Geschlechtsunterschiede

Herzinfarkt: Was müssen Frauen wissen?

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Herzinfarkt bei Frauen

Herzinfarkte sind keinesfalls eine ausschließliche Männerangelegenheit. Auch bei Frauen zählt dieses dramatische Ereignis in den Industrieländern zu den häufigsten Todesursachen. Allerdings gibt es im Vergleich zum männlichen Geschlecht einige Unterschiede. Oft kündigt sich der Herzinfarkt z. B. mit anderen Alarmzeichen an, worüber Frauen genau Bescheid wissen sollten, um im Notfall keine Fehler zu machen. Welche Besonderheiten bei Frauen im Einzelnen vorhanden sind, können Sie hier nachlesen.

Wenn Frauen Angst vor Krankheiten haben, dann haben sie häufig Angst vor Krebs. Vor dem Herzinfarkt wiegen sich viele dagegen in Sicherheit. Denn Herzinfarkte werden häufig als Männersache angesehen. In Wirklichkeit sind bei Frauen in Deutschland jedoch nicht Krebserkrankungen die führende Todesursache, sondern bereits seit dem Jahr 2002 Herzinfarkte und Schlaganfälle. Während bei Männern die Rate an Todesfällen aufgrund von Herz-Kreislauf-Erkrankungen kontinuierlich abnimmt, sinkt sie bei Frauen weniger und steigt sogar zwischen dem 40. und 55. Lebensjahr an, was nicht zuletzt darauf zurückgeführt wird, dass immer mehr Frauen rauchen.

Kurzatmigkeit, Beschwerden im Oberbauch, Übelkeit …

Unterschiede existieren auch bei den Symptomen des Herzinfarkts. Neben den klassischen Erkennungszeichen wie etwa Schmerzen im Brustraum, die in verschiedene Körperregionen ausstrahlen können (z. B. in die Arme, den Oberbauch, zwischen die Schulterblätter in den Rücken oder in den Hals und Kiefer), machen sich Herzinfarkte bei Frauen im Vergleich zu Männern häufiger mit so genannten unspezifischen Symptomen bemerkbar – z. B. mit starker Kurzatmigkeit, Übelkeit, Erbrechen oder auch mit Beschwerden im Oberbauch. Insbesondere wenn solche Zeichen in zuvor noch nicht gekannter Heftigkeit auftreten, ist es daher wichtig, auch an einen Herzinfarkt zu denken.

Bei Frauen oft ein Druckgefühl statt starker Schmerzen

Eine weitere Besonderheit betrifft bei Frauen die Symptome im Brustbereich. Statt starker Schmerzen handelt es sich dabei im Vergleich zu Männern deutlich häufiger um ein Druck- oder Engegefühl, das aber mindestens genauso ernst genommen werden muss. Denn jeder Herzinfarkt – unabhängig von der Art der Beschwerden – kann jederzeit und ohne weitere Vorankündigung einen plötzlichen Herzstillstand verursachen. Beim geringsten Hinweis auf einen Herzinfarkt ist daher umgehend die 112 zu wählen.

Hormon-Tabletten: kein Schutz vor Herzinfarkten!

Bedeutende Unterschiede bestehen zwischen den Geschlechtern auch beim Alter, in dem Herzinfarkte typischerweise auftreten. So sind Frauen bis zu den Wechseljahren vergleichsweise gut vor diesem dramatischen Ereignis geschützt. Parallel zum Nachlassen der Hormonproduktion nimmt der Schutz jedoch ab, weshalb die koronare Herzkrankheit bei Frauen erst ab einem Alter von etwa 60 Jahren vermehrt auftritt, während Männer häufig schon deutlich früher betroffen sind.


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Trotz der nachlassenden Hormonproduktion in den Wechseljahren und der zeitgleich stattfindenden Herzinfarkt-Zunahme, wird heute jedoch ganz klar von einer Hormonbehandlung zum Schutz vor Herzinfarkten abgeraten. Denn in umfangreichen Studien hat die Hormongabe – aus welchen Gründen auch immer – keine Verringerung der Herzinfarktrate bewirkt.

Individuelle Nutzen-Risiko-Analyse durchführen

Außerdem zeigte sich unter der Hormoneinnahme ein Anstieg des Brustkrebsrisikos. Aus diesen Gründen kann somit der Neubeginn einer Hormonbehandlung mit dem ausschließlichen Ziel des Schutzes vor einem Herzinfarkt oder einem Schlaganfall derzeit nicht empfohlen werden. Leidet eine Frau jedoch unter starken klimaterischen Symptomen bedingt durch die Wechseljahre, sollte eine individuelle Nutzen-Risiko-Analyse durchgeführt werden und die therapeutischen Möglichkeiten ausführlich besprochen werden.

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Was Frauen tun können, um ihr Herzinfarkt-Risiko
wirkungsvoll zu senken, und welche weiteren Besonderheiten aus weiblicher Sicht zu beachten sind, wird ausführlich in dem neuen Sonderdruck "Was ist bei Frauen anders?" beschrieben, der von renommierten Herzexperten verfasst wurde und den sich Mitglieder mit ihrem Passwort kostenlos hier im geschützten Mitglieder-Bereich der Deutschen Herzstiftung herunterladen können:

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Die Autoren des Sonderdrucks sind Prof. Dr. med. Annette Geibel-Zehender und Prof. Dr. med. Christoph Bode von der Inneren Medizin III – Kardiologie und Angiologie – des Universitätsklinikums Freiburg.

