Aktuelle Mitglieder-Zahl
70.000
Die Herzstiftung wurde 1979 gegründet und hat heute mehr als 70.000 Mitglieder (einschließlich 1.700 Eltern herzkranker Kinder).
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Tipp für Herzpatienten
Exklusive Zeitschrift zu Herzerkrankungen
In HERZ HEUTE geben unabhängige Herzexperten, die z. B. als Chef- oder Oberärzte an Universitätskliniken tätig sind, wertvolle Ratschläge zu Herzkrankheiten (welche neuen Therapien tatsächlich zu empfehlen sind oder wie Betroffene ihre Erkrankung selbst positiv beeinflussen können).
Mitglieder bekommen die exklusive Zeitschrift, die nur über die Deutsche Herzstiftung und nicht am Kiosk erhältlich ist, kostenfrei im Abonnement nach Hause geliefert.
Hinweis: 2007 wurde die Chefredakteurin von HERZ HEUTE, Dr. Irene Oswalt, für die kompetente Berichterstattung in HERZ HEUTE mit dem Preis für Wissenschaftsjournalismus der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) geehrt. Zuvor war die hohe Auszeichnung u. a. an Redakteure der FAZ und Süddeutschen Zeitung gegangen, was die hohe Qualität von HERZ HEUTE verdeutlicht.
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Aktuelle Frage aus der Online-Sprechstunde
„Medikamente lieber morgens oder abends einnehmen?“
Aktueller Jahresbericht
Die Highlights aus 2009
Auf dieser Seite haben wir Auszüge aus dem Jahresbericht für Sie bereit gestellt. Einfach auf die mit einem Pfeil gekennzeichneten Titel klicken, der entsprechende Artikel klappt dann in einem Kasten auf.
Wenn Sie alle Artikel lesen und die zahlreichen Grafiken betrachten möchten, können Sie sich den Jahresbericht als pdf-Datei
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oder per E-Mail anfordern.
Liebe Mitglieder, Förderer und Freunde der Deutschen Herzstiftung,
eine Brücke zwischen Patienten und Ärzten zu schaffen und herzkranken Menschen Hilfe und Rat bei der Bewältigung ihrer Krankheit zu geben: Dies war das wichtigste Anliegen einer kleinen Gruppe engagierter Herzspezialisten, als sie im Jahr 1979 in Frankfurt am Main die Deutsche Herzstiftung gründeten. Ihre Initiative hat sich gelohnt: So ist die Herzstiftung in den – im Juni 2009 gefeierten – drei Jahrzehnten ihres Bestehens zu Deutschlands größter Patientenorganisation auf dem Gebiet der Herz-Kreislauf-Erkrankungen geworden, gleichermaßen anerkannt bei Laien und medizinischen Experten. Und die Zahl ihrer Mitglieder (Ende 2009 waren es bereits rund 63.000) steigt jedes Jahr weiter.
Stetig gewachsen ist auch das Aufgabenspektrum der Herzstiftung. Dabei hat sie sich nicht nur als kompetenter Ansprechpartner und Ratgeber für Herzpatienten etabliert, für deren Interessen sie eintritt. Ebenso stark engagiert sie sich dafür, die Öffentlichkeit über aktuelle Entwicklungen in der Herz-Kreislauf-Medizin sowie eine herzgesunde Lebensweise zu informieren und ganz besonders auch die Herz-Kreislaufforschung zu fördern. So kontte die Unterstützung patientennaher Forschungsprojekte gemeinsam mit der Deutschen Stiftung für Herzforschung ständig ausgebaut werden: Allein in den letzten Jahren wurden dafür mehr als zehn Millionen €o zur Verfügung gestellt.
Was die Deutsche Herzstiftung im gesamten Jahr 2009 für ihre wichtigsten Ziele unternommen hat, das dokumentiert dieser Tätigkeitsbericht, den ich Ihnen im Namen des Vorstands vorlege. Wir informieren Sie darin über die uns anvertrauten Mitgliedsbeiträge, Spenden und sonstigen Zuwendungen und erläutern Ihnen die vielfältigen Aktivitäten, die wir damit umsetzen konnten. Allen die es uns – trotz der wirtschaftlich auch weiter schwierigen Lage – ermöglichten, unser Leistungsspektrum zu erweitern und neue Projekte zu finanzieren, möchte ich im Namen des Vorstands sehr herzlich danken – genauso wie den vielen ehrenamtlich Engagierten im Vorstand, Wissenschaftlichen Beirat, Kuratorium und den mehr als 100 Beauftragten der Deutschen Herzstiftung. Sehr dankbar bin ich unserer Schirmherrin Barbara Genscher für die immerwährende Unterstützung – ebenso wie der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie, der Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Herz-und Gefäßchirurgie, der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Kardiologie, dem Berufsverband Niedergelassener Kardiologen und der Arbeitsgemeinschaft Leitender Kardiologischer Krankenhausärzte für die fruchtbare Zusammenarbeit.
Ich bitte Sie alle, auch weiterhin an unserer Seite zu bleiben. Es gibt noch viel zu tun.
Frankfurt am Main, den 19. Juni 2010
Prof. Dr. med. Hans-Jürgen Becker
Vorsitzender des Vorstandes der Deutschen Herzstiftung
Schirmherrin Barbara Genscher
Die Deutsche Herzstiftung feierte im Jahr 2009 ihr 30-jähriges Jubiläum. 22 Jahre davon begleitet und unterstützt Barbara Genscher die Herzstiftung mit großem Engagement ehrenamtlich als Schirmherrin.
An der Entwicklung zur größten Patientenorganisation auf dem Gebiet der Herz-Kreislauf-Erkrankungen hat sie in all den Jahren ihres Wirkens als Schirmherrin maßgeblichen Anteil.
In ihrer Festrede anlässlich des Jubiläums sagte sie, dass die Deutsche Herzstiftung Ansprechpartner für Betroffene ist, damit diese mit ihrer Krankheit besser leben und fertig werden können. Die Aufgaben der Deutschen Herzstiftung sind seit Beginn darauf ausgerichtet, die Bevölkerung über Ursachen, Risikofaktoren und Folgen von Herz Kreislauf-Erkrankungen, über Möglichkeiten der Vorbeugung zu informieren. Ziel ist die Verhütung von Erkrankungen und die Rehabilitation bereits Erkrankter. Darüber hinaus ist die Herzstiftung im immer stärkeren Maße Initiator und Förderer von Präventionsprogrammen – auch und vor allem für Kinder und Jugendliche.
Barbara Genscher wirbt in der Öffentlichkeit für die Herzstiftung und ihre Ziele, beispielsweise als Gast bei Benefizveranstaltungen oder als Gesprächspartnerin in Zeitungs- und Fernsehinterviews. Unermüdlich sammelt sie Spenden zugunsten der Deutschen Herzstiftung. Dabei wird sie insbesondere durch ihren Ehemann Bundesaußenminister a.D. Hans-Dietrich Genscher unterstützt.
Die Deutsche Herzstiftung, die im Jahr 2009 ihr 30-jähriges Bestehen feierte, ist Deutschlands größte Patientenorganisation auf dem Gebiet der Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Der gemeinnützige Verein engagiert sich auf vielfältige Weise:
- Information einer breiten Öffentlichkeit über einen gesunden Lebensstil, über Möglichkeiten der Behandlung und über aktuelle Entwicklungen der Herz-Kreislauf-Medizin
- Hilfe für herzkranke Kinder und deren Eltern
- Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen
- Förderung der patientennahen Herz-Kreislaufforschung in Verbindung mit der Deutschen Stiftung für Herzforschung
Die Deutsche Herzstiftung e.V. wurde 1979 gegründet und ist im Vereinsregister als gemeinnütziger Verein mit Sitz in Frankfurt am Main eingetragen (Amtsgericht Frankfurt am Main VR 7412). Gemäß § 2 der Satzung (Fassung vom 17. Juni 2000) ist der Zweck des Vereins die Entwicklung, Verwirklichung und Förderung von Maßnahmen zur Aufklärung über die Gefahren von Herz-Kreislauf-Krankheiten sowie zu deren Vorbeugung und Behandlung bei der Bevölkerung in Deutschland. Langfristiges Ziel des Vereins ist es, das Auftreten von Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu reduzieren und die Lebensqualität sowie die medizinische Versorgung von Herzpatienten zu verbessern. Um dieses Ziel zu erreichen, gehören laut § 2 der Satzung neben der Information der Öffentlichkeit über alle Erscheinungen und Folgezustände von Herz- und Kreislauf-Krankheiten und deren Bekämpfung unter anderem die Beratung von Herzpatienten und die Forschungsförderung zu seinen Aurgaben. Gemäß § 6 der Satzung sind die Organe des Vereins der Vorstand, das Kuratorium, die Mitgliederversammlung, der Wissenschaftliche Beirat und der Wahlausschuss.
