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Herzrhythmusstörungen

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Aktuelle Frage aus der Online-Sprechstunde

Herzschrittmacher austauschen „Wie gefährlich ist der Eingriff?“

Welche Erfahrungen haben Sie gemacht?

Herzschrittmacher-OP: Wie belastend ist die Operation?

Schrittmacher-OP

Haben Sie einen Herzschrittmacher und können Sie sich noch an die Operation erinnern? War die Implantation für Sie eine große Belastung? Wie haben Sie sich während der Operation gefühlt? Wie lange dauerte die OP? Und wie sind Sie heute mit dem Ergebnis zufrieden? Wir würden uns freuen, wenn Sie anderen Menschen, die vor der Implantation eines Schrittmachers stehen, hier auf dieser Webseite ein paar Erfahrungen schildern.

Wie haben Sie die OP empfunden, als Ihnen Ihr Herzschrittmacher implantiert wurde?

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Bislang 135 Berichte zum Thema Herzschrittmacher-OP

Hans-Uwe M. aus München (03.05.2012): So schnell kann es gehen. Jetzt, im Alter von 53 Jahren habe ich einen Defi bekommen. Warum? Angefangen hat es mit einer Grippe. Die Ärztin beim Abhören des Herzens hellhörig geworden und ab zum EKG. Fazit: Erregungsleitungsstörung. Überweisung zum Kardiologen. Dort Ultraschalluntersuchung - festgestellte Verdickung der linken Herzmuskelwand und der Scheidewand (Septum). Nach Erörterung, daß bereits meine Schwester einmal einen Herzstillstand hatte und mittlerweile mit einem ICD lebt, machte mich der Kardiologe darauf aufmerksam, daß er bei mir nun diese Erkrankung des Herzens, HNCO (hypertrophe nicht obstruktive Kardiomyopatie) festgestellt hat. War natürlich ein Schock. Der nächste folgte dann, als er mir mitteilte, es gibt eigentlich keine andere Alternative als die Implantation eines ICD. Wir führten ein längeres Gespräch. Er verdeutlichte mir die Gefahr die für mich besteht, nämlich auch der plötzliche Herztod, den meine Schwester - gottseidank - vor über 20 Jahren, überstanden hat. Paradox ist an der Geschichte eigentlich, daß ich in all den Jahren kein "Ereignis" hatte. Damit sind z.B. Herzrythmusstörungen, Kammerflimmern oder sonstige Herzschwächen gemeint. Ich war immer sportlich aktiv und z. T. körperlich belastet (Hausbau u. a.). Nie etwas gemerkt. Nun denn, wir vereinbarten einen Termin im Münchner Augustinum (Herzklinik), etwa 14 Tage später, zur nochmaligen Abklärung. Zunächst eine Herzkatheteruntersuchung und dann ... ?! Ich passierte also dann dort ein. Es folgte an diesem Tag noch die wirklich umfassende Aufklärung durch Prof. B. und dessen Ärzteteam. Am nächsten Tag dann die Herzkatheteruntersuchung. Von anderen hörte ich die ist absolut easy. Na, ja, bei mir war es irgendwie anders. Nicht das Einführen der Sonden war das Problem, sondern das Legen der Schleuse für die 5 Sonden. Das tat dann schon mal gut weh. Gemerkt habe ich dann vom Einführen der Sonden ins Herz nichts weiter, bis ich dann kurz mal weg war und offensichtlich ein Kammerflimmern ausgelöst worden war und mit einem Schock wieder ins Gleichgewicht gebracht wurde. Danach, als ich wieder unter den, auch geistig Anwesenden war, war ich irgendwie benebelt, was sich aber schnell besserte. Ergebnis der Untersuchung war die Bestätigung der Notwendigkeit eines ICD. Nebeneffekt war, daß alles andere rund ums Herz (Herzkranzgefäße, Durchfluß usw.) im "grünen" Bereich waren. Da der nächste freie Platz für die, nun doch notwendig gewordene, OP erst drei Tage später war, fand diese dann auch schließlich statt. Ablauf war in etwa so, länger Vorbereitung des Patienten mit Legung einer neuen Schleuse im Leistenbereich (diesmal aber nur für eine einzige Sonde) unter Lokalanästhesie. Dann die lokale örtliche Betäubung im Brustbereich und nach Wirkung erfolgte dann der Schnitt für die Tasche. Weiter ging es mit der Einführung der Sonde ins Herz und die dortige Platzierung in der rechten Herzkammer. Dann wurde es aber doch noch mal etwas heftig, aber es musste halt sein. Der Operateur ging daran die Tasche für den Defi zu formen. Unangenehm, sehr unangenehm war, als er mehrfach extremen Druck auf den Brustkorb ausübte um die Tasche zu weiten. Aber auch das ging vorbei. Es folgte der Anschluß der Sonde an den Defi und dann verfiel ich wieder in einen Schlaf. Während diesem erfolgte die Funktionstauglichkeitsprüfung des Defi und der Sonde. Vom Verschließen der Wunde bekam ich nichts weiter mit und wachte erst auf, als alles fertig war. Zurück aufs Zimmer und dann gab es auch bald mal schon Essen und Trinken. 24 Stunden Bettruhe und nach 48 Stunden Abnahme des Druckverbandes. Dazwischen noch ein paar kleinere Untersuchungen wie z. B. Röntgen zur Kontrolle des Sitzes des Defi, und am Entlassungstag dann noch eine letzte Funktionsüberprüfung mit Justierung u. allen anderen notwendigen Einstellungen. Nach Ausstellung des ICD-Patientenausweises erfolgte dann die Entlassung.

Resume: Niemand kann sich sicher sein, nicht doch etwas zu haben. Gute Ärzte sind hier wichtig, die, wie in diesem Fall, ein gutes Ohr haben. Vor Augen habend, daß in den letzten Wochen zwei Leistungssportler den plötzlichen Herztod erlitten haben, kann ich nur sagen, wie gut daß es erkannt wurde und der Defi ist hier wirklich das absolut kleinere Übel. Mein Dank gilt meinen behandelnden Ärzten.

Sarah B. aus Frankfurt am Main (02.05.2012): Habe mit 29 einen ICD aufgrund von einer vererbten Herzkrankheit bekommen. Die OP dauerte 3 Stunden und ich war nur betäubt, aber alles lief sehr professionell und die Ärzte waren extrem gut, so dass wohl nur eine kleine Narbe bleiben wird. Wer will kann natürlich auch eine Vollnarkose wählen, aber die Betäubung war völlig ausreichend und eigentlich schon genug Belastung für den Körper. Wenn jemand während der Op Schmerzen hat, war die Betäubung wohl falsch dosiert. Nach der Op hat man natürlich Schmerzen, aber nach einer Woche geht es wieder besser. Die Ärzte haben mir alles genau erklärt und ich habe mich sehr gut beraten gefühlt. Wollte das Gerät nicht unbedingt haben, aber ich sehe es als Lebensretter an und es war die einzige Möglichkeit meine Krankheit dauerhaft in den Griff zu kriegen. So kann ich sichergehen, dass ich im Notfall erstmal versorgt bin.

Karl K. aus Diepholz (27.04.2012): Habe im April mit örtlicher Betäubung einen Herzschrittmacher bekommen. Eine Nacht im Krankenhaus und es scheint alles in Ordnung zu sein. Muss demnächst zur ersten Kontrolle. Was ich überhaupt nicht in Ordnung finde, dass ich vor der OP von keinem Arzt aufgeklärt wurde, weder den Chirurgen vor oder nach der OP zu Gesicht bekommen habe. Der Chirurg hat bei der OP auch kein Wort mit mir gesprochen bzw. sich vorgestellt. Musste mich nach der OP erst beim Personal erkundigen, wer überhaupt die Operation ausgeführt hat. Das einzige Positive war der Kardiologe, mit dem ich bestens zufrieden bin.

Reinhard K. aus Bonn (20.04.2012): Implantation nebst Defibrillator am 12.8.2011 nach Kammerflimmern. Die OP habe ich als weitaus weniger grausam als einen Besuch beim Zahnarzt in Erinnerung. Hierzu mag eine ausführliche Erörterung des Vorgangs mit dem Operateur beigetragen haben. Dr. Schneider sein Name. Es hat weder während noch nach der Operation bis heute die geringsten Komplikationen gegeben. Ich habe das Ding inzwischen völlig vergessen und es geht mir blendend. Die OP fand unter Vollnarkose statt.

Brigitte H. aus Bitburg (17.04.2012): Schrittmacher am 22.03.2012. Die Implantation war für mich eine große Belastung. Während der Operation war ich bei vollem Bewusstsein. Die OP dauerte drei Std. Ich hatte große Schmerzen, die ich kaum aushalten konnte, es kam zu einem Pneumothorax, der durch Legen eines Katheters schnell im Griff war. Lieber sterben als einen Schrittmacher. Es war für mich ein Alptraum.

Helga H. aus Völklingen (10.04.2012): Ich bekam meinen Schrittmacher am 26.03.2012 in der SHG in Völklingen. Ich war sowohl mit dem Eingriff wie auch mit der Aufklärung sehr zufrieden!!!

Max H. aus Münsingen (Schweiz) (07.04.2012): Die Implantation war für mich keine wesentliche Belastung. Während der Operation war ich bei vollem Bewusstsein; ich konnte mich bei voller Präsenz mit dem Operateur unterhalten. Dieser erklärte mir, was er gerade macht. Ca. 48 Stunden nach der Operation traten nachts im linken Thorax-Bereich Vibrationen auf. Statt der üblichen 9 - 10 Stunden Schlaf pro Nacht, wachte ich wegen der Vibrationen nach 3 - 5 Stunden regelmässig auf. Sowohl das Spital, in dem ich die Operation durchführen liess, als auch zwei weitere Universitätsspitäler wollten von diesem Phänomen nichts wissen. Es wurde mir deutlich gemacht, dass wohl etwas zu sensibel sei. Ich kam mir schliesslich wie ein Psychopath vor. Erst kürzlich, drei Jahre nach der Implantation und hartnäckigem Nachfassen wurde bei einem Belastungs-EGK festgestellt, dass die Vibrationen von einem Vorhofflimmern herrühren. Seither habe ich Blutverdünner zu spritzen und Beta-Blocker zu schlucken. Im Gegensatz zu vielen Herzschrittmacher-Trägern habe ich meinen Schrittmacher-Einsatz so wirklich nicht vorgestellt. Offen bliebt, ob der Herzschrittmacher korrekt implantiert worden ist oder ob er evtl. intermittierende Fehlfunktionen oder Leckströme aufweist. Aufgrund der "offenen Kommunikation" der Ärzte werde ich auf diese Fragen wohl nie eine Antwort erhalten; Ärzte machen noch immer keine Fehler.

Carolin A. aus Uelzen (04.04.2012): Ich (heute 20 Jahre alt) weiblich habe 2010 aufgrund eines intermittierenden atrioventrikulären AV Block III. Grades meinen ersten Schrittmacher unter Vollnarkose implantiert bekommen. Die OP verlief jedoch ohne Komplikationen. Mit dem Schrittmacher zu leben stellt für mich persönlich keinerlei Probleme dar.

Silvia H. aus Österreich (29.03.2012): Ich habe im Februar 2012 eine mechanische Aortenklappe bekommen. 3 Tage nach meiner Klappen-OP musste ich wegen eines AV-Blocks III. Grades einen 2-Kammer-Schrittmacher implantiert bekommen. Leider hatte ich das Pech eines sehr großen Hämatomes, welches sich nach nun 9 Wochen noch immer nicht vollständig zurückgebildet hat. Ob ich meinen Schrittmacher immer und ewig haben muss entscheidet mein Kardiologe nach 6 Monaten. Ich bin im Moment nicht sicher, ob ich ihn wenn ich ihn nicht mehr benötige wieder entfernen lasse oder nicht. Wenn ich allerdings wieder Gefahr laufe nochmal ein Hämatom zu bekommen, dann laß ich ihn sicher drinnen. Denn diese Schmerzen sind unausstehlich und ich nehme noch immer sehr starke Schmerzmittel.

Michaela K. aus Freiburg (24.03.2012): Im März 2009 nach meinem 50. Geburtstag hatte ich zweimal einen Herzstillstand, nach der Intensivstation und einem Langzeit-EGK bekam ich einen Herzmonitor, der mich auf 3 Jahre rund um die Uhr bewachte. Leider bekam ich im Februar 2012 wieder Herzstillstände, deren Abstände nach einem 3. AV-Block zu lange waren. So musste jetzt im Herzzentrum Bad Krozingen ein Herzschrittmacher implantiert werden. Obwohl ich große Angst vor dem Eingriff hatte, fühlte ich mich dort in guten Händen und sehr gut betreut. Nachdem ich heute am 10. Tag nach meiner OP immer noch so starke Schmerzen habe, fand ich heute diese Seite, um weitere Informationen zu finden oder Möglichkeiten, wie ich mich am besten verhalten muss. Letztendlich ist für mich der Herzschrittmacher die beste Lösung gewesen und ich wünsche, dass er in den nächsten Jahren immer einwandfrei funktioniert. Es hat mir jedoch gezeigt, wie viele Menschen massive Herzprobleme haben und wie wichtig es ist "auf sein HERZ zu hören". Habt Mut zu weniger Streß, habt Mut zur Auszeit und schont Eure Nerven. Ich kann auch nur jedem Mut machen mit dem Rauchen Schluß zu machen (vor 9 Jahren habe ich es nach 3 Anläufen endlich geschafft) und auf die Ernährung zu achten. Mit einem Herzschrittmacher gehöre ich noch zu den jüngeren Trägern - bin jedoch froh, daß es so eine Möglichkeit gibt, denn jetzt darf ich auch wieder Autofahren :-)

Walter B. aus Warstein (16.03.2012): Ich habe die Vorteile bedacht und gern eingewilligt, die OP machen zu lassen.

Carsten P. aus Goslar (15.03.2012): Hallo! Ich bin 41 Jahre alt und hatte vor 1,5 Jahren einen schweren Infarkt, mit Bypass und Rekonstruktion der Herzklappe. zur Sicherheit wurde mir ein Defi implantiert. Hatte höllische Angst davor, da die Bypass-OP 6 Monate her war und ich 2 Monate im Krankenhaus lag. Das Einsetzen des Defi hat ca. 1,5 Std. gedauert und erfolgte bei mir nicht mit Vollnarkose. Die OP war völlig unkompliziert und weitestgehend schmerzfrei. Seit ich den Defi habe, habe ich weniger Angst, weil ich weiß, dass er auf mich aufpasst :-) Die Termine zum Auslesen dauern ca. 15 Min. und sind völlig harmlos. Haben sie keine Angst, es ist nicht schlimm ...

Hartwig B. aus Raumbach (07.03.2012): Nicht belastend.

Anonym (03.03.2012): Implantation 10/2007. Operation kein Problem, keine Schmerzen. Monate danach gelegentlich unangenehmes Zucken, seit dem keinerlei Probleme mehr.

H. aus Gleichen (03.03.2012): Hallo! Ich hatte Ende des Jahres 2008 einen Herzstillstand, wurde wiederbelebt und lag einige Tage im künstlichen Koma. Anschließend wurde mir, eigentlich ohne Rücksprache (Ich erinnere mich jedenfalls an keine) ein Defi implantiert. Die erste OP war völlig ok. Die zweite, zur Neuplatzierung (der Defi war Richtung Achselhöhle verrutscht) wurde nur mit lokaler Narkose durchgeführt und war megaschmerzhaft, weil der Arzt versucht hat über den Brustmuskel zu kommen und immer dagegen kam. Nun war leider eine Elektrode kaputt und mußte ausgetauscht werden. Derselbe Arzt, ein Spezialist, hat die OP in Vollnarkose durchgeführt und den Defi erneut neu platziert (er war wieder mehr in der Achselhöhle), nun unter dem Brustmuskel und ich habe tierische Schmerzen. Nun wird leider meine Brust ziemlich nach unten gedrückt und meinen Arm kann ich kaum bewegen. Ich hoffe, daß die Schmerzen schnellstmöglich nachlassen und ich in ca. 5 Tagen (die OP war am 29.02.2012) wieder arbeiten kann. Bereuen tue ich nur, nicht gesagt zu haben, daß der Defi an Ort und Stelle bleiben soll. Ich hatte mich schon super daran gewöhnt und die leichten Einschränkungen fast gar nicht mehr bemerkt. Jetzt hoffe ich, daß alles schnell vergessen ist und ich meine Ruhe und alte Verfassung wiederbekomme. Mit dem Defi kann ich super leben, er ist einfach ein Teil von mir.

Christa S. aus Nienburg (25.02.2012): Ich habe gerade gestern einen Schrittmacher bekommen. Bin schon wieder zuhause und muß alles erstmal realisieren, auch die Diagnose, daß ich schwer krank bin und bleibe, ohne das Maschinchen kann ich wohl nicht weiterleben. Hab keine Angst vor der Zukunft. Meine OP hat 2 1/2 Stunden gedauert. Und ich fühle mich gut.

Gerd M. aus Dortmund (19.02.2012): Ich bin 67 Jahre, männlich (OP-Zentrum DO-Mitte). Ich habe die Operation des Herzschrittmachers gut erlebt. Man bekommt zwei bis drei Betäubungsspritzen im linken Brustbereich, nach zirka 10 Minuten geht die OP los. Es wird mit einen Laserstrahl operiert, es muß eine Tasche in das Fleisch geschnitten werden, dann werden die Dioden in die Venen geschoben, der Schrittmacher wird angeschlossen und in die Tasche gedrückt und zugenäht. Während der OP kann man sich mit der Operateur nach Aufforderung normal unterhalten.

Ich habe ihn jetzt 3 Wochen in der Brust. Die Wunde ist schon verheilt. Man merkt natürlich den fremden Körper in seiner Brust, aber jeden Tag kann man etwas mehr, wie am Vortag. Die Ärzte haben gesagt, ich dürfte 3 Monate mit dem Arm, keine Tätigkeit ausüben, damit der Schrittmacher nicht aus der Tasche kommt, den linken Arm darf man nur im rechten Winkel bis 90 Grad hochheben, und da halte ich mich dran. Seit dem ich den Schrittmacher habe, kann ich nicht mehr nach draußen gehen wegen der kalten Luft, die mir sofort auf die Bronchien geht und ich Atemnot bekomme.

Roland W. (09.02.2012): Ich bin männlich und 57 Jahre alt. Meinen ersten Schrittmacher habe ich 2003 wegen eines höhergradigen AV-Blocks bekommen. Der Eingriff erfolgte unter örtlicher Betäubung und auf eigenen Wunsch mit einer leichten Sedierung. Die Operation hat ca. 1 Stunde gedauert und verlief problemlos. Ich habe während des gesamten Eingriffs geschlafen und nichts mitbekommen. Der Krankenhausaufenthalt dauerte insgesamt 2 Tage. Problematisch war lediglich die Beratung hinsichtlich möglicher elektromagnetischer Einflüsse (EMV) auf den Schrittmacher; hier wurden teilweise falsche Aussagen gemacht. Die Beratung hinsichtlich der Funktionsweise war ebenfalls mangelhaft, was später beim Sport dann fast zu einem Unfall geführt hat. Nach dem Eingriff konnte ich mein gewohntes Leben ohne Einschränkungen fortsetzen. Der Austausch des Aggregats wg. niedriger Batteriekapazität verlief 2010 genauso problemlos wie die Erstimplantation (ebenfalls unter örtlicher Betäubung mit einer leichten Sedierung. Bei diesem Eingriff sollte eine Elektrode wg. eines hohem Übergangswiderstandes ersetzt werden. Dies habe ich jedoch verweigert, da der Übergangswiderstand zwar grenzwertig, aber über die gesamte Nutzungsdauer stabil war. Nach diesem 2. Eingriff gab es die Komplikation, das ein Faden, mit dem die Elektroden zusammengebunden waren, aus der Wunde herausgewachsen ist. Der Faden wurde 2 Monate später in einem 2. Eingriff verlegt. Alles in allem bin ich mit dem Schrittmacher sehr zufrieden. Der Schrittmacher beeinflußt mein Leben in keinster Weise. Ich gehe einem Beruf nach, bei dem ich sehr viel auf Reisen bin. In der Freizeit treibe ich regelmäßig Sport.

