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Aus der Sprechstunde der Deutschen Herzstiftung

„Sind MRT-Untersuchungen bei Menschen mit einem Stent verboten?"

Bislang 24 Kommentare zu diesem Beitrag (Stand: Mittwoch, 16.05.2012)

MRT-Geräte können ohne Röntgenstrahlen Schnittbilder des Körperinneren anfertigen, wodurch sich krankhafte Organveränderungen erkennen lassen. Nicht bei jedem Menschen darf allerdings eine MRT-Untersuchung durchgeführt werden. Ob das auch für Menschen mit einem Stent in den Koronararterien gilt, wie sie häufig nach Herzinfarkt oder bei koronarer Herzkrankheit eingesetzt werden, beantwortet der Herzspezialist PD Dr. med. Thomas Voigtländer vom Vorstand der Deutschen Herzstiftung.

Die Frage: „Im Frühjahr dieses Jahres habe ich drei Stents erhalten. Jetzt soll meine Halswirbelsäule mit MRT untersucht werden. Ist das mit den Stents zu vereinbaren oder gehe ich ein Risiko ein?″
Manfred J., Gießen

Die Experten-Antwort:

Im Rahmen der MRT-Untersuchung werden keine Strahlen ausgesandt, sondern es wird mit Magnetfeldern gearbeitet.

Diese Magnetfelder sind für den Stent unproblematisch. Insbesondere tritt keine Verengung der Stents auf. Hierzu gibt es eine Reihe von Studien, die alle die Sicherheit einer MRT-Untersuchung bei Patienten nach Stentimplantation gezeigt haben. In aller Regel werden 1,5-Tesla-Geräte für die geplante Untersuchung Ihrer Halswirbelsäule eingesetzt. Prinzipiell ist das Magnetfeld bei einem 3-Tesla-Gerät höher und es kann prinzipiell eine höhere Erwärmung eintreten. Dennoch sind Sicherheitssysteme in den MRT-Geräten eingebaut, die eine für den Körper problematische Erwärmung ausschließen. Unter Zusammensicht aller Aspekte ist für Sie, obwohl Sie drei Stents erhalten haben, im Herzkranzgefäß die Durchführung einer MRT-Untersuchung ohne jedes Risiko.

PD Dr. med. Thomas Voigtländer
PD Dr. med. Thomas Voigtländer

Autor: Priv.-Doz. Dr. med. Thomas Voigtländer, Herzspezialist und Vorstandsmitglied der Deutschen Herzstiftung. Zu den Schwerpunkten des Herzexperten zählt u. a. die interventionelle Kardiologie und nichtinvasive Bildgebung.

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Bislang 24 Kommentare zu diesem Beitrag

Riten aus Thailand (20.03.2012): Ich bin froh, dass es die Herzstiftung gibt, die viele Fragen, die auf mich und alle Herzpatienten zukommen, klar und verständlich beantwortet. Auch die Antwort zu dieser Frage hat mir sehr geholfen und Unklarheiten beseitigt. Danke Herzstiftung!!!

Helga K. aus Mönchengladbach (12.03.2012): Ich habe vor 5 Jahren 4 Bypässe bekommen. Einen Termin zur MRT Schädel habe ich abgesagt, da ich las, daß das nicht ungefährlich ist. Die Untersuchung wäre aber notwendig. Was soll ich tun?

Hinweis der Deutschen Herzstiftung: Vielen Dank für Ihren Kommentar. Für Fragen zur eigenen Herzerkrankung können Sie am einfachsten die » Sprechstunde der Herzstiftung nutzen, da Antworten an dieser Stelle aus technischen Gründen nicht möglich sind.