Geschäftsstelle: In der Geschäftsstelle der Deutschen Herzstiftung in Frankfurt am Main arbeiteten 27 hauptamtliche Mitarbeiter, sechs Aushilfen und fünf ehrenamtliche Helfer, im Berliner Büro eine weitere hauptamtliche Mitarbeiterin. Geschäftsführung: Martin Vestweber, Renate Horst (stv.).
Vorstand
Bericht des Vorstands
Angesichts der nach wie vor hohen Sterblichkeitsrate beim Herzinfarkt hat der Vorstand beschlossen, zusätzliche Maßnahmen zur Bevölkerungsaufklärung durchzuführen. Vorgesehen ist eine Großflächenplakatierung in 105 Städten unter dem Motto „Herzinfarkt: Jede Minute zählt”. Ziel ist es, Menschenleben zu retten, indem intensiv über die Alarmzeichen bei Herzinfarkt und das Verhalten im Notfall informiert wird. Auch gilt es, die weitere Verbreitung der Herznotfall-Ambulanzen (CPU = Chest Pain Unit), die vor allem auf Patienten mit unklarem Brustkorbschmerz ausgerichtet sind, zu fördern.
Bei der Aufklärung über Herzrhythmusstörungen hat die Herzstiftung Pionierarbeit geleistet. Weil es gerade auf diesem Gebiet zuletzt weitere medizinische Erkenntnisse gegeben hat, die wir möglichst vielen Betroffenen zugänglich machen wollen, sind „Herzrhythmusstörungen” das Thema unserer Herzwochen im November 2010.
Neue Behandlungsmöglichkeiten haben sich zuletzt für Patienten mit Aortenklappenverengung ergeben, denen eine Operation am offenen Herzen aufgrund ihres hohen Alters nicht zuzumuten ist. Verlässliche Studiendaten zu den neuen Verfahren fehlen noch, sodass die Gründung eines Aortenklappen-Registers vorgesehen ist, wo alle Verfahren des Aortenklappenersatzes erfasst werden. Die Herzstiftung wird dabei aktiv mitarbeiten und die von den ärztlichen Fachgesellschaften gewonnenen Erkenntnisse an die Herzpatienten in verständlicher Form weitergeben.
Für herzkranke Kinder, Jugendliche und Erwachsene ist die Einrichtung einer Sozialberatung geplant. Die Stelle soll z. B. bei Anträgen für Rehabilitationsmaßnahmen oder Schwerbehindertenausweise, bei der Schulauswahl oder bei der Berufsvorbereitung/-wahl helfen.
Immer mehr Kinder und Jugendliche bewegen sich zu wenig, ernähren sich falsch und werden dicker. Die Herzstiftung will gegensteuern und in Schulprojekten für eine gesunde Lebensweise werben. Doch nicht nur Schülern, auch Berufstätigen wollen wir unter dem Motto „Herzgesund am Arbeitsplatz” zeigen wie man Herz-Kreislauf-Krankheiten vorbeugen kann.
Gemeinsam mit der Stiftung für Herzforschung unterstützt die Herzstiftung zurzeit 24 Forschungsprojekte mit patientennahen Fragestellungen. Für weitere hoffnungsvolle Forschungsvorhaben sollen Mittel bewilligt werden, sofern sie die strengen Vergabekriterien erfüllen und ausrei chend Fördergelder zur Verfügung stehen.
Der Rat der Herzstiftung findet immer häufiger in der Politik Gehör, weil wir für über 65.000 Mitglieder sprechen. In 2010 wollen wir unseren Einfluss bei den Gesetzgebungen zum Nichtraucherschutz, zur Lebensmittelkennzeichnung und zu den umstrittenen Medikamentenverordnungen geltend machen.
Eine wichtige Aufgabe des im Juni 2010 neu gewählten Vorstands wird es sein, die Satzung des Vereins den aktuellen Gegebenheiten und Vorgaben des Gemeinnützigkeitsrechts anzupassen. Die Mitgliederversammlung 2011 soll die neue Satzung verabschieden.
Am 20. Juni 2009 fand in Frankfurt am Main die jährliche Mitgliederversammlung statt. Anlässlich des 30-jährigen Jubiläums gab es ein Rahmenprogramm mit Festvorträgen und Musik. Prof. Dr. med. Dr. h.c. Berndt Lüderitz aus Bonn glänzte mit seinem Vortrag Das Herz in Kunst, Religion und Medizin, in dem er die Mitglieder mit wissenschaftlichen und kulturhistorischen Informationen zum Herzen vom Altertum bis zur Neuzeit kurzweilig unterhielt.
Vorstand und Geschäftsführung legten satzungsgemäß (§ 12.3) den Jahresbericht 2008 vor. Der Vorstand wurde auf der Mitgliederversammlung einstimmig entlastet.
Sehr ermutigend für die Arbeit der Herzstiftung ist die ständig steigende Mitgliederzahl – mit jährlich rund 5.000 Eintritten neuer Mitglieder. Als die Herzstiftung im Jahr 1979 von einer kleinen Gruppe engagierter Herzspezialisten gegründet wurde, hatte sie 160 Mitglieder gegenüber den jetzt mehr als 63.000.
Im Jahr 2009 sind der Deutschen Herzstiftung 5.826 neue Mitglieder beigetreten. Sie wurden über die Materialauslage in Kliniken, durch die Zeitschrift HERZ HEUTE, durch Seminare und Vorträge gewonnen, allein über die Homepage waren es 1.526 (26 %). Zum Jahresende 2009 hatte der Verein 63.763 Mitglieder, davon 1.681 Eltern herzkranker Kinder.
Die Mitglieder ermöglichen mit ihren Beiträgen (Mindestbeitrag € 36,- pro Jahr), Spenden und Zuwendungen, dass die Deutsche Herzstiftung Projekte und Aufklärungsaktionen durchführen kann. Darüber hinaus unterstützen sie die patientennahe Forschungsförderung auf dem Gebiet der Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Kooperationsmitgliedschaften
Wissenschaftlicher Beirat
Kuratorium
Das Ehrenamt nimmt in der Deutschen Herzstiftung eine zentrale Rolle ein. Neben der Koordination der bundesweiten Aufklärungskampagnen (Herzwochen) organisieren ehrenamtliche Mitarbeiter Herz-Seminare und Vorträge oder werben Mitglieder und Förderer. Die Beauftragten sind die Botschafter der Herzstiftung in allen Regionen Deutschlands. Insgesamt 110 Beauftragte (2008: 103) arbeiten ehrenamtlich über ganz Deutschland verteilt jeweils in ihrer Region für die Deutsche Herzstiftung. Dabei werden sie von rund 600 Helfern unterstützt. Gemäß der Satzung erhalten die ehrenamtlich Tätigen ihren Aufwand auf Nachweis erstattet.
Neue Beauftragte 2009: Maria Dahms, Koblenz – Brigitte Homburg-Fischer, Taunusstein – Thomas Kittel, Aschaffenburg – Wolfgang Lang, Heusenstamm – Günter Peters, Bad Krozingen – Wolfgang Sistig, Köln – Dr. Michael Zimmermann, Marienheide
Sprecher der Beauftragten ist seit 2006 Peter Zeuner aus Kassel. Er vertritt die Interessen der Beauftragten gegenüber dem Vorstand der Deutschen Herzstiftung. Die Jahrestagung der ehrenamtlichen Beauftragten fand am 20./ 21. Juni 2009 in Frankfurt am Main statt.
