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Aus der Sprechstunde der Deutschen Herzstiftung

Vorhofflimmern: „Hoher Puls nach Ablation - Was kann ich dagegen tun?“

Bislang 25 Kommentare zu diesem Beitrag (Stand: Dienstag, 15.05.2012)

Vorhofflimmern: Hoher Puls nach Ablation

Vor kurzem berichtete in der Sprech­stun­de der Deutschen Herzstiftung ein Herz­pa­tien­t, dass sein Puls nach mehreren Vorhofflimmerablationen mittlerweile bei etwa 100 Schlägen pro Minute liegt. Von unseren Herzexperten wollte er nun wissen, was man gegen einen so hohen Puls tun kann. Die Antwort, die wir bereits in HERZ HEUTE ab­ge­druckt haben, kommt von Professor Dr. med. Christian Hamm, Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat der Herzstiftung.


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Die Frage: „Gegen Vorhofflimmern habe ich im Laufe der Zeit vier Ablationen erhalten. Nach neustem EKG beim Hausarzt ist seither unverändert der normale Herzrhythmus (Sinusrhythmus) erhalten.

Nachdem monatelang die Herzfrequenz bei rund 80 Schlägen pro Minute lag, ist sie seit Januar 2010 im Ruhezustand bei etwa 100/min und etwas drüber.

Ich nehme seit langem Flecainidacetat AL 50 mg ein mit der Dosis 1-0-1. Vorher habe ich schon alle möglichen Medikamente durchprobiert. Es geht bei mir um die zu hohe Herzfrequenz. Was kann ich konkret dagegen tun?″
Gerhard R., Vacha

Die Experten-Antwort:

Sie  fragen  nach  Ihrer  hohen  Herzfrequenz, die Sie im Anschluss an Ihre Vorhofflimmerablation festgestellt haben. Das ist nach diesem Eingriff nicht ganz ungewöhnlich.

Einzelmessungen sind hier aber sicherlich nicht ausreichend, sondern ich würde Ihnen empfehlen, mittels eines Langzeit-EKGs die Herzfrequenz über den ganzen Tag aufzuzeichnen.


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Falls es sich bestätigt, dass die Herzfrequenz tatsächlich im Mittel über 100 Schlägen pro Minute in Ruhe liegt, ist zu überlegen, ob man Ihnen zusätzlich einen Betablocker oder das Medikament Ivabradin (Handelsname: Procoralan) verschreibt.

Das kann Ihr Hausarzt bzw. Ihr behandelnder Kardiologe entscheiden.


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Professor Dr. med. Christian Hamm

Autor: Professor Dr. med. Christian Hamm ist Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Herzstiftung und Direktor der Abteilung für Kardiologie der Kerckhoff-Klinik in Bad Nauheim.

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Bislang 25 Kommentare zu diesem Beitrag

Johannes M. aus Aachen (23.04.2012): Wie bei Herrn B. aus Peine ist bei mir in 10/2011 eine Katheter-Ablation (UK-Aachen) wg. paroxysmalem Vorhofflimmern durchgeführt worden. Ich habe seit dem bis auf einen Vorfall keine Beschwerden mehr gehabt! Puls und Blutdruck liegen absolut im Normbereich! Bin seither in allen Lebensbereichen wieder voll belastbar! Bin froh mich nach langer Leidenszeit (paroxysmales Vorhofflimmern seit 2001) zu dem Eingriff entschlossen zu haben. Auch die dreimonatige Medikation mit Pradaxa zur vorbeugenden Gerinnungshemmung nach Eingriff war für mich absolut komplikationslos. Bin seit dem Absetzen (nach Absprache mit HA) von Pradaxa nicht mehr auf die Einnahme von Medikamenten angewiesen! Kann nur jedem Mut machen, sich bei entsprechender Indikation dem Eingriff in einem der Kompetenz-Zentren zu unterziehen!

Angela aus Köln (20.03.2012): Ich habe am 15.02.2012 für mein Vorhofflimmern eine Katheterablation gemacht bekommen. Was genau gemacht worden ist, weiß ich nicht. Aber ich habe danach viel Herzrasen und ein Puls bis zu 111. Ich habe es aber im Liegen und bekomme oft Panik und mir ist oft schlecht dabei und Eisenmangel.

