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Aus der Sprechstunde der Deutschen Herzstiftung

„Ist es empfehlenswert einen Defibrillator für zu Hause zu kaufen?“

Bislang 17 Kommentare zu diesem Beitrag (Stand: Mittwoch, 16.05.2012)

Immer häufiger werden im Internet und teilweise auch von Lebensmittelgeschäften so genannte halbautomatische Defibrillatoren zum Schutz vor dem plötzlichen Herztod als angeblich sinnvolle Anschaffung für die eigene Wohnung angepriesen. Ob eine solche Geldausgabe tatsächlich zu empfehlen ist, beantwortet die Deutsche Herzstiftung aktuell in ihrer regelmäßig stattfindenden Sprechstunde.

Die Experten-Antwort:

Für den plötzlichen Herztod ist am häufigsten Kammerflimmern verantwortlich, das nur durch einen Elektroschock gestoppt werden kann. Da der Elektroschock allerdings sofort und ohne Zeitverlust erfolgen muss, kommt der Notarzt fast immer zu spät. Aus diesem Grund existieren in Deutschland bereits mehrere Frühdefibrillationsprojekte, bei denen Einrichtungen wie zum Beispiel der Frankfurter Flughafen flächendeckend mit halbautomatischen Defibrillatoren ausgestattet wurden und Mitarbeiter vor Ort eine Schulung sowohl im Umgang mit den Geräten als auch in Erste-Hilfe-Maßnahmen erhalten haben.

Dass sich mit diesem Konzept tatsächlich Menschen vor dem plötzlichen Herztod erfolgreich schützen lassen, wurde schon vor mehreren Jahren in Studien nachgewiesen. Allerdings gilt dies nur für Orte, an denen sich viele Menschen mit einem erhöhten Risiko für einen plötzlichen Herztod gleichzeitig aufhalten, wie zum Beispiel auf Flughäfen oder in Spielkasinos.

Keine Empfehlung ohne ausreichende Studienlage

Ob solche Geräte auch für zu Hause eine sinnvolle Anschaffung darstellen, ist dagegen völlig offen. Unklar ist zum Beispiel, ob die Defibrillatoren bei einem drohenden plötzlichen Herztod in der privaten Wohnung nicht eher dazu beitragen, dass es zu Verzögerungen bei der Notarztalarmierung kommt oder die Herzdruckmassage und Beatmung vernachlässigt werden, die bei solch einem Notfall ebenfalls enorm wichtig sind.

Solange diese Fragen nicht ausreichend in Studien beantwortet sind, kann die private Anschaffung eines solchen Defibrillators nicht generell empfohlen werden. Wer dennoch glaubt, ein solches Gerät für zu Hause kaufen zu müssen, sollte vorher mit seinem Arzt bzw. Kardiologen Rücksprache halten, ob diese Geldausgabe in der jeweiligen Situation tatsächlich sinnvoll ist.

Professor Dr. med. Hans-Jürgen Becker

Autor: Prof. Dr. med. Hans-Jürgen Becker ist Ehrenvorsitzender der Deutschen Herzstiftung.

(Redaktion: ebe)

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Bislang 17 Kommentare zu diesem Beitrag

M. Siebert aus Kassel (02.05.2012): Ich persönlich finde einen AED für zu Hause ohne Einschränkungen sinnvoll. Gerade wenn man ältere Menschen mit im Haus hat und evtl. selbst zu einer Risikogruppe gehört. Wenn man sich eingehend mit dem Gerät vertraut macht und regelmäßig Erste Hilfe-Kurse besucht, in denen die Anwendung geübt wird, dürfte es keine Frage sein, ob man etwas falsch macht (Notruf/HLW).

Intensivpfleger aus Nümbrecht (12.02.2012): Wem bekannt ist, dass er eine Erkrankung hat, die zu Herzrhythmusstörungen führen könnte, dem wird (wenn es nötig ist) ein Defi operativ implantiert. Und ein gesunder Mensch muss nicht damit rechnen, dass er einen irgendwann brauchen könnte. Ein Patient der kardial vorerkrankt ist mit Stents, Bypass-OP am Herzen, Herklappen-OP etc. könnte trotz alledem darüber nachdenken, aber es bleibt umstritten. Ausnahme: Wenn jemand ein Defi braucht (vom Arzt empfohlen wird), ihn aber ablehnt, sollte er sich einen externen für alle Fälle kaufen ...