Selbsthilfegruppen: Die Deutsche Herzstiftung fördert und unterstützt 103 Selbsthilfegruppen (2008: 98), indem sie Ratsuchende informiert, welche Gruppen es in ihrer Nähe gibt, den entsprechenden Kontakt herstellt und praktische Hilfestellung zur Gründung leistet sowie organisatorische Unterstützung anbietet. Im Jahr 2009 haben sich in Bad Soden-Allendorf, Bonn, Heilbronn, Pforzheim, Wiesbaden und Düsseldorf neue Gruppen unter dem Dach der Deutschen Herzstiftung gegründet.
Alle zwei Jahre wird von der Herzstiftung ein Wochenendseminar für Gruppenleiter von Selbsthilfegruppen angeboten, das am 1. und 2. August 2009 in Frankfurt am Main stattfand. Unter Anleitung eines erfahrenen Gruppentrainers haben die Teilnehmer ihre Praxiserfahrungen austauschen können und neue Anregungen für ihre Arbeit in der Selbsthilfegruppe erhalten.
Kooperationen
Aufklärung, Information und Projekte
Herzwochen 2009: Das schwache Herz – unter diesem Motto stand die bundesweite Aufklärungskampagne der Deutschen Herzstiftung im November. Zusammen mit Vorstand und Wissenschaftlichem Beirat der Herzstiftung, Herzzentren, Kliniken, niedergelassenen Herzspezialisten, Krankenkassen, Gesundheitsämtern, Volkshochschulen und Betrieben gab es während der Herzwochen über 1.200 Veranstaltungen mit rund 3.000 Aktionspartnern. Ziel der Herzwochen war es, das Bewusstsein für die frühen Anzeichen einer Herzschwäche zu schärfen und die Menschen zu veranlassen, rechtzeitig zum Arzt zu gehen. Auch sollten Patienten Behandlungsmöglichkeiten aufgezeigt und zu einer aktiven Mitarbeit bei der Behandlung ermutigt werden.
Grundlage der Kampagne war die neue Broschüre „Das schwache Herz – Diagnose und Therapie der Herzinsuffizienz heute”, für die die Herzstiftung führende, auf diesem Gebiet forschende Herzspezialisten als Autoren gewinnen konnte. Sie informieren laienverständlich über den neuesten wissenschaftlichen Stand und geben Patienten wertvolle Ratschläge für den Umgang mit ihrer Krankheit im Alltag.
Ausgerufen von der World Heart Federation, der im September unter dem Motto „Work with Heart – Herzgesund am Arbeitsplatz” stand, gab die Herzstiftung herzgesunde Tipps heraus, die mehr als 700 Firmen an ihre Mitarbeiter verteilten. Darüber hinaus konnte sie mehrere große Unternehmen als Kooperationspartner gewinnen, um bei innerbetrieblichen Weltherztags-Veranstaltungen über die Herz-Kreislauf-Gesundheit am Arbeitsplatz aufzuklären.
Angesichts der rückläufigen Organspendezahlen hat die Deutsche Herzstiftung zusammen mit der Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie zum Tag der Organspende am 6. Juni dazu aufgerufen, sich für eine Organspende bereit zu erklären, einen Spenderausweis – erhältlich bei der Herzstiftung – auszufüllen und damit vielleicht eines Tages Leben zu retten.
HERZ HEUTE, die Zeitschrift der Deutschen Herzstiftung, erscheint vierteljährlich in einer Auflage von 150.000 Exemplaren. Ziel der Berichterstattung ist es, über die aktuellen Entwicklungen in Medizin und Forschung auf dem Gebiet der Herz-Kreislauf-Krankheiten zu informieren und kritisch zu begleiten. Im Mittelpunkt stehen die Patienten, die verständlich und umfassend informiert werden sollen. Ein wichtiges Anliegen ist es, eine Brücke zwischen Patient und Arzt zu schlagen. Die Artikel für die Zeitschrift werden von ausgewählten Experten geschrieben, überwiegend Kardiologen und Herzchirurgen, aber auch Internisten und Psychotherapeuten.
Im Jahr 2009 standen folgende Themen im Mittelpunkt:
- Schaufensterkrankheit: häufig unterschätzt, schnell zu diagnostizieren
- Herzinfarkttest für Patienten?
- Seelische Probleme bei chronischer Herzschwäche
- Wiederbelebung: ganz einfach
- Das schwache Herz: die Ursachen behandeln
- Wenn die Luft plötzlich knapp wird: Lungenembolie
- Der große Cholesterinschwindel?
- Wenn das Herz plötzlich schlapp macht: akute Herzschwäche
- Die Ampel zeigt grün: Worauf es bei der Kennzeichnung von Lebensmitteln ankommt
- Ausdauertraining verlangsamt den Alterungsprozess
- Ein neues Medikament gegen Herzrhythmusstörungen: Dronedaron
- Herztöne – Musik und Gesundheit
- Was ist chronische Herzschwäche?
Die Ausgaben von HERZ HEUTE beinhalten auch fest eingerichtete Rubriken. In der Rubrik Sprechstunde: Patienten fragen – Ärzte antworten können sich die Mitglieder der Herzstiftung mit Fragen und Problemen an die Experten wenden. Die Fragen, die für viele Leser interessant sind, werden in der Zeitschrift veröffentlicht.
Die Rubrik Blickpunkt: Neues aus der Medizin fasst neue Forschungsergebnisse aus nationalen und internationalen Fachzeitschriften zusammen, die für Patienten von Bedeutung sind. HERZ HEUTE ist unabhängig, deshalb werden keine Anzeigen veröffentlicht.
HERZBLATT, die Zeitschrift für Eltern herzkranker Kinder und für Jugendliche und junge Erwachsene mit angeborenem Herzfehler, erscheint alle drei Monate mit einer Auflage von 5.000 Exemplaren. Darin berichten Kinderkardiologen und Herzchirurgen über angeborene Herzfehler und deren Behandlungsmöglichkeiten sowie über neue Diagnoseverfahren.
Im Mittelpunkt der Berichterstattung von HERZBLATT standen folgende Themen:
- Kammerscheidewanddefekt
- Herzklappenwechsel ohne Operation und Narkose
- Beratung vor der Geburt
- Wenn beim werdenden Kind ein angeborener Herzfehler diagnostiziert wird
- Berufswahl und Berufsfindung
Im Jahr 2009 hat die Deutsche Herzstiftung 1.694 Anfragen mit der Bitte um medizinischen Rat erhalten. In all diesen Fällen haben die Experten des Wissenschaftlichen Beirats den Patienten geholfen, ihre Krankheit besser zu bewältigen, auf Eingriffe oder Operationen besser vorbereitet zu sein und mit Nebenwirkungen von Medikamenten besser umzugehen. Auch die telefonische Sprechstunde der Deutschen Herzstiftung, die zweimal im Monat stattfindet, wurde von 1.715 Anrufern genutzt.
Herz-Seminare, Vorträge und Gesundheitstage
Im Jahr 2009 erhielt die Deutsche Herzstiftung rund 45.000 Anfragen, die von Interessierten an den Informationsdienst mit der Bitte um Zusendung von Materialien gerichtet worden waren, dabei wurden etwa 180.000 Artikel verschickt. Zusätzlich fordern Mitglieder und Spender die Informationsschriften der Deutschen Herzstiftung an.
Besonders gefragt waren im Berichtsjahr der neue Blutdruckpass, der kostenlos bestellt werden konnte.
Anlässlich der Aufklärungskampagne „Herzwochen” wurden mehr als 22.000 Broschüren „Das schwache Herz – Diagnose und Therapie der Herzinsuffizienz heute” an Einzelanforderer versendet.
