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Acht bewährte Maßnahmen gegen Stress
Herzstiftung warnt: Schützen Sie Ihr Herz vor schädlichem Stress
Bislang 37 Kommentare zu diesem Beitrag (Stand: Dienstag, 15.05.2012)
Stress kann zu beträchtlichen Schäden am Herzen führen. Allerdings gibt es heute gute Möglichkeiten, sich vor schädlichem Stress zu schützen. Hier acht bewährte Techniken, die teilweise sehr einfach umzusetzen sind und von der Deutschen Herzstiftung empfohlen werden.
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Schon lange ist bekannt, dass bestimmte Formen von psychischem Stress das Herz schädigen können. Gefährlich kann es z. B. werden, wenn berufliche oder private Spannungen im Laufe der Zeit zu einem Bluthochdruck führen, der zu den größten Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zählt (z. B. für einen Herzinfarkt, eine Herzschwäche oder Herzrhythmusstörungen).
Vor diesem Hintergrund rät die Deutsche Herzstiftung allen Menschen ihr seelisches Wohlbefinden nicht aus dem Auge zu verlieren und negativen Stress im Alltag auf keinen Fall als unveränderliche Tatsache anzusehen. Klicken Sie sich hier durch die bewährten Herzstiftungs-Empfehlungen, mit denen sich je nach momentaner Lebenssituation und Art des Stresses oft deutliche Erfolge erzielen lassen:
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Ratschlag 1 von 8
Wechseln Sie in die Vogelperspektive
Zu den wirkungsvollsten Techniken mit Stress sinnvoll umzugehen, zählt der bewusste Wechsel in die Vogelperspektive. Wenn Sie z. B. mit dem Auto im Stau stehen, alle fünf Minuten nur ein paar Meter vorwärtskommen und Sie kurz davor sind, aus der Haut zu fahren, dann versuchen Sie die Situation ganz bewusst von oben bzw. außen zu betrachten. Mit einem solchen Wechsel in die Vogelperspektive kommen Sie schnell zu dem Ergebnis: „Der Stau ist eine Tatsache, die ich nicht ändern kann. Wenn ich mich jetzt zusätzlich aufrege, verschlimmere ich die Situation nur.“ Tipp: Natürlich wird es nicht immer gelingen, eine innere Distanz zum aktuellen Geschehen aufzubauen und dadurch dem Stress zu entkommen, aber je häufiger Sie die Technik anwenden, desto selbstverständlicher gelingt der Wechsel, bis er völlig automatisch ohne Nachdenken stattfindet.
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Ratschlag 2 von 8
Zauberwort Sport
Sport treiben zählt zu den besten Möglichkeiten, Stress abzuschütteln. Bereits eine halbe Stunde Nordic Walking, Schwimmen oder Joggen kann gefühlte Wunder vollbringen. Übrigens: Körperliche Bewegung gehört gleichzeitig zu den besten Mitteln gegen Schlafprobleme. Wichtig kann es dabei allerdings sein, nicht abends direkt vor dem Schlafengehen zu trainieren, sondern tagsüber, da die zunächst belebende Wirkung von Sport oft mehrere Stunden anhält und dann zu Einschlafstörungen führen kann.
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Ratschlag 3 von 8
Die Stress-Ursache anpacken
Nicht immer lassen sich die Ursachen von Stress beheben. Wer z. B. eine schwierige Chefin bzw. einen schwierigen Chef hat, wird aufgrund der ungleichen Machtverhältnisse oft nur begrenzte Erfolge erzielen. Größer können die Erfolgsaussichten dagegen bei Problemen zwischen gleichberechtigten Partnern sein, z. B. wenn die Aufteilung der Haushaltsarbeit in Beziehungen als ungerecht empfunden wird, was ein weit verbreiteter Konflikt- und Stress-Auslöser ist. Je nach Konstellation können dann gezielte Gespräche helfen. Tipp 1: Geben Sie Ihrem Gegenüber in einem solchen Gespräch großzügig Raum für dessen bisherige Sicht und wiederholen Sie Ihre eigenen Argumente nicht nochmal und nochmal. Lassen Sie Ihr Anliegen lieber ein paar Tage wirken und greifen Sie das Thema nach einer Weile auf nette Weise erneut auf. Tipp 2: Um zu verdeutlichen, dass Sie kein Gegeneinander, sondern ein wohlwollendes Miteinander möchten, kann es hilfreich sein, wenn Sie Ihren Wunsch mit einem Entgegenkommen Ihrerseits bei einem anderen Problem verbinden. Tipp 3: Bei familiären Belastungen, die sich mit einfachen Mitteln nicht lösen lassen, sind Partner- oder Familientherapien oft ein Segen (Adressen erhalten Sie z. B. bei Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt).