Hans B. aus Moers (31.01.2012): Die Schrittmacherimplantation ist eine recht harmlose OP. Wichtig ist, dass das OP-Gebiet richtig betäubt wird. Ich habe in der letzten Woche die 5. OP an meinem Schrittmacher hinter mich gebracht. Einmal die Implantation. Dann Wechsel, weil Batterie leer. Dann falsch eingesetzt. Infolge Schmerzen. Verlegung. Danach hat sich der Herzschrittmacher verschoben. Wieder Verlegung. Bei der folgenden Messung ergab sich, dass eine Elektrode ausgerissen war. Neue OP. Diesmal in örtlicher Betäubung mit sehr starken Schmerzen. Jetzt hoffe ich, dass ich wieder 4 Jahre Ruhe habe.

Karin (29.01.2012): Ich bin weiblich, 60 Jahre alt und habe seit Juli 2011 einen Herzschrittmacher. Die OP war total unproblematisch. Im Aufwachraum des Krankenhauses war ich gleich sehr gut beieinander. Bereits 1 Woche nach der OP fuhren mein Mann und ich auf Urlaub. Für mich ein kleines Problem war ein Bluterguss nach der OP, der mir ca 10 Tage einige Schmerzen bereitete und ich konnte daher im Urlaub nicht richtig schwimmen (was ich sonst sehr gerne tue).

Alfred L. (25.01.2012): Am 16.01.2012 wurde mir der Herzschrittmacher implantiert. Es dauerte ca. 2 Stunden. Von der OP habe ich nicht viel gemerkt. Der Chirurg sagte: Wenn es ein wenig schmerzt, so soll ich es sagen. Einmal hat etwas geschmerzt, da hat er nachgespritzt. Klar merkt man, dass da etwas gemacht wird. Am 19.01.12 bin ich aus dem Krankenhaus entlassen worden. Zur zeit habe ich noch Schmerzen im Arm und in der Schulter. Am 23.01.12, als ich abends ins Bett wollte, hatte ich mich erschrocken. Meine ganze Brust war dunkelblau angelaufen. Es ist ein Bluterguss, ich habe keine Schmerzen damit. Ich denke, wenn der Heilungsprozess abgeschlossen ist, merkt man bestimmt nichts mehr davon. Ich hatte vorher große Angst vor der OP. Aber jetzt bin ich froh, dass ich es machen lassen habe. Ich möchte jedem Mut machen, der noch Zweifel hat. Sich doch dafür zu entscheiden. Mit freundlichen Grüßen Alfred

Birgit G. aus Mannheim (24.01.2012): Ich habe 1986 meinen ersten Herzschrittmacher nach einem Herzstillstand erhalten, die OP verlief ganz gut und dauerte so ungefähr 4 Stunden. Leider ging es mir anschließend eine ganze Zeit nicht so gut, hatte ständig Schmerzen an der Narbe. Der zweite Schrittmacher war dann 1995 fällig, diesmal lief alles nicht so glatt. Da auch eine Sonde getauscht werden mußte (ich hatte immer wieder Zwerchfellzucken), dauerte es diesmal insgesamt 4,5 Stunden. Danach bekam ich Fieber und hatte einen Bluterguß, der sich über die ganze rechte Seite zog, also mußte ich diesmal 14 Tage im Krankenhaus verbringen und brauchte danach einige Zeit, bis ich wieder fit war. Im Jahr 2004 war dann der 3. Tausch dran, dieses Mal verlief alles komplikationslos, ich war richtig glücklich. Mittlerweile war ich ja schon Profi, als der 4. Tausch anstand und zwar letztes Jahr im September. Dieses Mal wurde der Eingriff ambulant ohne nennenswerte Probleme durchgeführt und ich war auch verhältnismäßig schnell wieder fit. Der Rückschlag kam 4 Wochen später. Ich bemerkte schon einige Tage vorher, daß es mir nicht so gut ging, schob das aber auf das Wetter und meinen Blutdruck. Plötzlich ging alles ganz schnell mir wurde von einer Sekunde auf die andere schlecht und ich hatte das Gefühl ohnmächtig zu werden und mein Herzschlag war extrem langsam. Gott sei Dank war mein Mann zu Hause. Dieser rief dann den Notarzt. Also ab ins Krankenhaus Diagnose Kabelbruch in einer Sonde und so mußte nach nicht mal 4 Wochen wieder unters Messer. Wie man sich denken kann, war ich mit den Nerven ziemlich am Limit und es ging mir eine ganze Zeit auch psychisch nicht so gut. Mittlerweile habe ich mich aber wieder ganz gut erholt und hoffe, daß der 6. Wechsel noch sehr lange auf sich warten lässt.

Wilhelm C. aus Velden (05.01.2012): Habe Mitte November einen Zweikammer-Herzschrittmacher bekommen. Die Operation dauerte eine gute Stunde und war völlig problemlos. Ich konnte am Monitor die Verlegung der Sonden gut beobachten und fühlte mich dabei nie unwohl. Auch die Schmerzen danach und am nächsten Tag (an dem ich wieder entlassen wurde) waren ohne Schmerztabletten auszuhalten. Der Arm mußte danach, wie überall empfohlen, ca. 14 Tage geschont werden, hatte aber nie Probleme damit. Auch die Schmerzen waren bald ganz verschwunden. Ich bin nun damit sehr zufrieden.

Heinz J. aus Leichlingen (05.01.2012): Meine OP wurde mit einer örtlichen Betäubung durchgeführt, bei Reaktionen (Schmerz) wurde nachgespritzt. Habe alles gut und ohne Schwierigkeiten überstanden. Durch gute Aufklärung von ärztlicher Seite hatte ich keine Bedenken zur OP und war die Ruhe selbst.

Olaf P. aus Wilthen (02.01.2012): Habe Anfang November einen 2-Kammer-ICD implantiert bekommen. Die OP war nicht so prickelnd, habe jeden Schnitt gemerkt! Aus geplanten 40 min wurden 2 Stunden, da die Elektrode im rechten Vorhof 3 mal abriss, das letzte mal war ich sogar schon zugenäht! Die Narbe ist gut verheilt, Schmerzen im Arm lassen langsam nach! Trotzdem fühle ich mich irgendwie kaputt! Sicher spielt sich viel im Kopf ab und man muss erst mal mit der ganzen Situation fertig werden!

Detlef M. aus Köln (26.12.2011): 2002 erhielt ich meinen ersten Herzschrittmacher wegen eines infolge einer erfolglosen Cardioversion zu niedrigen Pulsschlages von nur 30 Schlägen/Min. Ich hatte mir diesen Schrittmacher unterhalb meines linksseitigen Schlüsselbeins implantieren lassen, weil ich Jäger und Rechtsschütze bin. Von 2002 bis 2011 ging es mir ausgezeichnet; im Herbst 2011 vor Planung einer längeren Reise nach Südafrika zeigte eine Kontrolluntersuchung noch eine Restleistung der HSM-Batterie von etwa 1/4 - 1/2 Jahr an, woraufhin ich mich zur Implantation eines neuen Schrittmachers gleichen Fabrikats entschloß. Dieser Eingriff liegt jetzt 5 Tage zurück. Ich habe ihn recht gut überstanden und fühlte mich lediglich während der ersten 2-3 Tage ein wenig schlapp und müde. Seitdem ich den ersten HSM erhielt, habe ich ein sehr großes Schlafbedürfnis, und ich benötige etwa 9 Stunden Schlaf, was vor 2002 nicht der Fall war, als ich mit 5-6 Stunden Schlaf auskam. Ich bin der modernen Medizin sehr dankbar und staune über die lange Haltbarkeit der Geräte. Mit freundlichen Grüßen D. M.

Herbert D. aus Nürnberg (22.12.2011): Meine Herzschrittmacher-Implantation liegt etwa 2 Jahre zurück. Sie wurde in Narkose von einem Herzchirurgen in Erlangen durchgeführt. Wie ich in den OP kam, kann ich kaum erinnern, da ich eine Beruhigungs-Tablette zuvor bekam. Ich erinnere mich, im Aufwachraum ohne Schmerzen oder sonstige Beschwerden aufgewacht zu sein. Zur Narkose hatte ich Propofol und Remifentanil bekommen. Einen Beatmungsschlauch hatte ich auch, doch kann ich mich, anders als nach meiner Bypass-Operation, nicht daran erinnern, wie er entfernt wurde. Am Nachmittag fühlte ich mich schon so wohl, daß ich am liebsten nach Hause gegangen wäre. Ich komme gut mit dem Schrittmacher zurecht und kann Prof. Weyand und sein Team nur empfehlen. Ich würde mir jederzeit wieder von ihm einen Herzschrittmacher in Narkose einpflanzen lassen. Auch bei dem netten Anästhesisten, dessen Namen ich vergessen habe (peinlich!), möchte ich mich ganz herzlich bedanken.

Annemarie R. aus Pöttmes (20.12.2011): Die OP war grausam! Statt wie vorgesehen ca. 1 Std. dauerte es ca. 4 Std. furchtbare Schmerzen u. das bei vollem Bewusstsein! Hinterher wurde mir gesagt, dass durch die 2009 erfolgte Schilddrüsen-OP die Vene vernarbt sei u. der Durchgang "des Kabels" lange nicht möglich war. Die Schmerzen waren so stark, dass ich irgendwann ohnmächtig wurde. Die Narkoseärztin gab mir schon immer wieder einen Schmerzmittelschub, das reichte anscheinend nicht aus. Anschließend war ich 24 Std. auf Intensiv-Station. Zuhause hatte ich wiederholt starke Schmerzen an der OP-Wunde. Selbst das Fädenziehen schmerzte. 1 Faden ist so tief gelegt, dass er abgebrochen ist. Mein Hausarzt sagt, dieser Faden wird von alleine rauskommen. Er meinte, die Schmerzen kämen vom traumatisierten Gewebe. Nicht nur das, ich, die ganze Person ist traumatisiert! Übrigens: Meinem Mann wurde vor 4 Jahren ein Herzschrittmacher-Implantat gesetzt, ohne Probleme u. Schmerzen .

Rudolf S. aus Gerwisch (16.12.2011): Es war nach der OP furchtbar. Im rechten Arm hatte ich ca. 10 Wochen Schmerzen. Der Arzt sagte mir, das geht schon vorüber. Meine Schmerzen sind nun weg, aber der Puls liegt immer noch bei 110 pro min.

Claudia P. aus Emden (04.12.2011): Meine Herzschrittmacher-Operation liegt zwei Jahre zurück. Ich hatte vorher schon drei andere Operationen, aber die Einpflanzung des Herzschrittmachers war die belastendste. Ich wurde mit Propofol sediert, bekam aber alles mit. Der Schnitt war extrem schmerzhaft. Als ich vor Schmerzen stöhnte, wurde ich angefahren, ich solle mich nicht so anstellen. Ich habe dann versucht, ganz ruhig zu liegen und war zwischendurch wohl auch weggetreten. Nach gut zwei Stunden wachte ich wieder auf und hatte das Gefühl, mein Herz würde gleich seinen Dienst einstellen. Es holperte entsetzlich, mal ganz schnell, mal extrem langsam. Die Schwester, die ich herbeirief, meinte nur, das sei normal. Am nächsten Morgen bei der Visite stellte der Arzt dann fest, dass die Elektroden falsch saßen. Also wurde ich nochmals operiert. Wieder hatte ich große Schmerzen. Danach schlug das Herz einigermaßen regelmäßig. Fünf Wochen später jedoch waren die Elektroden wieder verrutscht. Also kam jetzt Operation Nr. 3. Diesmal verlangte ich eine Vollnarkose und bekam sie auch. Ganz regelmäßig schlägt das Herz auch jetzt nicht. Die Ärzte rieten mir, den linken Arm möglichst überhaupt nicht zu bewegen, damit die Elektroden nicht wieder verrutschen. Also muss mein Mann mich anziehen und die ganze Hausarbeit machen. Ich gerate sehr schnell aus der Puste. Schon eine kurze Strecke langsam zu gehen strengt mich enorm an. Ich bin 47 Jahre alt und so belastbar wie eine 90 Jährige. Vor der Operation hatte ich nur leichte Herzrhythmusstörungen.

Klaus A. aus Gießen (30.11.2011): Vor fast drei Jahren wurde mir, damals 44 Jahre alt, ein Zwei-Kammer-Schrittmacher eingepflanzt wegen zu langsamen Herzschlags. Die Operation war belastend, weil die Sedierung nicht tief genug war und ich sehr starke Schmerzen hatte. Während der Operation wurde ich dann ohnmächtig, weil die Ärzte mein Herz mit der Sonde nicht zum Schlagen bringen konnten. Als ich aufwachte, lag ich auf der Intensivstation, wo ich 5 Tage bleiben musste. Die nächsten Wochen war ich sehr geschwächt und hatte starke Schmerzen, konnte den linken Arm nicht bewegen. Inzwischen sind die Schmerzen ein wenig besser geworden, aber der linke Arm ist nie wieder voll funktionsfähig geworden. Das Herz schlägt unregelmäßiger als vor der Operation. Es wurde mehrfach alles nachgestellt, das Herz schlägt jetzt etwas regelmäßiger, aber mit durchschnittlich 92 Schlägen ist es sehr schnell. Ich komme leicht aus der Pust und kann z. B. keine Treppen mehr steigen. Schlafen kann ich praktisch überhaupt nicht mehr, da der Schrittmacher so laute Geräusche macht. Meinen Beruf musste ich auch aufgeben. Vor der Operation hatte ich kaum Beschwerden und konnte voll arbeiten, jetzt kann ich mich kaum mehr bewegen, weil ich immer so schlecht Luft bekomme. Ich habe in meinem Leben noch nie etwas so sehr bereut wie die Einpflanzung des Herzschrittmachers.

Matthias M. aus Halle (27.11.2011): Habe nach kardialer Reanimation für 30 Sekunden bei Sinusarrest ein provisorischen und nach weiteren 3 Tagen einen 2-Kammer-Schrittmacher bekommen. Vor diesem Ereignis habe ich niemals an einen Schrittmacher gedacht. Der Gedanke an die OP bereitet mir jetzt nach 8 Monaten noch riesiges Unbehagen, hatte das Gefühl der Massenabfertigung und stand selber mehr oder weniger noch unter Schock. Wollte nach gutem Vorgespräch Vollnarkose, aber im OP Saal war wohl von diesem unterschriebenen Gesprächsprotokoll nichts vorhanden, jedenfalls wurde meinem ursprünglichem Wunsch nicht entsprochen, weil es wohl so eben selten gemacht wird. Wohl wg. Zeitdruck begann die OP obwohl die Anästhesieärztin nicht klarkam und ich mich soweit ich konnte wehrte gegen den OP-Beginn, verbal deftig und mit Unruhe und die Ärztin noch nach Ihrem Namen fragte (den ich wohl nie vergessen werde). Sie intervenierte daraufhin zaghaft. Habe später dann den Monitor beobachtet, dann bin ich irgendwann wieder im Aufwachraum aufgewacht. Die psychischen Probleme werden gänzlich im Krankenhaus ausgeblendet auch heute hab ich Schwierigkeiten professionelle Hilfe diesbezüglich zu bekommen. Der Gedanke an die OP belastet mich noch sehr, es war nicht meine Erste. Der Schrittmacher schränkt mich nicht ein, ich versuche ihn positiv anzunehmen, Probleme körperlicher Art, welche ich vorher hatte, sind dieselben, mental geht es mir eher schlechter. Bin männlich 49.

Daniel aus Oberhausen (04.11.2011): Habe meinen 2-Kammer-Schrittmacher sei März 2009. Die Op war soweit gut, nur leider konnte ich 1 Jahr nicht mehr arbeiten. Danach ging das Arbeiten einigermaßen. Doch seit einem halben Jahr habe ich immer wieder Schmerzen auf der rechten Seite, wo der Schrittmacher sitzt. Doch ein Arzt riet mir ab, den versetzten zu lassen, weil das Entzündungsrisiko zu groß wäre. Obwohl ich mir das wünschen würde, damit die Schmerzen auf der rechten Seite aufhören.

Beate E. aus Wolfsburg (30.10.2011): Ich bin Beate, 70 Jahre, habe 2006 einen Herzschrittmacher bekommen. Es hat 2 Jahre gedauert, bis die Ursache gefunden wurde, bis ich im richtigen Moment bei meinen Dr. war. .Bei mir setzte der 3. u. 4. Herzschlag aus. Die OP war für mich eine Kleinigkeit, bin im Wolfsburger Klinikum gewesen. Bin zur 1/2 jährlichen Kontrolle im Klinikum, bin sehr zufrieden. Meine Meinung, habt bitte keine Angst lasst Euch das Kästchen einsetzen, es ist Gold wert. Das wichtigste, es verlängert unser Leben! Das Kästchen ist nicht groß, liebe Frauen unsere T-Shirt können wir immer noch tragen. Zu mir hat noch keiner gesagt, was hast du denn da! Mir geht es mit meinen Kästchen gut. Werde von Fr. Dr. Gericke sehr gut betreut. Liebe Grüße Beate E.

Wolfgang M. aus Ludwigsburg (29.10.2011): Guten Tag, ich habe meinen 2-ten Herzschrittmacher implantiert bekommen - Robert-Bosch-Krankenhaus in Stuttgart. War sehr zufrieden, sowohl was die Vorbereitung als die Operation und das danach anbetrifft. Aufenthalt 3 Tage. Die Wunde ist relativ schnell verheilt, war aber noch ca. 6-8 Wochen an der Oberfläche gerötet. Heute nach 6 Monaten ist alles ok. Das Gerät funktioniert einwandfrei und ich habe weiter an Lebensqualität gewonnen. Danke an die Kardiologie Abt. (Herrn Dr. Vöhringer und Team) im RBK Stuttgart. Wolfgang M.