Darüber hinaus erhielten Krankenhäuser, Reha-Zentren und Arztpraxen regelmäßig Informationsmaterial, das in Anmelde-, Warte- und Besucherbereichen zur Weitergabe an Patienten auslag.
www.herzstiftung.de: Der Internetauftritt der Deutschen Herzstiftung stellt umfangreiche Informationen rund um das Thema Herzgesundheit zur Verfügung, die einfach und schnell abgerufen werden können. Das Internet nimmt an Bedeutung ständig zu. Deswegen aktualisiert und verbessert die Deutsche Herzstiftung regelmäßig ihre Seiten. Im Jahr 2009 konnten in Verbindung mit dem Newsletter 1.526 neue Mitglieder aus dem Online-Bereich der Deutschen Herzstiftung gewonnen werden. Das entspricht einem Anteil von rund 26 % der neu gewonnenen Mitglieder im Jahr 2009.
Rundbrief per Klick/Internet: Laienverständliche Informationen über neue Erkenntnisse zum Erhalt der Herzgesundheit, zur Vorbeugung von Herz-Erkrankungen und über deren Behandlungsmöglichkeiten bietet der monatlich erscheinende elektronische Newsletter der Deutschen Herzstiftung. Die medizinischen Informationen und der ausführliche Ratgeber- und Serviceteil werden mit den Experten aus dem Wissenschaftlichen Beirat abgestimmt. Im Jahr 2009 hatte der Newsletter 15.000 Abonnenten, 8.000 mehr als 2008.
Service für Ärzte: Das vielfältige Informationsangebot der Deutschen Herzstiftung richtet sich nicht nur an Patienten, sondern auch an Ärzte, das sie an ihre Patienten weitergeben können.
Die Deutsche Herzstiftung bietet zudem umfangreiche Unterstützung bei Vortragsveranstaltungen. Über die Angebote informiert www.herzstiftung.de in der Rubrik: Für Ärzte.
Jedes Jahr kommen in Deutschland etwa 6.000 Kinder mit einem Herzfehler zur Welt. Die Aufgabe der Kinderherzstiftung besteht vorrangig darin, den Informationsbedarf der betroffen Familien zu decken. Hierzu bietet die Kinderherzstiftung die Zeitschrift HERZBLATT sowie Sonderdrucke und Broschüren zu verschiedenen Themenschwerpunkten an. Darüber hinaus werden Arzt-Eltern-Seminare organisiert, Kontakte zu anderen Betroffenen vermittelt oder mit der ärztlichen Sprechstunde Expertenrat zur Verfügung gestellt.
Das Internetforum der Kinderherzstiftung, inzwischen seit vier Jahren online, wächst weiter. Im Jahr 2009 hat sich die Zahl der registrierten Teilnehmer verdoppelt. Ende Dezember nutzten über 926 Personen dieses Angebot. Kinder und Jugendliche mit angeborenem Herzfehler sind hier genauso zu finden, wie betroffene Eltern. Erfahrungen mit dem eigenen Herzfehler werden ebenso ausgetauscht wie Alltägliches, z. B. die Berufswahl oder Freizeitaktivitäten. Ratschläge, Anteilnahme und Zuspruch werden gegeben und Hilfe erfahren.
Kooperationen: Schon seit langem gibt es zwischen der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Kardiologie (DGPK) als assoziiertes Mitglied und der Kinderherzstiftung eine gute Zusammenarbeit. Innerhalb der DGPK arbeitet die Kinderherzstiftung in folgenden Arbeitsgruppen mit: AG EMAH (Erwachsene mit angeborenem Herzfehler); PSAG (Psycho-Soziale Belange).
Freizeitangebote: Für Kinder mit angeborenem Herzfehler bietet die Kinderherzstiftung Freizeiten an, die meist von Ärzten begleitet werden. Ziel der Freizeitangebote ist es, das Selbstvertrauen der Kinder zu fördern.
- Skifreizeit in Bad Hindelang vom 8.-14.3.2009
(14 Teilnehmer) - Familienfreizeit in Herbstein vom 21.-24.5.2009
(12 Familien, d.h. 21 Erwachsene, 24 Kinder) - Segeltörn auf der Ostsee vom 27.7.-5.8.2009
(14 Teilnehmer)
Seminare: Im Jahr 2009 wurden in Zusammenarbeit mit Kinderherzzentren und regionalen Elternvereinen Arzt-Eltern-Seminare in München und Freiburg durchgeführt. Zum ersten Mal gab es ein spezielles Angebot für Mütter herzkranker Kinder. Über ein verlängertes Wochenende trafen sich 15 Teilnehmerinnen und die Referentinnen Margit Hamer und Susanne Wöhrl zum Seminar „Abenteuer Mutter” in Laubach. Ziel war unter anderem der Erfahrungsaustausch, aber auch die aktive Erholung, um wieder Kraft für den Alltag aufzubauen. Da sehr viele Bewerbungen auf die begrenzten Plätze vorlagen, wird es auch im Jahr 2010 wieder ein Mütterseminar geben.
Selbsthilfegruppen: Die Kinderherzstiftung vermittelt den Kontakt zu regionalen Selbsthilfegruppen und Elternvereinigungen, unterstützt diese bei den verschiedensten Aktionen z. B. Informationsständen, Familienausflügen u.v.m.
www.kinder-herzstiftung.de: So lautet der Link zum neuen Internet-Auftritt der Kinderherzstiftung. Bislang waren die Seiten der Kinderherzstiftung ein Unterpunkt auf den Webseiten der Deutschen Herzstiftung. Mit dem neuen Angebot können sich Interessierte noch besser über Neuigkeiten auf dem Gebiet der angeborenen Herzfehler informieren. Einen prominenten Platz hat auch das Online-Forum erhalten, das in Deutschland mittlerweile zu einem der größten Internet-Treffpunkte für angeborene Herzfehler angewachsen ist und von Eltern oder Jugendlichen intensiv zum Austausch von Tipps und Informationen genutzt wird.
Darüber hinaus wurde großer Wert auf Barrierefreiheit und einen klaren und selbsterklärenden Aufbau gelegt. Zudem ist uns wichtig, die Inhalte in leicht verständlicher Sprache zu halten.
Am Tag des herzkranken Kindes am 5. Mai hat die Deutsche Herzstiftung über angeborene Herzfehler, die bereits vor der Geburt entdeckt werden, informiert. Die Pressetexte wurden in zwei Versionen veröffentlicht, einmal für die medizinische Fachpresse und zum andern für Publikumszeitschriften und Tageszeitungen. Die frühe Entdeckung angeborener Herzfehler ermöglicht oft eine besser planbare und damit optimale Therapie. Denn Neugeborenenmedizin, Kinderkardiologie und Kinderherzchirurgie haben sich in den vergangenen Jahren erheblich weiterentwickelt.
Projektförderung
Die Deutsche Herzstiftung unterstützt patientenorientierte Projekte auf dem Gebiet der Herz-Kreislauf-Erkrankungen im Erwachsenen- und Kindesalter. Die Anträge werden in der Regel zunächst durch den Wissenschaftlichen Beirat begutachtet. Aufgrund der Gutachterempfehlungen entscheidet der Vorstand über die Förderung. Die Antragsteller verpflichten sich, einen Abschlussbericht, je nach Dauer des Projekts einen Zwischenbericht sowie eine Kostenkalkulation vorzulegen. Darüber hinaus müssen die Ergebnisse der Förderprojekte in die Aufklärungsarbeit der Deutschen Herzstiftung einfließen können.
Kampf dem Herzinfarkt in der Oberpfalz: Zwar wurden bei der Akutversorgung von Herzinfarktpatienten in den letzten Jahren beachtliche Erfolge erzielt: die Sterblichkeit ist in einigen Regionen Deutschlands deutlich zurückgegangen – auch durch die Aufklärungsarbeit der Deutschen Herzstiftung, aber auch durch die Einrichtung sogenannter Herzinfarktnetze. In einigen ländlichen Regionen scheint die Sterblichkeit dagegen nur langsam zurückzugehen. Deshalb unterstützt die Herzstiftung das Weidener HerzInfarkt-Netz zur optimierten Versorgung von Herzerkrankungen in der Oberpfalz (WHIN). Das Projekt unter der Leitung von Prof. Dr. Robert H. G. Schwinger, Chefarzt der Med. Klinik II am Klinikum in Weiden wird im Rahmen der Bevölkerungsaufklärung über Herzinfarktsymptome aktiv von der Herzstiftung begleitet. Auch hier ist das Ziel, eine deutliche Verkürzung der Prähospitalzeit und eine Senkung der Herzinfarktsterblichkeit zu erreichen.