Kavai aus Friedberg (11.03.2012): Es gibt Patienten, die für keinen ß-Blocker und auch kein Ivabradin geeignet sind. Diese sind meistens mit Novodigal 0,2 mg gut eingestellt und haben Norm-Frequenzen von 70 - 80 in Ruhe. Vor allem auch keine Nebenwirkungen, die zu einem nicht unerheblichen Leidensdruck vor allem bei älteren Patienten führen. Damit bin ich seit einem Jahr gut eingestellt und betreibe wieder mehrere Sportarten mit Erfolg.

Mone I. aus Leverkusen (10.03.2012): Hallo, ich bin 33 Jahre alt und sehr glücklich, daß meine 2. Herzkatheterablation erfolgreich war! Ich kann nur jedem empfehlen, es zu versuchen, denn das Herzrasen macht einen nicht nur körperlich sondern auch seelisch fertig. Ich habe starke Rhythmusstörungen, wenn ich viel Streß habe, die dann im Ruhezustand auftauchen. Letztes Jahr im August ging auf einmal gar nichts mehr - umgekippt mit Puls von fast 300 Schlägen! 2 Wochen Krankenhaus, jeden Tag mehrmals im Schockraum mit intravenöser Kardioversion. Erster Versuch der Katheterablation war nicht erfolgreich. Dann ab in eine andere Klinik, zweite Ablation bis jetzt erfolgreich!!! Leider habe ich nach dem zweiten Eingriff eine Lungenembolie gehabt, bin jetzt auf Marcumar eingestellt. Trotzdem bin ich froh, daß ich erstmal Ruhe habe. Ich wünsche Euch allen das Beste und einen normalen Pulsschlag, denn Tachykardien und VHF braucht wirklich keiner ... LG M

Hermann B. aus Peine (06.02.2012): Habe im Oktober vergangenen Jahres eine Herzablation durchführen lassen und hatte anschließend große Probleme bezüglich Blutdruck und Herzrhythmusstörungen. Das ging bis ca. November / Dezember und wurde dann besser und benutze auch mein Laufband, wobei ich aber regelmäßig den Puls mit einem Brustgurt überwache und habe dabei ganz normale Daten. Seit Anfang des Jahres bemerke ich, dass ich mit meiner Aussprache Probleme habe und frage an, ob das durch eine Ablation auch zu einem späteren Zeitpunkt ausgelöst werden kann. Würde mich über Erfahrungsberichte sehr freuen. Mit freundlichen Grüßen Hermann B.

Karl Vaith aus Friedberg (12.10.2011): Zielherzfrequenz bei VHF unter 80 nicht besser als unter 110/min! Da die Frequenzkontrolle jetzt weniger streng sein kann, ist oft ein ß-Blocker oder Procoralan nicht unbedingt therapierelevant. Es wurde festgestellt, daß die beiden Analysen der Race-II Studie im Verlauf von 3 Jahren keinen Nutzen einer strengeren Frequenzeinstellung erkennen lassen. Somit kann oft auf Antiarrythmika verzichtet werden. In MMW-Fortschr. Med. Nr. 40/2011 (153. JG, Seite 24) bestätigt. Kommentar: Prof. H. Holzgreve

Muzaffer A. aus Frankenthal (05.10.2011): Ich wurde schon 2-mal ablatiert, nach den Ablationen geht es mir jetzt sehr viel schlechter. Ich habe seit 15 Monaten kein einziges Mal einen normalen Sinus. Vorher ist es wenigstens hin und her gegangen. Ich suche nach einer Lösung. Bitte helft mir. Medikamentös nehme ich auch schon sehr viel. 3-1 Belokzok 95 mg, 1-1 Lanitop und Marcumar wegen meiner Herzkunstklappe. Bitte, bitte helft mir. Ich halte das nicht mehr lange aus. Ich habe einen Puls zwischen 90 und 150 in Ruhe.

Hinweis der Deutschen Herzstiftung: Vielen Dank für Ihren Kommentar. Für Fragen zur eigenen Herzerkrankung können Sie am einfachsten die » Sprechstunde der Herzstiftung nutzen, da Antworten an dieser Stelle aus technischen Gründen nicht möglich sind.