(Redaktion: Dr. med. Karl Eberius)

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Bislang 64 Kommentare zu diesem Herzstiftungs-Beitrag

Waltraud S. aus Hanau (06.06.2016): Ich hatte im August 2010 einen Hinterwandinfarkt, mir ging es 1 Woche sehr schlecht. War mehrere Male bei meiner Hausärztin, mehrere EKG gemacht, aber nichts gefunden, bis ich gesagt habe, ich kann nicht mehr. Hat dann einen Sanka bestellt, und ich kam in die Notaufnahme. Man hat dann leider nichts festgestellt. Zum Glück kam dann ein Notfallarzt und ließ nochmals die Blutwerte untersuchen und stellte fest, daß der Troponinwert erhöht war. Dann bekam ich einen Stent, welcher 3 Monate später wieder zu 50 % verschlossen war. Im August 2014 war ich beim Kardiologen zur Untersuchung, da es mir nicht gut ging, er erklärte mir, es sei alles in Ordnung, ich sagte nein, ich habe die gleichen Beschwerden wie bei meinem Infarkt. Er fragte dann, soll ich Ihnen einen Einweisung für die Klinik geben, und ich sagte ja. Es war wieder einer neuer Stent fällig.

Simone S. aus Zossen (13.04.2016): Aus eigener Erfahrung weiß ich, leider, dass die Sensibilisierung auf die Symptome bei Herzinfarkt/Frauen bei Rettungssanitätern im Bereich Zossen zu wünschen übrig lässt ... Noch schlimmer: bei einem Hinterwandinfarkt, Frau, 47. Vielen Dank Fr. Jechow (Assistenzärztin), die meinen Troponin-Wert checkte und die signifikante Erhöhung bemerkte! Endlich! Beschwerden hatte ich seit 5/2015...

Elisabeth R. aus Weiden (26.03.2016): Kann dem, was hier zu lesen ist, zu 100 % zustimmen. Habe genau diese Erfahrungen gemacht: Kurzatmigkeit, Schmerzen in Arm und Schulter sowie im Kiefer. Vorher ging eine irre Gewichtszunahme (nur im Bauchbereich - war nie meine Problemzone), obwohl ich mein Essverhalten nicht geändert hatte. Mein Hausarzt hat den Infarkt nicht erkannt, bin dann, weil ich mich so elend fühlte, direkt zum Kardiologen und kam von da sofort in die Klinik. Ich war damals 52 Jahre alt.

Margrit B. aus Eningen (20.03.2016): Ich bin beeindruckt, was ich alles an Informationen erfahren konnte. Danke.

Patricia Z. aus Hannover (19.11.2015): Sehr guter Artikel, vor allem mit dem Hinweis, auch auf "andere" als nur die typischen Symptome zu achten. Trotzdem meine Bitte: dringend mehr Aufklärungsarbeit speziell für junge Frauen... Ich selbst hatte vor 1 1/2 Jahren einen schweren Vorderwandinfarkt, musste reanimiert werden und bekam einen Stent, mit gerade mal 31 Jahren! Spontane koronare Arteriendissektionen (SCAD) kommen leider viel zu häufig bei jungen Frauen (aber auch Männern) vor, und ich finde es sehr wichtig, Betroffenen, Angehörigen als auch medizinischem Fachpersonal eine größere Plattform zu geben. In Amerika und England gibt es sogar schon Kliniken/Ärzte, die sich darauf spezialisieren und intensiv forschen, hier in Deutschland ist leider kaum bis gar nichts zu finden. Deshalb unbedingt weiter Aufklärung schaffen und Symptome und Risiken immer wieder in den Vordergrund bringen. Danke.

Brigitte Luise H. aus Burgdorf (01.11.2015): Ich hatte einen drohenden Hinterwand-Infarkt und habe 2 Stents am Herzen bekommen. Ich hatte Glück!! Habe rechtzeitig den Notarzt gerufen. Meine Symptome waren starke, ziehende Schmerzen im oberen Innenarm!!

B. S. (20.04.2015): Seit ungefähr 3-4 Jahren habe ich die von Ihnen beschriebenen Schmerzen in sehr starker Form: Die Schmerzen fangen im Rücken an (eine sich angeblich versteifende Wirbelsäule), ziehen ringförmig nach vorne und dann die Rippen mittig hoch bis ca. zur Schilddrüse. Noch keiner ist bisher auf die Idee gekommen, dass es sich evtl. um das Herz handeln könnte. Ich werde jetzt kurzfristig nochmal zum Arzt gehen und auf entsprechender Abklärung bestehen!

K. aus Weidenberg (14.02.2015): Ich hatte bereits ähnliche Symptome, mein Kardiologe meinte jedoch nach der Untersuchung, dass es Auswirkungen von meinem Asthma-Bronchiale sind.

van V. aus Reutlingen (22.01.2015): Ich finde ihre Frühwarnung sehr gut.

Maria aus Ansbach (17.12.2014): Leider kann ich auch nur bestätigen, dass es nach wie vor Ärzte gibt, die die geschilderten Beschwerden nicht ernst nehmen. Nach etwa 7 Wochen Beschwerden in der Herzgegend ging ich zu meiner Hausärztin, aber erst als mich mein Internist auf mein Drängen hin zum Kardiologen überwies, wurde die Ursache diagnostiziert: Mitralklappeninsuffizienz. Dazu sage ich, jeder kennt seinen eigenen Körper am besten und merkt, wenn etwas sich verändert hat. Ein guter Arzt geht einfühlsam auf den Patienten ein, hinterfragt seine Beschwerden und nimmt ihn ernst. Nur so kann Schlimmeres verhindert werden.

G. H. aus Waldems (25.11.2014): Ja, die Seite war sehr hilfreich. Vielen Dank.

Uwe F. aus Frankfurt am Main (09.11.2014): Als Vorsitzender der AWO Innenstadt in Frankfurt am Main: 80% der Mitglieder sind weiblich. Wenn man (frau) nicht mal mehr in den ersten Stock kommt, dann hat man halt Luftnot. Für mich wäre es paradox deshalb zum Gynäkologen zu gehen. Meine Erfahrung ist, dass Frauen Herzkrankheiten fälschlicherweise oft für Männerkrankheiten halten. Ein oftmals fataler Fehler.

