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Diastolischer Blutdruck – systolischer Blutdruck

Unterer und oberer Blutdruckwert: Was ist eigentlich der Unterschied?

Bislang 34 Kommentare zu diesem Beitrag (Stand: Dienstag, 15.05.2012)

Abbildung Lexikon

Beim Blutdruck werden typischerweise zwei Werte angegeben: z. B. 120:80. Doch was ist eigentlich der Unterschied zwischen diesen beiden Werten, die auch als systolischer und diastolischer Blutdruck bzw. oberer und unterer Blutdruck bezeichnet werden?


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Wenn der Herzmuskel das Blut durch den Körper pumpt, entsteht dabei kein gleichförmiger Strom wie dies z. B. bei einem Wasserhahn im Haushalt der Fall ist.

Blut wird stoßartig gepumpt

Vielmehr handelt es sich beim Herz um einen wellenartigen Pumpvorgang: Jedes Mal wenn sich die linke Herzkammer zusammenzieht, wird das Blut stoßartig in die Hauptschlagader (Aorta) gepumpt, was den Blutdruck in den Gefäßen kurz ansteigen lässt. Der dabei erreichte maximale Druck wird als oberer Blutdruckwert oder auch als systolischer Blutdruck bezeichnet. („Systole” ist der medizinische Fachbegriff für die Phase des Pumpvorgangs, in der sich das Herz zusammenzieht und Blut auswirft [Systole (griechisch) = das Zusammenziehen]).

Diastolischer Blutdruck:

Nachdem sich die linke Herzkammer beim Pumpvorgang zusammengezogen hat, muss sich die Herzkammer für den nächsten Pumpstoß erst wieder mit Blut füllen. Dafür entspannt sich die Kammer. In dieser Entspannungsphase, in der kein weiteres Blut in die Hauptschlagader gepumpt wird, fällt der Druck in den Blutgefäßen kontinuierlich ab (bis der nächste Blutstoß aus dem Herzen kommt). Der dabei erreichte niedrigste Druck wird als unterer Wert oder auch als diastolischer Blutdruck bezeichnet [Diastole (griechisch) = die Ausdehnung]. Bei einem Blutdruck von 120 zu 80 mmHg pulsiert also der Druck ständig wellenförmig zwischen 120 und 80 mmHg hin und her.


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(Redaktion: ebe)

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Bislang 34 Kommentare zu diesem Beitrag

Albert aus Aachen (26.04.2012): Sehr anschaulich erklärt.

Fuß aus Köln (23.04.2012): Der Unterschied war mir weitgehend bekannt. Ich hätte gern mehr erfahren, z. B. was es bedeutet, wenn beispielsweise der untere Wert höher als normal ist. Oder niedriger als normal, d. h. 130/95, 120/95 oder 120/65. Ist das ernst zu nehmen?

Antwort der Deutschen Herzstiftung: Vielen Dank für Ihren Kommentar. Für Fragen zu diesem Thema können Sie am einfachsten die » Sprechstunde der Herzstiftung nutzen, da Nachfragen an dieser Stelle aus technischen Gründen nicht beantwortet werden können. Alles Gute und herzliche Grüße! Ihr Mitarbeiter-Team der Deutschen Herzstiftung

Erika Russin aus Aue (19.04.2012): Diese Aussage ist auch für Laien gut verständlich. Ich vermisse aber in diesem Zusammenhang die Funktion der Herzklappen. Ist aber vielleicht eine neue Information. Abschließend danke, habe es das erste Mal kapiert.

Joachim R. aus Kelkheim (10.03.2012): Was ist, wenn der Blutdruck beim Messen am Arm 140 zu 45 anzeigt? Ich bin 79 Jahre alt, rauche nicht, treibe ausreichend Sport und trinke ab und zu ein bis zwei Gläser Wein.

Hinweis der Deutschen Herzstiftung: Vielen Dank für Ihren Kommentar. Für Fragen zur eigenen Herzerkrankung können Sie am einfachsten die » Sprechstunde der Herzstiftung nutzen, da Antworten an dieser Stelle aus technischen Gründen nicht möglich sind.

