Welche Erfahrungen haben Sie gemacht?

Zählen Sie zu den Menschen, die eine künstliche Herzpumpe haben?

Bislang ➞ 6 Patienten-Berichte zum Thema künstliche Herzpumpe

Künstliche Herzpumpe Erfahrungsberichte
Mit einer künstlichen Herzpumpe zurück in den Alltag: Hier der Brite Chris M. mit nicht zu übersehender Gürteltasche für Akku und Steuerung seiner Herzpumpe.

Rund tausend Patienten bekommen pro Jahr in Deutschland ein Herz­un­ter­stüt­zungs­sys­tem. Verglichen mit den 2-3 Millionen Menschen, die hierzulande mit einer Herzschwäche leben, ist das nicht viel.

Wenn Sie zu diesen wenigen Personen mit einer künstlichen Herzpumpe gehören, haben Sie auf dieser Seite die Möglichkeit, einen Erfahrungsbericht für Menschen zu hinterlassen, die möglicherweise vor dem Einsetzen einer solchen Pumpe stehen:
Wie belastend haben Sie z. B. den Eingriff empfunden? Wie stark hat sich Ihr Leben durch die Pumpe verbessert und welche Aktivitäten sind Ihnen heute wieder möglich, die vorher schwierig waren?

Wie haben Sie den Einsatz Ihrer künstlichen Herzpumpe empfunden?

Dürfen wir Ihren Kommentar und Namen (Ihr Nachname wird mit dem ersten Buchstaben abgekürzt) und Wohnort auf den Internetseiten der Herzstiftung veröffentlichen?

Bislang 6 Berichte zum Thema künstliche Herzpumpe

Rainer O. aus Düsseldorf (18.03.2017): Ich habe das LVAD nun seit etwas mehr als vier Monaten. Meine genetisch bedingte Herzschwäche war so schlimm geworden, dass ich nicht mehr aus dem häuslichen Umfeld herauskam und regelmäßig intravenös Medikamente bekam. Leider ist die Verbesserung der Leistungsfähigkeit durch die Pumpe bei mir nicht gravierend. In Ruhe ist alles gut, aber eigentlich waren Arztbesuche und kleine Einkäufe geplant, später auch Urlaube, aber dies scheint momentan nicht möglich. Die Ärzte haben mir gesagt, dass der Körper sich erst an die Pumpe gewöhnen muss. Daher hoffe ich, dass sich meine Situation noch verbessert.

Dr. Wolf S. aus Augsburg (15.03.2017): Als Vorerkrankung hatte ich einen schweren Hinterwandinfarkt, zur Sicherheit wurde mir damals ein Defi implantiert. Zunächst konnte ich ein weitgehend normales Leben weiterführen. Meine Lage verschlechterte sich langsam, von NYHA I zu NYHA III. Eine ventrikuläre Tachykardie mit Bewusstlosigkeit und anschließender Wiederbelebung, dies führte zu einem langem Aufenthalt in der Intensivstation, inzwischen wurde ich als NYHA IV eingestuft. Die Ärzte empfahlen mir die Implantation einer Herzpumpe. Mein Sohn und meine Frau rieten zur Heartmate 3, die zu diesem Zeitpunkt neu eingeführt wurde. Daher ließ ich mich nach Tübingen verlegen und wurde zwei Tage später von Professor Schlensak und seinem Team operiert. Bereits zwei Wochen danach schloss sich die AHB an und nach gut zwei Monaten AHB konnte ich vom Rollstuhl auf den Rollator umsteigen. Das war vor 18 Monaten, zurzeit kann ich ohne Hilfen, auch längere Strecken gehen z.B. Wanderungen bis zu zwei Stunden und meine Arbeit ausführen. Allerdings hatte ich zwischenzeitlich mehrere Klinikaufenthalte, da sich eine Infektion an der Eintrittsstelle des Stromkabels in die Bauchhöhle gebildet hatte, dies ist deutlich eine der Schwachstellen, des ansonsten gut funktionierenden Systems der Herzpumpen.