Hans W. aus München (12.02.2012): Ich habe in den letzten 12 Jahren 7 Stents eingesetzt bekommen und komme gerade aus der Herzklinik nach einer Katheteruntersuchung. Alles im grünen Bereich. Dann höre ich jetzt von meinem Urologen, daß der PSA-Wert stark angestiegen ist. Sollte nach einer erneuten PSA-Bestimmung sich der erhöhte Wert bestätigen, schlägt der Arzt eine Biopsie vor. Mir wäre eine MRT-Untersuchung lieber. Daher bin ich froh über Ihre Aussage daß dies unbedenklich sei. Vielen Dank

Holger K. aus Weißenfels OT Langendorf (10.07.2011): Hallo, bin selbst betroffen, habe in der am 3. Tag nach Auftreten des Herzinfarktes ein MRT bekommen. Man muß schon ziemlich fit sein, um diesen Anforderungen gewachsen zu sein, man soll dabei immer wieder die Luft ausatmen und dann nicht atmen so um die 10 bis 20 Sek. Am Anfang war das Spaß, aber hinten raus wurde es verdammt anstrengend. Was am schlimmsten für unbeleckte Pat. ist, Platzmangel (Auftreten von Platzangst) kann man umgehen, indem man seine Augen schließt und dadurch die enge Röhre nicht mehr sieht. Die Geräusche sind sehr laut und daher belastend für das Nervensystem. Ich selbst bin super aus dieser Sache rausgekommen durch mein geringes Zeitfenster vom Auftreten bis zur Beseitigung des Thrombus in der Zeit vom 122 min., da war alles vorbei. Hiermit möchte ich mich bei dem Notarzt Hr. Dr. Peter Raue und OA Dr. Lenk aus dem Herzzentrum Leipzig bedanken.

Arnhild aus Frankfurt (13.03.2011): Ich finde es immer wieder erstaunlich, mit welchen Problemen Ärzte zu kämpfen haben, wenn sie sich zum Wohle der Patienten mit anderen Ärzten austauschen sollen, z. B. Zahnarzt - Kardiologe, Proktologe - Kardiologe, Anästhesist - Kardiologe. Am Ende stehe ich als Patient und Laie mit einer Menge toter Vögel in den Taschen und meinen Problemen alleine da.

Hans-Werner G. aus Bad Orb (01.03.2011): Meine Schulter wurde kürzlich im MRT durchleuchtet. Habe 4 Stents drin. Habe das gesagt, weshalb mein Herzarzt angerufen wurde und er hat sein OK gegeben. Ich war beruhigt.

Kavai aus Friedberg (08.02.2011): Die Meinung des Experten hilft hier weiter. Jetzt wissen wir welche Erfahrungen gemacht wurden.

Günter W. aus Überlingen (06.02.2011): Für mich war die Auskunft sehr hilfreich. Ich selbst habe 2 Stents im Herzen. Habe mir aber niemals die Frage gestellt, ob eine MRT-Untersuchung Gefahren für mich bedeuten. So bin ich doch beruhigter, sollte eine derartige Untersuchung auf mich zukommen. Vielen Dank.

Fred M. aus Sömmerda (05.02.2011): Der Bericht hat mir sehr geholfen. Ich stehe kurz vor einer MRT-Untersuchung und habe 3 Stents.

Bernd. V (05.02.2011): Danke für die Information.

Karl-Heinz C. aus Lahnstein (04.02.2011): Ich freue mich über die beruhigende Auskunft. Wegen eines Karotis-Stents wurde schon einmal die Untersuchung unmittelbar vor Beginn abgebrochen und ich nach Hause geschickt. Inzwischen habe ich einige MRTs erfolgreich und komplikationslos durchgeführt bekommen.

Gerhard W. aus Bad Oeynhausen (03.02.2011): Wieder etwas neues hinzugelernt.

Erika S. aus Immenhausen (03.02.2011): Das wusste ich nicht. Danke für diesen Artikel.

W. B. aus Berlin (02.02.2011): Bei mir wurde eine MRT-Untersuchung abgelehnt, weil ich mehrere Granatsplitter im Körper habe. Ich glaube, diese Ablehnung bestand zu Recht!

