Interview zu vierwöchigem Herzschwäche-Training

„Mein Allgemeinzustand ist viel besser geworden”

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Foto von Hildegard Geisler

Seit ein paar Jahren wird am Herzzentrum Leipzig untersucht, welche Erfolge sich mit einem vierwöchigen Trainingsprogramm bei einer Herzschwäche erzielen lassen. Eine der ersten Teilnehmerinnen war Hildegard Geisler, die früher beim Treppensteigen wegen Atemnot regelmäßig stehen bleiben musste und eines Tages wegen nächt­li­cher Atemnot und mit Todesangst sogar ins Krankenhaus ge­bracht wurde. Wie sie es schließlich schaffte, ihren Gesundheitszustand mit dem speziellen Trainingsprogramm zu verbessern, berichtet die Herzschwäche-Patientin hier in einem interessanten Interview.

Frau Geisler, wann ist bei Ihnen zum ersten Mal festgestellt worden, dass Sie eine Herzschwäche haben, und wie haben Sie dies selbst bemerkt?

Hildegard Geisler: Atemnot. Wenn ich Treppen stieg, musste ich stehen bleiben, weil dann immer akute Luftnot auftrat. Das war sehr schlimm für mich. Als ich dann zu meinem Hausarzt gegangen bin, hat er mich gleich ins Krankenhaus eingewiesen. Dort hat man, wie die Ärzte sagten, eine akute Linksherzdekompensation festgestellt.

Das heißt: Sie hatten Wasser in der Lunge, das mit Medikamenten wieder beseitigt werden musste?

Ja, genau. Nachdem es mir dann wieder besser ging, wurde ich nach Leipzig geschickt zum Herzkatheter. Dort wurde dann festgestellt, dass die Pumpleistung der linken Herzkammer hochgradig eingeschränkt war – Pumpleistung wohl nur 14 % – und die linke Herzklappe (Mitralklappe, Anm. d. Autors) undicht war. Hier bin ich auch auf die Medikamente eingestellt worden. Aber da war ein Medikament, durch das ich furchtbaren Husten bekam (ACE-Hemmer, Anm. des Autors). Das haben wir abgesetzt und auf ein Sartan umgestellt. Seitdem ist der Husten weg.

Was hat Ihnen denn Ihr Hausarzt zum Thema körperliche Anstrengung und Sport bei Herzschwäche gesagt?

Auf jeden Fall im Alltag alles soweit wie möglich weitermachen, aber nicht schwer heben oder sonstwie schwer belasten.

Wie ging es Ihnen unter der Behandlung mit Medikamenten?

Zunächst wurde es etwas besser. Aber im Dezember 2005 ging es mir noch einmal ganz schlecht: Da hatte ich über Nacht ganz schlimme Atemnot, so dass wir den Notdienst rufen mussten, der mich gleich ins Krankenhaus gebracht hat. Akutes Lungenödem hat man das damals genannt.

Da haben Sie richtig Todesangst gehabt?

Aber ganz schlimm, ganz schlimm! Man hat dann in Delitzsch im Krankenhaus eine Dreiviertelstunde gekämpft, um mich zu retten. Danach bin ich wieder ins Herzzentrum gekommen. Dort habe ich von der Trainingsstudie bei Herzschwäche gehört, und man hat mir gesagt, dass man meine Herzschwäche und Belastbarkeit durch Training eventuell wieder verbessern kann. Da habe ich natürlich sofort zugegriffen! Seit der Trainingsstudie bin ich wirklich viel besser drauf. Mein ganzer Allgemeinzustand ist viel besser geworden. Ich gehe jetzt auch regelmäßig zum Sport – gerade heute wieder – und mache leichte Gymnastik mit. Ich fahre auch wieder regelmäßig mit dem Fahrrad, im Winter auf dem Heimtrainer, im Sommer in der Natur. Die Gartenarbeit habe ich etwas eingeschränkt – das Rasenmähen zum Beispiel. Ich könnte es wahrscheinlich, aber durch den Defi soll ich mich ja von Elektromotoren und Funkquellen fernhalten.

