Forschung für Patienten

Wilhelm P. Winterstein-Preis 2017

Wilhelm P. Winterstein-Preis 2017
PD Dr. med. Benjamin Meder

Um Herzerkrankungen wie die koronare Herzkrankheit (KHK), Herzinfarkt und Herzschwäche (Herzinsuffizienz) früh erfolgreich zu behandeln, sind präzise Diagnoseverfahren gefragt. Standard in der Herzmedizin sind Biomarker wie Troponin T und NT-proBNP, die im Blut einen Herzinfarkt bzw. eine Herzschwäche anzeigen. Allerdings sind diese Marker in ihrer Aussagekraft begrenzt. Forscher arbeiten deshalb an gänzlich neuartigen Biomarkern, die Ärzten noch genauere Informationen über den Zustand des geschädigten Herzens und den Verlauf der Krankheit geben, z. B. darüber, ob sie in einen Herzinfarkt oder in eine Herzschwäche münden wird.

Mögliche Hilfe für Hunderttausende

Einen neuartigen Früherkennungsmarker, der über solche Diagnose- und Prognosequalitäten verfügen könnte, haben PD Dr. med. Benjamin Meder und Kollegen an der Klinik für Kardiologie des UniversitätsKlinikums Heidelberg (Direktor: Prof. Dr. med. Hugo A. Katus), mit dem Zentrum für Bioinformatik der Universität Saarland (Prof. Dr. Andreas Keller) und einem Unternehmen mit Expertise in der Molekulardiagnostik identifiziert. Die Forschungsarbeit mit dem Titel Epigenome-wide Association Study Identifies Cardiac Gene Patterning and A Novel Class of Biomarkers for Heart Failure wird im renommierten Fachjournal Circulation publiziert.

Das Team um Dr. Meder konnte erstmals zeigen, dass sogenannte epigenetische DNA-Methylmarkierungen und ihre steuernde Funktion für die Genaktivität sich gut als Biomarker für die Diagnose der Herzschwäche eignen. „Neuartige Früherkennungsmarker auf Basis der Erkenntnisse von Dr. Meder könnten enorm zu einer besseren Diagnose und zielgenauen Therapie der Herzschwäche der meist älteren Patienten verhelfen. Außerdem erfordert dieser Ansatz nur eine einfache Blutanalyse“, würdigt Prof. Dr. med. Thomas Voigtländer, Vorstandsmitglied der Deutschen Herzstiftung, die Leistung des Heidelberger Forschers. Aufgrund des großen Potenzials dieser Forschung wurde die Arbeit von Benjamin Meder mit dem Wilhelm P. Winterstein-Preis 2017, dotiert mit 10.000 Euro, ausgezeichnet.

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