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Sprechstunden-Frage zu Nebenwirkungen von Metoprolol 50
Metoprolol: Bei Nebenwirkungen (Potenzprobleme u. Gewichtszunahme) auf anderen Betablocker wechseln?
Bislang 33 Kommentare zu diesem Beitrag (Stand: Dienstag, 15.05.2012)
Zu Betablockern gehen in der Sprechstunde der Herzstiftung immer wieder wichtige Fragen ein. Welche Möglichkeiten gibt es zum Beispiel, wenn es unter dem Betablocker Metoprolol 50 zu Nebenwirkungen wie etwa einer Gewichtszunahme oder Potenzproblemen kommt? Hier die Antwort, die Sie auch in HERZ HEUTE 1/2012 lesen können.
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Die Frage: „Nach einem schweren Herzinfarkt im Oktober 2010 habe ich mein Leben umgestellt (mehr Bewegung und gesunde Ernährung). Außerdem wurde ich mit Medikamenten behandelt, darunter 2x ½ Metoprolol 50.
Seither ist keine Verschlechterung eingetreten, aber ich habe 5 kg zugenommen, und es sind zunehmend Potenzprobleme aufgetreten. Dabei steht Metoprolol unter Verdacht. Frage: Ist es eventuell sinnvoll, Metoprolol durch Ivabradin zu ersetzen?“ (Thomas C., Damp)
Die Experten-Antwort:
Metoprolol ist ein klassischer Betablocker, der in der Tat zu einer Gewichtszunahme wie auch zu Erektionsstörungen führen kann. Allerdings ist die Dosis, die Sie einnehmen, nicht hoch.
Die Betablocker-Therapie ist bei Ihnen angesichts des abgelaufenen Infarkts auf jeden Fall sinnvoll, weil sich dadurch Ihre Prognose verbessert. Zumindest bei guter Verträglichkeit spricht das dagegen, eine Umstellung auf Ivabradin vorzunehmen.
Es gibt neben Metoprolol andere Betablocker, die häufig besser verträglich sind. Ich würde Ihnen empfehlen, einen Versuch mit Nebivolol 5 mg ½-0-0 zu unternehmen, einem Betablocker, der vermutlich neben seiner eigentlichen Betablocker-Wirkung auch eine gefäßerweiternde Wirkung hat und als besonders gut verträglich gilt. Bitte sprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.
Wenn Sie regelmäßig interessante Fragen aus unserer Sprechstunde lesen wollen, empfehlen wir Ihnen die Herzstiftungs-Zeitschrift HERZ HEUTE, die Sie als Mitglied 4x pro Jahr frei Haus geliefert bekommen und die neben Experten-Berichten zu neuen Therapie-Methoden auch immer eine umfangreiche Sprechstunden-Rubrik enthält. ➞ Alle wichtigen Infos zur Mitgliedschaft
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Diese Sprechstunden-Frage hat beantwortet: Prof. Dr. med. Axel Schmermund, Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie im Cardioangiologischen Centrum Bethanien in Frankfurt am Main.
Bislang 33 Kommentare zu diesem Beitrag
Dietrich L. aus Berlin (20.04.2012): Seit vielen Jahren nehme ich täglich 1-0-1/2 Metoprolol succ. Potenzschwierigkeiten rühren vielleicht daher -oder auch das Alter 82.
Martin W. aus Wittenberge/Prignitz (18.04.2012): Ich habe Taubheitsgefühle im rechten Fuß + in der rechten Hand; wenn ich probeweise mal Metoprolol absetze, ist das Taubheitsgefühl fort. Besteht da womöglich ein Zusammenhang?
Antwort der Deutschen Herzstiftung: Vielen Dank für Ihren Kommentar. Für Fragen zu diesem Thema können Sie am einfachsten die » Sprechstunde der Herzstiftung nutzen, da Nachfragen an dieser Stelle aus technischen Gründen nicht beantwortet werden können. Alles Gute und herzliche Grüße! Ihr Mitarbeiter-Team der Deutschen Herzstiftung
Franz aus Wien (15.04.2012): Es bleibt das Problem, dass der Nachweis fehlt, ob Nebivolol auch eine vergleichbare schützende Wirkung für das Herz nach dem Infarkt hat - möglicherweise erkauft man sich durch einen Wechsel von Metoprolol auf Nebivolol also einen Gewinn an Lebensqualität mit einem Verlust an Lebensquantität?
