Plötzlicher Herztod

Erste Hilfe und Reanimation: Können Sie noch wiederbeleben?

Bislang ➞ 9 Kommentare zu diesem Beitrag

Abbildung Herzdruckmassage

Bei der Wiederbelebung hat es in letzter Zeit wichtige Änderungen gegeben. Wenn Sie als Ersthelfer vor Ort sind, können Sie heute z. B. in vielen Fällen auf die Mund-zu-Mund-Beatmung verzichten. Stattdessen müssen Sie nur noch die Herzmassage durchführen, die übrigens viel einfacher ist, als viele glauben.

Nicht mehr empfohlen wird die Mund-zu-Mund-Beatmung insbesondere Laienhelfern, die keine ausreichende Übung beim Abwechseln zwischen Beatmung und Druckmassage haben. Hintergrund sind neue wissenschaftliche Studien, die gezeigt haben, dass die Chancen für eine erfolgreiche Wiederbelebung durch eine Herzdruckmassage ohne Beatmung mindestens genauso hoch sind – wenn nicht sogar höher.

Was Sie bei einem Herzstillstand als Erstes tun müssen und worauf es bei der Reanimation im Einzelnen ankommt, können Sie » hier kostenlos in einem neuen Beitrag aus der Zeitschrift HERZ HEUTE nachlesen.

Redaktion: ebe

Ihre Meinung

Fanden Sie die Informationen in dem HERZ HEUTE-Beitrag zur Ersten Hilfe bzw. Wiederbelebung hilfreich?

Dürfen wir Ihren Kommentar mit Ihrem Namen und Wohnort auf den Internetseiten der Herzstiftung veröffentlichen? (Der Nachname wird mit dem ersten Buchstaben abgekürzt.)


Hinweise zum Datenschutz

Bislang 9 Kommentare zu diesem Herzstiftungs-Beitrag

Sabine T. aus Wolfsburg (31.08.2016): Ich bin sehr dankbar für diesen Bericht, man ist sich einfach unsicher, das richtige zu tun, wenn jemand in Not gerät. Da es auch immer wieder neue Berichte gibt, sollte man auf dem Laufenden bleiben. Aber so lange alles gut geht, denkt man leider nicht oft genug daran, was im Notfall zu tun ist. Dabei ist es so wichtig! Danke für die neuen Erkenntnisse.

Johann B. aus Mühlhausen (28.08.2012): Ich bin am 23.01.12 vom Stuhl gefallen, war bewusstlos und unser Sohn begann sofort mit Herzdruckmassage, bis zum Eintreffen des Notarztes, der mich reanimierte und per Krankenwagen in die med. Klinik in Heidelberg gebracht hat, wo sie mir 4 Stents eingesetzt haben und mich im künstlichen Koma für 14 Tage haben schlafen lassen. 10 Tage war ich auf Normalstation, 5 Tage zu Hause, dann ging es in die Reha nach Bad Wimpfen, nach weiteren 14 Tagen zu Hause zurück in die med. Klinik nach Heidelberg zur Kardio-Untersuchung. Dann Herzkatheter und anschließend Ein-Kammer-Defi. Danach einige Nachuntersuchungen. Dann machte sich eine pAVK in der rechten Wade bemerkbar, welcher am 08.08.12 durch Aufdehnung und Stent repariert wurde. Nun meine Frage an die Herzstiftung: Warum kann man so wenig lesen über Plötzlichen Herztod mit anschließender Reanimation J. B.

Zmarai Kassi aus Uster, Schweiz (07.07.2012): Ja, wie es schon erwähnt worden ist, viele haben Angst etwas diesbezüglich zu unternehmen, um diese Angst wegzunehmen, schlage ich vor, die absolut notwendigsten Themen der Erste Hilfe als ein Lehrfach in den Schulen durchzuführen. Dies hatte ich Mitte siebziger Jahren in meinem Heimatland vorgeschlagen und durchgeführt und das war auch tatsächlich sehr nützlich.

Joél Cissarz aus Hamburg (01.03.2012): Ersthelfer sollen motiviert sein, eine Reanimation angstfrei zu beginnen und durchzustehen. Dass man keine Fehler machen kann, ist natürlich Unsinn. Bei allem was man macht, kann man auch Fehler machen. Besuchen Sie einen Erste Hilfe-Kurs und erhalten Sie Hintergrundwissen und Handlungssicherheit. Wenn Sie es versäumt haben, einen Erste Hilfe-Kurs zu besuchen und in die Situation geraten, einen Menschen, der auf Sie angewiesen ist, wiederbeleben zu müssen, dann machen Sie das was Sie können, so gut wie Sie es können. Aber investieren Sie ein wenig Zeit, denn mit etwas Wissen, sind viele Situationen zu beherrschen.

Jürgen W. H. aus Köln (13.06.2011): Meine Ehefrau (59 J.) ist am Freitag Nachmittag plötzlich umgefallen und hatte keinen Puls mehr. Unser jüngster Sohn, bei dessen Familie in Hürth meine Frau zu Besuch war, hat sofort mit Herzdruck-Massage begonnen. Zwischenzeitlich hatte unsere Schwiegertochter die "112" gewählt und konnte so mit direkter Telefonverbindung mit der Einsatzleitstelle ca. 7 Minuten bis zum Eintreffen der Rettungskräfte unseren Sohn unterstützen. Er hat seiner Mutter ganz sicher das Leben gerettet! Z. Zt. befindet sie sich auf der Intensivstation des Marien-Hospitals in Erftstadt. Mach der obligatorischen Abkühlung (für 24 Stunden) soll sie morgen ganz vorsichtig wieder aus dem Tiefschlaf geholt werden. Erst dann wissen wir mehr.

