Aktuelles Forschungsprojekt

Behandlungsmöglichkeiten bei Vorhofflimmern verbessern

Redaktion: Dr. med. Karl Eberius | ➞ 5 Kommentare  

Bis vor wenigen Jahren war es völlig unklar, wie eigentlich Vorhofflimmern entsteht. Mittlerweile gibt es allerdings deutliche Fortschritte, wobei weitere Forschung notwendig ist, damit sich aus den Erkenntnissen der jüngsten Zeit auch tatsächlich neue Therapiemöglichkeiten gegen Vorhofflimmern entwickeln lassen.

Neuer Therapieansatz gegen Vorhofflimmern

Ein äußerst hoff­nungs­vol­ler Ansatz kommt derzeit von einem For­schungs­pro­jekt der Uni­ver­si­täts­kli­nik Hei­del­berg, das von der Deut­schen Herz­stif­tung gefördert wird. Im Mit­tel­punkt stehen dabei so­ge­nann­te TASK-1-Ionenkanäle, denen Wissenschaftler bei der Entstehung von Vorhofflimmern eine große Bedeutung beimessen.

Erste klinische Untersuchungen mit Medikamenten, die an diesen Ionenkanälen ansetzen, sind bereits sehr vielversprechend verlaufen. Sollten sich diese positiven Ergebnisse in weiteren Untersuchungen genauso fortsetzen, könnte daraus schon bald für viele Menschen mit Vorhofflimmern ein neuer medikamentöser Behandlungsansatz entstehen, der im Unterschied zu zahlreichen bisherigen Herzrhythmus-Medikamenten ein besonders geringes Maß an unerwünschten Nebenwirkungen aufweist.

PD Dr. med. Constanze Schmidt
PD Dr. med. Constanze Schmidt.

Tipp: Weitere Informationen zu dem Projekt finden Sie in dem oben abgebildeten PDF (zum Herunterladen einfach auf das PDF oder ➞ hier klicken). Enthalten ist dabei auch ein interessantes Interview mit der Leiterin des Forschungsprojekts, Privatdozentin Dr. med. Constanze Schmidt, u. a. zur Frage, wann ein solches Medikament gegen Vorhofflimmern in Zukunft auch für Menschen außerhalb der aktuell laufenden Studien zum Einsatz kommen könnte.

Redaktion: Dr. med. Karl Eberius

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Bislang 5 Kommentare  

Emil K. aus München (12.03.2020): Amiodaron hat mir phantastisch geholfen. Nach einiger Zeit trat aber eine Schilddrüsenüberfunktion auf, weshalb der Kardiologe es absetzte. Seitdem habe ich verstärkt wieder Rhythmusstörungen inclusive Kreislaufproblemen. Wäre schön, wenn der neue Task-1-Inhibitor hier wieder helfen könnte.

Sabine S. aus Isernhagen (18.12.2019): Da ich seit 1999 immer wieder unter Vorhofflimmern leide, und bereits zwei Ablationen, eine elektrische Kardioversion und eine Kardioversion mit Medikamenten habe vornehmen lassen, bin ich sehr erfreut, von der neuen Forschung zu hören. Es wäre schön, wenn dieses Medikament auch mir helfen würde.

Gerd D. aus Wuppertal (13.12.2019): Ich habe seit drei Jahre ständiges Vorhofflimmern und bereits drei Kardioversionen und sechs Katheter Ablationen hinter mir und immer wieder habe ich Vorhofflimmern. Auch die bekannten Medikamente helfen nicht dauerhaft.

Jürgen F. aus Moormerland (13.12.2019): Ich bin 73 Jahre alt, verfüge über ein gesundes Herz! Trotzdem habe ich alle 10 bis 14 Tage ein starkes VHF! (HF bis zu 250 S/min, Dauer bis zu ca. 40 Std.) Ein Medikament welches ein akutes VHF stoppen kann, würde sehr hilfreich sein! Diese Studie klingt sehr vielversprechend für mein Problem!

Dr. Peter W. aus Lorsch (12.12.2019): Sehr geehrte Frau Schmidt, ich wünsche Ihnen weiterhin viel erfolg bei Ihrer Arbeit! Seit 2006 leide ich an anfallsweisem VHF. Dauer der Anfälle zwischen 8 und 18 h. Ich nahm bis vor einem 1/2 jahr 50/50/50 mg Flecainid. Medin Kardiologe hat seit Mai die Dosis auf 100/-/100 mg erhöht. In einer Übergangaphase traten die Anfälle fast täglich auf. Dann seit Juli keine Anfälle mehr. Abends nach der Einnahme spüre ich Aussetzer, die aber nach einer 1/2 Stunde vorüber gehen. Ob das so bleibt werde ich sehen. Der Nachteil von Fleca. ist bekannlich daß es VHF verursachen kann. Ich bin daher sehr an dem von Ihnen entwickelten Medikament interessiert. Mit freundlichen Grüßen

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