Aktueller Sonderdruck zum Thema
Welcher Puls ist beim Sport optimal. Welche Besonderheiten gelten für Menschen mit einer Herzerkrankung? Das und vieles mehr beantwortet der 8-seitige Sonderdruck der Deutschen Herzstiftung „Sport zu Hause – wie geht das?”
Als Mitglied können Sie sich den Sonderdruck » hier kostenlos herunterladen. Für alle anderen ist die Experten-Schrift per Post und gegen die geringe Schutzgebühr von 1,45 Euro erhältlich, Adresse s. unten.
Tipp: Wenn Sie noch kein Mitglied sind (Jahresbeitrag 36 Euro), können Sie dies unkompliziert und ohne Zeitverlust per Online-Antrag nachholen und sich damit gleich die Gebühr für den Sonderdruck sparen. Außerdem können Sie dann wie alle anderen Mitglieder (über 71.000 Menschen) die nützlichen Serviceleistungen der Herzstiftung kostenfrei nutzen.
Aktuelle Mitglieder-Zahl
71.000
Die Herzstiftung wurde 1979 gegründet und hat heute mehr als 71.000 Mitglieder (einschließlich 1.700 Eltern herzkranker Kinder).
» Vorteile der Mitgliedschaft
Tipp für Herzpatienten
Exklusive Zeitschrift zu Herzerkrankungen
In HERZ HEUTE geben unabhängige Herzexperten, die z. B. als Chef- oder Oberärzte an Universitätskliniken tätig sind, wertvolle Ratschläge zu Herzkrankheiten (welche neuen Therapien tatsächlich zu empfehlen sind oder wie Betroffene ihre Erkrankung selbst positiv beeinflussen können).
Mitglieder bekommen die exklusive Zeitschrift, die nur über die Deutsche Herzstiftung und nicht am Kiosk erhältlich ist, kostenfrei im Abonnement nach Hause geliefert.
Hinweis: 2007 wurde die Chefredakteurin von HERZ HEUTE, Dr. Irene Oswalt, für die kompetente Berichterstattung in HERZ HEUTE mit dem Preis für Wissenschaftsjournalismus der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) geehrt. Zuvor war die hohe Auszeichnung u. a. an Redakteure der FAZ und Süddeutschen Zeitung gegangen, was die hohe Qualität von HERZ HEUTE verdeutlicht.
Weiter zum Archiv
Aktuelle Frage aus der Online-Sprechstunde
„Medikamente lieber morgens oder abends einnehmen?“
Sport für zu Hause - Tipps der Deutschen Herzstiftung
Wären Sie gerne sportlicher?
Bislang 19 Kommentare zu diesem Beitrag (Stand: Mittwoch, 16.05.2012)
Regelmäßiger Ausdauersport kann das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen enorm senken. Doch gerade in der nasskalten und dunklen Jahreszeit sinkt bei vielen die Motivation für ausgedehnte Spaziergänge, Fahrradtouren oder Ähnliches. Die Deutsche Herzstiftung hat deshalb den Sonderdruck „Sport zu Hause – wie geht das?” herausgebracht. Neben vielen Tipps für ein erfolgreiches Bewegungsprogramm zu Hause sind darin auch interessante Ratschläge zum Hometrainer-Kauf enthalten.
Je nach Art und Umfang kann Sport die Lebenserwartung deutlich erhöhen, den Bluthochdruck senken, den Zuckerstoffwechsel bei Diabetes mellitus verbessern und vielfach auch das seelische Wohlbefinden enorm steigern.
Wie oft pro Woche Sport treiben?
Aus medizinischer Sicht scheint in vielen Fällen die Empfehlung sinnvoll, sich vier- bis fünfmal pro Woche für etwa eine halbe Stunde zu bewegen. Allerdings sollte man sich an diesen Trainingsumfang nur langsam herantasten, um die Gelenke und das Herz nicht zu überlasten. Wer wenig Zeit hat, z. B. aus beruflichen Gründen, sollte aber keinesfalls von vornherein komplett auf Ausdauersport verzichten. Selbst ein bis zwei Einheiten Sport pro Woche können bereits positive Effekte bewirken. Wichtig: Bei Herzerkrankungen müssen die Sportart und der Trainingsumfang individuell festgelegt werden, worüber sich Herzpatienten bei ihrem Arzt informieren sollten.