Angelika M. aus Papenburg (29.07.2014): Ich hatte am 01.04.14 einen Herzinfarkt. Meine Symptome waren typisch- starke Brustschmerzen, Luftnot, kalte Schweißausbrüche, Schmerzen in den Schultern und Armen. Bin dann zur Notaufnahme gefahren und das Standardprogramm wurde runtergefahren- mit einem Herzinfarkt hätte ich nicht gerechnet. Ich bin nun erst auf die Herzstiftung gestoßen und froh, dass es diese gibt, denn zur Aufklärung fehlt dann den Ärzten doch die Zeit.

Lydia Gerspach aus Wehr (23.06.2014): Information ist wichtiger denn je. Vorbeugen durch Wissen ist absolut angesagt.

Ohne Namen (21.06.2014): Ich bin junge 20 Jahre alt und fühle mich total schlapp, es begann mit unkontrollierter Müdigkeit, häufigem Erbrechen, Stechen bei jedem Herzschlag, was sich langsam in Druck verwandelt hat, mein Haus hat 4 Stockwerke, die mich jedes Mal außer Atem lassen. Da frag ich mich wirklich, was denn mit mir los ist?! Ich bin total glücklich, frisch verheiratet, nach Italien gezogen und dann fühl ich mich gesundheitlich so schlecht :( Ich kann hier den Ärzten nicht so wirklich erklären, was meine Symptome sind, die Sprache beherrsche ich nicht so gut und plötzlich stoße ich auf diesen Artikel und mache mir doch etwas sorgen.

Judith aus Oberbayern (28.05.2014): Fand diese Infos sehr hilfreich. Hatten gestern Druck im linken Brustkorb, der bis in den linken Hirnhälftenbereich führte. Auch waren einfache Steigungen, z. B. die Treppen sehr anstrengend und ich hatte den ganzen Vormittag Luftnot. Sollte mir so etwas heute nochmal passieren, hole ich sofort den Notarzt.
Zur Ursache: Ernähre mich viel zu ungesund, Süßigkeiten und sehr viel tierische Fette standen in letzter Zeit sehr häufig auf meinem Speiseplan. Auch für Sport war ich eher unmotiviert. Jetzt habe ich echt Angst, dass ich mit gerade einmal 20 Jahren einen Herzinfarkt bekommen könnte und werde nach den Anzeichen gestern meine Ernährung sofort umstellen, um Schlimmeres hoffentlich noch zu verhindern. Vielen dank für diese Seite.

I. H. aus Berlin (08.05.2014): Ich bin schlank, sportlich, ernähre mich gesund, rauche seit 26 Jahren nicht mehr, hatte erhöhten Blutdruck, der behandelt wurde, und trotzdem hat es mich erwischt. Erst ein Brennen hinter dem Brustbein (dachte auch an zu viel Magensäure), dann Luftnot bei kleinen Steigungen (was ich gar nicht kannte). Endresultat: Herzinfarkt (2 Stents, einer kommt noch), zum Glück noch mit genug Leistungsvermögen. Erhalte jetzt viele Pillen (vorher hatte ich nur 1 Losartan), die mich sehr müde machen, da ich Tabletten in diesem Umfang gar nicht gewöhnt bin. Mein Sport fehlt mir z.Zt. sehr, ich soll nur spazieren gehen bis zum nächsten Termin. Natürlich kreisen die Gedanken, aber ich will mich nicht runterziehen lassen. Mein Mann ist da eine große Hilfe, der mich immer wieder aufbaut. Die Informationen der Herzstiftung sind sehr gut, aber ich muss mich erst einmal richtig durcharbeiten.

Anya Brandes aus Berlin (04.05.2014): Ich selbst bin eine betroffene Frau im Alter von 48 Jahren und die Wechseljahre stehen mir noch bevor.

Gabriele aus Krems (25.03.2014): Ich bin verunsichert, was die unspezifischen Symptome betrifft. Wie unterscheidet sich eine Magen-Darm-Grippe (Übelkeit, Erbrechen, Schweißausbruch) von unspezifischen Symptomen eines Herzinfarktes?

Antwort der Deutschen Herzstiftung: Vielen Dank für Ihren Kommentar. Für Fragen zu diesem Thema können Sie am einfachsten die » Sprechstunde der Herzstiftung nutzen, da unsere Herzexperten an dieser Stelle keine Nachfragen beantworten können. Alles Gute und herzliche Grüße! Ihre Deutsche Herzstiftung

Hafsa aus Kassel (22.02.2014): Ich (22) leide unter Panikattacken. Meist, wenn ich die Panikattacken bekomme, hab ich immer das Gefühl, dass jederzeit mein Herz still bleibt. Um mein Gewissen zu beruhigen, helfen mir solche Seiten sehr! Jetzt kenne ich die Symptome und falls ich wieder meine Panikattacken bekomme, kann ich dann besser darauf achten. Danke sehr!

Sarah aus Berlin (28.01.2014): Ich bin neulich erst 18 geworden und ein Arbeitskollege meinte, nachdem ich ihm ein paar Symptome geschildert hatte, es seien Anzeichen eines Herzinfarkts. Nachdem ich mir die Seite durchgelesen habe, bin ich mir sicher, dass es einer ist. Die Symptome habe ich fast alle schon seit Monaten mindestens ein Mal gehabt. Ich geh morgen sofort zum Arzt.

Corina aus Westerwald (23.01.2014): Der Artikel vermittelt schon Informationen, die einen zum Nachdenken anregen. Da ich eine der Betroffenen bin, die Narkolepsie (Schlafanfälle) mit Kataplexie hat, ist es für mich sehr wichtig mich zu informieren und versuchen vorzubeugen.

Sonja P. aus Langelsheim (12.01.2014): Ich kann dem Beitrag nur beipflichten, denn ich selbst hatte auch schon mit 42 Jahren einen Herzinfarkt. Die Anzeichen waren das Druckgefühl, Schwindel, Luftbeschwerden. Das Angstgefühl sehr groß. Mein Ehemann hatte damals sofort reagiert und den Notruf abgesetzt. Auch heute habe ich immer wieder Angst einen Rückfall zu bekommen, da ich viel Stress in meinen Arbeiten habe.

