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Allen Menschen mit einer KHK oder einem Herzinfarkt empfiehlt die Herzstiftung den Sonderband „Medikamente, Stents, Bypass - Therapie der koronaren Herzkrankheit”, in dem ausgewiesene Herzspezialisten ausführlich die wichtigsten Therapien bei einer koronaren Herzkrankheit und nach einem Herzinfarkt erläutern. Mitglieder können den Sonderband hier kostenlos bestellen.
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Das sind die Anzeichen für einen Herzinfarkt
Bislang 54 Kommentare zu diesem Beitrag (Stand: Freitag, 03.02.2012)

Bei diesen Anzeichen im Herzbereich oder Brustkorb sollten Sie sofort an einen Herzinfarkt denken und ohne Zeitverlust den Notarzt rufen:
• Starke Schmerzen
mit einer Dauer von mindestens fünf Minuten. Oft strahlen die Schmerzen in andere Körperregionen aus – z. B. in die Arme, den Oberbauch, zwischen die Schulterblätter in den Rücken oder in den Hals und Kiefer (siehe Abbildung).
• Massives Engegefühl
Oft tritt ein Herzinfarkt mit einem heftigen Druck oder einem sehr starken Einschnürungsgefühl im Herzbereich in Erscheinung. (Viele Menschen mit einem Herzinfarkt haben das Gefühl, dass ihnen ein Elefant auf der Brust steht.)
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• Heftiges Brennen
Oft handelt es sich bei den Schmerzen eines Herzinfarkts auch um ein stark brennendes Gefühl.
• Übelkeit, Erbrechen, Luftnot und Schmerzen im Oberbauch
Ein Herzinfarkt kann sich auch alleine mit so genannten „unspezifischen Anzeichen″ bemerkbar machen, was bei Frauen etwas häufiger vorkommt als bei Männern. Zu unspezifischen Anzeichen zählen z. B.: Übelkeit, Luftnot, Schmerzen im Oberbauch und Erbrechen. Da solche Beschwerden auch bei anderen harmloseren Erkrankungen auftreten können, empfiehlt die Deutsche Herzstiftung immer dann den Notarzt zu rufen, wenn diese unspezifischen Beschwerden in zuvor noch nie erlebtem Ausmaß auftreten. Möglicherweise steckt dann ein Herzinfarkt dahinter.
• Angstschweiß mit kalter, fahler Haut
Häufig tritt bei einem Herzinfarkt zusätzlich Angst auf, die sich z. B. mit einer blassen/fahlen Gesichtsfarbe und Kaltschweißigkeit bemerkbar machen kann.
Tipp: Falls Sie den Newsletter der Deutschen Herzstiftung mit regelmäßigen Tipps zu Herzerkrankungen von unseren unabhängigen Herzspezialisten noch nicht abonniert haben, können Sie dies » Hier kostenfrei nachholen.
Autor: Prof. Dr. med. Hans-Jürgen Becker ist Ehrenvorsitzender der Deutschen Herzstiftung.
(Redaktion: ebe)
Bislang 54 Kommentare zu diesem Beitrag
Matthias aus Chemere le Roi Frankreich (02.02.2012): Guten Tag das Team der Deutschen Herzstiftung und Grüsse aus dem Westen Frankreichs, auch an alle Leser sendet Ihnen Matthias.
Geboren 1964 und seit über 20 Jahren in Frankreich lebend, hat es mich vor fast 2 Jahren mit einem Herzinfarkt erwischt. Die Folge waren eine Stent-Implantation und ein doppelter Bypass. Nach fast 6-monatiger Unterbrechung nahm ich meine Arbeit in einer Transportfirma wieder auf. Gegenwärtig habe ich wieder dieses Brennen im Brustbereich, so dass ich denken könnte, es gäbe wie einen kleinen Teufel in mir, der mit einem Feuerzeug mir meine Lungen einheizt. Natürlich denke ich dabei sofort an die Vorzeichen, welche ich damals hatte. Das sind nämlich die gleichen. Heute aber reagiere ich nicht darauf. Die Schmerzen kommen und gehen. Und eines Tages müssen wir ja alle in die Kiste hüpfen und der Deckel kommt drauf. Warum also noch 20 Jahre lang arbeiten, wenn der Staat schon heute finanzielle Probleme hat? Mit anderen Worten: Lohnt es sich denn überhaupt noch eine gesunde Lebensweise zu haben?
In Europa will man keinen Krieg mehr. Das ist in Ordnung. Aber Verkehrstote will man auch nicht. Auch keine Aidstoten, ebenso wenig wie Krebstote oder Verhungerte. Natürlich ist das alles dramatisch. Aber können wir alle 100 Jahre alt werden? Wenn ich also heute oder morgen ins Gras beißen sollte, ja dann war es eben Zeit für mich. Schade für den Herzspezialisten, der an mir herumgeschnippelt hat. Seine Arbeit wäre somit zunichte. Ist aber nun mal sein Job, mit dem er sein Geld verdient und seine
Familie ernährt. Trotzdem nochmals vielen Dank für Ihre Hinweise. Matthias
Vera aus Essen (24.01.2012): Ich hatte überhaupt keine Krankheitssymptome. Wurde von meinem Lebensgefährten bewusstlos und mit "Schaum" vor dem Mund aufgefunden und da ich an Epilepsie leide, mit Verdacht auf einen Grand Mal-Anfall ins Krankenhaus gebracht. Von dort in eine andere Klinik, die den Herzinfarkt feststellte. Lieber einmal mehr den Notarzt rufen!!!