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Ratschlag 4 von 8
Entspannungstechnik einüben?
Entspannungstechniken können ein hervorragendes Mittel gegen Stress sein. Immer wieder kommt dabei die Frage auf, welche Entspannungstechnik die beste ist, z. B. Yoga, progressive Muskelentspannung nach Jacobson, autogenes Training usw.? Tipp: Die Deutsche Herzstiftung empfiehlt an dieser Stelle, so pragmatisch wie möglich vorzugehen: Wenn eine Methode zur Entspannung führt, ist sie gut. Wenn nicht, sollte man eine andere Methode ausprobieren. Manche Menschen entspannen eben am besten alleine und in völliger Ruhe, während andere die suggestive Stimme eines Übungsleiters und die Gruppen-Atmosphäre bevorzugen. Wichtig ist es vor allem, die jeweilige Technik regelmäßig zu üben, damit sie in Stress-Situationen einfach abgerufen werden können.
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Ratschlag 5 von 8
Starten Sie Ihren Gegenentwurf
Zu den wichtigsten Maßnahmen, um negativen Stress abzubauen, zählt die ständige Pflege eigener Interessen. Wer z. B. begeistert mit Freunden im Chor singt oder beim Sport dem Ball nachjagt, wird besser über die angespannte Büro-Atmosphäre am Vormittag hinwegsehen können. In Fachkreisen spricht man auch vom „Gegenentwurf“. Darunter sind Aktivitäten zu verstehen, die uns anregen, packen und positiv herausfordern und uns so vom negativen Dauerstress wegführen.
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Ratschlag 6 von 8
Verbannen Sie Entspannungskiller
Abends auf der Couch liegen und fernsehen kann nach einem stressigen Tag äußerst verlockend sein. Allerdings ist man beim Fernsehen vergleichsweise passiv und erreicht dabei oft keine nachhaltige Stress-Reduktion. Zudem geht wertvolle Zeit verloren, in der man ansonsten den Stress des Tages verarbeiten und vor dem Einschlafen abschütteln kann. Tipp: Wenn Sie feststellen, dass Sie häufig Stress mit sich herumtragen und das Gefühl haben, zu viel fernzusehen, dann machen Sie sich am Wochenanfang einen Plan, an welchen Tagen Sie nicht fernsehen werden. Verabreden Sie sich an diesen Tagen mit Freunden oder lassen Sie ein Hobby aufleben, das Sie schon lange mal wieder betreiben wollten.
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Ratschlag 7 von 8
Vorsicht mit Medikamenten
Zwar gibt es Medikamente, die beruhigend wirken und Stress-Gefühle vermindern. Allerdings sollten solche Arzneimittel immer nur unter kritischer Kontrolle eines erfahrenen Arztes zum Einsatz kommen und nicht einfach im Internet bestellt werden. Bestes Beispiel sind Beruhigungsmittel wie die Benzodiazepine, die für eine langfristige Stress-Bewältigung oft völlig ungeeignet sind, da sie schon nach wenigen Wochen zur Abhängigkeit führen können und eher für extreme Krisensituationen und nur für kurze Zeit geeignet sind. Wichtig: Nehmen Sie Medikamente gegen Stress nicht unbedacht auf eigene Faust ein. Denken Sie daran, dass Wirkstoffe wie die Benzodiazepine deutliche Nebenwirkungen haben können (u. a Benommenheit, Mattheitsgefühle, erhebliche Konzentrationseinbußen oder Entzugserscheinungen beim Absetzen). Bedenken Sie zudem, dass die Medikamente die Probleme nicht lösen, sondern nur verdecken.