Juergen B. aus Nordenham (02.02.2011): Ich habe 4 Stents, und noch keine Probleme bei der MTR-Untersuchung gehabt. Diese Information ist sehr hilfreich, und werde mich freuen weitere Informationen zu erhalten. Bitte macht weiter so vielen DANK.

Helmut S. aus Salach (02.02.2011): Habe selbst einen Stent erhalten und mußte wegen einer Katheterablation vor - und 3 Monate nach der Ablation eine MRT Untersuchung durchlaufen. Keine Probleme aufgetreten.

Lothar M. aus Nümbrecht (02.02.2011): M. E. müsste es für jeden Kardiologen eine Bringpflicht sein, wenn er eine Stent-Implantation vorgenommen hat. Zu diesem Thema wäre es hilfreich gewesen, wenn gleichzeitig Informationen über Röntgen- und CT-Untersuchungen erfolgt wären. Von Interesse für Patienten mit Stents ist auch die Frage, sind Elektro-Therapien im näheren Bereich des Herzens ratsam oder sogar gefährlich. Bei mir lehnte ein Physiotherapeut wegen der Stents diese ärztlich erordnete Behandlung ab.

Antwort der Deutschen Herzstiftung: Vielen Dank für Ihren Kommentar. Für Fragen zu diesem Thema können Sie am einfachsten die » Sprechstunde der Herzstiftung nutzen, da Nachfragen an dieser Stelle aus technischen Gründen nicht beantwortet werden können. Alles Gute und herzliche Grüße! Ihr Mitarbeiter-Team der Deutschen Herzstiftung

Jochen K. aus Karlsruhe (02.02.2011): Hilfreich war die Information gewiss, da sie meine Zweifel widerlegte.

Jörg W. aus Essen (02.02.2011): Ich war mir bis zu diesem Beitrag immer unsicher, ob gefährlich oder nicht. Leider haben die Ärzte vor Ort (Hausärzte) heute keine Zeit mehr für eine ordentliche Patientenaufklärung. Ich bin froh, dass es die Herzstiftung gib!

Günther N. aus Schenefeld (02.02.2011): Im Mai 2010 habe ich einen Stent erhalten! Nun am 26.01.2011 musste ich zur MRT Untersuchung und meine Frage war auch, ist es ein Risiko oder nicht? Der Röntgenologe beruhigte mich und "schob mich in die Röhre"! Er stellte aber vorher die Frage, ob ich einen Herzschrittmacher hätte, denn das könnte verheerende Folgen bei einer MRT Untersuchung haben! Fazit: Ich habe keine Probleme während der Untersuchung gehabt.

Johann J. aus Waxweiler (02.02.2011): Es ist immer beruhigend zu Wissen, was bei "Besitz" eines Stents erlaubt und verboten ist. Ich wünsche mir mehr Informationen zu diesem Thema!

Volker E. aus Pohlheim (02.02.2011): Habe nach einer Stent-Implantation (3 St.) mehrere MRT-Untersuchungen u. a. auch der Halswirbelsäule hinter mir, ohne jegliche negativen Auswirkungen.

Martin H. aus Warendorf (02.02.2011): ...auch bei mir stellte sich die Frage, ob die MRT-Untersuchungen für mich (2 Stents) nach Vorderwandinfarkt bedenklich sein könnten, da ich seit Jahren unter Clusterkopfschmerzen leide und ich bereits einige MRT Untersuchungen hinter mir habe. Da ich zu diesem Krankheitsbild an Forschungsuntersuchungen an der UKE Hamburg teilgenommen habe und auch noch teilnehmen möchte, bedanke ich mich für die Informationen zu dem Thema!

Stark Hubert aus Frankfurt/M. (02.02.2011): Auf das überaus kompetente Fachwissen von Herrn Dr. Voigtländer kann man sich 100 %ig verlassen!

 
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