Aus der Herzstiftungs-Sprechstunde

Häufige Müdigkeit: „Muss mein Blutdruck weniger stark gesenkt werden?“

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Müdigkeit wegen Blutdruck
Gehäuft schlapp und müde?
Wie hoch ist Ihr Blutdruck?

Zu hohe Blutdruckwerte gehören zu den größten Risikofaktoren für Herz-Erkrankungen. Erfolgt die Blutdruck-Senkung allerdings nicht vorsichtig genug, kann schnell Müdigkeit und Schlappheit auftreten. Was in einem solchen Fall zu empfehlen ist, erläutert die folgende Experten-Antwort, die wir parallel auch in HERZ HEUTE veröffentlicht haben. (Die Zeitschrift enthält jeweils eine umfangreiche Sprechstunden-Rubrik und wird allen Herzstiftungs-Mitgliedern automatisch 4x pro Jahr zugeschickt.)

Die Sprechstunden-Frage im Wortlaut: "Ich bin 71 Jahre und bei mir wurden vor Jahren eine endogene Depression und bipolare affektive Störungen diagnostiziert. Dafür nehme ich täglich die Psychopharmaka Seroquel und Lamotrigin, beides in Mengen an der unteren Wirkungsgrenze.

Nach einem kardiologischen Check Anfang des Jahres einschließlich eines Herzkatheters wurden eine koronare Herzkrankheit und Herzrhythmusstörungen ausgeschlossen. Mein durchschnittlicher Blutdruck liegt seit Jahren unter 140/90. Jedoch hat mir der Kardiologe Blutdrucksenker verschrieben. Wegen Hautreaktionen bin ich jetzt bei Votum gelandet.

Blutdrucksenker absetzen?

Seit Einnahme der Blutdrucksenker bin ich extrem müde und lustlos. Mein Blutdruck ist auch schon wenige Male extrem abgefallen; z. B. 90/60, teilweise niedriger! Ich vermute da einen Zusammenhang mit meinen Psychopharmaka. Deshalb will ich den Blutdrucksenker absetzen, wenn mein Blutdruck auf Dauer nicht über 140/90 steigt. Was halten Sie davon?" (Charlotte B., Perleberg)

Die Experten-Antwort:

Prof. Dieter Klaus
Prof. Dr. med. Dieter Klaus

Wenn nach Einnahme blutdrucksenkender Medikamente der systolische (obere) Blutdruckwert unter 110 mmHg liegt, kann es zu Schwindel, Müdigkeit und Schlappheit kommen. Die Gabe von blutdrucksenkenden Medikamenten muss dann verringert oder das Medikament ganz abgesetzt werden.

Bei Ihnen ist die starke blutdrucksenkende Wirkung von Votum durchaus auf die gleichzeitige Einnahme von Seroquel und Lamotrigin zurückzuführen. Nach den von Ihnen gemessenen Blutdruckwerten und dem Auftreten von Nebenwirkungen halte ich die Einnahme eines Blutdruckmedikaments bei Ihnen für nicht angezeigt.

Gleichzeitige Herzschwäche?

Ob bei Ihnen überhaupt ein Bluthochdruck besteht, wenn Sie seit Jahren, ohne Blutdruckmedikamente einzunehmen, Blutdruckwerte unter 140/90 gemessen haben, kann nur die weitere Beobachtung der Blutdruckwerte nach Absetzen von Votum ergeben. Wenn Ihre Blutdruckwerte am Morgen, jeweils nach 5 Minuten körperlicher Ruhe im Sitzen gemessen, über mehrere Wochen unter 140/90 mmHg liegen, besteht bei Ihnen kein Bluthochdruck und die Einnahme blutdrucksenkender Medikamente ist dann nicht angezeigt, sofern dies nicht für bestimmte Blutdrucksenker (ACE-Hemmer) aus anderen Gründen notwendig ist, z. B. dem Vorliegen einer Herzschwäche.

•••

Sonderband-BluthochdruckTipp: Worauf Menschen mit erhöhtem Blutdruck unbedingt achten müssen, erläutert ausführlich der umfangreiche ➞ Herzstiftungs-Sonderband zum Thema Bluthochdruck (z. B. wie tief der Druck in welchem Alter gesenkt werden sollte, was man über die Nebenwirkungen von Blutdruck-Medikamenten wissen muss oder wie sich die Werte mit der Ernährung senken lassen).

