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Online-Lexikon der Deutschen Herzstiftung: Angina pectoris

Was genau bedeutet eigentlich der Begriff Angina pectoris?

Bislang 8 Kommentare zu diesem Beitrag (Stand: Dienstag, 15.05.2012)

Die Angina pectoris gehört zu den häufigsten Symptomen in der Kardiologie. Doch was genau ist eigentlich eine Angina pectoris und woher kommt ihr Name, der viele Menschen eher an eine Hals­ent­zün­dung erinnert als an ein Herz­pro­blem?

(Angina pectoris (lat.): „Brustenge”; angina: „die Enge”; pectus: „der Brustkorb/die Brust”)

Angina pectoris-Beschwerden sind Schmerzen im Brustraum, die häufig als dumpf, einschnürend oder drückend bzw. teilweise auch als brennend empfunden werden und auf einer Minderversorgung des Herzmuskels mit sauerstoffreichem Blut beruhen. Die Beschwerden können dabei in andere Körperteile, z. B. Arm oder Unterkiefer ausstrahlen (siehe Abbildung):

Abbildung Angina pectoris

Die Ursache einer Angina pectoris ist in den meisten Fällen eine koronare Herzkrankheit, bei der es aufgrund arteriosklerotischer Ablagerungen zu Einengungen der Herzkranzgefäße kommt, die den Herzmuskel dann nicht mehr ausreichend mit Blut bzw. Sauerstoff versorgen können.

Unterschieden werden bei einer Angina pectoris folgende Formen:
  • Von einer stabilen Angina pectoris spricht man, wenn zuvor ein Angina pectoris-Anfall mit den gleichen Beschwerden aufgetreten ist und die Schmerzen innerhalb von Minuten wieder verschwinden, entweder durch Medikamente (z. B. Nitrospray) oder durch Ausruhen. Zu den Auslösern einer stabilen Angina pectoris zählen z. B. körperliche Anstrengungen (Belastungsangina), seelischer Stress, Kälte oder auch üppige Mahlzeiten.
  • Um eine instabile Angina pectoris handelt es sich, wenn die Beschwerden gegenüber den vorausgegangenen Angina pectoris-Anfällen in ihrer Intensität oder Dauer zugenommen haben bzw. wenn die Auslöseschwelle abgenommen hat oder auch wenn es sich um einen erstmaligen Angina pectoris-Anfall handelt. Ebenso spricht man von einer instabilen Angina pectoris, wenn die Schmerzen bereits in Ruhe auftreten.

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Professor Dr. med. Christian Hamm

Autor: Professor Dr. med. Christian Hamm ist Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Herzstiftung und Direktor der Abteilung für Kardiologie der Kerckhoff-Klinik in Bad Nauheim.

(Redaktion: ebe)

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Bislang 8 Kommentare zu diesem Beitrag

Willi Sch. aus Eschweiler (27.04.2012): Ja, es ist auch gut zu verstehen. Habe vorgestern einen Herzkatheter gemacht bekommen und muß jetzt in Kürze ins Klinikum zwecks Bypass. Da ist es schon gut, wenn man das nicht nur in Arztsprache hört.

Gerd H. aus Nürnberg (07.03.2012): Ich habe täglich Stechen oder Druckgefühl, mehr im linken Körperbereich. Nach jeder Schlafpause ist es völlig verschwunden! Dann kommt es wieder? Die Ärzte meinen es sei nicht weiter schlimm?!!

Klaus B. aus München (19.02.2012): Ich habe sehr häufig dies APs. Manchmal habe ich das Gefühl, dass meine vier Stents auch diese Beschwerden machen. Ganz schlimm geht es mir immer bei jedem Wetterwechsel. Ist das bei anderen KHK-Patienten auch so? Besten Dank für die gute Erklärung!!!

Petra Abdool aus Westerland (26.01.2012): Endlich mal eine genaue Erklärung.

Roman aus Frankenthal (01.11.2011): Gut definiert. Meine Erfahrung zeigt auch, dass eine längere geistige Betätigung z. B. 2-3 Stunden Konzentration zu heftigen Anfällen führt. Diese jedoch nach Ruhe im Minutenbereich verschwinden.

Ulrike S. aus Hamburg (19.06.2011): Ich suchte auch nach Informationen zur Prinzmetal-Angina. Leider wird darauf mit keinem Wort eingegangen.

Dr. Peter Laurer aus Ludwigshafen (16.06.2011): Präzise Information, wie man sie leider in einer Sprechstunde selten erhält. Die Information über die Wirkung seelischer Belastung könnte etwas ausführlicher sein

Angelika Janert aus Asbach-Bäumenheim (24.12.2010): Der Artikel ist sehr ausführlich, und für einen Laien leicht zu verstehen. Besten Dank

 
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