Sabine S. aus Elsfleth (27.03.2012): Ich habe, seitdem ich Metoprolol nehme Schlafstörungen. Kann das durch das Medikament kommen?
Antwort der Deutschen Herzstiftung: Vielen Dank für Ihren Kommentar. Für Fragen zu diesem Thema können Sie am einfachsten die » Sprechstunde der Herzstiftung nutzen, da Nachfragen an dieser Stelle aus technischen Gründen nicht beantwortet werden können. Alles Gute und herzliche Grüße! Ihr Mitarbeiter-Team der Deutschen Herzstiftung
Sonja aus München (09.03.2012): Hallo zusammen, ich hatte im Juli 2011 eine Aortendissektion Typ A. Seither muss ich 95 mg Metoprolol und zudem Clonidin 75 morgens und abends einnehmen. Als Draufgabe am Morgen darf ich noch Zanipress 10 mg und Xipamid 10 mg nehmen. Seither habe ich 10 kg zugenommen und bin ganz unglücklich. Mein Kardiologe meinte, dass käme nicht von den Medikamenten und so bin ich froh, dass ich auf diese Seite gekommen bin. Ich traue mir schon gar nichts mehr zu essen. Zudem bin ich oft sehr müde und muss mich nachmittags hinlegen, sonst schaffe ich gar nichts mehr. Mit knapp 50 Jahren ist meine Lust auf ein Sexualleben gleich null, zum Leidwesen meines Mannes. Ja, ich habe zwar überlebt, fühle mich aber ziemlich tot, leider. Werde mir jetzt schleunigst einen anderen Kardiologen in München suchen. Danke für Eure Hinweise.
Walter G. aus Esslingen (28.02.2012): Habe die gleiche Erfahrung gemacht.
B. R. aus Linsengericht (01.02.2012): Bei Einnahme von Metoprolol 47,5 = 1 morgens nach Vorderwandinfarkt am 30.10.2011 habe ich eine Gewichtszunahme von 6 kg, starke Hitzewallungen mit Übelkeit, Schlafstörungen. Werde mit meinem Arzt mal über ein anderes Medikament reden.
Beate (24.01.2012): Vielen Dank für den Hinweis. Mein Mann nimmt dieses Medikament und leider wird es immer ruhiger bei uns, die Potenzstörungen kann ich nur bestätigen. Ich selbst nehme Celiprolol und kann keinerlei Veränderungen feststellen. Nun müsste ich meinen Mann noch überzeugen, mit seiner Ärztin zu sprechen.
S. U. aus Zeuthen (06.01.2012): Habe die zwei gleichen Probleme und bin dankbar für diesen Hinweis. Werde es Ende Januar mit meinem Arzt besprechen. Wäre toll, wenn meine Hoffnung auf Besserung erfüllt wird.
N. aus Ludwigshafen/Bodensee (30.12.2011): Mit Metoprolol 100 mg am Morgen habe ich die gleichen Probleme wie beschrieben. Nach dem Bericht werde ich mit meinem Arzt sprechen.
Anonym (25.12.2011): Ich nehme nach einem Hinterwandinfarkt im Sept. 2011 Metoprololsuccinat 47,5 mg (2 x tägl.) und habe auch schon mindestens 5 kg zugenommen. Gut zu wissen, dass es an dem Betablocker liegen kann. Werde meinen Arzt nach Nebivolol fragen.
Uwe S. aus Hannover (23.12.2011): Bin Infarktpatient, implantierter ICD, wegen nur noch 20 % EF (Ejektionsfraktion: Auswurfleistung) jetzt zur Transplantation gelistet. Ich habe zunächst Metoprolol genommen und alsbald Sexualprobleme bekommen. Umstieg auf Eplerenon (INSPRA 25 mg) jetzt alles bestens; auch das Allgemeinbefinden ist deutlich besser!
Anonym (23.12.2011): War sehr aufschlussreich, da ich mit denselben Problemen zu kämpfen habe. Werde umgehend mit meinem Kardiologen darüber sprechen.
Werner W. aus Ulm (20.12.2011): Ich habe die gleichen Probleme und werde mit meinem Arzt über Nebivolol sprechen.
Elke T. aus Landsberg am Lech (18.12.2011): Ich selber nehme Metoprolol 95 nach meinem Herzinfarkt und habe leider auch zugenommen.