Daniel S. aus Saarland (18.01.2012): Hallo, bin männlich und 27 Jahre alt. Die Infos sind wirklich super, nur muss man auch sagen, dass ich vor 1 1/2 Jahren deswegen Todesängste durchlitt. Schmerzen im Brustkorb, linker Arm, Schwindelanfall auf der Arbeit. Direkt ins KKH. Ekg i. o., Termin Kardiologe, der sagte: Ohne familiäre Vorgeschichte oder Herzfehler von Geburt (liegt beides nicht vor) wäre ich noch zu jung mit 26 für einen Herzinfarkt. Echo, Ekg, Belastungs-Ekg alles top. Könnte von der Halswirbelsäule/Brustwirbelsäule kommen, die gleiche Symptome verursachen können. Und Tatsache hab eine HWS-Verkrümmung und die BWS ist auch nett top. Achte jetzt aber wegen der Angst (die ich irgendwie nicht mehr los werde) vor einen Herzinfarkt jetzt mehr auf meine Gesundheit. Fazit: Symptome sind manchmal zweideutig.
Martina W. aus Ellwangen (Jagst ) (17.01.2012): Ich hatte 2010 einen Hinterwandinfarkt und die Anzeichen, die hier beschrieben sind, waren sehr identisch. Ich finde es gut, daß man hier sehr, sehr gut informiert wird. Vielen dank dafür.
Sonja aus Siegen (11.01.2012): Vielen Dank für die Hinweise und Kommentare, sie sind sehr hilfreich. Mein Interesse gilt derzeit meinem Vater, der bald einen Stent nach einem Schlaganfall gesetzt bekommt. Wenn ich diese Beiträge lese, denke ich, dass die Anzeichen in den letzten Jahren immer wieder da waren, aber von Herzinfarkt hat bisher kein Arzt gesprochen. Leider kommt noch hinzu, dass er seine Symptome selbst nicht ernst nimmt, obwohl er zu einer Risikogruppe gehört (Rauchen, erblich vorbelastet). Denn selbst nach einem Schlaganfall war er erst zwei Tage später (!) bereit, einen Arzt aufzusuchen. Ich freue mich für jeden, der seine Symptome ernst nimmt und durch schnelle Reaktionen sein Leben verlängern darf. Viel Glück an alle.
Anne aus Oldenburg (08.01.2012): Hallo, meine Oma (75 J.) hatte heute morgen einen Herzinfarkt. Hätte ich diese Seite schon früher gelesen, hätte ich gestern auf ihre Aussagen zu ihren Schmerzen vermutlich sofort reagiert und sie wäre gestern schon im Krankenhaus gewesen. Ich habe furchtbare Angst, dass sie stirbt zumal mein Opa 2010 nach einer Herzkatheter-Untersuchung gestorben ist und ihr diese nun morgen auch bevorsteht. Wie läuft so etwas genau ab. Kann mir da jemand was zu sagen?
Antwort der Deutschen Herzstiftung: Vielen Dank für Ihren Kommentar. Für Fragen zu diesem Thema können Sie am einfachsten die » Sprechstunde der Herzstiftung nutzen, da Nachfragen an dieser Stelle aus technischen Gründen nicht beantwortet werden können. Alles Gute und herzliche Grüße! Ihr Mitarbeiter-Team der Deutschen Herzstiftung
Angela aus Köln (08.01.2012): Ich bin auch herzkrank (Vorhofflimmern) und werde im Februar 2012 operiert und finde, dass die Seite sehr gut informiert. Auf vielen anderen Seiten wird oft mit Fachsprachen gesprochen, da versteht man ja gar nichts mehr.
Heidrun M. aus Biberach/Riß (27.12.2011): Mein Freund hatte heute morgen einen Herzinfarkt. Es war schrecklich, fünf Sanitäter u. ein Notarzt reanimierten ihn über 45 Minuten. Immer wieder die Worte "Kammerflimmern", er wurde drei oder vier mal defibrilliert. Eigentlich schon tot. Derzeit liegt er im künstlichen Koma auf der Intensiv. Es mußte eine Akut-OP an einem Herzkranzgefäß durchgeführt werden. Ob er die nä. 24 Std. überlebt u. wenn ja, wie, weiß keiner. Ich hoffe und bete das Beste.
Jenny aus Braunschweig (26.12.2011): Ich hatte heute starke Schmerzen unter der linken Brust, und jedes mal, wenn ich meinen linken Arm heben wollte, verstärkten sich die Schmerzen. Des Weiteren konnte ich nicht richtig atmen, jedes Mal wenn ich versuchte tief einzuatmen, hinderte mich ein stechender Schmerz daran. Das ist nicht das 1. Mal, dass ich solche Schmerzen habe, aber dafür war es heute das heftigste Mal. Die Schmerzen hielten ca. 3-6 min an. Meine Fragen: Sollte ich damit den Arzt aufsuchen? Kippe ich sofort um, wenn ich einen Herzinfarkt habe? Mittlerweile sind seit dem 10 Std. vergangen, bin ich sicher oder kann es mich trotzdem noch erwischen? Kann ich in Ruhe schlafen oder kann es mich auch im Schlaf erwischen? Ich habe Angst :( Ich bitte um Antworten.
Antwort der Deutschen Herzstiftung: Vielen Dank für Ihren Kommentar. Für Fragen zu diesem Thema können Sie am einfachsten die » Sprechstunde der Herzstiftung nutzen, da Nachfragen an dieser Stelle aus technischen Gründen nicht beantwortet werden können. Alles Gute und herzliche Grüße! Ihr Mitarbeiter-Team der Deutschen Herzstiftung
MrDoubleT aus Herten (24.12.2011): Mein Bruder trug 3 Jahre lang die ersten Vorboten eines Herzinfarkts mit sich rum. Ultraschall, Ekg Blutuntersuchungen etc. brachten nichts hervor. Dann eines Morgens bekam er starken Schüttelfrost, Hitzewallungen, Juckreiz im Schulterbereich und Kribbeln im Gesicht. Herzinfarkt mit 27 trotz gesundem Lebensstil. Er kam knapp mit dem Leben davon!
