Bluthochdruck
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Bluthochdruck
Aktuelle Frage aus der Online-Sprechstunde
„Stimmt es, dass Rote Bete-Saft den Blutdruck senkt?“
Aus der Sprechstunde der Deutschen Herzstiftung
„Muss ich an heißen Sommertagen meine Blutdruck-Medikamente reduzieren?”
Bislang 2 Kommentare zu diesem Beitrag (Stand: Dienstag, 07.02.2012)
Wärme führt zur Erweiterung von Blutgefäßen und kann auf diese Weise den Blutdruck senken. Ist es daher sinnvoll an heißen Sommertagen weniger Blutdruck-Medikamente einzunehmen? Hier die Antwort aus unserer medizinischen Sprechstunde.
Frage: „Ich nehme Bisoprolol 5 und Blopress 8 ein und habe damit normalerweise einen Blutdruck von 140/90 mmHg. Im Sommer habe ich nun bei Temperaturen um 30 °C festgestellt, dass mein Blutdruck auf etwa 110/80 mmHg gesunken war. Wie soll ich mich verhalten? Soll ich an heißen Tagen die Dosis der Blutdruckmedikamente reduzieren?”
Meret C., Zweibrücken
Die Experten-Antwort:
Wie Sie richtig beobachtet haben, kann die Wirkung von Blutdrucksenkern bei hohen Außentemperaturen verstärkt werden. Denn unter Wärme ist es möglich, dass der Blutdruck durch Erweiterung der Blutgefäße absinkt, was je nach Ausmaß der Blutdruckreduktion zu Schwindel und Schwäche führen kann.
Unter bestimmten Umständen – z. B. bei einem längeren Aufenthalt in den Tropen – kann es dann durchaus richtig sein, wegen der Hitze weniger blutdrucksenkende Medikamente einzunehmen bzw. die Dosis einzelner Medikamente zu reduzieren, wenn man feststellt, dass der systolische Blutdruck auf oder unter 110 mmHg absinkt.
Hitze nur über wenige Tage?
Anders sieht es allerdings aus, wenn sich die Hitze nur für wenige Tage einstellt, wie es in unseren Breiten meist der Fall ist. Dann ist eine Dosisreduktion im Allgemeinen nicht sinnvoll, da sonst der Blutdruck beim nächsten Temperaturrückgang schnell über die ursprünglichen Werte hinaus ansteigt.
Blutdruck täglich kontrollieren
Es ist aber sicher richtig, auch in einer nur kurzen Hitzeperiode den Blutdruck täglich zu kontrollieren und bei systolischen Blutdruckwerten von oder unter 110 mmHg, die mit Schlappheit oder Schwindel einhergehen, die Dosis der Medikamente zu reduzieren. In Ihrem Fall würde ich dann allerdings nicht sofort alle blutdrucksenkenden Medikamente reduzieren, sondern zunächst nur die Dosis von einem der beiden Medikamente, wobei sich für solche Änderungen immer eine Rücksprache mit dem jeweils behandelnden Arzt empfiehlt. Außerdem sollten im Anschluss regelmäßig tägliche Kontrollen des Blutdrucks erfolgen, um die Auswirkungen der Dosis-Veränderungen genau im Blick zu haben.
Autor: Prof. Dr. med. Dieter Klaus ist Herzspezialist und Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Herzstiftung. Zu seinen medizinischen Schwerpunkten zählt u. a. das Thema Bluthochdruck und Herzerkrankungen.
(Redaktion: ebe)
Bislang 2 Kommentare zu diesem Beitrag
JS aus Berlin (12.05.2011): Danke für den Hinweis. Warum erklärt mir das mein Kardiologe nicht, wenn er weiß, dass ich demnächst nach Ibiza reise und erst neu in der Thematik bin?
Alfred B. aus Kemberg (28.02.2011): Ja, das war konkret und deshalb hilfreich.