U. Hofmann aus Borkheide (17.12.2011): Ausgezeichnete Information.
Klaus M. aus Eschborn (17.12.2011): Da ich auch unter Luftnot leide, wurde mir von meinem Lungenarzt geraten, auf ein anderes Medikament auszuweichen. Was würden sie mir raten?
Hinweis der Deutschen Herzstiftung: Vielen Dank für Ihren Kommentar. Für Fragen zur eigenen Herzerkrankung können Sie am einfachsten die » Sprechstunde der Herzstiftung nutzen, da Antworten an dieser Stelle aus technischen Gründen nicht möglich sind.
Odette S. aus Magdeburg (17.12.2011): Die Infos zu den beiden Betablockern kann ich nur bestätigen - bei Metoprolol (Beloc Zok) hatte ich, wbl., auch eine starke Gewichtszunahme zu verzeichnen; außerdem hat sich der Blutzuckerspiegel erhöht. Bei Nebivolol hingegen ist das nicht zu verzeichnen; unter Nebivolol bin ich auch leistungsstärker geworden, kann längere Strecken leichter laufen und auch Steigungen machen mir nicht mehr solche Mühe. Und das ist der Fall auch bei den Generika, nicht nur beim Original Nebivolol.
C. Langer aus Wolfratshausen (17.12.2011): Interessant ist, daß gerade der hier empfohlene Wirkstoff Nebivolol, der nachweislich keine Gewichtserhöhung verursacht und auch als einziger für Patienten mit Asthma und Raynaud-Syndrom nicht kontraindiziert ist, vom gemeinsamen Bundesausschuß als weiterer (überflüssiger) Betablocker bewertet wurde und deshalb nicht mehr von den gesetzlichen Kassen übernommen wird. Alle Patienten, die auf diesen Wirkstoff eingestellt sind müssen nun aus eigener Tasche Zuzahlungen leisten, da der Ausschuß den Festbetrag soweit heruntergesetzt hat, daß es kein einziges Generikum auf dem Markt gibt, daß zu diesem Preis angeboten wird. Es wäre nur im Sinne der effektiven Patientenversorgung, wenn Fachärzte hier einmal ihr Wissen einfließen lassen würden.
Holger F. aus Papenburg (17.12.2011): Ich nehme Nebilet 5 mg 1/4-o-1/4 seit Mai 2010. Stelle fest, dass der Faktor Lust am Sex immer weniger wird. Liegt es am Alter (64) oder am Betablocker. Könnte Nebivolol auch mir weiter helfen?
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Klaus aus Hemmingen (17.12.2011): Nehme Bisoprolol 5 mg morgens und 2,5 mg abends, ebenfalls Gewichtsprobleme, lässt sich durch Sport, Radfahren, etwas begrenzen. Potenzprobleme mehr oder weniger.
Dr. H. S. aus Mammendorf (17.12.2011): Belok-Zok mite (47,5 mg) 1/2 Tablette alle 6 Stunden (so vertrage ich das Medikament am Besten!), hat mich nach schwerem Hinterwandinfarkt 2006 und der Implantation eines bipolaren "Biotronik-Schrittmachers" wieder stabilisiert. Außerdem nehme ich ASS 100, 20 mg Simvastatin und 450 mg Weißdornextrakt. Ich treibe regelmäßig sanften Sport (ca. 45 Min tgl.). LDL liegt bei ca. 75, HDL bei 50. Blutdruck so ca. 105 zu 65 bei Puls 65. Über Schwierigkeiten, mein Gewicht zu halten und einen Heißhunger vor allem abends, habe ich mich jedoch schon gewundert. Auch Gelenkschmerzen und leichte Muskelverspannungen habe ich zu beklagen. Der Artikel in "Herzstiftung" hat mich auf eine neue Fährte gebracht. Ich schätze allerdings "meinen Blocker", weil ich bei gelegentlichen Problemen (unter Stress Arrhythmien, Schwindel, Brustenge) nach der Einnahme des Betablockers rasch Linderung verspüre. "Es ist schon ein Kreuz mit dem Herz!" Aber: Disziplin lohnt sich ...
Sigurd aus Berlin (17.12.2011): Hatte einen Herzinfarkt Ende 2009. Nahm u. a. zunächst Bisoprolol-CT 2,5 mg, seit einem Jahr aber 5 mg. Seitdem ging eine Gewichtszunahme von etwa 10 kg einher, obwohl ich die Ernährung wie empfohlen umgestellt habe. Einen Zusammenhang habe ich bisher noch nicht so gesehen. Interessant! Ich werde das hinterfragen. Potenzprobleme treten unregelmäßig auf.