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Ratschlag 8 von 8
Achten Sie auf Ihre Ernährung
Wer viel Stress und Termindruck hat, achtet häufig nicht mehr ausreichend auf einen guten Ernährungsstil. Oft wird dann nicht nur die Auswahl hochwertiger Lebensmittel vernachlässigt, sondern auch zu viel gegessen und mehr Alkohol getrunken, als gesund ist. Kommt ein Bewegungsmangel hinzu, ist Übergewicht die typische Folge, das zu entsprechender Unzufriedenheit und einer Verstärkung von Stress-Gefühlen führen kann. Achten Sie daher auch in schwierigen Lebensphasen unbedingt auf eine sinnvolle Ernährung. Tipp: Rezept-Ideen für Gerichte aus der gesundheitsfördernden Mittelmeerküche, bei denen oft keine lange Zubereitungszeit erforderlich ist, finden Sie regelmäßig im Newsletter der Deutschen Herzstiftung.
Zusatz-Tipp: Schützen Sie Ihr Herz und laden Sie sich als Mitglied auch folgende Herzstiftungs-Expertenschriften zum Thema Stress herunter:
- Experten-Interview mit Prof. Dr. Ladwig zum Thema Stress (inkl. praktischen Beispielen und Zusatzerläuterungen, wie man sein Herz im Alltag vor Stress schützen kann)
- Wie Stress den Blutdruck erhöhen kann (mit weiteren interessanten Tipps, um gefährlichem Stress zu entkommen)
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Autor: Prof. Dr. Karl-Heinz Ladwig ist Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Herzstiftung und Professor für Psychosomatische Medizin und medizinische Psychologie. Zu seinen wissenschaftlichen Schwerpunkten zählt u. a. die Erforschung von psychobiologischen Vermittlungswegen zwischen seelischen und körperlichen Vorgängen am Herzen.
(Redaktion: ebe)
Bislang 37 Kommentare zu diesem Beitrag
Ingo Snell aus Esens (29.04.2012): Man hat sicher schon häufig Informationen erhalten, was man denn so gegen Stress machen kann. Manche Tipps sind gut, andere weniger. Aber wenn Sie von der Deutschen Herzstiftung veröffentlicht werden, kann man davon ausgehen, dass die Tipps von Personen kommen, die sich wirklich damit auskennen. Also - vielen Dank für die Hinweise, ich werde (versuchen), sie zu beherzigen.
Brigitte B. aus Paderborn (29.04.2012): Ich bin 74 J., habe seit längerer Zeit Vorhofflimmern, nehme Marcumar. Mein Arzt meint, ich müsste einen Elektro-Schock haben: Ich habe davor ein wenig Angst!
Helene M. aus Hamburg (25.04.2012): Für mich ist die Herzerkrankung (Verdacht auf Vorhofflimmern) neu, und die Ursache noch nicht herausgefunden. Aufgetreten ist sie nach erheblichem Stress im Beruf und in der Familie, so dass ich hoffe, durch Änderung der eigenen Wahrnehmung etwas zur Therapie beizutragen.