Reinhard K. (Ehemann) aus Mühldorf (21.12.2011): Meine Frau (72 J.) klagte um die Mittagszeit über leichte Übelkeit, meinte dies komme vom Hautarzt, der ihr vormittags eine Spritze gegeben habe. Offenbar ging es ihr bald besser, weil sie sich 1 Stunde zum Nordic-Walken begab. Nach ihrer Heimkehr erlitt sie vor dem Fernseher sitzend einen Herzinfarkt mit Bewußtlosigkeit (vermutl. Ableben). Ich begann sofort mit Herzdruckmassage und Mund-zu-Mund-Beatmung. Da ich nichts erreichte, verständigte ich den Notarzt, der schnell da war. Ich setzte die Reanimations-Maßnahmen bis zu dessen Eintreffen fort. Aber auch er hatte trotz Defibrillator keinen Erfolg. Er nahm sie mit ins Krankenhaus, wo sie nach 6 Tagen im Koma verstarb. Außer hohem Blutdruck, der medikamentös behandelt wurde, hatte sie keine Vorerkrankungen, war sehr schlank und sportlich. Eine Nachfrage bei dem Hautarzt ergab, dass sie keine Spritze erhielt, sondern mit Laser behandelt wurde.
Marlies M. aus Berlin (15.12.2011): Bei meinem Papa, der am 17.11.2011 verstorben ist, war es ein brennender Schmerz im Bauchbereich, der sich ausgedehnt hat. Doch leider hat die Hausärztin, bei der er zur Vertretung war, meinen Papa nicht richtig untersucht.
Egon R. aus Maintal (15.12.2011): Hatte vor einer Woche urplötzlich fürchterliche Schmerzen im Herzbereich von einer Schulter zur anderen. Habe sofort den Notarzt gerufen und lag etwa 30 Minuten nach dem Ereignis auf dem Behandlungsbett, wo ein Stent eingesetzt wurde, weil eine Versorgungsader einen Totalverschluss hatte. Danach fühlte ich mich wieder völlig normal. Morgen, nach 6 Tagen Krankenhaus, gehe ich wieder beschwerdefrei nach hause.
Crafterman aus Mönchengladbach (14.12.2011): Ich finde diese Seite sehr gut gemacht. Ich hatte bereits 2 Herzinfarkte und habe 2 Stents bekommen.
Andrea aus Ölkoven (10.12.2011): Ich hatte keine dieser genannten Anzeichen ... lediglich einen dumpfen Schmerz im rechten Oberarm, da gab ich aber meinem Pferd die Schuld, da das Pferd mich beim Striegeln ein paar Tage davor an einen Pfosten gedrückt hatte. 2 Tage später kam mir mein Blutdruck nicht in Ordnung vor, ging zum Hausarzt und der stellte beim EKG einen Herzinfarkt fest.
Die Tochter Angelika B. aus Dortmund (05.12.2011): Genauso hat sich das bei meiner Mutter, die am 3.12.2011 verstorben ist, zugetragen. Selbst der herbeigerufene Notarzt hat Magen-Darm-Erkrankung festgestellt. Übelkeit, Erbrechen aber keine Schmerzen, weil der Zucker über 400 auswies, wurde der Herzinfarkt erst nach dem zweiten Notruf zu spät erkannt. Meine Mutter hat erst im Juni 2011 eine neue Herzklappe bekommen und es ging ihr gut.
R. aus Deutsch-Evern (04.12.2011): Die Seite war nützlich, weil ich selbst ein enges Gefühl im Brustbereich habe.
Walter L. aus Drebber (26.11.2011): Gute Beschreibung, habe aber nur Schmerzen in der rechten Brustseite und werde am Montag meinen Arzt aufsuchen.
Wolfgang D. aus Berlin (24.11.2011): Ich habe 3 Infarkte und zwei Belebungen gehabt. Ich habe im Herz 25 Stents. Aber die Anzeichen so wie diese hier beschrieben wurden, hatte ich noch nie. Ich glaube, dass diese Anzeichen bei jedem Menschen anders sind und das macht die Sache eigentlich so schwer. Ich ging beim zweiten Infarkt ins Krankenhaus und sagte auf der Notaufnahme, dass ich einen Infarkt hatte. Darauf hin machte man ein EKG und wollte mich zurück nach hause schicken, ich sei gesund. Ich drängte dann so sehr, dass man mir Blut abnahm. Danach ging dann alles sehr schnell, ich wurde gleich kathetert. Also, damit möchte ich eigentlich sagen, dass man in sich hinein horchen sollte und man stellt dann schnell fest, wie es um einen gestellt ist oder nicht.
Alexander U. (17.11.2011): Hallo alle zusammen, vor einigen Jahren litt ich an einer starken Erkältung, bekam Medikamente dagegen und ging weiter arbeiten. Die Erkältung hielt 2 Wochen an und ging langsam weg. Sowie die Erkältung weg ging, bekam ich starken Durchfall, Übelkeit und extreme Schmerzen im oberen Bauchbereich. Nach 2 Tagen waren diese Schmerzen eher krampfartig und ich entschloss mich dazu ein Krankenhaus aufzusuchen. Dort wurde mir nach der Auswertung meiner Blutprobe gesagt, dass ich an einer viralen Myokarditis leiden würde und mein Herzmuskel schon sehr stark beschädigt wäre. Hätte ich mich an diesem Tag nicht dazu entschlossen ins Krankenhaus zu gehen, wäre ich am nächsten morgen nicht mehr aufgewacht. Nach einem 4-wöchigem Krankenhausaufenthalt, davon 2 Wochen Intensivstation ging es mir wieder wesentlich besser. Heute klage ich noch über sporadische Herzschmerzen, die allerdings vernachlässigbar sind (Aussage Kardiologe). Damals war ich gerade mal 18 Jahre alt, heute 29. Mein Tipp: Bist du krank, dann bleib daheim und kurier deine Krankheit aus. Kein Arbeitsplatz oder Bonus (Arbeitgeber belohnen gerne Arbeitnehmer für krankenschein-freie Jahre) ist es wert seine Gesundheit auf´s Spiel zu setzen. LG Alex
Andrea K. aus Bremen (17.11.2011): Es gibt Sicherheit und nimmt beunruhigende Gedanken, wenn man weiß, woran man einen Herzinfarkt erkennt, egal ob es uns selbst oder jemanden in unserem Umfeld betrifft, dem man dann schnell helfen kann.