Friedrich Lutz aus Weiler (zur Zeit Fuseta in Portugal) (22.01.2012): Zusatzfrage: Ich habe seit zwei Jahren einen "Defi". Habe mir nun bei LIDL ein Massagegerät (Shiatsu-Sitzauflage) gekauft. Wie kann ich das Gerät ohne Gefährdung (Strahlung) benutzen. Mein Cardiologe in Deutschland machte nur ganz vage Angaben. Für eine baldige Antwort wäre ich Ihnen sehr dankbar! Mit freundlichen Grüßen aus Portugal!!! Fritz Lutz

Antwort der Deutschen Herzstiftung: Vielen Dank für Ihren Kommentar. Für Fragen zu diesem Thema können Sie am einfachsten die » Sprechstunde der Herzstiftung nutzen, da Nachfragen an dieser Stelle aus technischen Gründen nicht beantwortet werden können. Alles Gute und herzliche Grüße! Ihr Mitarbeiter-Team der Deutschen Herzstiftung

Helmut Leicht aus Eurasburg (16.12.2011): Defi zu Hause ja - bei Herzvorerkrankungen in der Familie. Kann Leben retten! Logisch ist doch: Zuerst (!) Notruf absetzen. Dann die erforderlichen Maßnahmen (Herzdruckmassage/Beatmung/Defi) durchführen.

Banny aus Bernkastel-Kues (16.12.2011): Ein Defibrillator ist gut, wenn jemand da ist, der das Gerät bedienen kann. Ich bin alleine, aber für gut halte ich es in jedem Fall.

Andreas Hasselmann (07.12.2011): Noch einmal einige Anmerkungen meinerseits zu den aufgeworfenen Fragen ... Ein implantierter Defi ein sog. Cardioverter also Herzschrittmacher + Defi in einem ist sinnvoll bei Hochrisiko-Patienten, wo dies bekannt ist. Er ist teuer, erfordert 1 Op und ist für die betreffende Gruppe eine gute Lösung, die allerwenigsten der ca. 130.000 plötzlichen Herztodesfälle gehören leider in diese Gruppe. Es ist also keine Lösung des Problems. Nur die Kombination von korrekt durchgeführter Herzdruckmassage + Beatmung und dem lebensrettenden Elektroschock des AED rettet Leben! Warum? Jede Minute, die verstreicht ohne Einsatz des AED, reduziert die Überlebenschance um 10 % nach 5 Minuten nur noch 50 % und nach 10 Minuten (da kommt meist erst der Rettungsdienst) ca. 5 % danach hat sich allerspätestens das Kammerflimmern das elektrisch beahandelt werden kann (AED) zur Asystolie = Nulllinie verwandelt. Das AED-Gerät verweigert den Schock, weil unsinnig! Man sieht selbst bei korrekter HLW-Technik (70 % aller Herzkompressionen sind mangelhaft, zu schnell, zu langsam, nicht fest genug!) ist die Überlebensrate ohne AED-Gerät gering, wenn man auf den Rettungswagen wartet + dessen Defi ... leider. So gesehen hatte Anita aus Hessen sehr viel Glück, dass sie trotz fehlendem AED überlebt hat + ein Bravo an den couragierten Ehemann. PS: Vorhofflimmern und Kammerflimmern haben außer mit der Namensähnlichkeit nicht viel gemein zum Glück! Das eine ist sehr unangenehm und kann gr. Ängste im Patienten erzeugen, beim andern ist man tot! Beim Vorhofflimmern oder speziell der erwähnten "paroxysysmalen supraventrikulären Tachycardie" stehen oft unbewusste Ängste und Sorgen im Hintergrund, die die Anfälle von "Herzrasen" auslösen, typ. nachts wenn der Alltag zurücktritt kommt das unbewusste zutage. Eine psychologische Beratung oder Homöopathie helfen oft erstaunlich gut ... Metoprolol löst nicht die Ursache ... MfG A. Hasselmann, Fachkrankenpfleger Anäst/Int.

