Tübinger Forscher ausgezeichnet
Verleihung des Wilhelm P. Winterstein-Preis 2006

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Dr. med. Tobias Geisler dankte dem Ehepaar Winterstein für die Preisverleihung:

"Dieser Preis stellt für mich eine Motivation dar, meine Forschung im Bereich der Anti-Thrombose-Therapie bei kardiovaskulären Risikopatienten fortzuführen und zukünftig Patienten zu identifizieren, die vielleicht von einer optimierten und intensivierten Anti-Thrombose-Therapie profitieren können."

Traditionell wurde der Wilhelm P. Winterstein-Preis 2006 im Rahmen der Mitgliederversammlung verliehen. Prof. Dr. med. Hellmut Oelert, Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats der Deutschen Stiftung für Herzforschung, und die Stifter Ursula und Wilhelm P. Winterstein ehrten den diesjährigen Preisträger Dr. med. Tobias Geisler vom Klinikum der Universität Tübingen für seine ausgezeichnete Forschungsarbeit über die „Klinische Bedeutung der Clopidogrel-Resistenz“. Die Auszeichnung war mit 10.000 € dotiert.

Dr. Geisler fand heraus, dass sich bei fast acht Prozent der untersuchten Patienten eine Resistenz gegen Clopidogrel zeigte, was bedeutet, dass diese acht Prozent eben nicht vor einem thrombotischen Ereignis nach einer Stent-Implantation geschützt sind. Überdies hat die Untersuchung auch gezeigt, dass, je akuter der Patient erkrankt ist und je dringender er einen Stent benötigt, die Gefährdung bei einer Clopidogrel-Resistenz steigt.

Aufgrund der gewonnenen Erkenntnisse ist es zukünftig unumgänglich, den Patienten nicht nur auf die Resistenz gegen Aspirin sondern auch gegen Clopidogrel zu untersuchen. Nur so kann der Schutz der Patienten gewährleistet und gegebenenfalls eine alternative Antithrombozyten-Therapie vorgenommen werden.