Hilke aus Stade (26.10.2011): Ich bin 45 Jahre alt und an die Herzschrittmacher-Operation erinnere ich mich noch sehr genau. Sie fand vor genau 3 Jahren statt. Ich wurde nur leicht sediert und hatte daher sehr starke Schmerzen. Der Schnitt war sehr schmerzhaft, und das Einführen der Elektroden führte dazu, dass mein Herz stehenblieb. Darauf wurde es sehr hektisch im Operationssaal. Ich war bei vollem Bewusstsein und als ich gerade dachte, jetzt werde ich ohnmächtig, hatten sie mein Herz wieder zum Schlagen gebracht. Es schlug aber extrem unregelmäßig. Es war eine sehr belastende Situation, in der ich entsetzliche Angst hatte. Die Nacht musste ich auf Intensiv verbringen, dann blieb ich noch drei Tage auf einer Normalstation. Seit der Operation haben sich die Herzrhythmusstörungen nicht gebessert. Ich habe starke Schmerzen bei jeder Armbewegung. Ich bin überhaupt nicht mehr leistungsfähig, musste meinen Beruf aufgeben und kann nur noch wenige Meter gehen. Dann setzt eine große Erschöpfung ein. Vor der OP hatte ich nur Herzrhythmusstörungen, war aber voll belastbar. Jetzt bin ich Frührentnerin. Ich suche immer noch nach einer Klinik, wo man es wagt, mir den Herzschrittmacher wieder herauszunehmen, aber ich finde keine, es ist zu gefährlich.

Judith aus Brachttal (04.10.2011): Ich bin 23 Jahre alt und habe vor knapp einer Woche meinen Herzschrittmacher bekommen. Ich muss ganz ehrlich sagen, die OP war bei mir echt problemlos. Ich wurde sediert und habe nur zum Schluss mitbekommen, wie der Arzt die Wunde verklebt hat und das Pflaster dann drauf kam. Ich hatte aber auch wirklich gute Ärzte, die OP lief nur eine Stunde und am nächsten Tag nach der Kontrolluntersuchung bin ich auch schon wieder nach Hause gefahren.
Klar, eingeschränkt bin ich zur Zeit immer noch (den Arm kann ich noch nicht ganz so gut bewegen und die Narbe ziept und juckt bei mir wie blöd), aber sonst habe ich keine großen Beschwerden. Ich muss mich noch dran gewöhnen, dass ich das Teil in mir drin habe. Ich habe es bekommen wegen Bradykardie und es ist jetzt eine komplette Umstellung für mich auf einmal einen schnelleren Puls zu haben. Aber das wird schon kommen. Die Hauptsache ist, dass ich mich jetzt schon um einiges wohler fühle.

Andrea K. aus Schwarzwald (03.10.2011): Ich habe meinen Herzschrittmacher mit 23 Jahren bekommen, es war weder schmerzhaft noch sonst was. Aber verbessert hat sich nichts.

Udo E. (27.09.2011): Ich bin 63 Jahre alt und habe vor 3 Wochen den Herzschrittmacher rechst unter der Schulter implantiert bekommen. Die OP-Dauer lag unter 1 Std., die OP wurde unter lokaler Anästhesie durchgeführt. Gespürt habe ich lediglich die letzten beiden Stiche beim Verschließen des Schnittes. Bis heute habe ich keinerlei Schmerzen weder im Bereich der Implantationsstelle noch im rechten Arm, bewegen kann ich mich ohne Einschränkungen. Ich habe unter Verwendung von Dracopor Waterproof-Pflaster sogar regelmäßig duschen können. Die einzige Beeinträchtigung, die ich jedenfalls z. Zt. noch (!) empfinde, ist in privaten oder öffentlichen Fahrzeugen auf Sitzplätzen zu fahren bzw. mitzufahren, an denen der Sicherheitsgurt von rechts über die Schulter und damit auch über die Implantationsstelle geführt wird. Das schreibe ich allerdings noch dem laufenden Verheilungsprozeß der Wundnaht zu. Sollte sich das allerdings innerhalb ca. 2 Monaten ab OP nicht verändern, werde ich unter Berücksichtigung aller anerkannten Sicherheitsaspekte der Gurtpflicht einen Befreiungsantrag von der Gurtanlegepflicht bei Benutzung vorgenannter Sitze in Betracht ziehen.

Anton H. aus Kiel (18.09.2011): Ich bin 42 Jahre alt und bekam vor 1 Jahr einen Herzschrittmacher wegen Herzrhythmusstörungen. Die Operation wurde in Sedierung durchgeführt, ich habe aber trotzdem Schmerzen verspürt. Die OP dauerte mehr als 3 Stunden, warum es so lange dauerte, wurde mir nicht gesagt. Das Schlimmste waren die Herzrhythmusstörungen im Anschluss an die Implantation. Da hatte ich Todesangst und musste eine Nacht auf der Intensivstation verbringen. Die Wunde schmerzt immer noch, und der linke Arm ist kaum beweglich. Am schlimmsten finde ich die Einschränkungen. Ich darf nicht mehr Auto fahren, darf nicht mehr am Computer arbeiten, nicht mehr allein aus dem Haus gehen, darf nicht mehr duschen, nichts heben, mich nicht mehr bücken, und meinen Beruf habe ich auch noch verloren. Obwohl ich alle Anordnungen des Arztes genauestens befolge, musste ich vor 5 Monaten ein zweites Mal operiert werden, weil eine Elektrode verrutscht war. Das habe ich in Vollnarkose machen lassen. Die Herzrhythmusstörungen, wegen derer ich den Herzschrittmacher bekam, haben sich nicht wesentlich gebessert. Ich kann nur noch im Sessel sitzen, nicht einmal anziehen kann ich mich alleine. Da ich alleinstehend bin, wurde mir jetzt geraten, in ein Pflegeheim zu gehen. Am 1. Oktober werde ich ein Bett in einem 3-Bett-Zimmer bekommen, mehr kann ich mir nicht leisten, Meine Mitbewohner im Zimmer sind 89 und 94 Jahre alt und völlig dement. Mein Leben ist durch den Herzschrittmacher zerstört worden.

Joachim M. aus Uedem (13.09.2011): Als ich erfahren habe, das ich einen Schrittmacher benötigen würde habe ich sehr große Angst gehabt, da ich gerade meine 2. große Herz OP hinter mir hatte. Mein Arzt der die OP durchgeführt hatte hat mich genauestens aufgeklärt und mir alle Ängste soweit genommen. Hinzu kam, dass ich mit einem Patienten gesprochen habe abends der morgens einen Schrittmacher bekam und schon rum gelaufen ist und keine Beschwerden hatte.
Also die OP selbst wurde mit einer örtlichen Betäubung durchgeführt und ich habe von all dem nix gemerkt, außer halt dass an der Stelle gearbeitet wurde. Was ich sehr lästig fand, dass immer dann wenn man ruhig liegen bleiben muß, es dann irgendwo im Gesicht juckt, aber auch das Problem ließ sich lösen dank der Pfleger.
Alles in allem fand ich den gesamten Eingriff als angenehm und habe seitdem auch keine Probleme. Den Schrittmacher selbst kann ich zwar fühlen aber er stört mich in keinster Weise. Auch die regelmäßigen Kontrollen sind harmlos. Ich sage immer, ich bin wie ein Auto: Neue Ventile (Klappen), neue Dichtung (Schandverschluß) und Chipgetunt (Schrittmacher), Tieferlegung kommt später!

Doreen M. aus Tirol (07.09.2011): Mein Egon ist im August 2010 bei mir eingezogen. Festgestellt wurde es im Krankenhaus bei einer Kipptischuntersuchung, bei der ich das Bewusstsein verloren habe und mein Herz aufgehört hat zu schlagen. Am Anfang war ich ziemlich schockiert mit 23 einen Herzschrittmacher zu benötigen. Da ich sehr dünn bin wurde mir der Schrittmacher unter den Muskel gesetzt, deswegen hatte ich auch eine Vollnarkose. Geplant war eine Stunde im OP, am Ende hat es zwei gedauert, weil zwischendurch das Röntgengerät ausgefallen ist. Ich fand es etwas unangenehm, als ich wieder zu mir kam und der Arzt noch mit nähen "beschäftigt" war. Ich wurde Freitag operiert und konnte am Sonntag wieder nach Hause (eigentlich schon Samstag, aber ich habe die Narkose nicht gut vertragen).
Die ersten Wochen war ich schon eingeschränkt da ich meinen Arm kaum bewegen konnte. Die Narbe ist super verheilt und fällt kaum jemanden auf. Es gibt Tage an denen vergesse ich komplett, dass ich jetzt einen kleinen Helfer in meiner Brust habe, ab und an (meistens wenn das Wetter umschlägt) juckt die Narbe und vereinzelt sind Bewegungen unangenehm, aber das lässt sich alles aushalten.
Insgesamt schränkt er mich kaum noch ein in meinem Leben, im Gegenteil, ich bin froh, dass ich ihn habe, weil er mir ein Gefühl der Sicherheit gibt.

Hans-Jürgen aus Düsseldorf (07.09.2011): Ich bekam vor gut einem Jahr einen Herzschrittmacher, weil mein Herz zu langsam schlug. Beschwerden hatte ich deswegen nicht, aber der Arzt meinte, es könnte zu Synkopen kommen. Die Operation war sehr unangenehm. Ich war teilsediert, aber als die Elektroden ins Herz geschoben wurde, hatte ich das Gefühl, als wenn ich sterben müsste. Das Herz fing an völlig unregelmäßig zu schlagen, und ich hatte entsetzliche Angst. Das Ganze war auch sehr schmerzhaft. Nach 3 Tagen durfte ich die Klinik verlassen. Ich hatte und habe ein sehr starkes Fremdkörpergefühl. Einige Tage später bekam ich hohes Fieber. Zunächst dachte ich an eine Erkältung, aber als ich mich immer schlechter fühlte, bin ich in die Klinik gefahren. Es stellte sich schließlich heraus, dass ich eine Herzentzündung und eine Blutvergiftung hatte, weil wohl mit den Elektroden Keime ins Herz und in den Blutkreislauf gekommen waren. Ich kam auf die Intensivstation und wurde mit Antibiotika vollgepumpt. Wochenlang lag ich zwischen Leben und Tod. Ich habe zwar überlebt, bin jedoch körperlich in keiner Weise belastbar. Seit kurzem sitze ich im Rollstuhl, um mein Herz zu schonen. Ich bin 41 Jahre alt und verfluche den Tag, an dem ich den Herzschrittmacher implantiert bekam.

Julia K. aus Selm (28.08.2011): Ich habe am 12.08.2011 einen Herzschrittmacher implantiert bekommen, da durch viele Langzeit-EKGs AV Block III. Grades festgestellt wurde. Als ich in die Kinderklinik in Göttingen eingeliefert wurde fand ich es schrecklich. Die Ärzte haben mich behandelt wie Dreck und keiner hat versucht mir die Angst vor der Operation zu nehmen. Zum Glück war meine Mutter dabei. Ohne ihre Unterstützung wäre ich nach 2 Minuten aus der Klinik rausgerannt. Nun ja, am Tag der Op musste ich bis 13 Uhr Nachmittags warten und bekam bis kurz vor der Op keine Beruhigungsmittel oder dergleichen. Die Operation allerdings ist sehr gut verlaufen. Die Chirurgen waren jedoch sehr nett und haben extra darauf geachtet, dass meine Narbe klein wird und die Wunde nicht groß ist. Der Tag nach der Operation war sehr ungewohnt. Ich habe die ersten eineinhalb Wochen echt Probleme gehabt mich an meinen Herzschrittmacher (namens Hermes (man sollte ihm einen Namen geben um sich besser an ihn zu gewöhnen)) zu gewöhnen. Doch nach 2 Wochen hatte ich gar keine Schmerzen mehr und komme mit dem Gerät auch sehr gut klar. Eine Woche nach der Op durfte ich wieder Fahrrad fahren und 2 Wochen danach joggen gehen. Ich bin sehr sportsüchtig und deshalb hatte ich Angst davor, dass das Gerät mir meinen Sport erschweren würde. Das war jedoch keineswegs der Fall. Klar, die Kondition muss man wieder etwas aufpäppeln , aber mein Hermes behindert mich keineswegs daran. Zwar merke ich ihn manchmal noch beim joggen, aber das ist okay. Das wird nach einer Zeit wahrscheinlich auch weggehen. Die Narbe ist wirklich sehr klein und meine Wunde ist gut verheilt. Ich würde jedem, der es braucht, raten, den Herzschrittmacher implantieren zu lassen. Es ist sicherer und man muss keine Angst mehr haben, dass das Herz aufhört zu schlagen. Nur, man sollte sich nette Ärzte suchen. Das ist ziemlich wichtig, damit man sich wenigstens einigermaßen gut fühlt vor der Op. Ich hoffe ich konnte euch einen Eindruck schildern.

Anita H. aus Hessen (28.08.2011): Bereits 2003 (mit 40 Jahren) sollte mir aufgrund von Herzrhythmusstörungen ein Defi implantiert werden. Diesen lehnte ich vehement ab. Nach erfolgreicher Ablation fühlte ich mich wieder ok und war der Meinung, dass ich es anhand von Schwindel merke, wenn es wieder los geht. Ich wurde eines Besseren belehrt! Am 30.07.2011 (also vor ca. 4 Wochen) fiel ich ohne jegliche Vorankündigung mit Atemstillstand von der Bettkante. Nur meinem Sohn (der es hörte) und vor allem meinem Mann, der innerhalb von ca. 1 1/2 Minuten bereits begann mich mit Herz-Lungen-Massage wiederzubeleben, habe ich es zu verdanken, dass ich das ohne Folgen überlebte. Ich hatte unvorstellbares Glück, dass es aus dem Sitzen heraus passiert ist und dass mein Ehemann schon seit Jahren regelmäßig Erste-Hilfe-Kurse belegt hat, dadurch überhaupt in der Lage war die Situation richtig zu deuten um entsprechende Maßnahmen zu ergreifen!
Aufgrund dieses Vorfalls habe ich mir am 5.8.2011 (inzwischen 48 Jahre alt) in Frankfurt/M. nach einer weiteren erfolgreichen Ablation einen Zwei-Kammer-Defi implantieren lassen. Da ich wenig Fettgewebe habe, wurde mir dieser Defi in den Muskel oberhalb der linken Brust implantiert. Den Eingriff selbst habe ich anfangs im Dämmerzustand und am Ende gar nicht mehr mitbekommen. Ich glaube das Ganze dauerte ca. 1 Stunde. In den darauf folgenden Tagen nutzte ich Kühlakkus und Schmerzmittel. Der Eingriff war Freitags und am darauf folgenden Montag konnte ich die Klinik verlassen.
Die ersten beiden Wochen konnte ich meinen Arm nur eingeschränkt bewegen (vermutlich wegen der durchtrennten Muskulatur - wer schön sein will muss leiden ;-)). Die Schnittwunde selbst machte gar keine Probleme. Fäden haben sich von selbst aufgelöst. Jetzt nach 3 Wochen ist die blaue Verfärbung weg, die Schnittwunde reizfrei und super am abheilen. Ich massiere die Narbe täglich, damit sie weich wird. Das Wichtigste aber für mich, dass der Defi so toll implantiert wurde (einen Dank an die Ärztin!), dass ihn Unwissende sicherlich nur erahnen können, falls ich mal im Sommer Arm freie Shirts trage! Er trägt kaum auf, könnte auch als ein leicht vorstehender Knochen des Schlüsselbeins durchgehen.
Könnte ich die Uhr auf 2003 zurückdrehen, würde ich mich sofort für einen Defi entscheiden, um meiner Familie diese schlimme Situation zu ersparen. Meine Entscheidung damals war egoistisch und verantwortungslos. Aber Schnee von gestern! Jetzt sehen wir positiv in die Zukunft und haben noch sehr viel vor gemeinsam zu erleben!

Manuela aus Österreich (18.08.2011): Auf Grund zweier plötzlicher Herztode in der Familie wurde auch bei mir dieser Defekt erkannt und im Alter von 35 Jahren ein ICD implantiert. Dieser sitzt in einer Tasche unter dem linken Schlüsselbein. Die Wahl der Vollnarkose war die richtige. Die ersten Tage waren schmerzhaft, wie wahrscheinlich nach jeder Operation. Habe mich an die Anweisungen der Ärzte gehalten bezüglich Bewegung, und habe nie irgendwelche Probleme mit dem Gerät, der Sonde oder der Wunde.
Ich betreibe sehr viel Sport (joggen, Mountainbiken, Ski fahren, Klettern...) und verspüre keinerlei Einschränkung in meinem Leben. Mittlerweile (nach 2 Jahren) wurden die völlig unproblematischen halbjährlichen Kontrollen auf eine jährliche verlängert. Ich habe mir die Implantation lange und gut überlegt und mich aus tiefster Überzeugung dafür entschieden. Diese positive Einstellung zum Gerät und das Vertrauen in die Ärzte ist mir sehr wichtig! Mein Defi ist ein Teil von mir und ich bin froh, dass ich ihn habe (und hoffentlich nie brauche).

Yvonne B. aus Wuppertal (13.08.2011): Ich habe am 15. Juli 2011 einen 2-Kammer-Schrittmacher wegen SA-Block und immer wiederkehrenden Synkopen implantiert bekommen. Ich bin 40 Jahre alt und die Nachricht vom Kardiologen dass ich so ein Teil brauche, war ein Riesenschock für mich. Nach zahlreichen Gesprächen mit diversen Ärzten und vielen Untersuchungen entschied ich mich für die notwendige Indikation. Die Operation dauerte ca. 30-40 min. und ich empfand sie als sehr unangenehm. Ich bekam eine örtliche Betäubung und hatte mittelstarke Schmerzen und schmerzhaften Druck wahrgenommen. Auch die Stiche als die Wunde zugenäht wurde merkte ich. Nach der Operation hatte ich Schmerzen die sehr gut mit Schmerzmittel unter Kontrolle gebracht werden konnten. Wegen Wochenende musste ich 3 Tage im Krankenhaus bleiben. Jetzt vier Wochen nach der Operation fühle ich mich gut und habe keine Schmerzen mehr. Die Wunde heilte schnell und die Schwellung ist nur noch ganz leicht zu sehen. Der Schrittmacher wird langsam ein Teil von mir nur manchmal habe ich doch noch ein Fremdkörpergefühl und das Schlafen auf der linken Seite klappt noch nicht, weil der Druck dann sehr stark ist. Langsam kehrt auch meine Kraft wieder zurück. Vor der Operation war ich überhaupt nicht mehr belastbar. Um mit der neuen Situation besser umzugehen, habe ich meinem Schrittmacher einen Namen gegeben und spreche manchmal mit ihm. Ich weiß, hört sich blöd an, aber mir hilft es, soll schließlich ein Teil von mir werden. Ich bin froh, dass ich den Schrittmacher habe, bin noch jung und möchte mein Leben genießen. Also habt Mut und Gute Besserung! :)

Lina K. aus Hamburg (09.08.2011): Ich habe am 28. Juli 2011 einen zweiten Herzschrittmacher DDD bekommen. Dabei bleiben die Elektroden an ihrem eingewachsenen Platz. Ich bekam eine örtliche Betäubung, und ich spürte keinerlei Schmerzen, nur den Druck des Hineinpressens. Ich fühle mich recht gut, aber ich bin noch nicht ganz schmerzfrei. Ich bin 73 Jahre und habe meinen ersten Schrittmacher vor 7 Jahren bekommen. Der Neue ist größer und "kann" noch mehr. Ich bin außerordentlich dankbar für diese Leistung der Technik. Während der 7 Jahre gab es keinerlei technischen Probleme, ich habe vorschriftsmäßig das Handy genutzt und mich sonst an die Anweisungen gehalten. Für die Sorgfalt und Zuwendung der Ärzte und des Pflegepersonals bin ich sehr dankbar.

