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Aus der Sprechstunde der Deutschen Herzstiftung
„Kann ich mit Vitamintabletten mein Herzinfarkt-Risiko senken?”
Bislang 6 Kommentare zu diesem Beitrag (Stand: Freitag, 03.02.2012)
Vor einiger Zeit berichtete uns ein Herzpatient, dass er regelmäßig Vitaminpillen einnimmt und dafür im Laufe der Zeit auch schon viel Geld ausgegeben hat. Auf die Frage, ob Vitamintabletten tatsächlich von Nutzen sind, hatte er von verschiedener Seite immer wieder die Antwort bekommen: „Wenn Sie glauben, dass es Ihnen hilft, dann Ja …” Als er schließlich in der Zeitschrift der Deutschen Herzstiftung las, dass sich das Herzkreislaufrisiko mit Vitamintabletten aber gar nicht senken lässt, wurde er stutzig und wollte es genau wissen, bzw. fragte in unserer Sprechstunde nach, ob er die Einnahme von Vitamintabletten besser beenden soll.
Die Experten-Antwort:
Ihre Frage lässt sich einfach beantworten: Ja, Sie sollten den Kauf und Konsum der Vitamintabletten sofort einstellen. Im günstigsten Fall sind diese Pillen lediglich nutzlos, wobei es gute Hinweise gibt, dass Vitamine in Tablettenform sogar schädlich sein können.
Je nach Vitamin haben sich in wissenschaftlichen Studien z. B. eine erhöhte Tumorrate oder auch eine Verringerung des schützenden HDL-Cholesterins nachweisen lassen, das im Gegensatz zum LDL-Cholesterin landläufig auch als das „gute Cholesterin” bezeichnet wird, weil es das Cholesterin aus den Geweben wieder abtransportiert und daher nicht gesenkt werden sollte. Darüber hinaus belegen neuere Untersuchungen, dass antioxidative Vitamine auch einen Trainingseffekt durch körperliche Aktivität vermindern bzw. aufheben: Das allzu stressfreie Leben unter völliger antioxidativer Abschirmung ist also auch nicht das Ideale!
Vitamintabletten keineswegs unbedenklich
Renommierte Fachgesellschaften, wie etwa die American Heart Association und die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie, weisen daher heute in ihren Leitlinien klipp und klar darauf hin, dass von einer zusätzlichen Vitamineinnahme kein günstiger Effekt auf die Entwicklung einer koronaren Herzkrankheit zu erwarten ist. Insbesondere in höheren Dosierungen sollten Vitamintabletten keineswegs als unbedenklich angesehen werden.
Tipp: Statt viel Geld für Vitamintabletten auszugeben, ist es empfehlenswert, mehrmals täglich Obst und Gemüse zu essen (unter Berücksichtigung der Gesamtkalorienmenge). Auf diese Weise lässt sich der Vitaminbedarf des Menschen problemlos decken. Zudem gehört ein hoher Gemüse- und Obstanteil erwiesenermaßen zu den wichtigsten Bestandteilen einer gesundheitsfördernden Ernährung – ganz davon abgesehen, dass sich mit frischem Obst und Gemüse sehr gut schmeckende Gerichte auf den Tisch zaubern lassen, die für viel Abwechslung auf dem Speiseplan sorgen.
Autor: Prof. Dr. med. Helmut Gohlke, Mitglied im Vorstand der Herzstiftung und langjähriger Chefarzt der Abt. Klinische Kardiologie II im Herz-Zentrum Bad Krozingen. Zu seinen Schwerpunkten zählt insbesondere die Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. ➞ Weitere Expertenbeiträge von Professor Helmut Gohlke
(Redaktion: ebe)
Bislang 6 Kommentare zu diesem Beitrag
Prof. Helmut Schatz aus Bochum (26.01.2012): Vitamin D ist zur Zeit in aller Munde, auch zum Schutz vor Herzkreislauferkrankungen. Die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie hat sich am 25.1.2012 dazu geäußert (www.endokrinologie.net, "Presse" anklicken, dann "Presse-Infos" oder "Stellungnahmen"). Bisher haben Interventionsstudien im Unterschied zu Assoziations-, Observations- und epidemiologischen Studien keinen Schutzeffekt gezeigt. Die Ergebnisse der 2 großen prospektiven Studien VITAL (USA) und VIDAL (Großbritannien) mit höher dosiertem Vitamin D werden frühestens 2016 vorliegen.
Lothar Gardei aus Berlin (19.01.2012): Ihre Antwort hat mich überzeugt, so dass ich mir keine Vitamin-Pillen kaufen werde.
Linder aus Burscheid/Rheinland (10.01.2012): Ich weiß nicht, was ich von den Vitamintabletten halten soll. Ich ernähre mich ausschließlich gesund und treibe Sport zweimal die Woche.
Frank aus Düsseldorf (27.08.2011): Wie sieht es hingegen mit der Zufuhr von Vitamin D aus, welches u. a. Autoimmun- und Herz-Kreislauf-Erkrankung vermeiden kann? Deutschland gehört ja bekanntermaßen zu den Ländern, deren Bevölkerung chronisch Vitamin-D-unterversorgt ist. Viele neue Studien sowie die Empfehlungen der American Heart Association und der Deutschen Gesellschaft für Ernährung belegen ja inzwischen die positiven Effekte einer zusätzlichen Vitamin D-Zufuhr von bis zu 10.000 IE (oder 250 ng) täglich. Wie ist Ihre Meinung hierzu, vor allem bei Herzschwäche-Erkrankten?
Antwort der Deutschen Herzstiftung: Vielen Dank für Ihren Kommentar. Für Fragen zu diesem Thema können Sie am einfachsten die » Sprechstunde der Herzstiftung nutzen, da Nachfragen an dieser Stelle aus technischen Gründen nicht beantwortet werden können. Alles Gute und herzliche Grüße! Ihr Mitarbeiter-Team der Deutschen Herzstiftung
Annemarie aus Ichtershausen (23.04.2011): Stimmt es, dass die Tabletten, die bei Infarkten verabreicht werden, weitere Infarkte auslösen können?
Antwort der Deutschen Herzstiftung: Vielen Dank für Ihren Kommentar. Für Fragen zu diesem Thema können Sie am einfachsten die » Sprechstunde der Herzstiftung nutzen, da Nachfragen an dieser Stelle aus technischen Gründen nicht beantwortet werden können. Alles Gute und herzliche Grüße! Ihr Mitarbeiter-Team der Deutschen Herzstiftung
Leopold Faulmann aus Ruislip, London, England (16.02.2011): Kann Vitamin C helfen?
Antwort der Deutschen Herzstiftung: Vielen Dank für Ihren Kommentar. Für Fragen zu diesem Thema können Sie am einfachsten die » Sprechstunde der Herzstiftung nutzen, da Nachfragen an dieser Stelle aus technischen Gründen nicht beantwortet werden können. Alles Gute und herzliche Grüße! Ihr Mitarbeiter-Team der Deutschen Herzstiftung