Als die Trainingsstudie begonnen hat und Sie zum ersten Mal seit langem mit Ihrer Krankheit auf einem Ergometer gesessen haben – was haben Sie da gedacht? Hatten Sie große Sorge, Sie könnten Ihr schwaches Herz überlasten?

Eigentlich gar nicht. Das Training wurde gut eingeteilt. Am Anfang hatte ich zwar etwas Sorge, das hat sich aber schnell gegeben. Natürlich war ich mittags erschöpft, bin dann in meine Wohnung gegangen und habe ein bisschen geschlafen. Danach habe ich mich aber wieder auf den nächsten Tag gefreut, um weiterzumachen. Ich habe mich beim Training auch von Mal zu Mal gesteigert und konnte auf dem Fahrrad immer mehr fahren. Die Studie war für mich sehr, sehr gut.

Haben Sie aus Ihrer Erfahrung noch Tipps für Patienten, die so wie Sie eine Herzschwäche haben und etwas für ihre Fitness und Ausdauer tun möchten?

Mit einer Herzschwäche sollte man sich nicht überschätzen, aber auch nicht unterschätzen. Ich kann nur jedem sagen: Es lohnt sich, körperlich aktiv zu sein, um mehr Kraft und Ausdauer zu haben und dadurch auch mehr Freude am Leben. Ich war wieder mittendrin.

Hintergrund-Info: Durch das vierwöchige Trainingsprogramm hat sich die maximale Leistungsfähigkeit von Hildegard Geisler in der Spiroergometrie um 44 % verbessert: Sie konnte zu Studienbeginn nur bei 50 Watt Radfahren, bei Studienende bei 100 Watt. Die Pumpfunktion der linken Herzkammer verbesserte sich von 20 auf 25 %. Durch die Fortsetzung der regelmäßigen körperlichen Aktivität im Alltag nach Ende des stationären Trainingsprogramms konnte Frau Geisler ihre Leistungsfähigkeit weiter verbessern und kann sich nun im Alltag wieder weitgehend normal belasten.

Interview: PD Dr. med. Stephan Gielen

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Bislang 45 Kommentare zu diesem Herzstiftungs-Beitrag

M. aus Freudenstadt (22.04.2017): Ich hatte 2003 einen Vorderwandinfarkt mit Vorderwandaneurysma. Im Mai 2004 wurde eine Herzleistung von nur noch 20% festgestellt. Es erfolgte eine Aneurysma-OP mit Venenbypass und Defi-Implantation. Meine Lebenserwartung wurde damals auf 2 bis 4 Jahre eingeschätzt und ich musste mit einer schweren Herzinsuffizienz leben. Zur Verbesserung der Lebensqualität wurde mir viel Bewegung angeraten. Dann kam 4 Jahre später mein 2ter Infarkt mit Stentimplantation und es begann wieder alles von vorne. Die Medikation wurde umgestellt und mein Allgemeinzustand hatte sich durch meine vorherigen Aktivitäten sehr schnell wieder, für meine Verhältnisse, normalisiert. Der Defi wurde 2013 ausgewechselt und einer mit Schrittmacherfunktion implantiert. Ich bin jetzt 77 Jahre und habe, trotz der damaligen Prognose, noch immer eine für mich gute Lebensqualität. Es ist mit Sicherheit nicht nur die gute Medikationseinstellung, sondern auch die Aktivitäten, die ich entfalte. Darüber hinaus bin auch noch Diabetiker Typ 2, sodass sich durch meine körperlichen Aktivitäten nicht nur das Herzproblem, sondern sich auch mein Diabetes gebessert hat. Meine Herzleistung ist zwar auf dem alten Stand von 22% gesunken, aber meine Lebensqualität ist mit einigen Einschränkungen geblieben.

Ohne Namen (10.02.2017): Auch bei mir wurde eine dekompensierte Herzinsuffizienz (EF 23 %) im vergangenen Jahr festgestellt. Nach einer gut eingestellten Medikation konnte während der Reha eine Verbesserung der Herzleistung auf 40 % und der körperlichen Leistung auf 100 W-Belastung erreicht werden. Eine starke Verbesserung meiner Lebensqualität.