Kate aus Bonn (02.01.2014): Ich bin heute aus der Uniklinik entlassen worden. War dort über 3 Tage. Bin heute auf den Kopf gestellt worden. Mit Herzultraschall, Stress-Echokardiographie, auch Dobutamin-Stress-Echokardiographie (Gott, war das schrecklich!). Bin in die Klinik, da ich mittags auf der Arbeit typische Symptome eines Herzinfarktes hatte. Heftiger Schmerz und Druck im Herzbereich, ausstrahlend in den li. Arm, Schwindel, Ohrrauschen, Gefühl, als sei mein Kopf in Watte eingepackt, Kribbeln in der li. Gesichtshälfte, Kurzatmigkeit und "schwammige" Knie, sowie hohen Blutdruck. Zuhause hingelegt und etwas geschlafen. Am Abend ab ins Notfallzentrum der Uniklinik, da Schmerz anhielt. Blutabnahmen, EKG, Pulsmessung, Blutdruckmessung. Konnten dort nichts finden. Nur der Puls war über 2 Tage ziemlich niedrig, meist bei 55 anstatt normal ab 70. Wurde jetzt dort entlassen mit dem Rat zum Kardiologen zum Langzeit-EKG und Langzeit-Blutdruckmessung zu gehen. Im Klinikum wurde mir gesagt, dass nix Außergewöhnliches gefunden werden konnte, außer der niedrige Puls. Es wird ja immer mit der Aussage „Vielleicht ist es eine Rückenblockade“ abgetan, aber hat man da Ohrrauschen, Schwindel, den Kopf "in Watte gepackt" und "Pudding in den Knien"? Denke mal eher nicht :-( Ich weiß nicht weiter. Hab Angst, dass es wirklich ein Infarkt war und es nicht erkannt wird.

Bea aus Nürnberg (17.11.2013): Ich bin 33, habe seit Freitag einen starken Druck im Brustkorb-Bereich. Ich wurde sehr rot und nun nach dem Druck habe ich ab und zu einen Schmerz auf der linken Seite und mein linker Arm tut mir weh. Ich habe keine Kräfte. Hinzukommt noch, dass ich Schmerzen unterhalb der Brust habe, so im Bauch-Bereich. Kann das ein Herzinfarkt sein?

Antwort der Deutschen Herzstiftung: Vielen Dank für Ihren Beitrag. Bitte beachten Sie, dass wir an dieser Stelle keine Hinweise zu Notfällen geben können. Wenn es sich bei Ihnen daher um einen Notfall handelt, bitte die Notrufnummer 112 wählen. Für sonstige medizinische Fragen bietet die Deutsche Herzstiftung eine » Online-Sprechstunde an, die Sie mit einem Klick auf den Link erreichen können.
Mit herzlichen Grüßen!
Ihre Deutsche Herzstiftung

Sandra S. aus Wuppertal (17.11.2013): ich bin erst 40 Jahre alt und erlitt letztes Jahr einen schweren Herzinfarkt. Voranzeichen hatte ich zu genüge, doch die Ärzte schickten mich immer wieder nach Hause. Antwort: Rückenleiden ... ich habe einen Stent bekommen, und vor 2 Wochen den 2 Stent, wieder 90 % verschlossen. Bitte auch darauf aufmerksam machen, dass junge Leute betroffen sind. Meine 16-jährige Tochter hat auch eine Gefäßerkrankung. Ich habe es ihr vererbt.

Petra P. aus Bielefeld-Brackwede (04.11.2013): Diese Seite hat mir das Leben gerettet! Danke!

Sussi aus Frankfurt (03.11.2013): Ich habe seit gestern Stiche auf der linken Seite und schon seit längerem Druck im Brust-Bereich ... rauche seit zwanzig Jahren und hab einen stressigen Job. Geh aber nicht oft zum Arzt ... wollte nur wissen, ob die Stiche auch eine Anzeichen sein können.

Margit aus Ochsenfurt (01.07.2013): Ich hatte vor einer Woche einen messerstichartigen Schmerz zwischen den Schulterblättern, dann ein Dröhnen im Kopf, rauschen in den Ohren, Todesangst, Übelkeit, kalten Schweiß und Durchfall. Gottseidank konnte ich zu meiner Freundin, die 100 Meter entfernt von mir wohnt. Dort lag ich von 11 bis ca. 17 Uhr auf der Couch und dachte, es geht wieder. Sie hat mich dann nach Hause gefahren, kaum in der Wohnung ... ich hatte mich gebückt, um den Teller von meinem Hund aufzuheben, fing alles von vorne an. Und noch viel schlimmer als vorher. Ich bekam Gänsehaut, Schüttelfrost und mir war todschlecht, konnte mich nur noch hinlegen und meine Freundin wieder anrufen. Sie hat mich dann mit ihrem Mann wieder zu sich geholt (hatten Hausschlüssel), dann Notarzt gerufen, Blutdruck 245/145, Puls 140. Ins Krankenhaus wollte ich nicht, mein Partner hatte vor 2 Wochen einen Herzinfarkt, bekam einen Stent und ist jetzt auf REHA, habe noch eine Tochter mit 16 und einen Hund mit 6 Jahren, musste Metoprolol 95 mg nehmen und sollte am nächsten Morgen zum Hausarzt. War ich auch - Blutdruck geht nicht runter, nehme jetzt morgens Metoprolol 95 mg und abends Ramipril 10 mg, mittags ASS 100 mg, Blutdruck vor einer halben Stunde 175/118, Puls 67. EKG war in Ordnung. Aber die Angst bleibt, daß wieder sowas kommt, sowas würde ich nicht mal meinem Todfeind wünschen (obwohl ich gar keine Todfeinde habe), vielleicht kann mir irgendjemand einen Rat geben, bin selbst PTA, aber komme in meinem Fall gar nicht mehr weiter und habe wie schon gesagt panische Angst, daß mir sowas wieder passiert.

