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Wichtige Informationen der Herzstiftung zur Folsäure

Herzinfarkt: Folsäure als Schutz?

Bislang 51 Kommentare zu diesem Beitrag (Stand: Mittwoch, 22.02.2012)

Folsäure und Herzinfarkt

Immer wieder werden die Herzspezialisten der Deutschen Herzstiftung gefragt, ob Folsäure, die zu den Vitaminen gehört, tatsächlich vor Herzinfarkten schützen kann. Die Frage ist nicht unberechtigt, zumal sich die Empfehlungen zur Folsäure in den letzten Jahren entscheidend geändert haben und sich das noch nicht überall herumgesprochen hat.

Hintergrund: Bereits vor vielen Jahren hatten Studien gezeigt, dass erhöhte Blutwerte der Aminosäure „Homocystein“ mit einer erhöhten Rate an Herzinfarkten, Schlaganfällen oder Durchblutungsstörungen in den Armen und Beinen einhergehen können. Da sich erhöhte Homocystein-Spiegel in vielen Fällen einfach mit Vitaminen senken lassen, z. B. mit Folsäure, Vitamin B6 und Vitamin B12, wurden diese Vitamine früher häufig von ärztlicher Seite zum Schutz vor Herzinfarkten empfohlen, wenn sich in Blutuntersuchungen erhöhte Homocystein-Werte fanden. Teilweise wurden solche Vitamin-Präparate sogar auch als eine Art Wundermittel zum Schutz vor Herzinfarkten angepriesen, unabhängig davon ob der Homocystein-Spiegel im Blut tatsächlich erhöht war oder nicht.

Folsäure: Wie lauten die heutigen Empfehlungen?

Mittlerweile wird Folsäure von erfahrenen Herzspezialisten allerdings nicht mehr zum Schutz vor Herzinfarkten empfohlen. Denn aufgrund groß angelegter Studien* der letzten Jahre weiß man heute, dass sich erhöhte Homocystein-Werte zwar mit einer Kombination aus Folsäure, Vitamin B6 und B12 senken lassen, dies aber nicht wie erhofft auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verringert.

*Armitage JM et al., JAMA 2010; 303: 2486-94 / NORVIT: Bønaa KH et al., N Engl J Med. 2006;354:1578-88 / HOPE-2: Lonn E et al., N Engl J med 2006; 354: 1567–77

Wie lassen sich die Ergebnisse erklären?

Auf den ersten Blick mag die fehlende Wirkung der Homocystein-Senkung auf das Herzinfarkt-Risiko unlogisch erscheinen, da hohe Homocystein-Werte in vorausgegangenen Studien ja mit einem gesteigerten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen einhergegangen waren. Doch nach den Erkenntnissen der letzten Jahre sind erhöhte Homocystein-Spiegel lediglich als Folge anderer Herzinfarkt-Risikofaktoren anzusehen. D. h. erhöhte Homocystein-Spiegel zeigen ein erhöhtes Risiko für verschiedene Herz-Kreislauf-Erkrankungen an, aber steigern diese Gefahr selbst nicht. Vergleichbar ist das mit einem Tacho im Auto, der zwar beim Gas geben eine Zunahme der Geschwindigkeit anzeigt. Dreht man aber die Tacho-Nadel mit der Hand auf Null zurück, ohne den Fuß vom Gaspedal zu nehmen, verringert sich die Geschwindigkeit des Autos nicht. Ebenso wenig verringert sich das Risiko für einen Herzinfarkt, wenn man wie in den Studien überprüft mit Folsäure und anderen Vitaminen den Homocystein-Spiegel senkt.

Können Folsäure und andere Vitamine auch Schäden anrichten? 