Karl V. aus Friedberg (25.07.2011): Wie wird eine Therapie mit 1x 1 Tabl. Novodigal 0,2 mg beurteilt? Ein hoher Puls führt doch oft zu einer Reduzierung des vorhandenen Lebensalters. Mit einer Therapie von Novodigal wäre es doch möglich diese vorhandenen Pulsspitzen in Ruhe zu senken?

Antwort der Deutschen Herzstiftung: Vielen Dank für Ihren Kommentar. Für Fragen zu diesem Thema können Sie am einfachsten die » Sprechstunde der Herzstiftung nutzen, da Nachfragen an dieser Stelle aus technischen Gründen nicht beantwortet werden können. Alles Gute und herzliche Grüße! Ihr Mitarbeiter-Team der Deutschen Herzstiftung

Sabine P. aus Berlin (21.07.2011): Dennoch finde ich die Antwort nicht ganz befriedigend, denn ich hätte dazu gerne die möglichen Ursache erfahren. Ich leide auch sehr darunter, habe grade meine 2. Ablation hinter mir. Bei mir kommen noch unentwegt Schwitzattacken dazu, Luftnot u. Herzschlag-Unregelmäßigkeiten (nehme 2 Betablocker). Ich hatte gehofft, daß sich meine Lebensqualität bessert. Immer noch mehr neue Medikamente mit immer wieder neuen Nebenwirkungen machen einen das Leben schwer.

Ulrich T. aus Höchstadt/Aisch (23.05.2011): Nehme Betablocker bei Puls 85 100 mg ein. Innerhalb kurzer Zeit (ca. 30 Minuten) ist mein Puls bei 60 bis 65. Mein Alter 70 Jahre.

Oskar aus Hamburg (23.02.2011): Habe seit Wochen auch immer wieder Vorhofflimmern, allerdings ist seit 14 Jahren eine DCMP 3. Grades bekannt. Leider kommt das Vorhofflimmern inzwischen alle 2 - 3 Wochen vor, wobei ich dabei einen Blutdruck von meist 96/56 und einen Puls bis 130 habe. Habe bereits wegen der Herzschwäche einen Defi und dieses Vorhofflimmern ist irgendwie nicht in Griff zu kriegen, trotz 2 Tabl. Cordarex täglich. Was kann ich tun?

Hinweis der Deutschen Herzstiftung: Vielen Dank für Ihren Kommentar. Für Fragen zur eigenen Herzerkrankung können Sie am einfachsten die » Sprechstunde der Herzstiftung nutzen, da Antworten an dieser Stelle aus technischen Gründen nicht möglich sind.

Gü. He. aus Nordstemmen (24.01.2011): Ablation ist doch stationäre Schockabgabe, wenn das so ist, dann habe ich gerade die 1. Abl. hinter mir, um möglichst ohne Medikamente auszukommen.
Deutsche Herzstiftung: Lieber Herr He., meinen Sie eventuell die Kardioversion?

Heinz V. aus Lahr (13.11.2010): Ich nehme an, daß Ablation mit Elektrokardioversion identisch ist. Wenn ja, dann benötigte ich auch vier Anwendungen, um wieder in einen normalen Rhythmus zu kommen.
Hinweis der Deutschen Herzstiftung: Vielen Dank für Ihren Kommentar. Ablation und Elektrokardioversion sind zwei unterschiedliche Behandlungsmethoden. Interessante Informationen dazu können Sie z. B. in dem Sonderband Herzrhythmusstörungen der Deutschen Herzstiftung nachlesen, den Sie als Mitglied » hier kostenfrei anfordern können.