Florian (16.11.2011): Hey ich wollte mal fragen ob mir jemand weiterhelfen kann oder jemand mir ein wenig meine Angst nehmen kann. Ich bin erst 19 Jahre alt habe aber einen mittel bis starken Schmerz in der Brust, wenn ich mich nach vorne beuge. Und es sticht manchmal in der Herzgegend. Ich war schon beim Arzt, der auf das Herz spezialisiert ist, und er sagt es ist alles in bester Ordnung (es wurde ein Herzschall durchgeführt). Trotzdem wenn ich das hier alles so lese, bekomme ich doch sehr Angst. Ich freu mich auf Antworten. Gruß Florian
Thomas M. aus Tettnang (14.11.2011): Bei mir waren diese Anzeichen nicht, hatte starke Ohren/Kieferschmerzen wie bei einer Kopfgrippe.
Anja R. aus Wilhelmshaven (06.11.2011): Alsooooooo ich glaube manchmal, dass es einfach Glückssache ist und gottgegeben, wer überlebt und wer nicht. Warum ich so denke??? Im Februar 2009 hatte mein Vater damals 61 Jahre Schmerzen im Herzbereich, Beklemmungen und Herzrhythmusstörungen. Wir tippten auf Herzprobleme und gingen zum HA. Der stellte nichts fest, weil das Brennen (bis in die Arme und Hände, nicht nachließ testete er auf Borreliose und Vieles andere.
Weil mein Vater nicht nachließ und es einfach nicht besser wurde, machte er einen Termin beim Kardiologen, der auch kurzfristig Zeit hatte... Er sagte meinem Vater, dass er nichts Außergewöhnliches feststellen könne und nur im KRHS demnächst einen Termin zur Katheteruntersuchung machen könne...
Dazu kam es nicht mehr. Am nächsten Tag ging mein Vater zu seinem Auto und steckte seinen Schlüssel in das Schloss und brach zusammen. Herzinfarkt mit Herzkreislaufstillstand. Jemand rief die Sanitäter und Notarzt und man reanimierte ihn ganze 3 Mal und 28 Minuten (!) war mein Vater klinisch tot. Niemand hätte nur einen Penny dafür gegeben, dass er es schafft, geschweige denn nach einer so langen Zeit völlig normal sein würde...
Er lag 14 Tage im künstlichen Koma, dazu kam noch eine Lungenentzündung aufgrund der Beatmung. Dann wurde er langsam wieder wach. Er war anfangs sehr durcheinander, was uns aber in Anbetracht der Dinge nicht wunderte... Heute hat er einen vierfachen Bypass und lebt wieder ganz normal, als wäre niemals etwas gewesen. Sein Gehirn funktioniert völlig normal und noch lange nach diesem Vorfall besuchten Ärzte und Schwestern meinen Dad in der Zeit in der er im KRHS war, auf der Station, denn irgendwie ist er ein kleines Wunder. Vermutlich war es auch der langen Kälteperiode ein Stück zuzuschreiben, dass mein Vater keine schlimmeren Hirnschäden davontrug. Aber was ich sagen will ist - heute beim Kardiologen gewesen und morgen tot umfallen - alles ist möglich denn letzten Endes sind auch Ärzte nur Menschen, die zwar versuchen können leben zu retten, aber hellsehen können auch sie nicht ... Herzlichst Anja.
Gerhard M. aus Heilbronn (20.10.2011): Seiten wie diese sind wertvoll, um einen evtl. Herzinfarkt bei sich selbst oder anderen zu erkennen und die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen. Genau so lesenswert sind die Kommentare hier!
Meine Geschichte:
Im Juli 2011 hatte ich plötzlich einen starken Druck in der Brust, wie wenn mein Herz und meine Lunge zusammengepresst werden würden. Ich dachte noch, hoffentlich hört das bald auf und nach ca. einer Viertelstunde war es abgeflaut und alles fühlte sich wieder normal an. An einen Herzinfarkt dachte ich aber nicht. In der folgenden Woche hatte ich morgens auf dem Weg zur Arbeit mit dem Fahrrad durch die Stadt wieder das selbe starke Druckgefühl in der Brust und wieder ging es nach ca. einer Viertelstunde vorbei. Ich war inzwischen im Geschäft und hatte mich an meinem Schreibtisch so lange ruhig hin gesetzt. Danach konnte ich wieder arbeiten und dachte nur, wenn das wieder kommt, musst du zum Arzt. Am nächsten Tag hatte ich wieder einen, diesmal leichteren Druck auf der Brust, aber ich meldete mich bei meinem Hausarzt, der mich auf den Montag vertröstete, da es Freitagnachmittag war.
Kurz gesagt, am Montag wurde ein EKG gemacht und eine Blutentnahme. Nach Vorliegen der Blutwerte am Nachmittag mit einem viel zu hohen Troponinwert ging dann alles plötzlich ganz schnell. Sofortige Einweisung in die Klinik zum Kardiologen, der ein Herzkatheter legte, den gefundenen Arterienverschluss öffnete und mit einem Stent versah.
Wie es in einem anderen Kommentar schon geschrieben wurde, ist es das Beste, sich selbst zu informieren und dadurch einen Herzinfarkt zu erkennen und - das ist NICHT VERKEHRT - sofort den Notarzt (Tel. 112) zu rufen! Dies wurde mir in der Klinik auch nahegelegt, denn in meinem Fall hätte ich so viel Glück gehabt, dass mein Infarkt nicht zu schwer war. Lieber ein EKG und eine Blutuntersuchung zu viel als einmal zu früh gestorben ...
Dominick aus Köln (15.10.2011): Ich wünsche allen Betroffenen viel Kraft und Gute Besserung!!
S. aus Rülzheim (03.10.2011): Ich weiß nicht, ob es was ist oder nicht. Habe seit Tagen immer wieder mal ein Stechen in der linken Brust und, wenn ich stärker einatme, tut es weh. Heute habe ich gebrochen. Mein linker Arm kribbelt auch, vor allem in den Fingern. Ignoriere es jedoch, habe ich bei Wetterwechsel manchmal, aber so wie heute noch nie.