In der Vergangenheit hat es immer wieder Hinweise gegeben, dass die künstliche Zufuhr von Vitaminen in Pillenform in bestimmten Fällen möglicherweise die Gefahr für verschiedene Tumore erhöhen kann. D. h. derartige Folsäure- und andere Vitamin-Präparate sind evtl. nicht nur nutzlos, was den Schutz vor Herzinfarkten angeht, sondern stellen ggf. sogar ein Risiko für die Gesundheit dar, was sich aufgrund der bisherigen Studien zumindest nicht mit ausreichender Sicherheit ausschließen lässt.

Fazit: Präparate mit Folsäure, Vitamin B6 und Vitamin B12 haben beim Schutz vor Herzinfarkten enttäuscht**. Zwar kann die Einnahme von Folsäure- bzw. Vitamin-Pillen den Homocysteinspiegel senken, in den erwähnten groß angelegten Studien der letzten Jahre hatte dies aber keine schützenden Effekte, was das Auftreten von Herz-Kreislauf-Erkrankungen angeht. Zudem lässt sich nicht mit ausreichend hoher Wahrscheinlichkeit ausschließen, dass die künstliche Zufuhr solcher Vitamin-Pillen auf Dauer mit der Entwicklung von Tumorerkrankungen einhergeht.

**Unberührt davon ist die Folsäure-Einnahme, wie sie während der Schwangerschaft für einen begrenzten Zeitraum zur Verhinderung von Neuralrohr-Defekten bei Neugeborenen zum Einsatz kommt, oder auch Vitamin-Gaben, wie Sie evtl. bei drastischer Unterernährung sinnvoll sein können.

Wichtiger Hinweis: Erfahrungsgemäß kann durch den Kauf und die Einnahme von Folsäure bzw. anderen Vitamin-Tabletten die Gefahr bestehen, dass man sich in falscher Sicherheit wiegt, was den Schutz vor Herzinfarkten angeht, und man dann Risikofaktoren vernachlässigt, die erwiesenermaßen wirklich gefährlich sind, wie z. B. Bluthochdruck, Bewegungsmangel, gesundheitsschädigende Cholesterin-Spiegel oder ungünstige Ernährungsgewohnheiten.

TippFür alle, die sich wirklich wirkungsvoll vor einem Herzinfarkt schützen möchten und selbst etwas dafür tun wollen, empfiehlt die Herzstiftung statt dem Kauf von Folsäure z. B. folgende Themen in Angriff zu nehmen (bitte anklicken):

Professor Dr. med. Harald Klepzig

Autor: Professor Dr. med. Harald Klepzig ist Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Herzstiftung und Chefarzt im Klinikum Offenbach. Zu den klinischen und wissenschaftlichen Schwerpunkten des Herzspezialisten zählen u. a. die interventionelle Therapie und die medikamentös-konservative Behandlung von Herzerkrankungen.

(Redaktion: ebe)

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Bislang 51 Kommentare zu diesem Beitrag

Maier aus Au/Hallertau (16.12.2011): Sehr gute Infos. Danke weiter so.

Helga K. aus Vlotho (13.12.2011): Ich nehme täglich eine Vitamin B-Tablette (Component) ein und auch eine Tablette Folsäure. Ich meine etwas für meinen Gesundheitszustand zu tun und es mir dann besser geht.

Helga H. aus Detmold (16.11.2011): Ich weiß, dass Bewegungsmangel ein großes Risiko darstellt. Das Problem ist nur, wenn man gleichzeitig große Rückenprobleme hat, ist ein entsprechendes Laufpensum oft nicht möglich - obwohl mir dieser Mangel bewusst ist.

Peter L. aus Nossen (14.11.2011): Das ist eine fundierte Fachinformation an Patienten, zumal im hausärztlichen "Blutentnahme-Analysesystem" Fehlerquellen bestehen, die wiederum den Homocysteinwert verfälschen und zu falschen Schlußfolgerungen für den Betroffenen/Patienten führen. Trotz bewiesener freien Koronargefäße 2001, nachfolgend jährliche Blutwerte im Normbereich, Nichtraucher, wöchentl. Fitness-Ergometertraining bis 200 Watt wurden 2010 subtotale Verschlüsse RCA, RCX, RIVA 90% / (bei absoluter Beschwerdefreiheit!) bei mir "zufällig" diagnostiziert. In unserer heutigen "Hochdiagnostigmöglichkeit" gehören abnormale Gesundheitswerte in die Hände/Verantwortung von Fachärzten/Spezialisten.

