Link-Tipps
Rhythmusstörungen
- Herzrhythmusstörungen: Worauf kommt es an?
- Ist Herzstolpern gefährlich?
- Vorhofflimmern durch Stress?
- Herzschrittmacher-Implantation: Was ist im Anschluss zu beachten?
- Kalium- und Magnesiummangel: Gefahr fürs Herz?
- Herzschrittmacher & Sport: Was ist erlaubt? Was ist verboten?
- Ist es sinnvoll einen Defibrillator für zu Hause zu kaufen?
- Zu tiefer Kaliumspiegel als Ursache für Vorhofflimmern?
Aktuelle Mitglieder-Zahl
71.000
Die Herzstiftung wurde 1979 gegründet und hat heute mehr als 71.000 Mitglieder (einschließlich 1.700 Eltern herzkranker Kinder).
» Vorteile der Mitgliedschaft
Herzrhythmusstörungen
Wichtige Infos für Betroffene
Worauf kommt es bei welcher Herzrhythmusstörung an? Diese und viele weitere Fragen beantwortet ausführlich der 132 Seiten starke Sonderband, den die Herzstiftung allen Menschen mit Herzrhythmusstörungen empfiehlt. Als Mitglied können Sie sich ➞ hier kostenfrei die einzelnen Kapitel herunterladen.
Top 10
Die meistbesuchten Seiten der Herzstiftung
- Online-Test: Wie hoch ist mein Herzinfarkt-Risiko?
- Immer wieder Herzstolpern: „Muss ich mir Sorgen machen?”
- Herzinfarkt: Was müssen Frauen wissen?
- Kochbuch: Herzinfarkt-Risiko mit der Ernährung verringern
- Grüner Tee: Schutz vor Herzinfarkten?
- Herzschwäche: Ist Schonung falsch?
- Herzschwäche-Therapie: Worauf kommt es an?
- Marcumar & Co: Alles über Gerinnungshemmer
- ASS gegen Herzinfarkte nur für bestimmte Menschen ratsam
- Cholesterin: Wie können sich Herzpatienten schützen?
Herz-Sprechstunde
Haben Sie Fragen zu Ihrer Herzkrankheit?
Wenn Sie Fragen zu Ihrer Herzerkrankung haben, können Sie dafür als Mitglied die Online-Sprechstunde der Herzstiftung nutzen.
Weiter zur Sprechstunde
Tipp für Herzpatienten
Exklusive Zeitschrift zu Herzerkrankungen
In HERZ HEUTE geben unabhängige Herzexperten, die z. B. als Chef- oder Oberärzte an Universitätskliniken tätig sind, wertvolle Ratschläge zu Herzkrankheiten (welche neuen Therapien tatsächlich zu empfehlen sind oder wie Betroffene ihre Erkrankung selbst positiv beeinflussen können).
Mitglieder bekommen die exklusive Zeitschrift, die nur über die Deutsche Herzstiftung und nicht am Kiosk erhältlich ist, kostenfrei im Abonnement nach Hause geliefert.
Hinweis: 2007 wurde die Chefredakteurin von HERZ HEUTE, Dr. Irene Oswalt, für die kompetente Berichterstattung in HERZ HEUTE mit dem Preis für Wissenschaftsjournalismus der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) geehrt. Zuvor war die hohe Auszeichnung u. a. an Redakteure der FAZ und Süddeutschen Zeitung gegangen, was die hohe Qualität von HERZ HEUTE verdeutlicht.
Weiter zum Archiv
Aus der Sprechstunde der Deutschen Herzstiftung
„Ist bei Herzrhythmusstörungen eine Reise an die Nordsee verboten?”
Bislang 18 Kommentare zu diesem Beitrag (Stand: Mittwoch, 16.05.2012)
In der Sprechstunde der Deutschen Herzstiftung werden immer wieder wichtige Fragen gestellt. Interessant war z. B. die Frage, ob man bei bestimmten Herzrhythmusstörungen eine Reise an die Nordsee wegen des dortigen Reizklimas vermeiden sollte.
Gestellt wurde die Frage von einem Herzpatienten aus Thüringen, der seinen Urlaub bislang bevorzugt an der Nordsee verbracht hatte. Wegen eines kürzlich bei ihm entdeckten Vorhofflimmerns war er sich nun aber nicht mehr sicher, ob das dortige Reizklima evtl. eine Gefahr darstellt und er in Zukunft lieber an einen anderen Urlaubsort fahren sollte. Das Herzflimmern selbst wird von dem Nordseeliebhaber nicht wahrgenommen (nur auf dem EKG erkennbar) und als Medikamente kommen Marcumar und Amiodaron zum Einsatz, wie er uns in einer E-Mail schreibt.