Annegret T. aus Berlin (08.08.2011): Ich bekam im März 2009 einen 2-Kammer-Herzschrittmacher implantiert wegen Sinus-Bradykardie. Ich bin 48 Jahre alt. Die Operation dauerte 2 Stunden. Ich war im Dämmerschlaf, bekam aber doch alles mit. Ich empfand das Ganze als sehr schmerzhaft und unangenehm. Ich blieb 5 Tage im Krankenhaus, ich hatte starke Wundschmerzen und konnte nicht schlafen. Später verrutschten die Elektroden mehrfach, so dass zwei neue Operationen, unter Vollnarkose, notwendig waren. Die Wunden sind noch immer nicht richtig verheilt. Man hatte mir gesagt, dass ich mit dem Herzschrittmacher ein weitgehend normales Leben führen könnte. Das stimmt aber nicht. Ich musste meinen Beruf (Sekretärin) aufgeben. Vorher war ich sehr sportlich, jetzt bin ich schon nach 100 m Gehen erschöpft. Bei jeder Bewegung und bei jedem Atemzug merke ich deutlich, dass ich einen Fremdkörper im Herzen habe. Meinen Haushalt kann ich nicht mehr machen, mein Mann und meine beiden Kinder müssen alles machen. Das ist schwer für alle. Ich bedaure, dass ich mich von den Ärzten zu einem Herzschrittmacher habe überreden lassen. Leider kann man ihn nicht explantieren. Wenn ich daran denke, was für ein leistungsfähiger Mensch ich vorher war, dann muss ich weinen. Ich denke, dass in Deutschland die Indikation für einen Herzschrittmacher viel zu oft gestellt wird.

Nina V. aus Hamburg (28.07.2011): Ich habe im Mai 2011 einen 2-Kammer-Schrittmacher bekommen aufgrund eines AV-Block III°. Weil ich nicht direkt einen Schrittmacher wollte, wurde zunächst ein Event-Recorder implantiert. Dort wurde der AV-Block sichergestellt und ich bekam ziemlich schnell den Herzschrittmacher. Die OP war überhaupt nicht schlimm. Die Ärzte und OP-Schwestern sehr nett und durch die Betäubungsmittel war ich nach der OP irgendwie recht aufgedreht. Ich hatte nur bis ca. 8 Wochen nach der OP eine dicke Schwellung unter dem Schrittmacher, die recht schmerzhaft war. Hin und wieder habe ich heute immer noch Probleme auf der linken Seite zu schlafen, der Herzschrittmacher stellt sich dann manchmal aufrecht und flutscht dann wieder zurück. Heute gehe ich wieder normal joggen und bin im letzten Urlaub auf 3200m geklettert!!

Michael D. aus Nordrhein-Westfalen (28.07.2011): Nach dem ich bereits als Kind gelegentlich Synkopen hatte, traten diese in den vergangenen Jahren dann wieder häufiger auf. Erstmalig 2006, dann 2008 und gehäuft in 2010. Außer einem empfindlichen Kreislauf, Bluthochdruck und ganz leichten – aber nicht behandlungsbedürftigen - Herzrhythmusstörungen wurde nichts diagnostiziert. Da auch ein Langzeit-EKG nicht viel weiter half, sollte mir im November 2010 ein sogenannter Event-Recorder implantiert werden, der langfristig (2 – 3 Jahre) Aufzeichnungen über meinen „Kreislauf“ machen sollte. Die Implantation war im Rahmen einer ambulanten OP mit örtlicher Betäubung vorgesehen. Maximal sollte ich noch eine Nacht zur Überwachung im Krankenhaus bleiben.
Am 16.11. erfolgte die OP. Bis kurz vor dem letzten Faden verlief auch alles problemlos. Doch dann bekam ich eine Bradykardie bis Asystolie, sprich – ich hatte einen Herzstillstand und musste „reanimiert“ werden. Diagnose: Sick-Sinus-Syndrom. Damit stand fest, dass ich einen Herzschrittmacher brauchte. Die 2. OP erfolgte ein paar Tage später. Somit verlängerte sich mein Krankenhausaufenthalt nur um „ein paar Tage“. Bis dahin wurde ich an Messgeräte angeschlossen und hatte absolute Bettruhe. Die Event-Recorder-Explantation und Herzschrittmacher-OP verlief dann komplikationslos. Ich erhielt einen DDD-MRI-SM. Nach ein paar Tagen konnte ich dann endlich das Krankenhaus verlassen. Die von mir wahrgenommenen Schmerzen und Stiche wurden vom Arzt als „normale“ Anpassungsprobleme definiert.
Zuhause ließen diese Schmerzen jedoch nicht nach und verstärkten sich in den nächsten Tagen auch noch. Schlafen war nur noch in fast sitzender Position möglich. Zwischendurch gab es auch schon mal ein paar Stiche in der Herzgegend. Von Atemproblemen will ich hier jetzt erst gar nicht anfangen. Höhepunkt war nach 4 Tagen eine Anhäufung von Synkopen. Nach der 3 Synkope in Folge habe ich dann den Notarzt angerufen. Diese vermuteten eine Zwerchfellentzündung und wiesen mich wieder ins Krankenhaus ein. Am 2. Tag des Krankenhausaufenthaltes kam dann ein Kardiologe auf die Idee meinen HSM mal zu überprüfen. Oh Schreck.... die eine Sonde funktionierte ja gar nicht. Und beim Röntgen stelle man dann fest, dass die Sonde die Herzwand durchstoßen hatte und im Zwerchfell gelandet war und einen Bluterguss verursacht hatte (man nennt es wohl Ventrikelperforation). Also sofort auf die Intensivstation und Verlegung in die Uniklinik. Operation Nr. 3 am selben Tag. Und so eine Herzschrittmacher-OP ist ja eine Routinesache. Also ohne Narkose mit Teilbetäubung sollte die Sonde replatziert werden. Leider konnte man die Sonde nicht wieder verwenden, das sie kaputt war. Meine Nachfrage, ob dass denn unter Garantie falle, brachte Gelächter im OP-Saal. Aber irgendwie klappte es dann doch nicht so, wie sich die Ärzte das gedacht hatten. Als nach dreistündigem Versuch der Replatzierung immer noch kein Fortkommen zu erkennen war, wurde ich dann in die Narkose entlassen, die dann auch noch mal 2 Stunden dauerte. Im Ergebnis wurde festgestellt, dass in einer Vene eine Thrombose hatte und sie mit der neuen Sonde nicht durchkamen. Aber irgendwie haben sie es dann doch wohl geschafft. Als Folge hatte ich dann tagelang einen stark geschwollenen rechten Arm. Aber die Sonde funktionierte dann doch wohl nicht so, so dass ich am darauf folgenden Tag erneut „Replatziert“ wurde. OP Nr. 4 in Vollnarkose.
An drei aufeinander folgenden Tagen nach der 4. OP erfolgten Schrittmacherkontrollen. Hier zeigte sich ein täglicher Anstieg der Reizschwelle von Anfangs 1,5 V auf 8,0 V. Also erfolgte am 4. Tag nach der OP die erneute Replatzierung. Der Professor begrüßte mich schon mit den Worten... Sie sind ein „komischer“ Mensch – rein anatomisch gesehen....OP Nr. 5 in Vollnarkose.
Nach dem die Werte gut blieben wurde ich entlassen. Die nächste Schrittmacherkontrolle erfolgte auf meinen Wunsch hin 1 Woche später. Das Krankenhaus hätte mich erst nach 6 Wochen sehen wollen. Leider ergab die Kontrolle, dass die Reizschwelle erneut anstieg. Die Werte erhöhten sich wöchentlich. Die Uniklinik sah nur noch die Möglichkeit einer neuen OP, dann aber sollten die Sonde auf das Herz gelegt werden. Das wäre zwar keine gute, aber die einzige Möglichkeit. Es sei denn, mir würde noch was besseres einfallen. Und mir würde natürlich frei stehen, eine 2. Meinung einzuholen. Da mir bereits vorher einige Beschäftigte des Krankenhauses (unter dem Siegel der Verschwiegenheit) geraten hatten, bei weiteren Komplikationen den „Fachmann“ für Herzschrittmacher einer anderen Uni in der Nähe aufzusuchen, tat ich dieses umgehend. Dieser war sich sicher, die Sonde auf dem herkömmlichen Wege im Herzen zu platzieren. Ein Ansporn war sicherlich auch, dass er es der anderen Uniklnik zeigen wollte. Der Eingriff wurde für die erste Januarwoche 2011 geplant.
Zwischenzeitlich musste ich dann noch mein Blutdruckmittel wechseln, da ich es nicht vertragen habe und Reizhusten bekam.
Aber meistens kommt es anders.... Am zweiten Weihnachtstag hatte ich plötzlich starke Oberbauchschmerzen, die auch zum Abend hin nicht weniger wurden, so dass wir in der Nacht einen Notarzt riefen. Verdacht auf einen Herzinfarkt....upps..... Aber die ersten Test waren negativ, so dass Entwarnung gegeben wurde. Die Schmerzen blieben. Am nächsten Tag meinte dann eine Ärztin, wir sollten doch mal einen Chirurgen drauf schauen lassen. Es könnte ja auch der Blinddarm sein. Dieser kam, sah und „siegte“... akuter Blinddarm ... sofortige OP. Die 6 in Vollnarkose. Ich muss sagen, ich habe herzhaft bei dieser Diagnose gelacht. Das glaubt einem keiner. Aber ich habe auch das überstanden. Zum Jahresende wurde ich dann entlassen.
Die 7. OP (selbstverständlich in Vollnarkose) wurde dann aufgrund der aktuellen Situation auf Mitte Januar verlegt. Und – der Professor hat es geschafft. Die Sonde funktioniert und die Werte sind ideal. Drei Monate danach hatte ich leider immer noch Vorhofflimmern. Das hat sich zwischenzeitlich jedoch wieder gelegt und lag wohl an den ganzen Operationen.
Zurzeit ist mein HSM mit ca. 81 % aktiv. Also hat sich der ganze Aufwand doch gelohnt :-).
Trotz der ganzen widrigen Umstände..... bin ich froh, dass ich einen HSM habe. Diese ständigen Synkopen waren unerträglich und der HSM rettet mein Leben.

Jürgen N. aus Hannover (29.06.2011): Habe seit ca. 9 Monaten einen 2-Kammerherzschrittmacher in der Vincent Klinik Hannover bekommen. Die OP dauerte ca. 30 Minuten und ist ohne Schmerzen super verlaufen, auch danach keine Probleme mehr... als Ebay-Kunde würde ich sagen... jederzeit wieder... lol

Barbara S. aus der Schweiz (28.06.2011): Hallo zusammen
An alle, welche eine Schrittmacherimplantation vor sich haben. Keine Angst! Operation ist nicht schmerzhaft. Die Wunde heilt ganz schnell. Wichtig ist, dass man am Anfang die Anweisungen betr. Bewegungen vom Fachpersonal befolgt. (Dies wegen dem Einwachsen der Sonde) danach kann man wieder alles machen. Stop! Kampf auf den Mann nicht, Sonst wirklich alles. Einfach toll. Neues Lebensgefühl. Übrigens ich brauchte diesen, weil bei einer schweren Herzreoperation der Sinusknoten verletzt wurde.

Cathrin K. aus Hemmingen (26.04.2011): Meine Herzschrittmacher-Operation war wesentlich besser, als ich befürchtet hatte. Man bekommt nichts mit, und die Zeit vergeht wie im Flug. Ich kann mich auch nicht mehr an viel erinnern. Ich weiß nur, dass, als es vorbei war, ich der glücklichste Mensch war und ich mich gefreut habe. Ebenfalls war ich noch ein bisschen benommen von der Teilnarkose und habe hauptsächlich über mich gelacht. An alle die die OP noch vor sich haben: Die OP ist zwar kein Kinderspiel, aber Horrorvorstellungen sind auch nicht nötig. Danach kommen ein paar Wundschmerzen und ich hatte ein starkes Spannungsgefühl und bin krumm gegangen, aber 1 Woche später fühlt man sich wieder vollkommen fit.

Annekatrin R. aus Gerstungen (19.04.2011): Ich habe im September 2010 einen Herzschrittmacher implantiert bekommen. Vorher hatte ich viele erfolglose Krankenhausaufenthalte hinter mir, bei denen man nicht feststellen konnte, woher meine immer wiederkehrenden Synkopen kamen. Im Dezember 2009 wurde mir ein Eventrecorder implantiert, der dann bei einer Synkope im September 2010 die Ursachen aufzeichnete (AV-Block III. Grades). Am nächsten Tag mußte ich dann ins KK wo der Eingriff vorgenommen wurden. Alles begann mit einer örtlichen Betäubung, die aber dann in eine Vollnarkose umgewandelt werden mußte, da aufgrund der abnormalen Lage der Gefäße eine normale Zuführung der Elektroden zum Herz nicht möglich war. Nach Hinzuziehen eines Gefäßspezialisten dauerte die OP dann 4 Stunden nach dessen Verlauf ich dann noch einen Pneumothorax entwickelte. Alles in allem eine nicht sehr schöne Sache, die mit mehreren Tagen Intensivstation abging. Bis heute hatte ich keine weitere Synkope. Mit meinem Mischa (29.09. Namenstag "Michael") so wie ich ihn liebevoll nannte komme ich noch nicht so ganz klar und empfinde ihn noch als Fremdkörper in mir.

Sarah K. aus Hamburg (11.04.2011): Bin 25 Jahre alt und habe im November 2010 einen Herzschrittmacher bekommen. Den Eingriff habe ich als sehr unangenehm empfunden und es hat mehrere Monate gedauert, bis ich wieder schmerzfrei Auto fahren konnte. Ansonsten bin ich sehr zufrieden mit meinem Herzschrittmacher und meine Lebensqualität hat sich dadurch deutlich verbessert.

Burkhard S. aus Göttingen (03.04.2011): 2001, 2006 und jetzt zuletzt 2009 erhielt ich wegen Batterieerschöpfung je einen neuen Defi (Implantierbarer Cardioverter Defibrillator - ICD -). diese Implantation ist ja fast genauso wie die eines Herzschrittmachers. Alle 3 Implantationen wurden nur lediglich mit örtlicher Betäubung im linken Brustkob durch Fixierung des Gerätes in einer Muskeltasche vorgenommen. Um schnell das Ergebnis vorwegzunehmen: Jede größere Zahnextraktion beim Zahnarzt - war natürlich ja auch zu überstehen - empfand ich erheblich unangenehmer wie diese Eingriffe im Brustkorb. Ich kam sofort wieder auf Station und nach 4 - 5 Tagen nach Hause.

Remziye L. aus Mering (27.03.2011): Wie ein Roboter (like DATA/Startrek). Hab mit 15 meine erste, 28 die zweite tja und irgendwann die dritte (ALTER 34/angeborener AV Block II, mit 15 AV Block III). Erste OP unter Vollnarkose (viel besser) zweite OP unter örtlicher Betäubung (nicht so cool kommt sich vor wie ne Maschine / einmal bitte aufladen ha ha). Immer sehr nett von allen behandelt worden ... mfg REM

M. S. aus dem Schwarzwald (25.03.2011): Ich bin 21 Jahre alt. Vor einem Monat bekam ich meinen Herzschrittmacher wegen Sinusbradykardie und Pausen bis zu 5 sec. implantiert. Die Operation war kein Problem und verlief schnell. Da ich vorher einen Reveal implantiert bekam, wurde dieser direkt bei der selben OP explantiert. Ich spüre manchmal noch das Einsetzen des Herzschrittmachers, was aber absolut kein unangenehmes Gefühl ist. Insgesamt kann ich sagen, dass ich sehr froh darüber bin, den Schrittmacher zu tragen! Ich bin nun auf der sicheren Seite =)

Dieter P. aus Fürstenwalde (23.03.2011): Am 5.Januar 2011 wurde mir ein Herzschrittmacher implantiert. Der Erfolg dieser Maßnahme ließ nicht lange auf sich warten. Ich fühle mich jetzt sehr wohl, bin wieder motiviert zu Unternehmungen, die ich mir schon lange vorgenommen habe, sie aber zurückstellte, weil ich annahm, dass ich sie mir nicht mehr zutrauen könne. Ich war zögerlich in Entscheidungen, langsam in meinen Bewegungen überhaupt lustlos etwas zu tun. Ich dachte eben, das ist auf das Alter zurückzuführen, denn schließlich werde ich im März diesen Jahres 70 Jahre alt. Dieses „Tuning“ in meinem Körper, etwa vergleichbar mit einem Chip im Auto, bringt sowohl einem Auto als auch bei mir ein „paar PS“ mehr und schafft Freude im Leben.

Martha M. aus Naumburg (22.03.2011): Seit 5 Jahren habe ich nun schon den 2. Defibrillator und bin glücklich, dass ich ihn habe. Wahrscheinlich wäre ich schon lange nicht mehr hier. Ich kann nur jeden zu einer OP. raten. Sie ist gut auszuhalten, es gibt Schlimmeres. Werde bald 80 Jahre und lebe immer noch. Alles Gute zur Implantation

Gottfried W. aus Dettighofen (22.03.2011): Ich musste mich im Jahre 2003 einer Herz-OP, Aneurysma und Aortenklappenersatz, unterziehen. Nach ein paar Tagen stellten sich Herzrhythmusstörungen ein wegen einem AV-Block III. Meine Gedanken daran, bis ich meinen Herzschrittmacher erhalten hatte, beschäftigen mich bis heute noch. Meine Erinnerungen, wieso muss ich jetzt sterben nach meiner Herz-OP, meine Nahtoderscheinungen. Da mein Herzstillstand und nur durch Reanimation wieder begonnen hat zu schlagen, einfach nur schrecklich für mich. Nach einer Stunde bin ich auf der Intensivstation aufgewacht und mein Herzschrittmacher hält mich seitdem am Leben. Meine Ängste, was ist wenn diese Technik versagt!

Hans-Jörg S. aus Leingarten (20.03.2011): Von Nicht-Betroffenen, hatte ich vorher nur negative Argumente gehört. Die Operation verlief ohne Komplikationen. Der Kardiologe und der Chirurg erklärten mir jeden Schritt. Ich bin dankbar, dass mir der Schrittmacher implantiert wurde.

Margit S. aus Königsbrück (19.03.2011): Ich habe bereits den dritten Herzschrittmacher. Alle 3 wurden ambulant implantiert. Hatte bei keiner OP Beschwerden oder Angst-Gefühle (1996, 2003, 2008). Den ersten Herzschrittmacher bekam ich mit 59 Jahren wegen Sinusbradykardie. Damit war ich wieder leistungsfähiger, da der Puls nicht unter 60 abfiel. Zwei Wochen nach der ersten Implantation machte ich Urlaub im Gebirge und konnte ausgedehnte Wanderungen unternehmen. Allerdings muss ich gegen die Herzrhythmusstörungen weiter Medikamente einnehmen.
Ich bekam Sotalol, es half mir sehr wenig. Falithrom wurde abgesetzt, der Kardiologe war der Meinung durch den Schrittmacher ist die Einnahme nicht mehr notwendig. Das erwies sich als Fehler. Nach lang anhaltenden Herzrhythmusstörungen hatte ich 2 kurz hintereinander folgende Schlaganfälle. Der letzte mit Krankenhausaufenthalt (Lähmungserscheinungen und Sprachstörungen). Da ich unmittelbar nach dem Anfall ins Krankenhaus eingeliefert wurde, blieben keine Schäden zurück. Ich wechselte den Kardiologen und bin sehr zufrieden. Er verordnete mir Tambocor und Falithrom. Mit Tambocor ging es mir einige Jahre sehr gut, hatte kaum noch Beschwerden. 2010 ging es mir wieder schlechter, Atemnot, Schmerzen im Brustbereich, Druckgefühl bis zum Hals. Mein Arzt verordnete mir Multaq 400 mg 2x; Beloc-Zok 47,5 mg 2x und Digitoxin. So richtig zufrieden bin ich allerdings nicht. Habe immer wieder ein unangenehmes Druckgefühl im Brustbereich. Aber ich bin überzeugt, dass es mir ohne Schrittmacher viel schlechter gehen würde.

