Aus der Sprechstunde der Deutschen Herzstiftung

„Ist es empfehlenswert einen Defibrillator für zu Hause zu kaufen?“

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Immer häufiger werden im Internet und teilweise auch von Lebensmittelgeschäften so genannte halbautomatische Defibrillatoren zum Schutz vor dem plötzlichen Herztod als angeblich sinnvolle Anschaffung für die eigene Wohnung angepriesen. Ob eine solche Geldausgabe tatsächlich zu empfehlen ist, beantwortet die Deutsche Herzstiftung aktuell in ihrer regelmäßig stattfindenden Sprechstunde.

Die Experten-Antwort:

Für den plötzlichen Herztod ist am häufigsten Kammerflimmern verantwortlich, das nur durch einen Elektroschock gestoppt werden kann. Da der Elektroschock allerdings sofort und ohne Zeitverlust erfolgen muss, kommt der Notarzt fast immer zu spät. Aus diesem Grund existieren in Deutschland bereits mehrere Frühdefibrillationsprojekte, bei denen Einrichtungen wie zum Beispiel der Frankfurter Flughafen flächendeckend mit halbautomatischen Defibrillatoren ausgestattet wurden und Mitarbeiter vor Ort eine Schulung sowohl im Umgang mit den Geräten als auch in Erste-Hilfe-Maßnahmen erhalten haben.

Dass sich mit diesem Konzept tatsächlich Menschen vor dem plötzlichen Herztod erfolgreich schützen lassen, wurde schon vor mehreren Jahren in Studien nachgewiesen. Allerdings gilt dies nur für Orte, an denen sich viele Menschen mit einem erhöhten Risiko für einen plötzlichen Herztod gleichzeitig aufhalten, wie zum Beispiel auf Flughäfen oder in Spielkasinos.

Keine Empfehlung ohne ausreichende Studienlage

Ob solche Geräte auch für zu Hause eine sinnvolle Anschaffung darstellen, ist dagegen völlig offen. Unklar ist zum Beispiel, ob die Defibrillatoren bei einem drohenden plötzlichen Herztod in der privaten Wohnung nicht eher dazu beitragen, dass es zu Verzögerungen bei der Notarztalarmierung kommt oder die Herzdruckmassage und Beatmung vernachlässigt werden, die bei solch einem Notfall ebenfalls enorm wichtig sind.

Solange diese Fragen nicht ausreichend in Studien beantwortet sind, kann die private Anschaffung eines solchen Defibrillators nicht generell empfohlen werden. Wer dennoch glaubt, ein solches Gerät für zu Hause kaufen zu müssen, sollte vorher mit seinem Arzt bzw. Kardiologen Rücksprache halten, ob diese Geldausgabe in der jeweiligen Situation tatsächlich sinnvoll ist.

Professor Dr. med. Hans-Jürgen Becker

Autor: Prof. Dr. med. Hans-Jürgen Becker, Ehrenmitglied des Vorstands der Deutschen Herzstiftung.

(Redaktion: ebe)

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Bislang 52 Kommentare zu diesem Herzstiftungs-Beitrag

Falko C. aus Kriftel (19.04.2017): Jetzt bin ich genauso schlau wie vorher! Es kann doch kein Problem sein, erst die 110 zu wählen und dann das Gerät einzusetzen.

Michael S. aus Rheinstetten (17.04.2017): In ärztlich unterversorgten Gebieten m.E. als zusätzliche Chance doch wohl unbedingt empfehlenswert.

Dr. Karl S. (05.01.2017): Die Gegenargumente würden auch bei Anwesenheit zahlreicher Menschen ähnlich zutreffen. Es wäre m. E. sinnvoller, die Sinnhaftigkeit einer persönlicher Anschaffung an der persönlichen Risikosituation auszurichten.

Ohne Namen (05.01.2017): Es wird wohl Statistiken geben, wie viele Personen zuhause sterben, weil die Rettung oder der Arzt zu spät kamen und ein Defi bei früherer Anwendung vermutlich geholfen hätte. Je mehr solche Fälle existieren, desto sinnvoller der private Defi. Es kommt auch auf die durchschnittliche Anfahrtszeit des Notfallwagens an. Je länger desto hilfreicherer der eigene Defi.

Hakan aus Landsberg (26.12.2016): Ich finde in Deutschland sollten an öffentlichen Einrichtungen AEDs Pflicht sein. Leider gibt es viel zu wenige und flächendeckend sehr rar. Ich habe einen Fall von Brugada-Syndrom in der Familie und habe mir (trotz der wahnsinnigen Preise) einen AED für zu Hause gekauft. Natürlich hoffe ich, dass das Gerät niemals zum Einsatz kommen muss. Aber für den Fall der Fälle möchte niemand hilflos da stehen. Ich habe das halbe Internet auf den Kopf gestellt und leider keine klare Empfehlung bezügl. Der Marke (AED) herausgefunden. Ich habe mich für den Zoll AED Plus entschieden. Sicher nicht der Günstigste, aber mir war es wichtig, dass ich nicht an der falschen Stelle gespart habe. Ebenfalls wichtig für mich war die Funktion, dass ich auf dem Monitor die Herzschläge sehe. In der Hektik und psychischen Ausnahmesituation ist es schwer einen kühlen Kopf zu bewahren. Ein AED im privaten Haushalt finde ich sehr sinnvoll! Alternativ reicht natürlich ein Standardgerät ohne Display etc. Diese sind auch günstiger in der Anschaffung.