Förderbetrag: € 10.000,-
Aortendissektion – Daran denken kann Leben schenken: Wenn Patienten über plötzliche, starke und schneidende Schmerzen in Brustkorb oder Rücken klagen, denken viele an Herzinfarkt, die allerwenigsten jedoch an eine Aortendissektion – eine Längsspaltung der Aortenwand. Dies gilt sowohl für die Betroffenen selbst, aber auch viel zu oft noch für Ärzte. Dabei ist die Aortendissektion ein lebensbedrohlicher Zustand und muss unter Umständen sofort operiert werden. Unter Leitung von Prof. Dr. Hans-H. Sievers, Klinik für Herz- und thorakale Gefäßchirurgie, hat das Universitätsklinikum Lübeck eine Aufklärungsaktion bei niedergelassenen Ärzten gestartet, in der Ärzte und Laien gleichermaßen für die Erkrankung sensibilisiert werden sollen.
Förderbetrag: € 10.000,–
Detmold erhält Brustschmerzambulanz: Die Deutsche Herzstiftung unterstützt die Einrichtung von Brustschmerzambulanzen, weil sie dazu beitragen können, dass Betroffene bei unklaren Beschwerden, die auf einen Herzinfarkt hindeuten, sich schneller in ärztliche Behandlung begeben. Eine Spende von Paul Gauselmann, die von Hans-Dietrich und Barbara Genscher, Schirmherrin der Deutschen Herzstiftung, vermittelt wurde, konnte dazu beitragen, dass auch am Klinikum Detmold eine Brustschmerzambulanz am Klinikum Detmold (Prof. Dr. Ulrich Tebbe) eingerichtet wurde. Paul Gauselmann, Mitglied der Deutschen Herzstiftung, leitet die Gauselmann-Gruppe, die an ihren Standorten in Espelkamp und Lübbecke (Kreis Minden-Lübbecke) Spiel- und Münzautomaten entwickelt und vertreibt.
Förderbetrag: € 20.000,–
Tele-ECG-Card: Um Patienten mit Herzrhythmusstörungen besser überwachen und zielgerichteter behandeln zu können, wird zunehmend auch die Telemedizin eingesetzt. Zum Beispiel können Betroffene, wenn sie Herzrasen oder unklare Herzrhythmusstörungen im häuslichen Alltag spüren, mit Hilfe eines speziellen „Heim-Diagnosegerätes” (Tele-ECG-Card) ein EGK ihres Herzens aufzeichnen. Das scheckkartengroße Gerät speichert die EKGs, die wiederum mit einem speziellen Mobil- oder Festnetztelefon an den Arzt gesendet werden. In Zusammenarbeit mit der Deutschen Herzstiftung will die Med. Klinik II des Marienhospitals Herne jetzt herausfinden, welche Bedeutung das Tele-EKG-Gerät tatsächlich für die Diagnostik von Patienten mit unklaren Herzrhythmusstörungen hat.
Förderbetrag: € 10.000,–
Frauen und kardiovaskuläre Erkrankungen: Unterstützung eines interdisziplinären Symposiums, ausgerichtet von Prof. Dr. Ursula Härtel am Humanwissenschaftlichen Zentrum der Ludwig-Maximilians-Universität München. Förderbetrag: € 1.500,–
Nationale Qualitätssicherung der Behandlung von Patienten mit angeborenen Herz fehlern (Anschlussförderung): Die Vorarbeiten für eine Nationale Qualitätssicherung der Behandlung von Patienten mit angeborenen Herz fehlern gingen 2009 in ihre entscheidende Phase. Der Vorstand hat weitere Fördermittel zur Verfügung gestellt, je zur Hälfte für die Deutsche Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG) und die Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Kardiologie (DGPK).
Förderbetrag: € 10.000,–
Hamburger Herz- und Schlaganfalltag: Eine Bevölkerungsaufklärung im Zusammenhang mit dem Projekt „Hamburg gegen den Herzinfarkt”.
Förderbetrag: € 2.500,–
Erste-Hilfe-Unterweisung mit HLW in Berliner Grundschulen: Die Kooperation mit dem Deutschen Roten Kreuz Berlin läuft seit 2007/08. Bisher wurden € 30.000 pro Jahr zur Verfügung gestellt. 2009 fanden 426 Unterweisungen mit insgesamt 9.787 Kindern statt. Aufgrund des von den Gutachtern positiv bewerteten Abschlussberichts hat der Vorstand beschlossen, das wissenschaftlich begleitete Projekt für ein weiteres Jahr zu fördern.
Förderbetrag: € 30.000,–
Reittherapie für herzkranke Kinder: Die Deutsche Herzstiftung fördert eine wissenschaftliche Studie, die die Wirkung von therapeutischem Reiten bei Kindern mit angeborenem Herzfehler untersucht, durchgeführt von Dr. Stefan Bernitzki und Frau PD Dr. Sabine Schickendantz, Universität Köln in Zusammenarbeit mit der Deutschen Sporthochschule Köln. Die Mittel werden aus den Erlösen des „Gerd-Killian-Fonds” zur Verfügung gestellt.
Förderbetrag: € 24.000,–
Gesundheitsförderung im Betrieb: Mit dem Ziel Belegschaftsangehörige mit Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen früher zu erkennen und anhand einer speziellen Betreuung besser vor Herzkrankheiten zu schützen, wurde ein neues Projekt im Werk Wesseling gestartet. Unter der Leitung von Prof. Helmut Gohlke (Herzzentrum Bad Krozingen) und Dr. Rolf Breitstadt (Medical Director Gesundheitsschutz bei Evonik-Degussa Industries, Frankfurt/M.) werden mit Hilfe des speziell erarbeiteten Computer-Programms CHARISSMA Querschnittsuntersuchungen bei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern durchgeführt. Die Deutsche Herzstiftung leistet eine Anschubfinanzierung.
Förderbetrag: € 8.000,–
Mittelmeerküche: Weiter ausgebaut werden konnte das seit 2005 laufende Projekt „Einführung der traditionellen Mittelmeerküche für Patienten und Mitarbeiter in Kliniken und Betrieben”.
Unter den mittlerweile über 40 Einrichtungen, die 2009 das Konzept der Mittelmeerküche einführten, ist das Klinikum Landshut, das am 1. November 2009 in Zusammenarbeit mit der Deutschen Herzstiftung die mediterrane Küche für Patienten anbietet.
Projektkosten: € 42.200,–
Skipping Hearts – Seilspringen in Schulen ist ein Präventionsprojekt der Deutschen Herzstiftung an dem seit dem Start in 2006 etwa 700 Schulklassen teilnahmen. Zur Zeit wird Skipping Hearts in Rheinland-Pfalz (280 Kurse), Hessen (377), Baden-Württemberg (63) und Teilen von Berlin (3) angeboten. Weitere Bundesländer sollen folgen. Auch der zweite Teil des Projektes, „Skipping Hearts Champion”, gewinnt an Bedeutung. Interessierte Schulen erhalten kostenfrei ein umfangreiches Materialpaket und verpflichten sich als Gegenleistung dazu, die von der Herzstiftung ausgearbeiteten Unterrichtsstunden durchzuführen. Am Ende dieser Trainingsreihe steht ein kleiner Abschlusswettkampf, den die Kinder in Dreiergruppen durchführen.
