Kg abgenommen und gehe regelmäßig ins Fitness. Es geht mir sehr gut und ich fühle mich topfit.

Rüdiger L. (21.05.2012): Ich habe vor zweieinhalb Jahren (mit 41) eine mechanische Aortenklappe eingesetzt bekommen. Ich wurde sehr gut auf die Operation und die Reha vorbereitet. Die Operation dauerte ca. 4 Stunden. Die Betreuung im Herzzentrum war sehr gut und ich konnte das Krankenhaus nach 10 Tagen verlassen. Die anschließende Reha dauerte drei Wochen und ich wurde gut auf Marcumar und das Leben mit der Medizin und der Herzklappe eingestellt. Ca. 4 bis 6 Wochen nach der Reha habe ich langsam wieder angefangen zu arbeiten. Zum Glück hat mein Arbeitgeber das mitgemacht. Aber nach eineinhalb Jahren kam die OP mit Wucht zurück und ich stellte fest, dass ich den Eingriff noch nicht verarbeitet hatte. Aber auch hier gibt es Hilfe.

Hans-Joachim K. aus Essen (21.05.2012): Ich bin im Jahre 2011 an der Herzklappe operiert worden. Vor der OP hatte ich natürlich Angst, dieses Gefühl wich dann erst, als ich vor dem OP lag. Die Nacht nach der OP im Intensivraum war schon schlimm, schrecklicher Durst, ich durfte aber nur ein Wassereis lutschen, zuerst noch an den Händen angebunden mit dem Beatmungsschlauch ... muss ich nicht wieder haben. Aber danach hatte ich den Wunsch alleine aufzustehen und alleine zu gehen ... es klappte auch, wenn auch langsam. Und dann ging es mit Riesenschritten bergauf, ich lag kaum noch im Bett und bin zum Schrecken der Schwestern im ganzen Krankenhaus umhergelaufen. Ich bekam ein tragbares EKG-Gerät und einen Piepser, damit man mich mal zurückrufen konnte. Ich habe niemals gedacht, dass ich solch eine OP so schnell und so gut überstehe. Schlimm war nur, dass ich in der ersten Woche nur auf dem Rücken schlafen durfte ... die Schlafpillen haben wenig genutzt, bis dann nach einer Woche das OK kam, jetzt ist auch Schlafen auf der Seite erlaubt. Es war unglaublich ...

Ingrid B. aus Kempten (21.05.2012): Ich habe bereits zwei Herzklappenoperationen hinter mir, die erste bereits 1979 (Mitralkommissurotomie), die zweite 2008 - prothetischer Herzklappenersatz der Mitralklappe. Beide Operationen waren sehr unterschiedlich, die erste am schlagenden Herzen. Der Chirurg hat manuell die Herzklappe erweitert.
Nach 29 Jahren dann die künstliche Herzklappe. Da habe ich erlebt, wie sich die Medizintechnik verändert hat und fortgeschritten ist. Während ich bei der erstgenannten OP vier Monate im Krankenhaus verbrachte und danach ein Jahr arbeitsunfähig war, ging die zweite OP mit rasanter Geschwindigkeit voran.
Einen Tag vor der OP Einweisung in die Klinik, am 7. Tag nach der OP Verlegung in die REHA. Drei Wochen dort, dann nochmal 8 Wochen arbeitsunfähig, danach wieder berufstätig.
Am Abend vor der OP fand ein sehr intensives Gespräch mit dem Operateur statt, das hat mir viel Sicherheit vermittelt.
Unmittelbar nach der OP habe ich zwei Tage "abwesend" verbracht, d. h. ich habe keine Schmerzen verspürt, keinen Durst leiden müssen, als ich zu mir kam, waren die ersten schlimmen Stunden schon vergangen. Natürlich ist alles nicht so einfach, z. B. das Atmenüben. Besonders eingeprägt hat sich bei mir der Versuch, die Drähte (EKG-Kontakte) zu ziehen. Das habe ich schmerzlich in Erinnerung, sie wurden dann auch nicht gezogen, sondern abgeknippst. Dann erinnere ich mich auch noch, dass insbesondere die Nerven sehr angegriffen waren, ich war weinerlich und depressiv, habe aber bewusst gegengesteuert, denn ich wollte unbedingt gesund werden. Die eigene Einstellung ist besonders wichtig, man darf nicht nachlassen in dem Bestreben, gesund werden zu wollen.
Während der Reha habe ich mich manchmal sehr alleine gefühlt. Dort muss man ein mündiger Patient sein - und wenn man sich schwach fühlt, ist das sehr schwierig.
Aber die ganze Mühe hat sich zu 100 % gelohnt. Ich bin sehr glücklich, dass alles so gut geworden ist (ich hatte in Kenntnis der ersten OP diese Operation fünf Jahre vor mir hergeschoben).
Die Ärzte und das medizinische Personal im Deutschen Herzzentrum München waren sehr kompetent und freundlich. Für die Medizinstudenten musste ich oft herhalten, denn bei mir konnte man wohl die Herztöne wie im Lehrbuch hören bei Mitralstenose.
Hoffentlich hält der Erfolg lange an - mein Leben nach der OP ist wieder lebenswert geworden.