Klaus H. aus Kiel (14.12.2016): Bei meinen Segeltörns in der Ostsee habe in vielen dänischen Häfen Defibrillatoren gesehen, die in Hafengebäuden öffentlich zugänglich angebracht wurden. Das hat ganz bestimmt einen Sinn. M.E. kann man der gestellten Frage nach der Sinnhaftigkeit von Defis im privaten Bereich hinzufügen, dass grundsätzlich immer der Notarzt sofort informiert werden sollte und dann ein vorhandener Defi eingesetzt wird. Die Ausübung von Herzdruckmassage und Beatmung ist vielen Menschen nicht möglich, weil sie unsicher sind oder im Stress falsch handeln. Da hilft auch ein Defi wenig. Daher sollte man generell den Hebel früher ansetzen, d. h. mehr auf Trainings setzen, in denen Ersthilfemaßnahmen vermittelt werden, bei denen auch Defis zum Einsatz kommen. Autofahrer und Führer z. B. von Sportbooten sowie an allen Arbeitsplätzen sollten Ausbildungen auferlegt werden. Reine Freiwilligkeit schließt keine Lücken. Daher plädiere ich für mehr organisierte und vom Gesetzgeber verordnete Pflicht zu Teilnahme an Ausbildungen sowie Wiederholungen nach spätestens 10 Jahren. Oft bin ich mit meinem Boot erst nach vielen Stunden wieder in Landnähe. Über Seefunk sind Küstenfunkstellen erreichbar und Seenotkreuzer sowie Hubschrauber stehen zur Verfügung, um Menschen zu bergen. Das kann auch Stunden dauern, bis Hilfe vor Ort ist. Daher werde ich mir einen Defi anschaffen und mich in den Gebrauch einweisen lassen. Am Land sieht das anders aus. Aber wer weit entfernt von Rettungswagen, Kliniken und Helis lebt, ist eher auf sich allein gestellt. Da hilft gegenwärtig nur Eigenverantwortung. Schnelles und überlegtes Handeln hilft immer und, bis der Arzt oder ein Rettungssanitäter eintrifft, kann ein Helfer mit einem Defi vielleicht die zeitliche Lücke schließen, die ein Leben rettet. Ich bin der Überzeugung, die gestellte Frage eindeutig mit JA beantworten zu können. Dazu bedarf es keiner Studie. Logisches Denken reicht hier schon aus.

Wolfram B. aus Erbach (10.08.2016): In Irland hängt an jedem Eck ein solches Gerät! Da können wir in diesem Lande nur staunen. Defibrillatoren müssen flächendeckend in ganz Deutschland aufgehängt werden. An jedem zentralen Platz/Bahnhof etc. Und vor allem in ländlichen Gegenden (Kleinstädte ohne Krankenhäuser). Für jeden zugänglich und für den Notfall mit automatischer Anleitung für den Laien.

H. aus Dummerstorf (19.05.2016): Sinnvoll oder nicht, es sollte jeder für sich entscheiden können. Voraussetzung ist natürlich die korrekte Anwendung im Notfall durch den Ersthelfer, dieses bedarf meiner Meinung nach auch einer entsprechenden Unterweisung zur Handhabung des Gerätes.

Ohne Namen (08.01.2016): Ich persönlich arbeite als Notfallsanitäter und werde oft zum Notfall "INTERN 2 NA" gerufen, tja, was Kardiologisches. Da freut es mich, wenn jemand dem Patienten hilft oder sogar reanimiert. Sofern der Defibrillator richtig angewendet wird, ist er Lebensretter. Die meisten AEDs verfügen ja über ein Analysesystem und der Nutzer muss nur noch den Schock auslösen. Die CPR wird dann auch assistiert. Sofern dieses Computerprogram vorhanden ist, halte ich Laiendefis für sehr sinnvoll.

Hermann K. aus Marktredwitz (24.12.2015): Wenn die Anschaffung in Privathaushalten nicht unterstützt wird, wie will man dann eine Studie erstellen, wenn niemand in den ersten Minuten defibrillieren kann? Man hat nur einmal im Leben diese Chance, und wenn ich sie nicht nutze, kann ich keine Studie erstellen! Die meisten Menschen sterben zuhause und nicht am Flughafen oder im Einkaufszentrum. Ob der Notarzt in 10 oder in 11 Minuten kommt, ist das nicht egal? Die ersten Minuten entscheiden, ob der Mensch überlebt, und dazu gehört eine frühzeitige Defibrillation und eine vernünftige Herzdruckmassage nach der Defibrillation! Selbst die Rettungsleitstelle könnte die Defibrillation am Telefon unterstützen bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes.
In den ländlichen Bereichen dauert es einfach 10 Minuten, bis Hilfe da ist, und das ist zu lange. Es ist entscheidend, was in den ersten Minuten nach dem Herzstillstand geschieht. Ich durfte selbst zweimal miterleben, wie man Menschen mit einem Defibrillator zurückholt ins Leben, ich war es, der einen Defi hatte. Und wäre da kein Defibrillator gewesen, hätten diese beiden Menschen alleine durch Herzdruckmassage keine Chance gehabt, das beweisen Studien! So sieht es halt mal aus, bei uns am Lande. Und ich habe selbst einen Defibrillator zuhause und unterstütze auch die Anschaffung dieser Geräte für soziale Projekte mit meiner Firma.