Diethard D. aus Witzenhausen (18.10.2011): Sehr gut und ausreichende Info gut Verständlich.

Siegfried Sommer aus Dresden (07.10.2011): Stimmt es allerdings, dass ein erhöhter Homocystein-Spiegel die Entwicklung von "Alzheimer" begünstigt? Dann wäre ja eine Senkung mit Folsäure, B6 u. B12 günstig? Jedoch müsste man abwägen: Neubildungen oder Alzheimer?

Antwort der Deutschen Herzstiftung: Vielen Dank für Ihren Kommentar. Für Fragen zu diesem Thema können Sie am einfachsten die » Sprechstunde der Herzstiftung nutzen, da Nachfragen an dieser Stelle aus technischen Gründen nicht beantwortet werden können. Alles Gute und herzliche Grüße! Ihr Mitarbeiter-Team der Deutschen Herzstiftung

Gunnar Gödecke aus Duisburg (05.10.2011): Höchst interessante Informationen. Vielen Dank!

Wolfgang K. aus Berlin (29.09.2011): Ich trinke täglich ein Glas Milch, in der noch Vitamin B12 drin ist, und achte beim Speiseöl auch auf Omega-3-u. ä. Fettsäuren. Als Schutz vor Herzinfarkt habe ich meine 3. PVI in der 2. Dekade Sept./11 durchführen lassen. Ca. 10 Tage lang nach dem Eingriff hatte ich eine wechselnde Pulsfrequenz von 80 - 100/min. Als ich dann mit normaler Gartenarbeit begann, so etwa aller zwei Tage ca. 1 - 2 Std. Dauer, sank die Pulsfrequenz auf Werte 67 - 75 (gemessen Obermessgerät mit Pulspiepton, man kann Extraschläge- u/o Aussetzer besser zählen). Ich habe hin- und wieder so ein angespanntes Gefühl in der Herzgegend, so als wäre ich aufgeregt. Die Messung "piept" aber einen gleichmäßigen Pulsschlag. Das ist deshalb wichtig, weil manche Geräte Mittelwerte anzeigen, die nicht hilfreich wären. Bei optischer Blinkerei wäre ich mir nicht sicher. Mein VHFL ist weg. Am 19.10./20.10.11 erfolgt die Nachkontrolle. RR 120-125/80-90. Bin ganz happy, wenn alles so bleibt!

K. H. Ebeling (29.09.2011): Für mich ist das eine sehr gute Information und sogar noch kostensparend. Vielen dank!

Martina K. aus Wuppertal (28.09.2011): Ich weiß durch Bluttests, dass ich erhöhte Cholesterinwerte habe. Kann mir der Arzt denn dagegen etwas verordnen? Als Gegenmaßnahme (habe auch Übergewicht) habe ich seit 2,5 Jahren aufgehört zu rauchen. Aufhören (in Maßen) zu essen kann ich leider nicht. ;)

Antwort der Deutschen Herzstiftung: Vielen Dank für Ihren Kommentar. Für Fragen zu diesem Thema können Sie am einfachsten die » Sprechstunde der Herzstiftung nutzen, da Nachfragen an dieser Stelle aus technischen Gründen nicht beantwortet werden können. Alles Gute und herzliche Grüße! Ihr Mitarbeiter-Team der Deutschen Herzstiftung

Herbert Acker aus Viersen (25.09.2011): Sehr hilfreich.