Dieter P. aus Northeim (21.05.2012): Ich habe vor zwei Jahren (im Juli 2010) eine künstliche Aortenklappe in Jena bekommen. 1 Woche Koma, 3 Wochen Klinikaufenthalt, 3 Wochen Anschlussheilbehandlung in der Kurpark-Klinik Heilbad Bad Heiligenstadt, 4 Wochen krank zuhause, danach wieder voll arbeitsfähig in einem Bankberuf. Alles gut überstanden. Mein Lebensalter heute 65 Jahre. Z. Zt. leichte Einschränkungen (geschätzt 20 %) bei meiner Leistungsfähigkeit.

Egon W. aus Geretsried (21.05.2012): Die OP in Großhadern in München hat fünf Stunden gedauert. Nach dem Aufwachen in der Intensiv-Station hatte ich kaum Schmerzen. Ich kann sagen, daß die OP trotzdem nicht unangenehm war. Nach neun Tagen bin ich in die Reha. In der Reha hat man mir 1 Liter Wasser aus der Lunge punktiert. War fast schmerzlos. Vielleicht störend ist, daß man nur auf dem Rücken schlafen kann. 13 Wochen nach der OP fahre ich zweimal pro Woche bis 40 km Rad.

Kurt B. aus Ludwigshafen (21.05.2012): Bei mir hatte sich eine Aortenklappenstenose relativ schnell verschlechtert und der Ersatz durch eine mechanische Aortenklappe war nötig. Das war Nov. 2007 und ich 61 Jahre alt. Bei der Gelegenheit wurden auch gleich zwei Bypässe gelegt. Natürlich ist die Operation am offenen Herzen kein Spaziergang, aber bei mir ging es schnell wieder aufwärts. Ca. 10 Tage nach der Operation konnte ich zur Reha wechseln. Nach weiteren vier Wochen war ich wieder zu Hause und weitere 8 Wochen später wieder arbeitsfähig. Weil die Operation kurz nach dem Auftreten der Stenose erfolgte, sind keine Folgeschäden am Herzen (d. h. ist keine Vergrößerung des Herzmuskels) entstanden und ich bin viel fitter als vorher. Ich habe auch die Ratschläge der Ärzte ernst genommen und treibe nun regelmäßig Sport (Im Winter wöchentlich mindestens 3x eine Stunde Ergometer und im Sommer Fahrradtouren und Gartenarbeit). Auch habe ich meine Ernährung so umgestellt, daß ich 12 kg weniger als vor der Operation wiege und das nun über Jahre. Ich habe die Herzklappen-OP als sehr nützlich empfunden und meine, man sollte sie nicht "vor sich herschieben", wenn sie denn notwendig ist.

Christina K. aus Dornhan (21.05.2012): Meine Mitralklappen-OP (biologische Herzklappe) am 24.06.2011 dauerte ca. 4 Stunden. Sie wurde minimal-invasiv von der rechten Seite aus gemacht. Der erste Tag nach der OP war der schlimmste, schlapp und wackelig. Dieser Zustand besserte sich von Tag zu Tag. Nach einer Woche wurde ich nach Hause entlassen, war dann noch 3 Wochen in der Reha. Dort war ich noch sehr schwach und konnte nicht alle Maßnahmen durchführen. Nach einem halben Jahr konnte ich alles machen, Working, Fahrrad fahren, mein Leben hat sich wieder total verbessert. Ich war in der Uniklinik Herzzentrum Leipzig. Sehr gute Betreuung durch Ärzte und Schwestern. Kann es nur weiter empfehlen. Ich bin sehr froh, dass ich die OP habe machen lassen.

Fred aus Schnitzius (21.05.2012): Nach einem Mitralklappenersatz im April 2009 hat es im direkten Anschluss an die OP (8 Std.) ca. eine Woche gedauert, bis ich mit Hilfe einer Therapeutin die ersten weiteren Schritte auf dem Krankenhausflur machen konnte. Besonders unangenehm, teilweise schmerzhaft war der geklammerte Brustkorb. Diese Beschwerden hielten mehrere Wochen an. Es kam, bzw. kommt noch heute gelegentlich zu Vorhofflattern, welches mit Medikamenten behandelt wird. Außerdem habe ich in den drei Wochen Krankenhausaufenthalt mehrere Kilo Gewicht verloren. Alles in Allem war die OP sehr anstrengend, aber mit Hilfe der Ärzte und des Pflegepersonals im Westpfalzklinikum Kaiserslautern habe ich alles gut und angstfrei überstanden.

Andreas S. aus Berlin (21.05.2012): Ich hatte mit 50 meine Mitralklappenrekonstruktion. Von der OP über den Krankenhausaufenthalt bis zur AHB war alles in Ordnung. Ich hatte nach der OP kaum Schmerzen im Brustbein, lediglich das Husten war etwas unangenehm. Ansonsten ging es mir nach der OP gut. Angst hatte ich kaum vor der OP.