Gert W. aus Halle-Neustadt (24.04.2012): Hallo und guten Tag, das, was hier über Herzerkrankungen zu lesen ist, hab ich erlebt. Hab mich top fit gefühlt. Radfahren, Gartenarbeit, Walking-alles o. k., bis, ja bis ich ab und an eine winzige Atemnot bemerkte und einige Pulsaussetzer. Die Kardiologin überwies mich sofort ins Herzzentrum hier in meiner Heimatstadt zur Durchführung eines Herzkatheters. Ergebnis: Es wurden drei Bypässe gesetzt. Das war am 11.11.11! Top Ärzte und Pflegepersonal. Heut fühle mich einfach toll. Die Ängste sind weg. Der Nachteil: ca. 8 Tabletten am Tag, aber es sollen ab Mai nur noch zwei sein. Natürlich dauert die Tätigkeit, die erst 1 h in Anspruch nahm aus Sicherheitsgründen jetzt 2 h. Ich bin den Ärzten sehr dankbar. Meine alte Lebensqualität hab ich wieder. Nur nicht durchhängen lassen. Gut, ich hab gut lachen als Pensionär - da geht es berufstätigen Herzkranken anders.
Anonym (23.04.2012): Der Beitrag ist für mich sehr hilfreich, weil er mir wieder einmal vor Augen führt, wie wichtig es ist, sich trotz ständigem Zeitmangel, Zeit für die Entspannung zu nehmen. Und ein "gefühltes" Entspannen vor dem Fernseher nicht unbedingt ein reelles Entspannen ist ...
A. R. (23.04.2012): Die Perspektive ändern ... das ist inzwischen auch im Zusammenhang mit Herzerkrankungen bei vielen Schulmedizinern angekommen: unser Motor ist also doch störanfällig und reagiert auf Einflüsse, die vor kurzer Zeit von vielen noch nicht ernst genommen wurden. Tako-Tsubo und das Broken Heart-Syndrom werden nicht nur von Dr. Schubmann (Klinik Möhnesee-Psychokardiologie) benannt. Erfreulich auch, dass erkannt wird, das die Reduzierung des Stresspegels wesentlich zur Gesundung beitragen kann ...
Klaus P. aus Saalfeld/Saale (22.04.2012): Bei mir ist der Blutdruck stark abhängig vom Stress, wobei ich durch autogenes Training meinen Blutdruck innerhalb von 5 Minuten z. B. von 168/90 auf 128/67 herunterregeln kann. Äußeres Zeichen kalte Hände gleich hoher Blutdruck und warme Hände niedriger Blutdruck.
A. B. aus Odenthal (22.04.2012): Ich habe erfahren müssen, dass negativer Stress wie z. B. Frühverrentung nach langjährigem beruflichen Erfolg bei gleichem Unternehmen, prompt zum Herzinfarkt und weiteren Herzproblemen führte. Ich kann aus Erfahrung bestätigen, dass negativer Stress zum Infarkt geführt hat und das trotz Autogenem Training und ausreichender Bewegung.
Georg Ederer (21.04.2012): Die Informationen finde ich sehr hilfreich, gerade deshalb weil ich sehr häufig negativem Stress ausgesetzt bin und es mir nicht immer gelingt, mich zu entspannen und zur Ruhe zu kommen.
Norbert Sehrt aus Gelsenkirchen (21.04.2012): Das haben Sie schön aufbereitet. Ich denke, jeder einzelne Tipp hilft. Man muss nur innerlich bereit sein, den Tipp umzusetzen.
Karl Heinz B. aus Fürth (21.04.2012): Stress und Aufregung wirken sich bei mir sehr negativ auf meine Herzerkrankung (Stent/Vorhofflimmern) aus. Meine 87-jährige Mutter hatte im März d. J. einen Schlaganfall mit linksseitiger Lähmung. Die Uniklinik WÜ, Stroke Unit hat eine geriatrische Reha angemeldet. Die Kasse lehnte diese Maßnahme ab. Als Betreuer meiner Mutter regt es mich auf, wenn ich merke, dass Bürokratie über Medizin siegt. Derzeit überstehe ich den Tag nur unter zusätzlicher Einnahme von Lorazepam 2,5 mg. Selbst hier spüre ich noch das Pochen meines Herzens und einen leichten Druck im Kopf. Ich weiß, dass ich meine Denk- und Lebensweise umstellen muss und bin Ihnen daher für diesen Beitrag dankbar.
Hartmut Stöhr (21.04.2012): Verblüffend einfache Tipps. Danke!