Peter B. aus Niederzier (19.03.2011): Guten Tag, ich habe nicht nur einen Herzschrittmacher, sondern einen DEFI mit Schrittmacherfunktion im Dezember 2005 nach einem schweren Infarkt implantiert bekommen. Eigentlich, so sagte mir der behandelnde Mediziner, sollte ich gleich ein neues Herz implantiert bekommen, allerdings, z. Zt. war gerade keines vorrätig! :-) Also musste für den Fall der Fälle ein DEFI mit Schrittmacherfunktionen her. Nun, an die eigentliche OP kann ich mich nicht erinnern, - wie auch, in Vollnarkose - aber, nach dem Aufwachen hatte ich zunächst einen unerklärlichen Schmerz unterhalb meines linken Schlüsselbeins. Vorsichtig versuchte ich durch abtasten festzustellen, was da eigentlich so weh tat. Ich hatte glatt die OP vergessen!
Erst ganz langsam dämmerte mir, dass da etwas "Fremdes" unterhalb meines Schlüsselbeins drückte und zwickte. Zuzüglich zum Wundschmerz, der von Tag zu Tag weniger wurde, ließ auch der Druck des DEFI-Implantats langsam nach. Ich "freundete" mich sehr schnell mit dem Gedanken an, im Notfall einen "guten Freund" in mir zu wissen. Man kann es sicherlich schwierig vermitteln, aber das beruhigende Gefühl, im Notfall schnell und vor allem automatisch richtig versorgt zu sein, ist kaum in Worten darstellbar.
Zwar ist mein DEFI noch nie in Aktion getreten, und ehrlich, so richtig scharf bin ich darauf auch nicht, es erleben zu müssen, aber es beruhigt unbeschreiblich. Und wenn jemand "nur" einen Herzschrittmacher benötigt, so hat er wahrscheinlich die gleiche beruhigende Gewissheit, da regelt etwas, wenn es notwendig ist.
Wichtig jedoch! Angst oder Widerwillen gegen oder vor solch einer Implantation ist vollkommen unbegründet, es ist in wenigen Tagen ausgestanden, tut kaum weh und gibt ein sicheres Gefühl, im Ernstfall nicht alleine zu sein.
In Kürze muss mein Aggregat ausgetauscht werden, da sich die Batterien langsam leeren, ich werde dieser neuerlichen OP ganz entspannt entgegen sehen. Sie hoffentlich auch. Ich wünsche allen Patienten, dass sie noch lange ihr Leben genießen, auch mit einem Implantat.

Heide P. aus Aach b.Trier (16.03.2011): Ich habe in der vergangenen Woche einen Aggregatwechsel erfahren. Nach mehr als 10 Jahren guter Arbeit war das nötig. 2005 hat man bei mir eine His-Bündel-Ablation Vorgenommen wegen Vorhofflimmerns. Deshalb war der Kurze Moment des "Umstöpselns" unangenehm (kaum Eigenrhythmus), ist aber gut und ohne Komplikation verlaufen.

Jutta H. aus Bad Kreuznach (14.03.2011): Ich habe meinen Herzschrittmacher (St. Jude, Victory XL DR) seit dem 08.01.10 wegen Sinusarrest am AV-Block. Ich war schon vor der OP der Meinung, das dieser Eingriff meine Probleme (unklare Synkopen seit über 10 Jahren mit Bewußtlosigkeit) nicht lösen wird. Ohne die Gabe von Nitro bei der Kipptischuntersuchung wäre es wahrscheinlich nie herausgekommen und ich hätte uralt werden können. Ich fühle mich heute noch von den Ärzten überredet, das war 'Arbeiten mit der Angst des Patienten'. Hinzukommt, dass ich am 05.08.2010 wieder eine Synkope hatte, ohne Bewußtlosigkeit, die viel, viel schlimmer war für mich, als alle vor dem Schrittmacher.
Die anfänglichen Probleme (Druck über der Stelle, ziehen bis in den Hals und die Schulter) würden verschwinden wurde mir gesagt. Doch die Probleme nahmen zu und aktuell habe ich Lähmungserscheinungen im rechten Arm und in den Fingern, morgens nach dem Aufstehen sowie täglich Schmerzen in der Schulter bis in den Arm. Eine Verlegung wurde mir vorgeschlagen, ich habe bisher abgelehnt. Ich suche noch den Kardiologen meines Vertrauens - erschwerend hinzukommt, dass es in Bad Kreuznach Wartezeiten bis zu 8 Monaten für einen Termin gibt.
Aber nun zur Implantation: Die Spritze habe ich als sehr, sehr unangenehm, schmerzend und brennend empfunden. Genau wie die Kopflagerung während dem Eingriff. Ich habe Stimmen gehört und auch den Test leicht bemerkt. Danach war ich jedoch völlig weg, was wohl daran lag, dass die erste Betäubung nicht ausgereicht hat und nachgespritzt wurde. Die OP dauerte wohl 35 Minuten. Die darauffolgenden Nächte hatte ich einen Kühlakku und nahm auch Schmerzmittel. Es fühlte sich auch direkt wie ein Fremdkörper in mir an und dieses Gefühl ist bis heute geblieben. Erschwerend hinzukommt, dass das Gerät an manchen Tagen richtig heraussteht und die Narbe ist dick (trotz meinem Hinweis über meine anderen Narben beim Aufklärungsgespräch).
Am liebsten wäre mir, er käme wieder raus und nicht mehr rein. Aber angeblich gilt: einmal Schrittmacher, immer Schrittmacher - doch da recherchiere ich noch.

Doris R. aus Bonn (14.03.2011): Die Implantation wegen "sick sinus" empfand ich als nicht sonderlich belastend - leider kam es danach zu einem Hämatothorax. Das war sehr schmerzhaft und verlängerte den stationären Aufenthalt auf 9 Tage!

Ursula W. aus Rheda-Wiedenbrück (14.03.2011): Die Schrittmacherimplantation wegen eines AV-Blocks III. Grades konnte im Januar 2010 im hiesigen Krankenhaus ambulant und völlig komplikationslos durchgeführt werden. Mir wurde ein MRT-fähiges DDD-Schrittmachersystem der Firma Medtronic implantiert und das ganze hat rund 1 Stunde gedauert. Dass ich nur örtlich betäubt war und die OP verfolgen konnte, habe ich nicht als belastend empfunden. Ich hätte ansonsten ja die angebotenen Kopfhörer mit Wunschmusik nutzen können.
Mit dem Ergebnis war ich bestens zufrieden, bis sich vor 2 Wochen herausstellte, dass die MRT-fähigen Sonden den Vorhof durchbohrt und bis in die Lunge gewandert waren. Inzwischen hat im Herzzentrum Bad Rothenfelde die Explantation und Implantation neuer MRT-fähiger Sonden stattgefunden. Auch dieser viel gefährlichere Eingriff ist letzte Woche komplikationslos verlaufen, diesmal allerdings unter Vollnarkose und im Herz-OP. Die Wunde verheilt gut und ich befinde mich nun wieder auf dem Weg der Besserung und hoffe, dass die MRT-fähigen Sonden nicht noch einmal ihren Platz verlassen und mich in Gefahr bringen.
Mfg
Ursula W. aus Rheda-Wiedenbrück

Annemarie H. aus München (13.03.2011): Ich hab die OP nicht grade lustig gefunden, nachdem was alles im Vorfeld war. Dez. 09 - Sinusitisoperation, im Feb. 10 die zweite Sinusitisoperation, März 10 Herzkatheder und im April 10 dann den Herzschrittmacher. Alle OP's fanden in der gleichen Klinik statt. Die Ärzte sind zwar fachkompetent, das Pflegepersonal bemüht sich, aber alles in allem wünscht man (vor allem die Hygiene die zu wünschen übrig läßt) das seinem ärgsten Feind nicht. Es war staubig ohne Ende, wegen Umbaumaßnahmen in der Klinik. Im Januar 2010 stellte mein Hausarzt bei einem Routine-Belastungs-EKG fest, daß ich das WPW-Syndrom habe. Da musste ich erst über 60 Jahre alt werden, damit das mal jemand mitkriegt. Ich hatte im Laufe meines Lebens einige Operationen und es wurde nur mal gesagt, daß ich einen rechtsschenkelblock habe. Auch bei den beiden Herzkathedern vor 10 und 12 Jahren hieß es nur, daß meine Herzbeschwerden von der Wirbelsäule kommen. Kurz und gut. Mittels Herzkathederablation wurde die überschüssige Reizleitung verödet. Ging alles ganz gut und ich war guter Dinge wieder nach Hause gegangen. Ein paar Tage später litt ich unter massiver Atemnot beim Treppen steigen. Mein Puls war nur noch auf 37. Am Samstag war ich dann morgens gleich zur Klinik gefahren - aber da war alles angeblich in Ordnung. Ich ging dann am darauffolgendem Montag zu meinem Hausarzt. Der brach mein BelastungsEKG ab und schickte mich zum Kardiologen. Beim Kardiologen hätte ich dann erst für Mai 10 einen Termin bekommen. Wieder mit dem Hausarzt in Verbindung gesetzt. Am Mittwoch dann, rief er mich an und sagte daß er alles geklärt hätte und ich solle gleich in die Klinik fahren, was ich auch getan habe. In der Klinik wurde ich an das Überwachungsgerät für 24 Stunden angehängt und das Ergebnis war der HSM. Ich war völlig überrumpelt und fertig. Vor allem da ganz lapidar gesagt wurde, daß ich dieses Gerät brauche. Man drückte mir einen Prospekt in die Hand und man wollte für meine Fragen da sein. Aber leider muß ich sagen, im Internet und von der Herstellerfirma habe ich mehr erfahren als von den Ärzten. So jetzt habe ich das Ding fast ein Jahr in mir (9.April) und ich muss sagen, irgendwo ist das bei mir noch nicht so angekommen. Musste es zwischenzeitlich schon zweimal neu einstellen lassen. Auch ist der SM auf meiner rechten Seite implantiert (weil das der Operateur immer so macht) obwohl ich Rechtshänderin bin und mich bei bestimmten Bewegungen stört. Die ersten Wochen konnte ich mit dem rechten Arm nichts machen und beim Schlafen konnte ich mich nicht auf meine gewohnte rechte Seite legen. Bei der Implantation ist dem Operateur der Muskel weggerutscht und ist immer noch irritiert. Gott sei Dank benötige ich keine schulmedizinischen Mittel. Ich kenne mich sehr gut mit Homöopathie aus und kann mir mit Absprache meines Hausarztes damit sehr gut helfen. Erst im Juli 11 muss ich wieder zu Kontrolle. Ich muss sagen, mit meinem WPW-Syndrom habe ich mich besser gefühlt als mit dem HSM.

R. R. aus Königs Wusterhausen (13.03.2011): 46 Jahre: Nach einer Herzklappen-OP stellte sich ein AV Block III. Grades ein. Somit wurde 5 Tage nach der Aortenklappen OP ein Herzschrittmacher nötig. Die Operation nach der Operation war ein Schock. Auch wenn ich sehr dankbar bin über die Möglichkeiten und die Technik, ist für mich die Abhängigkeit schwer zu akzeptieren. Die OP ist zu überstehen und jetzt zwei Jahre her. Ich suche immer noch nach Gedankenaustausch mit Menschen die Klappen-OP und Herzschrittmacher haben und dabei Vollzeit arbeiten gehen, was mir sehr schwer fällt.

Jürgen N. aus Hannover (13.03.2011): Habe einen Zweikammer Herzschrittmacher vor ca. 4 Monaten bekommen, im Vinzenzkrankenhaus Hannover, die ganze Op, die ich bei vollem Bewusstsein miterlebt habe, dauerte 35 Minuten, und ich habe nichts gespürt... Seitdem habe ich keine Rhythmusstörungen mehr, kein Schwindel usw. Ich würde sagen, ich bin ein neuer Mensch geworden, alles wunderbar...

Bärbel W. aus Willingen (12.03.2011): Die Implantation selbst empfand ich als nicht sonderlich belastend - leider kam es danach zu einem Pneumothorax.

Christiane B. aus Walzbachtal (12.03.2011): Meine Implantation war im Sommer 2009. Sie war absolut problemlos, wurde nur unter örtlicher Betäubung durchgeführt. Das OP-Team war sehr nett und hat sehr professionell gearbeitet. Ich habe mich gut aufgehoben gefühlt.
Grund für den Herzschrittmacher: Mein Sinusknoten hat nicht richtig gearbeitet und es gab Aussetzer von über 5 Sekunden. Ansonsten ist mein Herz gesund.
Die ersten Monate nach der OP habe ich als ziemlich belastend empfunden. Ich stehe im Beruf, habe Familie und treibe sehr gerne Sport (vor allem Joggen). Ich war verunsichert, was darf ich wann wieder machen, belastet dies die Wunde, beeinträchtigt es das Einwachsen der Elektroden, habe lieber weniger gemacht als ein Risiko einzugehen. Dann empfand ich es als schwierig, die für mich richtigen Einstellungen des Herzschrittmachers zu finden. Ich war öfters beim Kardiologen, bis wir die optimale Einstellung gefunden haben. Seit letztem Frühjahr (2010) fühle ich mich sehr gut, bin voller Schwung und denke oft lange Zeit gar nicht an das Gerät. Ich bin sehr dankbar und es ist ein Segen.

E. E. (11.03.2011): Ich empfand die OP als sehr belastend, da mir zum einen erst kurz vorher angeraten wurde einen Defi mit Herzschrittmacher implantieren zu lassen und ich mich überrumpelt fühlte. Zum anderen wurde die OP unter lokaler Betäubung durchgeführt, dauerte 3 Stunden und ich kam mir beim Formen der Tasche für das handtellergroße Gerät wie ein Stück Fleisch auf der Schlachtbank vor, an dem herumgerissen wird. Kommentare des Chirurgen: "Was ist dass den für ein scheiß großer Ventrikel ..." haben aus meiner Sicht auch nicht gerade zur Entspannung beigetragen... Es hat über ein halbes Jahr gedauert, bis ich mich mit meinem neuen Inventar angefreundet habe - seither kommen wir gut miteinander aus ;o)

A. R. (11.03.2011): Ergänzung: Tipp an alle Patienten und Patientinnen denen eine OP noch bevor steht: nach meiner Erfahrung sollte der Arzt, der das Vorgespräch vor der Implantation führt, identisch mit dem Operateur sein, denn mein Arzt sah mich am OP Tag im liegenden Zustand und hatte somit einen anderen Eindruck. Inzwischen ist es im LDW Bremen nach meiner Info so, dass im halb sitzenden Zustand operiert wird.

Claire T. aus Heidelberg (11.03.2011): Ich habe einen Herzschrittmacher und Defibrillator überraschend implantiert bekommen. Da ich keine Vollnarkose erhalten habe, fand ich die ca. 1 - 1,5-stündige Operation als wenig angenehm. Ich konnte sämtliche Gespräche der Chirurgen mithören, was mich belastet hat. Die Wunde über dem ICD ist schnell verheilt, der Krankenhausaufenthalt betrug 7 Tage. Insgesamt fand ich die Operation gut auszuhalten. Allerdings habe ich seit der Einpflanzung des Defis und Herzschrittmachers psychische Beschwerden, nachdem der Defi einen Schock verabreicht hat. Das hat mich - im wahrsten Sinne des Wortes - umgehauen! Hier muss ich noch viel an mir arbeiten, um die Traurigkeit und Nachdenklichkeit, die mir im Körper und in der Seele steckt, zu verkraften. Ideal wäre es, andere Menschen mit Herzschrittmachern und Defis zu treffen, aber leider gibt es in Heidelberg keine solche Selbsthilfegruppe.

Horst E. aus Wetzlar (11.03.2011): Ich bin 82 Jahre alt. Im November 1984 4-fach ACVB wegen KHK. April 2009 Sick-Sinus Syndrom und DDD-Schrittmacherimplantation im KH Wetzlar. Aggregat: Boston Scientific Altrua 50 DR. Vorhofsonde: Tendril ST, Ventrikelsonde: Solox ST 60. Der Herzschrittmacher wurde auf der li. Seite implantiert, da ein Schlüsselbeinbruch (1943) schlecht verheilt war. Die OP dauerte ca. 1 Stunde und ich hatte auf der linken Körperseite sehr viele Blutergüsse, aber nicht viel Schmerzen. Bereits 2009 hatte ich auf der Seite des Herzschrittmachers für einige Stunden ein leichtes Brummen oder Surren mit einigen Sekunden Unterbrechung dazwischen. Dies hat sich 2010 noch 2X wiederholt und dauerte zuletzt ca. 12 Stunden. Die Ärzte im KH Wetzlar und andere konnten mir keine Erklärung dafür geben. Die bisherigen Herzschrittmacher-Kontrollen waren OK.

Angelika R. aus Visselhövede (11.03.2011): Vor fast 4 Jahren wurde mir im Alter von 46 Jahren ein DDD-Schrittmacher implantiert. Als trainierte Sportlerin hatte ich kurzzeitige Pulsabfälle registriert; angezeigt auf der Pulsuhr - körperliche Beeinträchtigungen waren während des Ausdauertrainings nicht zu spüren gewesen. Erst nach mehrfachen Kontrollterminen beim Kardiologen und auf mein Drängen hin, wurden differenzierte Untersuchungen in der Elektrophysiologie vorgenommen. Die Implantation wurde unausweichlich. Die OP wurde in Bremen durchgeführt und fand unter örtlicher Betäubung im `Dämmerzustand` statt. Nach der üblichen Einheilzeit und Schonung (die Narbe ist kaum sichtbar und war nach kurzer Zeit völlig reizlos) spürte ich sehr schnell, dass das Aggregat an sich mich sehr beeinträchtigte: es war so weit Richtung Schulter implantiert worden, sodass es bei der Bewegung schmerzte und regelrecht gegen den Oberarm stieß. Nicht viel später war der Nerv des rechten Oberarms betroffen. Eine Verlagerung des Schrittmachers nach medial wurde von den behandelnden Ärzten wegen der erhöhten Infektionsgefahr abgelehnt. Entgegen den ärztlichen Rat habe ich etwa 4 Monate später eine Verlagerung des Aggregates in Neumünster vornehmen lassen. Da ich inzwischen komplett schrittmacherabhängig geworden war, wurde während der OP ein externer Schrittmacher notwendig. Die Präparation der neuen sog. Tasche und die zeitweise Taktung zweier Herzschrittmacher gehören zu den Erfahrungen die ich nicht wieder ohne Narkose machen möchte. Inzwischen empfinde ich die Lage des Aggregates als nicht mehr ständig störend; ein größeres Problem stellen die Sonden dar, die nicht verlagert wurden. Die Drähte sind z. T. sehr dicht unter der Haut sichtbar und bei sportlichen Aktivitäten ist Vorsicht vor allzu großem Bewegungsausmaß geboten. Dennoch ist aufgrund des regelmäßigen Ausdauertrainings keine Medikation notwendig! Dem Herzschrittmacher-Wechsel sehe ich entspannt entgegen; evtl. ist eine Implantation unter dem Brustmuskel vorgesehen - auf alle Fälle wird es ein MRT-fähiger Herzschrittmacher sein, denn der ist kurze Zeit nach meiner ersten OP auf den Markt gekommen...