Torsten S. aus Halberstadt (10.11.2010): Am Donnerstag,den 04.11.2010 wurde bei mir eine Pulmonalvenenablation durchgeführt. Unmittelbar nach dem Eingriff sagte man mir, es hätte alles wunderbar geklappt und man habe alle Ablationen (klassisch) durchführen können. Was man mir jedoch dort und auch nicht bei der anschließenden Visite am 05.11.20120 sagte, war, dass man zum Schutz des Ösophagus den Ablationskatheter je nach Länge des Eingriffes mit 5 -7 Litern eingespültem Wasser kühlte. Die Folgen davon bekam ich am Montag, den 08.11.2010 gegen 12.00 Uhr zu spüren, bis dahin fühlte ich mich blendend. Wie abgeschnitten bekam ich Luftnot, Schweißausbrüche, Herzrasen und der RR war bei 190/125 mg. Nachdem der Zustand nach 2 h immer noch bestand, bin ich zu meiner behandelnden Kardiologin gegangen. Die Epikrise der Intervention war ihr bekannt, da drin stand aber auch nichts von dem "Kühlwasser". Ein umgehendes 12 Kanal - EKG und eine Transthorakale Echokardiographie ergaben keinen klinischen Befund. Da war alles im "grünen" Bereich. Ich bekam zunächst Nitrospray, eine erneute stationäre Einweisung, welche sie mir anriet, lehnte ich ab. Eine Nachfrage meinerseits am 09.11.2010 bei der vorbehandelnden Klinik ergab dann, das o.g. mit dem Wasser. Der Arzt sagte, ich müßte das obendrein an einer Gewichtszunahme merken, er hatte Recht : 5 kg mehr, die erhöhte Menge Flüssigkeit im Blutkreislauf erkläre den hohen Blutdruck und die anderen Beschwerden, welche man aber mit Diuretika innerhalb von 1-2 Wochen in den Griff bekäme. Seit dem 09.11.2010 nehme ich nun täglich 1 x 1, 5 mg Indapamid und habe seit dem 10.11.2010; 08.00 Uhr ein 24 h-RR-Meßgerät, die RR-Werte gehen tatsächlich zurück.

Karl V. aus Friedberg (10.11.2010): Die Verordnung von Procoralan; gilt das nur für Pat. nach einer Ablation oder auch bei Pat. mit einer HF von 100 bei ß-Blocker-Unverträglichkeit (Hypotonie da kein Hypertonus vorhanden). Der ß-Blocker reduziert die Leistungsfähigkeit dieses Pat. und verschlechtert seine >Lebensqualität<.
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Evelyn W. aus Ansbach (08.11.2010): Nachdem ich 3 Jahre lang Vorhofflimmern hatte und kein Medi half, bekam ich auf eigenen Wunsch im Alter von 75 Jahren eine Ablation, vorher hatte ich schon 2 Elektroschocks ohne jeden Erfolg. Ich kann jedem nur die Ablation empfehlen, obwohl ich nach 2 Jahren jetzt wieder VHF hatte, wurde mit Elektroschock behandelt und mit Multaq. Mir ginge es gut, wenn ich nicht so Nebenwirkungen durch Marcumar hätte. Ich habe große Hoffnung auf Dabigatran.

Brigitte G. aus Emmendingen (08.11.2010): Ich hatte in den Jahren 2008 u. 2009 immer öfter auftretendes Vorhof-Flimmern mit Puls von 140-170 pro Minute und mit jeweiligem Krankenhausaufenthalt. Am 26.4.2010 wurde bei mir dann eine Lungenvenenablation im Herz-Zentrum in Bad Krozingen durchgeführt. Es wurde mir dann aber auch gleich mitgeteilt, dass u. U. die ganze Sache nochmals wiederholt werden muß bzw. dass es ein halbes Jahr dauern kann, bis sich das Ergebnis zeigt. Als Medikamente nehme ich Flecainid, Kalium ,Betablocker, Marcumar. Ca. 14 Tage nach dem Eingriff ging es wieder los mit dem Vorhofflimmern und hatte dies immer wieder sporadisch mehrere Tage oder auch nur stundenweise, jedoch immer mit sehr hohem Puls. Es ist jetzt seit Aug. 2010, außer ein paar normalen Herzrhythmusstörungen, kein VHF mehr aufgetreten und ich hoffe, dass dies auch so bleibt.

Horst H. aus Mülheim Ruhr (07.11.2010): Muß nach AV-Knotenablation die Behandlung mit Marcumar noch fortgesetzt werden? Habe einen 2 Kammerschrittmacher.
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Robert Faes aus Wijnegem (Belgien) (06.11.2010): Ein Patient erwartet eine normale Herzfrequenz in Ruhestand nicht mehr als früher. Max 72. Obwohl finde ich, dass die Ablation nicht das erwartete Resultat hatte.