H. aus Petting (10.12.2015): Der Kommentar hat mir sehr geholfen, die Anschaffung eines Defibrillator im Privatbereich zu beurteilen.

Ohne Namen (22.11.2015): Wenn es sein könnte, dass ich mit dem AED die Herzdruckmassage vernachlässige, dann ist es doch egal, ob er im Wohnzimmer oder auf dem Flughafen hängt. Es gibt Herzerkrankungen, bei denen eine frühe Defibrillation die einzige Chance ist. Z. B. bei dilatativer Kardiomyopathie oder hochgradiger Aortenklappenstenose. Der Besitz eines solchen Gerätes muß gleichzeitig Aufforderung sein, es im Ernstfall kompetent einsetzen zu können – als gutes Gewissen zum Kaufen allein ist es unsinnig.

Eheleute E. aus Herdecke (23.07.2015): Mein Mann und ich arbeiten schon seit Ewigkeiten auf einer Intensivstation und haben praktisch den "Ulmer Koffer" (bis auf die Medikamente) zu Hause. Da wir beide vom Fach sind und uns so unsere Gedanken machen, sind wir zu dem Entschluss gekommen, uns einen AED-Defi zu holen, da wir das beide durchaus für sinnvoll halten. Wir sind aber über die Anschaffungskosten sehr erstaunt. Wir haben Verständnis dafür, dass die Geräte durchaus ihren Preis wert sind, aber für eine Krankenpflegerfamilie mit 2 Kindern ist diese Anschaffung z. Z. nicht möglich. Gibt es Alternativen?

Antwort der Deutschen Herzstiftung: Vielen Dank für Ihren Kommentar. Für Fragen zu diesem Thema können Sie am einfachsten die » Sprechstunde der Herzstiftung nutzen, da unsere Herzexperten an dieser Stelle keine Nachfragen beantworten können. Alles Gute und herzliche Grüße! Ihre Deutsche Herzstiftung

Dr. rer. nat. Würminghausen (14.07.2015): Wenn der Notarzt "schon" nach 10 min einträfe und nach weiteren 3 min seinen Defibrillator einsetzt, ist es bereits zu spät. Besser eine unzureichende Herzdruckmassage, aber eine schnelle private Defibrillatorbehandlung als nur die Massage.

Werner D. aus Bremen (26.03.2015): Wir vom Dierker Brandschutz finden einen AED für unseren Betrieb sowie auch für unsere Kunden ohne Einschränkungen sinnvoll. Gerade wenn man mit vielen Menschen im Betrieb zu tun hat und evtl. auch selbst zu einer Risikogruppe gehört. Wenn man sich eingehend mit dem Defi vertraut macht und regelmäßig auch Erste-Hilfe-Kurse besucht, in denen die Anwendung geübt wird, dürfte es keine Frage sein, ob man sich einen Defi anschafft oder nicht. Wir haben uns dafür entschieden und werden den Defi auch bei unseren Brandschutzschulungen im Erste-Hilfe-Bereich mit einbinden.

Claus S. aus Berlin (10.02.2015): Der Hinweis, dass es zu Verzögerungen bei der Alarmierung des Notarztes kommen kann, ist ein nicht zu unterschätzender Hinweis!

Klaus W. aus Bad Wurzach (15.01.2015): Für zu Hause bzw. privat sollten außer dem Betroffenen m.E. am besten noch zwei weitere Personen anwesend sein, um die Herzdruckmassage vor dem Einsatz des Defibrillators zu garantieren.

Daniel O. aus Berlin (16.11.2014): Nach einer aktuellen Schulung zum Ersthelfer (im Betrieb) wird einem das Risiko eines Herzstillstands auch bei scheinbar gesunden Personen erst bewusst. Der nächste öffentlich zugängliche Defi ist zu weit weg, um zeitnah erreicht werden zu können, daher werde ich mir einen zulegen.

Joachim W. aus Bamberg (07.11.2014): Viele Kommentare hier beziehen sich nur auf den Eigennutzen. Ein verfügbarer Defi versetzt aber einen selbst in die Lage, damit anderen zu helfen. Sicher ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass ein Defi an belebten Orten eher zum Einsatz kommen wird, als ein Defi im Privathaushalt. Das schränkt aber den Sinn nicht ein. Und ich bin der Meinung, dass gerade an Sportstätten und Fitnesszentren, wo Menschen an Leistungsgrenzen gehen, derartige Geräte sogar vorgeschrieben sein sollten, genauso wie eine Qualifikation des Betriebspersonals in Erster Hilfe und Herz-Lungen-Wiederbelebung.