Susanne Cramer aus Frankfurt (24.09.2011): Eine wichtige Erklärung zum Thema Homocystein ./. Herzinfarkt -

Erika G. aus Aschaffenburg (23.09.2011): Ja, ich nehme Folsäure ab und zu aber nicht um dem Herzinfarkt vorzubeugen, sondern um meinen HB-Wert zu verbessern (Rat aus der Apotheke).

Dietrich R. aus Herzogenrath (22.09.2011): Ich leide seit fast 6 Jahren an einer Aortendissektion Typ B, die konventionell behandelt wird. Folsäure nehme ich fast regelmäßig 1x tgl. und Vitamin B 12 1x wöchentl. Meine Blutwerte insgesamt sind gut bis sehr gut (große Kontrolle 2x/Jahr im HZ Krozingen).

Anonym (21.09.2011): Ich hatte mir schon mehrmals Gedanken über dieses Thema gemacht und bin Ihnen dankbar, dass sie das so anschaulich erklärt und belegt haben.

Sigrun S. aus Hagen (21.09.2011): Danke für die Information, ich habe mir eine kleine Packung TROMCARDIN gekauft, da ich annehme das meine Herzrhythmusstörungen etwas gebessert werden. Nun kann ich wohl darauf verzichten.

Siegfried Graber aus Saarbrücken (21.09.2011): Nach Infarkt wird manchmal auch die Prävention übertrieben, besonders wenn es um Pillen geht. Hier waren vor allen die Zusammenhänge und Hintergrundinformationen betreffs der Wirkung von Folsäure gut dargestellt.

Franz-Josef Laugel (21.09.2011): Endlich mal eine klare Aussage, die unnötige Geldausgaben verhindert.

Ursula T. aus Oberhausen (21.09.2011): Ich nehme im Rahmen einer sehr guten Rheumabehandlung einmal wöchentlich 5 mg Folsäure auf Anraten meiner Ärztin und habe das s. Z. als Gegenpol zu dem sehr aggressiven MTX, von dem ich ebenfalls einmal wöchentlich 7,5 mg nehmen muss, verstanden. Dazu jeden Tag 5 mg Prednisolon. Darüber hinaus habe ich seit 12 Jahren eine eingeschränkte Herztätigkeit mit Bluthochdruck, Rhythmusstörungen und allem, was dazu gehört, und muss von daher schon genügend Medikamente nehmen. Für mich war der Hinweis sehr hilfreich und ist ein guter Grund, mit meiner Rheumatologin beim nächsten Termin Anfang Oktober darüber zu sprechen.

Hans S. aus Leipzig (21.09.2011): Viele Monate hingen beim Hausarzt Plakate mit der Empfehlung, die Homocystein-Werte zu senken. Mehrmals wurden bei mir zu hohe Laborwerte festgestellt. Die Einnahme von Vitamin B6 und B12 brachten keine wesentliche Änderung. Ich habe dann mit der Vitamin-Einnahme aufgehört. Jetzt stellte man fest, dass ich zu viel Vitamin B12 gespeichert habe und deshalb mindestens ein Jahr Vitamin B12 meiden soll.

Hoffmann aus München (20.09.2011): Es ist ja schon interessant (und fast witzig, wenn es nicht so wichtig wäre), wie schnell sich wissenschaftliche Erkenntnisse und Empfehlungen ändern!

Anonym (20.09.2011): Bewegung senkt den Blutdruck nachweislich und stärkt die Herzkraft, das habe ich selbst durch Übungen erfahren!

S. L. aus Hannover (20.09.2011): Mein Internist hat mir - Hinterwandinfarkt 2007 - bei einem Homocysteinspiegel von 10,3 Medyn Forte verschrieben. Trotzdem ist der Wert auf 11,9 gestiegen. Ich habe das Medikament danach in Absprache mit dem Arzt abgesetzt. Beschränke mich auf Vermeidung aller Risikofaktoren und Einhaltung der positiven Verhaltungsweisen - mit sehr gutem Erfolg.