Selcuk Cankaya aus Essen (27.11.2011): Sehr geehrte Damen und Herren, seit 11 Jahren beschäftige ich mich schwerpunktmäßig mit dem Thema Frühdefibrillation und kann auf einen fundierten und wissenschaftlichen Erfahrungsschatz zurück greifen. Bei den Argumenten für oder gegen einen Defibrillator (Laiengerät) wird hier vergessen, dass die Überlebenschancen laut Studien der American Heart Association um 40 % gesteigert werden konnten. Die Überlebenschance bei Herzkreislaufversagen beträgt im Durchschnitt 5 %! Mit Frühdefibrillation könnten es mehr als 40 % sein, das sind mehr als 35 Menschenleben. Wovon reden wir eigentlich! Natürlich ist ein Gerät für Risikogruppen für zu Hause, oder ländliche Regionen sinnvoll. Natürlich muss die Erste-Hilfe Herzdruckmassage immer wieder trainiert werden und selbstverständlich muss jemand da sein der den Defi bedient, aber wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind, dann macht der Defi durchaus Sinn. Oder will man es darauf ankommen lassen, dass man die lebensrettende Technik nicht nutzt und dadurch in Kauf nimmt, dass Angehörige sinnlos sterben. Die Menschen geben täglich oder im Jahr sinnlos Geld für Produkte ohne Mehrwert aus, da wird es keine Fehlinvestition sein für den Notfall vorgesorgt zu haben. Was hat man denn zu verlieren? 1000 € cirka oder das Leben. Prost Mahlzeit! Dann können Sie wählen, was Ihnen lieber ist. Beste Grüße Selcuk Cankaya

René K. aus Nauen (29.10.2011): Ich persönlich finde, dass jeder so ein Gerät besitzen sollte. In Amerika ist es weit verbreitet und eine Studie dort beweist eindeutig die Vorteile eines Defibrillators. Dieser wird dort auch in vielen Pkws aufbewahrt. Da ich Ersthelfer bin und mich mit den Gerätschaften gut auskenne, kann ich sagen dass jeder 14-Jährige einen Defibrillator ohne weiteres einsetzen kann. Es ist wirklich kinderleicht! Zudem wird jeder nötige Schritt vom Gerät erklärt und anschließend wird ein EKG geschrieben. Nur bei Herzstillstand bzw. Kammerflimmern kann der elektrische Schock durch einen Tastendruck am Gerät erfolgen! Da kann man definitiv nichts verkehrt machen. Das einzige was mich persönlich von den Geräten abhält ist der Preis. In den USA kostet so ein Gerät ab 140 $ (ca. 100 €) aufwärts. Hier in Deutschland zahlt man für das günstigste 700 €. Da frag ich mich natürlich, wie der Preisunterschied zustande kommt ..., am besten bestellt man den Defi in den USA, mit Zoll usw. liegt man dann bei ca. 140-150 € und hat 500 - 600 € gespart, zudem fast alle Geräte mit 24 verschiedenen Sprachen programmiert sind. Denn merke: Ein Defibrillator ist schnell einsatzbereit und rettet zu ca. 60 % vor dem Herztod, eine Herzdruckmassage wiederum erreicht nur 8 % Überlebenschancen für den Patienten, da der Notarzt bis zum eintreffen mindestens 15 min. braucht. Zeit die tödlich enden kann, ohne ein solches Gerät!

Anita H. aus Hessen (04.09.2011): In öffentlichen Einrichtungen finde ich die halbautomatischen Defibrillatoren sehr sinnvoll. Zuhause bringen sie nichts, wenn der Herzkranke zuhause umfällt und niemand da ist! Tausendmal besser und sinnvoller ist es, wenn die Familienangehörigen regelmäßig einen Erste-Hilfe-Kurs belegen, um im Notfall die Herzdruckmassage und Mund zu Mund Beatmung durchführen zu können. Das beste Beispiel bin ich selbst. Mein Mann nahm über Jahre regelmäßig an Erste-Hilfe-Kursen teil (was ich damals dummerweise belächelte) und rettete mir damit am 30.07. das Leben, weil er zuhause war! Wäre er nicht zuhause gewesen, hätte mir auch ein halbautomatischer Defibrillator nicht helfen können!