Sylvia L. aus Gelsenkirchen (29.09.2011): Bei mir fing es mit Sodbrennen an, dann kam die Übelkeit mit Erbrechen dazu, Kaltschweißigkeit Schmerzen in der linken Schulter und Arm, sowie Hals und Kieferschmerzen (Zahnschmerzen). Das alles passierte freitagsabend. Na klasse dachte ich mir, nun ist Wochenende und dann das. Dank meines 15-jährigen Enkels bekam ich schnell Hilfe, denn er rief sofort einen Rettungswagen mit Notarzt. Das war mein Glück, dass mein Enkel so reagiert hat, sonst wäre ich heute nicht mehr, so sagte man es meinem Mann, in der Klinik. Ich kann immer wieder meinen Mitmenschen raten "achtet auf die Symptome, ruft lieber einmal zu viel die Rettung als zu wenig."
Karin K. aus Sulzburg (28.09.2011): Ich hatte letztes Jahr (2010) am 12. März einen schweren Hinterwandinfarkt, der sich eigentlich am Vorabend schon durch Schmerzen im Schulterbereich ankündigte, jedoch dachte ich, ich sei durch langes Autofahren verspannt. Am nächsten Tag ging es mir wieder gut bis ca 17.25 h, doch dann passierte es. Ich wollte Treppen hochsteigen kam aber nur bis zur dritten Stufe und es brach mir der Schweiß dermaßen aus, dass mir das Wasser die Haare und das Gesicht herunterlief. Mit Hilfe meiner Tochter kam ich ins erste OG, setzte mich und bekam tierische Schmerzen im Rücken, und im linken Arm, mein Brustkasten war wie zugeschnürt und ich bekam kaum noch Luft. Gott sei Dank wurde sofort Hilfe gerufen und ich wurde ins Herzzentrum Bad Krozingen gebracht. Während der Fahrt war ein Notarzt ständig um mich bemüht, sonst wäre ich nicht lebend dort angekommen. Ich bekam 3 Stents implantiert und mir ging es wieder gut, jedoch habe ich die angeratene Reha nicht gemacht, da ich selbstständig war und ding nach 8 Tagen wieder arbeiten, was verheerende Folgen hatte, denn am 29. März hatte ich einen zweiten Infarkt, bei dem es wiederum um Leben und Tod ging. Wieder Stents und wieder ging es mir besser. Wieder keine Reha! Infarkt Nummer drei passierte während einer Kontrolluntersuchung im OP. Mittlerweile habe ich 9 Stents und habe schon wieder hier und da Beschwerden und muß mein Nitrospray des öfteren wieder einsetzen. Ich bin erst 52!!!
Edgar W. aus Mettmann (15.09.2011): Hatte einen Herzinfarkt. Rückblickend traten folgende Anzeichen auf: unregelm. Luftnot, Schwäche und starke Nervosität. Insbesondere unregelmäßiger plötzlicher daumengroßer punktueller starker Druck zwischen den Schulterblättern während des Sparzierganges, der ein Weitergehen nicht zuließ. Dauer ca. 1 Minute. Alles andere funktionierte, jedoch keine Kondition, kein Schweiß, keine Übelkeit. War jedoch nicht mehr in der Lage zu gehen. Hatte das Gefühl, als ob mir jemand mit einer Gummiekugel zwischen den Schulterblättern geschossen hätte. Nach Rückgang des Druckes wieder alles normal. Bin einige Tage oder Wochen später während des Spazierganges und Unwetters plötzlich umgefallen, bewußtlos, nach einigen Minuten völlig durchnäßt wieder aufgewacht; zwei Tage später beim Arzt. Ergebnis: Herzinfarkt,(Bemerkung des Arztes: Sie hatten nicht nur einen Herzinfarkt, sonder auch tausend Engel, die Sie getragen haben, normalerweise wären Sie tot. 3 Bypässe. Medikamente ab 2004: Ramipril, später wegen zu niedrigem Blutdruck abgesetzt, Bisoprolol 5 mg je halbe pro Tag, ASS 100, Inegy 10 mg. Ferner 1x wöchentl. 1 1/2 Stunde Herzsport.
Falko aus Magdeburg (12.09.2011): Es sind genau diese Symptome und Schmerzen, mit denen ich vor dem Computer fast zusammenbreche. Jetzt also schnell den Notarzt rufen.
Ramona K. aus Erfurt (27.08.2011): 2004 hatte ich ein sehr starkes Brennen in der Brust, als hätte man Säure geatmet. Heute weiß ich, es war ein Infarkt.
Karlheinz B. aus Halle (Saale) (23.08.2011): Ich hatte 2009 das erstemal einen Hinterwandinfarkt und habe 4 Stents bekommen. Diese haben sich aber verschlossen. 2010 wurden diese dann erweitert und neue eingebracht. Jetzt habe ich aber wieder fast die gleichen Beschwerden wie 2009 und habe Angst, dass wieder diese Stents verschlossen sind. Was wird dann?? kann jemand sagen wie ich mich verhalten soll? Danke und Gruß von Kalle aus Halle (Saale)
Antwort der Deutschen Herzstiftung: Vielen Dank für Ihren Kommentar. Für Fragen zu diesem Thema können Sie am einfachsten die » Sprechstunde der Herzstiftung nutzen, da Nachfragen an dieser Stelle aus technischen Gründen nicht beantwortet werden können. Alles Gute und herzliche Grüße! Ihr Mitarbeiter-Team der Deutschen Herzstiftung
Peter L. aus Renningen (27.07.2011): Ich werde aufgrund dieser wichtigen Informationen beim morgigen Hausarztbesuch meine "Negativerlebnisse" überprüfen lassen. Ich hatte in den letzten ca. 3 Jahren 3 mal das Gefühl, als würde mir ein Messer durch die Brust in den Rücken gestoßen. Bekam fast keine Luft (mir wurde aber nicht übel!). Erst nach ca. 10 Minuten war dieses Gefühl total verschwunden. Bei einer dieser Attacken bin ich wenige Stunden danach in die Notfallpraxis - EKG keine Anzeichen. Wusste aber damals nicht, dass der Infarkt nur ganz aktuell beim EKG zu erkennen ist. Es kann über die Vergangenheit nur eine CT Untersuchung Aufschluss geben - so wurde es mir von einem Arzt erklärt. Dies möchte ich nun gerne veranlassen.