Gerhardine K. aus Krummhörn (20.06.2013): Ich hatte vor 5 Wochen Schmerzen zwischen den Schulterblättern und dachte natürlich nicht an einen Herzinfarkt. Nach einem EKG bin ich sofort mit Notsignal und Begleitung eines Notarztes ins Krankenhaus gefahren worden. Dort habe ich dann einen Stent gesetzt bekommen. Jetzt geht es mir langsam besser. Also, liebe Frauen, nehmt solche Schmerzen nicht auf die leichte Schulter. LG

Sandra L. aus Adendorf (15.06.2013): Fur mich war das sehr wichtig.

Karola aus Berlin (09.06.2013): Heiligabend 2012 bekam ich starke brennende Schmerzen unterm Brustbein, die sich bei Bewegung verstärkten und sich hoch bis in den Bereich der Bronchien, in beide Arme bis in die Hände und den Unterkiefer zogen. Im Januar wurde ich von einer Internistin krankgeschrieben auf Ösophagitis. EKG und Blutentnahme erfolgten nicht. Ich trank kannenweise Fencheltee; denn ich hatte ja angeblich eine Magenkrankheit. Die Symptome blieben, verringerten sich jedoch bei Ruhe. Einen Termin zur Gastroskopie bekam ich für Ende Februar. Derart lange Terminvergaben bei Akutschmerzen finde ich dem Patienten gegenüber schon sehr verantwortungslos. Am 23.02.13 war ich mit meinen Kolleginnen beim Bowling. (Absoluter Tabusport für Infarktpatienten ... oh oh oh) aber das wusste ich ja nicht. Im Laufe des Abends bekam ich wieder die "Magenschmerzen", und dann ging alles ganz schnell. Mir wurde schwarz vor Augen, sehr starker kalter Schweiß. Meine Kolleginnen riefen sofort die 112 an. Es ging mit Blaulicht ins Krankenhaus. Schwerer Herzhinterwandinfarkt, zwischenzeitlich 4 Stents (Ende noch offen).
Es ging im letzten Moment nochmal gut und dafür danke ich den Ärzten Knauer, Bieringer und Lange im Helios-Klinikum Berlin-Buch und selbstverständlich auch meinen Kolleginnen, die so super reagiert haben.
Danke, Danke, Danke!

D. P. aus Stuttgart (31.05.2013): An V. S. aus Augsburg: Es gibt 2 gute Gründe, die 112 ohne Bedenken zu wählen. Erstens und das wurde in diesem Artikel einmal mehr bestätigt, sind die Symptome bei Frauen schwerer zu deuten und gehören daher schnellstens untersucht und zum anderen ist es immer noch besser einmal zu viel den Notruf zu wählen als einmal zu wenig. Niemand wird Ihnen Vorwürfe machen, wenn Sie aus Sorge vor einem Herzinfarkt die 112 wählen und "geschimpft" bekommen Sie auch nicht. Wenn Sie etwas lernen sollten, dann dies: Verlieren Sie schnell die Hemmung die 112 zu wählen, wenn Sie befürchten, dass Sie in akuter gesundheitlicher Gefahr sind.

V. S. aus Augsburg (28.01.2013): Danke für den Bericht! Leider ist aber die Realität sehr weit entfernt von dem, was sein soll. Ich bin erst 35. Habe aber seit ca. 1 Woche immer wieder Druck im Herzbereich, ziehende Schmerzen, die in die Oberarme oder bis zum Ohr gehen. In solchen Momenten wird mir sehr schwindlig. Die Schmerzen bekomme ich abends ... Dazu kann ich nur sagen, dass ich in der letzte Zeit sehr viele Probleme habe und deswegen sehr aufgeregt bin. Ich habe mich nicht getraut die 112 anzurufen, weil ich Angst habe, dass wenn es doch kein Herzproblem ist - werde ich wieder von den Ärzten "geschimpft", dass ich die "umsonst" gerufen habe ... Wollte in die Notaufnahme fahren ... habe aber vorher angerufen, um mit einem Arzt zu sprächen. Der hat nur gesagt, dass es kein Sinn macht in die Notaufnahme zu fahren, dass ich die 112 anrufen soll ... habe mich wieder nicht getraut ... habe wieder gedacht - wenn ich bis in der Früh nicht sterbe - fahre ich zu einem Kardiologe ... Am nächsten Tag habe mich besser gefühlt, deswegen habe nichts unternommen ... Ein paar Tage später abends schon wieder die gleichen Schmerzen und Schwindelgefühle. Habe mich auf das Sofa gelegt und gewartet, bis es vergeht ... Heute Nacht habe aber kaum geschlafen und in der Früh habe ich die Suche nach einem Kardiologe gestartet ... Habe ALLE Kardiologen in der Stadt und Umgebung angerufen ... habe gesagt, dass ich Schmerzen habe ... keiner hat mir einen Termin früher als in 3 WOCHEN vorgeschlagen ... Dann habe ich bei den Kliniken versucht ... Gleiches Resultat: Ich muss ein Termin ausmachen und bis zu einem MONAT! warten. Also es hat keinen interessiert, dass ich die Schmerzen und Beschwerden JETZT habe ... Ein Termin für HEUTE habe ich am Ende nur bei meinem Hausarzt für heute Abend bekommen! Was ich daraus gelernt habe: Du muss zuerst sterben, bis du eine Behandlung kriegst!

Sandra aus Lehrte (23.01.2013): Ich leide seit Jahren an einer Herzphobie. Immer wieder Angst einen Infarkt zu haben, sobald etwas weh tut. Ich bin 37. Ich kann doch nicht bei jedem Symptom zum Arzt rennen :-( Meine Tante hat einen Herzfehler, meine Oma 2 oder 3 Infarkte und meine Mutter hatte irgendwas, wo das Herz anfängt zu rasen. Denke mal daher kommt die Angst!