Torsten (29.07.2011): Ich bin 30 Jahre alt und habe einen implantierten Defibrillator. Als Agraringenieur bin ich oft allein unterwegs. Somit denke ich, es wäre für mich, wenn ich theoretisch keine implantierten Defi hätte, eine trügerische Sicherheit eine externen Defi zu haben. Auch denke ich, dass man in Situationen in den man alleine ist, leicht in Panik geraten kann, denn man weiß, dass einem Niemand den externen Defi anlegen kann. Also kann ich eher von Heim-Defis abraten. Wenn die Herzerkrankung so schwer ist, dass Kammerflimmern droht, soll und muss der Arzt zu einem implantierten Defi greifen. Somit erübrigt sich der Sinn eines externen Defis.

Horst G. aus Hamburg (25.07.2011): Mein Herz wird mit einem s. g. Dreikammer-Schrittmacher mit Defi in seiner Arbeit unterstützt. Tritt bei mir in der Öffentlichkeit ein Flimmern auf, dann übernimmt der interne Defi normalerweise die Arbeit der Rhythmuswiederherstellung. Wie kann ich mich nun schützen gegen eine gut gemeinte, gleichzeitige Maßnahme mit einem halbautomatischen Defi? Natürlich lösen die Geräte nur im Bedarfsfall aus, genau wie mein interner Defi. Ist mein eigener Defi aber noch mit der Wiederherstellung beschäftigt, kann es dann zu gefährlichen Überschneidungen kommen?

Antwort der Deutschen Herzstiftung: Vielen Dank für Ihren Kommentar. Für Fragen zu diesem Thema können Sie am einfachsten die » Sprechstunde der Herzstiftung nutzen, da Nachfragen an dieser Stelle aus technischen Gründen nicht beantwortet werden können. Alles Gute und herzliche Grüße! Ihr Mitarbeiter-Team der Deutschen Herzstiftung

Uwe G. aus Schwäbisch Gmünd (21.07.2011): Ich vermisse griffige Kriterien, die HEUTE zu einer schlüssigen, vernünftigen Vorgehensweise helfen können, z.B.: Gibt es mehrere Menschen, die da sind und die den Defi wirklich bedienen können - und dies im Ernstfall auch tun werden? Gibt es nur eine unbestimmte Ahnung oder konkrete, messbare Gefährdungen, die aufzeigen, dass jemand den Defi wirklich benötigen könnte? Wie gut und schnell ist die Notfallversorgung? Ist die Anwesenheit des Defi eine Entlastung oder gar eine Belastung (i. S. einer permanenten Erinnerung an die Gefahrensituation)?

Antwort der Deutschen Herzstiftung: Vielen Dank für Ihren sehr interessanten Kommentar. Für Fragen zu diesem Thema ist es am einfachsten die » Sprechstunde der Herzstiftung zu nutzen, da Nachfragen an dieser Stelle aus technischen Gründen nicht beantwortet werden können. Herzliche Grüße und nochmals vielen Dank für die interessanten und wichtigen Punkte! Ihre Deutsche Herzstiftung

Hans-Jürgen W. aus Herne (29.06.2011): Wir wohnen in einer Seniorenwohnanlage (Sozialwohnungen) mit 32 Bewohnern. Vor einigen Wochen diskutierten wir, ob ein vollautomatischer Defibrillator gekauft werden soll. Dieser würde in einem Wandschrank im Gemeinschaftsraum für den Notfall für die Bewohner/Besucher hinterlegt. Die Meinungen gingen stark auseinander. Die einen meinten, es wäre nicht nötig, die anderen Mieter sehen die Anschaffung als sinnvoll an. Der Einsatzwagen/Notarzt braucht nach einem Anruf im Notfall 5 bis 7 Minuten zu uns. Die Mehrheit der Mieter war nach langen Diskussionen dafür, einen Defibrillator anzuschaffen. Ein großer Teil der Mieter wird eine AED-Einweisung, einen HLW-Kurs und zusätzlich noch einen Erste-Hilfe-Kurs belegen. Wir suchen auch noch Sponsoren.