Ernst-Joachim Keye aus Braunschweig (09.03.2012): Es wäre informativ, wenn auch die Bedeutung des diastolischen Wertes gewürdigt würde, z. B. welche Bedeutung hat ein Wert vom 150 zu 60 mmHg? Gibt es auch einen kritischen diastolischen Wert?

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M. Zoller aus Plochingen (05.03.2012): Was ist der ideale Blutdruck und ist das altersabhängig? Wieviel Prozent Abweichung davon sind ungefährlich? Danke!

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Lutz Stange aus Fürth (08.02.2012): Gibt es eine Faustregel, wie hoch der Unterschied zwischen dem 1. + dem 2. Wert ungefähr sein sollte?

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Roland aus Berlin (05.02.2012): Vielleicht könnte die für mich durchaus gut verständliche schriftliche Beschreibung durch eine Animation mit bewegten Bildern noch anschaulicher werden?

A. Janert aus Asbach-Bäumenheim (30.01.2012): Unterer und oberer Blutdruckwert wurde sehr verständlich erklärt. Aber die Erklärung über die medizinischen Konsequenzen fehlen. Sonst ist der Beitrag sehr hilfreich.

J. Möckel aus Düsseldorf (10.01.2012): Für den Laien sehr verständlich/einfach beschrieben. Vielen Dank!

Rainer Mülhaupt aus Winsen (29.12.2011): Was bedeutet es, wenn beide Werte etwa gleichauf sind, und welche Bedeutung hat ein zu hoher Puls dabei?

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Doris aus Saarbrücken (27.12.2011): Diese Information ist unter den Betroffenen weitestgehend bekannt. Die Frage ist welche Auswirkungen "Anomalitäten" haben, z. B. ein Blutdruck von 120/60, oder die Ursachen von abweichenden Werten, die Höhe der Differenz zwischen Systole und Diastole, woher das kommt und wie gravierend es ist, usw., usw. ...

Manfred Richter aus Döbeln (11.12.2011): Es fehlt die Erklärung, welche medizinischen Konsequenzen ein im Verhältnis zum systolischen Wert ein zu hoher diastolischer Wert hat, z. B. 130/100.

Edelgard Köber aus Goslar (28.11.2011): Unterer und oberer Blutdruckwert wurde sehr gut erklärt.

H. R. Müller (15.11.2011): Leicht verständlich beschrieben.

Peter H. aus Hannover (15.11.2011): Als ehemaliger Selbständiger hatte man zu "funktionieren", keine Zeit zum krank werden. Nach der Arbeitsphase von 100 auf Null in den Ruhestand, fällt man in ein Loch. Plötzlich hört man in seinen Körper und stellt mit entsetzen fest: Ich schwächel ja gegenüber meiner aktiven Zeit. Ein Arztbesuch und das Durchchecken brachte es an den Tag. Bluthochdruck!!! ... Panik bei mir und da finde ich für einen Laien wie mich, Ihre sehr hilfreichen Informationen auf Ihrer Internetseite. Danke

Josef W. aus Breitengüßbach (04.11.2011): Die Aufklärung der beiden Blutdruckwerte ist für mich sehr interessant und hilfreich. Bin echt froh, dass ich Mitglied (Neu) geworden bin und dadurch die Möglichkeit habe mich weiterhin zu informieren.

Rudolf Wulf aus Lüneburg (03.11.2011): Ausgezeichnete Erklärung! Die ursächliche Wechselwirkung aus der linken Kammer kommt kristallklar zum Ausdruck.

Armin K. (22.10.2011): Ich fand es sehr gut, wie Sie den Unterschied erklärten! Es ist immer wieder erstaunlich, wie wenig selbst Betroffene darüber Bescheid wissen! So ist es eine gelungene Aufklärung, die sich vor allem die betroffenen Patienten zu Herzen nehmen sollten!! Viel Erfolg bei Ihrer Arbeit wünscht Ihnen ein mit fast allen Reparaturmaterialien versorgter Patient mit meinem Lebensmotto, das besser ist als der Gewinn im Lotto; Immer fröhlich bleiben, nichts dabei übertreiben, öfter mal über sich selbst lachen, dann gelingen sogar schwierige Sachen! Ihr 82-jähriger begeisterter Leser Armin K.