E. B. aus Flonheim (14.12.2016): Ich habe keine eigene Erfahrung, danke aber für die Information, weil ich bei mir auch eine leichte Herzschwäche vermute.

Andrea K. aus Frankfurt (03.11.2016): Das war sehr interessant. Mich würde so ein Programm auch sehr interessieren, wenn es das in meiner Nähe geben würde, das wäre super.

Rudy A. aus Berlin (17.10.2016): Ich liege gerade im Krankenhaus auf Gran Canaria, habe COPD und Herz 30 %. Viele Medikamente bekommen und es ist eine Berg- und Talfahrt mit viel Furcht im Körper. Gestern gab es ein Eklat und bin ausgeflippt, kann nicht sein, dass ich 1,5 Std. warten muss für ein zusätzliches Medikament. Habe für die Nacht alles abgesetzt und gut geschlafen und fühl mich gut... Krieg zwar auch Sauerstoff, in der Nacht brauch ich es kaum. Es gibt doch Medikamente, um den Blutdruck zu senken, die Aufregung im Griff zu bekommen und nach Hause zu fliegen? Bin seit 2 Wochen hier und will in die Charité in Berlin.

Antwort der Deutschen Herzstiftung: Vielen Dank für Ihren Kommentar. Für Fragen zu diesem Thema können Sie am einfachsten die » Sprechstunde der Herzstiftung nutzen, da unsere Herzexperten an dieser Stelle keine Nachfragen beantworten können. Alles Gute und herzliche Grüße! Ihre Deutsche Herzstiftung

Kerscher H. aus München (07.10.2016): Das gibt mir Hoffnung für meine 20 % Herzleistung.

K. aus Monheim (24.05.2016): Wie kann ich einen Trainingsplan für mich bekommen, d. h. an wen soll ich mich wenden? 75, männl., Herzmuskelschwäche, B-Blocker, Gerinnungshemmer eingestellt, derzeit 46% Pumpleistung.

Antwort der Deutschen Herzstiftung: Vielen Dank für Ihren Kommentar. Das Interview bezieht sich auf eine Studie, die im Herzzentrum Leipzig durchgeführt wurde. Zwei Leiter dieser Studie geben » hier Informationen zur Aufnahme eines Bewegungsprogramms bei Herzschwäche. Einen ausführlichen Beitrag zu diesem Thema finden Sie außerdem in unserem » Sonderband zum Thema Herzschwäche.
Wir wünschen Ihnen viel Freude an der Bewegung und für Ihre Gesundheit alles Gute! Ihre Deutsche Herzstiftung

Dieter P. aus Leipzig (22.04.2016): Gibt es nicht ein ambulantes Trainingsprogramm zur Erhöhung der Pumpleistung (19 %)? Was kann man wie zu Hause tun?

Antwort der Deutschen Herzstiftung: Vielen Dank für Ihren Kommentar. Das Interview bezieht sich auf eine Studie, die im Herzzentrum Leipzig durchgeführt wurde. Zwei Leiter dieser Studie geben » hier Informationen zur Aufnahme eines Bewegungsprogramms bei Herzschwäche. Einen ausführlichen Beitrag zu diesem Thema finden Sie außerdem in unserem » Sonderband zum Thema Herzschwäche.
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P. G. aus Wesel (28.01.2016): Hallo und guten Tag, ich leide auch an einer Herzinsuffizienz und würde liebend gerne an so einem Programm teilnehmen. Ich komme aus dem Kreis Wesel am Niederrhein. Wer weiß, ob und wo es hier so etwas gibt?