Ohne Namen (05.11.2014): Das Problem der meisten AED-Geräte, die auf dem Markt sind, ist, dass zwischen dem Einschalten des Gerätes über das (richtige) Aufkleben der Elektroden, der Analyse und ggf. Aufladung bis zur Schockfrei- bzw. -abgabe zu viele Sekunden verstreichen. Je nach Gerät und Helfer dauert der oben beschriebene Vorgang zwischen 30 und über 90 Sekunden. Zeit, in denen keine Herz-Lungen-Wiederbelebung vorgenommen wird und damit das flimmernde/stillstehende Herz kein Blut umpumpt. Ein AED-Gerät ist aus meiner Sicht nur die Kür für mind. zwei Helfer, wenn alle Basismaßnahmen vorgenommen wurden (Herzdruckmassage und Beatmung und ein 2. Helfer das Gerät holt, die Elektroden klebt und die Zeitintervalle zwischen den Herzdruckmassagen ("Hands off time") so gering wie möglich gehalten wird und nur für die Atemspende (nicht länger als 5 Sekunden) unterbrochen wird. An Flughäfen, Bahnhöfen, Spielkasinos, Sportstätten, sind diese Geräte aus meiner Sicht ratsam, für Privatleute eher unnötig und zu kostenintensiv. Die Geräte haben nicht nur einen relativ hohen Anschaffungspreis, auch müssen der regelmäßige Austausch der Elektroden (i.d.R. alle zwei Jahre) und der Batterie (je nach Hersteller alle 3-6 Jahre) sowie ggf. sicherheitstechnische Kontrollen nach MPG einkalkuliert werden. Im Vergleich zu einem Menschenleben zwar sicherlich ein zu vernachlässigender Posten, aber solange das Gerät "nur" vorgehalten wird, ein großer Kostenfaktor.

Holst B. aus Eching (08.10.2014): Es schließt ja nicht aus, dass man den Notruf 112 sofort anruft und dann trotzdem die Herzdruckmassage durchführt und den Defibrillator einsetzt, vor allem, wenn man auf dem Lande wohnt und die ärztliche Versorgung doch eine gewisse Zeitverzögerung beinhaltet.

Hartmut J. aus Schleiz (07.05.2014): Ich fand diese Information deshalb nicht unbedingt hilfreich, da sich in dieser Information ein Widerspruch verbirgt. Einerseits sollen wir so schnell wie möglich den AED, mit gleichzeitigem Beginnen der HLW in Anwendung bringen und anderseits wird es nicht empfohlen wegen der HLW. Ich bin der Meinung gerade für Herzpatienten wäre ein AED ratsam, denn diese Patienten bzw. Ihre Angehörigen haben und werden sich mit dieser Problematik intensiver auseinander setzen. Meiner Meinung nach, ist es aber wichtiger AED in öffentlichen Einrichtungen etc. zu installieren, es muss in Deutschland die Notwendigkeit und nicht das Kommerzielle im Vordergrund stehen.
Hartmut J., Herzpatient und HLW-Ausbilder

Pilgram aus Bielefeld (16.03.2014): Ein solches Gerät ist nur dann sinnvoll, wenn es eine 2. Person sinnvoll benutzen kann, ansonsten finde ich es eher gefährlich.

Wolfgang Paulisch aus Stadtlohn (07.02.2014): Wir haben überlegt, ob es gut ist, in einer Versammlungsstätte, wie unseren Königreichssaal, sich so ein Gerät anzuschaffen. Aber wir sind nur eine kleine Gemeinde von 85 aktiven Zeugen Jehovas. Da ist es besser einen Checkplan für Erste Hilfe bei Herzstillstand bereitzulegen.

Karl-Josef B. aus Schloß Holte (08.01.2014): Ich habe seit einigen Jahren Herzrhytmusstörungen 4 Abplationen hinter mir bisher hat bei mir nichts geholfen. Was gibts noch für möglichkeiten?

Hestermann (24.12.2013): Ich möchte wissen, ob die Anschaffung eines Defibrillators in einem Fitness-Center zu empfehlen ist - viele Mitglieder fragen danach und würden sich mit Spenden an der Anschaffung beteiligen und sich einweisen lassen.
MfG Hestermann

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Alfred Casutt aus Anwil / Schweiz (01.10.2013): Klar doch, es braucht Abklärung, aber in einer kleinen Ortschaft sollte die Information über die Gemeindekanzlei die Info haben, wo bei wem das Gerät vorhanden ist. Ebenso müssten die Ärzte wissen, wer ein Gerät hat. Damit wäre dann allen Einwohnern ein Dienst erwiesen. Klar ist es eine Anschaffung, die ins Geld geht. Trotzdem, die Erfahrung in meinem Umkreis war erschreckend, der Fahrer war auf der Autobahn, konnte noch auf den Ausstellparkplatz und per Handy daheim Alarm schlagen, innert wenigen Minuten war Hilfe da, ab ins Spital mit Anruf aus Auto, die waren bereits vorbereitet, innert 3 Min. war der auf dem OP-Tisch. Der Mann hat noch keine 50 Jahre, füreinander da zu sein, wäre ein mehr als guter Vorsatz.

Roland B. aus Sinn (02.08.2013): Ich finde ein Gerät, welches Herzrhythmusstörungen meldet und darauf reagiert, sollte in jedem Haushalt und jeder Sportstelle zu finden sein.