B. S. aus Garbsen (06.09.2012): Hatte vor 3 Jahren 2 Schlaganfälle aufgrund meines malignen Hypertonus. Trotz jeglicher Hochdosierung und Einsetzung eines Carotisschrittmachers hat sich nichts geändert. Ich bin ständig mit Hochdruckspitzen und starker Luftnot im Krankenhaus! Ich muss dazusagen, dass ich Asthmatiker im dritten Stadium bin. Bei mir hat sich jetzt ein Asthma Cardiale entwickelt und ich muss sehr stark auf mich aufpassen, achte sehr auf mich und lebe viel gesünder!! Immer wieder, wenn man dann im Krankenhaus abgeschoben ist, glaubt man, dass es das jetzt war, weil es einem ja unsagbar schlecht geht, doch die Ärzte schweigen sich teilweise so aus, dass man das Vertrauen verlieren kann! Irgendwann wurde mal ganz nebenbei erwähnt, dass die Herzenzyme erhöht sind und dann war es das. Ich habe Glück gehabt, dass ich gute Ärzte habe, denn sonst würde ich heute nicht mehr leben! Chayenne

L. B. aus Friedrichshafen (06.07.2012): Ich kam vorgestern direkt aus der Praxis mit Notarzt ins KH. Grund: Verdacht auf Herzinfarkt. Blutwerte schlecht, EKG o.k. Die Woche zuvor bis zu 130! Stück Hitzewallungen mit regelrecht triefendem Schweiß, Enge im Brustkorb, Kurzatmigkeit. Im KH ist alles gut? Außer der PAH pulmonale arterielle Hypertonie. Gestern Abend entlassen. Druck ist da, nach wie vor, Kurzatmigkeit auch, Stechen im Hals, im linken Arm auch ... aber macht ja nichts. "In Ihrem Alter" - ich bin 53, bekam vor 7 J. die Gebärmutter entfernt - "muss man auch mit ähnlichen Beschwerden wegen der beginnenden Menopause rechnen." Danke fürs Gespräch!! Soviel zum Ernstnehmen von Symptomen ... und nun? Einbilden tu ich mir das alles nicht, es IST REAL!

Christine U. aus Neuzeug, Österreich (03.07.2012): Mein Infarkt kündigte sich über Wochen an - und mein Hausarzt und ich haben es nicht erkannt. Auffällig waren Müdigkeit und Erschöpfung, und am Anfang kurze wellenartige Schmerzen im Brustbereich (dachte an Magenschmerzen), Bronchitis war bereits Angina Pectoris - und dann hielten die Schmerzen die ganze Nacht an - und Tage später wurde der Infarkt erkannt, 4 Stents gehören jetzt zu meinem Leben. Ich verdanke Ärzten mein Leben und meine Dankbarkeit zeigt sich so: Ich habe sofort zu rauchen aufgehört, denn ich würde mich in Grund und Boden schämen noch einmal mein Herz wegen Rauchen zu riskieren, ich trainiere und belaste mein Herz täglich Minimum 30 Minuten sportlich, ich esse bewusst Mittelmeer-Diät, d. h. viel Obst und Gemüse, vor allem Tomaten und ich versuche mich wenig zu belasten, was mir jedoch richtig schwer fällt, da ich meine an Alzheimer erkrankte Mutter pflege. Aber auch hier werde ich dazu lernen - Danke nochmals an Ärzte und solche Seiten im Netz, die Aufklärung bieten - Vergelts Gott für mein neu geschenktes Leben.

Monika L. aus Meckenheim (17.05.2012): Bin mit den Ergebnissen sehr zufrieden, da ich vor 5 Wochen selber einen Infarkt hatte (Stand bekommen) und bei mir einige Symptome auftraten. Mir aber vor Ort gleich geholfen wurde.

Bianca Heigl aus Straubing (13.05.2012): Wurde sehr ausführlich beschrieben.

Lilo H. aus Bremen (11.05.2012): Nachdem ich von zwei Ärzten (in einer Gemeinschaftspraxis) nacheinander auf Magenschmerzen behandelt wurde, ließ mich der Arzt meines Mannes (nach einem EKG und einer Blutuntersuchung) sofort mit Blaulicht ins Krankenhaus (Herzkatheter-Zentrum) bringen, mit dem Ergebnis, daß ich nun mit 5 Stents lebe - aber das sehr gut ;-)

Sabine D. aus Wolfsburg (31.03.2012): Die Information hat mir sehr geholfen. Habe aber noch eine Frage. Bin 63 Jahre, wiege 69 kg bei einer Größe von 158 cm. Wie viel Kalorien darf ich täglich essen. Das Kochbuch über Mediterrane Küche habe ich mir gekauft, ist sehr gut. Vielen Dank

Antwort der Deutschen Herzstiftung: Vielen Dank für Ihren Kommentar. Für Fragen zu diesem Thema können Sie am einfachsten die » Sprechstunde der Herzstiftung nutzen, da unsere Herzexperten an dieser Stelle keine Nachfragen beantworten können. Alles Gute und herzliche Grüße! Ihre Deutsche Herzstiftung

Ruth A. aus Basel (16.03.2012): Ich hatte vor einem Monat einen Herzinfarkt 3. Grades. Bin 55 und habe nie mit sowas gerechnet. Fühle mich wieder einigermassen fit, aber es wird noch eine Weile dauern, bis ich das verkraftet habe. Schön, dass Sie diese Seite haben.

Sandra aus Neuendorf (12.03.2012): Seit ca. einem Jahr hatte ich immer wieder Schmerzen im rechten Brustbereich, ab und zu Schwindel und Kopfschmerzen. Da ich kein großer Arztgänger bin, habe ich versucht mir etwas Ruhe zu gönnen und nach einer Weile ging es auch wieder. Und hinzu kommt ja auch der berufliche und private Stress, den man hat. Als es immer schlimmer wurde und ich Atemnot bekam, derzeit war ich auch psychisch angeschlagen, wies er mich sofort in die Klinik ein. 2 Monate Ruhepause. Nur für mich als Arbeitstier, war es schrecklich und sogar der Arzt hat mir absolutes Arbeitsverbot erteilt. Herzrhythmusstörung und Bluthochdruck. Nun muss ich Medikamente einnehmen und so ganz langsam kann ich wieder anfangen etwas zu tun. Aber eines weiß ich, nochmal so lange warten und nicht zum Arzt zu gehen, das werde ich wohl nicht mehr machen. Obwohl es mir schwer fällt kürzer zu treten, bleibt mir nichts anderes übrig. Ich möchte Ihnen sagen, dass auch kleine Anzeichen schon ein Warnsignal sein können. Und gehen Sie zum Arzt.