Bei schlechtem Wetter auf Fahrradergometer umsteigen
Eine ideale Anschaffung, um auch bei schlechtem Wetter Sport treiben zu können, sind Heimtrainer bzw. Fahrradergometer. Im Gegensatz zum Fahrradfahren in der Natur fehlt bei einem Fahrradergometer zwar das schöne Gefühl sich vorwärts zu bewegen, der Vorteil ist allerdings, dass es keinen gefährlichen Straßenverkehr gibt, die Sturzgefahr fehlt und vor allem die Witterung völlig egal ist. Ein weiterer Vorteil: Man kann nebenher lesen, Musik hören oder eine interessante Fernsehsendung verfolgen, was den Spaßfaktor erfahrungsgemäß stark erhöht.
Worauf beim Heimtrainer-Kauf achten?
Bevor man sich ein Sportgerät für zu Hause anschafft, sollte man sich über die grundsätzlichen Unterschiede der Geräte informieren. Eher weniger zu empfehlen sind z. B. mechanisch gebremste Heimtrainer. Diese Geräte treten sich oft in Abhängigkeit von der Drehzahl wechselnd schwer, was einen schnell aus dem Rhythmus bringen kann bzw. was viele Menschen als unangenehm empfinden.
Empfehlenswerter sind Heimtrainer mit einem Magnetbremssystem, die einen wesentlich gleichmäßigeren Bewegungsablauf erlauben. Die Preise bewegen sich dabei oft zwischen 250 und 500 Euro.
Die noch bessere Wahl sind so genannte Fahrradergometer. Dabei handelt es sich um Geräte, bei denen die erbrachte Leistung relativ genau in Watt angezeigt wird. Für Herzpatienten hat das z. B. den großen Vorteil, dass sich mit diesen Geräten die vom Arzt vorgegebene Leistung (Angabe normalerweise in Watt) exakt einhalten lässt und somit das Risiko für gefährliche Überlastungen des Herzens minimiert wird. Die Preisskala dieser Geräte beginnt bei 450 Euro und endet teilweise bei über 6.000 Euro.
Was sind Cross- bzw. Ellipsentrainer?
Bei Cross- bzw. Ellipsentrainern (die Begriffe werden häufig synonym verwendet) handelt es sich um Geräte, bei denen mehr oder weniger das normale Gehen simuliert wird und neben den Beinen auch die Schultergürtel- und Armmuskulatur mitbewegt wird (die Hände greifen ähnlich wie beim Skilanglauf an zwei senkrechte Stangen). Ein Nachteil ist, dass bei diesen Geräten wie bei den oben beschriebenen Heimtrainern keine genaue Wattzahl angezeigt wird und zudem der etwas komplexere Bewegungsablauf bei älteren Menschen zu Problemen mit der Koordination führen kann. Die Preise für diese Geräte bewegen sich zwischen 400 und nahezu 10.000 Euro.
Empfehlung der Deutschen Herzstiftung: Vor allem aufgrund der relativ genauen Watt-Anzeige sind Fahrradergometer für Herzpatienten in den meisten Fällen das ideale Trainingsgerät, wenn es um Sport in der eigenen Wohnung geht.
Tipp: Ausführlichere Informationen zu diesem Thema können Sie in dem Sonderdruck „Sport zu Hause – wie geht das?” (siehe Kasten rechts) nachlesen. Beantwortet wird darin z. B., wie ein Training zu Hause im Einzelnen aufgebaut sein sollte, welcher Puls dafür optimal ist und welche Besonderheiten Menschen mit Herzerkrankungen berücksichtigen sollten.
Nicht-Mitglieder können sich den Sonderdruck gegen Beilage von 1,45 Euro in Briefmarken unter folgender Adresse bestellen: Deutsche Herzstiftung e. V., Stichwort „Sonderdruck Sport zu Hause”, Vogtstraße 50, 60322 Frankfurt am Main.
Der federführende Autor des Sonderdrucks „Sport zu Hause – wie geht das?” ist der Kardiologe Prof. Dr. med. Rüdiger Hopf vom Wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Herzstiftung. Zu den klinischen und wissenschaftlichen Schwerpunkten des Herzspezialisten zählen u. a. auch die Bereiche Sport- und Schlafmedizin.