Waltraud K. aus Mühlhausen (19.01.2016): Ich leide auch an einer starken Herzschwäche durch einen schlimmen Herzinfarkt. Leider ist bei uns die medizinische Betreuung nicht besonders schön – die Rennerei nach Terminen und Ärzten setzt mir mehr zu als 7 x 30 min Heimtrainer. Somit habe ich mein eigenes Programm entwickelt. Da ich im Okt. 2015 einen Herzstillstand hatte, lag ich lange in der Klinik und ganz ehrlich, da baue ich jedes Mal durch das Nichtstun ab. Bei Gewicht und Leistung geht es nur nach unten. Allerdings bin ich im Uni-Klinikum Jena medizinisch sehr gut aufgehoben, soll auch transplantiert werden. Jedenfalls versuche ich alles erdenkliche, um mein liebes krankes Herz zu erhalten (so eine Transplantation ist ja auch keine Garantie) und habe es von 10 % auf 20 % EF geschafft (steht so im Arztbericht). Selbst fühle ich mich super gut, wenn auch eingeschränkt in der Leistung, aber lebenswert. Dank der Deutschen Herzstiftung, die so viel an Informationsmaterial zur Verfügung stellt, die mir in 9 Jahren kein Arzt geben konnte. Ich bin froh Mitglied hier zu sein. DANKE

P. K. O. aus Berkheim (05.11.2015): Wo bekommt man die Anleitung zu diesem speziellen Training für Herzinsuffienzpatienten? In welchen Reha-Kliniken wird es angeboten? Das wird leider nicht gesagt!

Conny aus Leipzig (17.10.2015): Ich hab seit längerem Beschwerden beim Treppensteigen oder beim Bergaufgehen, manchmal auch bei ganz normaler Hausarbeit. War noch nicht beim Arzt. Hab auch Druckgefühl im Brustkorb. Beim Abhören war immer alles okay.

J. B. (09.05.2015): Nach Bypass-Op. und Mitralklappenwechsel (von mechanisch auf biologisch) im Juni 2014 im HDZ NRW, hatte ich das Gefühl der Besserung. Aber im Anschluss genau das Gegenteil. Nach 50 Meter stehen bleiben. Nach 200 m Nitrospray. Habe erheblich Probleme mich zu Tätigkeiten aufzuraffen. Aufnahme in einer Herzsportgruppe erweist sich als sehr schwierig (Nur 1x pro Woche und ausgebucht).

Margarita D. aus Philippsburg (19.02.2015): Auch ich bewege mich nach Feststellung der Herzmuskelentzündung mehr als vorher, bin auch mit Medikamenten gut eingestellt und es geht mir besser. Würde auch gerne so ein Training machen, wenn es in meiner Nähe so etwas gibt.

Erich K. aus Klingenberg (09.01.2015): Ich kann den Bericht nur bestätigen, habe selbst einen Defi und eine eingeschränkte Herzleistung. Durch viel Fahrradfahren und regelmäßiges Training konnte ich die Leistung verbessern.

Fred E. aus Bad Schwartau (30.10.2014): Eine mutige Frau. Meine Erfahrungen sind noch gering; Herzgeschichte ist 4 Wochen jung.

Uwe K. aus Hamburg (29.09.2014): Es entspricht den eigenen Erfahrungen. Habe Wanderungen von 20km wieder unternehmen können!

Ronny H. aus Sohland (04.08.2014): Nach dem Herzinfarkt meines Vaters suchen wir auch eine Therapie zur Leistungssteigerung.

Karl D. aus Wallersdorf (12.07.2014): Ich kann aus eigener Erfahrung sagen körperliche Aktivität lohnt sich. Ich habe Herzschwäche mit einer EF von ca. 25 %. Trotz dieser Einschränkung gehe ich ins Fitnessstudio und radle 2-3 die Woche. Auf dem Ergometer kann ich 125 Watt fahren. Inzwischen kann ich meine körperlichen Fähigkeiten sehr gut einschätzen. Um mich nicht zu überanstrengen, trainiere ich immer mit Pulsmesser und Intervall-Belastung. Ich kann nur allen Leidensgenossen empfehlen, körperlich aktiv zu sein und auch Ihre Ernährung umzustellen auf Mittelmeer-Kost.