Boerni Ebi aus Tal der Liebe (21.04.2012): Es ist wirklich einfacher, wenn man den Arbeitstag bewusst angeht und den eindringenden Stresssituationen einfach die rote Karte zeigt. Man fühlt sich am Feierabend total entspannt und ruhig.
Joachim T. aus Ravensburg (20.04.2012): Sehr hilfreiche Infos, danke! Für mich ist nach einem tiefen Durchatmen ein anschließendes Lächeln ein weiteres (oft auch ansteckendes!) Mittel, den Stress - zumindest ein wenig - abzubauen.
Gert Wolligand aus Halle/Saale (20.04.2012): Hallo, früher nannte man das Hektik - heute redet jeder von Stress. Stress ist objektive Hektik und eben diese Hektik erzeugt geistige Windstille! Mache sich jeder seine Gedanken dazu. Objektive Hektik ist überschaubar, ich kann ihr Paroli bieten, ansonsten geht alles den oft zitierten Bach hinunter - nichts gelingt.
Martin aus Riegelsberg (20.04.2012): Die positivste Erfahrung habe ich mit Punkt 6 gemacht. Seit über 2 Jahren habe ich keinen Fernseher mehr. Wenn ich wirklich mal eine bestimmte Sendung sehen will, gehe ich mit einer Flasche Rotwein zu meinem Nachbarn und schau mir die Sendung an. Haben wir beide viel Freude mit.
Evelyn S. aus Bremen (20.04.2012): Bewegung in der Natur mit Pausen, um die Ruhe und die Naturgeräusche aufzunehmen, beruhigen mich sehr. Ich führe seit einiger Zeit ein Positiv-Tagebuch, in dem ich alles aufschreibe, was mich zufrieden und glücklich stimmt. Gelegentlich lese ich dann darin und freue mich über viele schöne Begebenheiten, die dort stehen.
Manfred Baborsyk aus Berlin (20.04.2012): Besser Jein, denn in dem geschilderten Fall ist es nicht so einfach auf den Boden der Tatsachen herunterzukommen. Aber ich werde mich bemühen, an den Rat zu Denken.
Doris Muth aus Wachenheim (20.04.2012): Mit großem Interesse die guten Tipps gelesen. Werde versuchen, dass es mir gelingt, einige dieser Tipps anzuwenden.
Dietrich Lietz aus Berlin (20.04.2012): Vor allem ist dieser Rat für junge Leute wichtig. Übertriebener Ehrgeiz führt zu gefährlichem Stress - als nun 82-jähriger kann ich nach langer Tätigkeit in der Industrie mahnen.
Nowenz aus OBB. (20.04.2012): - dazu verhilft heute auch autogenes Training, oft genügen nur einige Minuten und man ist entspannter. - oft reicht es schon (z.B. vom PC-Arbeitsplatz mal aufzusehen -> am besten 'ins Grüne/in die Ferne' sehen und mal an einen netten Augenblick im Freien zu denken. (dann ist Manches profane im Augenblick schon nicht mehr soo wichtig oder dringend! ----- einfach mal versuchen, fällt nicht auf, kostet nichts und man ist manchmal von der Wirkung verblüfft! viel Spass und Erfolg. Gruß N. W.
Hans-Christian Heydecke aus Eschede (20.04.2012): Dazu fallen mir 2 Aussprüche Epiktets ein: "Nicht die Dinge selbst beunruhigen die Menschen, sondern die Vorstellung von den Dingen." Und: "Verlange nicht, daß alles so geschieht, wie du es wünschest, sondern sei zufrieden, daß es so geschieht, wie es geschieht, und du wirst in Ruhe leben....".