Bärbel G. aus Berlin (02.03.2012): Ist ein Wanderurlaub in 1600 m Höhe empfehlenswert nach 02.2009 erlittenem Herzinfarkt? Nach erfolgreicher Reha nehme ich am Herzsport teil. Der Kardiologe konstatierte mir einen guten körperlichen Zustand.

Antwort der Deutschen Herzstiftung: Vielen Dank für Ihren Kommentar. Für Fragen zu diesem Thema können Sie am einfachsten die » Sprechstunde der Herzstiftung nutzen, da unsere Herzexperten an dieser Stelle keine Nachfragen beantworten können. Alles Gute und herzliche Grüße! Ihre Deutsche Herzstiftung

Anonym aus Würzburg (30.01.2012): Anonym aus Bielefeld (18.12.2011): Ich finde es schade, wie es bei Ihnen gelaufen ist, aber ich finde es auch schade, dass Sie psychische Probleme mit "durchgeknallt" gleichsetzen. Ich (w, Mitte 40) hatte Ende 2011 einen Herzinfarkt, den ich selber anhand der typischen Symptome erkannt und den Notarzt gerufen habe. Die Blutwerte und auch EKGs waren allesamt einwandfrei, was dazu führte, dass man mich in der Reha mehr beschäftigt als rehabilitiert hat. Mein Kardiologe sagt, eine genetische Disposition und ein hohes Stresslevel, dem ich beruflich und privat ausgesetzt bin, seien die Ursache. Wenn man dann in die "Durchgeknallt"-Ecke geschoben wird (oder sich selber schiebt), ist das nicht hilfreich. Hoffentlich spricht sich bald auch zum letzten Arzt durch, dass die Psyche sich ein Ventil sucht, wenn sie leidet.

Anonym (29.12.2011): Leider werden sehr oft - immer noch - solcherart Beschwerden oder Schmerzen als Frauen-"Quark" abgetan. Die Erziehung muss dahin gehen, dass es bereits bei jungen Frauen publik gemacht wird, dass auch sie sehr schnell eine Herzattacke haben können - habe es leider bei mir selbst erlebt. Und wahrscheinlich wäre es noch schlimmer gekommen, wenn ich mich nicht - soweit es in meinem Budget zulässig - gesund ernährt hätte und nicht mich mit Fastfood "vergiftet" hatte. Auch Sodium in allen Formen und künstliche bzw. sog. High Fructose Zucker müssen eingeschränkt werden. Rauchen oder Mitrauchen sind absolut tabu. Oft sind leider sog. "Light"-Produkte (verringerte Fette aller Art) aus "geschmacksverbessernden Gründen" derart mit Salzen/Sodium gespickt, dass man den Teufel mit dem Beelzebub vertauscht. Auch ist leider die Butter nicht gut für uns, ergo Olivenöl für alles nehmen, alle verarbeiteten Fleischwaren sind höchst restriktiert zu essen, auch Prosciutto und Salami etc. nicht erlaubt (oder nur unter striktester Portionskontrolle, 1x Woche). Ich nehme sehr viel Knoblauch, Zwiebel, Tabasco, Pfeffer, Apfelessig als Geschmacksverbesserer - somit ist der Salzstreuer absolut unnötig (geworden)... auch - und das bei mir - sind sog. Limonaden in allen Formen nicht gut für uns, besser sind Tee/Grüner Tee und nur wenig Kaffee ... Somit also Etiketten lesen und die Konservenlobby dazu bringen, dass sie alles auflistet, und nicht nur Teile, oder "beschreiben", was in unserm Essen ist ... sonst machen sie sich mitschuldig an unserm Tod!

Anonym aus Bielefeld (18.12.2011): Laut ihrem angebotenen Test zum Risiko wurde ich als Hoch eingestuft. Viele, oder sogar fast alle geschilderten Symptome liegen bei mir vor. Und das zum Teil schon länger. Da ich in 2000 (40 J. alt) eine Totaloperation vornehmen lassen musste, und Zeitweise Hormone nahm, bin ich vorzeitig i.d. Wechseljahre gekommen. Leider wird man als PatienTIN von den Ärzten meist nicht für voll genommen. Ich wurde gleich auf die Schiene "psychosomatisch erkrankt / Burn out (Depression)" geschoben. Es wurde mir angeraten, eine Psychotherapie zu beginnen. Als dann bei meinem Mann Beschwerden auftraten, wurde ER gleich ins Krankenhaus überwiesen, und alle Untersuchungen zum Ausschluß eines Infarktes oder einer KHK vorgenommen. Dies höre ich in meinem Bekanntenkreis leider immer wieder, und es macht Angst. Und wenn man dann nachts nicht schläft und vermehrt grübelt, denkt man: Na, die haben recht, du bist "durchgedreht".

Beate Grimm aus München (15.11.2011): Diese Informationen halte ich für sehr wichtig, da meist nur die Symptome des Herzinfarktes bei Männern beschrieben werden und allgemein bekannter sind.

E. G. aus Meinheim (14.11.2011): Meine Beschwerden waren ausschließlich zuerst Kieferschmerzen, die zunehmend stärker bis ganz stark wurden.

Ute L. aus Willingshausen (07.11.2011): Ihren Beitrag finde ich sehr gut und wichtig, leider wird hier noch viel zu wenig informiert. Solche Informationen müssten aus meiner Sicht auch in allen Arztpraxen ausgelegt und plakatiert werden.