Die Experten-Antwort:
Da Sie erfreulicherweise keine Beschwerden durch das Vorhofflimmern haben, sollten Sie auch möglichst wenig Einschränkungen in Ihrem täglichen Leben akzeptieren. Dies gilt auch für die Wahl Ihres Urlaubsortes.
Darüber hinaus gibt es in der medizinischen Fachliteratur keine Hinweise, dass sich Vorhofflimmern oder auch andere Herzrhythmusstörungen unter dem Einfluss des Reizklimas an der Nordsee verschlechtern. Ich würde Ihrem Gefühl – Sie schreiben, dass Sie sich an der Nordsee und auf den Inseln stets besonders wohl fühlen – in diesem Fall auch mehr Bedeutung beimessen als irgendwelchen eventuellen Statistiken.
Autor: Dr. med. Frank Sonntag ist Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Herzstiftung. Zu den Schwerpunkten des Kardiologen und Sportmediziners zählt u. a. der Einfluss von Bewegung auf Herzerkrankungen.
(Redaktion: ebe)
Bislang 18 Kommentare zu diesem Beitrag
Margit-Rosa R. aus Frankfurt (16.04.2012): Liebe Leude, ich finde den Thread wirklich sehr, sehr gut, obwohl ich am Ende des Tages versehentlich ein anderes Thema gepostet hatte und mir noch niemand auf meine Selbstüberwindung bezgl. Mg-Störung geantwortet hat. Aber so what, ist schon klar, die Krankheit hat wieder niemand. Deshalb kommt ja auch die Forschung nur so schleppend voran. Fact ist, dass ich vor 2,5 Jahren auf Sylt war und meine komplexen Mg-störungen (siehe unten) über Nacht weg waren. Ich habe diese Wunderheilung damals auf den vielen Fisch und die Meeresfrüchte zurückgeführt, die ich dort schnabuliert habe. Seither esse ich kaum noch Fleisch, was als Tierfreundin mittlerweile auch einen ethischen Kontext hat. Ich bin im Übrigen total undogmatisch veranlagt. Interessant war, dass ich vor 4 Wochen für 2 Wochen in Holland (Amsterdam) und England (Cambridge) war, ohne viel Fisch, respektive Sepia usw. gegessen zu haben. Mein Vorzustand war schon recht gut, aber die kleinste Lid-Zuckung ging weg. Das hat nichts mit relaxtem Urlaub an sich zu tun, weil es in meinem Leben schon genügend derartige Urlaube gegeben hat, die einer Spontan-Wirkung entbehrt haben. Insofern ist da was im Norden, was ich nicht beurteilen kann.
Mir hilft schon harter Sport, jedenfalls war eine Alpenüberquerung mit Rennrad mal positiv, aber eben erst nach etlichen Tagen. Mit Sport kann ich als Sportwissenschaftlerin immer agieren. Bei meiner Extra-Coronaren Thematik ist es zwar mehr ein Herumdoktern an den Symptomen, aber ein krass harter Berg, wir sprechen über große Alpenpässe und Langdistanzfahrten über Tage, involvieren mein Herz in jedem Fall positiv. Bei harten Rhythmusstörungen setzte ich mich logisch auf mein Rad und fahre krass Mammolshainer Berg rauf. Das wirkt kurzfristig phantastisch, wie eine Defibrillation. Aber wenn das Herz nicht die eigentliche Ursache der Probleme ist, sondern lediglich in einem Reaktionskomplex steht, bleiben Gefäßkrämpfe und Muskelticks trotzdem bestehen - das ist wie das Amen in der Kirche. Muss ich mit meinen Alpinen Wurzeln mit 80 mutmaßlich echt nach England oder Norddeutschland ziehen, wo ich dann wiederum interkulturelle Integrationsstörungen erleide? Quasi sempre raggiungibile
