Aus der Sprechstunde der Deutschen Herzstiftung

Wegen Cholesterin auf Weihnachtsgans verzichten?

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Für viele Menschen gehört der Gänsebraten an Weihnachten einfach dazu. Von einem unserer Mitglieder kam nun allerdings die Frage, ob man wegen des Cholesterins lieber auf die Weihnachtsgans verzichten sollte.

Die Antwort von Christel Gaida, leitende Diätassistentin im Herz-Zentrum Bad Krozingen, und Prof. Dr. med. Helmut Gohlke, Chefarzt im Herz-Zentrum Bad Krozingen:

Zwar hat eine Weihnachtsgans mit Haut einen hohen Fettgehalt und damit vergleichsweise viele Kalorien, allerdings gibt es hinsichtlich des Cholesterins eine gute Nachricht. Denn sowohl der Cholesteringehalt als auch der Anteil an gesättigten Fettsäuren, die den Cholesterin-Spiegel eines Menschen anheben können, ist beim Gänsebraten im Vergleich zu anderen Fleischsorten niedrig.

Der größte Anteil des Fetts besteht aus einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren, was eher als vorteilhaft zu bewerten ist (siehe Tabelle).

Fazit: Die Weihnachtsgans fällt hinsichtlich der Cholesterinmenge nicht aus dem Rahmen und stellt daher für Menschen mit ungünstigen Cholesterinspiegeln kein übermäßiges Problem dar. Allerdings sollte man die Gesamtkalorienmenge im Auge behalten, die insbesondere bei einem Gänsebraten mit Haut nicht zu unterschätzen ist.

Gans mager (Brust) Gans mit Haut Gans Keule
Gesamtfett: 7,10 g 31,00 g 18,07 g
Gesättigte Fettsäuren: 2,09 g 9,11 g 5,31 g
Einfach ungesättigte Fettsäuren: 3,76 g 16,37 g 9,54 g
Mehrfach ungesättigte Fettsäuren: 0,76 g 3,34 g 1,95 g
Cholesterin: 86 mg 86 mg 86 mg

(jeweils auf eine 100-g-Portion bezogen)

Tipps für eine fettarme Zubereitung der Weihnachtsgans

Zubereitung im Backofen: Während des Backens mehrmals mit einem spitzen Gegenstand (z. B. Fonduegabel) in die Haut stechen, damit das Fett auslaufen kann.

Zubereitung in der Pfanne (Brust oder Keule): Die Haut vor dem Anbraten mit einem Messer einritzen (Rautenmuster) und ohne Zugabe von Fett in die Pfanne legen. Das ausgelaufene Fett mit einem Löffel mehrmals abschöpfen. Röstgemüse mit anbraten, bis es Farbe annimmt und mit Geflügelfond ablöschen.

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Bislang 2 Kommentare zu diesem Herzstiftungs-Beitrag

Roman J. aus Frankenthal (23.11.2014): Endlich mal eine gute Nachricht für alle "Cholesteringeschädigte", die beim Gansessen bisher ein schlechtes Gewissen hatten. Ich jedenfalls habe bereits meine Martinsgans genossen.

Schaefer aus Erfurt (07.11.2012): Ich finde, dass man auf die Gans nicht verzichten sollte. Ich z. B. gönne mir diesen Braten, allerdings lebe ich dann die nächsten Tage sehr diszipliniert und schränke mich sehr ein.

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