Wolfgang V. aus Rottenmann (Österreich) (24.07.2011): Ich bin 59 Jahre und hatte mich in der Gartenarbeit wohl etwas überanstrengt. Jedenfalls starker Druck in der Herzgegend; liegen unmöglich, Schmerz wird größer; Fahrt ins LKH und sofortige Aufnahme in die Intensivstation zur Überwachung 16.00 Uhr; nach Verschlechterung der Blutwerte um das Doppelte Einweisung ins Herzzentrum nach Wels 20.00 Uhr; 22.45 im OP für Stenteinbau in den Herzkranzgefäßen, 23.15 alles vorbei. Dank der richtigen Diagnose und auch durch das Eingreifen unseres Schöpfers kann ich nun diese Zeilen schreiben.
Michael M. aus Bremerhaven (23.06.2011): Ich (45) hatte gestern mit dem Training (Selbstverteidigung für Behinderte in Bremerhaven) wohl etwas übertrieben. Ich hatte Schmerzen im Brustkorb beim bewegen und Luft holen. Ferner war mir etwas Übel und ich habe Kopfschmerzen. Natürlich habe ich in meinem Alter Angst vor einem Herzinfarkt. Daher versuche ich mich gerade schlau zu machen, ob Ähnlichkeiten bestehen. Meiner Meinung nach sind die Anzeichen zwar ähnlich, aber passen nicht.
Horst M. B. aus Bergisch Gladbach (07.06.2011): ...aber in meinem Falle (mein Alter: 75 Jahre) nur bedingt. Meine Symptome waren:
1) Bei körperlicher Belastung das Gefühl, mein linker Brustkorb sei in einem gigantischen Schraubstock eingeklemmt.
2) Dieses Gefühl schwand aber vollständig nach ca. 2-3 Minuten Pause (stehen bleiben, hinsetzen).
3) Nachts: überhaupt keine Probleme.
4) Intervalle zwischen Einengungsgefühl, Pause und Wiederauftreten dieses Gefühls wurde innerhalb der nächsten 2 Wochen exponential größer.
5) Bei Einlieferung ins Krankenhaus wurde nach sofortiger Blutabnahme ein Enzymmarker-Level von 9 festgestellt. Mir wurde gesagt, daß ein Level zwischen 0 und 3 normal und unkritische sei, >= 12 dagegen tödlich bzw. stark herzschädigend.
6) Es folgte unmittelbare Stent-Setzung durch die rechte Armarterie mit Einführung unterhalb des Daumens. Hervorragende Lösung, da ich sofort wieder gehen konnte. Eingang Beinarterie wie in Deutschland üblich, wurde als altmodisch empfunden und würde lediglich bei Patienten fortgeschrittenen Alters verwendet, wenn Übergang zwischen Arm und Brustkorb problematisch sei. Daher auch Rasur und Vorbereitung in Leistengegend.
7) Stenose einer HKG-Arterie zu 95%. Eine andere hatte nur noch 25% und die dritte 50% Durchgang.
8) Meiner Bitte um Stentsetzung wurde vor Ort nicht entsprochen mit dem Hinweis, die Ablagerungen würden sich durch Clopidogrel in Verbindung mit Sortis und ASS 100 allmählich auflösen.
9) Ort des Geschehens: Flughafen Bombay/Indien.
10) Datum der Einlieferung: 20.03.2011. 3 Tage auf Intensiv, 2 Tage Normalstation, danach Rückführung liegend mit Begleitarzt BOM-FRA.
Klinkenberg aus Heimbach (19.03.2011): Ich fand den Bericht sehr hilf- und aufschlussreich. Vielen Dank
P. S. aus Geisenfeld (17.03.2011): Da ich alleine Wohne, gut zu wissen! Man weiß ja nie ...
Rudi D. aus Fürth (16.03.2011): Hätte ich das vor einem Jahr gewusst, hätte ich einiges vermeiden können.
Jürgen Koßmann aus Schriesheim (08.03.2011): Die kurze, präzise Beschreibung hilft wirklich auch dem unerfahrenen Leser weiter. Und die angegebenen Themen erleichtern die Orientierung (und das ohne störende Werbehinweise). Sehr gut!
Klaus Jänicke aus E-Sant Cugat del Vallès (Spanien) (23.02.2011): Leider fand ich keine Druckversion.
Wilfried aus Isselburg / Werth (22.02.2011): Ich hatte selber auch einen Herzinfarkt und es fing genau so an, wie es hier beschrieben ist. Liebe Grüße Wilfried
Claudia H. aus Beckum (22.02.2011): Alle genannten Anzeichen trafen auf mich zu! Ich erlitt am 24.08.2007 einen Infarkt. Mit genau diesen Anzeichen. Bin in dieser Situation direkt zu meinem damaligen Hausarzt gefahren. Er konnte allerdings keinen Infarkt erkennen und gab mir Valium und meinte ich hätte einen eingeklemmten Nerv! Mit Cortison (Langzeit und Kurzzeitspritze) müßte der Schmerz bald aufhören! Dabei war ich in akuter Lebensgefahr! Das Personal forderte mich dann auf die Praxis zu verlassen, da es Freitag Mittag wäre und man wolle ja auch mal Feierabend haben! Kein Scherz!! Ich habe das ganze Drama noch 24 Stunden ausgehalten und bin einen Tag später selbst ins Krankenhaus gefahren! Zur Info: Ich war zum damaligen Zeitpunkt 43 Jahre! Fazit: Ich möchte nie wieder an so einem gleichgültigen Arzt und dessen Personal geraten! Ich hatte Todesängste!!