Karl-G. V. aus Friedberg (06.11.2010): Hallo Frau Sabine, da Sie schon alle Medikamente bei VHF ausprobiert haben, gehe ich davon aus, daß ihr VHF als permanent (dauerhaft) zu bezeichnen ist. 8 Therapien mit dem Defibrillator ist verdammt viel. Bei mir wurden bereits 3 Therapien mit dem Kardioverter durchgeführt, ohne daß das VHF zu diesem Zeitpunkt durchbrochen werden konnte. Wenn sie den Fachmann fragen, so ist eine 3-malige Behandlung mit dem Kardioverter genug. Ob eine Ablation sinnvoll ist, wage ich bei permanentem VHF zu bezweifeln. Sie sollten mal ihre Kalium- und Magnesium-Werte überprüfen lassen, um festzustellen, ob sie ein physiologisches Profil besitzen. Ich bin erstaunt, daß sie zur Behandlung keine ß-Blocker (bei Unverträglichkeit) oder als Alternative Procoralan (Ivabradin) erhalten haben. Mit freundlichen Grüßen Karl-G. Vaith

Karl-G. V. aus Friedberg (06.11.2010): Es ist mein Patienten-Bestreben, die ß-Blocker bei Unverträglichkeit, gegen Ivabradin (Procoralan) auszutauschen! Die Frequenz wird reduziert, ohne einen Normbludruck zu beeinflussen. Zudem wirken sie auf eine beginnende oder bestehende konsektive Linksherzinsuffienz gleich mit. Mit freundlichen Grüßen Karl-G. Vaith

Fritz L. aus Stadtbergen (06.11.2010): Ich hatte intermittierendes Vorhofflimmern und kein Medikament half. Nach Ablation habe ich unter Rytmonorm 325 SR 1-0-1 einen zuverlässigen Sinusrhythmus. Allerdings war auch mein Puls nach der Ablation nach ca. 60 vor der Ablation dann auf ca. 80. Das hat sich aber im Laufe einiger Monate von selbst geregelt, ich habe jetzt unter 70.

Rüdiger B. aus Litzendorf (06.11.2010): Ich bin seit 1989 Herzinfarktpatient mit Bypassoperation (3-fach) im Jahr 2020 und seit 2004 wegen anhaltender VT mit Kardioversion Träger eines Defibrillators (145 Schocks) mit Herzschrittmacher. Aufgrund anhaltender ventrikulärer Tachykardien habe ich bereits 3 Ablationen erhalten. Die letzte war am 09.03.2010. Seit diesem 5-stündigen Eingriff (Herzzentrum Leipzig) sind bis zum heutigen Tag keine Störungen mehr aufgetreten. Vor diesem Eingriff war es mir nicht möglich ein normales Leben zu führen (Krankenhausaufenthalte im 14-tägigen Rhythmus). Heute führe ich ein fast normales Leben (bessere Lebensqualität). Hätte dies im März nicht für möglich gehalten. Der Verfasser ist 66 Jahre alt. Es wurde die Weiterführung der Amiodarontherapie empfohlen. Aufgrund meiner Erfahrung kann ich nur zu diesem Eingriff raten - eine Entscheidung müssen Sie (Frau Sabine P.), hoffentlich die Richtige, treffen. Ich wünsche Ihnen alles Gute.

Josef K. aus Everswinkel (06.11.2010): Nach meiner Herz-OP 2004 (Aortenklappe, zwei Bypässe) stellte sich bei mir Vorhofflimmern ein. Nach erfolgreicher elektrischer Kardioversion nehme ich nach diversen Versuchen seit ca. einem Jahr Multaq (Dronedaron) 400 mg 1-0-1. Seit dieser Zeit habe ich, was Vorhofflimmern und Blutdruck anbetrifft, keine Probleme mehr. Meine Blutdruckverhältnisse (etwa 125:64) und Puls (etwa 62) sind nach Aussage meines Kardiologen gut.

Sabine P. (71 Jahre) aus Berlin (06.11.2010): Ich fände es sehr informativ, wenn hier Betroffene ihre Erfahrung kundtun würden - genauso, wie es mit dem neuen Medikament Dronedaron/Multaq - geschah. Es würde mir sehr helfen. Ich hatte wegen VF bisher 8 Kardioversionen und soll jetzt eine Ablation erhalten und habe Bedenken, ob es hilft. Ich habe alle Medikamente ausprobiert, Flecainid, Amiodaron, Cordarex, Dronedaron etc.

 
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