(Redaktion: ebe)
Bislang 19 Kommentare zu diesem Beitrag
Remarque-Schütze aus Wittislingen (05.05.2012): Diese Artikel hier sind immer sehr hilfreich, ich lese sie gerne und orientiere mich daran. Mit Absprache des Arztes natürlich, wenn es möglich ist. Sehr gut ... Danke sehr.
Bausch (29.02.2012): Meine Mutter kann weder Radfahren noch Schwimmen. Da sie leicht übergewichtig ist, haben wir sie zu einem guten Hometrainer überredet. Jetzt hat sie Probleme mit dem Herzen und wir waren nicht sicher, ob sie weitermachen soll. Nun sind wir beruhigt. Danke!
Anonym (16.02.2012): Nach einem Schlaganfall muß ich auf Sport achten und fand die Anregung interessant.
Lilly D. aus Wasserburg/Inn (15.02.2012): Ich bekam vor drei Jahren eine Bypassoperation, trainiere wie empfohlen vier- bis fünfmal in der Woche auf dem Fahrradergometer und Crosstrainer abwechselnd regenerativ, extensiv u. intensiv. In einer sportmedizinischen Praxis lasse ich mir einmal jährlich den genauen Trainingspuls bestimmen. Mein Blutdruck wurde bedeutend besser, ich kann wieder Bergtouren (auch Hochtouren) machen und fühle mich sehr gut. Das ständige Training nervt oft, aber es zahlt sich aus. Ich persönlich nutze die Zeit während dem Training zum Sprachen lernen, Musik hören und schaue mir Politiksendungen an. Die Mühe lohnt sich!
Dietmar F. aus zur Zeit Weiden (07.02.2012): Ich kann jedem Herzgeschädigten (habe einen Infarkt vor 11 Jahren gehabt) nur empfehlen, Sport zu machen. In meinem Bericht v. 3.2.11 habe ich auf meine positiven Erfahrungen mit dem Sport hingewiesen. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Das Joggen morgens habe ich seit gestern wegen der ungewöhnlichen Kälte eingestellt. Ich fühlte eine höhere Belastung des Herzens als sonst. Dafür steige ich morgens auf den Ergometer in meinem Arbeitszimmer - 25 Minuten -, anschließend wie gewohnt die Gymnastik. Mit diesem Kommentar bestätige ich die Hinweise der Herzstiftung zu dem Thema Sport bei Kälte.
Reiner Bettin aus Bad Schwartau (06.02.2012): Ich gehe 1- bis 2-mal pro Woche ins Fitness-Studio. Habe das aber im Moment stark reduziert, weil mich die Kälte doch im Kreislauf belastet - ich bin 73 Jahre alt-. Die Alternative, die hier mit einem Hometrainer angezeigt und kommentiert wird, finde gut. Mit einem Heimtrainer mit Magnetbremse zu Hause bin ich vor dem wechselhaften Klima (warmes Studio gegen klirrende Kälte draußen) wohl gut geschützt. Danke für die Info.
I. Meyer (04.02.2012): Ich weiß jetzt, dass ich mir einen Fahrradergometer kaufen muss. Aber wer baut ihn zusammen? Freundliche Grüße I. Meyer
Elke K. aus Grevesmühlen (03.02.2012): Habe einen ICD eingesetzt bekommen. Hat schon mehrmals ausgelöst. Seitdem habe ich Angst mich körperlich zu betätigen. Was kann ich tun, um Sport zu machen? Habe mich beim Herzsport angemeldet. Habe aber Angst dort hinzugehen.
Anonym (25.10.2011): Ich habe mit regelmäßigem Radfahren im Freien (3x in der Woche zwischen 20 - 30 Kilometer Länge) meinen Blutdruck auf Normalwerte gesenkt und mein Gewicht in 7 Monaten um 11 kg.
Hannelore Z. aus Lauingen (19.06.2011): Es gibt jetzt erschwingliche Crosstrainer, bei denen die Belastung watt-genau ausgesteuert wird und die Bewegung dem Nordic Walken sehr nahe kommt. Das Trainieren auf diesem Gerät macht mir viel mehr Freude als auf dem Rad-Ergometer und (die Herzklappen-OP ist erst 2 Monate her) es zeigen sich bereits nach zwei Wochen gute Fitness-Fortschritte.