Förderbetrag: € 83.000,–
Be smart – don´t start ist das wahrscheinlich größte Raucher-Präventionsprojekt an Schulen, an dem im Schuljahr 2008/09 insgesamt 11.103 Klassen mit rund 280.000 Schülerinnen und Schülern teilnahmen. Für die Dauer des Schuljahres verpflichteten sich die Schulklassen nicht zu rauchen. Die 7.148 erfolgreichen Klassen nahmen an einer Verlosung teil und konnten so wertvolle Preise gewinnen.
Förderbetrag: € 20.000,–
Rauchzeichen: Der Einstieg in die „Raucherkarriere” beginnt in weiterführenden Schulen in der Regel nach dem 12. Lebensjahr. In diesem Alter kann Prävention wirksam sein. Wenn die Schülerinnen und Schüler in der Schule durch Ärzte von außen angesprochen werden, hat das einen besonderen Effekt.
Auf Initiative von Prof. Dr. Martin Kaltenbach, hat die Deutsche Herzstiftung ein Programm entwickelt, mit dessen Hilfe die Schüler vom Rauchen abgehalten werden sollen. Das Projekt ist vorerst auf das Rhein-Main Gebiet beschränkt.
Projektkosten: € 80.000,–
Forschungsförderung
Die Deutsche Herzstiftung fördert gemeinsam mit der Deutschen Stiftung für Herzforschung (DSHF) klinische Forschung und Grundlagenforschung auf dem Gebiet der Vorbeugung, der Diagnostik, der Therapie und der Nachbehandlung von Herz- und Kreislauf-Erkrankungen unter besonderer Berücksichtigung patientenbezogener Fragestellungen. Dank der Unterstützung von Mitgliedern und Spendern konnten im Jahr 2009 Stipendien, Wissenschaftspreise und Forschungsprojekte mit einem Gesamtvolumen von rund € 1,25 Mio. gefördert werden:
Seit 1985 vergibt die Deutsche Herzstiftung einen Förderpreis an junge Wissenschaftler. Ausgezeichnet wird eine wissenschaftliche Arbeit auf dem Gebiet der Herz-Kreislauf-Erkrankungen, bevorzugt aus einem patientennahen Forschungsbereich. Seit zwölf Jahren wird diese mit € 10.000,- dotierte Auszeichnung durch das Ehepaar Ursula und Wilhelm P. Winterstein aus Hanau gestiftet, die ab 2002 nach ihrem Stifter Wilhelm P. Winterstein benannt ist.
Für den Wilhelm P. Winterstein-Preis 2009 wurden 16 Arbeiten eingereicht und anonymisiert an die Gutachter des Wissenschaftlichen Beirats der Deutschen Stiftung für Herzforschung zur B€teilung weiter gegeben. Die Arbeit mit der höchsten Punktzahl wurde vom Vorstand ausgezeichnet und im Rahmen der Mitgliederversammlung in Frankfurt am Main verliehen.
2009 ging der Wilhelm P. Winterstein- Preis an Dr. med. Frank Edelmann von der Klinik für Innere Medizin der Universität Göttingen für die Arbeit Exercise training improves diastolic function and exercise capacity in patients with diastolic heart failure – Results of the Exercise training in Diastolic Heart Failure (Ex-DHF) Study (Verbessert körperliches Training die Belastbarkeit und Lebensqualität von Patienten mit diastolischer Herzschwäche?).
Der 2. Platz – dotiert mit € 3.000,– ging an Dr. med. Hans Diogenes Theiss und Dr. med. Marc-Michael Zaruba, Klinikum Großhadern, Med. Klinik und Poliklinik I, München, für ihre Arbeit: „Synergistic action of CD26/DPP-IV inhibition and G-CSF enhances homing of stem cells and improves ventricular function after acute myocardial infarction”.
Wilhelm P. Winterstein-Preisträger 1985 – 2009
Die Deutsche Herzstiftung vergibt Stipendien vornehmlich an junge Ärzte, die sich der Grundlagenforschung oder der klinischen Forschung auf dem Gebiet der Herz-Kreislauf-Erkrankungen widmen.
Um die Forschung zu stärken, wurde im Jahr 2009 die Dotierung angehoben. Das Stipendium ist mit monatlich € 2.455,– in Deutschland und €opa dotiert, außer€opäisch mit € 3.700,–. Die Laufzeit des Stipendiums beträgt in der Regel ein Jahr, in begründeten Fällen ist eine Verlängerung möglich. Die Richtlinien zur Vergabe von Stipendien stehen auf der Homepage der Deutschen Herzstiftung. Über die Vergabe eines Stipendiums entscheidet der Vorstand auf Antrag sowie auf der Grundlage zweier Fachgutachten und der Empfehlung des Wissenschaftlichen Beirats der Deutschen Stiftung für Herzforschung. Die Deutsche Herzstiftung genehmigte 2009 vier Anträge auf Jahresstipendien und einen Antrag auf Verlängerung des Stipendiums.
Stipendiaten 2009
Die Deutsche Herzstiftung e.V. vergibt seit dem Jahr 2009 Jahresstipendien für medizinische Doktoranden. Das Kaltenbach-Doktoranden-Stipendium ist nach Prof. Dr. Martin Kaltenbach benannt, Mitbegründer der Deutschen Herzstiftung und heute Ehrenmitglied im Vorstand. Mit dem Stipendium sollen Arbeiten der klinischen Forschung auf dem Gebiet der Herz-Kreislauf-Erkrankungen gefördert werden. Es soll dazu dienen, dass Doktoranden, die auf einen Zusatzverdienst angewiesen sind, sich auf ihre wissenschaftliche Arbeit konzentrieren können. Die Förderung beträgt € 500,– pro Monat und hat eine Laufzeit von einem Jahr.
Ziel der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Deutschen Herzstiftung ist es, die Bevölkerung unabhängig, seriös, kompetent und nach neuestem Wissensstand über Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu informieren. Hierzu gibt die Deutsche Herzstiftung in enger Zusammenarbeit mit den Experten des Wissenschaftlichen Beirats medizinische Informationen heraus, die laienverständlich aufbereitet sind und zudem praktische Empfehlungen für einen gesunden Lebensstil enthalten. Journalisten von Nachrichtenagenturen, in TV-, Hörfunk und Printredaktionen wenden sich regelmäßig an die Pressestelle mit der Bitte um Vermittlung von Herzspezialisten, um eine unabhängige Einschätzung zu Veröffentlichungen über neue Behandlungsmethoden zu erhalten. Darüber hinaus nimmt die Deutsche Herzstiftung zu gesundheitspolitischen Themen Stellung, um die Interessen der Herzpatienten wahrzunehmen. Der Pressedienst versorgt rund 1.000 Redaktionen und Medienvertreter in Deutschland mit Presseverlautbarungen. Im Internet ist die Herzstiftung unter www.herzstiftung.de mit einer umfangreichen, ständig aktualisierten Website vertreten. Zahlreiche Informationen und Bildmaterial sind für Medienvertreter frei zugänglich.
Im Jahr 2009 wurden insgesamt 26 Pressemeldungen unter Mitarbeit von Experten aus Vorstand und Wissenschaftlichem Beirat herausgegeben.
Die Gesundheitsmagazine der öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten berichteten über die Aufklärungsaktion und informierten über Ursachen, Erkennung und Behandlung der Herzschwäche. Fernsehen und Hörfunk strahlten 56 Sendungen zum Thema aus und erreichten über 13 Millionen Zuschauer/Hörer. Tageszeitungen und Zeitschriften informierten ihre Leser in zahlreichen Artikeln und veranstalteten Telefonaktionen mit Experten aus dem Wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Herzstiftung. Die Pressetexte der Herzwochen erreichten Abdrucke von mehr als 41,1 Millionen.
Die Deutsche Herzstiftung hat 2009 drei Journalisten für ihre hervorragende Berichterstattung über Herz-Kreislauf-Krankheiten geehrt: Esther Goldberg, Thüringer Allgemeine, Barbara Krahwinkel, Hessischer Rundfunk, und Carl-Friedrich Theill, Zeitschrift test, wurden für ihre sachlichen und kompetenten Beiträge über aktuelle Entwicklungen in Medizin und Gesundheit ausgezeichnet, wobei immer der persönliche Nutzen für den Menschen im Vordergrund stand.