Karl Heinz L. aus Krumbach (11.03.2011): Die Implantation fand bei mir im Mai 2008 unter Lokalanästhesie statt und dauerte ca. 30 Minuten. Die Implantation empfand ich nicht als belastend. Im späteren Verlauf bereitet mir aber die Position des Gerätes im rechten Brustbereich Beschwerden, da ich den rechten Arm nur eingeschränkt nach oben bewegen kann, weil dann ein sehr unangenehmes Ziehen im Schrittmacherbereich einsetzt. Ich empfinde ihn als zu weit oben implantiert.

Jürgen G. aus Markkleeberg (11.03.2011): Ich habe einen Defi implantiert bekommen. Die OP war sehr schmerzhaft und erfolgte nur mit örtlicher Betäubung. Ich habe alle Aktivitäten der Operateurin mitbekommen. Es war aber auszuhalten. Andere Dinge sind auch schmerzhaft und ich habe es überstanden.

Erika S. aus Duisburg (10.03.2011): Habe einen Herzschrittmacher bekommen, starkes Vorhofflimmern, und bei dem Eingriff jede Narkose abgelehnt. Nach örtlicher Betäubung ging es sehr schnell und habe es gut überstanden, leider hat der Herzschrittmacher mein Vorhofflimmern nicht gemildert.

Werner L. aus Mülheim an der Ruhr (10.03.2011): OP im Herzzentrum Duisburg Meiderich im April 2003. Meine besorgte Frau hatte mir 2 Schlafanzüge eingepackt. Ich habe keinen Gebrauch.
Der Ablauf:
1. Tag Voruntersuchungen in den verschiedenen Abteilungen. Abends kam das OP-Hemd.
2. Tag OP. Ganztägig im OP-Hemd verdrahtet, einschl. Nacht.
3. Tag Aufstehen, Zivilkleidung anziehen und nach Hause.
10 Tage später: Fäden ziehen und Nachuntersuchung.
Danach halbjährige Kontrollen. Keine Schwindelanfälle mehr, die mich vorher einige Male auch am Steuer überrascht haben. Ich spiele nach wie vor Tennis. Jetzt Medenspiele 70+!

Ina H. aus Marienheide (10.03.2011): Ich habe 2004 mit Mitte 30 nach Kammerflimmern einen Defi implantiert bekommen. Vor der OP hatte ich richtig Angst, da ich im Vorfeld 10 Tage auf der Intensiv-Medizin gelegen habe und zu viel Zeit zum Nachdenken hatte.
Die OP selbst ging nach meinem Ermessen zügig und problemlos. Für mich war das angeschnallte Liegen auf dem schmalen OP-Tisch unangenehm. Bei lokaler Betäubung erfolgte die Sondenlegung schmerzlos, beim Einsetzen des Defis unter dem Schlüsselbein links wurde dann doch wegen Druckschmerz eine Kurz-Narkose gesetzt.
3 Tage nach der Implantation habe ich die Klinik dann verlassen. Während des Eingriffes wurden versehentlich Muskeln, Sehnen u. ä. zum linken Arm hin beschädigt, sodass ich Monate mit krankengymnastischer Wiederherstellung zubrachte. Habe heute nur die Einschränkung, dass der Defi bei Hochstrecken des linken Arms unangenehm an das Schlüsselbein drückt. Außerdem ist das Gerät deutlich sichtbar und tastbar, was für mich heute kein Problem mehr darstellt.
Die regelmäßigen Gerätekontrollen gehen schnell, schmerzlos und ohne Betäubung. Den „großen Schlag“ des Defis musste ich noch nicht erleben, wobei ich mich deshalb auch nicht verrückt mache. Ich bin mir bewusst, dass der „kleine Helfer“ dafür da ist, im Notfall einzugreifen.
Heute: Mit mittlerweile stark gesunkener Batteriespannung, wird in absehbarer Zeit ein Gerätwechsel anstehen. Ein etwas mulmiges Gefühl habe ich deshalb schon.
Mein Tipp für alle, die vor einer Implantation stehen: Auf ausführliche Patientenaufklärung über Herzschrittmacher / Defi bestehen (was darf man später oder was nicht, psychische Belastung wegen Fremdkörper etc.) Hinterher sagen „Das habe ich mir anders vorgestellt“ gilt nicht. Außerdem habe ich die Erfahrung gemacht, dass es sehr wichtig ist, seine Mitmenschen (Familie, auch kleinere Kinder – Freunde – Arbeitskollegen etc.) über den eigenen „neuen Begleiter“ zu informieren. So ist es für meine 6- und 10-jährige Nichte im ersten Augenblick zwar unheimlich gewesen, als ich diese „Beule“ neu hatte, aber nach Anfassen und entsprechendem Erklären war die Scheu sofort verflogen. Heute ist das für alle, die mich kennen, nichts, wo man ständig hinstarren muss.

Diethelm O. aus Neuss (10.03.2011): Einer Herzschrittmacher-Implantation war ich sehr zurückhaltend eingestellt und habe den Einbau fast ein Jahr lang hinausgezögert. Der Herzschrittmacher ist mir aber sehr gut "bekommen". Eine Woche nach der Implantation bin ich nach Dubai zu einer Schiffsrundreise geflogen - mit ermunternder Zustimmung der Kardiologin, die auch auf Implantation noch vor der Reise bestand. Schwer heben und Gepäcktransport sollte ich aber meiden.

Wolfgang G. aus Bad Klosterlausnitz (10.03.2011): Die Herzschrittmacher-Implantation hatte ich mir viel belastender vorgestellt als die OP des grauen Stars. Ich habe bedauert, die Einführung der Elektroden nicht am Bildschirm mitverfolgen zu können, von der ich praktisch nichts verspürt habe.

Gerhard R. aus Gräfenberg (10.03.2011): Nach einem AV-Block III bekam ich 2004 einen Herzschrittmacher eingesetzt. Die OP erfolgte mit örtlicher Betäubung und hat ca. 1 Stunde gedauert. Ich empfand das z. T. kräftige Hantieren zum Platzieren des Gerätes und der Elektroden nicht so angenehm. Auch der Wechsel vom externen auf den implantierten Herzschrittmacher (mit begleitenden starken Herzaussetzern) war nicht angenehm. Es wurde dabei eine unipolare (Kammer) und eine bipolare Elektrode eingesetzt. Die unipolare Elektrode führte in der Folgezeit zu vielen Aussetzern beim Bewegen des Armes und der Schulter. 2007 wurde deshalb das Aggregat ausgetauscht und eine zusätzliche bipolare Elektrode eingesetzt. Die erfolgte in Vollnarkose. Wie ich nachträglich erfahren habe, ist dabei ein Herzstillstand aufgetreten, da beim Wechsel des Herzschrittmachers nicht beachtet wurde, daß ich nur eine Eigenfrequenz von <30 habe. Wie lange die OP gedauert hat, kann ich nicht sagen. Ich bin nach 4 h 15 min aus der Narkose erwacht!

Peter G. aus Steinhude (10.03.2011): Nach einem absolut unerwarteten Herzversagen VOR! einem Krankenhaus, wurde mir umgehend ein Herzschrittmacher bei örtlicher Betäubung eingesetzt. Keine Probleme, eigentlich im "Vorbeigehen". Das war 1997 mit einem Alter von 42 Jahren, keine Vorgeschichte.
Die Erfahrung der Operation und der Versorgung, sowie Nachsorge im Agnes Karll Krankenhaus Hannover wird von mir nur positiv bewertet. Das "Gerät" bereitet mir keinerlei Sorge und ich bin froh und dankbar für diese Technik. Probleme habe ich allerdings bis Heute mit der psychischen Verarbeitung der damaligen Situation, also eine reine Kopfsache. Ein Jahr nach dem Eingriff musste ich für 10 Wochen in eine psychosomatische Klinik, weil ich das Erlebte nicht verarbeiten konnte. Trotzdem würde ich diesen Schritt jederzeit wieder machen.

Franz S. aus Kuchen (10.03.2011): Mein Zweiwege-Herzschrittmacher wurde mir am 8.12.2010 ambulant mit einer örtlichen Betäubung implantiert. Als praktizierender Christ konnte ich ganz ruhig sein, denn ich konnte alles was geschieht, in Gottes Hände legen. Am Vorabend zur OP habe ich noch mein geistliches Wort gelesen, das mich nicht besonders aufgebaut hat. Weil ich mir Gedanken machte, wie das wohl ist, wenn man eine OP, bei der es schließ auch an mein Herz ging, bei vollem Bewußtsein erlebt, taten sich mir verschiedene Fragen auf: Was werde ich spüren, oder was werde ich hören? Ich war dann neugierig, was mir mein tägliches Wort, das aus Bibeltext und Auslegung besteht, für den OP-Tag sagt. Zu meiner großen Freude fand ich dort in Jes 41:10 folgende Zusage: "Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir; hab keine Angst, denn ich bin dein Gott. Ich helfe dir, ja ich mache dich stark, ja, ich halte dich mit meiner hilfreichen Rechten." Was kann einem schöneres passieren, als so eine Zusage? Dem entsprechend ist dann die ganze OP verlaufen. Als ich mitbekam, dass es Probleme bei der Einführung der Elektroden gab, fragte ich den Chef- Chirurgen, ob es Probleme gäbe, antwortete er mir: "Ja, es geht halt nicht immer alles wie man es gerne hätte." Ich antwortete dann noch mit meinem Wahlspruch: "Aber geht nicht, gibt's nicht!" Worauf er antwortete: Ja, ja da haben Sie recht, aber wir kriegen das schon hin!" Meinen Operateur kenne ich bis heute nicht, aber mein Kardiologe sagte mir bei der ersten Kontrolle, dass alles bestens sei. Ich hatte auch nie Schmerzen. Gott hat mit seinem Wort sein Versprechen gehalten. Danke!

Elke H. aus Pirna (10.03.2011): Ich habe meinen Herzschrittmacher im November 2008, ca. 14 Tage nach einer Herz-OP im Herzzentrum Dresden erhalten. Das Einsetzen des Schrittmachers war kein Problem, die Einstellung wurde einige Male optimiert und jetzt ist alles in Ordnung. Der Herzschrittmacher ist rechts implantiert und ist im täglich Leben und beim Sport nicht zu spüren.

Marianne S. aus Wesseling (10.03.2011): Ich bin jetzt 69 Jahre alt und habe mittlerweile den 6. Herzschrittmacher implantiert bekommen. Den 1. habe ich 1983 bekommen, da war die örtliche Betäubung noch nicht so optimal. Mittlerweile ist das alles ohne Probleme. Da die 1. Sonde im letzten Jahr defekt wurde und so die Batterie viel gebraucht wurde, mußte der Herzschrittmacher das letzte Mal auf die linke Seite gesetzt werden. So hatte ich dann in einer Woche erst die Neuimplantation und dann 4 Tage später das Herausnehmen des alten. Danach war ich etwas gehandicapt, da beide Arme betroffen waren. Aber das ging schnell vorbei und auch das Anlegen des Gurtes behinderte nicht. Aus meinen langjährigen Erfahrungen und verschiedenen Krankenhäusern braucht sich heute kein Patient mehr vor einer Herzschrittmacher-OP ängstigen.

Stefan K. aus Wandlitz (09.03.2011): Die OP selbst habe ich wie schon zuvor ganz entspannt durchgestanden (der 3. Herzschrittmacher). Allerdings gab es diesmal Probleme bei der Wundheilung, da der Schnitt für die Tasche nicht wie bisher oberhalb des Herzschrittmachers geführt wurde, sondern über der Mitte der Tasche. Dadurch kam es zu unnötigen Spannungen der Haut und damit auch der Wunde, die nur schwer heilte (4 Monate).

Hilmar R. aus Gifhorn (09.03.2011): Ich habe die OP in einer Klinik ambulant durchführen lassen, und nach nur sechs Stunden war ich wieder zu Hause. Ich war während der Implantation im sogenannten "Dämmerschlaf" und habe von dem Eingriff nichts mitbekommen. Nach ca. 45 Minuten bin ich aufgewacht und es ging mir gut also keine Schmerzen, keine Übelkeit. Der Herzschrittmacher behindert mich nicht, nach Aussage meines Kardiologen gibt´s für mich fast keine Einschränkungen, ich spüre ihn unter der Haut nur wenn ich den Bereich abtaste. Nach vier Wochen sieht die Narbe aus als wenn die OP schon ein Jahr zurück läge. Ich meine, optimaler hätte es kaum laufen können.

Walter W. (09.03.2011): Große Ängste vorher, OP überhaupt kein Problem, hinterher spontanes Wohlbefinden (Grundeinstellung). Danach dauerhafte Probleme mit der Einstellung, Funktionsfähigkeit bisher (seit ca. 5 Jahren) nicht körpergerecht angepasst. Ursache unbekannt bzw. unterschiedliche Beurteilung von Kardiologen.

Elisabeth H. aus March (09.03.2011): An einem Freitag im Juni 2008 erfuhr ich, damals 54 Jahre alt, dass ich einen Herzschrittmacher bräuchte. Die Vorstellung und das Wissen, zukünftig einen solchen "treuen Kameraden" in mir zu tragen, erweckte schon ein eigenartiges Gefühl. Am darauf folgenden Montag wurde ich morgens kurz nach 8:00 Uhr ins Herzkatheterlabor zur Operation gebracht. Angst hatte ich nicht. Nach den Injektionen für die Lokalanästhesie begann der Arzt mit der Implantation. Die Atmosphäre war sehr ruhig und konzentriert. Ich konnte zeitweise auch mit dem Arzt sprechen, die Assistentin zeigte mir kurz vor der Implantation noch das kleine Gerät. Nach ca. 1,5 Stunden war der Eingriff beendet und ich wurde zurück auf die Station gebracht. Ich fühlte mich relativ gut, denn die Schmerzen waren erträglich und gut beherrschbar. Als absolute Rechtshänderin war ich am meisten dadurch beeinträchtigt, dass ich den rechten Arm einige Tage direkt am Körper halten musste und danach für einige Wochen nicht über Schulterhöhe anheben durfte. Ich konnte das Klinikum zwei Tage später verlassen. Ziemlich schnell habe ich mich an meinen Herzschrittmacher gewöhnt und festgestellt, dass ich ein wesentlich sicheres Gefühl hatte und habe als vor der Implantation. Attacken von Herzrasen und -stolpern beunruhigen mich nicht mehr so schnell wie früher. Regelmäßig gehe ich zu den Kontrollen und bin aktiv in der Herzsportgruppe.

B. K. aus Frankfurt a. M. (09.03.2011): War keine große Belastung. Von OP nichts gemerkt (Vollnarkose) Dauer etwas über eine Stunde. Alles war wirklich bestens im Krankenhaus. Bin vier Jahre später sehr zufrieden, der ebenfalls eingesetzte Defibrillator hat mir vor drei Jahren das Leben gerettet. Auch Nachsorge u. die Kontrollen sind bei geringem Zeitaufwand kaum lästig.

Günter H. aus Nordstemmen (09.03.2011): Also, mir wurde am 01.07.2004 ein Defi i. d. Uni-Klinik in Göttingen implantiert, es waren dort sehr freundliche PD-Chirurgen/innen, da ich eine gute Heilkraft habe, war alles gut, bis dann eine Ärztin mich mit Tabletten vollpumpen wollte.

Berthold S. aus Ransbach-Baumbach (09.03.2011): Im September 2010 wurde mir ein Herzschrittmacher im Krankenhaus Dernbach implantiert. Die OP war nicht belastend. Es wurde mit mir, einen Tag vor der OP, vom Arzt ein ausführliches Gespräch geführt. Nach der OP lief auch alles reibungslos ab und ich bin voll zufrieden. Meine Lebensqualität hat sich enorm verbessert. Ein Lob an den behandelnden Arzt und sein Team.

Eva H. aus Berlin (09.03.2011): Von dem Eingriff habe ich nicht viel mitbekommen, da ich mir eine Narkose geben ließ. Doch mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden. Ich treibe viel Sport (Aqua-Fitness und Jogging). Ängste sind wirklich nicht nötig und ich kann nur jedem raten den Eingriff vornehmen zu lassen. Eva H.

S. M. (09.03.2011): Ich bin 57 Jahre alt und habe meinen Herzschrittmacher genau vor 6 Monaten bekommen. Bei mir ging das alles sehr schnell, zwischen Einweisung und Implantation lagen mal gerade 18 Stunden. Vorher waren keine Herzprobleme bekannt.
Die OP verlief mit lokaler Betäubung, aber ich habe auf meinen Wunsch hin ein Beruhigungsmittel gespritzt bekommen und habe die meiste Zeit geschlafen.
Probleme habe ich anschließend keine gehabt, allerdings habe ich seit der OP häufig Schmerzen in der Schulter. Ansonsten geht es mir sehr gut, meine Energie ist von Monat zu Monat spürbar besser geworden. So kommt es mir jedenfalls vor. Den Herzschrittmacher empfinde ich auch nach 6 Monaten immer noch als Fremdkörper. Ich habe große Probleme, die Stelle, an der der Herzschrittmacher sitzt, zu berühren.

Martin H. aus Seevetal (09.03.2011): Ich hatte Vertrauen zu der Operateurin. Begrüßte sie entspannt morgens um 7 Uhr auf dem Weg vom Parkplatz zum OP-Saal. Die OP hat vielleicht 1 Stunde gedauert. Als der SM bereits eingesetzt war, fiel mir ein, daß ich ihn gern vorher gesehen hätte. Man zeigte mir dann gleich noch auf dem OP-Tisch ein Exemplar des derzeitigen "Porsche unter den SMs" und erklärte mir auf meine Frage, daß SMs nicht stoß- und bruchsicher sind.
Vor zwei Jahren, als mir der SM eingesetzt wurde, war ich 75. Ich bin sehr zufrieden mit dem Gerät und seiner Wirkung (Puls nicht mehr unter 60), einzig daß er sich deutlich sicht- und spürbar unter der Haut abzeichnet, stört mich gelegentlich ein wenig. Es erinnert mich daran, daß ich nicht ganz gesund bin.

