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Aus der Sprechstunde der Deutschen Herzstiftung
„Was tun, wenn es unter Betablockern zu Schlafstörungen und Alpträumen kommt?”
Bislang 13 Kommentare zu diesem Beitrag (Stand: Dienstag, 15.05.2012)
Betablocker sind bei vielen Herzerkrankungen ein wichtiger Bestandteil der Therapie. Manchmal verursachen Betablocker aber auch unangenehme Begleiterscheinungen, was für Betroffene eine hohe Belastung darstellen kann. In der Sprechstunde der Deutschen Herzstiftung berichtete eines unserer Mitglieder z. B. von Alpträumen und Schlafstörungen unter dem Betablocker Metoprolol.
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Was man dagegen tun kann, erläutert Prof. Dr. med. Dieter Klaus vom Wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Herzstiftung hier in unserer medizinischen Sprechstunde.
Der Experten-Ratschlag:
Es ist bekannt, dass es unter der Einnahme des Betablockers Metoprolol bei manchen Menschen zu Nebenwirkungen wie Schlafstörungen und Alpträumen kommt. Für Betroffene kann dies sehr quälend sein. Nicht selten verliert der Schlaf dabei seine erholsame Wirkung. Eine entsprechende Müdigkeit am nächsten Tag ist die Folge.
Welche Gegenmaßnahmen helfen?
Wenn unter Metoprolol Nebenwirkungen wie Schlafstörungen oder Alpträume auftreten, kann es sich anbieten auf einen anderen Betablocker umzusteigen. Als Alternative kommen z. B. Carvedilol oder Nebivolol in Betracht.
Tipp: Wer bei einer Metoprolol-Einnahme unter den geschilderten Nebenwirkungen leidet, sollte das Thema beim nächsten Arztbesuch ansprechen und fragen, ob evtl. ein anderer Betablocker in Frage kommt.
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Autor: Prof. Dr. med. Dieter Klaus ist Herzspezialist und Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Herzstiftung. Zu seinen medizinischen Schwerpunkten zählt u. a. das Thema Bluthochdruck und Herzerkrankungen.
(Redaktion: ebe)
Bislang 13 Kommentare zu diesem Beitrag
Je-Bum Yang aus Krefeld (08.05.2012): Es ist empfehlenswert, bei nächster Gelegenheit über Bisoprolol zu berichten.
Stefan H. aus Chemnitz (23.04.2012): Nach meinem Vorwandinfarkt und anschließender 2-fach Bypass-OP im Jahre 2008 nehme ich Betablocker. Als erstes war da Nebivolol zusammen mit Diovan. Später auftretendes extremes Vorhofflimmern wurde mit einer PVI beendet. Dabei wurde umgestellt auf Metoprolol Betablocker. Damit ging die Schlaflosigkeit los. Eine Umstellung der Betablocker kommt für mich sofort infrage, denn ohne Zolpidem ist an Schlaf nicht zu denken.
Ursula aus W. (02.04.2012): Ich nehme seit ca. 18 Monaten nur eine halbe Metoprolol 47,5 mg täglich ein. Anfangs hatte ich wenig Probleme damit, aber mit der Zeit litt ich verstärkt unter Schlafstörungen, schlimmen Albträumen und Angststörungen. Von der Gynäkologin wurde dies als Wechseljahresbeschwerden abgetan und mein Hausarzt reagierte überhaupt nicht. Da ich Krankenschwester bin, habe ich mich langsam selbst an die richtige Diagnose herangearbeitet und den Betablocker (unter regelmäßiger Pulskontrolle) abgesetzt. Bereits nach wenigen Tagen waren meine Beschwerden verschwunden.
O. L. aus Sinsheim (02.04.2012): Ich kann das Problem der Schlafstörungen durch Betablocker nachvollziehen. Besonders leide ich an Einschlafstörungen. Auch die Gewichtszunahme durch diese Mittel kann ich bestätigen!
Waltaud L. aus Eppertshausen (08.03.2012): Und was nützt mir das Ansprechen beim nächsten Arztbesuch, wenn doch nichts unternommen wird, sondern nur die Tablettenzahl erhöht wird. Man ist doch als Patient aufgeschmissen und bekommt doch keine Hilfe. Durch die Alpträume steigt der Blutdruck und dann ...
L. K. aus Oberhausen (07.03.2012): Bleibt die Frage für mich, ob bei Einnahme von Carvedilol auch Schlafstörungen auftreten können, oder ob diese bei mir eine andere Ursache haben.
S. B. aus Aalen (04.03.2012): Ich habe auch den Verdacht, dass meine Schlafstörungen und Alpträume vom Metoprolol kommen. Habe auch schon mit meinem Arzt gesprochen. Der ist aber nicht drauf eingegangen. Werde versuchen das Medikament zu wechseln.
S. aus Bielefeld (17.12.2011): Ich hätte die Einnahme von Metoprolol nicht als Verdachtsmoment für meine Schlafstörungen in Betracht gezogen, sehr hilfreich für mich.
S. F. aus Bielefeld (16.06.2011): Mein Kardiologe hat abgestritten, dass meine Probleme (Schlafstörungen, Albträume, Gewichtszunahme etc.) von den Betablockern kommen. Nach einem heftigen Streit hat er zugestimmt, mir nun Atacand (ist kein Betablocker) zu verschreiben und siehe da: die Beschwerden sind verschwunden! Nun heißt es nur noch einen neuen Kardiologen mit mehr Ahnung zu finden.
H. M. aus Jerxheim (16.05.2011): Ich leide zwar schon länger unter Schlafstörungen und Alpträumen, habe aber dies nicht mit dem Metoprolol in Zusammenhang gebracht.
Klaus (08.03.2011): Ein für mich sehr wichtiger Hinweis, da ich plötzlich von Schlafstörungen damit verbundenen Alpträumen heimgesucht werde, aber keinen Zusammenhang zu Metroprolol gesehen habe.
Dr. Wolfgang S. aus Weimar (13.02.2011): Ich nehme Nebivolol ein und habe starken Reizhusten und ebenfalls Alpträume.
Margit S. aus Wien (17.12.2010): Dieses Problem wird einem von jedem Arzt verschwiegen, ich bin erst durch ein Gespräch mit meinem Apotheker, Spezialgebiet Homöopathie draufgekommen.



