Studie: Auch leicht erhöhte Werte können die Gesundheit gefährden

Kennen Sie Ihren Nüchternblutzucker?

Schon lange ist bekannt, dass die Zuckerkrankheit Diabetes mellitus das Risiko für Herzinfarkte und andere Kreislauferkrankungen erhöht. Aber nicht nur ein voll ausgeprägter Diabetes mit hohen Blutzuckerspiegeln kann gefährlich sein, auch leicht erhöhte Werte sind als Risikofaktor anzusehen, wie eine australische Studie unterstreicht, die unlängst in der Mediziner-Fachzeitschrift Circulation publiziert wurde.

Insgesamt hatten an der australischen Studie, die sich über einen Beobachtungszeitraum von fünf Jahren erstreckte, rund 10.000 Menschen teilgenommen (Durchschnittsalter 51,4 Jahre). Bei der Auswertung errechneten die Autoren ein um 60 % größeres Sterberisiko für diejenigen Studienteilnehmer, deren Nüchternblutzucker mit 100 bis 126 mg/dl* leicht erhöht war, ohne dass aber ein Diabetes mit entsprechend hohen Werten vorlag. Darüber hinaus ließ sich für jene Teilnehmer, die bereits vor Studienbeginn einen Diabetes mellitus aufwiesen, ein mehr als doppelt so hohes Risiko im Vergleich zu Gesunden berechnen.
(*6,1-7 mmol/L Plasmaglukose)

Die Deutsche Herzstiftung nimmt diese Studie zum Anlass, erneut darauf hinzuweisen, wie wichtig es ist, seine eigenen Blutzuckerwerte zu kennen und bei zu hohen Werten entsprechende Gegenmaßnahmen mit dem behandelnden Arzt zu besprechen.

Quelle: Circulation 2007; 116:151-7

Tipp: Nutzen Sie zur Blutzuckerbestimmung den offiziellen Gesundheits-Check, der ab dem 35. Lebensjahr alle zwei Jahre von den Krankenkassen bezahlt wird. Durchgeführt wird der Check von Allgemeinmedizinern, praktischen Ärzten und Internisten. Einfach anrufen und einen Termin vereinbaren.

Stichwort Gesundheits-Check:
Neben der Blutzuckerbestimmung werden beim Gesundheits-Check auch zahlreiche weitere Untersuchungen vorgenommen, mit denen sich auf einfache Weise Vorboten von Herzkreislauf-Erkrankungen aufdecken lassen und somit die Gefahr für einen vorzeitigen Herzinfarkt sowie andere dramatische Schicksalsschläge drastisch gesenkt werden können.

Bislang ist die Bereitschaft zur Gesundheitsvorsorge in Deutschland allerdings noch immer sehr gering. In der Vergangenheit haben hierzulande meist weniger als 20 Prozent der gesetzlich Krankenversicherten an den Vorsorgeuntersuchungen teilgenommen.

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