Gerhard D. (20.09.2011): Ganz allgemein kann ich sagen, dass ich in Ihren Informationen bisher immer etwas gefunden habe, das meinen Kenntnisstand über Herzerkrankungen erweitert hat. Vieles davon konnte ich zur Optimierung meines Verhaltens in Fragen der KHK übernehmen.

Heinz-Joachim L. aus Martinshöhe (20.09.2011): Für mich waren Informationen sehr wichtig, sie haben mir endlich Klarheit gebracht. Ich hatte bis jetzt so viel Widersprüchliches gehört und gelesen, daß ich halt sicherheitshalber schon längere Zeit Folsäure und Vitamin B 12 eingenommen habe nach dem Motto: "Hilft es nichts, so schad'ts auch nichts". Daß ich während dieser Zeit ein Prostata-Ca (2007) und danach ein Analkanal-Ca (2008) hinter mich brachte, muß damit nicht unbedingt etwas zu tun haben, macht mich aber schon nachdenklich. Schön, daß jetzt Klarheit besteht hinsichtlich Homocystein und Herzinfarkt (den ich hinter mir habe und natürlich alles tue, um einen weiteren zu vermeiden). Danke für Ihre wertvollen Informationen.

Marietta M. aus Worms (20.09.2011): Mir wurde von Hr. Dr. Ryba eine Kombination von Vitamin B6, B12 und Folsäure sogar verordnet. Nach diesem Bericht kann ich mir die Einnahme sparen.

Renate S. aus Hitzacker/Elbe (20.09.2011): Ich bin etwas verunsichert jetzt. Ich nehme schon sehr lange das Präparat SYNERVIT, weil mein Homocysteinspiegel erhöht war. Soll ich das nun absetzen? Ich rauche nicht, walke 4 x die Woche ca. 45 Minuten. Habe einen eher zu niedrigen Blutdruck.

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Jürgen Scherf aus Kiel (20.09.2011): Der Artikel ist für mich sehr aufschlußreich. Ich werde ihn Freunden, die auch Herzprobleme haben, zukommen lassen. M. f. g. Jürgen Scherf

Bernd J. aus Meschede (20.09.2011): Da ich bisher keine Präparate dazu eingenommen habe, fehlt mir auch die entsprechende Erfahrung dazu. Trotzdem ein informativer Artikel. Eine Info dazu wäre noch hilfreich: in welchen Speisen / Getränken ist Folsäure vermehrt beinhaltet?

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Bernd K. aus Göttingen (20.09.2011): Mir, als Bluthochdruckpatient mit Herzwandverdickung, zu hohen Cholesterin- und grenzwertigen Zuckerwerten, wurde die Einnahme von Folsäure vom Arzt empfohlen. Neben der Medikamenteneinnahme gegen den Bluthochdruck, habe ich vor 10 Jahren begonnen meine Lebensgewohnheiten zu ändern. Essgewohnheiten, Gewichtsreduktion und vor allem, viel Bewegung! Als 64-jähriger besuche ich regelmäßig ein Fitnessstudio und bin zum begeisterten Radrennfahrer geworden. Auf die Zufuhr von Vitaminen in Pillenform verzichte ich mittlerweile völlig. Lediglich Magnesium, Kalzium und Kalium nehme ich bei hohen Wasserverlust durchs Schwitzen ein. Mein Blutdruckwerte sind ok, Cholesterin- und Zuckerwerte unauffällig. Blutdrucksenker nehme ich noch ein, aber nur noch ein Achtel der Menge, die mir ursprünglich verschrieben wurde.

Arthur Dröfke aus Edermünde (20.09.2011): Habe was Neues dazugelernt! Danke für diese Information. Herzstiftung ist schon sehr gut.

Bartkowski aus Duisburg (20.09.2011): Vielen Dank für die klare und umfassende Stellungnahme.

Dr. Westenhoeffer (20.09.2011): Die Information ist hilfreich, sie spart Kosten und lenkt die Behandlung der Risikofaktoren ins Zentrum und nicht auf einen Nebenweg.