Edmund L. aus Huntington Beach (Californien) (17.12.2011): I hope, that in the future I get off Metoprolol (2 x 50 mg daily) onto something else, without weight gain and potency proplems.
Lore K. aus Stuttgart (16.12.2011): Ja, fand ich gut, aber ich hatte auch schlimme Nebenwirkungen mit Nebivolol 5 mg. (Atemnot und Asthmaanfälle). Nehme jetzt Olmetec 10 mg und komme gut zurecht.
Sonja aus Gevelsberg (16.12.2011): Mein Mann nimmt seit einem Herzinfarkt im Januar 2010 1/2 Tabl. Bisoprolol 2,5 mg sowie je 1 Tbl. Ass 100, Atacand 8 mg + Sortis 20 mg. Gewichtszunahme hat sich seit dem bei 20 kg eingependelt. Potenzprobleme sind eher nicht vorhanden. Viel schlimmer leidet er unter starken Gelenk- und Muskelschmerzen. Haben schon die Dosis von Cholesterinsenkern (früher 80 mg Simvastatin - jetzt 20 mg Sortis) reduziert. LDL trotzdem über 100 ...? Hat jemand ähnliche Probleme?
Franz R. aus Renquishausen (16.12.2011): Auch ich habe diese Nebenwirkungen. Werde mit meinen Internisten darüber reden.
Kavai aus Friedberg (16.12.2011): Das funktioniert sehr gut. Nur wenn unter einem ß-Blocker der Norm-Blutdruck in hypotone Bereiche wechselt, dann sollte man ev. auch einen Versuch mit Digitalis als Antiarrhythmikum und zur Herzstärkung versuchen, um den vorhanden Leidensdruck zu minimieren.
Horst M. (16.12.2011): Bei drei Herzinfarkten nehme ich Nebivolol 5 mg in der Dosierung 1-0-0 seit Jahren und habe keine Nebenwirkungen verspürt. Nach aufgetretenen Herzrhythmusstörungen im vergangenen Frühjahr wurde die Dosis mit zusätzlich abends 1/2 Tablette erhöht und die Rhytmusstörungen sind seitdem nicht wieder aufgetreten. Die sonst gängigen Medikamente konnten wegen weiterer Organerkrankungen bei mir nicht verordnet werden.
K. D. (16.12.2011): Ich muss seit einer Herz-OP Metoprolol 2 x 95 mg nehmen und habe auch das Problem der Gewichtszunahme, 10 kg. Mein Arzt sagt zwar, daß jeder abnehmen kann, aber dies ist doch schwierig bzw. nach wie vor nicht möglich. Das andere auch dieses Problem erst nach Medikamenten haben, ist sehr interessant.
H. aus Bornheim (16.12.2011): Auch bei Bisoprolol-CT 2,5 mg das gleiche Erscheinungsbild.
Friedrich P. aus Schwandorf (16.12.2011): Ich nehme tgl. 23.75 mg Beloc-Zok = Metoprolol. Kann diese geringe Dosierung Potenzprobleme und Gewichtszunahme bewirken? Und kann es sein, daß dadurch Ohrensausen ausgelöst wird, was sich wie Tinnitus anfühlt? Wäre dann evtl. Nebivolol für mich besser?
Hinweis der Deutschen Herzstiftung: Vielen Dank für Ihren Kommentar. Für Fragen zur eigenen Herzerkrankung können Sie am einfachsten die » Sprechstunde der Herzstiftung nutzen, da Antworten an dieser Stelle aus technischen Gründen nicht möglich sind.
Caroline aus Bingen (16.12.2011): Meine Mutter leidet an Bluthochdruck und nimmt auch einen Betablocker. Interessant fand ich die Empfehlung von Nebivolol, da es auch die Gefäße erweitert. Meine Mutter hat eine Zeit lang die Betablocker abgesetzt - die Nebenwirkungen -Husten- setzten ein. Nach Monaten hat Sie ein Kopfsausen bekommen. Sie nimmt nun wieder Betablocker, aber dieses Sausen ist nach 2 Monaten nicht weg. Wir werden unseren Hausarzt auch fragen ...