K. aus Schlüchtern (09.04.2014): Ich war gesundheitlich ziemlich weit unten und habe vor kurzem einen Herzschrittmacher erhalten. Dadurch habe ich auch auf dem Ergometer meine Wattzahl von 50 auf 100 Watt innerhalb von drei Wochen in der Anschlussrehabilitation steigern können. Werde auch -sobald es medizinisch vertretbar ist- wieder Fahrrad in der freien Natur fahren.

Elmar E. aus Dipperz (15.02.2014): Meine Herzinsuffizienz ist bei 20%. Mich würde interessieren, wo ich solch ein Trainingsprogramm durchführen kann. Ich sitze unregelmäßig auf meinem Ergometer zu Hause und schaffe ca. 60 Watt.

Antwort der Deutschen Herzstiftung: Vielen Dank für Ihren Kommentar. Für Fragen zu diesem Thema können Sie am einfachsten die » Sprechstunde der Herzstiftung nutzen, da unsere Herzexperten an dieser Stelle keine Nachfragen beantworten können. Alles Gute und herzliche Grüße! Ihre Deutsche Herzstiftung

W. H. aus Bremen (24.12.2013): Es bestätigt das, was ich auch von meinen Ärzten gehört habe. Bei einer KHK wie bei mir, nach einem Stent und später Bypass-OP (2009), turne ich regelmäßig wöchentlich bis 75 Watt unter ärztlicher Aufsicht in einer netten Gruppe ähnlich Kranker. Inzwischen sind viele süchtig nach dieser Stunde.

Peter Voll aus Freiberg (05.11.2013): Liebe Diana aus Nassau, es ist gut, daß sie diese Zeilen geschrieben haben. Wer Schmerzen hat, muß auch mal schreien dürfen. Es ist bedauerlich, daß Sie mit Ihrem Problem scheinbar ziemlich alleine gelassen werden. Es gibt genug Institutionen, die helfen könnten. Am Ende können Sie nur Ihr Herz fragen, was richtig ist. Alles Gute Ihnen und Ihrem Sohn. Herzliche Grüße

Ohne Namen (28.10.2013): Dieses Interview hat mir Mut gemacht, meine körperlichen Beeinträchtigungen beim Facharzt anzusprechen. Danke.

Evelyn B. aus Erftstadt (04.10.2013): Beim Lesen der Berichte wurde mir bewusst, dass es vielen Menschen noch weitaus miserabler geht als mir. Ich bin 69 Jahre und leide seit ca. 17 Jahren unter Bluthochdruck, koronarer Herzerkrankung und Vorhofflimmern. Mit ACE-Hemmern war ich zwar sehr gut eingestellt, aber leider reagiert mein Körper heftig mit großflächigen Schwellungen im Hals- und Gesichtsbereich und akuter Erstickungsgefahr. Durch meine beiden Hunde bewege ich mich täglich an der frischen Luft und für den Winter habe ich einen Heimtrainer. Außerdem habe ich vor 17 Jahren aufgehört zu rauchen. Das ist mein Beitrag, den ich meinem Körper und meiner angeschlagenen Gesundheit schulde. Ich wünsche allen Betroffenen und Kranken viel Kraft und Mut zur Zukunft.

Günter Truger aus Türkenfeld (26.04.2013): Ich fand den Artikel recht interessant. Ich glaube aber, dass bei einer Herzschwäche das Trainingsprogramm für jeden Einzelnen individuell erarbeitet werden muss. Dies sollte meines Erachtens immer unter ärztlicher Anleitung erfolgen.

Werner K. aus Schwelm (24.03.2013): Der Fall Frau Geissler ist genau das, was mir auch passiert ist. Im Winter auf das Trimmrad, im Sommer in den Garten u. leichtes Radfahren. Fühle mich nicht KRANK!!!