Die Deutsche Herzstiftung dankt allen Journalisten, die über Herz- Kreislauf-Erkrankungen sowie über deren Vorsorge, Erkennung und Behandlung berichtet haben. Ihre kompetente und sachliche Berichterstattung hat vielen Menschen geholfen und zum Erfolg der Deutschen Herzstiftung beigetragen.
Zur Aufklärung der Bevölkerung über Herz-Kreislauf-Krankheiten setzt die Deutsche Herzstiftung auch so genannte Füll-Anzeigen ein, die von Zeitungs- und Zeitschriften-Verlagen kostenfrei abgedruckt werden.
Die Deutsche Herzstiftung konnte 2009 kostenfreie „Adwords-Anzeigen” auf www.google. de schalten und damit im Internet werben. Adwords sind kurze Textanzeigen, die bei Eingabe eines Suchwortes entweder rechts neben den Suchergebnissen erscheinen oder auch über den Ergebnissen eingeblendet werden.
Gesundheitspolitische Stellungnahmen der Deutschen Herzstiftung gab es im Jahr 2009 unter anderem zu den Themen Nichtraucherschutz und Lebensmittelkennzeichnung.
So unterstützte die Herzstiftung das Volksbegehren zum Nichtraucherschutzgesetz in Bayern (unter Beteiligung von Prof. Dr. Werner G. Daniel) und wandte sich gegen Pläne der hessischen Landesregierung, den Nichtraucherschutz in Hessen wieder zu lockern. Stattdessen forderte die Deutsche Herzstiftung einen konsequenten Nichtraucherschutz ohne Ausnahmen.
Die Deutsche Herzstiftung fordert die Ampel-Kennzeichnung für Lebensmittel. Menschen, die ihre Lebensmittel gesundheitsbewusst auswählen, können ihr Risiko für Herz-Kreislauf- und andere Krankheiten wie Diabetes und Übergewicht deutlich senken. Beim Ampel-Modell – das zum Beispiel in Großbritannien bereits auf freiwilliger Basis etabliert ist – stehen die Farben Rot, Gelb und Grün für einen hohen, mittleren und niedrigen Gehalt an Fett, gesättigten Fettsäuren, Zucker und Salz.
Die Arbeit der Deutschen Herzstiftung wird von den vielen Mitgliedern, Spendern und Förderern getragen. Dank ihrer vielfältigen Unterstützung können die in § 2 der Satzung verankerten Aufgaben und Ziele des gemeinnützigen Ve reins umgesetzt werden. Beispiele für Spenden, Benefiz und Zuwendungen:
Herz-Lauf: Der Abbott Vascular Herz-Lauf – eine Initiative der DGK und Abbott Vascular Deutschland GmbH – fand erneut 2009 im Rahmen der 75. Jahrestagung der DGK in Mannheim statt. Die Spendensumme ist für das Seilspringprojekt in Grundschulen der Deutschen Herzstiftung bestimmt.
Erlös: € 7.500,–
Tischkicker-Turnier: Anlässlich der Jahrestagung der DGK führte das Institut für klinisch- kardiovaskuläre Forschung (IKKF) am Messestand ein Tischbußball-Turnier für die DHS durch.
Ergebnis: € 3.060,–
Benefizkonzert: Anlässlich des 30-jährigen Bestehens der Deutschen Herzstiftung fand in der Münsterbasilika Bonn ein Orgelkonzert von Prof. Dr. Hans-Joachim Trappe, Vorstandsmitglied und renommierter Organist, zugunsten der Herzstiftung statt. Ehrengast des Konzerts war Barbara Genscher, Schirmherrin der Deutschen Herzstiftung.
Preisgeld gespendet: Für seinen Beitrag zum Fall der Berliner Mauer erhielt der ehemalige Außenminister Hans-Dietrich Genscher den Johann-Heinrich-Voß-Preis. Dieser wird von der Stadt Ottendorf, Landkreis Cuxhaven, alle drei Jahre bedeutenden Persönlichkeiten verliehen, die sich für humanitäre Ziele eingesetzt haben. Das damit verbundene Preisgeld von € 10.000,- hat Hans-Dietrich Genscher der Deutschen Herzstiftung gespendet.
Kinder- und Jugendprunksitzung in Ramstein- Miesenbach zu der Barbara Genscher eingeladen war und bei der Karnevalsvereine die Kinderherzstiftung unterstützten.
Ergebnis: € 3.060,–
Nikolaus-Gala: Seit einem Vierteljahrhundert setzt sich Charlotte Feindt für wohltätige Zwecke ein. Auch die Deutsche Herzstiftung gehört zum Kreis der Organisationen, für die die gebürtige Berlinerin Spenden sammelt.
Am 12. Dezember 2009 lud Charlotte Feindt zu ihrer traditionellen Nikolaus-Gala in das Intercontinental Hotel Köln ein.
Erlös: € 14.000,–
Tele2: Jeder Schritt ist Herzenssache: Rund 50 Läufer waren in Düsseldorf beim beliebten Kö-Lauf für die Deutsche Herzstiftung am Start. Ausgestattet mit Schrittzählern, hatte sich das TELE2-Team und Hobbysportler aus Düsseldorf und Umgebung, auf die „Jedermann-Strecke” über 4 km begeben. Dabei war jeder Schritt bares Geld wert: Pro zurückgelegtem Schritt spendete TELE2 fünf Cent.
Erlös: € 12.000,–
Einzelspende: Dank der großzügigen Spende einer Förderin aus Berlin (€ 25.000,-) ist es nun möglich, in Bad Salzuflen und in Berlin mehrere Elektroschockgeräte zu installieren, die von Ersthelfern bei Patienten mit Herz-Kreislaufstillstand eingesetzt werden können.
Von den Besten lernen: Im Juni veranstaltete die Deutsche Post DHL in Bad Neuenahr-Ahrweiler ein Golfturnier mit einer Tombola zugunsten der Deutschen Herzstiftung. Zu Gast waren auch Barbara und Hans- Dietrich Genscher.
Erlös € 10.000,–
Herzbilder zugunsten der Kinderherzstiftung versteigert: Anlässlich der Feier zum einjährigen Bestehen des CCB HERZWERKs in Frankfurt am Main versteigerte das auf kardiologisches Training spezialisierte Fitnessstudio Bilder zugunsten der Kinderherzstiftung. Höhepunkt der Veranstaltung war die Versteigerung von Bildern, die von Kindern in der Kinderbetreuung des Fitnessstudios gemalt wurden.
Erlös: € 850,–
Spendenbarometer: Um das Hilfsangebot der Kinderherzstiftung weiter zu verbessern, war die Weihnachtsspenden-Aktion 2009 auf www.herzstiftung.de für die Arbeit der Kinderherzstiftung bestimmt. Viele Menschen haben ihre Hilfsbereitschaft gezeigt, oft begleitet von kleinen Botschaften an die große Gemeinschaft der Herzstiftung. Die Deutsche Herzstiftung dankt allen, die sich an der Weihnachtsaktion beteiligt haben – ganz besonders einem Spender aus München für die größte Einzelspende über € 20.000,–.
Santa-Verlag: Der Santa-Verlag mit Sitz in Herrenberg bei Tübingen hat die Deutsche Herzstiftung auch im Jahr 2009 wieder vorbildlich unterstützt. Unter der Leitung von Michael Preuninger hat der Verlag Weihnachtskarten und Geschenkartikel vertrieben.
Erlös: € 47.453,–
Herz gezeigt: Prof. Dipl.-Ing. Hans Helmut Schetter, Vorstandsmitglied der Bilfinger Berger AG in Mannheim, hat aus Anlass seines 60. Geburtstages auf Geschenke verzichtet und zu Spenden für die Herzstiftung aufgerufen.