TadSnaz aus Köln (20.09.2011): Interessanter Einblick, vor allem, weil in der Stiftung Warentest (2010 oder 2009) aufgrund angeblichen Unterversorgung in Europa eine Ergänzung mit 400-er Folsäurepräparaten empfohlen wurde (jedoch nicht vor dem Hintergrund sich vor dem Herzinfarkt zu schützen). Aber das künstliche Vitamine evtl. Tumore hervorrufen können, wurde dort m. M. nach nicht erwähnt. Vielen Dank an Prof. Dr. Klepzig für den aufklärenden Artikel.

Heinz Kleefuß aus Köln (20.09.2011): Gut, dass die Herzstifftung, gestützt auf Studien, über die Wirkung von Folsäure aufklärt. Die Werbung hat ja bisher viel versprochen.

Reinhard N. aus Balgheim (20.09.2011): Das mag bei Folsäure vielleicht stimmen. Doch ist es erwiesen, dass genauso viele Menschen mit einem "normalen" Cholesterinspiegel einen Herzinfarkt hatten, gegenüber denen, wo er erhöht war! Ich sehe deshalb solche Aussagen sehr kritisch und in ihrer Richtigkeit zeitlich begrenzt! Ausdauersport, ausgewogene Ernährung (es darf auch "gesündigt" werden) und Gewichtsreduktion haben bewiesenermaßen einen positiven Einfluss einer Gefäßerkrankung vorzubeugen. Faustformel: Kalorienverbrauch = Kalorienaufnahme! Sich auf die Pharmaindustrie zu verlassen, ist zwar sehr bequem, aber ein gefährlicher Trugschluss!
Anmerkung: Ich hatte 2007, mit 46 Jahren einen Hinterwandinfarkt!
Zudem wurde bei mir Diabetes Typ 2 diagnostiziert.
Durch Ausdauersport habe ich 27 kg abgenommen.
Jahresleistung: Laufen / Mountainbiken ca. 7000 - 8000 km
Ich brauche heute außer Herzass keine Medikamente mehr!
Ich habe dabei ausgesprochene gute Blutwerte mit einem Blutdruck von 110/70 und einem Ruhepuls von 45.
Ich werde gecoacht von einem Allgemeinmediziner mit Sportmedizinausbildung!

Theodor Pickert jun. aus Beckum (20.09.2011): Vielen Dank für diese Information.

Ursula R. aus Idar-Oberstein (19.09.2011): Als Laie verlässt man sich natürlich auf die Empfehlung des vor Ort betreuenden Kardiologen. Ich hatte 1998 und 2007 einen Infarkt, 2008 eine Bypass-Op. Bei den vierteljährlichen Routineuntersuchungen wird grundsätzlich der Homocysteingehalt bestimmt.

Dietrich S. aus Bergheim (19.09.2011): Ich habe einen Stent, treibe regelmäßig Sport (Radfahren, Volleyball) und nehme täglich eine Brausetablette FRUBIASE (Boehringer Ingelheim), die laut Beschreibung in Zusammenarbeit mit der Deutschen Sporthochschule Köln entwickelt wurde. Diese Tablette enthält neben Calcium, Kalium, Magnesium, Eisen, Zink, Jod, Niacin, Biotin und Pantothensäure auch Folsäure und - neben anderen Vitaminen - auch B6 und B12. Nach Dr. Klepzigs Fazit zur Einnahme von Folsäure und den Vitaminen B6 und B12 lässt sich nicht mit hoher Wahrscheinlichkeit ausschließen, dass die künstliche Zufuhr solcher Vitamin-Pillen auf Dauer mit der Entwicklung von Tumorerkrankungen einhergeht. Danach müsste man eigentlich von der Einnahme der genannten FRUBIASE Brausetabletten abraten, wobei ich mir aber nicht ganz sicher bin, ob die genannten Wirkstoffe in der FRUBIASE möglicherweise nicht auch positive Auswirkungen haben. Es könnte sich somit eine Nutzen/Schaden - Abwägung ergeben. Kann Dr.Klepzig dazu etwas sagen?