Professor Dr. med. Dieter Klaus

Diese Sprechstunden-Frage hat beantwortet: Prof. Dr. med. Dieter Klaus, Herzspezialist und Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Herzstiftung. Zu seinen medizinischen Schwerpunkten zählt u. a. das Thema Bluthochdruck und Herzerkrankungen.

(Redaktion: Dr. med. Karl Eberius)

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Bislang 30 Kommentare zu diesem Herzstiftungs-Beitrag

Ohne Namen (27.08.2016): Eine hilfreiche und logische Antwort.

Prof. Dr.-Ing. Jürgen V. aus Unna/Westfalen (19.04.2016): Wo bleibt eine Tabelle, in der außer den oberen Grenzwerten auch die unteren Grenzwerte angegeben sind? Natürlich alle Grenzwertpaare (systolisch/diastolisch) differenziert nach wichtigen Randparametern wie z. B. Alter. 130/70 bis 140/80 für beruhigend niedrigen oberen Wert liest man überall, aber für beruhigend hinreichend hohen fand ich nirgends. Ist letzterer z. B. mit 90/60 noch hoch genug? MfG, Jürgen V., Nichtraucher seit 82 Jahren

Antwort der Deutschen Herzstiftung: Vielen Dank für Ihren Kommentar. Umfangreiche Informationen zum niedrigen Blutdruck inklusive der unteren Grenzwerte finden Sie in unserem Sonderdruck „Niedriger Blutdruck: Ursachen und Therapie“, den Sie »hier mit der Artikel-Nr. SD0044 anfordern können.
Mit den besten Wünschen für Ihre Gesundheit, Ihre Deutsche Herzstiftung

Ohne Namen (12.04.2016): Nach den obenstehenden Ausführungen weiß ich, dass ich ganz sicher keinen zu hohen Blutdruck habe und hatte. Bei der Langzeitblutdruckmessung im Krankenhaus gab es immer mal wieder einen Ausreißer nach oben. Das war aber der außergewöhnlichen Situation geschuldet, denke ich. Ich bin 65 Jahre alt, 67 kg schwer und einigermaßen sportlich (wandern, tanzen).

Natalia aus Berlin (20.03.2016): Ich habe angeborene Herzfehler, bin 49 Jahre alt und nehme jetzt Metoprololsuccinat 23,75. Ich kann nur sagen, bei mir bewirken die Wunder. Ruhiger Herzschlag, kein Flimmern mehr. Es ist aber komisches Gefühl. Mir kommt es so vor, als ob das im Kopf blockiert, dass ich das Herzrasen nicht fühle, aber es ist da. Das wollte ich mal berichten. Ach so, und ich nehme Lisinopril dazu, Blutdruck hält sich gut. Nur meine Thrombozyten sind wenig geworden. Ob das von Lisinopril kommt? Wegen Thrombozyten werde ich eine Milz-OP machen, damit die Thrombozyten wieder normal sind. Damit ich kein Kortison mehr nehmen muss.

Helga E. aus Immenstadt (29.02.2016): Ich bin 75 Jahre alt, sportlich, gehe jeden Tag 2 Stunden laufen, habe einen Blutdruck von 126 /63, Herzschlag 76.

T. aus Neu-Isenburg (07.11.2015): Auch ich habe Probleme mit Ramipril und Metoprazol 2,5 und 25 mg. Ergebnis: Blutdruck unter 100 und auch Übelkeit und Magenprobleme. Dennoch lehnen Ärzte eine Verringerung der Medikamente ab. An wen könnte ich mich wenden?

Antwort der Deutschen Herzstiftung: Vielen Dank für Ihren Kommentar. Für Fragen zu diesem Thema können Sie am einfachsten die » Sprechstunde der Herzstiftung nutzen, da unsere Herzexperten an dieser Stelle keine Nachfragen beantworten können. Alles Gute und herzliche Grüße! Ihre Deutsche Herzstiftung