Prof. Dr. Martin Weskott aus Kühlungsborn (10.07.2013): In Deutschland gibt es aber noch viele geeignete Orte für die Platzierung eines AED, die noch ungenutzt sind. Unser AED-Netz, in Wuppertal ausgehend von den Wuppertaler Stadtwerken aufgebaut, hat sich bereits mehrfach bewähren dürfen.

Helmut S. aus Berlin (18.06.2013): Zum Kommentar von Intensivpfleger aus Nümbrecht "ein gesunder Mensch braucht keinen AED". Dieser Kommentar ist aus meiner Sicht fraglich. Warum heißt es "plötzlicher Herztod". Ich habe selbst schon erlebt, wie ein scheinbar vollkommen gesunder Mensch plötzlich Tod umgefallen ist, mit Diagnose "plötzlicher Herztod". Gerade für scheinbar gesunde Menschen ist die Gefahr am größten. Ich selbst habe einen Bypass, 6 Stents und einen Schrittmacher. Ich bin aber bedingt dadurch in so engmaschiger kardiologischer Kontrolle, dass eigentlich nichts passieren kann, weil sofort "nachgebessert" wird, die Wahrscheinlichkeit, dass ein vermeintlich gesunder Mensch ein solches Gerät benötigen wird, ist um ein Vielfaches höher.

Helga W. aus Oppenau (09.06.2013): Wir verzichten auf eine Urlaubsreise und haben uns ein AED-Gerät zugelegt, weil wir etwas abgelegen wohnen. Außerdem ist es ungewiss, ob der Rettungswagen mit Notarzt in der nötigen Zeitspanne eintreffen kann. Hoffentlich muß das Gerät "nie" benutzt werden, aber es beruhigt etwas. Mit freundlichen Grüßen Helga W.

Dietrich L. aus Berlin (31.10.2012): Hatte gerade in dem Deutschen Herzzentrum eine Katheterablation sowie weitere Katheteruntersuchungen. Erfolg. Sinusknoten wieder normal sowie der Allgemeinzustand.

P. Kropp aus Schwetzingen (17.10.2012): Ich denke mit der nötigen Information ist es sehr sinnvoll, sich auch privat einen Defi anzuschaffen. Es scheitert, meine ich, eher noch am Preis, der bei hoher Nachfrage auch extrem sinken wird. Ich glaube, in spätestens 1 Jahr werden solche Geräte auch beim Discounter angeboten und der Preis wird unter 500 Euro sein. Mit einer besseren Information der Leute wird dies so kommen, da bin ich mir ganz sicher. P. Kropp

Susanne V. (03.07.2012): Hätte gerne Information in Bezug auf meine Mutter! Sie ist 63 Jahre alt und hatte im Januar einen zweiten Herzinfarkt (Vorderwand). Im Februar wurde ein interner Defibrillator "eingepflanzt". Nun wurde bei der letzten Untersuchung ein Vorhofflimmern festgestellt. Medikation wurde angepasst und die Dosis des Blutverdünners erhöht. Meine Fragen: Was kann passieren? Was sind die Folgen? Was können wir als Familie unternehmen? Vielen Dank, würde mich über Antwort freuen!

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Jochen Adolfs aus Dormagen (19.06.2012): Eine Anschaffung ist in jedem Fall nicht empfehlenswert, wenn niemand da ist der das gekaufte, meist nicht standardisierte, Gerät auch zuverlässig bedienen kann. Was nützt das Gerät zum Beispiel einer alleinlebenden Person, die dann von Herzrhythmusstörungen bewußtlos wird und dadurch keine Möglichkeit hat das Gerät zu benutzen. Allen sollte klar sein, dass Defibrillatoren, implantierte oder externe, Rhythmusstörungen nicht verhindern; sondern nur unterbrechen oder bestenfalls beenden können.

M. Siebert aus Kassel (02.05.2012): Ich persönlich finde einen AED für zu Hause ohne Einschränkungen sinnvoll. Gerade wenn man ältere Menschen mit im Haus hat und evtl. selbst zu einer Risikogruppe gehört. Wenn man sich eingehend mit dem Gerät vertraut macht und regelmäßig Erste Hilfe-Kurse besucht, in denen die Anwendung geübt wird, dürfte es keine Frage sein, ob man etwas falsch macht (Notruf/HLW).

Intensivpfleger aus Nümbrecht (12.02.2012): Wem bekannt ist, dass er eine Erkrankung hat, die zu Herzrhythmusstörungen führen könnte, dem wird (wenn es nötig ist) ein Defi operativ implantiert. Und ein gesunder Mensch muss nicht damit rechnen, dass er einen irgendwann brauchen könnte. Ein Patient der kardial vorerkrankt ist mit Stents, Bypass-OP am Herzen, Herklappen-OP etc. könnte trotz alledem darüber nachdenken, aber es bleibt umstritten. Ausnahme: Wenn jemand ein Defi braucht (vom Arzt empfohlen wird), ihn aber ablehnt, sollte er sich einen externen für alle Fälle kaufen ...