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Rainald A. aus Rickenbach (19.09.2011): Für diese Information bin ich sehr dankbar, weil ich nach Absetzung der Folsäure-Einnahme etwas schlechtes Gewissen hatte. (1996 hatte ich einen Herzinfarkt)

Dr. med. Stauros Z. Ikonomidis, Oberarzt Onkologie aus Horn-Bad Meinberg (19.09.2011): Der Beitrag ist insofern wichtig, da er manchen Irrglauben zurechtrückt und geeignet ist Menschen vor sinnlosen Ausgaben zu schützen!

Johann M. aus München (19.09.2011): Ihr Artikel ist informativ und bringt mir als Herzpatienten einen echten Mehrwert! Vielen Dank dafür.

Karl-Heinz Schlatter aus Augsburg Friedberg (19.09.2011): Habe wieder etwas dazu gelernt. Danke für die Infos.

Ernst Fiehler aus Oberursel (19.09.2011): Es wir Zeit, dass die Menschen begreifen, dass künstlich zugeführte Vitamine nur dem Hersteller wirklich helfen. Deshalb danke für den Beitrag.

M. Mewes aus Wetter (19.09.2011): Wie alle Infos von der Herzstiftung wieder einmal sehr hilfreich.

Dr. M. D. aus Nuthetal (19.09.2011): Ich bin herzkrank und gehöre folglich zu der o. a. Risikogruppe. Ich nehme die oben genannten Vitamine zwar nicht, weil ich die o. a. Hinweise kenne, aber für viele andere Patienten finde ich die Hinweise sehr!!! informativ u. lehrreich! Ich hoffe sie werden auch befolgt.

Irene Reng aus Ering (19.09.2011): Ich lese Ihre fundierten Ausführungen zu gesundheitl. Themen immer gerne.

Georg Remané aus Netphen (19.09.2011): Sehr geehrte Damen und Herren, als Leiter einer Herzsportgruppe, als Betroffener und Mitglied der Deutschen Herzstiftung wird man neben den Gesprächen mit den betreuenden Ärzten auch mit Fragen zur Einahme von Mittel zur Vorbeugung konfrontiert. Da Ihre Infos für jedermann verständlich sind, kann auch ich davon profitieren. Mit freundlichen Grüßen Georg Remané

Dieter S. aus Rheurdt (19.09.2011): In 2004 wurde bei mir ein schlechter Homocysteinspiegel festgestellt und mir die Einahme von Folsäurepräparaten (Folsan) empfohlen. Seither nehme ich dieses Präparat ein. 1992 erlitt ich einen Hinterwandinfarkt (46-jährig), von dem ich mich aber durch eine veränderte Lebensweise (tägliches Radfahren, Nikotinkonsum wurde sofort eingestellt, Cholesterinwerte werden durch die Einnahme von Sortis günstig gehalten) gut erholt habe. Die behandelnde Klinik ist in Bad Berleburg. Ab sofort werde ich auf die Einnahme von Folsan verzichten.

Werner S. aus München (19.09.2011): Mein Arzt hat mir auch immer Präparate von Dr. Loges verschrieben (Folsäure, B12). Ich habe vor einigen Jahren Cypher-Stents implantiert bekommen. Seitdem fahre ich jeden Tag 2 Stunden Rad. Diese Therapie bekommt mir gut. Ich konnte die Medikamenten-Einnahme dadurch halbieren. Der Homocystein Wert ist gleich geblieben. Während der Einnahme von Folsäure-Präparaten konnte der Homocystein Wert gesenkt werden. Nach Absetzung der Folsäure-Präparate ist er wieder gestiegen.

Anonym (19.09.2011): Sehr verständliche Fassung, sehr informativ.

 
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