Robert A. aus Weiskirchen (26.11.2012): Ich bin fast 75 Jahre und hatte 3 Herzinfarkte und 2 Herzoperationen. 1. Operation 4 Bypässe. 2. Operation biologische Aortenklappe, zwei Bypässe, sowie in der linken Herzkammer die Kante mit dem "Mausohr zur Reduzierung des Vorhofflimmern begradigt. Nach der Herzoperation hatte ich noch eine Herzleistung unter 20 %. Es ging mir sehr schlecht. Spaziergänge waren eine Tortur die Luft fehlte. Ich habe mich dann eines Morgens auf das Ergometer gesetzt und habe Beine bewegt. Ich habe das dann jeden Morgen gemacht. Heute nach einem halben Jahr seit der Operation fahre ich jeden Morgen eine halbe Stunde mit 70 Watt. Meine Herzleistung ist beim Test vom Kardiologen auf 40 % gestiegen. Mein Gesamtzustand hat sich sehr verbessert. Ich führe wieder ein normales Leben, keine körperlichen Übertreibungen, ohne Alkohol, Zigaretten und mäßiges Essen. Halte aber das tägliche Ergometer-Fahren von einer halben Stunde und 70 Watt sehr diszipliniert durch.

Robert A. aus Weiskirchen (08.08.2012): Bin 74 Jahre alt und habe 2 Herzoperation hinter mir. Kann die Erkenntnisse von Frau Geisler nur bestätigen. Ich habe eine linksventrikuläre Ejektionsfraktion von 25 %. Aber durch ständiges Ergometer-Training (Start mit 50 Watt und Steigung auf 80 %) hat sich mein allgemeiner Zustand auf 40 % linksventrikuläre Ejektionsfraktion stark verbessert. Luftprobleme kenne ich nicht mehr. Treppen steigen im normalen Steigeschritt ist kein Problem mehr. Wichtig ist den Schweinehund überwinden und tägliches Training durchführen.

Claudia aus Hennigsdorf (24.03.2012): Hallo, bin 45 Jahre alt und ich habe seit 2008 eine Herzschwäche (mittelgradig-linksventrikuläre Ejektionsfraktion 35-40%). Ich habe mich 3 Jahre lang geschont ... fange jetzt aber an Fahrrad zu fahren ... ich bin heute das 1. Mal wieder viel mit dem Rad unterwegs gewesen(ca. 15km) ... weiß ja nicht ob es zu viel ist ... mein Blutdruck war nach dem Radfahren bei 99/61 ... weiß nicht ob das schlimm ist ... Ich mache auch zur Zeit Rückenschule ... ich habe fast jedes Jahr eine Panikattacke ... wenn es eine war ... Ich habe riesige Angst vor einem plötzlichen Herztod ... Beim Herzecho bei der Rentenstelle sagte mir die Ärztin, dass meine Lebenserwartung eingeschränkt ist ... Nun hab ich total Schiss ... Heißt das, dass ich in 10 Jahren oder so damit rechnen muß zu sterben?? Sorry ... ich glaub ich bin ein wenig vom Thema abgekommen ... Auf alle Fälle motiviert der Betrag von Hildegard Geißler unheimlich doll ... das macht Mut!! Danke für die tollen Infos ... Liebe Grüße an Euch

Dieter W. aus Köln (08.03.2012): REHA-Sport hat mir die Sicherheit im Alltag wieder gegeben.

Werner K. aus Hameln (22.11.2011): Liebe Leid geplagte und die dieses Leid verhindern möchten, wie ich auch. Denn auch ich hatte eine Herzschwäche, was mir unter anderem geholfen hat und noch hilft und ich es weiter einnehme, ist Strophanthin. Seitdem ich es nehme, spiele ich sogar wieder Tischtennis.

Peer L. aus Mainz (15.11.2011): Ich fahre weiterhin mit dem Fahrrad zur Arbeit (ca. 5 km Fahrweg), obwohl sich meine Herz-Pumpleistung in den letzten Jahren auf ca. 30% reduziert hat. Allerdings habe ich mir im Sommer ein besonders leichtes und leicht laufendes Fahrrad gekauft. Ich glaube, dass mir das fast tägliche Fahrradfahren meine Fitness gut erhalten hat, auch wenn sie langsam abnimmt.