Iris B. aus Hannover (19.10.2011): Gerade als Frau unter 50 J. wird man ganz schnell als "Psycho" abgetan. Oder in die Ecke Wechseljahre gestellt, weil eine KHK oder erst recht ein Infarkt unmöglich erscheint. Bin 48 J. alt und hatte klassische u. unspezifische Symptome - vor allem seit 11 Jahren eine familiäre Lipiderhöhung, die mein Arzt nicht behandeln wollte. Nun überlebte ich den Infarkt, habe weitere betroffene Herzkranzgefäße, einen Stent. Vorsicht also mit "Hitzewallungen", Magenschmerz-Völlegefühl, niedrigem Puls und niedrigem Blutdruck mit Schwindel, "Zahnschmerz" im Unterkiefer.

Silke L. aus Solingen (14.09.2011): Sehr interessant und hilfreich, denn wir Frauen neigen ja dazu, die Symptome nicht wirklich richtig einzuordnen. Ich hatte am Montag das erste Mal richtige Herzprobleme - ganz plötzlich ein Schmerz im Herz, kurz anhaltende Übelkeit, Schwindel, dann Todesangst - und habe sofort einen Arzt aufgesucht. EKG/Untersuchung/Blutabnahme, Belastungs-EKG... laut Arzt ist mein Herz ok und doch habe ich das Gefühl irgendwas ist nicht in Ordnung.

Gabriele B. (47 J.) aus Emsland (23.07.2011): Hätte ich gewusst, dass Frauen andere Symptome bei einem Herzinfarkt haben als Männer, wäre ich bei meinem Infarkt (vor 2,5 J.) viel schneller zum Arzt gegangen. Deswegen finde ich solche Aufklärungen sehr wichtig. Aber auch bei meinem Arzt wurde das nicht festgestellt. Erst im Krankenhaus. Vom ersten Anzeichen bis Feststellung vergingen ca. 8 Std. Ich habe Glück gehabt.

T.F.-B. aus Warstein (09.06.2011): Ich selbst bin zwar noch nicht in den Wechseljahren, aber trotzdem habe ich ein erhöhtes HI-Risiko und finde Ihre Seite sehr wichtig!!! Es sollte generell darüber mehr Aufklärung geben!

Marlene H. aus Berlin (27.04.2011): Gemachte Angaben kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. So hat sich z. B. nach Absetzen eines Hormonpflasters während der Wechseljahre und während der gleichzeitig zunehmenden Herzbeschwerden die Heftigkeit der Herzbeschwerden etwas reduziert. Die Ursache für die jedoch nach wie vor vorhandenen Herzbeschwerden wurde noch nicht gefunden. Daher möchte ich die Frage anschließen, ob bei den üblichen Herzuntersuchungen mit Langzeit-EKG und Echokardiographie eine eventuelle bakterielle Herzerkrankung ausfindig gemacht werden kann oder ob es dazu einer speziellen Untersuchung bedarf.

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M. Z. aus Wedel (10.03.2011): Die Informationen sind sehr interessant und sehr wichtig gerade für Frauen. Gruß M. Z. aus Wedel

Birgit Borkowski aus Wolfsburg (22.02.2011): Danke für einige Hinweise zu Symptomen bei Frauen im Falle eines Herzinfarktes. Ich hätte mir mehr Ausführlichkeit hinsichtlich der statistischen Zahlen und der Einzelheiten bei den Symptomen gewünscht. Die Bezeichnung "klassische Symptome" für Symptome bei Männern im Gegensatz zu Symptomen bei Frauen führen im Ergebnis dazu, dass die Allgemeinheit für Symptome bei Frauen "blind" ist. Der Beitrag von Sonja aus dem Raum Diepholz beweist es einmal mehr. Ich beschäftige mich beruflich mit der Gleichstellung der Geschlechter und die sprachliche Gleichstellung ist lange noch nicht vollzogen. Dennoch vielen Dank für die Aufklärung.

Birgit Borkowksi aus Wolfsburg

Sabine Binte aus Berlin (02.02.2011): Endlich detaillierte Infos. Bisher wusste ich nur, dass die Symptome anders sind als bei Männern. Welcher Art diese genau sind, wusste ich nicht.

W. aus Essen (31.01.2011): Der Bericht hat mir sehr gut gefallen, da ich trotz Information der Ärzte nicht alles genau verstanden habe und so von Ihnen in solcher Betrachtung und Erklärung verstehe. Vielen Dank

Sonja aus Raum Diepholz (30.12.2010): Leider habe ich den Bericht zu spät gelesen. Meiner Mutter hatte die Symptome und der Notarzt kam nicht. Sie solle doch Paracetamol und Fencheltee zu sich nehmen. Kurze zeit später verstarb sie. Und das ist die traurige Wahrheit

Christine aus Stuttgart (14.12.2010): Gute Info, aber ich suche noch einen Arzt, der meine Beschwerden wirklich ernst nimmt und nicht auf Sodbrennen und Stress abschiebt. Ich habe keine Lust mehr zu einem Arzt zu gehen, wahrscheinlich muss man wirklich erst umkippen, bevor einem geholfen wird. Traurig aber wahr!

R. Groß (29.11.2010): Gute Hinweise darauf, dass ein Herzinfarkt sich bei Frauen anders zeigen kann. Auch die Hinweise auf die Hormoneinnahme finde ich sehr hilfreich.

Brigitte Dellmann (06.11.2010): Klare Anweisunge für Personen, die nicht so im Internet erfahren sind. Danke!

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Herzinfarkte bei Frauen

  • Frauen sterben am ersten Herzinfarkt fast doppelt so häufig wie Männer.
  • Nicht selten bleibt ein Herzinfarkt bei Frauen unentdeckt.
  • Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen werden bei Frauen häufiger nicht behandelt als bei Männern.
  • Während Todesfälle bei Männern aufgrund von Herz-Kreislauf-Erkrankungen kontinuierlich abnehmen, sinkt die Rate bei Frauen weniger und steigt sogar zwischen dem 40. und 55. Lebensjahr an.
  • Bei Frauen treten Herz-Gefäß-Erkrankungen rund zehn Jahre später auf als bei Männern

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