Rudolf K. aus Bietigheim-Bissingen (21.05.2012): Im Frühjahr 2009 wurde die Aorten-Klappe operiert (minimal invasiver Eingriff). Biologische Klappe. Laut Aussagen meiner Familie dauerte die Operation 2 Stunden und laut Auskunft der Ärzte an meine Frau sei alles bestens gelaufen. Ich habe bis heute (toi, toi, toi) keinerlei Probleme, auch beim Zahnarzt nicht, trotz der täglichen Einnahme von ASS 100.
Nach 7 Tagen Klinik-Aufenthalt wurde ich in die Reha entlassen. Heute bin ich Mitglied einer Selbsthilfegruppe für Herzklappen-Patienten. Von dort erhalte ich die entsprechenden Informationen über meine Herzklappe. 2 Dinge sind allerdings noch erwähnenswert: 1. Die Beratung vor der Operation war nicht schlecht, aber nicht ausreichend. Das Thema Herzklappe ist sehr komplex und man braucht schon etwas Zeit um darüber nachzudenken. 2. Nach der Operation hat man viele Fragen und keiner ist da, um sie zu beantworten. Ich habe das dann für mich gelöst, indem ich der Selbsthilfegruppe für Herzklappen beigetreten bin.
Als Schlusswort möchte ich hinzufügen: Ich hatte die richtige Klinik, ich kam zum richtigen Zeitpunkt (rechtzeitig), ich hatte einen sehr guten Operateur und ein gutes Ärzteteam, mit anderen Worten: Ich habe zu 100 % Glück gehabt bis jetzt.

Sandra B. aus Bonn (21.05.2012): Hallo an alle. Ich wurde 2003 zum dritten Mal am Herzen operiert. Damals habe ich eine neue Pulmonalklappe bekommen! Ich wurde vorher 2x operiert, aber nicht an der Herzklappe! Meine Herzerkrankung heißt Fallotsche Tetralogie Pulmonalatresie! 2003 wurde ich in München operiert (vorher Sankt Augustin Kinderklinik). Ich habe eine Pulmonalklappe eine Humanklappe bekommen! Das heißt von einem Spender! Die OP an sich verlief gut, 8 Stunden waren es ungefähr! Auf der Intensivstation ging es mir die ersten 2 Tage gut, dann habe ich Fieber bekommen! Ich hatte Wasser im Herzbeutel, in der Lunge und eine beidseitige Lungenentzündung! Ich wurde für 5 Tage in ein künstliches Koma versetzt! Die Chancen standen 50:50! Ich habe es überlebt! Anschließend wollte ich keine Reha, ich wollte einfach heim! Nach 4 Wochen im Krankenhaus konnte ich endlich heim. Ohne Reha! Bei mir ist dies gut gegangen! Ich habe eine chronische Bronchitis und durch den Eingriff (der Brustkorb wurde geöffnet) konnte ich nicht abhusten! Man hätte mich absaugen müssen! Dadurch habe ich einen schlimmen Infekt bekommen! Die erste Zeit war sehr schwer, aber ich bin alles einfach langsam angegangen und habe zurück ins Leben gefunden! Es war eine schwere Zeit aber ich habe auch wieder etwas gelernt! Ich wünsche jedem, der einen Herzklappen-Eingriff hat, ganz viel Mut und Kraft!

Ingo F. (21.05.2012): Meine Herzklappen-OPs fanden in den Jahren 1966, 2001 und 2010 statt. Die erste OP empfand ich sehr schrecklich, zumal damals meine Eltern nicht zu mir durften und ich mich ziemlich allein fühlte. Meine zweite war sehr positiv, abgesehen von den Schmerzen. Die Erholungsphase dauerte auch nur ein halbes Jahr, dann war ich wieder relativ fit. Zuletzt 2010, OP ist gut verlaufen, Schmerzen wie gehabt, allerdings fühle ich mich heute noch nicht fit und habe noch Schmerzen. Liegt vielleicht am Alter.

Mit freundlichem Gruß
Ingo F.

Horst M. aus Hannover (21.05.2012): Meine zweite Mitralklappen-OP dauerte 7 Stunden. Sie wurde zweimal rekonstruiert. Das erste Mal wurde der Brustkorb geöffnet. Bei der Letzten war es eine Minimal-OP von der rechten Brustseite. Ich wurde eine Woche später nach Hause entlassen. Die Reha fand zwei Wochen später statt. Ich fühlte mich nach der OP sehr wohl und konnte nach kurzer Zeit spazieren gehen ohne Beschwerden. Ich wurde in Leipzig operiert und bin sehr zufrieden gewesen. Super Pfleger und Schwestern.

Detlef K. aus Wennigsen (20.05.2012): Das war die zweite OP. Mechanische Herzklappe. Die erste war gut. Uni Klinik Göttingen. War nach 2 Monaten wieder "Fit". Die zweite OP war zu voreilig und nicht gut. War nicht notwendig. Lunge kaputt, Blutgerinnsel hinterm Herz. Wasser ständig im Körper. Luftnot. Schlimm!!! Nun mit 59 Rentner. Nicht gut.


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(Redaktion: Dr. med. Karl Eberius)

 
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