Jochen Hanse aus Wasbek (10.02.2011): Auch bei Cosstrainern gibt es Geräte mit exakter Leistungvorgabe (Preis bei 1000 €). Crosstrainer haben den Vorteil, dass mehr Muskelmasse trainiert wird. Den Hinweis auf Schwierigkeiten bei der Koordination halte ich für sehr übertrieben. Schwerkranke, schwache und alte Menschen können auch vom Fahrradergometer fallen (Fallhöhe ist hier sogar größer).
Dietmar F. aus Hamburg (03.02.2011): Nach meinem Herzinfarkt 2001 mache ich im Anschluss an die Reha regelmäßig Sport. Vor dem Frühstück 40 Min. Joggen und Gymnastik und abends grundsätzlich 45 Mi. Fahrradergometer. Während des Ergotrainings sehe ich Politik- bzw. Sportsendungen. Ich vermisse mit meinen 71 Jahren nichts an Lebensqualität. Meine kardiologischen Werte sind durchweg gut. Ich kann jedem nur empfehlen, Sport zu machen.
Schaefer aus Erfurt (02.02.2011): Ich fahre auf meinem Fahrrad täglich 4 km - 10 Minuten - und fühle mich dabei sehr gut. Der Blutdruck hat sich dann nach 10 Minuten wieder normalisiert. Außerdem gehen mein Mann und ich mindestens täglich 2 Stunden spazieren. So kommen wir über den Winter.
Helmer Schölermann aus Hetlingen (02.02.2011): Ich habe mir vor ca. 4 Jahren im Aldi-Markt ein Ergometer (198 Euro) gekauft, bin mit dem Gerät mehr als zufrieden. Habe in der kalten Zeit täglich 30 Minuten (60, 90 und 100 kW) gestrampelt. Den Vorschlag von Dr. Sonntag finde ich gut. Folgendes muß ich noch dazu schreiben: Wenn es wärmer ist fahre ich täglich viele km mit einem Pedelec, da in Norddeutschland oft starke Winde herrschen, ist es schon zum Vorteil elektrische Unterstützung zu bekommen.
Andreas H. aus Westerstede (02.02.2011): Benutze seit meinem Infarkt im letzten Jahr ein Fahrradergometer und komme damit richtig gut zurecht. Es steht am Fenster somit kann man sehen was draußen alles so passiert, damit wird es nicht so eintönig. Ich bin jeden Tag eine halbe Stunde am Fahren. Meine Wattzahl liegt bei 90-100 nicht zu viel und nicht zu wenig, es passt einfach.
Peter Ostermeir aus Wäschenbeuren (02.02.2011): Endlich einmal eine genauere Angabe, auf was man beim Gerätekauf und bei der Nutzung beachten muss. Im Nachhinein wurde mir der Kauf eines Ergometers von Reebok, mit dem ich voll zufrieden bin, bestätigt.
Günther N. aus Schenefeld (02.02.2011): Ich muss einmal Partei für die Crosstrainer ergreifen! Selbst habe ich den Kettler Crosstrainer Ergometer CTR2 und es sind sehr wohl die Watt-Einstellungen möglich und zwar immer in 5 Watt-Schritten. Nutze es fast täglich eine halbe Stunde und mit meinen Einstellungen von je 10 Minuten 75, 100 und 125 Watt danach noch bei kleiner Wattzahl 2-3 Minuten auslaufen, bin ich mit meinen 65 Jahren gut im "Rennen".
Johann J. aus Waxweiler (02.02.2011): Ich benutze regelmäßig nach meinem Herzinfarkt meinen Heimtrainer und habe dadurch gute Ergebnisse bei meinen Nachuntersuchungen erzielt.
Jürgen Powering aus Osterode (01.02.2011): Ich selbst nutze seit Nov. letzten Jahres einen Crosstrainer CX3 von Kettler. Dieses Gerät ist mit einem Wattzahlmesser ausgestattet und man kann die Trainingseinheiten sehr unterschiedlich gestalten. Ich finde das Training wesentlich abwechslungsreicher als mit meinem bis dahin genutzten Fahrradergometer.