Erlös: € 34.000,–
Anlass-Spenden: Es gibt zahlreiche Anlässe zum Feiern, beispielsweise Geburtstage, Hochzeiten, Jubiläen, Familienfeste oder besondere Anlässe in Unternehmen. Anstelle von Geschenken haben 2009 viele Menschen um Spenden zugunsten der Deutschen Herzstiftung gebeten:
- 121 Geburtstage
- 15 Hochzeitsjubiläen
- 4 Abschiede aus dem Berufsleben
- 252 Trauerfälle mit Kondolenzspenden
Bußgelder: Als gemeinnütziger Verein ist die Deutsche Herzstiftung berechtigt, Geldauflagen aus Gerichtsverfahren zu erhalten. 85 Zuweisungen gingen 2009 an die Herzstiftung.
Gesamterlös: € 67.230,90
Margarete Mohrmann Stiftungsfonds: Die Arbeit der Deutschen Herzstiftung kann auf vielfältige Weise unterstützt werden. Unter dem Dach der Haspa Hamburg Stiftung wurde der Margarete Mohrmann- Stiftungsfonds errichtet, der zum Ziel hat, aus den Fondserträgen die gemeinnützige Arbeit der Deutschen Herzstiftung zu fördern.
VSG Hanau spendet an die Herzstiftung: Seit 1978 bietet der VSG Hanau neben Wassergymnastik, Gelenksport und Kegeln auch die Teilnahme an einer Herzsportgruppe an. Als Dank für die langjährige ärztliche Betreuung durch Prof. Hans-Jürgen Becker hat die VSG nun eine Spende übergeben. Walter Imgram, 1. Vorsitzender der VSG, konnte zudem die feierliche Ernennung Prof. Beckers zum Ehrenmitglied der VSG verkünden.
Orgel-CD: Prof. Trappe hat eine neue CD „Weihnachtliche Musik aus dem Hohen Dom zu Passau” für die Deutsche Herzstiftung herausgebracht. Die Auflage von 5.000 Exemplaren war bereits Ende Dezember 2009 vergriffen .
Erlös: € 55.750,–
Die traditionelle Mittelmeerküche ist besonders gut geeignet, um das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu senken. Gemeinsam mit Chefkoch Gerald Wüchner hat die Deutsche Herzstiftung das Koch- und Ernährungsbuch „Mediterrane Küche – eine Chance für die Zukunft” im Jahr 2009 in der 3. Auflage herausgegeben (Verkaufspreis € 20,- + Versand)
Verkaufserlös: € 170.000,–
Im Jahr 2009 erhielt die Herzstiftung € 1,6 Mio. aus Erbschaften und Vermächtnissen. Die Testamente der Erblasser legen die Verwendung des Nachlasses genau fest, beispielsweise zur Förderung der Aufklärung über Herzkrankheiten, zur Unterstützung der Forschung oder der Arbeit für herzkranke Kinder. Die Deutsche Herzsti ftung gedenkt in Dankbarkeit:
Dr. Liselotte Martha Armitage-Goldbeck, Brigitte D. Barrett, Ursula Bartusch, Werner Dahlkotter, Klaus A. Th. Demare, Hildegard A. Dickeler, Werner L. Fischer, Anneliese Gerstenberg, Rita Hesterberg, Elli Kohler, Ursula E. P. Lurf, Yvonne B. Roeseler, Elisabeth Schloz, Erna Wingeleit
Gerd Killian-Fonds: Nach dem frühen Tod ihres Sohnes Gerd Killian entschied sich Doris Killian, die Kinderherzstiftung der Deutschen Herzstiftung zur Alleinerbin einzusetzen. Die Erträgnisse aus dem Nachlass sollen nach dem Willen Doris Killians insbesondere zur Stärkung von Forschungsaktivitäten für Kinder mit angeborenem Herzfehler bestimmt sein. Die Deutsche Herzstiftung hat zu Ehren von Gerd Killian den „Gerd Killian-Fonds” eingerichtet, der 2009 seine Arbeit aufnehmen konnte. Im Berichtsjahr wurde die Erforschung der Wirkung von therapeutischem Reiten bei Kindern mit angeborenem Herzfehler mit € 24.000,– gefördert.
Die Beck'sche Stiftung mit Sitz in Berlin hat die Arbeit der Deutschen Herzstiftung erneut mit einer großzügigen Spende unterstützt. Dr. Clemens Beck, Neffe des im Jahre 2006 verstorbenen Stiftungsgründers Hans-Oskar Beck und Vorsitzender der Stiftung, stellte € 40.000,- für Projekte der Kinderherzstiftung bereit. Die Mittel kommen zu gleichen Teilen der Arbeit für herzkranke Kinder und Präventionsprogrammen im Kindes- und Jugendalter zugute. 2009 wurde die Förderung für die Erste-Hilfe-Ausbildung an Berliner Grundschulen, für Freizeitangebote für herzkranke Kinder, für das Projekt „Skipping Hearts” (Seilspringen für Kinder in Grundschulen) und für den Hilfsfonds der Kinderherzstiftung eingesetzt. Mit diesem Fonds ist es möglich, in Not geratenen Familien mit herzkranken Kindern unbürokratisch und schnell z.B. mit Fahrtkosten in die Klinik zu helfen.
Herbert und Gertrud Dietze-Stiftung: Unter dem Namen „Herbert und Gertrud Dietze-Stiftung” soll das Vermögen von Gertrud Dietze in der vollen Höhe von € 767.000,- erhalten bleiben. Das hat die Erblasserin in ihrem Testament verfügt. Aus den Erträgen des Vermögens sind Projekte zugunsten herzkranker Kinder zu finanzieren. Die Erträge 2009 sind für den Aufbau einer Sozialberatungsstelle bestimmt.
Die Deutsche Herzstiftung dankt allen Mitgliedern und Förderern für die großzügige Unterstützung im Jahr 2009.
Ausblick 2010
Viele Menschen sind von Herzrhythmusstörungen betroffen. Allein an Vorhofflimmern, der häufigsten Form von Herzrhythmusstörungen, leiden in Deutschland 1 Million Menschen. Viele dieser Patienten stehen unter einem erheblichen Leidensdruck. Noch mehr gilt das für die Patienten, die mit einem Defibrillator leben müssen. Für sie alle ist es wichtig, den heutigen Stand der Medizin zu kennen. Deshalb wird die Deutsche Herzstiftung in ihren Herzwochen 2010 bundesweit über Herzrhythmusstörungen aufklären und in Herz-Seminaren und Vorträgen sowie mit Gesundheitstagen und Medienberichterstattung eine breite Öffentlichkeit über neue Behandlungsmöglichkeiten und Diagnoseverfahren bei Herzrhythmusstörungen informieren.
Jeder dritte Mensch mit einem Herzinfarkt stirbt, bevor er die rettende Klinik erreicht. Deshalb führt die Deutsche Herzstiftung im Juni 2010 eine bundesweite Plakataktion und Medienkampagne mit dem Ziel durch, die Bevölkerung über die Notwendigkeit zu informieren, bei Verdacht auf Herzinfarkt umgehend die 112 zu alarmieren.
Im Mittelpunkt der Vereinsarbeit steht die Förderung der Prävention. Im Jahr 2010 wird die Deutsche Herzstiftung das Projekt Mittelmeerküche in Krankenhäusern, Betrieben und Senioreneinrichtungen weiterentwickeln und die betriebliche Gesundheitsförderung ausbauen. Beispielsweise werden Arbeitnehmer anlässlich des Weltherztags 2010 darüber informiert, was sie am Arbeitsplatz für ihre Herzgesundheit tun können. Darüber hinaus wird die Herzstiftung das Projekt „Bayerns fittestes Unternehmen” unterstützen, das in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Staatsministerium für Arbeit, Sozialordnung, Familie und Frauen durchgeführt wird. In diesem Projekt können Unternehmen an Bewegungsprogrammen teilnehmen sowie in Seminaren und Gesundheitstagen über den Abbau von Risikofaktoren von Herz-Kreislauf-Krankheiten informieren. Die Deutsche Herzstiftung wird das Volksbegehren zum Nichtraucherschutz in Bayern unterstützen und sich an einer Plakataktion und Medienkampagne beteiligen.