Frau Grunwald aus Berlin (20.04.2012): Die Tipps finde ich sehr gut. Insbesondere die Vogelperspektive. Diese Technik war mir bisher nicht bekannt. Auch Gegenentwürfe sind super. Habe jedoch die Erfahrung gemacht, dass man durch zu viele Aktionen, bspw. regelmäßig am Wochenende, dem Körper Ruhe und Entspannung, die er dringend benötigt, nimmt, + dadurch auf lange Sicht noch erschöpfter wird / ist. Mein zusätzlicher Tipp ist außerdem, nicht aus Ehrgeiz + Statistik-/ Leistungsdruck regelmäßig Überstunden zu machen, sondern ganz bewusst pünktlich den Feierabend anzutreten und regelmäßige Pausen + Ruhephasen einzuhalten.
H. aus Leipzig (20.04.2012): Ich fand die Hinweise gut, bestätigten sie mir, wieso ich die letzten drei Jahre so gereizt war - inzwischen hat mich meine Frau nach 39 Ehejahren verlassen, die bewußt in der Ehe ständig Streit gesucht hat.
Alois R. aus Regenstauf (20.04.2012): Es stimmt, positiv denken fördert Gesundheit und ein zufriedenes Leben. Ohne dies hätte ich noch immer die Ängste und Zwänge, was bei mir immer eine vegetative Angina pectoris brachte. Damit kann ich seit 30 Jahren gut umgehen, weil sie durch meine Einstellungsänderung durch psychotherapeutische Behandlung verständlich und dadurch besiegt werden konnte. Herrlich, zwar schwer gewesen, aber unbezahlbar. Einsicht in die eigenen Umstände hilft zu allem, was leider aber von den meisten Menschen energisch versucht wird, abzuwehren, die sich aber gerade deshalb damit identifizieren. Danke für Ihre Infos hierzu!
Sanne (20.04.2012): ... die Vogelperspektive kann man auch anwenden, wenn es im Privaten nicht immer so läuft, wie man es gerne möchte. Wenn man erkennt, dass man nicht die anderen ändern kann, sondern nur sich selbst, bzw. die eigene Sichtweise, dann kann man sich damit viel Stress ersparen. MfG Sanne
Jürgen Kehl aus Emmelshausen (20.04.2012): Ich bin 66 Jahre jung, Rentner, habe mich vor 18 Monaten nochmals selbständig gemacht und im Außendienst tätig. Seit dieser Zeit hat sich der Stress langsam aufgebaut, da ich ständig meinen Provisionen nachrennen muss und jetzt sogar einen RA einschalten musste. Zu meinem Glück habe ich ein kleines Gartenhaus mit Blick auf eine schöne Landschaft im Hunsrück. Habe ich Stress und Ärger, gehe ich in mein Gartenhaus, blicke ins Land, oder lese ein Buch und 5 Minuten später gibt es für mich keinen Stress und keinen Ärger mehr, denn meine Gedanken sind nur noch mit der Landschaft verbunden. Sehr empfehlenswert und zur Nachahmung empfohlen!
Herzliche Grüße aus Emmelshausen
Jürgen Kehl
Wolfgang Hartmann aus Ottobrunn (20.04.2012): Ich kaufe nur noch KFZ mit Automatik. Vorteile: Kein Schalten mehr und Kupplung treten im Stau oder im Stadtverkehr. Auto im Kriechgang einfach langsam rollen lassen und CD mit Entspannungsmusik hören - das entspannt!
Jaeger aus Rhauderfehn (20.04.2012): Dinge, die man nicht ändern kann, muss man annehmen. Diese 8 Tipps sind wirksam und täglich für jeden einfach anzuwenden.
Manfred Ulbrich aus Berlin (20.04.2012): Mir ging ein Stau oder auch ähnliche Situationen auf Autobahnen und Straßen schon immer am A ... vorbei. Die eventuellen im Stau mitfahrenden, nörgelnden Beifahrer können mehr nerven.
