Aus der Sprechstunde der Deutschen Herzstiftung

„Schützen Salbei und Safran vor Herzinfarkten?”

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Die Sprechstunde für Mitglieder der Deutschen Herzstiftung hat in den letzten Wochen wieder großen Zulauf erhalten. Herausgepickt haben wir heute die Frage, ob Präparate mit Salbei und Safran tatsächlich einen Schutz vor Herzinfarkten bieten, wie in manch fragwürdiger Werbung behauptet wird.

Die Experten-Antwort:

"Zwar gibt es im Volksmund den Reim ‚Safran und Salbei putzen die Adern frei′, doch der Wahrheitsgehalt dieses Spruchs liegt um null Prozent. In der medizinischen Fachliteratur gibt es keine Studien, die ausreichend belegen, dass diese Gewürze vor Herzinfarkten oder Schlaganfällen schützen würden.″

Fazit: Die oft überteuerten Präparate mit Salbei und Safran sind nicht zum Schutz vor Gefäßerkrankungen zu empfehlen. Wer sich wirklich vor Herzinfarkten schützen möchte, sollte sein Geld lieber für neue Turnschuhe, gute Wanderschuhe, einen Hometrainer oder für andere sinnvolle Dinge ausgeben, mit denen man seine Gesundheit wissenschaftlich nachgewiesen schützen kann.

Professor Dr. med. Helmut Gohlke

Autor: Prof. Dr. med. Helmut Gohlke, Mitglied im Vorstand der Herzstiftung und emeritierter Chef­arzt der Abt. Klinische Kardiologie II im Herz-Zentrum Bad Krozingen. Zu seinen Schwer­punk­ten zählt insbesondere die Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. ➞ Weitere Experten-Beiträge von Professor Helmut Gohlke

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Bislang 5 Kommentare zu diesem Herzstiftungs-Beitrag

Iris aus Würselen (01.11.2016): Salbei ist sehr gut bei Halsentzündung und bei Entzündungen am Zahnfleisch.

Berthold-Heinrich G. (08.07.2015): Viele Stoffe sind doch nicht alle wissenschaftlich belegt, trotzdem wissen wir, dass viele Gewürze gesund sind. Man denke doch nur an Rosmarin. Die Pharmaindustrie würde doch kein Geld für Studien mit Gewürzen ausgeben. Mediziner kennen sich in dieser Ernährungssache gar nicht aus, sie predigen nur das hinunter, was in deren Fachbüchern steht.

Martin Trautes aus Dortmund (05.01.2013): Gut aufgeräumt mit angeblich alten Weisheiten.

Dr. Kellner aus Mühlhausen (30.04.2012): Klare Trennung zwischen laienhaft und Wissenschaftlichkeit.

Reinhard S. aus Uelzen (24.05.2011): Als Herzinfarktgeschädigter (Jahreswechsel 2010/2011) sage ich im Nachhinein: Begrenzen Sie die Risikofaktoren für einen Herzinfarkt bzw. schließen Sie diese möglichst völlig aus (Rauchen, Stress). Alles andere dient nicht wirklich Ihrem Herzen.

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