P. R. aus Dresden (25.10.2011): Ich kann die Aussagen nur bestätigen, durch mein permanentes Vorhofflimmern ist auch mein Herz etwas geschwächt, aber ich fahre täglich ebene Wege mit dem Fahrrad und gehe zum Seniorensport, Bewegung ist gut zu jeder Jahreszeit, nur eben kein Krafttraining. Ich bekomme Digitoxin und damit habe ich die tägliche Kraft. Freundliche Grüße und danke für die wertvollen Infos.

Diana aus Nassau (Bahamas) (24.10.2011): Mein Sohn hat Herzschwäche 4. Grades. Er hat 9 Medikamente, die er leider nicht regelmäßig nimmt. Ich muss ihn immer drängen und fragen (hast du die Medikamente genommen? usw.) Seit März ist es wie gesagt auf Stufe 4. Ich bange um meinen Sohn, er ist erst 30 Jahre alt. Die Ärzte sagten, dass er ein neues Herz und eine Lunge braucht. Mein Sohn sagt, er will nicht mit einem anderen Herz leben. Er hatte mit 1 Jahr eine neue Mitralklappe bekommen in der Schweiz. Ich sorge mich täglich um sein Wohlbefinden. Ich weiß genau, dass seine Zeit bald kommt. Wie kann ich ihm das leben so gut wie möglich gestalten? Er ist sehr sehr depressiv und das macht alles viel schlimmer. Ich weiß, dass auch ich mich besser schützen muss. Denn ich muss ihn dauern massieren, sobald ich von der Arbeit komme. Im Moment hat er laufend Kopfschmerzen. Ich bin selbst 70 Jahre alt und weiß oft nicht mehr weiter. Wie kann ich ihm helfen seine Gegenwart so gut wie möglich zu gestalten. Psychologisch ist es eine schwere Zeit. Dazu kommt noch, dass er halt immer noch Marihuana raucht, um bei guter Laune zu sein. Ich musste dies einfach schreiben, weil ich sonst auch sehr depressiv werde. Ich mache immer noch Judo und Tai Chi, um mich nicht selbst zu kränken. Wenn ich nur wüsste, was ich noch für ihn tun könnte. Danke für die Zeilen, die ich schreiben durfte.

Peter A. aus Nußdorf am Inn (14.10.2011): Fahrradfahren ist wichtig, Gewichtsreduzierung usw., außerdem gibt es einem wieder ein Gefühl für die Natur und das tut gut. Leide auch unter chronischer Herzschwäche, Diabetes 2, Gicht und Arthritis/Arthrose, bekämpfe so auch meine Depressionen mit Erfolg.

Horst B. aus Berlin (20.08.2011): Körperliches Training tut wirklich gut. Im September 2009 bekam ich 3 Stents und im November 09 wurde mir ein Herzschrittmacher (Defi) implantiert. Etwa zur gleichen Zeit musste ich von meiner Herzschwäche Kenntnis nehmen. Seit ca. 5 Jahren gehe ich regelmäßig in ein Fitnessstudio und anschließend in die Sauna! Treppensteigen fällt mir allerdings immer noch sehr schwer wegen der mitunter doch sehr schweren Luftnot.

Dr. Hanna Lübeck aus Bünde (03.08.2011): Bin Sportärztin, wollen eine Sportgruppe aufbauen: Training bei Herzmuskelschwäche.

Hannelore B. aus Bremen (07.07.2011): Guten Tag, es hört sich an, als wenn die Dame zur Kur/Reha war. Bei mir hieß es kein Handlungsbedarf, mfG H. B.

A. L. aus Felixsee (27.06.2011): Ich kenne das Problem Atemnot + Treppensteigen. Ich habe aber auch akute Knieprobleme, aber ich mache das mit der Bewegung (zu Hause) sowie den Sport in der Gruppe (bei der VS) + Spaziergänge mit Hund, schon lange. Diese Info bestätigt mir alles, auch das man mal erschöpft sein kann, ohne gleich Angst haben zu müssen.