Margit-Rosa R. aus Frankfurt am Main (14.04.2012): Salve zusammen, ich bin 51 Jahre alt, mein letzter Arztbesuch liegt gut 20 Jahre zurück. Ursächlich für diesen Vollblock ist eine magnesiumtechnisch verortete Elektrolytstörung, mit der ich schon als Teenie zu tun hatte. Symptome sind damals wie heute: Gefäßkrämpfe in allen Gliedmaßen, Muskelticks und einhergehend – niemals isoliert - krasse Herzprobleme! Ich gehe davon aus, dass es bei meiner Dysfunktion auf das Verhältnis zwischen Magnesium, Kalium und Kalzium ankommt. Aber nix genaues weiß man bis heute nicht. Tetanisch veranlagt bin ich leider auch, was Kalzium angeht, wobei ich von dieser dankbar leicht diagnostizierbaren Stoffwechselirritation (z. B. Pfötchenstellung etc. pp.) bisher zum Glück erst 2 x heimgesucht wurde. Es beschränkt sich ergo auf wiederkehrende MG-Resorptionsstörungen. Nach der 1000 und 1.-sten Untersuchung hatte ich im Herbst 1981 endlich schwarz auf weiß, womit ich mein Leben lang dealen muss, wenigstens das! Erforscht ist das Thema aber noch lange nicht, da sind die Leute mit Multipler Sklerose (z. B. & sorry) echt besser dran! Die Substitution von Magnesium hilft bei einem „normalen“ MG-Mangel, der nichts mit meiner komischen Störung zu tun hat, ganz sicher prima. Freundinnen, die schon mal Wadenkrämpfe haben, ein Vibrieren am Lid oder sonstige Zuckungen, erzählen ganz ausführlich, ohne zu wissen, was bei mir seit Jahrzehnten abgeht. Sie wussten es mal, haben es aber vergessen. Sowieso ist mir das Thema zum Palavern viel zu komplex, was dazu führt, dass ich gar nichts mehr sage, weil es schlicht keinen Taug hat. Ich arbeite mich an einer Art Schwammeffekt ab, reagiere insofern übersensibel auf das, was mir fehlt. Seit 35 Jahren dasselbe Spiel. Ergo muss ich mir Magnesium manchmal entziehen, um für einige Stunden beschwerdefrei zu sein. Will heißen, dass ich den Teufel mitunter mit dem Belzebub austreiben muss: z. B. eine Tasse schwarzen Kaffee bei Herzstolpern und/oder Tachykardie, damit der Puls mal auf 75 oder so runtergeht, respektive sich nebenbei auch noch irgendwie rhythmisch eintriggert. Und war es nur ein Schluck Kaffee zu viel, halte ich schon die Backpflaume in der Hinterhand, die ultimative Banane oder, was nicht sofort, aber in the long run deutlich nachhaltiger wirkt, eine Packung Nordseekrabben. Noch Fragen? Ich habe keine, nur Antworten!
Stefan P. aus Schwarzwald (01.12.2011): Sehr positive Erfahrung: Vorhofflimmern unbekannter Dauer, mindestens 9 Monate mit massiven Folgen (regelmäßige Salven, EKG Frequenz bei geringer Belastung schon über 150) und Einschränkungen (Leistungslimit 40 Watt). Zwei Wochen Urlaub in Wyk auf Föhr. Sehr gut gefühlt, deutlich leistungsfähiger. Direkt nach der Rückkehr verschwindet das Flimmern und kam nie mehr wieder. Seither regelmäßig Urlaub an der Nordsee, der mir sehr gut tut. Auch der Kardiologe (Uni-Prof) hält hier einen Zusammenhang für gut möglich.
Klaus W. aus Norden/Nordsee (03.11.2011): Umzug an die Nordsee wegen HOCM/Rhythmusstörungen vor 4 1/2 Jahren. Fast 2 Jahre alles gut, dann fast jeden Monat Vorhofflimmern, meist nach 1-3 Tagen eine Kardioversion (bisher 21 x). Zwischendurch im November 2009 eine Pulmonalvenen-Isolation in Hamburg, Vorhofflimmern dadurch nur noch 2-3-monatlich. Dann Umstellung auf MULTAQ. Nach mehreren Monaten Kammerflimmern mit Herzstillstand. Reanimation durch Rettungsdienst nach 5 Minuten. Defibrillator-Implantation Februar 2011 in Oldenburg. Danach selten Vorhofflimmern/Kardioversionen. - NUR: Übelkeit etc. durch häufigen Wetterwechsel und das raue Klima habe ich weiterhin. Wahrscheinlich tut ein kurzer Urlaub Herzkranken wie mir an der Nordsee gut, aber immer hier wohnen schränkt mich doch stark ein. Überlegung ist da, wieder in ein gemäßigteres Klima ins Münsterland oder Ruhrgebiet zu ziehen. Allen GUTE Gesundheit!!!
Fred B. aus Gütersloh (27.10.2011): Meine Erfahrung ist vermehrtes Stolpern des Herzschlags und Herzrasen.