Vaith aus Friedberg (04.06.2011): Da es sehr anstrengend sein kann, das Herz mit 90 Druckmassagen in der Minute wieder zu beleben, sollte ein Zweithelfer vorhanden sein, der alternativ den Ersthelfer ablöst bis zum Eintreffen des Notarztes. Atemspende würde ich nur mit der Sauerstoffmaske verabreichen. Ev. Defi einsetzen, wenn vorhanden.

R. Werner aus Urschmitt (20.05.2011): Für mich als Laienhelfer hatte die Mund zu Mund-Beatmung eine erschreckende Vorstellung. Zu wissen, dass die Druckmassage den gleichen, wenn nicht sogar besseren Erfolg bei der Wiederbelebung erzielt, gehe ich jetzt selbstsicherer mit so einer Situation um.

Birgit Hertwig aus Bonn (13.03.2011): Es gibt noch weitere sehr gute und aktuelle Informationen zum Thema Erste Hilfe (ERC-Leitlinien): http://www.springerlink.com/content/nlr22146w7573341/

Michael Broschart aus Saarbrücken (26.11.2010): So ist es richtig: Die Reanimation durch Laien muss sich auf einfache, leicht zu erlernende Maßnahmen beschränken. Auch wenn nicht ganz korrekt vorgegangen würde: Nichts tun ist immer schlechter als etwas Falsches tun. Toter als tot geht nicht.

Informationsdienst

für Betroffene und Interessierte

069 955128-400

Mo-Do 9 bis 17 Uhr und Fr 9 bis 16 Uhr

Tipp

Nichts mehr verpassen

Herz-Infos

Wenn Sie WhatsApp auf Ihrem Handy nutzen, können Sie damit kostenfrei wichtige Tipps zu Herzkrankheiten erhalten:

➞ Auf WhatsApp verbinden

Empfehlung

Experten-Ratgeber zu Vorhofflimmern

Herz-Infos

Wie kann ich Vorhofflimmern
erkennen? Wie wirken Marcumar
und die neuen Gerinnungshemmer?
Für welche Patienten ist eine
Katheterablation sinnvoll?
Antworten auf diese Fragen bietet
Ihnen der neue 136 Seiten starke
Experten-Ratgeber. Sichern Sie sich schon jetzt hier

➞ Ihr kostenloses Exemplar

Top 10

Die meistbesuchten Herzstiftungs-Seiten

  1. Blutdruck natürlich senken
  2. Herzinfarkt: Diese Alarm­signale muss jeder kennen
  3. Bluthochdruck: Das sollten Betroffene wissen
  4. Schmerzen in den Beinen können vor Herzinfarkt warnen
  5. Magnesiummangel und Kaliummangel: Auswirkungen auf das Herz
  6. Herzinfarkt bei Frauen: Wichtige Informationen
  7. Herzstolpern: Achtung bei gleichzeitigem Auftreten von ...
  8. Blutdruck: Unterschied zw. unterem und oberem Wert
  9. Blutdruck-Anstieg: In diesen Fällen sofort den Arzt rufen
  10. Herzrasen: Plötzliche Puls­an­stie­ge können auf gefährliche Herzkrankheit hinweisen

(Besucher 1. Halbjahr 2014)

Aktuelle Mitglieder-Zahl

100.000

Die Herzstiftung wurde 1979 ge­grün­det und hat heute mehr als 100.000 Mitglieder (ein­schließ­lich 1.700 Eltern herz­kran­ker Kinder).
➞ Vorteile der Mitgliedschaft u. Online-Antrag
➞ 6.140 Meinungen zur Mitgliedschaft

Aus der Herzstiftungs-Sprechstunde

Nach grippalem Infekt weiterhin müde und schlapp?

➞ Zur Experten-Empfehlung

Tipp

Sonderdruck „Stress“

Sonderdruck Stress

Schützen Sie Ihr Herz und la­den Sie sich als Mit­glied auch folgende Herzstiftungs-Experten­schriften zum Thema Stress he­runter:

  • Sonderdruck Stress (inkl. prak­ti­schen Bei­spie­len und Zu­satz­er­läu­te­rungen, wie man sein Herz im Alltag vor Stress schützen kann)
  • Wie Stress den Blutdruck erhöht (mit wei­te­ren in­te­res­san­ten Tipps, um ge­fähr­li­chem Stress zu ent­kom­men)

Tipp: Wenn Sie noch kein Mit­glied sind, können Sie dies hier un­kom­pli­ziert nachholen und damit gleich die Ge­bühr für den Son­der­druck spa­ren. Alle Infos zur Mitgliedschaft

Kostenfrei für Mitglieder

  • Medizinische Beratung
    per E-Mail und Telefon durch unsere unabhängigen Herzexperten
  • Zeitschrift HERZ HEUTE 4x pro Jahr frei Haus mit ausführlichen Beiträgen über neue Therapiemethoden bei Herz­erkrankungen
  • Freie Auswahl aus dem umfangreichen Service-Angebot der Herzstiftung (Sonderbände, Gesundheits-Pass usw.)
  • Zugang zu allen pass­wort­geschützten Download-Schriften der Herzstiftung