Gretel H. aus Breitbrunn a. Chiemsee (31.10.2015): Ich selbst nehme auch schon seit Jahren wegen einer Herzschwäche und einer Hypertonie Medikamente ein. Muss leider sein. Concor 5 mg und Provas 160 mg. Mir geht es blendend, habe zwischenzeitlich auch mal ohne Medikamente leben wollen… aber: Concor 5 mg nehme ich schon ca. 30 Jahre ein. Habe schon etliche andere ausprobiert, ging nicht, Nebenwirkungen! Bei mir geht nichts über Concor 5 mg.
Übrigens, ich bin auch schon seit über 30 Jahren Herzpatient im Herzzentrum München. Diagnose war damals Mitralklappenprolapssyndrom und paroxysmale Tachykardien von unregelmäßigem Rhythmus. Jetzt geht es mir besser. Nicht nur alleine durch die Medikamente, sondern auch durch sehr viel Bewegung im Haus und an der frischen Luft – ich tue schon etwas. Wer rastet, der rostet. Bin aber auch schon des Öfteren umgefallen, letztens mitten beim Überqueren der Hauptstraße. Bin im 74. Lebensjahr. Achte auch sehr auf die Ernährung. Mit meinem Kommentar wollte ich nur kundtun, dass man oft doch auf Medikamente angewiesen ist.

M. aus Leutershausen (30.10.2015): Die Information über hohen Blutdruck ist sehr gut und hilfreich für mich. Danke.

Heiko R. aus Radolfzell (18.10.2015): Ja. Aber eigentlich war die Antwort einfach. Man hätte sie schon selber beantworten können.

Klaus K. aus Kempten (25.09.2015): Ich bin 83 Jahre und bei mir wurde am 13.03.2015 eine Bioklappe mit Schrittmacher eingesetzt. Meine Entlassungsmedikation: ASS 100 mg, Clopidogrel 75 mg, Candesartan/HCT 32/12,5 mg, Simvastatin 10 mg. Mein Blutdruck bei der Entlassung: 140/80 mmHg. In der Reha sagte man mir, dass der Blutdruck zu hoch sei und mir wurde Exforge 10/320/25 mg verordnet. Nach einer Woche wurde ich immer müder und fühlte mich sehr unwohl. Trotz meiner Einwände beim Dr. sollte ich die Exforge Tabletten weiter einnehmen.
Nach Ende der Reha habe ich mit meinem Hausarzt darüber gesprochen, und er hat die Exforge Tabletten auf 10/160/25 mg halbiert. Mein Blutdruck hat sich aber nicht geändert und ist bei einem Durchschnittswert von 120/65 mmHg geblieben, dementsprechend auch meine Müdigkeit und Schwindel. Dann wurden meine Tabletten geändert, und ich nehme heute Candesartan 32/12,5 mg, ASS 100, SimvaHEXAL 20 mg, Clopidogel 75 mg, Amlodipin 5 mg 2 x 1/2 Tablette und habe einen Durchschnittwert von 140 zu 80 mmHg. Mein Kardiologe meinte, meine Blutdruckwerte dürfen nicht über 135/80 mmHg sein! Was soll ich eigentlich glauben?

Antwort der Deutschen Herzstiftung: Vielen Dank für Ihren Kommentar. Für Fragen zu diesem Thema können Sie am einfachsten die » Sprechstunde der Herzstiftung nutzen, da unsere Herzexperten an dieser Stelle keine Nachfragen beantworten können. Alles Gute und herzliche Grüße! Ihre Deutsche Herzstiftung

Manffred H. (14.09.2015): Diese Antworten stimmen mich traurig, denn in meiner Nähe kann ich nicht schnell an einen Internisten oder sogar Kardiologen überwiesen werden. Überweisung zum Internisten war Anfang Mai 2015, Untersuchung Anfang September 2015!!!!

Uwe M. aus Mannheim (04.09.2015): Ich bin 54 Jahre alt und habe seit ca. 3 Wochen zu hohen Blutdruck, heute ist er bei 148-91, Puls 94, einmal zu hoch dann wieder zu niedrig 80-64, Puls 80. War bis heute noch nicht beim Arzt.

Wolfgang F. aus Benidoleig/Alicante (24.08.2015): Meine Erfahrung, die man allerdings nur nach Rücksprache mit einem Arzt nachahmen sollte: Ich nehme die mir verschriebenen Tabletten und Medikamente zum Blutdruck und zum Cholesterin mit einigen täglichen Unterbrechungen ein. Es entstehen keine Probleme, ich bin etwas unabhängiger von einer täglichen Einnahme, die auch im gewissen Sinne vielleicht abhängig macht. Trotzdem stimmen der Blutdruck und auch das Cholesterin an den Tagen ohne Tabletten.