Dr. Kai Wilke aus Herdecke (20.04.2012): Sehr nützlich (für mich aber nicht neu) finde ich den Ratschlag 6. Das gilt nicht nur für das Fernsehen. Auch andere "sinnlose" Zeitfresser verhindern, dass aktiver Stressabbau betrieben werden kann bzw. Dinge erledigt werden, die, solange unerledigt, den Stress erhöhen. Dazu gehört v. a. das gesamte Thema Telefon, Handys, Computer, Smartphones, etc. Wie viele Mitmenschen nicht nur ihre wertvolle Zeit vergeuden, sondern sich auch durch diese Geräte zusätzlich unter Druck setzen lassen, ist bedenklich. Ich gönne mir Zeiten ohne Handy und Computer und finde es herrlich.
Dieter (20.04.2012): Leider wird die psychische Belastung (Stress), die zur KHK führen kann unterschätzt. Daher sind die Ratschläge immens wichtig, auch für Menschen, die behaupten keinen Stress zu haben. Auch positiver Stress belastet auf Dauer.
Wolfgang Kilian aus Wiesbaden (20.04.2012): "Zauberwort Sport": Wichtig ist, dass die ausgewählte Sportart keinen Wettkampfcharakter hat, denn dies würde Stress eher verstärken als abbauen.
"Entspannungstechnik einüben": Je nach Charakter schafft es ein Mensch nicht, ohne fremde Hilfe zu entspannen. In Yoga-Stunden schaut man zu den Nachbarn, die "viel besser gedehnt" sind als man selbst und schon entwickelt sich wieder ein Wettbewerb; bei Progressiver Muskelrelaxation weiß man nicht, ob man es richtig macht usw. Eine Technik mit individueller Unterstützung eines Betreuers zum Beispiel im Rahmen einer Yogatherapie kann hier zielführender sein.
Liane S. aus Hamburg (20.04.2012): Ich selber hatte mir durch ständigen Ärger und oft unnötige Aufregungen so sehr geschadet, dass ich schließlich einen Herzinfarkt bekommen habe. Inzwischen habe ich gelernt gelassener zu sein, auch wenn mir das nicht immer gelingen will, merke ich doch, dass es mir besser geht.
Heidrun Langer aus München (19.04.2012): Natürlich ist dieser Tipp "Vogelperspektive" ein toller Hinweis. Früher gab es ja immer das cholerische HB-Männchen, das bei jeder Gelegenheit in die Luft ging mit dem Hinweis: Wer wird denn gleich in die Luft gehen - der weitere Wink war allerdings nicht empfehlenswert. ;-) Die Vogelperspektive als "Betrachter der Situation" kann vielfach ge- und benutzt werden. Z. B. Familie, Beruf, ja eigentlich in allen Situationen. Man betrachtet es dann unter einem anderen Blickwinkel. Ich bin Astrologin und nehme so ein ähnliches Beispiel immer für meine Klienten, wenn sie in verzwickten oder stressigen Lagen sind, denn es ist sinnvoll selber die Lösungen zu finden - den Weg muss jeder selber gehen, man kann nur Hilfestellungen geben.
Hans Krebs aus Essen (19.04.2012): Das ist eine gute Zusammenfassung der Möglichkeiten mit Stress umzugehen. Wäre schön, wenn man die Tipps einfach ausdrucken könnte. Das Thema der psychologischen Belastung und der Betreuung im Zusammenhang mit KHK sollte meines Erachtens intensiviert werden. Meinem Empfinden nach steht mancher Hausarzt diesem Problem ziemlich hilflos gegenüber. Und Psychotherapieplätze sind in Deutschland erst nach langer Wartezeit zu bekommen und dann kann es schon zu spät sein. Im Übrigen kann ich jedem Betroffenen nur empfehlen, Mitglied der Herzstiftung zu werden und sich den großen Infopool der Herzstiftung zu erschließen.
Jörg Brügelmann (19.04.2012): Wie und wo komme ich an die Tipps 2 bis 8?
Antwort der Deutschen Herzstiftung: Möglicherweise haben wir das nicht deutlich genug abgebildet. Neben den Tipps befindet sich links und rechts jeweils ein Pfeil, auf den man für den nächsten oder vorherigen Tipp klicken kann. Vielen Dank für die Rückfrage und herzliche Grüße! Ihre Deutsche Herzstiftung