Hans Udo H. (09.03.2011): Vor 16 Jahren wurde mir der erste Herzschrittmacher implantiert. Einen Tag vor der OP musste ich im Krankenhaus erscheinen, am nächsten Morgen ging es in den kleinen Op-Raum. Da mein Herz tachycard war, bekam ich seit Jahren Sotalol, nachts allerdings ging die Frequenz in den Keller; darum Herzschrittmacher.
Ein netter Stationsarzt hatte mir allerdings den Betablocker entzogen. Zur OP wurde jetzt ein venöser Zugang gelegt, EKG und RR angeschlossen; Lokalanästhesie, kurze Wartezeit, Schnitt links, leider noch Schmerzen, nachinjizieren, danach ok. Da ohne Betablockerschutz, Tachycardie, wurde schnell geregelt, denn sonst konnte der Chirurg nicht weitermachen. Tasche gemacht, Gefäße zum Herzen punktiert, Elektroden gesetzt, überprüft, in die Tasche den Herzschrittmacher, angeschlossen, überprüft, zugenäht, überprüft mit Magnet, zurück ins Bett auf die Station.
Am nächsten Tag Überprüfung und Einstellung, Röntgen-Thorax, nachmittags nach Hause. Fazit: Alles rund, aber für einige Tage Nachdenken: jetzt hast Du was Künstliches, agt die Psyche, und der Kopf sagt: Klasse.
Habe nach 10 Jahren den 2. Herzschrittmacher erhalten: Morgens ins Krankenhaus, OP-Klamotten an, Ausbau/Einbau ohne Probleme, Einstellen, nachmittags nach Hause.
Ich fühl mich pudelwohl, denke nicht an den Herzschrittmacher, Tanzen, "Rehasport" - nicht Herzsport, ob Urlaub in Abu Simbel oder Fuerteventura alles sehr gelungen. Vor der Implantation war ich psychisch fertig, immer Angst, kardiale Sensationen, kein Arzt in der Nähe, möglichst kein Urlaub. Ich genieße die letzten 16 Jahre mit Schrittmacher. Bin jetzt 66 Jahre, ich glaube, dass ich mit dem Gerät alt werde, denn die Lebensqualität lässt mich positiv nach vorn blicken.

Hans-Joachim S. aus Frankfurt am Main (09.03.2011): Schon 2 x eine Herzschrittmacher-O.P. ohne Probleme. Auch die Kontrollen sind einfach und schnell erledigt. Der Herzschrittmacher ist ein Segen. Jedenfalls für mich, und ganz bestimmt auch für Sie.

Kurt W. G. aus Hamburg (09.03.2011): Völlig ohne Beschwerden oder Ängste! Nach der ausführlichen Vorbesprechung mit Herrn Prof. Dr. Meinertz war ich optimistisch gestimmt, meine Erwartungen sind erfüllt worden.

Renate M. aus Lüneburg (09.03.2011): Ich werde 62 Jahre und habe bereits den 3. Herzschrittmacher. Ich hatte immer sehr viel Angst und habe immer eine Narkose genommen. Die Aufklärung vor der OP war immer sehr gut.

Gisela K. aus Berlin (09.03.2011): 29. April 2010 wurde mir der Herzschrittmacher bei örtlicher Betäubung im Herzzentrum Berlin implantiert. Ich war vor und während der OP ein bisschen ängstlich. Jetzt bin ich glücklich. Alles ist gut.

Claudia H. aus Hagen (09.03.2011): Die OP selbst habe ich als kaum belastend empfunden. Dank des Beruhigungsmittels habe ich fast nichts mitbekommen. Ich hatte allerdings anschließend starke Schmerzen im Bereich des Schlüsselbeins, konnte den Arm nicht heben usw. Ein wichtiger Rat für alle, die die OP vor sich haben, ist, sich schon vor der OP zu hause alles so einzurichten, dass der Arm in der ersten Zeit nicht gehoben und belastet werden muss (so also z. B. auch geeignete Bekleidung z. B. eine Bluse und keinen Pullover ins Krankenhaus mit zu nehmen). Es hat fast 2 Jahre und den Besuch mehrerer Ärzte gedauert, bis mein Herzschrittmacher richtig eingestellt war, weil den meisten mit einem AV-Block 3. Grades unter Belastung nichts rechtes anfangen konnten, ich aber körperlich weiter aktiv sein wollte. Ich habe auch heute noch oft leichte Schmerzen und ein Druckgefühl an der Stelle, wo das Implantat sitzt. Besonders unangenehm empfinde ich das Anschnallen bei manchen Autotypen. Alles in allem bin ich aber froh, dass es überhaupt einen Herzschrittmacher gibt, denn meine Leistungsfähigkeit hat sich schon entscheidend gebessert. Und wenn ich bei der Kontrolle höre, dass er zu einem hohen Prozentsatz tätig ist, nehme ich die Problemchen gerne in Kauf.

U. aus Köln (09.03.2011): Guten Tag, mir wurde im Oktober 2009 im Herzzentrum der Uniklinik Köln, ein Schrittmacher mit Defi implantiert. Die OP dauerte gefühlte 20-30 Minuten und hat mich in keinster Art und Weise belastet. Auch habe ich keine Ängste oder ähnliches gespürt. Des Weiteren war auch nach der OP kein Wundschmerz zu spüren und den eingesetzten Schrittmacher spürt man später überhaupt nicht. Fazit: Jeder Zahnarztbesuch ist schlimmer. Leider gehörte ich zu den 20-30%, bei denen der Schrittmacher keine Verbesserung erbracht hat, aber alleine schon die "Anwesenheit" eines Defibrillators vermittelt mir ein Gefühl der Sicherheit. Mit freundlichen Grüßen H.-G. U.

Ingrid F. aus Lahr (09.03.2011): Ich habe 2007 einen Schrittmacher implantiert bekommen. Die OP wurde nur unter örtlicher Betäubung vorgenommen. Ich empfand das als sehr belastend. Ich konnte die Sauerstoffmaske nicht ertragen und auch das Festgeschnalltwerden der Arme habe ich abgelehnt.
2009 habe ich einen Defibrillator implantiert bekommen unter Vollnarkose, das empfand ich viel angenehmer.

Kurt K. aus Hungen (09.03.2011): Mir wurde im März 2004 ein Defi implantiert. Die Implantation geschah unter Vollnarkose und wurde durch die Kardiologie der UNI-Klinik Gießen geleistet. Berichte von ärztlicher Betäubung bei mir bekannten Herzpatienten mit lokaler Betäubung sind nicht sehr erbaulich.
Die Gerätekontrolle nach der OP braucht im Regelfall, nach meiner Einschätzung, keine Narkose. Die Information vor und nach der Implantation waren umfassend und verständlich, auch die "Einweisung" im Umgang mit dem Defi. Dies halte ich für sehr wichtig! Das Gerät ist unübersehbar links, unter dem Schlüsselbein implantiert. An diese morgendliche Wahrnehmung mußte ich mich gewöhnen und das Gerät als "Begleiter" akzeptieren lernen. Die Kontrollen wurden sorgfältig und fachkompetent vorgenommen.
Eine "Aktivität" des DEFI mußte ich noch nicht erleben. Wie ein solches Erleben sein kann, hat mir ein Sportkamerad im Koronarsport, bei mir 4 Jahre zuvor Herz-OP mit 3 Bypässen, erzählt. Mental mache ich mir bewußt, das dieses Gerät nur bei Kammerflimmern oder Stillstand aktiv werden soll. Darauf vertraue ich. Das Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient ist auch hierbei unverzichtbar. Bei Störungen dieses Verhältnisses muß der Patient unbedingt dieses Problem mit der Ärztin, dem Arzt besprechen. Scheinen keine Klärungen möglich, sollte sich der Patient dringend eine Person seines Vertrauens als Vermittler suchen. "Solches scheint mir Lebenswichtig!"
Zu körperlicher Bewegung und Sport merke ich an: Alles was mit "ZU" anfängt, muß vermieden werden. Als Koronarpatient suche ich keinen Leistungs- oder Ausdauersport. Eigene Disziplin an der "Sportbremse" ist unverzichtbar. Sehr stark empfehle ich, aus inzwischen achtjähriger Erfahrung, die Teilnahme an einem Koronarsportangebot, mit qualifizierten Übungsleitern und unter ärztlicher Kontrolle. Verschiedenste Vereine bieten solches an. Eventuell kann man auch beim eigenen Arzt nachfragen.
Alle Nach- und Vorsorge muß im engsten Verhältnis zum eigenen Hausarzt, dem "Arzt eigenen Vertrauens", erfolgen. Mein Hausarzt, zum Beispiel, hat auch eine Kopie meiner "Patienten- und Betreuungsverfügung". Dass diese von ihm, eventuell mit der durch mich benannten Vertrauensperson, beachtet wird, darauf vertraue ich.
Über die wichtigen Ernährungsfragen - Gewichtskontrolle, möglichst täglich - sollte der Patient und seine engste Umwelt informiert sein. Auch hier ist ein völlig normales, unverkrampftes und angenehmes Leben möglich und auch hier gilt, alles, was mit "ZU" anfängt, ist schädlich.

LPL aus Berlin (09.03.2011): Die OP wurde bei nur örtlicher Betäubung in einem Unterdruckraum durchgeführt und dauerte rund eine Stunde, da es eine geringfügige Komplikation gab, die die OP verzögerte. Die psychologische Betreuung während der OP war gut. Als besonders angenehm empfand ich, daß bedingt durch die nur lokal vorgenommene Anästhesie keine Nachwirkungen auftraten, wie bei einer Vollnarkose, die ich bei anderer Gelegenheit doch als sehr unangenehm empfand. Zwar hatte mir der Arzt einen Tag Bettruhe verordnet, aber zur Toilette bin ich selbständig gegangen. Ich benötige keine Medikamente und habe keine Probleme. Die OP erfolgte vor einem halben Jahr im Alter von 66.

Alfred H. aus Besigheim (09.03.2011): Einige Jahre lang wurde es mir wiederholt schlagartig übel, ich fühlte mich für einige Sekunden kraftlos, danach kam ein Schweißausbruch und schon während des Schweißausbruches fühlte ich mich wieder wohl. Das ganze dauerte nur wenige Sekunden. Ich kann nicht mehr sagen, wie oft mich dieser Schwächeanfall heimsuchte, vielleicht in der Woche einmal.
Im Mai 2009 führte so ein Schwächeanfall zur Ohnmacht, so dass ich bei der Gartenarbeit scheinbar wie ein Baum umfiel und mir eine Rippe brach. Ich kam von selbst wieder zu mir. In der Notaufnahme des Krankenhauses suchte mich nochmals so ein Schwächeanfall mit Bewusstlosigkeit heim. Da ich schon an Überwachungsgeräte angeschlossen war, konnte man einen 7 Sekunden langen Herzstillstand feststellen.
Nach zwei Tagen auf der Intensivstation mit provisorischem Schrittmacher (Elektroden auf die Haut geklebt) wurde mir bei Bewusstsein ein Schrittmacher implantiert. Die Operation war völlig schmerzfrei und dauerte nur ca. 30 Minuten. Während der Operation fühlte ich mich umsorgt und geborgen wie noch nie. Seither erlitt ich keinen solchen Schwächeanfall mehr. Allerdings meine ich zu spüren, wenn der Schrittmacher (sehr selten) einsetzt. Aber das Gefühl ist alles andere als unangenehm. Ich weiß, jetzt werde ich wieder aufgefangen. Ein Jahr später musste bei mir die Rückwandarterie, 99 % Verschluss und die Vorderwandarterie 75 % Verschluss, mit Stents erweitert werden. Ich fühle mich zurzeit recht wohl.

Walter R. aus Hamburg (09.03.2011): Am 4.3.2004 habe ich einen Schrittmacher bekommen. Während der OP habe ich mich mit dem Arzt unterhalten. Gemerkt habe ich nur einen leichten Druck, als der Schrittmacher eingesetzt wurde. Ich habe ca. 89% meiner Kapazität wiedererlangt. Also keine Angst. Am 27.12.2010 habe ich 2 Stents eingesetzt bekommen, weil ich immer Spray benutzen mußte. Zt. habe ich das Gefühl, daß mir einer die Brust zusammen drückt, wenn ich belastet bin.

Dieter S. aus Vellmar (09.03.2011): Ich habe 2009 einen ein Kammer-ICD (Defi) unter Narkose implantiert bekommen. Bis auf einen Bluterguss (War selber Schuld, habe den Sandsack zu früh runtergenommen) habe ich keine Probleme gehabt. Ich habe 2005 einen Hinterwandinfarkt gehabt und deswegen nur noch eine Pumpleistung von 35%. Den ICD habe ich wegen Vorhofflimmern, das in Kammerflimmern übergeht, bekommen.
2010 bekam ich dann 2x Kammerflimmern und der "Defi" sprang an und gab mir einen Stromschlag. Somit hatte er mir schon 2x das Leben gerettet!
Ich bin jetzt 55 Jahre alt und habe seitdem keine Probleme mehr gehabt.

Horst U. aus Gladbeck (09.03.2011): Am 25.1.2010 bin ich mit meinem Auto von Gladbeck nach Gelsenkirchen zum Marienhospital gefahren. Dort wurden die notwendigen Voruntersuchungen gemacht. Am 26. 1. wurde der Defibrillator und Herzschrittmacher eingesetzt. Die Op dauerte ca. 45 Minuten. Außer leichten Kopfschmerzen (von der Narkose) hatte ich keine Probleme. Am 27. 1. wurde ich auf eigenen Wunsch entlassen und bin mit meinem Auto nach Hause gefahren. Auch danach war alles in Ordnung. Nach 10 Tagen hat der Hausarzt die Klammern entfernt.

Edwin I. aus Ehringshausen (09.03.2011): Ich habe 1999 die Implantation eines Zweikammersystem-Herzschrittmachers im Alter von 55 Jahren durchgemacht. Die Umstellung bei Aggregatermüdung auf ein VVI-System erfolgte 2008. An die erste Implantation kann ich mich insofern noch erinnern, daß sie länger dauerte als der zweite Aggregatwechsel.
Weder bei der ersten noch bei der zweiten Implantation habe ich irgendetwas gemerkt, geschweige denn etwaige Schmerzen gehabt. Ich habe danach wieder alle Arbeiten im Haus- und Garten mit sämtlichen Geräten wieder aufgenommen und treibe auch regelmäßig Sport (Tenni) und gehe Schwimmen. Ich kann jedem nur raten, der eine Schrittmacherimplantation vor hat, dieses tun zu lassen.

Joachim E. aus Marsberg (09.03.2011): Ich bekam im März 2009 kurz vor meinem 54. Geburtstag einen Herzschrittmacher implantiert. Die Frage des Arztes einen Tag vor der OP, ob ich ein Problem damit haben würde, habe ich sofort verneint. Die OP selbst dauerte ca. 3 1/2 Stunden, weil die Elektroden nicht gleich an den richtigen Stellen verankert werden konnten. Da ich nur örtlich betäubt war habe ich auf dem Monitor sogar zugeschaut. Das lange Stillliegen war schon recht beschwerlich, sonst hat mir die OP keine Schwierigkeiten bereitet. Bei den regelmäßigen Kontrollen sind etliche Einsätze des Schrittmachers dokumentiert worden, gemerkt habe ich die aber nicht. Ich treibe Ausdauer- und Kraftsport ohne Probleme. Im April 2010 bin ich auf den 3718 m hohen Pico del Teide, Teneriffa, gestiegen, Gehzeit 5 1/2 Stunden, auch hier keine Probleme. Tabletten nehme ich nicht. Aus meiner Sicht kann ich nur sagen, dass sich niemand vor der OP bzw. dem Gerät Angst machen muss.

Wolfgang P. aus Steinau (09.03.2011): Mir wurde in 2006 in der Uni- Klinik Ffm. ein ICD / St. Jude Medical implantiert. Die Op dauerte ca. 1 Stunde, bin sehr zufrieden mit dem Implantat, hat mir schon mehrmals das Leben gerettet, auch ein Lob an das Klinikum.

Gerd K. aus Oldenburg (Oldb.) (09.03.2011): Bei mir erfolgte zuletzt 2008 die dritte ICD Implantation im Klinikum Oldenburg. Hierbei erfolgte eine Aufrüstung zu einem sog. biventrikulären 3 Kammer ICD Über die Zeitdauer der Implantation kann ich keine genauen Angaben machen. Die OP selbst war nicht "sehr" belastend. Auch beim dritten Mal bin ich wieder mit einem leicht "mulmigen" Gefühl in die OP gegangen, aber ich glaube, dass ist wohl normal. Auch bei mir waren postoperativ natürlich noch Wundschmerzen vorhanden, allerdings stehen die in keinem Verhältnis zu den Vorteilen, die mir die Schrittmacherfunktion bringt. Ich bin weiterhin in der Lage sowohl privat als auch beruflich meinen Alltag zu bewältigen und habe dabei immer auch die Gewissheit, dass im Notfall das Gerät sofort die erforderlichen Maßnahmen ergreifen kann.

J. G. aus Bremen (09.03.2011): Wie wohl vor jeder OP, ein Gefühl gespannter Erwartung mit gewissen Rest-Ängsten - trotz mündlicher und endloser Zettel-Aufklärung. Während der OP überwiegend - von mir gewünscht - im Schlafzustand. Danach kaum Beschwerden (etwas Wundschmerz, Spannungsgefühl durch Fremdkörper). An das auch von außen in der Hauttasche noch sichtbare Gerät habe ich mich dann schnell gewöhnt, zumal es lang anhaltend zuverlässig arbeitet.
Eher unangenehm war für mich, dass sich nach der OP an einer Elektrode im Schlüsselbeinbereich ein den Blutfluss stark behindernder Thrombus entwickelte, der aber mit Blutverdünnern aufgelöst werden konnte.
Für mich als sportlich sehr aktiven Menschen sind die angeratenen Beschränkungen, die die Höhe der körperlichen Belastung und die (Nicht-)Ausübung bestimmter lieb gewonnener Sportarten (Tauchen, Ski im hochalpinen Bereich, bestimmte Turnübungen, Schwimmstile) betreffen um Gerät und Elektroden nicht über Gebühr auf Zug und Druck zu belasten, sehr gewöhnungsbedürftig. Die notwendigen Änderungen im Lebensstil sind aber zu verkraften angesichts des Zugewinns an gesundheitlicher Stabilität durch den Schrittmacher.

Dirk E. aus Castrop-Rauxel (09.03.2011): Mir wurde im Juli 2010 im St. Johannes Hospital in Dortmund ein Cardioverter / Defibrillator (ICD) implantiert. Zu diesem Zeitpunkt war ich 40 Jahre alt. In einem Vorgespräch wurde mir alles genau erklärt. Hier hat man auch die Möglichkeit Fragen zu stellen.
Die Operation wurde unter Vollnarkose durchgeführt. Ich glaube es hat eine Stunde gedauert. Vor der Operation war ich natürlich etwas aufgeregt und nervös, aber man wird sehr gut betreut und spürt von der OP absolut nichts. Anschließend durfte ich die Wunde mit Eis kühlen, was sehr angenehm und absolut ausreichend war. Schmerzen hatte ich keine.
Am nächsten Morgen durfte ich nach Hause gehen. Heute lebe ich völlig normal weiter, bin voll berufstätig (Bürojob), darf Auto fahren und gehe jeden Tag spazieren. Einschränkungen habe ich durch den ICD keine, sondern durch meine KHK, nach Infarkt.
Ich vergleiche den ICD gerne mit einer Armbanduhr. Am Anfang schaut man ständig darauf und spürt sie noch, doch schon nach ganz kurzer Zeit wird sie ein Teil von einem.
Mein "Defi" hat noch nicht ausgelöst, deshalb möchte ich zu diesem Bereich keine Aussage treffen, aber ansonsten bin ich sehr zufrieden und glaube, dass die meisten Patienten wirklich nicht zu viel Angst haben sollten. Abschließend kann man noch sagen, dass man einen Antrag auf Schwerbehinderung stellen kann und Maßnahmen zur beruflichen Eingliederung dadurch erleichtert werden.