Hans Peter B. (16.07.2015): Ich leide unter Niereninsuffizienz; stabil seit 3 Jahren, wechselnd zwischen Std. III und II, und nehme Valsartan 2 x 160 mg plus 2 x 10 mg Lercanidipin. Heute startet der Versuch mit nur 1 x 10 mg Lercanidipin, da der RR im Durchschnitt bei 118/78 liegt und ich oft sehr müde bin. Der Nephrologe meinte gestern, es wäre einen Versuch wert.

Günter L. aus Braunschweig (14.07.2015): Sehr geehrte Damen und Herren. Ich bin männlich über 83 Jahre alt und leide seit ca. 1973 unter hohem Blutdruck. An mir hat sich schon eine große Anzahl von medizinischen Fachkräften ausgetobt. Es ist bis jetzt noch keinem gelungen, meinen Blutdruck nach den immer geänderte Vorschriften der Experten einzustellen. Am Anfang sagte man der Blutdruck soll diastolisch nicht über 100 plus Alter (also bei mir 183) gehen. Im Gehirn findet über viele kleine Adern die Versorgung mit frischen Blut statt. Senkt man den Blutdruck, verhindert man den Durchfluß und begünstigt Ablagerungen. Warum gibt es in letzter Zeit immer mehr Demenzkranke?

Gerd R. aus Wesel (13.07.2015): Ich habe diese Info sehr interessiert zur Kenntnis genommen und werde das Thema mit meinem Hausarzt vertiefen. Ergebnis teile ich mit.

J. B. (12.07.2015): Mir (74) hat mein Sohn (Internist) empfohlen, mit dem Blutdrucksenker (Ramipril) zu experimentieren, weil der Druck bis auf 90/50 abgesenkt war. Nach einigen Wochen konnte ich einen konstanten Blutdruck von 110 bis 120/60 einstellen. Das Medikament senkte ich dabei von 2,5 mg - 0 - 7,5 mg auf 0 - 0 - 2,5 mg und ich fühle mich wohl. Die tägliche Kontrolle des Blutdrucks gab bisher dieser Änderung Recht.

Harald D. aus Heidelberg (12.07.2015): Ja, die Informationen fand ich sehr hilfreich, da ich ähnliche Probleme habe/hatte!

R. A. Ga. aus Filztal (12.07.2015): Danke für die Info. Vor allem aber für die Offenheit, wenn doch der Herr Kollege schon aus rein wissenschaftlicher Überzeugung es für dringend wichtig erachtet hat, trotz Budgetauflagen, Pharmazeutika zu verschreiben. Wieder einmal mehr zeigt sich, eine 2te Meinung, von einem weiteren Experten einzuholen.

Walter P. aus Wien (11.07.2015): Diese Information ist sehr hilfreich für mich, auch deshalb weil ich auch solche Blutdruckprobleme habe und nun vielleicht ein besserer "Patient" für meine Kardiologin werden kann.

Klaus E. (11.07.2015): Meine Frau, 57 Jahre, nimmt keine Medikamente und hat in der Regel Blutdruckwerte um 100/60, z. T. niedriger, mit Müdigkeit und gelegentlich Schwindel. Sie ist sonst topfit, schlank und sportlich. Alle Ärzte sagen, dass sie 100 wird. Sollte sie trotzdem den Blutdruck erhöhen?

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Ursula aus Abensberg (11.07.2015): Die Sprechstunden-Antwort war wieder sehr aufschlussreich für mich, die Müdigkeit war auch bei mir sehr stark. Nachdem ich Ramipril in der Dosis (von 10 mg auf 5,0 mg) reduziert habe, ist es mit der Müdigkeit besser geworden und auch der Blutdruck ist im grünen Bereich, also unter 140, mein Arzt war mit der jetzigen Einnahme zufrieden. Danke für Eure wertvollen Hinweise.

Bernd M. aus Mörfelden-Walldorf (11.07.2015): Vom 17.6 - 19.6. war ich im Alicenhospital Darmstadt. Man stellte fest, dass ich Wasser im Körper hatte, das aber nicht sichtbar war. Ich verlor durch Tabletten innerhalb von 24 Std. 4 Kilogramm an Gewicht. Mittlerweile war ich im Urlaub, nehme weiterhin Torem 10 mg und habe jetzt 8 kg weniger insgesamt. Jetzt liegt mein Blutdruck bei 85/60. Ich nehme Metoprolol 95, Spironolacton 25, Telmisartan 20, Molsidomin 5, Digimerck 0,1. Was kann man ändern?