Andreas Hasselmann aus Neuried (31.05.2011): Ein AED ist definitiv sinnvoll, allerdings nur bei gleichzeitiger Schulung in HLW z. B. AED-Kurs oder "Fit for Life" Kurs (beide ca. 3 Std. ca. 25 Euro), wenn eine gefährdete Person daheim lebt mit mind. 1 Angehörigen. (Den AED kann man ja selber bei VF/VT nicht mehr einsetzen ...) Das günstigste Gerät gibt es ab 599 Euro, allerdings wäre für den kaum trainierten Angehörigen in dieser max. Stresssituation 1 Gerät empfehlenswert, das auch die HLW korrigiert! (Diese Option bieten leider ganze 3 Geräte von 24 auf dem Markt!) Der Zoll AED +, der Zoll AED pro und der Heartsine PAD 500-P. Alle kosten ca. 1700 - 2100 Euro. Zoll ist teurer im Preis, aber billiger in den Folgekosten). Ich habe mir auch einen AED gekauft als Verpflichtung und weil ich absolut von der Notwendigkeit der frühestmöglichen Defibrillation überzeugt bin als Fachkrankenpfleger Anästhesie/Intensiv+Erste-Hilfe-Ausbilder Malteser Offenburg, MPG Berater für AED

K. Müller-Hertenstein aus Karlsruhe (02.02.2011): Es wäre wünschenswert, daß Sie die Antwort auf solche Anfragen von allgemeinem Interesse wie die von Birgit M. im Newsletter veröffentlichen würden.

H. aus Nürnberg (24.01.2011): Habe mir tatsächlich Gedanken gemacht, ob ich mir einen Defibrillator für Zuhause kaufen sollte. Dank Ihrer Info werde ich mich nun an den Hausarzt wenden und dies besprechen. Herzlichen Dank

Birgit M. aus Altenburg (24.11.2010): Guten Tag, ich hätte gern gewusst, ob man solch ein Gerät selber, als Betroffene von Vorhofflimmern, einsetzen kann. Ich habe manchmal extrem unregelmäßige Pulsfrequenzen über 200/min. Habe Angst, dass das mal in Kammerflimmern übergeht. Bisher wurde immer Vorhofflimmern angenommen. Die Angst, wenn man nachts solche Frequenzen erleidet, ist riesengroß und ich weiß nicht, wie oft ich schon meinem grinsenden Tod ins Gesicht geblickt habe, wo kein Mensch da war und ich nachts den Notarzt rief. In der Zeit habe ich Metoprolol zusätzlich eingenommen, die nehme ich allerdings sowieso. Meistens wenn der Arzt dann nach 15 Min. erschien, hatte ich lediglich noch 100/min und hohen Blutdruck vor lauter Angst zu sterben. Mir wurde dann immer erklärt, ich hätte eine Herzneurose, da das EKG in Ordnung war. Nun bin ich im Herzzentrum Leipzig, wo durch die Implantation eines Reveal Frequenzen um die 160/min aufgezeichnet wurden. Leider löscht das Gerät durch Oversensing automatisch Aktionen, weil übervoll. Ich bin 46 Jahre, habe dadurch schon eine leichte Hypertrophie und fühle mich einfach nicht mal in der Lage Autobahn zu fahren, oder in den Urlaub, oder sonst wohin, da ich immer Angst habe, keine Hilfe zu erfahren, wenn das wieder so extrem zuschlägt. Vielleicht können Sie mir einen Rat geben. Vielen Dank.

Antwort der Deutschen Herzstiftung: Vielen Dank für Ihren Kommentar. Für Fragen zu diesem Thema können Sie am einfachsten die » Sprechstunde der Herzstiftung nutzen, da Nachfragen an dieser Stelle aus technischen Gründen nicht beantwortet werden können. Alles Gute und herzliche Grüße! Ihr Mitarbeiter-Team der Deutschen Herzstiftung

 
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