Karin S. aus Eschweiler (09.03.2017): Meine LVAD-OP ist jetzt gut 1 1/2 Jahre her. Im Vergleich zu vorher geht es mir schon wesentlich besser, obwohl ich immer noch sehr kurzatmig und schnell erschöpft bin. Aber, ... hey! Ich bin nicht mehr nur zu Hause, treffe mich in der Stadt mit Freunden und habe an Lebenszeit und Lebensqualität gewonnen. Sicher, ein paar Einschränkungen gibt es, nicht baden, schwimmen oder Sauna, aber damit kann man problemlos klarkommen. Spaziergänge sind wieder möglich und ich gehe wesentlich mehr zu Fuß als vor meiner Erkrankung.

Hubert K. aus Bad Oeynhausen (07.03.2017): Ich bekam 2008 bei einer EF von 15 % ein LVAD-System implantiert. Mit diesem System musste ich mich zwar erst eine Weile anfreunden - hatte aber 2 Jahre, in denen ich dieses System bei mir tragen durfte, eine schöne Zeit. Meine Leistung war wieder sehr gut und ich konnte mit meiner Familie viele Urlaube genießen. Mit meinem TX-Zentrum stand ich im regelmäßigen Kontakt (24h-Hotline) mit den VAD-Koordinatoren und war aus diesem Grund sehr beruhigt, dass ich immer jemanden hatte, wenn es Probleme gab. 2 Jahre später hatte ich dann an meinem LVAD-System einen mechanischen Defekt (Levitationsfehler) und wurde dann letztendlich bei Eurotransplant auch HU gelistet. 78 Tage später bekam ich dann mein Geschenk des Lebens, ein Spenderherz. Ich kann nur jedem empfehlen, wenn die Herzpumpleistung das Leben so einschränkt, sich bis zu einer Herztransplantation für eine künstliche Herzpumpe zu entscheiden. Der Weg lohnt sich.

Marcel S. aus Stuttgart (07.03.2017): Hab meines seit Januar 2015. Bin jetzt 36 und es geht mir dank der Pumpe wieder richtig gut, wenn man bedenkt, dass ich eigentlich schon „he“ war. Bin Familienvater habe einen 3-jährigen Sohn und bin wahnsinnig froh ihn aufwachsen zu sehen. Das macht mich wahnsinnig glücklich. Bin immer gut gelaunt, treibe Sport, Fahrrad fahren, spazieren. Ich gehe sogar 3 Std. täglich arbeiten, was mir echt wahnsinnig gut tut. Ich fahre Auto, ich habe quasi keinerlei Einschränkungen, außer Baden, aber das stört mich nicht. Ich genieße jeden Tag und bin unendlich dankbar für diese Chance. Zurzeit geht es mir so gut, dass ich keinesfalls ein Spenderherz möchte. Hoffe auf weitere gute 10 Jahre mit dem Teil und dann schauen wir weiter.

Franz D. aus Regensburg (07.03.2017): Um die Wartezeit zur Herztransplantation wegen einer Herzinsuffizienz zu überbrücken, wurde mir eine Herzpumpe der Marke Incor eingesetzt. Ende 2012 war dieses Gerät noch relativ groß gebaut! Die Kabeldurchführung durch die Bauchdecke, sowie die Operation zum Einbau der Pumpe verliefen problemlos. Ich konnte mich danach weitestgehend moderat (das Treppensteigen war möglich) im Klinikum bewegen, allerdings mussten dabei Vorsichtsmaßnahmen beachtet werden (d. h. ich hatte Reserveakkus mitzuführen und musste Warnsignale beachten). Beim Schlafen wurde zusätzlich mit einem Laptop überwacht! Was auch dringend geboten war, weil die Pumpe mehrfach infolge Blutgerinnungsstörungen stehen blieb und ihrer Dienst versagte. Ich hätte die Zeit bis zur Transplantation wohl nicht überlebt. Rückblickend bin ich froh, diese technische Errungenschaft genutzt zu haben.

(Redaktion: Dr. med. Karl Eberius)

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