Edith Franke aus Bibertal (16.10.2011): Fehlt nur noch die Wirkung, oder der evtl. Krankheitswert, wenn die beiden zu weit auseinander klaffen oder sich fast zum verschmelzen nahe kommen.

Erika T. aus Berlin (18.09.2011): Wie gefährlich ist der zu niedrige untere Wert? Bei mir zeitweise 49...54.

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Erna M. aus Saarlouis (21.08.2011): Meinen systolischer Blutdruck habe ich mittlerweile dank Medikamenten ziemlich im Griff. Der diastolische Wert liegt fast immer weit unten: ca. l30/45, auch mal mehr unten. Dies beunruhigt mich zeitweise.

Rolf aus Berlin (09.08.2011): Sehr gut. Wenn ich das mit dem Atmen vergleiche, dann denke ich, dass mit dieser Erklärung auch deutlicher wird, wie wichtig auch der untere Blutdruckwert ist, der vielleicht lieber etwas niedriger als zu hoch sein sollte. Liegt er zu dicht am hohen Blutdruckwert, bedeutet das, dass die Pumpe zu oberflächlich arbeitet - wie ein oberflächliches Hächeln beim Atmen, wenn nicht richtig ausgeatmet wird. Richtig?

Gerhard G. aus Leipzig (24.06.2011): Ich wußte zwar, dass es zwei Werte beim Blutdruck gibt, was der diastolische Wert bedeutet nicht. Vielen Dank, sehr lehrreich.

Mangold aus Glashütten (23.06.2011): Danke für die kurze, präzise und vor allem für den Laien verständliche Erklärung.

Hans-Henning Riedel aus Pattensen (23.06.2011): Vielen Dank für die sehr verständliche Erklärung von Systole und Diastole!

Heinz K. aus Stein (05.06.2011): Bin schon seit längerem Mitglied und kann das jedem, der mit dem Herzen auch schon das kleinste Problem verspürt empfehlen. Habe hohen Blutdruck und seit 15 Jahren einen Aorta-Herzklappenfehler, der irgendwann operiert werden sollte. Werde heuer 70 Jahre und denke, dass es langsam Zeit wird an eine OP zu denken. Da muß ich mich natürlich von der Deutschen Herzstiftung beraten lassen. Deswegen ist es für mich wichtig hier Mitglied zu sein und dadurch kann auch ich die Stiftung für Ihre großen Aufgaben etwas unterstützen.

Dieter Sprachmann aus Ludwigshafen am Rhein (07.05.2011): Habe mich jahrzehntelang mit Pumpen beschäftigt. Ihre Erklärung des Druckauf- und -abbaus finde ich sehr gut verständlich.

Malskies aus Nürnberg (25.04.2011): Von der Funktion her gut verständlich!

Gerhard Dickel aus Schrecksbach (09.04.2011): Durch die Erklärung der beiden Bezeichnungen ist mir der Unterschied klar geworden.

Anonym aus Hamburg (08.04.2011): Super Erklärung! Kurz, bündig und sehr gut zu verstehen! Vielen Dank!

Pohle aus Krefeld (07.04.2011): Wichtiger wird von einigen Kardiologen der sogenannte Pulsdruck = Differenz zwischen Systole und Diastole bezeichnet. Dieser soll möglichst gering sein. Hierzu wäre ein Kommentar interessant.

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D. S. aus Unna (04.12.2010): Ich habe seit gut 14 Jahren Bluthochdruck und nehme regelmäßig folgende Medikamente: Votum 40, Carmen 20, Carvedilol 25, Moxonidin 0,4. Die Uni-Klinik Münster, die ich in letzten 4 Jahren jedes Quartal aufsuchen mußte, kann nichts mehr machen. Im Oktober bin ich beim Autofahren kollabiert und musste per Notarzt ins Krankenhaus. Meine Werte liegen im Schnitt bei 168 zu 118. Was kann ich noch machen? Meinen Beruf als Leiter der Finanzbuchhaltung kann ich nicht mehr ausführen.

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Jutta L. aus Nürnberg / Mittelfranken (22.11.2010): Ich habe essentiell bedingten Bluthochdruck und will mich informieren, welche Werte normal sind, welche Werte Grenzwerte und welche Werte tatsächlich Bluthochdruck sind.

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