Christa P. aus Marl (09.03.2011): Am 22.2.2011 wurde mir ein Defibrillator implantiert. Die reine OP dauerte genau 41 Min. und ich habe sie als unangenehm empfunden. Natürlich hatte ich durch die örtliche Betäubung keine Schmerzen, aber man merkt doch, dass da jemand an und in einem "rumfummelt". Das Ärzteteam im Marienhospital in Gelsenkirchen-Ueckendorf war toll, hat sich sehr um mich gekümmert und ganz besonders lieb war der Mitarbeiter von Medtronic, der mir während der OP vieles erklärt und mir immer wieder Zuspruch gegeben hat.
Alles in allem kann man so eine OP gut überstehen und hat sie kurze Zeit später auch schon wieder vergessen. Nach der OP war ich noch einen Tag im Krankenhaus, die Narbe verheilt gut und mit der Tatsache, dass da eine Maschine auf mich aufpasst, habe ich überhaupt keine Probleme.

Petra H. aus Kleinheubach (08.03.2011): Hallo, ich bin jetzt 51 Jahre und habe meinen Herzschrittmacher mit 44 Jahren nach zwei Herzstillständen bekommen. Die O.P. war überhaupt nicht schlimm. Ich habe nichts gespürt und nach 30 min. war alles vorbei.
Nur leider war die Betreuung während der O.P. nicht sehr gut!! Keiner war zu sehen, niemand hat mich nur einmal angesprochen, oder gefragt wie es mir geht. Erst nach mehrmaligen Rufen kam der Narkosearzt, leider hat er mir nicht richtig zu gehört, ist gleich wieder verschwunden und auf mein Bedürfnis nicht eingegangen!!! Ich hatte nämlich sehr starke Rückenschmerzen (vom Liegen)!!! Bitte vor der O.P. immer nachfragen, das zwischendurch nach Ihnen geschaut wird. Liebe Grüße und alles Gute. Ihre Petra H.

Ulrich B. aus Wilhelmshaven (08.03.2011): Die Diagnose "AV-Block" machte bei mir (Jahrgang 1935) vor knapp zehn Jahren die Implantation eines Herzschrittmachers erforderlich. Psychisch hat mir diese Entscheidung damals zunächst so einige Probleme bereitet, da ich mich gesund und konditionell fit fühlte.
Die Operation verlief dann bei nur lokaler Betäubung völlig problem- und schmerzlos. Ich fühlte mich in dem freundlich und entspannt tätigen OP-Team wirklich gut aufgehoben. Am nächsten Tag ging es dann bereits wieder nach Hause. Die psychischen Probleme waren übrigens schnell verschwunden. Schon einige Wochen später verbrachte ich dann herrliche Urlaubswochen auf einer Kanareninsel mit ausgiebigem Schwimmen (!) in den Atlantikwellen. Damals fiel mir eigentlich erstmalig so richtig auf, dass ich oft vergaß, HSM-Träger zu sein. Ich spürte das Gerät ja auch nicht, während es immer zuverlässig seinen Dienst verrichtete. Inzwischen hat sich die Batterie erschöpft, so dass ich bereits meinen zweiten Schrittmacher besitze. Der Austausch verlief - wie die erste OP - absolut problemlos. Weiterhin denke ich ganz selten daran, Herzschrittmacherpatient zu sein. Allerdings vergesse ich nie, für diese Erfindung dankbar zu sein, denn bei den HSM-Funktionskontrollen führt mein Kardiologe mir immer wieder kurz vor, wie es mir ohne den Schrittmacher ergehen würde. Die Alternative zu dem elektronischen "Wunder" wäre der Rollstuhl. Und dabei fahre ich so gerne und ausgiebig Rad!!!

Roland S. aus Wadern (08.03.2011): Die Implantation des Schrittmachers/Defibrillators erfolgte am 19.05.2008 im Herzzentrum Völklingen. Vorgesehen war die OP unter örtl. Betäubung. Es wurde mir aber angeraten, mich sofort mitzuteilen, wenn ich Schmerzen empfinde. Man würde mich dann unverzüglich in Narkose versetzen. Nach Beginn der OP stellten sich dann auch ziemlich schnell erhebliche (unerträgliche) Schmerzen ein. Ich habe mich, wie empfohlen, entsprechend geäußert und ... als ich wieder aufwachte war alles gelaufen (ich bekam also die Einleitung der Narkose usw. überhaupt nicht mehr mit).
Am 3. Tag nach der OP wurde ich nach Hause entlassen. Hatte die erste Woche danach jedoch starke Schmerzen (von der Klinik bekam ich Schmerzmittel - Novalgin-Tropfen - mit nach Hause). Im OP-Bereich war auch eine deutliche Schwellung zu sehen. Die Schmerzen ließen aber im Verlauf spürbar nach. Die Fäden wurden vom Hausarzt am 10. Tag nach der OP entfernt. Nach etwa drei Wochen war die Schwellung nur noch minimal zu sehen.
Ich bin bis heute, was den Defi/Schrittmacher anbelangt, völlig beschwerdefrei (keine Reizungen, kein Druckgefühl, auch keine Schwellung (!!!) mehr, usw.) Bei bisherigen Kontrollen (i. d. R. alle 6 Monate) wurde eine normale Funktion nachgewiesen. Das "Ding" arbeitet also ohne, dass ich etwas bemerke; auch beim tägl. Ausdauertraining.

Herbert B. aus Neustadt (08.03.2011): Mir wurde 2006 ein ICD-Schrittmacher implantiert. Die Op dauerte ca. dreieinhalb Stunden, bis die Elektroden an den entsprechenden Stellen platziert waren. Schmerzen oder irgendwelche Beschwerden habe ich nicht in Erinnerung. Nach einem Tag auf der Intensivstation und weiteren drei Tagen auf Station wurde ich entlassen.
Die Ausschüttleistung des Herzens hat sich sehr gebessert. Zur Schrittmacherkontrolle gehe ich halbjährlich. Von irgendwelchen Aktivitäten des Gerätes habe ich noch nichts gespürt. Es geht mir gut, sowohl beruflich und privat.

Günter G. aus Nettetal (08.03.2011): Ich bin 68 Jahre alt und habe bereits den 2. Herzschrittmacher. Bei beiden Implantationen gab es keinerlei Probleme. Ich fühle mich mit meinem Herzschrittmacher sehr wohl und habe nie das Gefühl, einen Fremdkörper in mir zu haben. Mein Leben verläuft völlig normal und ohne Einschränkungen. Regelmäßig betätige ich mich im sportlichen Bereich (Konditions- und Krafttraining). Gelegentliche Probleme bei der Implantation stehen in keinem Verhältnis zu den Vorteilen eines Schrittmachers.

Marianne L. aus Ortenberg (08.03.2011): Vor ca. 7 1/2 Jahren bekam ich meinen 1. Herzschrittmacher. Nachdem nun das Aggregat erschöpft war, ist der Herzschrittmacher vor ca. 3 Wochen im Bethanien-Krankenhaus in Frankfurt/M. gewechselt worden. Der Eingriff war relativ problemlos. Mit örtlicher Betäubung wurde an einer neuen Stelle im rechten Schlüsselbein-Bereich der "alte" Schrittmacher entfernt und sofort der neue implantiert. Die Elektroden zum Herzen konnten belassen werden, da diese noch intakt und in guter Lage waren und so wurde der Schrittmacher nur mit den Elektroden verbunden - davon habe ich natürlich nichts gespürt. Der Eingriff dauerte insgesamt ca. 30 Minuten. Nachdem der Schrittmacher durch den Arzt noch "programmiert" wurde, konnte ich 2 Std. nach dem Eingriff per Taxi nach Hause fahren. Die Wunde ist sehr gut verheilt, natürlich hat man in den ersten Tagen noch ein wenig Wundschmerz. Es werden keine Fäden gezogen, die Naht wurde so verschlossen, dass sich das erübrigt. Als positives Ergebnis kann ich noch berichten, dass sich die Abstände meines Vorhofflimmerns, seit der Implantation des neuen Herzschrittmachers, wesentlich verlängert haben.

Manfred T. aus Datteln (08.03.2011): Ich hatte großes Vertrauen zu meinem Kardiologen und deshalb war die Implantation vielleicht auch keine große Belastung. Während der Operation habe ich mich sehr gut gefühlt; soweit ich mich erinnern kann, dauerte sie ca. 30 Minuten.
Mein größtes Problem war eigentlich, nach der OP das richtige Medikament (Betablocker) zu finden. Ich habe 6 verschiedene Tabletten über jeweils einen längeren Zeitraum ausprobiert! Das dauerte ca. ein Jahr, bis ich dann mit Cordarex sehr zufrieden war. Leider habe ich jetzt erfahren, dass man dieses Medikament nicht mehr verschreiben kann; auch nicht, wenn man zuzahlt! Haben sie in der Beziehung einen Rat für mich?
Mein Problem mit den Tabletten war immer, dass ich nicht mehr so Sport treiben konnte, wie ich das wollte. Mit dem richtigen Medikament konnte ich wieder joggen (50 Min.), Fußball spielen, Rad fahren etc. Fußball habe ich aufgegeben, weil ich jetzt Marcumar einnehmen muß! Oder muß das nicht unbedingt sein??
Mit freundlichen Grüßen
Manfred T.

Hinweis der Deutschen Herzstiftung: Vielen Dank für Ihren Kommentar. Für Fragen zur eigenen Herzerkrankung können Sie am einfachsten die » Sprechstunde der Herzstiftung nutzen, da Antworten an dieser Stelle aus technischen Gründen nicht möglich sind.

Inga D. aus Berlin (08.03.2011): Meinen ersten Schrittmacher habe ich im Alter von 18 Jahren implantiert bekommen, heute bin ich 29. Die erste OP damals erfolgte unter Lokalbetäubung und ich weiß noch, dass ich große Angst hatte. Doch die OP war längst nicht so schlimm wie erwartet. Vor dem Schrittmacher ansich hatte ich hingegen keine Angst, denn für mich war das Gerät der Weg zur Besserung. Ich wollte einfach nur gesund werden, nicht mehr so müde und schlapp sein, da war mir jedes Mittel recht. Die Schule wartete auf mich, das Abitur wollte geschafft werden, da blieb kaum Zeit großartig über meinen kleinen elektronischen Helfer nachzudenken. Inzwischen hatte ich in nur 11 Jahren sechs Herzschrittmacher--OPs. Ich habe viele Komplikationen mitgenommen: Zuerst hatte ich ein "subclavian crush"-Syndrom, die Schrittmacher-Elektrode wurde zwischen erster Rippe und Schlüsselbein gequetscht und musste daher in einer andere Vene gelegt werden. Dann brauchte ich eine Aufrüstung auf ein Zweikammer-System, was wiederum falsch (nur unter die Haut, statt wie vorher unter den Muskel) implantiert wurde, Schmerzen verursachte und daher wieder unter den Muskel gelegt wurde. Von dort aus verrutschte es dann kurze Zeit später in die Achselhöhle. Die sechste OP war notwendig, weil inzwischen die Vorhofelektrode einen Bruch erlitten und ausgetauscht werden musste. Trotz all dieser Komplikationen bin ich sehr dankbar dafür, dass es diese kleinen "Technologiewunder" gibt. Mein Herzschrittmacher ermöglicht mir ein weitgehend normales Leben zu leben. Der Schrittmacher und auch die Narbe gehören einfach zu mir, aber sie halten mich von nichts ab. Ich hab' mit Schrittmacher Abitur gemacht und auch den Führerschein erworben, habe mein erstes Studium und mein Aufbaustudium geschafft und bin jetzt Doktorandin. Ohne den Herzschrittmacher wäre das alles nicht möglich gewesen. Happy Pacing!

Wolfgang M. aus Ludwigsburg (08.03.2011): Ich habe im April 2010 meinen zweiten Herzschrittmacher implantiert bekommen. Die OP war ohne Komplikationen. Ich wurde vom Operateur vorher bestens informiert. Kurz vor der OP nochmals über alles wesentliche unterrichtet. Die OP selbst habe ich dank einer kurzen Narkose überhaupt nicht mitbekommen. Danach habe ich mich gut gefühlt. Probleme gab es bei mir durch eine nicht zu erklärende starke Hautrötung/Hautreizung um die OP Narbe. Es war nicht schmerzhaft aber einfach etwas beunruhigend. Die Rötung blieb ca. 5 Monate. Heute ist die Rötung vollständig weg und die OP-Narbe mehr als vorzeigbar - ich würde sagen - Perfekt. RBK Stuttgart (Oberarzt Vöhringen im Team v. Prof. Sechtem) sehr empfehlenswert.

Alfred H. aus Hungen-Inheiden (08.03.2011): Es gab bei der OP kaum Schmerzen, aber wie der Operateur die Leitungen vom Schrittmacher zum Herzen verlegen wollte, kam er nicht durch und stieß immer wieder auf Brustknochen. Dann endlich war es soweit aber die Leitungen kamen an einer falschen Stelle am Herzen an und so musste dies mehrmals wiederholt werden bis alles an der Stelle war wo sie hingehören sollten. Dies alles kostete große Schweißperlen auf der Stirn. Aber zum Schluss war ich froh, wie alles vorbei war.

Helmut Peter R. aus Bayrischzell (08.03.2011): 1. Schrittmacher-Implantation 1995 (2-Kammer-Schrittmacher) in der Herz-Kreislauf-Klinik Bevensen:
Gut verlaufen. Anstrengend war nur das lange Liegen während der OP, da nur unter örtlicher Betäubung. Implantation rechts. OP-Dauer ca. 3 h (!).

2. Verlegung des Schrittmachers unter den Brustmuskel 1998 in der Herz-Kreislauf-Klinik Bevensen:
Da es immer starke Schmerzen im Schlüsselbeinbereich durch den Schrittmacher gab, da der Schrittmacher immer am Schlüsselbein anstieß, wurde er unter den Brustmuskel verlegt. Danach konnte ich wieder gut schlafen. OP-Dauer ca. 1 h.

3. Erneuerung 2004 wegen Batterieerschöpfung in der Herz-Kreislauf-Klinik Bevensen:
Ohne Probleme. Implantation wieder unter dem rechten Brustmuskel. OP-Dauer ca. 1 h

4. CRT-Schrittmacher-Implantation, 1. Versuch 2010 in München:
Bei der Kurznarkose mit Propofol gab es erhebliche Probleme. Die Ärzte hatten erhebliche Probleme, mich am Leben zu erhalten. Es gab auch Schwierigkeiten neue Sonden und die dritte Sonde zu verlegen. Die OP musste nach 8 h (!) abgebrochen werden und ich kam dann auf die Intensivstation, wo ich 10 Tage bleiben musste, da die Gefahr eines Sondenbruchs bestand. Der CRT-Schrittmacher wurde rechts implantiert. Die OP fand im Herzkatheter-Labor statt!! OP-Bericht wurde verweigert!

5. CRT-Schrittmacher-Implantation, 2. Versuch 10 Tage nach der ersten in München:
Die Implantation wurde im OP der Herzchirurgie durchgeführt unter der Führung von Herzchirurgen, da der 1. Versuch, bei dem Kardiologen operierten, schief lief. Der CRT-Schrittmacher wurde nach links verlegt. Die dritte Sonde wurde von außen (Invasivtechnik) eingeführt. Von einer großen Eröffnung über das Brustbein, das zunächst vorgesehen war, wurde abgesehen. OP-Dauer unbekannt, da OP-Bericht verweigert wurde.

Erhebliche Schmerzen nach der OP auf der linken Seite, ca. 8 Wochen andauernd. Ich benötigte lange Schmerzmittel. Bei Wetterwechseln kommen diese Schmerzen aber wieder.

Mein Fazit:

Herzschrittmacher-Implantationen sind in der Regel mit wenigen Problemen verbunden, es sollte aber immer ein erfahrener Herzchirurg dabei sein, der im Notfall helfen könnte. Eine örtliche Betäubung ist immer dann sinnvoll, wenn die OP nur kurz andauert.

Bei schwierigeren Eingriffen, wie CRT-Schrittmacher, Problemen bei der Sonden-Einführung der 3. Sonde, sollten diese OPs nur unter Vollnarkose und von erfahrenen Herzchirurgen in einem geeigneten OP, kein Herzschrittmacher-Labor (!), durchgeführt werden, da sonst mit Lebensgefahr zu rechnen ist. Sicherheitshalber sollte in diesem Fall von vornherein ein Platz in der Intensivstation reserviert werden.

Auf den Patienten, der nach der Implantation unter Schmerzen leidet, sollte viel mehr Rücksicht genommen werden (ausreichende Schmerzmedikamente, Rücksicht bei Lageänderungen etc.). Vor allem sollte der Patient schon vorher auf möglich Probleme nach der Schrittmacher-Implantation hingewiesen werden.

Der Wechsel vom 2-Kammer-Schrittmacher zum CRT-Schrittmacher hat sich bei mir sehr bewährt, da die vorherigen Probleme, wie Atemnot, Beklemmungen, Gehprobleme und dadurch auch die Herzinsuffizienz von Stufe IV auf II-III zurück ging. Allerdings war ich mit dem Aufenthalt auf der Intensivstation äußerst unzufrieden. Hier gäbe es noch erheblichen Bedarf an Verbesserungen, insbesondere im Umgang mit Patienten.

Bei geeigneten Patienten und bei Durchführung durch Herzchirurgen im Herz-OP würde ich diese Schrittmacher-Implantation befürworten.

Horst E. aus Witten (08.03.2011): Ich habe am 29.12.2010 in der Klinik Blankenstein einen Herzschrittmacher eingesetzt bekommen. Leider trat eine Komplikation auf, die Verbindung vom Schrittmacher zum Herzen hatte sich gelöst und es wurden zur Sicherheit 2 Verbindungen gelegt, die dann noch verschraubt wurden. Darum lag ich 4 Tage auf der Intensivstation. Anschließend noch 5 Tage auf der Normalstation. 2 Herzschrittmacherkontrollen hatte ich schon. Die waren zur Zufriedenheit des Arztes ausgefallen. Ich fühle mich im Moment wohl und bin froh, daß man mir geholfen hat.

Dietmar L. aus Reinfeld (Holstein) (08.03.2011): Meine Implantation datiert aus dem Jahre 2000. Physisch hat mir das im Alter von knapp 58 gar nicht so viel ausgemacht, psychisch hat mich die Tatsache doch stark belastet. Der Eingriff hat drei Stunden gedauert. Nach 8 Jahren mußte zur Erneuerung der Energie das Gerät getauscht werden. Hierbei habe ich mir durch versäumte blutverdünnende Maßnahmen durch die Klinik einen Schlaganfall eingehandelt. Dieses Erlebnis macht natürlich keinen Mut.
Ansonsten lebe ich seit jetzt über 10 Jahren sehr gut mit meinem SM, habe keine Probleme, schränke mich eigentlich überhaupt nicht ein, treibe meinen Sport und nehme die Checktermine regelmäßig (alle 6 Monate) wahr. Die Aktionen des SM sind nicht wahrzunehmen.

(Redaktion: ebe)

 
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