Helmut S. aus Breitenstein (06.05.2011): Ich habe vor 8 Monaten einen 2 Sonden Herzschrittmacher implantiert bekommen. Es ging mir danach gut. Aber nach 1 Monat habe ich eine Herzschwäche bekommen und musste ins Krankenhaus. Ich habe Tabletten zum Entwässern bekommen. Nach der Ultraschalluntersuchung sagte der Arzt, dass mein Herzmuskel gut wäre.
Nach 2 Tagen, als das Wasser weg war, ging es mir wieder besser. Aber die Herzschwäche ist noch da. Ich habe Probleme, wenn ich etwas heben will oder mich mal schnell bewege. Weiß jemand, wie man das Herz wieder stärken kann. Der Sinusrhythmus ist ziemlich stabil aber die Herzleistung ist das Problem. Ich gehe jede Woche zum Herzsport und mache Spaziergänge, also dürfte es an Bewegungsmangel nicht liegen. Ich nehme zu meinen Herztabletten den Weißdorn-Extrakt Crataegutt novo 450 mg.

Anton B. aus Odenthal (30.03.2011): Meine Herzprobleme sind vergleichbar mit obigem Bericht von Frau Geisler. Mittlerweile schaffe ich die Gartenarbeit mit Einschränkungen. Gibt es in der Nähe meines Wohnorts (incl. Köln) eine Möglichkeit das Träiningsprogramm zu absolvieren? Danke für Ihre Bemühungen.

Antwort der Deutschen Herzstiftung: Vielen Dank für Ihren Kommentar. Für Fragen zu diesem Thema können Sie am einfachsten die » Sprechstunde der Herzstiftung nutzen, da unsere Herzexperten an dieser Stelle keine Nachfragen beantworten können. Alles Gute und herzliche Grüße! Ihre Deutsche Herzstiftung

Hans-Eberhard K. aus Sangerhausen (09.03.2011): Ich bin seit November 2010 wegen Herzinsuffizienz in Behandlung. Mir wurde ein Bevent-Schrittmacher-System implantiert. Er ist aber noch nicht funktionsfähig. Ich bewege mich täglich an der frischen Luft. Da ich ein passionierter Kleingärtner bin, habe ich jedoch bedenken, dass ich die Gartenarbeit nicht mehr bewältigen kann. Darf ich noch Gartenarbeiten erledigen?

Hinweis der Deutschen Herzstiftung: Vielen Dank für Ihren Kommentar. Für Fragen zur eigenen Herzerkrankung können Sie am einfachsten die » Sprechstunde der Herzstiftung nutzen, da Antworten an dieser Stelle aus technischen Gründen nicht möglich sind.

Volker W. aus Malente (25.02.2011): Ähnlich wie bei mir. Durch regelmäßige Bewegung (Ausdauertraining) haben sich meine Werte verbessert. Da ich leider so dumm war und jahrelang kein Sport mehr gemacht habe (Bequemlichkeit, ausgelaugt durch Stress bei der Arbeit), habe ich meinen eigenen Körper regelrecht runter gewirtschaftet. Heute kann ich schon fast wieder normal arbeiten gehen.

Uwe S. aus Hamburg (16.11.2010): Zur Zeit stelle ich fest, dass ich auf Grund von Bewegungsmangel der letzten Jahre ständig schwächer werde. Bei einer Kur Frühjahr 2009, habe ich vier Wochen lang Sport gemacht und da deutliche Verbesserungen festgestellt. Durch eine Erkrankung kurz nach der Kur, habe ich leider mit Sport wieder aufgehört und bis jetzt nicht den Einstieg gefunden. Eine Herzinsuffizienz wurde bei mir vor 5 Wochen festgestellt. Durch Medikamentierung geht es mir ein wenig besser, so dass ich ab Mitte Nov 2010 drei mal die Woche ins Fitnessstudio gehen will. Angemeldet habe ich mich bereits. Ich glaube fest daran, dass durch Sport und Nahrungsumstellung ich mit in einem Jahr schon besser fühlen werde.

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