Enrico W. aus Königs Wusterhausen / BRB (16.02.2011): Ich hatte am 29.01.2011 einen Herzinfarkt. Meine Symptome waren Druck auf der Brust, kribbeln in beiden Armen, Erbrechen (sehr stark) Schulterschmerzen und Ohnmacht (4 Minuten). Anruf der 112 um 23:30. Mir wurde der Notarzt versagt trotz Symptome, solle den Bereitschaftsarzt anrufen. Bereitschaftsarzt (Gynäkologe) kam um 23:45 sagte ich hätte Magen-Darmgrippe (LOL). Nur wegen der Ohnmacht schrieb er auf die Überweisung es solle ein EKG gemacht werden. Krankenwagen mit Noteinweisung ins KKH um 00:25. Den ersten Arzt habe ich in der Notaufnahme um 03:45 gesehen und gesprochen. Nach Blutuntersuchung und EKG wurde ich um 04:15 ins zuständige Herzzentrum UKB (Berlin) gefahren, wo ich um 05:30 einen Stent bekam.
Torsten O. aus Pfinztal (14.02.2011): Am Samstag musste ich meine Frau in die Ambulanz der nächsten Klinik bringen. Während der Wartezeit kam ein Mann herein, der sich vor Rückenschmerzen krümmte und im Gesicht schweißnass war. Ich dachte sofort an einen Herzinfarkt. Die Sanitäter tuschelten jedoch, dass "der mit seinen Rückenschmerzen" schon wieder da wäre. Keine 5 Minuten später hörte man durch die geschlossene Türe den Defibrillator. Der Mann überlebte, musste jedoch aus Platzmangel in die nächste Klinik gebracht werden. Meine Erfahrung hieraus: 1. selbst für Profis ist ein Infarkt nicht immer zu erkennen. 2. heutzutage muss man seine Diagnose selbst stellen und auf Behandlung bestehen - sonst ist man tot.
Conny Hansen aus Lindewitt Ot Sillerup (11.02.2011): Dieser Beitrag ist sehr hilfreich, da er gleich auf dem Punkt kommt und nicht erst 10 Seiten umfasst, um dann auf den Punkt zu kommen. Danke dafür.
Bobby aus Dresden (02.02.2011): Ich hatte vor 12 Jahren eine Bypass-Op. Da ich kein Internet hatte, kannte ich die Anzeichen nicht. Es ist in der heutigen zeit gut, dass man sich im Netz informieren kann. Man kann selber viel für sich tun, Ich habe 10 kg abgenommen und nehme regelmäßig meine Medikamente, ich glaube meinem Herz geht es gut. Bobby
Claus L. aus Oker (02.02.2011): Diese Information war sehr hilfreich. Da ich eine Selbsthilfegruppe, mit dem Gruppennamen "Herz und Zucker" leite, werde ich diese gut beschriebene Information an meine Mitglieder weitergeben.
Günter G. aus Altendorf (07.01.2011): Ich habe bereits 3 Stents und einen Medikamentenstent erhalten, bin aber jetzt ziemlich Jahre frei von Problemen. Ich rauche und trinke nicht, habe es noch nie getan, aber ab und zu fühle ich mich nicht so wohl. Ich bin 71 Jahre und arbeite noch als Puppendoktor.
M. F. aus Niederfrohna (26.12.2010): Das ist schon so, wie es hier gesagt wurde. Wenn ein Patient zum Arzt geht, weil er starke brennende oder stechende Schmerzen in der Brust und dem Oberbauch hat und dazu noch Beklemmungen und kalten Schweiß hat, was passiert dann? In 90 % der Fälle ein EKG, Blutbild und die Überweisung zum Facharzt. Ich will ja die Allgemeinmediziner nicht schlecht machen, aber die wenigsten würden einen bevorstehenden oder drohenden Infarkt darin erkennen. Da wird erst mal auf Erkältung oder Magen-Darm-Erkrankung therapiert. Kommen Sie in 4 Tagen wieder, wenn es nicht besser wird, ist da so ein Standardsatz. Bei meinem Schwiegervater hatte der Hausarzt 2 EKG gemacht und nichts erkannt, erst im Krankenhaus wurde der Infarkt erkannt. Das ist nicht mal so, weil die nicht wollen, nein, es wird nicht bezahlt. Bei den Krankenkassen sind doch nur Gesunde und Tote willkommen, die kosten kein Geld. Dazu kommt dann auch noch, dass kein gesetzlich Versicherter innerhalb von ein paar Tagen zum Spezialisten (Kardiologen) kommt. Die Wartezeit ist selbst im besten Fall nicht weniger als 3 - 4 Wochen. In der Zeit kann man schon tot sein.
Ben aus Gelsenkirchen (24.12.2010): Sehr gut beschrieben, kann in Notfällen echt hilfreich sein!!!
Karl Vaith aus Friedberg/Bayern (05.12.2010): Im Endeffekt geht es darum, die betroffene Person richtig zu lagern, bzw. je nach Bewußtsein ohne Bewußtsein (z. B. aufrechter Oberkörper oder liegend) zu therapieren. Die Herzmassage in der Regel 90 x in der Minute ist der kombinierten Beatmung (30 x Herzmassage - 2 Atemstöße) usw. vorzuziehen, da meist keine Atemmaske vorhanden ist und ohne der Helfer oft Berührungsängste hat. Zudem sollte zuerst die 112 verständigt werden, wobei man bei Verkehrsunfall die Frage nach dem "Wo ist es passiert, Wie ist es passiert, wieviele Verletzte, welche Art der Verletzungen, Rücksprache abwarten" nicht vergessen sollte.