Friedrich Lutz aus Weiler (zur Zeit Fuseta in Portugal) (22.01.2012): Zusatzfrage: Ich habe seit zwei Jahren einen "Defi". Habe mir nun bei LIDL ein Massagegerät (Shiatsu-Sitzauflage) gekauft. Wie kann ich das Gerät ohne Gefährdung (Strahlung) benutzen. Mein Cardiologe in Deutschland machte nur ganz vage Angaben. Für eine baldige Antwort wäre ich Ihnen sehr dankbar! Mit freundlichen Grüßen aus Portugal!!! Fritz Lutz

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Helmut Leicht aus Eurasburg (16.12.2011): Defi zu Hause ja - bei Herzvorerkrankungen in der Familie. Kann Leben retten! Logisch ist doch: Zuerst (!) Notruf absetzen. Dann die erforderlichen Maßnahmen (Herzdruckmassage/Beatmung/Defi) durchführen.

Banny aus Bernkastel-Kues (16.12.2011): Ein Defibrillator ist gut, wenn jemand da ist, der das Gerät bedienen kann. Ich bin alleine, aber für gut halte ich es in jedem Fall.

Andreas Hasselmann (07.12.2011): Noch einmal einige Anmerkungen meinerseits zu den aufgeworfenen Fragen ... Ein implantierter Defi ein sog. Cardioverter also Herzschrittmacher + Defi in einem ist sinnvoll bei Hochrisiko-Patienten, wo dies bekannt ist. Er ist teuer, erfordert 1 Op und ist für die betreffende Gruppe eine gute Lösung, die allerwenigsten der ca. 130.000 plötzlichen Herztodesfälle gehören leider in diese Gruppe. Es ist also keine Lösung des Problems. Nur die Kombination von korrekt durchgeführter Herzdruckmassage + Beatmung und dem lebensrettenden Elektroschock des AED rettet Leben! Warum? Jede Minute, die verstreicht ohne Einsatz des AED, reduziert die Überlebenschance um 10 % nach 5 Minuten nur noch 50 % und nach 10 Minuten (da kommt meist erst der Rettungsdienst) ca. 5 % danach hat sich allerspätestens das Kammerflimmern das elektrisch beahandelt werden kann (AED) zur Asystolie = Nulllinie verwandelt. Das AED-Gerät verweigert den Schock, weil unsinnig! Man sieht selbst bei korrekter HLW-Technik (70 % aller Herzkompressionen sind mangelhaft, zu schnell, zu langsam, nicht fest genug!) ist die Überlebensrate ohne AED-Gerät gering, wenn man auf den Rettungswagen wartet + dessen Defi ... leider. So gesehen hatte Anita aus Hessen sehr viel Glück, dass sie trotz fehlendem AED überlebt hat + ein Bravo an den couragierten Ehemann. PS: Vorhofflimmern und Kammerflimmern haben außer mit der Namensähnlichkeit nicht viel gemein zum Glück! Das eine ist sehr unangenehm und kann gr. Ängste im Patienten erzeugen, beim andern ist man tot! Beim Vorhofflimmern oder speziell der erwähnten "paroxysysmalen supraventrikulären Tachycardie" stehen oft unbewusste Ängste und Sorgen im Hintergrund, die die Anfälle von "Herzrasen" auslösen, typ. nachts wenn der Alltag zurücktritt kommt das unbewusste zutage. Eine psychologische Beratung oder Homöopathie helfen oft erstaunlich gut ... Metoprolol löst nicht die Ursache ... MfG A. Hasselmann, Fachkrankenpfleger Anäst/Int.

Selcuk Cankaya aus Essen (27.11.2011): Sehr geehrte Damen und Herren, seit 11 Jahren beschäftige ich mich schwerpunktmäßig mit dem Thema Frühdefibrillation und kann auf einen fundierten und wissenschaftlichen Erfahrungsschatz zurück greifen. Bei den Argumenten für oder gegen einen Defibrillator (Laiengerät) wird hier vergessen, dass die Überlebenschancen laut Studien der American Heart Association um 40 % gesteigert werden konnten. Die Überlebenschance bei Herzkreislaufversagen beträgt im Durchschnitt 5 %! Mit Frühdefibrillation könnten es mehr als 40 % sein, das sind mehr als 35 Menschenleben. Wovon reden wir eigentlich! Natürlich ist ein Gerät für Risikogruppen für zu Hause, oder ländliche Regionen sinnvoll. Natürlich muss die Erste-Hilfe Herzdruckmassage immer wieder trainiert werden und selbstverständlich muss jemand da sein der den Defi bedient, aber wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind, dann macht der Defi durchaus Sinn. Oder will man es darauf ankommen lassen, dass man die lebensrettende Technik nicht nutzt und dadurch in Kauf nimmt, dass Angehörige sinnlos sterben. Die Menschen geben täglich oder im Jahr sinnlos Geld für Produkte ohne Mehrwert aus, da wird es keine Fehlinvestition sein für den Notfall vorgesorgt zu haben. Was hat man denn zu verlieren? 1000 € cirka oder das Leben. Prost Mahlzeit! Dann können Sie wählen, was Ihnen lieber ist. Beste Grüße Selcuk Cankaya