Martin aus Hennef (08.10.2011): Ich fahre auch gerne an die Nordsee und leide unter Herzrhythmusstörungen und Vorhofflimmern, auch ich merke nichts davon, manchmal wünsche ich mir, man hätte es mir nie gesagt. Ich fühle mich an der See sehr wohl!!
Ingrid H. (01.10.2011): Ich fahre 1x im Jahr nach Norderney und mir ist dort das Klima bisher immer bestens bekommen, ohne dass ich Herzrhythmusstörungen (bereits 2x Ablation) verspürt habe. Ich spüre das Vorhofflimmern und Herzstolpern ansonsten sehr.
Hedwig M. aus Münsingen (22.08.2011): Ich fahre seit 1974 regelmäßig an die Nordsee, zweijährig oder drei Jahre hintereinander, ich habe weder extra Beschwerden noch sonstige stärkere Herzrhythmusstörungen, wenn ich an der See bin. Habe einen Schrittmacher seit 2oo9, da ich Aussetzer mit bis zu 45 / 5o Sek. hatte. Die Salzluft ist auch gut für die Herzkranzgefäße bei Asthmatiker, meiner Freundin geht es immer gut, wenn sie mit mir an der Nordsee ist und mir auch. Ich kann es nur empfehlen. Wir fahren immer im Wechsel nach Cuxhaven-Döse und Büsum.
M. P. aus Wuppertal (19.06.2011): Ja, denn ich bin auch bisher immer nach meinen Wuenschen in den Urlaub gefahren. Ich bin auch immer gut erholt aus dem Urlaub gekommen. Natürlich habe ich vorher meinen Arzt von meinen Urlaubsplaenen unterrichtet.
Siegfried S. aus Hoyerswerda (03.05.2011): Seit 1987 habe ich chronisches Vorhofflimmern und Bluthochdruck. Mit Medikamenten bin ich stabil eingestellt. Ich bin jetzt 72 Jahre alt und war bisher mehr als 15 Mal im Früh- oder Spätsommer an der Ostsee und 3 Mal an der Nordsee. Gesundheitliche Probleme traten bei den 14-tägigen Aufenthalten nie auf.
Burkhjard S. aus Göttingen (03.04.2011): Ähnlich wie dem im Beitrag fragenden Patienten geht es mir im Augenblick genauso und ich hatte erhebliche Zweifel und keinen Mut zu einer Buchung. Ich freue mich nunmehr auf meinen Urlaub in Cuxhaven-Döse.
G. S. aus Ludwigshafen (20.02.2011): Seit 10 Jahren Sommer-Nordseeurlaub (Sylt) bei o. g. Herzproblematik. Fühle mich sehr wohl dort.
M. aus Ratingen (19.02.2011): Habe an der Ostsee keine Probleme gehabt und hoffe, daß ich bei meinem nächsten Urlaub an der Nordsee, ebenfalls keine Probleme habe.
Erika S. aus Duisburg (04.02.2011): Ich leide auch unter Vorhofflimmern seit Jahren und fühle mich auf der Insel Sylt besonders wohl und habe dort kaum Beschwerden (spüre sonst jeden falschen Herzschlag) fahre immer gut erholt nach Hause, mir tut das Klima gut.
Anja R. aus Wilhelmshaven (21.01.2011): @Rudolf L. aus Wesseling... es ist nicht richtig das es an der Nordsee keine Herzklinik gibt. Das Herz-Kreislauf-Zentrum in Oldenburg ist ausgezeichnet und auch mein Vater hat dort einen 4-fach Bypass erhalten. Alles TOP.
Anja R. aus Wilhelmshaven (21.01.2011): Mein Vater (62) hatte im März 2010 einen Sekundentod nach einem Herzinfarkt erlitten. Nach 28 Minuten und dreimaliger Defibrillation hat man ihn wieder ins Leben zurückgeholt. Zwar hat er heute einen vierfach Bypass und einen Stent aber keine weiteren bleibenden Schäden und er lebt hier an der Nordsee in Wilhelmshaven. Deshalb hat er nicht mehr Probleme als andere. Herzliche Grüße
Rudolf L. aus Wesseling (26.11.2010): Das Reizklima an der Nordsee machte mir mehrmals Probleme was zu Klinikaufenthalten auf Sylt führte. Typisch: es gibt keine Herzklinik an der Nordsee!
Henning aus Bad Iburg (03.11.2010): Ich fühle mich an der Nordsee pudelwohl trotz Herzflimmern. Ich habe keine Beschwerden an der See!!!