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Brigitte R. aus Burgau (11.07.2015): Den Tipp, am Morgen nach 5-minütiger Pause den Blutdruck zu messen, finde ich sehr hilfreich. Das hat mir noch kein Arzt gesagt. Es heißt immer nur: Öfters am Tag den Blutdruck messen. Ihre Empfehlung werde ich jetzt umsetzen. Danke!

Erich L. aus Nürnberg (10.07.2015): Ich finde diesen aufklärenden, leicht verständlich geschriebenen Artikel für mich und bestimmt auch für viele weitere Leser eine wunderbare Beruhigung.

Klaus Z. aus Pfinztal (10.07.2015): Ich leide oft unter Müdigkeit, hauptsächlich bei sommerlichen Temperaturen. Werde Ihren Kommentar nutzen und kurz aussetzen, um zu testen, ob ich überhaupt die Votum 10 mg benötige? Mit Votum habe ich 130/85 - Werde dies nun einige Tage testen und mit meinem Hausarzt bereden!

Berthold B. (75 J.) (09.07.2015): Das ist wieder ein guter Hinweis für mich, wieder einmal die sehr, sehr gute Broschüre "Aus dem Takt" zu lesen, die ich schon vor einiger Zeit von Ihnen erhielt. Die Frage nach meinem fast immer zu niedrigen Blutdruck (unter 50) beschäftigt mich schon lange; seit 2002 nehme ich Amiodaron (jetzt 3 Tabl. pro Woche) und eine halbe Enalapril täglich, plus 1 ASS. Ich vertrage alles recht gut, lasse die Schilddrüse einmal im Jahr intensiv untersuchen - bisher alles in Ordnung. Seit Jan 1998 trage ich schon den dritten Defi; der erste hielt sechs Jahre, musste etwa jeden zweiten Monat aktiv werden, ab dann Amiodaron, der zweite hielt wohl deshalb 10 Jahre, hatte nie in Aktion treten müssen. Ich fühle mich gut informiert zu den Themen, die meine Gesundheit betreffen. Besten Dank - Berthold B. (75 J.)

Ingrid aus Leimen (09.07.2015): An den letzten beiden heißen Tagen hatte ich einen sehr niedrigen Blutdruck von 90:60 und habe daher Bisoprolol 2,5 mg ausgesetzt. Trotzdem war ich sehr müde und lustlos.

Gerlinde Z. aus Waltershausen (09.07.2015): Information und Eigenverantwortung weisen einem den richtigen Weg. Man kann die Verantwortung nicht ganz an die ohnehin meist überlasteten Ärzte abgeben. Mir wurde der Blutdrucksenker Valsartan nach einer Blutdruckentgleisung (240/110) verdreifacht. Hätte ich das so weitergeführt, wäre ich sicher scheintot. Statt 320 mg nehme ich wie früher 80 mg und alles ist bestens!

Gunter K. aus Töging am Inn (09.07.2015): Ich bin 78 Jahre (m) und bekomme seit Jahren von meinem Arzt "Valsartan Hexal 160 m - PZN 07607076" gegen Bluthochdruck verordnet. Gleichzeitig ist zur Cholesterin-Senkung "Simvastatin Bluefish 40 mg/20 mg - PZN 07276892/07276797" verordnet (im Prinzip jeden 2. Tag 40 mg bzw. 20 mg), ansonsten außer Augentropfen (Augendruck) und ggf. bei speziellen kurzzeitigen Krankheiten werden keine weiteren Medikamente eingenommen. Etwa seit 3 Monaten habe ich durch ständige Blutdruckmessungen (Hand-Meßgerät) festgestellt, dass ich am Morgen einen sehr niedrigen Blutdruck habe (was zuvor so nicht war) - z. B. 95/60 - am Mittag etwa normal - z. B. 120/75 - und am Abend einen erhöhten Blutdruck - z. B. 160/85. Ich nehme daher in der letzten Zeit nur am Abend nur noch 1/2 Tablette "Valsartan Hexal 160 mg". Mein Puls war in der Vergangenheit punktuell am Morgen (ganz selten) unter 50, jedoch in den letzten 3 Monaten öfters/bis ständig unter 50/55. In der Vergangenheit wurden mehrmals Messungen über 24-Stunden vorgenommen, jedoch seien die Mittelwerte nicht auffällig gewesen. Ich werde diesen Sachverhalt nochmals mit meinem Arzt besprechen. Was halten Sie von dieser eigenen Zustandsbeschreibung?

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