René K. aus Nauen (29.10.2011): Ich persönlich finde, dass jeder so ein Gerät besitzen sollte. In Amerika ist es weit verbreitet und eine Studie dort beweist eindeutig die Vorteile eines Defibrillators. Dieser wird dort auch in vielen Pkws aufbewahrt. Da ich Ersthelfer bin und mich mit den Gerätschaften gut auskenne, kann ich sagen dass jeder 14-Jährige einen Defibrillator ohne weiteres einsetzen kann. Es ist wirklich kinderleicht! Zudem wird jeder nötige Schritt vom Gerät erklärt und anschließend wird ein EKG geschrieben. Nur bei Herzstillstand bzw. Kammerflimmern kann der elektrische Schock durch einen Tastendruck am Gerät erfolgen! Da kann man definitiv nichts verkehrt machen. Das einzige was mich persönlich von den Geräten abhält ist der Preis. In den USA kostet so ein Gerät ab 140 $ (ca. 100 €) aufwärts. Hier in Deutschland zahlt man für das günstigste 700 €. Da frag ich mich natürlich, wie der Preisunterschied zustande kommt ..., am besten bestellt man den Defi in den USA, mit Zoll usw. liegt man dann bei ca. 140-150 € und hat 500 - 600 € gespart, zudem fast alle Geräte mit 24 verschiedenen Sprachen programmiert sind. Denn merke: Ein Defibrillator ist schnell einsatzbereit und rettet zu ca. 60 % vor dem Herztod, eine Herzdruckmassage wiederum erreicht nur 8 % Überlebenschancen für den Patienten, da der Notarzt bis zum eintreffen mindestens 15 min. braucht. Zeit die tödlich enden kann, ohne ein solches Gerät!

Anita H. aus Hessen (04.09.2011): In öffentlichen Einrichtungen finde ich die halbautomatischen Defibrillatoren sehr sinnvoll. Zuhause bringen sie nichts, wenn der Herzkranke zuhause umfällt und niemand da ist! Tausendmal besser und sinnvoller ist es, wenn die Familienangehörigen regelmäßig einen Erste-Hilfe-Kurs belegen, um im Notfall die Herzdruckmassage und Mund zu Mund Beatmung durchführen zu können. Das beste Beispiel bin ich selbst. Mein Mann nahm über Jahre regelmäßig an Erste-Hilfe-Kursen teil (was ich damals dummerweise belächelte) und rettete mir damit am 30.07. das Leben, weil er zuhause war! Wäre er nicht zuhause gewesen, hätte mir auch ein halbautomatischer Defibrillator nicht helfen können!

Torsten (29.07.2011): Ich bin 30 Jahre alt und habe einen implantierten Defibrillator. Als Agraringenieur bin ich oft allein unterwegs. Somit denke ich, es wäre für mich, wenn ich theoretisch keine implantierten Defi hätte, eine trügerische Sicherheit eine externen Defi zu haben. Auch denke ich, dass man in Situationen in den man alleine ist, leicht in Panik geraten kann, denn man weiß, dass einem Niemand den externen Defi anlegen kann. Also kann ich eher von Heim-Defis abraten. Wenn die Herzerkrankung so schwer ist, dass Kammerflimmern droht, soll und muss der Arzt zu einem implantierten Defi greifen. Somit erübrigt sich der Sinn eines externen Defis.

Horst G. aus Hamburg (25.07.2011): Mein Herz wird mit einem s. g. Dreikammer-Schrittmacher mit Defi in seiner Arbeit unterstützt. Tritt bei mir in der Öffentlichkeit ein Flimmern auf, dann übernimmt der interne Defi normalerweise die Arbeit der Rhythmuswiederherstellung. Wie kann ich mich nun schützen gegen eine gut gemeinte, gleichzeitige Maßnahme mit einem halbautomatischen Defi? Natürlich lösen die Geräte nur im Bedarfsfall aus, genau wie mein interner Defi. Ist mein eigener Defi aber noch mit der Wiederherstellung beschäftigt, kann es dann zu gefährlichen Überschneidungen kommen?

Antwort der Deutschen Herzstiftung: Vielen Dank für Ihren Kommentar. Für Fragen zu diesem Thema können Sie am einfachsten die » Sprechstunde der Herzstiftung nutzen, da unsere Herzexperten an dieser Stelle keine Nachfragen beantworten können. Alles Gute und herzliche Grüße! Ihre Deutsche Herzstiftung

Uwe G. aus Schwäbisch Gmünd (21.07.2011): Ich vermisse griffige Kriterien, die HEUTE zu einer schlüssigen, vernünftigen Vorgehensweise helfen können, z.B.: Gibt es mehrere Menschen, die da sind und die den Defi wirklich bedienen können - und dies im Ernstfall auch tun werden? Gibt es nur eine unbestimmte Ahnung oder konkrete, messbare Gefährdungen, die aufzeigen, dass jemand den Defi wirklich benötigen könnte? Wie gut und schnell ist die Notfallversorgung? Ist die Anwesenheit des Defi eine Entlastung oder gar eine Belastung (i. S. einer permanenten Erinnerung an die Gefahrensituation)?