Thomas Kristott aus Hassendorf (07.11.2010): Es ist überall nachzulesen, wie es auf dieser Fachseite auch steht, wann es gefährlich wird und der Notarzt gerufen werden sollte. Aber warum sind die Beschreibungen nicht genauer? Wer ruft schon den Notarzt, wenn er die Anzeichen nur einzeln bemerkt, die nicht einmal genau beschrieben werden (Oberbauch, Ausstrahlung Schulter etc.) Welche Stelle genau im Oberbauch, wo lokalisiert man als Laie den Oberbauch statt des Magens? Nur wenn Angstzustände in Verbindung mit starkem Druck direkt auf dem Herz und ein Gefühl der Einklemmung auftreten, wie zumindest das hier gut beschrieben wird im Allgemeinen, und wenn der Betroffene sich wirklich am Ende fühlt - nur in solchen und anderen direkten Fällen wird in den meisten Fällen erst der Notarzt gerufen. Insbesondere auf dem Land, und wenn Betroffene allein sind, kaum Geld haben, und Kinder bzw. Haustiere versorgt werden müssen (Hund kann nicht lange allein bleiben), auch weil es gegenüber den bekannten Nachbarn peinlich ist etc. - wird also wegen erster unklarer Anzeichen sicher nicht oft gleich und vor allem rechtzeitig der Notarzt gerufen. Die Entscheidung wird dem Betroffenen sehr schwer gemacht. Es gibt keine Zwischenstellen, Beratungen, wenn es mal Probleme gibt. Niemand interessiert sich für den einen oder anderen möglichen Betroffenen, und Feuerwehr und Rettungswagen, Blaulicht und Aufsehen will jeder möglichst vermeiden. Viele könnten sich aber rechtzeitig allein viel schlauer machen, und sie würden das auch tun, wenn sie ihre gezielten Fragen wirklich mal stellen und auch wirklich Antworten erhalten, mit Spezialisten über vieles Erfahrungen austauschen und wirkliche Reflexionen und Hinweise bekommen würden. Doch wie schreiben auch hier die Spezialisten? "Die Hinweise und Ratschläge können keinen Arztbesuch ersetzen..." Man erhält in der Regel kurze unklare und allgemeine Antworten und wird in der Hauptsache an seinen Arzt verwiesen. Doch der kann meist auch nur eine Überweisung zum Spezialisten geben und redet auch nicht viel in der Regel, wenn es Patienten um Aufklärung und Fakten während eines Besuches geht. Der Arzt hat auch längst keine Zeit mehr für den Einzelnen. Termine zum Kardiologen können dann noch bis zu sechs Monaten dauern (besonders außerhalb der Großstädte). Ist es dann soweit, bleibt der Facharzt ähnlich schweigsam und kurz angebunden wie der Hausarzt, wenn es um Anamnese und Lebensumstände seines Patienten und dessen mögliche Fragen an den Arzt geht. Das sind die Fakten. Der Patient wird auch in der Regel die möglichen Launen und Eigenheiten seines Arztes hinnehmen müssen. Insbesondere als einfacher Kassenpatient. Er wird seine Fragen auf die aller notwendigsten beschränken. Zeit für Gespräche ist wenig vorhanden. Ebenso nimmt der Arzt das Wissen und den Intellekt seines Patienten hinsichtlich seiner Aufnahmefähigkeit und Wissensstandes im medizinischen Bereich oft gar nicht oder nur widerwillig wahr. Das ist die Realität. Fachliche Hilfe und engagierte Beratung ohne Zeitdruck gibt es kaum. Bei Aufforderungen, an Ärzte zu chatten oder Mails zu schreiben z. B. nach einer Fernsehsendung, erhält man, wenn überhaupt, als Antwort einige nichtssagende Sätze allgemeiner und bekannter Art zurück, und der Hinweis fehlt meist nicht, dass derjenige sich doch weiterhin insbesondere an seinen Arzt wenden soll. Fazit: Keine genügende Aufklärung, und die meisten Ärzte, die Fragesteller ja kaum persönlich kennen lernen, nehmen sich weder Zeit noch sind sie engagiert. Das alles muss sich ändern, doch das wird in einer als "Zivilisation" bezeichneten anonymisierten Massengesellschaft, in der Erfolg, Geld und Macht allein zunehmend mehr und im Übermaß regieren, letztlich nicht gelingen. Ärzte sind inzwischen nur ein Rad im Getriebe einer solchen Gesellschaft - ebenso wie Lehrer, Politiker, Beamte, Polizei, u. a. m. Sie können wie diese nur noch mitschwimmen im Strom, andernfalls riskieren sie ihr privates persönliches und berufliches Ende. Die Zeiten der großen Entdecker und charismatischen Außenseiter, der Helfer der Armen und Kranken sind - auch im Bereich der Medizin - vorbei. Es geht insbesondere nur noch um Geld und Besitz, und es existiert inzwischen eine Industrie, die an den Krankheiten, auch den künstlich geschaffenen, angeblichen und echten, Milliarden verdient, und der das Geld wichtiger ist, als Kranke wirklich zu heilen oder wenigstens vorzubeugen. Für die meisten Herzkranken bedeutet das, weiterhin mit ihrer Krankheit meist allein zu sein. Sie sind für sich selbst verantwortlich, und soweit es möglich ist unter den gegebenen Umständen, können ihnen hauptsächlich nur möglichst eigene Aktivitäten und Maßnahmen, Lernen und Lesen, Umsicht und Einsicht helfen. Ärzte dagegen werden außer mit Pillen-Verschreiben und maul faulen Kurzuntersuchungen leider nicht für sie da sein. Jedenfalls vor der Krankenhausüberweisung. Das ist die Realität. Man kann allen Herzkranken und irgendwie davon Betroffenen und denen, die Vorbeugen wollen (das gilt auch bei anderen Krankheiten, Kreislauf, Leber, Organe, Zusammenhänge im Körper) nur raten, sich nicht mit allgemeinen Halbwahrheiten und üblichen Floskeln abspeisen zu lassen, auch nicht von Ärzten, und sich unbedingt selbst medizinisch und zutreffend, unter Bezug auf persönliche BETROFFENHEIT; eigene Vermutungen, eigene Krankheiten, eigene Erkenntnisse und eigene Maßnahmen zu engagieren, zu lernen, zu lesen, sich schlau zu machen und seiner eigenen Intelligenz und auch seinem Bauchgefühl mitunter zu vertrauen. Selbsthilfe und Vorbeugung durch Wissen und Konsequenz. In diesem Sinne lese ich interessiert die Beiträge und Angebote auf dieser Webseite.