Antwort der Deutschen Herzstiftung: Vielen Dank für Ihren sehr interessanten Kommentar. Für Fragen zu diesem Thema ist es am einfachsten die » Sprechstunde der Herzstiftung zu nutzen, da Nachfragen an dieser Stelle aus technischen Gründen nicht beantwortet werden können. Herzliche Grüße und nochmals vielen Dank für die interessanten und wichtigen Punkte! Ihre Deutsche Herzstiftung

Hans-Jürgen W. aus Herne (29.06.2011): Wir wohnen in einer Seniorenwohnanlage (Sozialwohnungen) mit 32 Bewohnern. Vor einigen Wochen diskutierten wir, ob ein vollautomatischer Defibrillator gekauft werden soll. Dieser würde in einem Wandschrank im Gemeinschaftsraum für den Notfall für die Bewohner/Besucher hinterlegt. Die Meinungen gingen stark auseinander. Die einen meinten, es wäre nicht nötig, die anderen Mieter sehen die Anschaffung als sinnvoll an. Der Einsatzwagen/Notarzt braucht nach einem Anruf im Notfall 5 bis 7 Minuten zu uns. Die Mehrheit der Mieter war nach langen Diskussionen dafür, einen Defibrillator anzuschaffen. Ein großer Teil der Mieter wird eine AED-Einweisung, einen HLW-Kurs und zusätzlich noch einen Erste-Hilfe-Kurs belegen. Wir suchen auch noch Sponsoren.

Andreas Hasselmann aus Neuried (31.05.2011): Ein AED ist definitiv sinnvoll, allerdings nur bei gleichzeitiger Schulung in HLW z. B. AED-Kurs oder "Fit for Life" Kurs (beide ca. 3 Std. ca. 25 Euro), wenn eine gefährdete Person daheim lebt mit mind. 1 Angehörigen. (Den AED kann man ja selber bei VF/VT nicht mehr einsetzen ...) Das günstigste Gerät gibt es ab 599 Euro, allerdings wäre für den kaum trainierten Angehörigen in dieser max. Stresssituation 1 Gerät empfehlenswert, das auch die HLW korrigiert! (Diese Option bieten leider ganze 3 Geräte von 24 auf dem Markt!) Der Zoll AED +, der Zoll AED pro und der Heartsine PAD 500-P. Alle kosten ca. 1700 - 2100 Euro. Zoll ist teurer im Preis, aber billiger in den Folgekosten). Ich habe mir auch einen AED gekauft als Verpflichtung und weil ich absolut von der Notwendigkeit der frühestmöglichen Defibrillation überzeugt bin als Fachkrankenpfleger Anästhesie/Intensiv+Erste-Hilfe-Ausbilder Malteser Offenburg, MPG Berater für AED

K. Müller-Hertenstein aus Karlsruhe (02.02.2011): Es wäre wünschenswert, daß Sie die Antwort auf solche Anfragen von allgemeinem Interesse wie die von Birgit M. im Newsletter veröffentlichen würden.

H. aus Nürnberg (24.01.2011): Habe mir tatsächlich Gedanken gemacht, ob ich mir einen Defibrillator für Zuhause kaufen sollte. Dank Ihrer Info werde ich mich nun an den Hausarzt wenden und dies besprechen. Herzlichen Dank

Birgit M. aus Altenburg (24.11.2010): Guten Tag, ich hätte gern gewusst, ob man solch ein Gerät selber, als Betroffene von Vorhofflimmern, einsetzen kann. Ich habe manchmal extrem unregelmäßige Pulsfrequenzen über 200/min. Habe Angst, dass das mal in Kammerflimmern übergeht. Bisher wurde immer Vorhofflimmern angenommen. Die Angst, wenn man nachts solche Frequenzen erleidet, ist riesengroß und ich weiß nicht, wie oft ich schon meinem grinsenden Tod ins Gesicht geblickt habe, wo kein Mensch da war und ich nachts den Notarzt rief. In der Zeit habe ich Metoprolol zusätzlich eingenommen, die nehme ich allerdings sowieso. Meistens wenn der Arzt dann nach 15 Min. erschien, hatte ich lediglich noch 100/min und hohen Blutdruck vor lauter Angst zu sterben. Mir wurde dann immer erklärt, ich hätte eine Herzneurose, da das EKG in Ordnung war. Nun bin ich im Herzzentrum Leipzig, wo durch die Implantation eines Reveal Frequenzen um die 160/min aufgezeichnet wurden. Leider löscht das Gerät durch Oversensing automatisch Aktionen, weil übervoll. Ich bin 46 Jahre, habe dadurch schon eine leichte Hypertrophie und fühle mich einfach nicht mal in der Lage Autobahn zu fahren, oder in den Urlaub, oder sonst wohin, da ich immer Angst habe, keine Hilfe zu erfahren, wenn das wieder so extrem zuschlägt. Vielleicht können Sie mir einen Rat geben. Vielen Dank.

Antwort der Deutschen Herzstiftung: Vielen Dank für Ihren Kommentar. Für Fragen zu diesem Thema können Sie am einfachsten die » Sprechstunde der Herzstiftung nutzen, da unsere Herzexperten an dieser Stelle keine Nachfragen beantworten können. Alles Gute und herzliche Grüße! Ihre Deutsche Herzstiftung

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